Wer alle zwei Wochen einen dicken Stoß Altpapier an die Straße stellt, fühlt sich womöglich als Umweltverschmutzer. Wäre es nicht sauberer, Nachrichten und Reportagen am Bildschirm zu lesen? Eine gründliche Ökobilanz bestätigt diesen Eindruck nicht. Egal ob der Beitrag zum Treibhauseffekt betrachtet wird (wie auf dieser Seite, angegeben in Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Jahr), der Energieverbrauch oder die Freisetzung giftiger Stoffe – die gute alte Zeitung muss den Vergleich mit dem elektronischen Medium nicht scheuen.

Die exakten Werte der Rechnung hängen von vielen Details ab: Welches Papier wird verwendet? Was für einen Strommix bezieht man, und was für ein Mix herrscht im Herkunftsland des Computers? Welche Fahrzeuge werden für Transport und Vertrieb verwendet? Und wie gut funktioniert das Recycling der ausgelesenen Zeitungen und ausgedienten Computer?

Beim Internet steigt der Umweltschaden proportional zur Lesezeit an, und wer interessante Artikel auch noch ausgedruckt, wird vollends zum Umweltferkel. Schon vier A4-Seiten erhöhen den Treibhauseffekt um 15 Prozent. Eine Zeitung aus Papier können dagegen mehrere Leser beliebig lange nutzen, ohne dass sich die Umweltbelastung verändert. Die Faustregel: Schlechte Zeitungen sollte man ruhig online lesen, gute Zeitungen dagegen als gedrucktes Exemplar.

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