ZEITmagazin-Kochwettbewerb 2011 Kochen Sie mit uns – fleischlos!
Hobbyköche können ab sofort ihre Vorschläge für den ZEITmagazin-Kochwettbewerb absenden. Einzige Voraussetzung für das 3-Gänge-Menü: Ohne Fleisch muss es sein!

Ein Gedicht aus Auberginen, Lauchzwiebeln und Fisch. So könnten die Zutaten eines Kochwettbewerb-Menüs aussehen.
Man muss kein Vegetarier sein, um fleischloses Essen zu genießen. Deshalb lautet das Thema des ZEITmagazin- Kochwettbewerbs in diesem Jahr: "Wir kochen ohne Fleisch". Ab sofort können alle Hobbyköchinnen und Hobbyköche ihre Rezeptvorschläge einsenden. Wobei die Einschränkung "Hobbykoch" bedeutet: Nicht teilnehmen dürfen Köchinnen und Köche, die mit dem Kochen Geld verdienen oder die einmal eine entsprechende Lehre absolviert haben.
Schicken Sie uns die ausführlichen, genauen Rezepte für ein dreigängiges Menü (alle Mengenangaben für vier Portionen), und – wichtig! – erzählen Sie uns bitte auch etwas über sich selbst: Seit wann und warum Sie gern kochen, wo Sie einkaufen, was Sie besonders gern mögen, für wen Sie am liebsten kochen. Außerdem, wie alt Sie sind und was Sie beruflich machen. Und mit wem Sie kommen würden, falls wir Sie im Juli zum Wettkochen einladen. Die Rezepte müssen natürlich Ihre eigenen Rezepte sein: Sie sollten sie selbst erfunden oder weiterentwickelt haben. In den Rezepten dürfen weder Fleisch noch Fleischprodukte vorkommen. Fisch und Meeresfrüchte sind erlaubt, aber nicht notwendig.
Schicken Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag bitte bis Freitag, 29. April 2011, per E-Mail an: kochwettbewerb@zeit.de
oder per Post an: ZEITmagazin-Kochwettbewerb, 20079 Hamburg
Aus allen gültigen Einsendungen wählt eine kompetente Vorjury die zwanzig besten und interessantesten aus und legt sie der Jury vor, die am 31. Mai in Hamburg zusammentritt: Barbara und Wolfram Siebeck, die Köche Cornelia Poletto und Ali Güngörmüs (beide Hamburg), Ernst Petry (Düsseldorf) und Josef Eder (Berlin) sowie Martina Olufs (Koch Kontor Hamburg) und Christoph Amend, Chefredakteur des ZEITmagazins.
Die Jury wird die Einsendungen diskutieren, wird das eine oder andere nach Ihren Rezepten zubereiten und probieren. Und sie wird schließlich entscheiden, welche vier Einsender zum Wettkochen eingeladen werden (mit Begleitung). Dieses findet statt am: 4. Juli 2011 im Hotel Hyatt Regency, Düsseldorf sowie am 11. Juli 2011im Hotel Grand Hyatt, Berlin.
Unterstützt von den Köchen des Hotels, werden Sie Ihr Wettbewerbsmenü für sechzig geladene Gäste zubereiten, die zum Schluss darüber abstimmen, welches Menü ihnen besser geschmeckt hat. Zu gewinnen gibt es für die beiden Sieger jeweils ein langes Gourmet-Wochenende in Hamburg für zwei Personen – mit zwei Übernachtungen im Hotel Park Hyatt, je einem Essen bei Cornelia Poletto und bei Ali Güngörmüs, einem Besuch des Fischgroßmarkts und der ZEIT-Redaktion.
- Datum 07.04.2011 - 13:16 Uhr
- Quelle ZEITmagazin, 7.4.2011 Nr. 15
- Kommentare 13
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Warum hat man den Fisch nicht auch rausgelassen und einen vegetarischen Kochwettbewerb gemacht?
Die Unterscheidung zwischen Fisch und Fleisch ist willkürlich und dient bei der Diskussion um Vegetarismus meistens als Feigenblatt der Fleischesser und Pseudo-Vegetarier.
Ich musste mehrmals an Geschäftsessen in gehobener Gastronomie teilnehmen und war entsetzt was mir als vegetarische Gerichte angeboten wurde: Die Speisekarte bestand ausschließlich aus Fleisch oder Fischgerichten und als ich "etwas vegetarisches, was dem Koch gefällt, ich esse alles was ohne Tier ist" bestellte, bekam ich in 8 von 8 Fällen Nudeln mit Tomatensoße (Also natürlich vornehmer ausgedrückt "Tortelloni an einem Mus aus Frühlingstomaten..." etc, etc.)
Der Gipfel war alledings in Spanien, beim Sternekoch (!): Da gab es dann für mich Rührei mit Pilzen.
Die Gastronomie könnte also auf jeden Fall noch etwas vegetarische Innovation gebrauchen!
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Essen mit Fisch wohl kaum ein vegetarisches ist. Es gibt viele Möglichkeiten ein großartiges dreigängiges Menü ohne Tier zu entwerfen.
Ich bin Biologin und kann nicht nachvollziehen warum Fische oft nicht als Tier gewertet werden. Was oft vergessen wird ist, dass Fische ein sehr komplexes Nervensystem besitzen und ebenso wie Säugetiere Schmerz empfinden. Nur leider haben sie keine Möglichkeit diesen zu äussern, da sie für unsere Ohren stumm sind. Genau aus diesem "Grund" gibt es auch kein Tierschutzgesetz dass Industriefischern verordnet Fische sachgerecht zu töten. Sie ersticken qualvoll an Deck. Zu tausenden. Jeden Tag.
Man sollte also gerade bei Fisch besonders sorgsam sein. Auch aufgrund der akuten Überfischung unserer Meere. Viele der Aten die wir jeden Tag essen werden wir sonst nur allzu bald auf der roten Liste wiederfinden.
Ich kann nur noch wiederholen, was meine Vorredner schon schrieben haben bzw. stimme dem voll und ganz zu. Vielleicht sollten wir uns ein paar leckere Rezepte mit Quallen überlegen. Das werden wohl langfristig die einzigen Viecher im Meer sein. Schäm Dich, Zeit!
Wir würden uns zukünftig über sachlich formulierte Kritik von Ihnen freuen. Danke. Die Redaktion/er
"Wir würden uns zukünftig über sachlich formulierte Kritik von Ihnen freuen. Danke. Die Redaktion/er"
Angesichts des perversen und rücksichtslosen Umgangs des Menschen mit dem Fischfang werde ich schnell emotional und fällt es mir schwer sachlich zu bleiben. Unsere Meere bringen nicht mehr die Ausbeute wie früher. Seit die Fischindustrie riesige Trawler, schwimmende Fischfabriken, benutzt werden sie rigoros leer gefischt. Nun fahren sie nach Westafrika um dort ihr Werk fortzuführen. Nebenbei nehmen sie den Einheimischen ihre Lebensgrundlage.
Zuchtfisch ist auch noch keine ausgereifte Lösung, weil die Farmen Monokulturen sind. Da können sich schnell Krankheiten ausbreiten. Deshalb werden Medikamente ins Futter gemischt. Diese Medikamente breiten sich aber auch in der Umgebung der Fischfarmen aus, wodurch die frei lebenden Fische krank werden und sich Missbildungen entwickeln. Die Lachsfarmen in Chile sind hier oft im Fokus der Negativschlagzeilen. Das Futter für Fischfarmen ist übrigens Fischmehl, wofür wiederum die Meere leergefischt werden. Alles, damit wir für 1,50 € fünf verschiedene Sorten Tiefkühllachs in jedem Supermarkt kaufen können. Mit der systematischen Ausrottung von Thunfisch fang ich gar nicht erst an.
Die an sich sehr gute Idee, einen vegetarischen Kochwettbewerb zu veranstalten, wird durch das Zulassen von Fisch beschmutzt. Auf Fleisch zu verzichten, sei es aus Ekel, Tierliebe oder um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern, ist eine gute Sache. Fleisch aber wächst nach, weil wir es züchten und wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Die Aussichten für das Leben Unterwasser sind hingegen katastrophal.
Zum Anderen sehe ich hier einen Wettbewerbsnachteil für richtige Vegetarier. Sowohl optisch als auch geschmacklich macht Fisch wohl mehr her als ein Tofubratling. Haben die Initiatoren doch Angst, dass es ein bisschen langweilig werden könnte? Schade.
"Wir würden uns zukünftig über sachlich formulierte Kritik von Ihnen freuen. Danke. Die Redaktion/er"
Angesichts des perversen und rücksichtslosen Umgangs des Menschen mit dem Fischfang werde ich schnell emotional und fällt es mir schwer sachlich zu bleiben. Unsere Meere bringen nicht mehr die Ausbeute wie früher. Seit die Fischindustrie riesige Trawler, schwimmende Fischfabriken, benutzt werden sie rigoros leer gefischt. Nun fahren sie nach Westafrika um dort ihr Werk fortzuführen. Nebenbei nehmen sie den Einheimischen ihre Lebensgrundlage.
Zuchtfisch ist auch noch keine ausgereifte Lösung, weil die Farmen Monokulturen sind. Da können sich schnell Krankheiten ausbreiten. Deshalb werden Medikamente ins Futter gemischt. Diese Medikamente breiten sich aber auch in der Umgebung der Fischfarmen aus, wodurch die frei lebenden Fische krank werden und sich Missbildungen entwickeln. Die Lachsfarmen in Chile sind hier oft im Fokus der Negativschlagzeilen. Das Futter für Fischfarmen ist übrigens Fischmehl, wofür wiederum die Meere leergefischt werden. Alles, damit wir für 1,50 € fünf verschiedene Sorten Tiefkühllachs in jedem Supermarkt kaufen können. Mit der systematischen Ausrottung von Thunfisch fang ich gar nicht erst an.
Die an sich sehr gute Idee, einen vegetarischen Kochwettbewerb zu veranstalten, wird durch das Zulassen von Fisch beschmutzt. Auf Fleisch zu verzichten, sei es aus Ekel, Tierliebe oder um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern, ist eine gute Sache. Fleisch aber wächst nach, weil wir es züchten und wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Die Aussichten für das Leben Unterwasser sind hingegen katastrophal.
Zum Anderen sehe ich hier einen Wettbewerbsnachteil für richtige Vegetarier. Sowohl optisch als auch geschmacklich macht Fisch wohl mehr her als ein Tofubratling. Haben die Initiatoren doch Angst, dass es ein bisschen langweilig werden könnte? Schade.
Lupo1977: "Ich musste mehrmals an Geschäftsessen in gehobener Gastronomie teilnehmen"
sie Armer. Manch einer wäre froh, er hätte überhaupt was zum Essen!
Bitte? Ob ich jetzt beim Dönermann oder im Ritz esse ist für jemanden der hungert egal. Das Unangenehme an Geschäftsessen hingegen ist manchmal die Gesellschaft die man beim Essen hat, daher schreibe ich hier "musste".
Glauben sie mir, ich hätte lieber ungewzungen bei meinem Lieblings-Syrer gegessen als mit den Schlipsträgern zu speisen.
Der eigentliche Punkt war aber die Diskrepanz zwischen meiner Erwartung (gutes Essen) und der peinlichen Einfalsslosigkeit bei vegetarischen Gerichten.
Wie ich mittlerweilen weiss kommen Dinge wie Tortelloni auch von Restaurant-Zulieferern und werden nur noch mit speziellen Dampfgeräten erhitzt. Beim Sternekoch vielleicht nicht, aber die normale "gehobene" GAstronomie ergänzt sich damit schon. Das erklärt auch warum ich in verschiedenen Restaurants sehr sehr ähnliche Tortelloni bekommen habe...
Bitte? Ob ich jetzt beim Dönermann oder im Ritz esse ist für jemanden der hungert egal. Das Unangenehme an Geschäftsessen hingegen ist manchmal die Gesellschaft die man beim Essen hat, daher schreibe ich hier "musste".
Glauben sie mir, ich hätte lieber ungewzungen bei meinem Lieblings-Syrer gegessen als mit den Schlipsträgern zu speisen.
Der eigentliche Punkt war aber die Diskrepanz zwischen meiner Erwartung (gutes Essen) und der peinlichen Einfalsslosigkeit bei vegetarischen Gerichten.
Wie ich mittlerweilen weiss kommen Dinge wie Tortelloni auch von Restaurant-Zulieferern und werden nur noch mit speziellen Dampfgeräten erhitzt. Beim Sternekoch vielleicht nicht, aber die normale "gehobene" GAstronomie ergänzt sich damit schon. Das erklärt auch warum ich in verschiedenen Restaurants sehr sehr ähnliche Tortelloni bekommen habe...
Bitte? Ob ich jetzt beim Dönermann oder im Ritz esse ist für jemanden der hungert egal. Das Unangenehme an Geschäftsessen hingegen ist manchmal die Gesellschaft die man beim Essen hat, daher schreibe ich hier "musste".
Glauben sie mir, ich hätte lieber ungewzungen bei meinem Lieblings-Syrer gegessen als mit den Schlipsträgern zu speisen.
Der eigentliche Punkt war aber die Diskrepanz zwischen meiner Erwartung (gutes Essen) und der peinlichen Einfalsslosigkeit bei vegetarischen Gerichten.
Wie ich mittlerweilen weiss kommen Dinge wie Tortelloni auch von Restaurant-Zulieferern und werden nur noch mit speziellen Dampfgeräten erhitzt. Beim Sternekoch vielleicht nicht, aber die normale "gehobene" GAstronomie ergänzt sich damit schon. Das erklärt auch warum ich in verschiedenen Restaurants sehr sehr ähnliche Tortelloni bekommen habe...
"Wir würden uns zukünftig über sachlich formulierte Kritik von Ihnen freuen. Danke. Die Redaktion/er"
Angesichts des perversen und rücksichtslosen Umgangs des Menschen mit dem Fischfang werde ich schnell emotional und fällt es mir schwer sachlich zu bleiben. Unsere Meere bringen nicht mehr die Ausbeute wie früher. Seit die Fischindustrie riesige Trawler, schwimmende Fischfabriken, benutzt werden sie rigoros leer gefischt. Nun fahren sie nach Westafrika um dort ihr Werk fortzuführen. Nebenbei nehmen sie den Einheimischen ihre Lebensgrundlage.
Zuchtfisch ist auch noch keine ausgereifte Lösung, weil die Farmen Monokulturen sind. Da können sich schnell Krankheiten ausbreiten. Deshalb werden Medikamente ins Futter gemischt. Diese Medikamente breiten sich aber auch in der Umgebung der Fischfarmen aus, wodurch die frei lebenden Fische krank werden und sich Missbildungen entwickeln. Die Lachsfarmen in Chile sind hier oft im Fokus der Negativschlagzeilen. Das Futter für Fischfarmen ist übrigens Fischmehl, wofür wiederum die Meere leergefischt werden. Alles, damit wir für 1,50 € fünf verschiedene Sorten Tiefkühllachs in jedem Supermarkt kaufen können. Mit der systematischen Ausrottung von Thunfisch fang ich gar nicht erst an.
Die an sich sehr gute Idee, einen vegetarischen Kochwettbewerb zu veranstalten, wird durch das Zulassen von Fisch beschmutzt. Auf Fleisch zu verzichten, sei es aus Ekel, Tierliebe oder um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern, ist eine gute Sache. Fleisch aber wächst nach, weil wir es züchten und wird uns noch eine Weile erhalten bleiben. Die Aussichten für das Leben Unterwasser sind hingegen katastrophal.
Zum Anderen sehe ich hier einen Wettbewerbsnachteil für richtige Vegetarier. Sowohl optisch als auch geschmacklich macht Fisch wohl mehr her als ein Tofubratling. Haben die Initiatoren doch Angst, dass es ein bisschen langweilig werden könnte? Schade.
Als bekennender Anhänger der Omnivorie und Biologe, dachte ich erst Oh fleischlos kochen, wie schade. Danach aber, Mann das kann interessant werden.
Als ich aber dann sah, es geht gar nicht um ein Vegetarisches Menü, sondern allein um Fleischlosigkeit, war ich sehr enttäuscht. Natürlich ist Kochen mit Fisch und Fleisch etwas herrliches, aber zeigt nicht gerade der Erfolg von Michael Hoffmann mit seinem Terroir Gemüse Menü oder Yotam Ottolenghi dass es möglich ist. Und warum hebt Herr Siebeck gerade in diesen Ausgaben des ZEITmagazins so die Vegetarische Küche nach vorne. Weil es schmeckt, und gerade im Frühjahr und Frühsommer mit hervorragendem Gemüse, Kräutern und Beeren aus Deutschland, ein wirklicher Beitrag zum Klimaschutz und zur Kulinarik ist.
Geben Sie uns Bitte eine "Richtige" Aufgabe und ändern Sie die Regeln oder benennen Sie den Wettbewerb in "Meeresfrüchte und Gemüse".
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