Katastrophenprävention in Japan Gewarnt vor dem Tsunami
Trotz der immensen Verwüstung und vieler Todesopfer verlief der Tsunami an Japans Küste weniger verheerend als die Welle 2004 vor Sumatra. Die Japaner waren vorbereitet.
© Jiji Press/AFP/Getty Images

Die Stadt Miyako in Japan am 11. März 2011: Die Ausläufer des verheerenden Tsunamis flutet Straßen
Mehr als 150.000 Tote – das war die furchtbare Bilanz des Seebebens an Weihnachten 2004 für die Provinz Aceh auf Sumatra. In Japan hat es mit gleicher Wucht eine ähnlich dicht besiedelte Küstenregion getroffen. Dass die Zahl der Todesopfer vermutlich rund 90 Prozent niedriger bleiben wird, ist das große Verdienst der japanischen Katastrophenprävention. Abgesehen vom Schutz der Nuklearanlagen haben Behörden und Zivilgesellschaft bei ihren Vorbereitungen auf »The Big One« offenbar alles richtig gemacht.
Aceh und das japanische Katastrophengebiet in den Präfekturen Miyagi, Fukushima und Iwate sind sich erstaunlich ähnlich. Beide Regionen haben etwa fünf Millionen Einwohner auf einer Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern. Die Epizentren der Beben mit Stärken von rund 9 auf der Richterskala lagen in beiden Fällen etwa 150 Kilometer vor der Küste, und die über fünf Meter hohen Tsunami-Wellen erreichten schon weniger als 30 Minuten nach den Beben dicht bewohntes Gebiet. In Aceh traf die Flut auf eine unvorbereitete Bevölkerung. Japan dagegen hatte sich gegen die drohende Gefahr gewappnet.
Zum Beispiel durch strenge Bauvorschriften. Die Erdstöße haben kein einziges Hochhaus in Japan zum Einsturz gebracht. Mit gigantischen Puffern im Fundament und einem flexiblen Stahlbetonskelett federten selbst über 200 Meter hohe Wolkenkratzer das Beben vollständig ab. Weniger sicher war es in kleineren Gebäuden, doch auch dort zeigte sich, dass seit dem großen Beben in Kobe 1995 viel in die Sicherheit investiert worden war. Nicht das Beben selbst, sondern der anschließende Tsunami war die Ursache für fast alle Todesopfer.
- Das Erdbeben vom 11. März
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In fast 90 Prozent der Fälle werden Tsunamis durch Seebeben ausgelöst. Dabei brechen oder reißen aufeinander stoßende Erdplatten und erschüttern den Untergrund des Ozeans. In Japan taucht die Pazifische unter die Eurasische Platte.
Infografik Erdbeben
© Anne Gerdes/ZEIT GrafikKlicken Sie auf das Bild, um die Weltkarte der Erdbebengefahr herunterzuladen
Durch solche Erdverschiebungen können gewaltige Wassermassen in Bewegung gesetzt werden. Einmal angestoßen, beginnt eine Kettenreaktion: So wie ein Dominostein den nächsten anstößt, pflanzt sich die Bewegungsenergie im Wasser fort – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 800 Kilometern in der Stunde.
In Japan ereignete sich am 11. März 2011 um 14.46 Uhr Ortszeit (06.46 Uhr MEZ) ein großes Erdbeben der Stärke 9. Zahlreiche weitere Beben erschütterten die Region. Das Epizentrum lag 130 Kilometer östlich der Stadt Sendai und fast 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Tokyo. Das Beben löste mehrere Flutwellen aus, die weite Landstriche verwüsteten.
Mehr als 15.800 Menschen starben durch die Naturkatastrophen, mehr als 3.200 gelten weiterhin als vermisst. Rund 120.000 Gebäude wurden zerstört, Hunderttausende weitere zum Teil erheblich beschädigt (Quelle: National Police Agency, Japan).
- Der Tsunami
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Eigentlich bedeutet das japanische Wort Tsunami "Hafenwelle". Meist ist es aber nicht eine einzige Welle, die ausgelöst durch ein Erdbeben die Küsten trifft, sondern die Erschütterungen lösen gleich eine ganze Serie von Flutwellen aus.
Treffen diese Wellen nach ihrer rasanten Ausbreitung über den offenen Ozean auf flachere Gewässer, türmen sich die Wassermassen meterhoch auf. Als gewaltige Brecher schlagen die Fluten an Land und können so kilometerweit ins Landesinnere vordringen.
Mit Beben muss man auf Japans Hauptinsel Honshu stets rechnen. Das Land liegt im Bereich des Pazifischen Feuerrings. Damit ist ein Vulkangürtel gemeint, der den Pazifischen Ozean umringt.
- GAU in Fukushima
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Während des Bebens am 11. März 2011 wurde auch das an der Ostküste der Präfektur Fukushima gelegene Atomkraftwerk Fukushima-1 beschädigt. Der anschließende Tsunami zerstörte sowohl die Notstromversorgung als auch wichtige Kontrollmöglichkeiten der sechs Reaktoren.
Grafik Radioaktivität
© Julika AltmannKlicken Sie auf das Bild, um die Infografik als PDF-Datei herunterzuladen.
Nachdem das Kühlsystem ausfiel, kam es zu mehreren Explosionen durch entzündeten Wasserstoff. Die Wände der Reaktoren 1, 2, 3 und 4 wurden teils schwer dadurch beschädigt. Zudem ereigneten sich Kernschmelzen in den Reaktoren 1 bis 3. Radioaktivität trat in hohen Mengen in die Umwelt aus.
Das umliegende Gebiet musste evakuiert werden. Noch immer sind Städte und Dörfer in einem Radius von 20 Kilometern um die Atomanlage gesperrt. Mindestens 60.000 Menschen mussten ihre Heimat verlassen.
Der AKW-Betreiber Tepco versucht, die havarierten Reaktoren langfristig unter Kontrolle zu halten. Die Regierung schätzt, dass eine sichere Demontage von Fukushima-Daiichi mindestens 40 Jahre dauern werde. Im Dezember verkündete sie die Kaltabschaltung des Kraftwerks, allerdings ist umstritten, wie sicher die Lage dort wirklich ist.
Vor der Gewalt einer mehr als fünf Meter hohen Flutwelle können Küstenstädte nicht geschützt werden. Die einzige Chance für die Rettung möglichst vieler Bewohner ist ein schnell reagierendes Warnsystem mit eingeübten Fluchtwegen und erhöhten Sicherheitsplattformen. Das hat in Japan vorbildlich funktioniert. Bereits drei Minuten nach dem Seebeben gab der zuständige meteorologische Dienst eine Tsunami-Warnung der höchsten Alarmstufe heraus. Weniger als zehn Minuten später heulten entlang der bedrohten Küste die Sirenen. Und die Menschen wussten, was das bedeutet. Schon im Kindergarten wird das richtige Verhalten bei Erdbeben eingeübt.

Super-GAU oder begrenzter Unfall? Wie sehen das schlimmste und das beste Szenario für die Zukunft aus?
Zehntausende retteten sich in der knappen Viertelstunde, die zwischen dem Sirenenalarm und dem Eintreffen des Tsunami blieb, auf die Dächer stabiler Stahlbetonhäuser, auf Felsen und hoch gelegene Brücken. Selbst die Evakuierung der extrem gefährdeten Züge auf küstennahen Gleisen scheint – entgegen ersten Meldungen – in den meisten Fällen gelungen zu sein.
Welche Folgen Naturgewalten haben, hängt entscheidend davon ab, wie Menschen sich vorbereiten. Armut ist das größte Katastrophenrisiko. Im Durchschnitt forderten Natur- und Technik-Katastrophen seit 1900 in Entwicklungsländern jeweils mehr als tausend Todesopfer, in Industrieländern dagegen nur 22.
Die Bilder zerstörter Küstenstädte zeigen nicht das Scheitern japanischer Katastrophenprävention. Sie zeigen, was sich auch bei bester Vorbereitung nicht verhindern lässt.
- Datum 20.03.2011 - 11:24 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 17.3.2011 Nr. 12
- Kommentare 20
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Es wird behauptet, dass der Tsunami die Notstromaggregate zerstörte. Warum gibt es hierüber keine Aufzeichnungen? Es liegt kein Bild-oder Videobeweis vor. Man kann suchen soviel man möchte. Meiner Meinung nach sind die Japaner schlau genug die Aggregate auf einer sicheren Höhe zu installieren. Wenn dem so ist, können die Aggregate nur durch das Erdbeben Schaden genommen haben. Dann aber wäre das Sicherheitsrisiko für alle Atomkraftwerke skandalös und alles müßte vom Netz, denn 9,0 wurde nur am Hypozentrum (Epizentrum) gemessen. Desweiteren stammen alle Tsunami-Videos von anderen Gebieten. Sehr seltsam, dass die Behörden vom streng (Video-) überwachten Reaktorgelände kein einziges Überwachungsvideo zur Aufklärung freigibt. Das stinkt doch zum Himmel.
Wie erdbebensicher sind die deutschen und anderen europäischen Atomkraftwerke und Abklingbecken? Wo lagern plutoniumhaltige MOX-Brennstäbe in luftiger Höhe unter einem einfachen Industriedach? Oder mache man das nur mit normalen Brennstäben? Gibt es hier eigentlich noch Journalisten?
Prinzipielle Geheimniskrämerei und das Für-Dumm-Verkaufen des Volkes sind kennzeichnend für die Herrschenden, die selber sehr wohl wissen, dass sie sträfliches Unrecht tun.
Zwanghaftes Festhalten am Kollisions-Kurs "bis alles in Scherben fällt" sollte uns eigentlich nicht ganz neu sein.
Nur, mit den Folgen des hoffentlich bald überwundenen Atom-Irrsinns wird die Menschheit ein schweres Erbe antreten.
Die Reaktoren in Fukushima liegen etwa 200 m vom Ozean entfernt. Vorher- Nachher-Vergleichsaufnahmen via Satellit zeigen auf etwa 2 Dritteln dieser Strecke (bis kurz vor die Turbinenngebäude) deutliche, Tsunami-übliche Verwüstungen. Das die Notstrom-Generatoren von den Reaktoren aus gesehen zur Wasserseite hin lagen, wurde unzählige Male bestätigt - von japanischen Experten und von Fachleuten aus westlichen Ländern die zeitweise in Fukushima tätig waren. Insofern geht Ihr Kommentar größtenteils an den bekannten Fakten vorbei.
Ein unglaublicher Skandal ist, dass man nicht spätestens nach dem Asien-Tsunami 2004 noch einmal geprüft hat, wie die am offenen pazifischen Ozean gelegenen AKWs einen Tsunami verkraften würden. Möglicherweise hat man geprüft, aber aus Kostengründen die notwendigen Anpassungen nicht vorgenommen.
Ein weiterer Skandal ist möglicherweise, das Betreiber Tepco zu lange versucht hat, die Situation ohne fremde Hilfe und somit ohne großes Aufsehen in den Griff zu bekommen. Einige begründen das mit der in Japan so wichtigen "Gesichtswahrung". Die Situation ist dadurch möglicherweise unnötig eskaliert und durch die später ausgetretene Strahlung sind Hilfsversuche nun extrem schwer. Ein durchschnittlicher THW-Standort in Deuschland hat genug Pump- und Stromerzeugungskapazitäten, um die Wassermenge zu fördern, die nach der Notabschaltung eines Reaktors wie Fukushima 1 nötig wären. Natürlich muss man das alles vor Ort auch irgendwie anschließen können.
Wie erdbebensicher sind die deutschen und anderen europäischen Atomkraftwerke und Abklingbecken? Wo lagern plutoniumhaltige MOX-Brennstäbe in luftiger Höhe unter einem einfachen Industriedach? Oder mache man das nur mit normalen Brennstäben? Gibt es hier eigentlich noch Journalisten?
Prinzipielle Geheimniskrämerei und das Für-Dumm-Verkaufen des Volkes sind kennzeichnend für die Herrschenden, die selber sehr wohl wissen, dass sie sträfliches Unrecht tun.
Zwanghaftes Festhalten am Kollisions-Kurs "bis alles in Scherben fällt" sollte uns eigentlich nicht ganz neu sein.
Nur, mit den Folgen des hoffentlich bald überwundenen Atom-Irrsinns wird die Menschheit ein schweres Erbe antreten.
Die Reaktoren in Fukushima liegen etwa 200 m vom Ozean entfernt. Vorher- Nachher-Vergleichsaufnahmen via Satellit zeigen auf etwa 2 Dritteln dieser Strecke (bis kurz vor die Turbinenngebäude) deutliche, Tsunami-übliche Verwüstungen. Das die Notstrom-Generatoren von den Reaktoren aus gesehen zur Wasserseite hin lagen, wurde unzählige Male bestätigt - von japanischen Experten und von Fachleuten aus westlichen Ländern die zeitweise in Fukushima tätig waren. Insofern geht Ihr Kommentar größtenteils an den bekannten Fakten vorbei.
Ein unglaublicher Skandal ist, dass man nicht spätestens nach dem Asien-Tsunami 2004 noch einmal geprüft hat, wie die am offenen pazifischen Ozean gelegenen AKWs einen Tsunami verkraften würden. Möglicherweise hat man geprüft, aber aus Kostengründen die notwendigen Anpassungen nicht vorgenommen.
Ein weiterer Skandal ist möglicherweise, das Betreiber Tepco zu lange versucht hat, die Situation ohne fremde Hilfe und somit ohne großes Aufsehen in den Griff zu bekommen. Einige begründen das mit der in Japan so wichtigen "Gesichtswahrung". Die Situation ist dadurch möglicherweise unnötig eskaliert und durch die später ausgetretene Strahlung sind Hilfsversuche nun extrem schwer. Ein durchschnittlicher THW-Standort in Deuschland hat genug Pump- und Stromerzeugungskapazitäten, um die Wassermenge zu fördern, die nach der Notabschaltung eines Reaktors wie Fukushima 1 nötig wären. Natürlich muss man das alles vor Ort auch irgendwie anschließen können.
Soll dieser Artikel etwa zur Verharmlosung der Atomkraft dienen, weil ja nur Seebeben und Tsunami für die Verheerung und die vielen Toten, Vermißten und Verwundeten gesorgt haben?
Also alles nur eine Frage der Vorsorge, was bei Naturkatastrophen z.T. richtig ist, wie der Vergleich mit Sumatra und Japan beweist.
Jedoch werden - wie ich feststelle - Sachverhalte sträflich vermischt. Nämlich: 1. das Private, z.B. Verkehrsunfälle etc, wo jeder einzelne allein verantwortlich ist.
2. Die Naturkatastrophen, gegen die man zwar in gewisser Weise vorbeugen kann am Ende aber hilflos zuschauen muß.
3. Die gesellschaftlichen Vorlieben für bestimmte Energieformen, in diesem Fall der Atomenergie.
Selbst wenn alle AKWs der Welt "bombensicher" wären, bestünde ein Risiko, nämlich das des Missbrauchs durch Betreiber, Arbeiter die vor Ort arbeiten, Sabotageakte, Erpressungen oder Schluderigkeit. Und dagegen ist KEIN Kraut gewachsen.
Abgesehen also von dem Restrisiko, dass alle drei Formen haben, ist das letzte, nämlich die Atomenergie die schlechteste und gefährlichste.
Was in Japan passiert ist, sollte uns die Augen öffnen für die Gefährlichkeit dieser Energie, denn wenn Landstriche kilometerweit verstrahlt sind und unbewohnbar werden, Flüsse, Meere, Erde und ein großteil der Einwohner verstrahlt sind, werden wir alle wissen, dass man Geld nicht essen kann.
Solange Menschen meinen, sie könnten von dieser Energie profitieren, ist sie in falschen Händen.
Wie erdbebensicher sind die deutschen und anderen europäischen Atomkraftwerke und Abklingbecken? Wo lagern plutoniumhaltige MOX-Brennstäbe in luftiger Höhe unter einem einfachen Industriedach? Oder mache man das nur mit normalen Brennstäben? Gibt es hier eigentlich noch Journalisten?
Prinzipielle Geheimniskrämerei und das Für-Dumm-Verkaufen des Volkes sind kennzeichnend für die Herrschenden, die selber sehr wohl wissen, dass sie sträfliches Unrecht tun.
Zwanghaftes Festhalten am Kollisions-Kurs "bis alles in Scherben fällt" sollte uns eigentlich nicht ganz neu sein.
Nur, mit den Folgen des hoffentlich bald überwundenen Atom-Irrsinns wird die Menschheit ein schweres Erbe antreten.
Aber die Atomkraftwerke von Fukushima waren gar nicht für Erdbeben wie sie in Japan zu erwarten sind ausgelegt, wie der zerknirschte Bericht eines maßgeblichen Ingenieurs hier zeigt:
http://www.sueddeutsche.d...
Aber in Deutschland ist sicher alles ganz sicher...
"Abgesehen vom Schutz der Nuklearanlagen haben Behörden und Zivilgesellschaft bei ihren Vorbereitungen auf »The Big One« offenbar alles richtig gemacht."
Danke für diese Feststellung.
Wenn der Journalismus anderenorts, wie auch weite Teile des deutschen Politikbetriebes inflationär von der "Apokalypse" reden, da kann ja eigentlich nur ein Interesse dahinterstecken.
"Den Japanern" ist aller Erfolg bei den Bemühungen zur Eindämmung zu wünschen.
So wie es Dirk Asendorf in seiner Formulierung schreibt:
Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Sie müssen nicht dicht gemacht werden.
Das Ereignis muß Antworten auf Fragen nach Verantwortkichkeiten und Konsequenzen bringen.
Man wird dort schon in sinnvoller Weise Lehren aus dem Geschehenen ableiten. Hochwasserschutztechnisher Art wahrscheinlich.
Auch Rußland ist nach Tschernobyl nicht ausgestiegen.
Die schon als metaphysisch zu beschreibende Atomangst offensichtlich einer Mehrheit hierzulande ist rational kaum nachzuvollziehen.
"Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Sie müssen nicht dicht gemacht werden."
Richtig wäre:
Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Da das nicht geht (Terror, Unfälle, Schlamperei, Korruption), müssen sie dicht gemacht werden.
Nicht die "Nuklearanlagen" müssen geschützt werden, sondern die Menschheit muss vor diesem Irrsinn geschützt werden.
"Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Sie müssen nicht dicht gemacht werden."
Richtig wäre:
Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Da das nicht geht (Terror, Unfälle, Schlamperei, Korruption), müssen sie dicht gemacht werden.
Nicht die "Nuklearanlagen" müssen geschützt werden, sondern die Menschheit muss vor diesem Irrsinn geschützt werden.
Zuerst wollte ich dem ersten Kommentar antworten. Dann las ich die weiteren und schreibe meine Meinung allgemein, da sie auf alle Kommentare zutrifft. Der Artikel als solcher ist sehr gut, beschreibt das tatsächliche Geschehen in einer sachlichen Art ohne Effekthascherei. Die Kommentare dagegen schreien regelrecht nach Polemik. Was soll denn eine Frage nach den Podesten auf welchen die Notstromaggregate gestanden haben sollten. Meinen Sie, hier im fernen Deutschland, man strickte von Anbeginn an an einer Legende um die tatsächlichen Folgen, die zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht eingetreten waren, zu verschleiern? Ebenso wie das Erwähnen dass viele Bilder des Tsunamis von anderen Orten gezeigt wurden. Ich möchte auf die Einzelheiten nicht weiter eingehen, aber grundsätzlich spricht aus den Kommentaren sehr viel Hysterie. Japan unterliegt nicht den Vorstellungen einzelner Menschen in Deutschland, die nicht begreifen welche Katastrophe sich dort unter welchen Umständen und mit welch unvorstellbarer Wucht ereignet hat und ebenso wenig Verständnis haben für die extremen übermenschlichen Leistungen der Japaner zur Bewältigung dieses Unglücks und der Minnimierung seiner Folgen. Etwas weniger egozentrisches Denken wäre hier angebracht. Dann erkennt man auch wieder die Wirklichkeit und muss nicht irgenwelche obskuren Verschwörungstheorien nachhängen. Was hier passiert ist, ist schlimm genug.
Vielen Menschen wird suggeriert, dass Erdbeben und Tsunami zusammenkommen müssen, damit ein GAU zustande kommt. Tatsächlich ist es jedoch möglich, dass ein starkes Erdbeben der Stärke 6-7 die Ursache für den Ausfall der Aggregate war. Wenn das der Fall ist, wurde gelogen - und allein darum geht es. Denn unsere Politiker und Befürworter der Atomkraft (EON) behaupten eben, dass der Tsunami der wahre Auslöser für die Katastrophe war. Und Tsunamis gibt es in Deutschland ja nicht. Auch Hochwasser verursacht in Deutschland lediglich nasse Füsse. Können Sie mir folgen?
Vielen Menschen wird suggeriert, dass Erdbeben und Tsunami zusammenkommen müssen, damit ein GAU zustande kommt. Tatsächlich ist es jedoch möglich, dass ein starkes Erdbeben der Stärke 6-7 die Ursache für den Ausfall der Aggregate war. Wenn das der Fall ist, wurde gelogen - und allein darum geht es. Denn unsere Politiker und Befürworter der Atomkraft (EON) behaupten eben, dass der Tsunami der wahre Auslöser für die Katastrophe war. Und Tsunamis gibt es in Deutschland ja nicht. Auch Hochwasser verursacht in Deutschland lediglich nasse Füsse. Können Sie mir folgen?
"Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Sie müssen nicht dicht gemacht werden."
Richtig wäre:
Nuklearanlagen müssen entsprehend der vorhandenen Bedrohungen geschützt werden.
Da das nicht geht (Terror, Unfälle, Schlamperei, Korruption), müssen sie dicht gemacht werden.
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