Religion: Macht Glauben glücklich?
Ein Gespräch mit Heinrich Bedford-Strohm, der jetzt in Bayern für das Amt des evangelischen Landesbischofs kandidiert.
DIE ZEIT : Herr Bedford-Strohm, neulich, auf einer Tagung deutscher Theologen, haben alle außer Ihnen das Wort Gott peinlich vermieden. Haben Akademiker Angst vor Gott?
Heinrich Bedford-Strohm : Vielleicht gibt es tatsächlich eine Tendenz bei Universitätstheologen, dieses fromme Wort zu vermeiden. Die Kraft der Theologie hängt aber nicht davon ab, ob Gott erwähnt wird, sondern ob es gelingt, ihn ins Gespräch mit der heutigen Zeit zu bringen. Trotzdem ist es nicht gut, das Wort Gott zu scheuen, um in der Wissenschaft keinen Anstoß zu erregen.
ZEIT: Sie selbst haben sowohl praktische als auch theoretische Erfahrung mit Christentum, Sie waren erst Pfarrer, dann Professor, und jetzt kandidieren Sie fürs Bischofsamt. Wie passt das zusammen?
Bedford-Strohm: Theologie lebt von der Innen- und der Außenperspektive. Sie muss nachvollziehen können, was Menschen meinen, wenn sie von Gott reden, aber Religion auch kritisch infrage stellen. Kritik ist der größte Dienst, den Theologie der Kirche erweisen kann, denn das hilft ihr, sich zu bewegen und zu erneuern.
ZEIT : Wann hat Theologie zuletzt eine entscheidende Zukunftsfrage formuliert?
Bedford-Strohm: Als es um unser Verhältnis zur Schöpfung ging. Lange Zeit dachten wir, der Mensch habe das Recht, sich der Natur zu bemächtigen. Theologie hat mithilfe der Ökologiebewegung herausgearbeitet, dass das, was in der Bibel Herrschaft über die Erde heißt, nichts anderes bedeutet als Pflege der Natur. Das Wort Herrscher ist im Alten Testament nie losgelöst von der Aufgabe des Königs, für die Schwachen zu sorgen und sie zu schützen. Das kann man auch auf die Natur übertragen. Herrschen über die Erde heißt Haushalten. Diese Einsicht trug sicher dazu bei, dass viele Christen sich heute besonders für die Bewahrung der Natur einsetzen.
- Heinrich Bedford-Strohm
Heinrich Bedford-Strohm gehört zu den profiliertesten deutschen Theologen der jüngeren Generation. Der Protestant, 51, ist ein Schüler Wolfgang Hubers. Er beschäftigte sich mit Theorien der Gerechtigkeit, lehrte Sozialethik und ist Professor für Systematische Theologie in Bamberg und Stellenbosch, Südafrika. Bedford-Strohm steht für eine klare Debatte über die Zukunft des Christentums. Er initiierte den ersten Studiengang öffentliche Theologie und befasst sich vor allem mit der Frage, was Kirche in der modernen Gesellschaft bewirken kann. Er ist einer der Kandidaten für das Amt des evangelischen Landesbischofs in Bayern, der kommende Woche gewählt wird.
ZEIT: Wie hat Theologie selbst sich verändert?
Bedford-Strohm : Ein gutes Beispiel ist unsere Auffassung von Sünde. Früher war sie stark moralistisch. Wer bestimmte Benimmregeln der bürgerlichen Moral verletzte, hatte gesündigt. Insbesondere die feministische Theologie konnte aber zeigen, dass Sünde auch das sich Versperren des Menschen gegenüber den Lebensquellen bedeutet. Der Sinn der Rede von der Sünde darf nicht sein, das Selbstbewusstsein zu unterminieren. Im Gebot der Nächstenliebe steckt auch die Selbstliebe.
ZEIT : Haben so destruktive Aspekte des Christentums wie etwa die sprichwörtliche Strafpredigt letztlich auch zur Kirchenkrise geführt?
Bedford-Strohm : Viele Menschen, die sich der Kirche entfremdet haben, kennen sicher die Erfahrung, dass christlicher Glauben ihnen Lebensquellen verschlossen hat. Sie haben Bilder von Kirche im Kopf, die abschreckend sind. Aber viele entdecken die Kirche auch neu. Vergangenes Jahr hat die Zahl der evangelischen Kircheneintritte in Bayern um 57 Prozent zugenommen.
ZEIT : Sind das katholische Überläufer?
Bedford-Strohm : Das ist schwer zu sagen, weil es darüber keine Zahlen gibt. Aber offenbar entscheiden sich Menschen frei und bewusst für Kirche – ein Phänomen, das wir in der pluralistischen Gesellschaft zunehmend beobachten. Sie entdecken die Kraft des Christentums neu.
ZEIT: Worin besteht diese Kraft?
Bedford-Strohm : Wir lesen in der Zeitung täglich von den schwierigsten Themen: Wirtschaft versus Gerechtigkeit, Globalisierung und Atomkraft, Bioethik und Anwendung militärischer Gewalt. Darin stecken gewichtige ethische Fragen. Aber wer gibt die Antworten? Anders als die Philosophie und die Politik erreicht Kirche nicht nur den Kopf, sondern auch die Seele. Jede kirchliche Rede zielt über die Ratio hinaus auf das Herz.
ZEIT : Was suchen die Leute heute in der Kirche?
Bedford-Strohm : Der Erlanger Glücksforscher Karl-Heinz Ruckriegel hat einmal verschiedene Ratschläge zum Glücklichsein gegeben, die alle die Relevanz des christlichen Glaubens unterstreichen. Etwa: Üben Sie Dankbarkeit! Dankbarkeit ist geradezu der Kern des christlichen Verhältnisses zum Schöpfer. Oder: Lernen Sie zu vergeben! Das gehört zum Kern des Vaterunsers, die Fähigkeit zur Selbstkritik und zur Erkenntnis der eigenen Schwächen. Oder: Leben Sie im Hier und Jetzt! Da denkt man gleich an die Vögel in der Bergpredigt, die weder säen noch ernten, aber ihr himmlischer Vater ernährt sie doch. Wenn also die Botschaft des Evangeliums in einer Form vermittelt wird, die den modernen Menschen berührt, dann wird Kirche zur Orientierung für das persönliche Leben heute.
ZEIT: Macht Glauben glücklich?
Bedford-Strohm : Kürzlich haben Wirtschaftswissenschaftler nachgewiesen, dass religiöse Menschen glücklicher sind. Aber man verfehlt den Sinn des Glaubens, wenn man ihn zum Rezept fürs Glücklichsein degradiert. Der Glaube ist nicht nutzenorientiert, sondern heißt, mit ausgebreiteten Armen durchs Leben gehen: annehmen, was mir widerfährt, und es konstruktiv gestalten. Man kann es auch mit dem Titel des Bonhoeffer-Buches sagen: Widerstand und Ergebung . Beides ist nötig. In der Kirchengeschichte wurde das Motiv des Annehmens immer wieder missbraucht, um Unrecht hinnehmbar zu machen und Menschen ruhigzustellen. Das bezeichnete Karl Marx zu Recht als Opium des Volkes.
ZEIT: Was hilft gegen den Opiumeffekt?
Bedford-Strohm : Sich klarmachen: Wenn Jesus die Leute aufruft, ihren Besitz zu teilen, dann ist das kein Jenseitsgleichnis, sondern passiert im Hier und Jetzt. Wir müssen lernen, genügsam zu sein. Es gibt in der Bibel immer wieder Geschichten, die die Verabsolutierung des Menschen als Gestalter kritisieren. Die berühmteste handelt vom Turmbau zu Babel und wie die Menschen sich selber schaden, wenn sie ihre eigenen Grenzen nicht anerkennen.
ZEIT : Ist Selbstbeschränkung denn lernbar?
Bedford-Strohm : Was heißt lernbar? Wenn einer beschließt, jetzt demütig zu werden, dann funktioniert das sicher nicht. Aber wer sonntags in den Gottesdienst geht, dort das Bußgebet spricht und es wirklich in seine Seele aufnimmt, der absolviert eine Schule der Demut. Christentum ist nicht zuletzt deswegen ein Zukunftsmodell, weil dort Demut wachsen kann.
ZEIT : Wenn Gebet aber aus dem Glauben kommt, müsste man erst einmal glauben lernen. Geht das?
Bedford-Strohm : Der Glaube ist ein Werk des Heiligen Geistes, aber der lässt sich auch gerne helfen. Deshalb würde ich Menschen ermutigen, es einfach auszuprobieren, dem Gottesdienst eine Chance zu geben. Bestimmte alte Kirchenlieder haben mir als Jugendlicher gar nichts gesagt, die wachsen einem mit der Zeit erst ans Herz. Da muss man sich schlicht und einfach öffnen. Bestimmte Glückshoffnungen werden immer in die Ferne projiziert, am liebsten ins Fernöstliche, obwohl ihre Erfüllung vor der Haustür liegt.
ZEIT: Wie halten Sie es mit dem neokonservativen Mantra »Wir müssen wieder mehr Kirche sein«? Im Sinne von »Wir müssen altmodischer sein in der Liturgie, um erkennbar zu bleiben«.
Bedford-Strohm : Mir geht es nicht um die Frage: Kirche ja oder nein? Sondern: Welche Kirche? Und wie lebensfreundlich ist sie? Da können alte Formen sinnvoll sein, aber sie sollten nicht aus Traditionalismus aufrechterhalten werden.
ZEIT: Welche neue Form würde Ihnen behagen?
Bedford-Strohm : Gottesdienst für junge Leute, wo eine Kirchenband spielt und in der Liturgie mehr Freiheit ist. Trotzdem müssen wir mit Tradition sorgsam umgehen. Gerade Jugendliche lieben Lieder, die oft schnell wieder verschwinden. Dagegen ist der alte Liedschatz eines Paul Gerhardt dauerhaft.
ZEIT: Die innerkirchliche Debatte über Traditionen kommt einem manchmal hinterwäldlerisch vor: Soll es jetzt das Alte oder das Neue sein? In der Literatur ist doch völlig klar, dass wir, bloß weil wir Don DeLillo lesen, nicht Shakespeare verwerfen.
Bedford-Strohm : Diese Analogie passt auf den Glauben nicht, weil Religion immer aus Quellen lebt, die Verbindlichkeit haben, also aus der Bibel oder für Evangelische etwa auch aus den Schriften Martin Luthers. Man muss sie nur neu zur Sprache bringen. Bei Luther ist das leicht, weil er so provokativ und leidenschaftlich war.
ZEIT : Was muss Kirche jetzt tun? Sich in die PID-Debatte einmischen? Oder Gerechtigkeit predigen?
Bedford-Strohm : Der Prophet Amos sagt: »Euer Harfenspiel mag ich nicht hören und euer Brandopfer nicht riechen. Aber das Recht ströme wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Strom.« Wer die Bibel nur einigermaßen ernst nimmt, der kann gar nicht anders, als sich in der Gesellschaft für die Schwachen einzusetzen.
ZEIT : Hat Angela Merkel recht, wenn sie sagt, wir brauchen mehr Christentum?
Bedford-Strohm : Ja, wenn es kritisches Christentum ist und sich nicht parteipolitisch instrumentalisieren lässt. Gerade ein Bischof dürfte das nicht.
ZEIT : Was wäre die passende öffentliche Geste für eine künftige Kirche?
Bedford-Strohm : Zunächst mal die offene Kirchentür. In die alten Kirchengemäuer sind viele Geschichten des Segens eingeschrieben. Wenn ich in meiner Morizkirche hier in Coburg bin, denke ich oft an all die Segenshandlungen, die sie schon gesehen hat: Trauung, Trost, Kraftschöpfen. Der Thesenanschlag passt als Symbol aber auch noch. Luther war natürlich ein öffentlicher Theologe. Da wollte ein Christ seine leidenschaftlichen Überzeugungen möglichst wirksam verbreiten.
ZEIT: Hat Kirche das Thema Werte eigentlich gepachtet? Und wäre es nicht im Sinne von Christen, dass es im säkularen Staat einen selbstbewussten Wertediskurs jenseits der Religion gibt?
Bedford-Strohm : Die Kirche ist keine Bundesagentur für Werte. Denn das Wesen des Christentums besteht darin, das Bestehende infrage zu stellen, anstatt einen ewig gültigen Wertekanon zu formulieren. Ich spreche lieber von Grundorientierungen, die wir Christen in den übergreifenden Konsens der Gesellschaft einbringen. Die zentralen Orientierungen einer demokratischen Gesellschaft wie etwa die Menschenrechte sind begründungsoffen. Sie leben davon, dass wir sie interpretieren. Die Vereinseitigung der Menschenrechte hin zu Freiheitsrechten muss aus christlicher Sicht überwunden werden. Die sozialen Menschenrechte müssen die gleiche Bedeutung bekommen. Der weltanschaulich neutrale Staat passt übrigens gut zum christlichen Glauben, denn dieser Staat beschränkt uns ja in keinster Weise. Nur eine Religion, die sich selbst keine Kraft zutraut, muss auf die Staatskirche setzen.
ZEIT : Wieviel Kirche braucht das moderne Christentum? Und sind Kirchenaustritte nicht überbewertet? Müssen wir sie in einer Zeit, da Religion im Fluss und die Gottesfrage für viele Kirchenmitglieder ungeklärt ist, wirklich so fürchten?
Bedford-Strohm : Mir tut es weh, wenn Christen aus der Kirche austreten. Denn der christliche Glaube ist auf Gemeinschaft angelegt. Ich glaube, dass Kirche als soziale Institution auch da notwendig ist, wo die Menschen im Umgang mit Gott unsicher sind. Ich wünsche mir schöne Gottesdienste, aus denen die Menschen froh und getröstet hervorgehen. Dort geschieht Regeneration jedes Einzelnen, aber auch der Gemeinschaft. Wenn ich in die Kirche gehe und mir etwas sagen lassen will, dann bekomme ich auch etwas gesagt.
Das Gespräch führte Evelyn Finger






hat der Mensch ein tiefes Bedürfnis nach Spiritualität. Wenn man sich jedoch die Entwicklungen in Deutschland ansieht (Islam) wird der beste Weg sein, die Religion immer weiter aus dem öffentlichen Leben zu verdrängen. Es ist nunmal so, dass über Art. 3 I GG und Art. 4 GG jeder Mensch das Recht hat, seine Religion zu leben. Ein Ersatz kann eine verbreitete Kultur von sozialem Zusammenhalt (vermittelt durch die Schulen) sein, der ohne religiöse Aspekte auskommt.
Um den ständig wachenden Konflikt um Kopftücher, Kirchen, Minarette usw. zu vermeiden sollte die Linie einfach sein: Religion ist absolute Privatsache und hat im öffentlichen Leben nichts verloren. Das sollte für alle gleichermaßen gelten. Niemand sollte sich verschleiern oder öffentlich beten dürfen, wenn er damit andere Menschen zur Beachtung seiner Wertmaßstäbe zwingt (z.B. das versperren von Wegen o.ä.). Die Religion führt vielleicht oft zum privaten Glück, zum öffentlichen "Glück" trägt sie meistens jedoch nicht bei.
Lieber Snauzbaut,
zunächst einmal braucht kein religiöser Mensch bei Ihnen darum zu betteln, dass er seine Grundrechte wahrnehmen darf, wie bspw. das Recht seine Religion zu praktizieren. Mag sein, dass atheistische Allmachtsphantasien es gerne anders hätten, aber so weit sind wir noch nicht...
Selbes gilt auch für den Religionsunterricht, wenn Sie Ihr GG nämlich drei Artikel weiter lesen, gelangen Sie zum Art. 7 GG. Apropos "Weg versperren": Wenn mir Demonstranten den Weg versperren, schaffe ich auch nicht gleich das Versammlungsrecht ab.
Wenn Sie überdies meinen, dass zur Konfliktvermeidung Verbote das Mittel sind, neige ich dazu, so vermessen zu sein, dass ich eine Prophezeiung wage: Sie werden sich irren. Nicht mehr offen und fair (!) ausgetragene Konflikte, werden Ihnen irgendwann um die Ohren fliegen.
Man könnte es ja auch mal mit einem interkulturellen oder interreligiösen Diskurs probieren. Aber vielleicht hat der Atheist ja hier so wenig mit einzubringen, dass er lieber pauschal verbieten muss?
Schließlich noch eines: Wenn ihr Dorfpfarrer eine Pfeife war, ist das bedauerlich. Die mosersche "Gottesvergiftung" haben zum Großteil Pfarrer besorgt. Aber ich akzeptiere nicht, dass Ihr Dorfpfarrer Grundlage eines Urteils über den Glauben oder den Glaubenden generell sein soll - ich messe auch nicht die Demokratie am unfähigen Politiker XY.
Herzlichst
aR
Lieber Snauzbaut,
zunächst einmal braucht kein religiöser Mensch bei Ihnen darum zu betteln, dass er seine Grundrechte wahrnehmen darf, wie bspw. das Recht seine Religion zu praktizieren. Mag sein, dass atheistische Allmachtsphantasien es gerne anders hätten, aber so weit sind wir noch nicht...
Selbes gilt auch für den Religionsunterricht, wenn Sie Ihr GG nämlich drei Artikel weiter lesen, gelangen Sie zum Art. 7 GG. Apropos "Weg versperren": Wenn mir Demonstranten den Weg versperren, schaffe ich auch nicht gleich das Versammlungsrecht ab.
Wenn Sie überdies meinen, dass zur Konfliktvermeidung Verbote das Mittel sind, neige ich dazu, so vermessen zu sein, dass ich eine Prophezeiung wage: Sie werden sich irren. Nicht mehr offen und fair (!) ausgetragene Konflikte, werden Ihnen irgendwann um die Ohren fliegen.
Man könnte es ja auch mal mit einem interkulturellen oder interreligiösen Diskurs probieren. Aber vielleicht hat der Atheist ja hier so wenig mit einzubringen, dass er lieber pauschal verbieten muss?
Schließlich noch eines: Wenn ihr Dorfpfarrer eine Pfeife war, ist das bedauerlich. Die mosersche "Gottesvergiftung" haben zum Großteil Pfarrer besorgt. Aber ich akzeptiere nicht, dass Ihr Dorfpfarrer Grundlage eines Urteils über den Glauben oder den Glaubenden generell sein soll - ich messe auch nicht die Demokratie am unfähigen Politiker XY.
Herzlichst
aR
sich selber zu belügen.
Einigen Menschen ist diese Lebenslüge eine Hilfe, anderen nicht.
Vor einiger Zeit hatte ich in der S-Bahn ein Gespräch mit einer Nonne, welche mir erzählen wollte, dass es einen Gott gibt vor dem ALLE Menschen gleich wertvoll sind. Also der Massenmörder gleich viel wert, als der Arzt, der Kinderschänder(ob Geistlicher oder nicht) gleich viel wert als der Wohltäter.
Nein, es gibt Menschen die mehr wert sind, als andere.
Religionen sind verbrecherisch und polemisch, vorallem wenn sie einfluss auf Politk nehmen, auf christliche Parteien, etc.
Ich habe Angst vor Religion und den Einfluss von Religion.
Dschihad! Dschihad!
Ich habe Angst vor dem unwissenschaftlichen und irrationalen Einfluss, auf weltpolitische Fragen, Fragen zu Medizin und Fortpflanzungslehre. Ja, mir mach das alles Angst. John Lennon hatte Recht, als er von einer Welt ohne Religion geträumt hat. Denn Religionen sind die größeren Zeitbomben als AKWs, Klimawandel, Ressourcenknappheit, ...
Bitte stellen Sie einen konkreten Bezug zum Thema heraus. Danke. Die Redaktion/er
meiner Meinung nach ist Religion auch oft ein bequemer Ausweg, um den eigenen Kopf und das eigene Gewissen nicht zu sehr zu belasten. Es ist schließlich schön einfach und beruhigend, wenn "die Kirche" das auch so sieht und man entspannt jede Woche in der "Gemeinschaft der Heiligen" in der Kirche sitzt.
Das ist sicherlich für viele Menschen ein Wert ansich, aber Religon birgt in der Konsequenz am Ende immer die Gefahr, VERANTWORTUNG abzudeligieren. Daher ist ein innerlicher Glaube mit richtig/falsch Maßstäben wohl besser als eine Glaubensdogmatik im Sinne von "Hey Kind, Du warst Sonntag nicht in der Messe, warum nicht (alles so erlebt vom Dorfpfarrer).
...ist die Wurzel des Übels, sondern der Mensch. Kreationisten und Ultraorthodoxe sind nicht Programm der Bibel, sondern widerspenstige Hardliner der religiösen Bewegnung. Reine Kritik ist immer fragwürdig, da sie erfordert einen absoluten Standpunkt. Aber wie können die Menschen einen absoluten Standpunkt haben, wenn sie sich noch nicht einmal selber kennen?
Ich bin nicht religiös, aber wenn Religion die Idee von transzendenter Gerechtigkeit und Gleichheit aufrecht erhält, bin ich ihr größter Verfechter!
Ich finde es bedauerlich, dass das Interview so ein reflexartiges Aufgebaren bei Ihnen auslöst. Sie müssen sehr negative Erfahungen gemacht haben. Ihre Einwände sind nicht von der Hand zu weisen. Aber gerade die Aussagen Herrn Bedford-Strohms machen doch Hoffnung die verstaubten Dogmen des Christentums aufzubrechen.
meiner Meinung nach ist Religion auch oft ein bequemer Ausweg, um den eigenen Kopf und das eigene Gewissen nicht zu sehr zu belasten. Es ist schließlich schön einfach und beruhigend, wenn "die Kirche" das auch so sieht und man entspannt jede Woche in der "Gemeinschaft der Heiligen" in der Kirche sitzt.
Das ist sicherlich für viele Menschen ein Wert ansich, aber Religon birgt in der Konsequenz am Ende immer die Gefahr, VERANTWORTUNG abzudeligieren. Daher ist ein innerlicher Glaube mit richtig/falsch Maßstäben wohl besser als eine Glaubensdogmatik im Sinne von "Hey Kind, Du warst Sonntag nicht in der Messe, warum nicht (alles so erlebt vom Dorfpfarrer).
...ist die Wurzel des Übels, sondern der Mensch. Kreationisten und Ultraorthodoxe sind nicht Programm der Bibel, sondern widerspenstige Hardliner der religiösen Bewegnung. Reine Kritik ist immer fragwürdig, da sie erfordert einen absoluten Standpunkt. Aber wie können die Menschen einen absoluten Standpunkt haben, wenn sie sich noch nicht einmal selber kennen?
Ich bin nicht religiös, aber wenn Religion die Idee von transzendenter Gerechtigkeit und Gleichheit aufrecht erhält, bin ich ihr größter Verfechter!
Ich finde es bedauerlich, dass das Interview so ein reflexartiges Aufgebaren bei Ihnen auslöst. Sie müssen sehr negative Erfahungen gemacht haben. Ihre Einwände sind nicht von der Hand zu weisen. Aber gerade die Aussagen Herrn Bedford-Strohms machen doch Hoffnung die verstaubten Dogmen des Christentums aufzubrechen.
meiner Meinung nach ist Religion auch oft ein bequemer Ausweg, um den eigenen Kopf und das eigene Gewissen nicht zu sehr zu belasten. Es ist schließlich schön einfach und beruhigend, wenn "die Kirche" das auch so sieht und man entspannt jede Woche in der "Gemeinschaft der Heiligen" in der Kirche sitzt.
Das ist sicherlich für viele Menschen ein Wert ansich, aber Religon birgt in der Konsequenz am Ende immer die Gefahr, VERANTWORTUNG abzudeligieren. Daher ist ein innerlicher Glaube mit richtig/falsch Maßstäben wohl besser als eine Glaubensdogmatik im Sinne von "Hey Kind, Du warst Sonntag nicht in der Messe, warum nicht (alles so erlebt vom Dorfpfarrer).
Ich formuliere absichtlich etwas provokant: Nicht Religiosität macht glücklich, sondern Dummheit (hier: Abwesenheit/Mangel von Intellekt, Bildung, Intelligenz).
Mit steigender Intelligenz sinkt nach Professor Richard Lynn die Religiosität (Psychologe, emeritiert, siehe http://www.heise.de/tp/bl...). Dass dumme Menschen glücklicher sind, ist sicher für Viele ein Erfahrungswert (für mich jedenfalls) - da braucht man kein Einstein sein um 1 und 1 zusammen zählen zu können.
(Glücklicherweise?) ist die Dummheit auf dem Vormarsch. Jahrzentelange Kürzungen von Bildungsetats sei Dank!
start your brains.
gutes Motto!
Die Idee, daß Religion auch nur annährend etwas mit intellektuellem Minderwuchs zu tun hätte, ist seit der Aufklärung zwar weit verbreitet, allerdings ebenso kurz gegriffen.
Die Erfindung der Religiosität bzw. Spiritualität war im Gegenteil eine der höchsten intellektuellen Leistugen des "beginnenden" homo sapiens. Transzendenz, Erklärungen über Diesseits und Jenseits, Erklärungen darüber, wie Welt zustandekommt, funktioniert und vergeht: was soll daran "dumm" sein? Religion hatte von Anfang an etwas mit Sicherheiten und einem "Wissen" zu tun, das ebenso "wahr" zu sein schien wie unsere heutige Überzeugung, Empirie wäre "wahr".
Heutzutage hat man sicherlich andere Modelle davon, wie Welt funktioniert: sie sind jedoch ebenso ideologisch-verbrämt (wie man an den Kommentaren ja bemerkt) wie die Argumente religiöser Fundamentalisten. Kein Wunder: auch diese Modelle bieten Halt - wie Religionen.
"Mensch sein heißt religiös sein" (M. Eliade). Wobei "religiös sein" nix mit "Religion", sondern mit "Glauben" zu tun hat.
gutes Motto!
Die Idee, daß Religion auch nur annährend etwas mit intellektuellem Minderwuchs zu tun hätte, ist seit der Aufklärung zwar weit verbreitet, allerdings ebenso kurz gegriffen.
Die Erfindung der Religiosität bzw. Spiritualität war im Gegenteil eine der höchsten intellektuellen Leistugen des "beginnenden" homo sapiens. Transzendenz, Erklärungen über Diesseits und Jenseits, Erklärungen darüber, wie Welt zustandekommt, funktioniert und vergeht: was soll daran "dumm" sein? Religion hatte von Anfang an etwas mit Sicherheiten und einem "Wissen" zu tun, das ebenso "wahr" zu sein schien wie unsere heutige Überzeugung, Empirie wäre "wahr".
Heutzutage hat man sicherlich andere Modelle davon, wie Welt funktioniert: sie sind jedoch ebenso ideologisch-verbrämt (wie man an den Kommentaren ja bemerkt) wie die Argumente religiöser Fundamentalisten. Kein Wunder: auch diese Modelle bieten Halt - wie Religionen.
"Mensch sein heißt religiös sein" (M. Eliade). Wobei "religiös sein" nix mit "Religion", sondern mit "Glauben" zu tun hat.
gutes Motto!
Umweltschutz im Gleichschritt mit der Ökobewegung als entscheidende Zukunftsfrage der Theologie. Feministische Theologie anstelle von Moral und Sünde. Komplizierte politische Sachfragen nicht mit dem Kopf, sondern mit dem Herzen entscheiden. Karl Marx habe Recht. Im Gottesdienst müssten Bands spielen, um sich bei der Jugend anzubiedern. Und soziale Menschenrechte müssten die selbe Bedeutung bekommen, wie Freiheitsrechte.
Wundert sich eigentlich noch jemand, warum immer mehr Menschen aus der evangelischen Kirche austreten? Es gibt bereits die Grünen und es gibt bereits die PDS. Wer bitte braucht da noch eine Kirche, die ihre Schwerpunkte in den oben genannten Inhalten sieht?
Die Idee, daß Religion auch nur annährend etwas mit intellektuellem Minderwuchs zu tun hätte, ist seit der Aufklärung zwar weit verbreitet, allerdings ebenso kurz gegriffen.
Die Erfindung der Religiosität bzw. Spiritualität war im Gegenteil eine der höchsten intellektuellen Leistugen des "beginnenden" homo sapiens. Transzendenz, Erklärungen über Diesseits und Jenseits, Erklärungen darüber, wie Welt zustandekommt, funktioniert und vergeht: was soll daran "dumm" sein? Religion hatte von Anfang an etwas mit Sicherheiten und einem "Wissen" zu tun, das ebenso "wahr" zu sein schien wie unsere heutige Überzeugung, Empirie wäre "wahr".
Heutzutage hat man sicherlich andere Modelle davon, wie Welt funktioniert: sie sind jedoch ebenso ideologisch-verbrämt (wie man an den Kommentaren ja bemerkt) wie die Argumente religiöser Fundamentalisten. Kein Wunder: auch diese Modelle bieten Halt - wie Religionen.
"Mensch sein heißt religiös sein" (M. Eliade). Wobei "religiös sein" nix mit "Religion", sondern mit "Glauben" zu tun hat.
kommt von Religion, gläubig kommt von Glauben. Man kann bestens ohne Religion glauben.
Zudem kann man ein Ablehnung von Religion nicht mit Religion gleichsetzen, ansonsten könnte man alles gleichsetzen, da man immer auch einfach das Gegenteil behaupten könnte (im Ihrem Sinne: Nichtreligion ist auch Religion)...
"Die Erfindung der Religiosität..."
da haben sie sich wohl nur etwas unglücklich ausgedrückt. wer sollte denn religion ERFUNDEN haben? doch etwas anderes: mit der "vier-säfte-lehre" ist die medizin jahrhunderte lang sehr gut zurechtgekommen. daß bedeutet jedoch nicht, daß es sinnvoll wäre, sie heute noch anzuwenden. ebenso sehe ich das mit der religion. jahrtausende lang gab es keine adäquaten erklärungen der welt. da waren die religionen ein gutes vehikel zum transport von ethik, moral und "wissenschaft". auch als pädagogische veranstaltung war religion ganz gut zu gebrauchen. doch die zeiten ändern sich - gottgewollt (?)
aber wer es halt mag und damit niemanden belästigt - bitteschön.
"Die Erfindung der Religiosität bzw. Spiritualität war im Gegenteil eine der höchsten intellektuellen Leistugen des "beginnenden" homo sapiens."
wer sagt das - sie?
ich denke religiösität ist im gegenteil ein relikt aus der intellektuellen brabbelphase des menschen. spiritualität hingegen ist sicher eine gabe die besonders den menschen auszeichnet, wobei ich es den tieren im prinzip nicht absprechen möchte, aber tiere kommen laut bibel ja eh nicht in den himmel, die sind eh nur beiwerk oder?
und übrigens an ein buch zu glauben das 1000x umgeschrieben wurde und an einen großen "papa" nach menschlichem vorbild zu glauben halte ich nicht gerade für eine intellektuelle glanzleistung.
kommt von Religion, gläubig kommt von Glauben. Man kann bestens ohne Religion glauben.
Zudem kann man ein Ablehnung von Religion nicht mit Religion gleichsetzen, ansonsten könnte man alles gleichsetzen, da man immer auch einfach das Gegenteil behaupten könnte (im Ihrem Sinne: Nichtreligion ist auch Religion)...
"Die Erfindung der Religiosität..."
da haben sie sich wohl nur etwas unglücklich ausgedrückt. wer sollte denn religion ERFUNDEN haben? doch etwas anderes: mit der "vier-säfte-lehre" ist die medizin jahrhunderte lang sehr gut zurechtgekommen. daß bedeutet jedoch nicht, daß es sinnvoll wäre, sie heute noch anzuwenden. ebenso sehe ich das mit der religion. jahrtausende lang gab es keine adäquaten erklärungen der welt. da waren die religionen ein gutes vehikel zum transport von ethik, moral und "wissenschaft". auch als pädagogische veranstaltung war religion ganz gut zu gebrauchen. doch die zeiten ändern sich - gottgewollt (?)
aber wer es halt mag und damit niemanden belästigt - bitteschön.
"Die Erfindung der Religiosität bzw. Spiritualität war im Gegenteil eine der höchsten intellektuellen Leistugen des "beginnenden" homo sapiens."
wer sagt das - sie?
ich denke religiösität ist im gegenteil ein relikt aus der intellektuellen brabbelphase des menschen. spiritualität hingegen ist sicher eine gabe die besonders den menschen auszeichnet, wobei ich es den tieren im prinzip nicht absprechen möchte, aber tiere kommen laut bibel ja eh nicht in den himmel, die sind eh nur beiwerk oder?
und übrigens an ein buch zu glauben das 1000x umgeschrieben wurde und an einen großen "papa" nach menschlichem vorbild zu glauben halte ich nicht gerade für eine intellektuelle glanzleistung.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren