Stiftungsvorstand Thiemo Gropp "Kein Rückschlag"

Thiemo Gropp, Vorstand der Desertec-Stiftung, über den Fortgang des Wüstenstromprojekts.

Arbeiter montieren Solarpanels in einem solarthermischen Kraftwerk in Südwestfrankreich. Die Desertec-Initiative will den solarthermische Kraftwerke in Nordafrika bauen.

Arbeiter montieren Solarpanels in einem solarthermischen Kraftwerk in Südwestfrankreich. Die Desertec-Initiative will den solarthermische Kraftwerke in Nordafrika bauen.

DIE ZEIT: Herr Gropp, gefährden die Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Osten jetzt das Wüstenstrom-Konzept Desertec?

Thiemo Gropp: Das Konzept gefährden sie natürlich nicht. Es bleibt dabei, dass der Bau von Solarkraftwerken in einem kleinen Teil der Sahara ausreichen würde, um die Wüstenländer selbst mit Strom zu versorgen und teilweise auch Europa. Trotzdem, die gegenwärtige politische Lage kann natürlich die Umsetzung kurzfristig beeinträchtigen.

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Thiemo Gropp

Der Unternehmer Thiemo Gropp ist Mitgründer und Vorstand der Desertec-Stiftung

ZEIT: Kann sie es, oder tut sie es schon?

Gropp: Es ist bisher kein offensichtlicher Rückschlag erfolgt. In einigen Ländern bilden sich neue Regierungen, und es entstehen hoffentlich demokratische Strukturen. Das wird uns helfen, davon bin ich überzeugt. In Marokko, in Tunesien und in einigen anderen Ländern gibt es schon Solarpläne, und die bleiben auch bestehen.

ZEIT: Was denn für Solarpläne?

Gropp: Das sind sozusagen Mosaiksteine des Desertec-Konzeptes. Zusammen mit dem deutschen Außenministerium und mit anderen Beteiligten, auch aus Nordafrika, erarbeiten wir gerade Konkretes. Wie schnell das umgesetzt wird, hängt davon ab, wie schnell es wieder funktionierende Regierungen gibt.

ZEIT: Haben Sie beispielsweise zur neuen tunesischen Regierung schon Kontakt gehabt?

Gropp: Die für uns zuständigen Personen, die bisher die Solarpläne in Tunesien vorangebracht haben, sind eher gestärkt worden. Die Umwälzungen haben Desertec geholfen.

ZEIT: Ist der Bau von wenigstens einem solarthermischen Kraftwerk schon in Sicht?

Gropp: Es gibt sehr konkrete Pläne für ein Referenzprojekt in Marokko – wenngleich noch ein Stück des Weges vor uns liegt. Regulatorische, politische und auch finanzielle Fragen müssen noch geklärt werden.

ZEIT: Kann ein Land wie Marokko den Bau eines Sonnenkraftwerkes allein stemmen?

Gropp: Finanzielle Unterstützung ist nötig. Sie könnte beispielsweise zum Teil von der Weltbank kommen. Denkbar ist aber auch, dass ein Teil des Stroms exportiert wird und damit die Finanzierung ermöglicht wird.

ZEIT: Was eine Stromleitung durch die Meerenge von Gibraltar voraussetzt.

Gropp: Die gibt es zum Glück schon.

ZEIT: In dem Fall würden die europäischen Verbraucher zahlen.

Gropp: Genau, das zu organisieren ist aber keine triviale Angelegenheit. Es geht nämlich um die Vergütung von Strom, der außerhalb Europas erzeugt worden ist. Ich wage noch keine Prognose, wann der Durchbruch erzielt sein wird.

ZEIT: Durchbruch – das wäre ein europäisches Einspeisegesetz, oder?

Gropp: Zum Beispiel, das wäre sehr hilfreich. Aber wir sehen das nicht als notwendigen ersten Schritt.

ZEIT: Warum nicht?

Gropp: Weil es auch um die umweltverträgliche Deckung der wachsenden Stromnachfrage in Nordafrika und im Nahen Osten geht. Wenn man es schafft, Märkte in diesen Regionen aufzubauen, werden auch mehr Leitungen für den Export nach Europa gebaut.

Die Fragen stellte Fritz Vorholz

 
Leser-Kommentare
  1. Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Wahlwerbung. Danke. DIe Redaktion/se

    • axl605
    • 25.03.2011 um 22:30 Uhr

    Das Projekt an sich ist sicherlich in den Grundzügen lobenswert, nur eines darf man dabei nicht vergessen: Der Weg der damit eingeschlagen wird verzögert den Ausbau der erneuerbaren Energieträger vor Ort und macht Deutschland und Europa von einer politisch eher instabilen Region in Punkto Energie abhängig. Schon wieder.
    Zudem stehen so ggf. wichtige Ressourcen in der Finanzierung und Umsetzung nicht zur Verfügung die erst mal vor Ort mehr für eine nachhaltige Energieversorgung bewirken könnten. Zudem muss erst mal die Energieversorgung der nordafrikanischen Staaten entweder mit Hilfe des Projektes oder auch unabhängig davon gewährleistet sein, bevor hier der Strom an Europa geliefert wird. So entstehen für einige der Probleme in diesen Staaten, insbesondere die Wasserversorgung gesicherte Lösungsperspektiven die auch die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieser Länder verbessern (Meerwasserentsalzung für Trinkwasser und Landwirtschaft).

    Noch ein Tipp an die Redaktion, das Bild zum Artikel scheint mir eher Dünnschichtsolarzellen (aka: PV) als eine CSP Anlage zu zeigen.Eine Korrektur wäre lobenswert..

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    Bezüglich lokaler Stromversorgung sagt der Thiemo uns zum Beispiel:

    "Weil es auch um die umweltverträgliche Deckung der wachsenden Stromnachfrage in Nordafrika und im Nahen Osten geht. Wenn man es schafft, Märkte in diesen Regionen aufzubauen, werden auch mehr Leitungen für den Export nach Europa gebaut."

    Und hinsichtlich Meerwasserentsalzung: Diese Anlagen sind ziemlich teuer und im Regelfall nicht besonders effizient, da wäre der Stromexport nach Europa sicherlich lukrativer und würde langfristig zu mehr führen.

    Bezüglich instabiler Lieferländer: Russisches Gas, Libysches Öl... Marokkanischer und Tunesischer Strom scheint mir da nicht so schlecht zu sein. Bei und ist es ja leider nicht so sonnig.

    Bezüglich lokaler Stromversorgung sagt der Thiemo uns zum Beispiel:

    "Weil es auch um die umweltverträgliche Deckung der wachsenden Stromnachfrage in Nordafrika und im Nahen Osten geht. Wenn man es schafft, Märkte in diesen Regionen aufzubauen, werden auch mehr Leitungen für den Export nach Europa gebaut."

    Und hinsichtlich Meerwasserentsalzung: Diese Anlagen sind ziemlich teuer und im Regelfall nicht besonders effizient, da wäre der Stromexport nach Europa sicherlich lukrativer und würde langfristig zu mehr führen.

    Bezüglich instabiler Lieferländer: Russisches Gas, Libysches Öl... Marokkanischer und Tunesischer Strom scheint mir da nicht so schlecht zu sein. Bei und ist es ja leider nicht so sonnig.

  2. Bezüglich lokaler Stromversorgung sagt der Thiemo uns zum Beispiel:

    "Weil es auch um die umweltverträgliche Deckung der wachsenden Stromnachfrage in Nordafrika und im Nahen Osten geht. Wenn man es schafft, Märkte in diesen Regionen aufzubauen, werden auch mehr Leitungen für den Export nach Europa gebaut."

    Und hinsichtlich Meerwasserentsalzung: Diese Anlagen sind ziemlich teuer und im Regelfall nicht besonders effizient, da wäre der Stromexport nach Europa sicherlich lukrativer und würde langfristig zu mehr führen.

    Bezüglich instabiler Lieferländer: Russisches Gas, Libysches Öl... Marokkanischer und Tunesischer Strom scheint mir da nicht so schlecht zu sein. Bei und ist es ja leider nicht so sonnig.

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    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:38 Uhr

    ... "Bezüglich instabiler Lieferländer: Russisches Gas, Libysches Öl... Marokkanischer und Tunesischer Strom scheint mir da nicht so schlecht zu sein. Bei und ist es ja leider nicht so sonnig."

    Dazu nur eine Anmerkung:

    Bei einem Lieferstopp kann das Gas/Öl uns auch noch später verkauft werden. Aber der Strom ist bei einem Lieferstopp praktisch futsch, weil der nur schlecht gespeichert werden kann.

    Deswegen würde ein Lieferstopp beim Strom diese Länder einen Haufen Geld kosten... und der Effekt auf Europa minimal sein, denn auch mit Desertec werden wir sicher Kraftwerksüberkapazitäten im Land unterhalten. Heute haben wir auch ca. 130GW fossil/atomar in Deutschland, was ein nettes Reservepolster bedeutet, selbst im Winter.

    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:38 Uhr

    ... "Bezüglich instabiler Lieferländer: Russisches Gas, Libysches Öl... Marokkanischer und Tunesischer Strom scheint mir da nicht so schlecht zu sein. Bei und ist es ja leider nicht so sonnig."

    Dazu nur eine Anmerkung:

    Bei einem Lieferstopp kann das Gas/Öl uns auch noch später verkauft werden. Aber der Strom ist bei einem Lieferstopp praktisch futsch, weil der nur schlecht gespeichert werden kann.

    Deswegen würde ein Lieferstopp beim Strom diese Länder einen Haufen Geld kosten... und der Effekt auf Europa minimal sein, denn auch mit Desertec werden wir sicher Kraftwerksüberkapazitäten im Land unterhalten. Heute haben wir auch ca. 130GW fossil/atomar in Deutschland, was ein nettes Reservepolster bedeutet, selbst im Winter.

    • lef
    • 26.03.2011 um 1:44 Uhr

    Desertec ist bisher jeden Falls für diese Region (Tunesien) ein Konzept, das nicht funktionieren kann.
    das Referenzobjelt (Andasol) kann als gescheitert angesehen werden - siehe ebenda,z.B. bei Wikipedia.

    Meerwasserentsalzung als Lösung ist ein Widerspruch - ParabolrinnensolarKW funktionieren nur im Inland - an Küsten ist dieTemperatur zu niedrig.

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    Man kann natürlich Wikipedia als Quellenangabe für jede beliebige Aussage angeben und hoffen, dass niemand nachschaut.

    Ihre Aussage "das Referenzobjelt (Andasol) kann als gescheitert angesehen werden - siehe ebenda,z.B. bei Wikipedia" ist jedenfalls durch nichts gedeckt:

    http://en.wikipedia.org/w...
    http://de.wikipedia.org/w...

    (Auf der deutschen Wikipediaseite amüsiert sich jemand, aller Risiken, die die Firma aus börsenrechtlichen Gründen angeben muss, zu zitieren, mit einem gescheiterten Projekt has das aber nichts zu tun.)

    Ein Reinfall? Naja, wenn für Sie mehrere 100MW Strom ohne jedwede CO2 Emission oder sonstige Gefahren für Mensch und Umwelt ein Reinfall bedeutet, haben Sie wohl die letzten Nachrichten aus Japan verpasst, oder?
    Schauen Sie sich doch mal Kramer Juntion an...seit 1984 wird dort ununterbrochen sauberer Strom produziert...und das wollen Sie nicht? Was schlagen Sie denn als bessere Alternative vor?

    Man kann natürlich Wikipedia als Quellenangabe für jede beliebige Aussage angeben und hoffen, dass niemand nachschaut.

    Ihre Aussage "das Referenzobjelt (Andasol) kann als gescheitert angesehen werden - siehe ebenda,z.B. bei Wikipedia" ist jedenfalls durch nichts gedeckt:

    http://en.wikipedia.org/w...
    http://de.wikipedia.org/w...

    (Auf der deutschen Wikipediaseite amüsiert sich jemand, aller Risiken, die die Firma aus börsenrechtlichen Gründen angeben muss, zu zitieren, mit einem gescheiterten Projekt has das aber nichts zu tun.)

    Ein Reinfall? Naja, wenn für Sie mehrere 100MW Strom ohne jedwede CO2 Emission oder sonstige Gefahren für Mensch und Umwelt ein Reinfall bedeutet, haben Sie wohl die letzten Nachrichten aus Japan verpasst, oder?
    Schauen Sie sich doch mal Kramer Juntion an...seit 1984 wird dort ununterbrochen sauberer Strom produziert...und das wollen Sie nicht? Was schlagen Sie denn als bessere Alternative vor?

  3. Bezüglich der Argumentation ´Meerwasserentsalzung´, das braucht es z.B. in Libyen nicht.

    Libysche Wasserreserven (Trinkwasser):

    http://www.politaia.org/k...

    • lepkeb
    • 26.03.2011 um 8:59 Uhr

    sicher interessant, aber wie es scheint vergessen die meisten Jünger der erneuerbaren Energien wieder die Kosten und wer diese trägt.
    Denn wie es scheint will Desertec Anlagen mit dem Geld des Westens aka der Steuerzahler in den Wüstenssand setzen und wenn dann noch Strom nach dem Vorortverbrauch übrig bleibt, bekommen dann die dummen Europäer als Zahlmeister allen voran der dt. Michel vielleicht noch etwas Strom ab.

    Interessant wäre in diesem Zusammenhang vom Interviewer mal eine Aufstellung (so ein kleiner Infokasten sollte doch möglich sein) wieviel Quersubventionierung durch den dt. Staat und die EU über die Finanzierung von s.g. 'Forschungsvorhaben' im Zusammenhang mit Desertec bereits geflossen sind und noch fliessen. Denn dort wird mit dem Geld des dt. Steuerzahlers die Entwicklung sozialisiert und die Profite werden dann wie immer privatisiert.

    Denn wenn dies ein economic sound investment wäre könnten die Betreiber des Projektes dies auch über private Investoren finanzieren, Fonds für erneuerbare Energien waren doch schon mal der Renner, wieviel arbeiten davon eigentlich profitabel. Und ja das Projekt D-tec ist kein Sozialgeschäft sonder profitorientiert.
    Da sie jedoch wissen, dass die Investoren genau hinschauen und diese wahrscheinlch keinen Gewinn sehen werden, wird die noch gut fliessende Quelle der Steuerzahler in der westlichen Welt angezapft. Die dann über höhere Energiepreise dafür nochmal bezahlen werden.

    Eine Leser-Empfehlung
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    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:27 Uhr

    ... ein nettes Gruselmärchen. Aber schauen wir mal mit etwas Verstand genauer hin:

    1. Ja, das Desertec Konsortium möchte staatliche Bürgschaften haben. Das ist für größere Industrieprojekte allerdings nichts ungewöhnliches und "Hermes"-Bürgschaften dürfte eher als üblich bezeichnet werden.

    2. Zudem scheint es so, als wären Sie mit den deutschen Bürgschaften für fossile und atomare Kraftwerke irgendwo auf der Welt hingegen völlig einverstanden. Neben dem Kredit über ca. 2 Mrd. Euro bei ca. 2,6% Zinsen und 25 Jahre Laufzeit für den EPR in Finnland seitens der BayernLB gibts auch ein aktuelle Beispiele:

    http://www.spiegel.de/wir...

    3. Sicher werden etliche Teile für Desertec in den Staaten in Nordafrika hergestellt werden... aber die komplexen und teuren Teile wie z.B. Turbinen werden nach wie vor in Europa z.B. von Siemens gefertigt werden.

    4. Und die tiefschwarzen Bedenkenträger sollte vor allem eines nicht vergessen: Die nordafrikanischen Staaten werden wirtschaftlich enorm von Desertec profitieren, es entstehen viele Jobs. Es dadurch werden diese Staaten stabilisiert, zivilisiert und vor allem:

    Es werden viel weniger Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängen... was die tiefschwarzen Seelen hierzulande doch etwas beruhigen sollte.

    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:27 Uhr

    ... ein nettes Gruselmärchen. Aber schauen wir mal mit etwas Verstand genauer hin:

    1. Ja, das Desertec Konsortium möchte staatliche Bürgschaften haben. Das ist für größere Industrieprojekte allerdings nichts ungewöhnliches und "Hermes"-Bürgschaften dürfte eher als üblich bezeichnet werden.

    2. Zudem scheint es so, als wären Sie mit den deutschen Bürgschaften für fossile und atomare Kraftwerke irgendwo auf der Welt hingegen völlig einverstanden. Neben dem Kredit über ca. 2 Mrd. Euro bei ca. 2,6% Zinsen und 25 Jahre Laufzeit für den EPR in Finnland seitens der BayernLB gibts auch ein aktuelle Beispiele:

    http://www.spiegel.de/wir...

    3. Sicher werden etliche Teile für Desertec in den Staaten in Nordafrika hergestellt werden... aber die komplexen und teuren Teile wie z.B. Turbinen werden nach wie vor in Europa z.B. von Siemens gefertigt werden.

    4. Und die tiefschwarzen Bedenkenträger sollte vor allem eines nicht vergessen: Die nordafrikanischen Staaten werden wirtschaftlich enorm von Desertec profitieren, es entstehen viele Jobs. Es dadurch werden diese Staaten stabilisiert, zivilisiert und vor allem:

    Es werden viel weniger Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängen... was die tiefschwarzen Seelen hierzulande doch etwas beruhigen sollte.

  4. Desertec ist ein Projekt, das unter Ausnutzung der Regenerativen Energietechnik eine Fortsetzung der Abhängigkeit des europäischen Endverbrauchers realisieren soll.

    Sehr wohl, und damit haben Sie mehr als recht, unter Ausnutzung der steuerlichen Projektfinanzierung. Die Gewinne gehen anschließend natürlich, wie soll es auch anders sein, an die dann privatisierten Netzbetreiber und Stromversorger.

    Hilfestellung leistet mal wieder eine korrupte Politik, die aber unabhängig von der parteipolitischen Farbe ist, mit dem Ziel der Versorgung des Staatshaushalts, was wiederum nicht das Gemeinwohl meint, sondern die Finanzierung der öffentlichen Verwaltung und deren Macht -und Gehalts -und Pensionssicherung.

    Der Gegenentwurf dazu lautet Autonome energetische Eigenversorgung; nur würde das ein vollkommen neues Gesellschaftsmodell bedeuten.

    Mit diesem neuen Gesellschaftsmodell wären wir zwar tatsächlich zukunftsfähig, und ein Beispiel für andere Länder dieser Erde, stünden aber den Interessen einer bestehenden Machtelite mehr als im Wege.

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    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:32 Uhr

    ... tatsächlich 15% der Stromversorgung Europas leisten können, dan bleiben noch immer 85% der Stromversorgung im Land.

    85%, die dann durch die heimischen Erneuerbaren Energien gedeckt werden könnten, sei es dezentral wie PV/Bomasse/Geothermie oder eher zentral via Wind/Wasserkraft.

    Kein Grund gleich die Zukunft als gefährdet zu betrachten...

    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:32 Uhr

    ... tatsächlich 15% der Stromversorgung Europas leisten können, dan bleiben noch immer 85% der Stromversorgung im Land.

    85%, die dann durch die heimischen Erneuerbaren Energien gedeckt werden könnten, sei es dezentral wie PV/Bomasse/Geothermie oder eher zentral via Wind/Wasserkraft.

    Kein Grund gleich die Zukunft als gefährdet zu betrachten...

    • Fuji
    • 26.03.2011 um 9:27 Uhr

    ... ein nettes Gruselmärchen. Aber schauen wir mal mit etwas Verstand genauer hin:

    1. Ja, das Desertec Konsortium möchte staatliche Bürgschaften haben. Das ist für größere Industrieprojekte allerdings nichts ungewöhnliches und "Hermes"-Bürgschaften dürfte eher als üblich bezeichnet werden.

    2. Zudem scheint es so, als wären Sie mit den deutschen Bürgschaften für fossile und atomare Kraftwerke irgendwo auf der Welt hingegen völlig einverstanden. Neben dem Kredit über ca. 2 Mrd. Euro bei ca. 2,6% Zinsen und 25 Jahre Laufzeit für den EPR in Finnland seitens der BayernLB gibts auch ein aktuelle Beispiele:

    http://www.spiegel.de/wir...

    3. Sicher werden etliche Teile für Desertec in den Staaten in Nordafrika hergestellt werden... aber die komplexen und teuren Teile wie z.B. Turbinen werden nach wie vor in Europa z.B. von Siemens gefertigt werden.

    4. Und die tiefschwarzen Bedenkenträger sollte vor allem eines nicht vergessen: Die nordafrikanischen Staaten werden wirtschaftlich enorm von Desertec profitieren, es entstehen viele Jobs. Es dadurch werden diese Staaten stabilisiert, zivilisiert und vor allem:

    Es werden viel weniger Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängen... was die tiefschwarzen Seelen hierzulande doch etwas beruhigen sollte.

    Eine Leser-Empfehlung
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    "..und vor allem:
    Es werden viel weniger Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängen... was die tiefschwarzen Seelen hierzulande doch etwas beruhigen sollte."
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    Ich will es nicht verschweigen, das war ein nicht besonders fairer Seitenhieb von Ihnen!

    Auch wenn er mich nicht betrifft, ich würde Desertec mehr als zugetan sein, wenn es denn tatsächlich um die wirtschaftlichen Vorteile ganz Afrikas ginge.

    Im Übrigen, was spricht schon dagegen, sollte der Anlass für eine ´Flucht aus wirtschaftlichen Gründen´ entfallen?!!

    "..und vor allem:
    Es werden viel weniger Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa drängen... was die tiefschwarzen Seelen hierzulande doch etwas beruhigen sollte."
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    Ich will es nicht verschweigen, das war ein nicht besonders fairer Seitenhieb von Ihnen!

    Auch wenn er mich nicht betrifft, ich würde Desertec mehr als zugetan sein, wenn es denn tatsächlich um die wirtschaftlichen Vorteile ganz Afrikas ginge.

    Im Übrigen, was spricht schon dagegen, sollte der Anlass für eine ´Flucht aus wirtschaftlichen Gründen´ entfallen?!!

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