Globalisierung Wachstum der Grenzen
Auf dem Weg in die ökologische Moderne: Wohlstand ist möglich, ohne dass wir unsere Lebensgrundlagen weiter zerstören.
© Philippe Desmazes/AFP/Getty Images

Windräder vor dem Kernkraftwerk Cruas Meysse in Frankreich
Bald 40 Jahre nach der berühmten Studie des Club of Rome zu den Grenzen des Wachstums ist das Unbehagen am Wirtschaftswachstum neu erwacht. Auch das atomare Desaster in Japan hat die Frage aufgeworfen, ob die Selbstgefährdung der Industriegesellschaft eine radikale Umkehr erzwingt. Keine Frage: Das gegenwärtige Wachstumsmodell ist nicht zukunftsfähig. Es überlastet die Ökosysteme, von denen die Menschen abhängig sind. Zur Debatte steht die Schlussfolgerung aus diesem Befund: Geht es um Abschied vom Wachstum oder den großen Sprung in eine ökologische Moderne, in der wirtschaftliches Wachstum und Naturverbrauch voneinander entkoppelt sind? Heißt die ökologische Vision Wohlstand ohne Wachstum oder Wachsen mit der Natur?
Schauen wir den Tatsachen ins Auge: Ein Ende des Wachstums ist reine Fiktion. Vielmehr befinden wir uns mitten in einem beispiellosen Wachstumszyklus, der sich noch über die nächsten Jahrzehnte erstrecken wird. Er speist sich aus zwei mächtigen Quellen: dem Anstieg der Weltbevölkerung von heute knapp sieben Milliarden auf etwa neun Milliarden Menschen bis zum Jahr 2050 sowie den Bedürfnissen der großen Mehrheit der Erdbewohner. Ihre Träume von einem besseren Leben – komfortable Wohnungen, reichhaltigere Nahrung, Computer und Telefon, modische Kleidung, Unterhaltung, individuelle Mobilität und Reisen in fremde Länder – werden sie sich nicht abspenstig machen lassen. Die Frage wird einzig sein, ob dieser gewaltige Schub neuer Güter und Dienstleistungen einen ökologischen Kollaps verursacht oder in nachhaltige Bahnen gelenkt werden kann.
ist Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Er beschäftigt sich mit nachhaltiger Entwicklung, grüner Ökonomie, Migration und internationaler Politik.
Ende des 18. Jahrhunderts, als die Industrialisierung ihren Anfang nahm, prophezeite der englische Ökonom Robert Malthus, dass die Agrarproduktion nicht mit der rasch anwachsenden Bevölkerung Schritt halten könne. Steigende Lebensmittelpreise und Hungersnöte seien unausweichlich. Für mehr als eine Milliarde Menschen – in etwa die damalige Bevölkerungszahl – biete die Erde keine Lebensgrundlage. Malthus’ Gesetz hatte nur einen kleinen Fehler: Es verlängerte den Status quo in die Zukunft. Wie hätte er auch die bahnbrechenden Entdeckungen des Gießener Lebensmittelchemikers Justus Liebig und seines Zeitgenossen, des Genetikforschers Gregor Mendel, voraussehen können? Die Kombination von Agrochemie und systematischer Pflanzenzucht revolutionierte die Landwirtschaft und vervielfachte die Erträge.
Seither wuchs die Weltbevölkerung auf das Siebenfache, Hand in Hand mit einem steigenden Kalorienverbrauch pro Kopf: ein klassisches Beispiel für das »Wachstum der Grenzen«. Parallel stieg der Energieverbrauch um das Vierzigfache und die Weltwirtschaft um das Fünfzigfache. Welche Kriterien man auch immer anlegt, ob Lebenserwartung, Kindersterblichkeit, Bildungsniveau, gesundheitliche Versorgung, Frauenrechte oder demokratische Freiheiten – der wachsende materielle Reichtum ging einher mit gesellschaftlichem Fortschritt. Auch für bald neun Milliarden Menschen wird es genügend zu essen geben, wenn die nötigen Agrarreformen rechtzeitig eingeleitet werden, die Produktivität der kleinen Farmer steigt, der Überkonsum von Fleisch in den wohlhabenden Ländern sinkt und die Produktion von Biotreibstoffen nicht auf Kosten der Welternährung betrieben wird.
Keine Frage, es gibt ökologische Grenzen des Wachstums, die nur bei Strafe schwerer Umweltkrisen überschritten werden können. Sie liegen vor allem in der Absorptionsfähigkeit der Ökosysteme für die von Menschen verursachten Emissionen. So ist der hausgemachte Klimawandel ein Fiebersymptom für das Überschreiten der Belastungsgrenzen der Atmosphäre. Allerdings können die biophysikalischen Grenzen des Wachstums durch zwei Operationen hinausgeschoben werden, nämlich mittels Steigerung der Ressourceneffizienz (aus weniger mehr machen) sowie mittels der Substitution endlicher Rohstoffe durch regenerative Energien und nachwachsende Werkstoffe, also durch potenziell unendliche Quellen des Reichtums.
Bisher zehrte die Industriegesellschaft von den gespeicherten Energievorräten der Erde: von Wäldern, Kohle, Öl und Gas. Jetzt zeigt sich, dass die Auflösung der Kohlenstoffreserven des Planeten einen lange vernachlässigten Effekt hat, er destabilisiert das Erdklima. Das fossile Zeitalter stößt tatsächlich an seine Grenzen. Das heutige Energiesystem ist so wenig globalisierbar wie unser auf billigem Öl aufgebautes Verkehrssystem. Künftig muss die Menschheit ihren Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen decken. Gleichzeitig erzwingt die absehbare Erschöpfung vieler Industrie-Rohstoffe den Übergang zu einer Bio-Ökonomie, deren stoffliche Basis aus organischem Material besteht. Letztlich geht es auch hier um Sonnenlicht als primäre Quelle aller Produktion und Konsumtion.
- Datum 18.04.2011 - 17:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 14.4.2011 Nr. 16
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Wer sagt eigentlich, dass mehr materieller Wohlstand erstrebenswert ist?
würde ich gerne zwei mal empfehlen!
Natürlich wäre es erstrebenswert mehr Wohlstand zu erlangen und vllt sogar in Wohlstand zu leben ohne arbeiten zu müssen.
Aber das Problem liegt darin, dass dieser "Wachstum" bei uns gar nicht ankommt ! Wenn es heißt, dass Deutschland reich ist, dann heißt das nur, dass wir viele reiche Menschen haben, aber der rest in relativ bescheidenen Zuständen leben. Wenn es heißt das deutschland reicher wird, dann heißt das auch nur das wir mehr Reiche haben als vorher oder die reichen einfach nur mehr haben.
Kurz und bündig: Wachstum hift zum Löwenanteil auch nur Bonzen und der Wohlstand den wir hier haben ist ungerecht verteilt.
Der Artikel macht eben die Klappe auf: Es werden immer mehr Menschen und die Ärmsten wollen eben auch leben wie wir und sie werden alles dafür tun.
Die Frage ob das erstrebenswert ist stellt sich also nur für uns, die wir alles haben. 90% der Bevölkerung würden das wahrscheinlich anders sehen und hielten es für das einzig Erstrebenswerte.
Ich.
Konsumzwang wie Alkoholismus eine Krankheit mit letalen Folgen. Bis jetzt nicht heilbar.
.... erstrebenswert ist?"
Ein verhungernder indischer oder kongolesischer Subsistenzbauer? Ein HartzIV Empfänger? Ein Grieche ohne Job noch Zukunftsaussicht? Ein Tunesier, der zurück geschickt wird? Natürlich kann man solche Fragen stellen, wenn man keine Empathie noch Kenntnisse hat, kann man Ihre Frage stellen. Sie bleibt aber roh und unverantwortlich, zumal die Folgen auf uns beginnen zurück zu fallen und uns direkt negativ zu betreffen.
Das sagen z.B. die fünf bis sechs Mrd. Menschen, denen es deutlich schlechter geht als uns.
Die Weltwirtschaft muss sich verfünfzigfachen, damit alle wenigstens halb so schön leben können wie wir.
Das wird jedoch machbar sein, dafür reichen vier Prozent Wachstum die nächsten hundert Jahre. Wir brauchen nur genug klimaneutrale Energie, dann können wir Wüsten bewässern, Wasser entsalzen und Rohstoffe recyceln.
würde ich gerne zwei mal empfehlen!
Natürlich wäre es erstrebenswert mehr Wohlstand zu erlangen und vllt sogar in Wohlstand zu leben ohne arbeiten zu müssen.
Aber das Problem liegt darin, dass dieser "Wachstum" bei uns gar nicht ankommt ! Wenn es heißt, dass Deutschland reich ist, dann heißt das nur, dass wir viele reiche Menschen haben, aber der rest in relativ bescheidenen Zuständen leben. Wenn es heißt das deutschland reicher wird, dann heißt das auch nur das wir mehr Reiche haben als vorher oder die reichen einfach nur mehr haben.
Kurz und bündig: Wachstum hift zum Löwenanteil auch nur Bonzen und der Wohlstand den wir hier haben ist ungerecht verteilt.
Der Artikel macht eben die Klappe auf: Es werden immer mehr Menschen und die Ärmsten wollen eben auch leben wie wir und sie werden alles dafür tun.
Die Frage ob das erstrebenswert ist stellt sich also nur für uns, die wir alles haben. 90% der Bevölkerung würden das wahrscheinlich anders sehen und hielten es für das einzig Erstrebenswerte.
Ich.
Konsumzwang wie Alkoholismus eine Krankheit mit letalen Folgen. Bis jetzt nicht heilbar.
.... erstrebenswert ist?"
Ein verhungernder indischer oder kongolesischer Subsistenzbauer? Ein HartzIV Empfänger? Ein Grieche ohne Job noch Zukunftsaussicht? Ein Tunesier, der zurück geschickt wird? Natürlich kann man solche Fragen stellen, wenn man keine Empathie noch Kenntnisse hat, kann man Ihre Frage stellen. Sie bleibt aber roh und unverantwortlich, zumal die Folgen auf uns beginnen zurück zu fallen und uns direkt negativ zu betreffen.
Das sagen z.B. die fünf bis sechs Mrd. Menschen, denen es deutlich schlechter geht als uns.
Die Weltwirtschaft muss sich verfünfzigfachen, damit alle wenigstens halb so schön leben können wie wir.
Das wird jedoch machbar sein, dafür reichen vier Prozent Wachstum die nächsten hundert Jahre. Wir brauchen nur genug klimaneutrale Energie, dann können wir Wüsten bewässern, Wasser entsalzen und Rohstoffe recyceln.
würde ich gerne zwei mal empfehlen!
"... Bedürfnissen der großen Mehrheit der Erdbewohner. Ihre Träume von einem besseren Leben – komfortable Wohnungen, reichhaltigere Nahrung, Computer und Telefon, modische Kleidung, Unterhaltung, individuelle Mobilität und Reisen in fremde Länder – werden sie sich nicht abspenstig machen lassen. Die Frage wird einzig sein, ob dieser gewaltige Schub neuer Güter und Dienstleistungen einen ökologischen Kollaps verursacht oder in nachhaltige Bahnen gelenkt" - schreibt ZEIT.
Nicht die "Bedürfnisse der großen Mehrheit der Erdbewohner" produzieren das scheinbar unbewätigbare Energie-Problem. Das ist sekundär. - Hauptsächlicher Ernergie-Ver(sch)wender sind Rüstung + WeltRaumProjekte + das Millionenheer der von diesen "WachstumsBranchen" Abhängigen in Industrie, Wissenschaft + - last not least - Militär. - Wenn diese fast heilige "Trinität" von Industrie-Wissenschaft-Militär zu Grabe getragen werden könnte, ein für allemal, gäbe es im Nun Energie in Hülle & Fülle. - Das jedoch wäre ein "Ausstieg" aus mehr als dem bißchen Atom-Energie + hätte wahrscheinlich "unabsehbare Folgen" für wirklichen Wohlstand, statt des Junks, der heutzutage dafür gehalten wird.
dass Sie "Weltraumprojekte" für unnötig halten, ist doch die Expansion in den Weltraum auf lange Sicht unausweichlich, wenn man am ewigen Wachstums festhalten will.
dass Sie "Weltraumprojekte" für unnötig halten, ist doch die Expansion in den Weltraum auf lange Sicht unausweichlich, wenn man am ewigen Wachstums festhalten will.
dass Sie "Weltraumprojekte" für unnötig halten, ist doch die Expansion in den Weltraum auf lange Sicht unausweichlich, wenn man am ewigen Wachstums festhalten will.
Es geht auch ohne Weltraumfahrt!
Wenn wir jetzt den Atomausstieg gut schaffen, sind wir in wenigen Jahrmilliarden evolutionär zu blauen Geistwesen weiterentwickelt und auf keine Transportmaschinen mehr angewiesen.
Es geht auch ohne Weltraumfahrt!
Wenn wir jetzt den Atomausstieg gut schaffen, sind wir in wenigen Jahrmilliarden evolutionär zu blauen Geistwesen weiterentwickelt und auf keine Transportmaschinen mehr angewiesen.
Bei dieser Umverteilung brauchen wir uns keine Gedanken machen! Es landet alles , bei denen die schon viel zu viel haben!
Muss man denn aus jedem Thema eine Neiddebatte machen?
Muss man denn aus jedem Thema eine Neiddebatte machen?
Theoretisch-Vernünftig wäre es ja. Aber durchzusetzen wäre es doch am besten mit einer hohen Besteuerung von allem, was allgemeine (der Öffentlichkeit im Sinne der Menschenrechte gehören solle, Wohnraum, Bildung, Gesundheit, Mobilität) und wichtige nicht-regenerative Ressourcen zerstört (Wasser, Luft, Grund-Nahrung). Bei ausreichender Besteuerung könnte der Wachstum in die richtige Richtung (eine weniger zerstörerische) gelenkt werden. Die Kosten müssen endlich wieder vom Verursacher getragen werden und wenn er sie nicht zahlen will, dann sollte auch nicht produziert werden, dann wäre dieses Gut auch nicht den Preis wert. Also weniger von: Die Gesamtheit bezahlt die Autos der Gut-Verdienenden mit (Abwrackprämie) sondern mehr die Gut-Verdienenden zahlen die Schäden ihres hohen Konsums (wenn sie ihn tätigen). Da wäre das Energiesparende ElektroWasserstoffwasauchimmer-betriebene Auto auch schneller Serienreif als man denkt.
www.icomart.blogspot.com
Eine interessante Überlegung, bloß... Was, wenn hinter einem Konsumverhalten eine stabile Bedürfnisstruktur steht. Die Tabaksteuer führt nicht unbedingt zu mehr Gesundheit, sondern manchmal zu mehr Schattenwirtschaft, die Benzinsteuer zum politischen Druck der Strasse usw. usf. Sollte sich der Staat auch noch zusätzlich zwangsdurchsetzungstechnisch radikalisieren? Wie unterscheidet man des Weiteren die Innovationen vom Müll und wer maßt sich dieses Erkenntnisvermögen an? Welche Behörde soll das Wachstum planen? Muss man studiert haben, um ein Wachstumsplaner zu werden? Und was, wenn man sich geirrt hat? Ist man für diesen Fall versichert? Lenkt man dann das Wachstum an richtungsweisenden Innovationen vorbei und bezahlt anschließend den Schaden? Wichtiger noch: In welche Zukunft lenkt man dann "das Wachstum"? In jene, die sich die besagte Behörde so ausmahlt?
Ansonsten: Ein interessanter Artikel!
Zum 'Lenken des Wachstums' auf die nachhaltigen Ziele, die von der Evolutionsprozess-Gesetzlichkeit vorgegeben sind, sind zwei Bedingungen zu erfüllen.
Beide stellt Herr Fückls nicht vor. Erstens ist die b lo ba l e Durchsetzungs-/Machtfrage politik-projektfähig zu beantworten u n d zweitens muß dazu die konkret wirksame Gesetzlichkeit im Evolutionsprozess erkannt sein, nach der das Exoduspotenzial aus dem Ancien Régime (= kleinste Innovation/Änderung, die dominomächtig wird) gefunden werden kann, sowie die Steuerungsinstrumente der nächsten Kulturepoche abgeleitet werden können. Letztere Erkenntnisse liefert eine Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Doch wer fragt überhaupt nach den logisch zwingend zu erfüllenden Bedingungen? Die GRÜNEN haben kein Interesse an der Antwort auf die Macht- und Erkenntnisfragen. Sie würden dann nicht mehr gebraucht.
Und so werden noch tausende Beiträge veröffentlicht, sich mit der selbstzerstörerischen Wachstumslogik-durch-Verschwendung befassen.
Eine interessante Überlegung, bloß... Was, wenn hinter einem Konsumverhalten eine stabile Bedürfnisstruktur steht. Die Tabaksteuer führt nicht unbedingt zu mehr Gesundheit, sondern manchmal zu mehr Schattenwirtschaft, die Benzinsteuer zum politischen Druck der Strasse usw. usf. Sollte sich der Staat auch noch zusätzlich zwangsdurchsetzungstechnisch radikalisieren? Wie unterscheidet man des Weiteren die Innovationen vom Müll und wer maßt sich dieses Erkenntnisvermögen an? Welche Behörde soll das Wachstum planen? Muss man studiert haben, um ein Wachstumsplaner zu werden? Und was, wenn man sich geirrt hat? Ist man für diesen Fall versichert? Lenkt man dann das Wachstum an richtungsweisenden Innovationen vorbei und bezahlt anschließend den Schaden? Wichtiger noch: In welche Zukunft lenkt man dann "das Wachstum"? In jene, die sich die besagte Behörde so ausmahlt?
Ansonsten: Ein interessanter Artikel!
Zum 'Lenken des Wachstums' auf die nachhaltigen Ziele, die von der Evolutionsprozess-Gesetzlichkeit vorgegeben sind, sind zwei Bedingungen zu erfüllen.
Beide stellt Herr Fückls nicht vor. Erstens ist die b lo ba l e Durchsetzungs-/Machtfrage politik-projektfähig zu beantworten u n d zweitens muß dazu die konkret wirksame Gesetzlichkeit im Evolutionsprozess erkannt sein, nach der das Exoduspotenzial aus dem Ancien Régime (= kleinste Innovation/Änderung, die dominomächtig wird) gefunden werden kann, sowie die Steuerungsinstrumente der nächsten Kulturepoche abgeleitet werden können. Letztere Erkenntnisse liefert eine Evolutionsprozess- und Chaosphysik. Doch wer fragt überhaupt nach den logisch zwingend zu erfüllenden Bedingungen? Die GRÜNEN haben kein Interesse an der Antwort auf die Macht- und Erkenntnisfragen. Sie würden dann nicht mehr gebraucht.
Und so werden noch tausende Beiträge veröffentlicht, sich mit der selbstzerstörerischen Wachstumslogik-durch-Verschwendung befassen.
Natürlich wäre es erstrebenswert mehr Wohlstand zu erlangen und vllt sogar in Wohlstand zu leben ohne arbeiten zu müssen.
Aber das Problem liegt darin, dass dieser "Wachstum" bei uns gar nicht ankommt ! Wenn es heißt, dass Deutschland reich ist, dann heißt das nur, dass wir viele reiche Menschen haben, aber der rest in relativ bescheidenen Zuständen leben. Wenn es heißt das deutschland reicher wird, dann heißt das auch nur das wir mehr Reiche haben als vorher oder die reichen einfach nur mehr haben.
Kurz und bündig: Wachstum hift zum Löwenanteil auch nur Bonzen und der Wohlstand den wir hier haben ist ungerecht verteilt.
Eine interessante Überlegung, bloß... Was, wenn hinter einem Konsumverhalten eine stabile Bedürfnisstruktur steht. Die Tabaksteuer führt nicht unbedingt zu mehr Gesundheit, sondern manchmal zu mehr Schattenwirtschaft, die Benzinsteuer zum politischen Druck der Strasse usw. usf. Sollte sich der Staat auch noch zusätzlich zwangsdurchsetzungstechnisch radikalisieren? Wie unterscheidet man des Weiteren die Innovationen vom Müll und wer maßt sich dieses Erkenntnisvermögen an? Welche Behörde soll das Wachstum planen? Muss man studiert haben, um ein Wachstumsplaner zu werden? Und was, wenn man sich geirrt hat? Ist man für diesen Fall versichert? Lenkt man dann das Wachstum an richtungsweisenden Innovationen vorbei und bezahlt anschließend den Schaden? Wichtiger noch: In welche Zukunft lenkt man dann "das Wachstum"? In jene, die sich die besagte Behörde so ausmahlt?
Ansonsten: Ein interessanter Artikel!
Natürlich wirkt die Idee einer gelenkten Wirtschaft etwas leninistisch... sollte sie aber gar nicht sein. Wir haben auch heute schon Unmengen von Lenkungsinstrumenten, nur in die falsche Richtung (Abwrackprämie, Mövenpicksteuer etc.). Man kann die Steuern auch so einsetzen, dass Wachstum nur dann noch möglich/produktiv ist, wenn dabei die Lebensgrundlage erhalten bleibt. Außerdem hat sich die Bedürfnisstruktur immer geändert und sie wird sich immer ändern, unsere heutigen Bedürfnisse - da wird mir wohl fast jeder Psychologe recht geben - sind maßgeblich über Sucht und Werbung als Sublimat zustande gekommen. Und außerdem werden Bedürfnisse, die Lebensgrundlagen zerstören, mit vielen anderen Mitteln immer eingeschränkt (Mord, Gewalt, Steuerbetrug etc.). Wir können es uns eigentlich nicht leisten zu sagen, dass wir eine vernünftige Steuerpolitik, die unsere Lebensgrundlage erhalten würde, ablehnen, nur weil es zur Schattenwirtschaft führen könnte. Es kann doch nicht sein, dass jeder Harz4-Empfänger bis auf die Unterhose durchleuchtet wird und Viele die Anteil an der Zerstörung unserer Lebensgrundlage haben, ungeprüft so weiter machen dürfen.
Natürlich wirkt die Idee einer gelenkten Wirtschaft etwas leninistisch... sollte sie aber gar nicht sein. Wir haben auch heute schon Unmengen von Lenkungsinstrumenten, nur in die falsche Richtung (Abwrackprämie, Mövenpicksteuer etc.). Man kann die Steuern auch so einsetzen, dass Wachstum nur dann noch möglich/produktiv ist, wenn dabei die Lebensgrundlage erhalten bleibt. Außerdem hat sich die Bedürfnisstruktur immer geändert und sie wird sich immer ändern, unsere heutigen Bedürfnisse - da wird mir wohl fast jeder Psychologe recht geben - sind maßgeblich über Sucht und Werbung als Sublimat zustande gekommen. Und außerdem werden Bedürfnisse, die Lebensgrundlagen zerstören, mit vielen anderen Mitteln immer eingeschränkt (Mord, Gewalt, Steuerbetrug etc.). Wir können es uns eigentlich nicht leisten zu sagen, dass wir eine vernünftige Steuerpolitik, die unsere Lebensgrundlage erhalten würde, ablehnen, nur weil es zur Schattenwirtschaft führen könnte. Es kann doch nicht sein, dass jeder Harz4-Empfänger bis auf die Unterhose durchleuchtet wird und Viele die Anteil an der Zerstörung unserer Lebensgrundlage haben, ungeprüft so weiter machen dürfen.
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