Sozialunternehmer Und was, wenn Geld übrig bleibt?

Sozialunternehmer zielen auf gesellschaftlichen Wandel, nicht auf Profit. Aber Gewinne sind auch für sie gut. Ein Gastbeitrag von Andreas Heneike

Karl Kraus fragt einen Studenten, was er studiere. Als dieser »Wirtschaftsethik« antwortet, entgegnet der österreichische Satiriker, »dann müsse er sich wohl entscheiden«.

Die Frage, was »gut« und »schlecht« ist im Wirtschaftsleben, spielt auch heute eine Rolle. Gewinn gilt als gut, und Geld verdient, wer ökonomische Werte schafft: Unternehmer wie Bill Gates oder Mark Zuckerberg, Topmanager, auch manche Consultants und Anwälte, die durch den richtigen Rat Millionenwerte schaffen. Da ist weithin akzeptiert. Moralische Bedenken werden lediglich dann laut, wenn Gier oder Leichtsinn regieren.

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Darf auch Geld verdienen, wer sich als Sozialunternehmer versteht? Das ist einer, der eine gesellschaftliche Mission hat, sich aber nicht der Karitas verpflichtet fühlt, sondern den angestrebten sozialen Wandel unternehmerisch herbeiführen will.

Andreas Heinecke

Der Sozialunternehmer Andreas Heinecke hat mit der Ausstellung Dialog im Dunkeln einen neuen Weg der Integration für Blinde geschaffen.

Es steht heute außer Frage, dass soziale Unternehmer eine großartige Ergänzung sind zu staatlichen Versorgungssystemen, öffentlichen Wohlfahrtsträgern, Selbsthilfegruppen oder Initiativen, die allein auf Spenden und Mitleid bauen. Sie überwinden, was sozialen Wandel oftmals verhindert hat: Mangelverwaltung, politische Abhängigkeiten, fehlende Professionalität und vor allem das Wehklagen über die Übel und die Ungerechtigkeiten in der Welt.

Soziale Unternehmer sind aus anderem Holz geschnitzt: Sie sehen nicht die Probleme, sondern identifizieren Marktchancen. Sie finden Lösungen für Notlagen und entdecken Nischen. Ihre Ziele verfolgen sie aus einer persönlichen Motivation heraus, das gibt ihnen Ausdauer und Widerstandskraft. 95 Prozent aller sozialen Unternehmer halten durch und etablieren Systeme, die skalierbar sind.

3.000 solcher sozialunternehmerischer Avantgardisten wurden in den vergangenen 30 Jahren von den zwei führenden Netzwerken zur Förderung dieser Idee, Ashoka und der Schwab-Foundation for Social Entrepreneurship, identifiziert. Ihr Ziel ist es, die Welt zu verändern. »Everybody is a changemaker« lautet das Mantra der Szene.

Da geht es etwa um den fairen Handel, den Einsatz von erneuerbaren Energien oder die Vergabe von Mikrokrediten. Muhammad Yunus wurde zeitweilig fast wie ein Messias gefeiert, mit der Gründung der Grameen Bank war er in entscheidendem Maße daran beteiligt, die Idee des Mikrokredits weltweit zu verbreiten. 2006 bekam er den Friedensnobelpreis. Yunus hat Weltfirmen wie BASF, Danone, Adidas oder General Electric dazu gebracht, Hybriden zu gründen, in denen soziale Ziele mit einem klaren unternehmerischen Ansatz verfolgt werden. Social business als Modell zur Bekämpfung von Armut und Hunger.

Heutzutage gibt es kaum einen Finanzdienstleiter, der nicht das Potenzial der armen Menschen erkannt hat. Social-Investment-Fonds entstehen, und unter Überschriften wie Venture Philanthropy oder Impact Investment finden Cash und Care zusammen. In Mexiko und Indien ist es gelungen, Mikrokreditinstitute an die Börse zu bringen.

Dabei argumentiert etwa Yunus, dass social business keine Dividenden an die Shareholder auswerfen dürfe. Lediglich die Investitionen dürfen zurückgezahlt werden. Die Gewinne sollten dem Ausbau der sozialen Firmen dienen.

Manche Sozialunternehmen sind ins Zwielicht geraten. Medien berichten, dass Mikrokreditnehmer von »sozialen« Heuschrecken in den Selbstmord getrieben wurden, von Veruntreuung und Bereicherung ist die Rede.

Darf man gut verdienen, wenn man Gutes tut? Was unterscheidet einen Sozialunternehmer von einem Unternehmer in der Wirtschaft? Die Antwort lautet kurz gefasst: Während der Unternehmer in der Privatwirtschaft an dem finanziellen Mehrwert gemessen wird, wird der Sozialunternehmer daran gemessen werden, welchen Mehrwert er für die Gesellschaft erbringt. Dabei sagen das ökonomische Prinzip und die Rechtsform – ob non-profit oder for-profit – nichts über die sozialen Inhalte aus. Es ist eine wertrationale Entscheidung, die den Sozial- vom Wirtschaftsunternehmer trennt.

Für den Sozialunternehmer formuliert der amerikanische Managementberater Peter F. Drucker das Credo: »Mission comes first.« Sonst laufe er Gefahr, in die Kritik zu geraten und seine Basis zu verlieren. Bisher ist es noch so, dass fast alle Sozialunternehmer hart arbeiten müssen, um bestehen zu können. »No loss«, kein Verlust am Ende des Geschäftsjahres, ist das Maß der Dinge. Allerdings arbeiten Sozialunternehmer nach Jahren des Experimentierens und semiprofessionellen Agierens heute oftmals professioneller, auch weil ihnen über Ashoka und die Schwab-Foundation kostenlose Unterstützung von Unternehmensberatungen, PR-Agenturen oder Rechtsanwaltskanzleien gewährt wird. Universitäten und Business-Schulen analysieren Geschäftsmodelle und laden Sozialunternehmer ein, ihre Strategien zu diskutieren.

Sozialunternehmer verschreiben ihr Leben einer Idee und gehen ein Risiko ein. Sie verzichten auf Karrieren. Oft dauert es Jahrzehnte, bis sich eine Idee als Geschäft erweist. Sozialunternehmer locken überdies andere Menschen an, die ebenfalls hohe Einbußen auf sich nehmen. Diese Allianzen aus sozialen Idealisten betreiben vielfach Selbstausbeutung. Die Gegenwart ist meist grau, aber man hofft auf bessere Zeiten, um neben der sozialen Wirkung auch finanzielle Stabilität zu erhalten.

Wenn dieser Punkt erreicht wird, stehen sie vor der Frage, wie die Gewinne verwendet werden dürfen. Können sie dem Sozialunternehmer zufließen, ein erster Lohn nach vielen Jahren? Die Antwort ist: Jein. Sozialunternehmer haben sicherlich einen Anspruch, ihre Aufwendungen beim Aufbau des Unternehmens zurückzuerhalten. (Daher ist es gut, wenn sie Buch darüber geführt haben.) Gewinne sollten überdies dazu verwendet werden, die Mitarbeiter leistungsgerecht zu bezahlen. Die Vergütung im öffentlichen Dienst ist eine gute Richtschnur. Sollte es sich erweisen, dass ein Sozialunternehmen so erfolgreich ist, dass es hohe Profite über Jahre abwirft, lukrativ verkauft oder gar öffentlich gehandelt wird, dann sollten die Gewinne dazu verwendet werden, neue soziale Unternehmen zu gründen oder andere dem Gemeinwohl verpflichtete Projekte zu unterstützen.

 
Leser-Kommentare
  1. "Während der Unternehmer in der Privatwirtschaft an dem finanziellen Mehrwert gemessen wird, wird der Sozialunternehmer daran gemessen werden, welchen Mehrwert er für die Gesellschaft erbringt."

    JA, DAS ist DAS, was uns als Studenten der politischen Ökonomie des Sozialismus mit auf den Weg gegeben wurde und das wir leider nicht ganz so heroisch durch ständige die Embargo-Politik der West-Mächte, später der Bundesrepublik und ihrer europäischen und amerikanischen Verbündeten, für das Wohl der Allgemeinheit umsetzen konnten, obwohl wir weltweit als verlässlicher Handelspartner anerkannt und angesehen waren, auch wegen der sehr billigen und dabei guten Qualität.

    Meine Damen und Herren, wenn Sie nach alte Haushaltsgeräte finden, die Sie noch vor der Wende bei OTTO, NECKERMANN oder QUELLE gekauft haben, dann schrauben Sie die Dinger einmal auf und sehen gründlich nach.
    Irgendwoch finden Sie entweder ein "Made in GDR" oder ein "VEB"-Zeichen an irgend einem Bauteil.

    Heute findet das ganze natürlich unter anderen ökonomischen Gesichtspunkten statt - man nennt es kurz den "1-€-Job" oder auch "betriebliches Praktikum" während einer Weiterbildungsmaßnahme oder eben nur "berufliche Wiedereingliederungsmaßnahme".
    Egal, wie man es nennt - es sind alles - mehr oder minder - kostenlose Verdrängungs-Arbeitsgelegenheiten, die reguläre und vor allem sozialversicherungspflichtige Jobs verdrängen.
    Statistisch fällt dies nicht auf, wenn die Arbeitslosen dann innerhalb kurzer Zeit fluktuieren.

  2. So wie sich manche dieser "Sozialunternehmer" gern generös darstellen, klingt auch dieser Artikel. Es ist eine ganze Armutsindustrie entstanden, die gut profitieren kann wie z. B. der Chef der Treberhilfe. Jener benimmt sich wie ein Fürst, der so gutherzig ist, den Obdachlosen zu helfen.

    Auf Steuerzahlerkosten leben auch viele gemeinnützige Vereine, wo auch die Spreu vom Weizen getrennt werden sollte. Zum Glück gibt es viele humanistische Vereine, die sich wirklich um die Not von Menschen kümmern.

    Andere bereichern sich nur, indem sie sinnlose "Maßnahmen" für die Arbeitsagentur anbieten oder Kurse mit völlig veraltetem Fachwissen viel zu hoch abrechnen. Den Erwerbslosen hilft das nicht, sie werden dazu gezwungen. Es kostet aber einiges an Geld.

    Stutzig macht hier auch die typische neoliberale Sprache:

    "vor allem das Wehklagen über die Übel und die Ungerechtigkeiten in der Welt"

    Das ist der Duktus der Profitmacher, die die eigene Großmutter längst verkauft haben.

    Eine Leser-Empfehlung
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    in der wenige Super"konzerne" sehr gut von "sozialem" Engagement leben können.

    Das ist dann das pervertierte Gegenstück von den "für die schwarze Null" arbeitenden Unternehmen / staatlichen Einrichtungen.

    Dieser Herr von der Treberhilfe (die Zeit berichtete) hat es ja schonmal probiert es ein bisschen vorzuleben.

    in der wenige Super"konzerne" sehr gut von "sozialem" Engagement leben können.

    Das ist dann das pervertierte Gegenstück von den "für die schwarze Null" arbeitenden Unternehmen / staatlichen Einrichtungen.

    Dieser Herr von der Treberhilfe (die Zeit berichtete) hat es ja schonmal probiert es ein bisschen vorzuleben.

  3. 3. Google

    Der mit riesigem Abstand größte Sozialunternehmer, den ich kenne, ist doch wohl Google. Es liefert Suchergebnisse unabhängig von der vorherigen Bezahlung (vorher war gut gerankt in den Suchergebnissen, wer gut bezahlt hat), es stellt Dienste bereit, ohne die man heute kaum auskommt (maps.google z.B.), es bezahlt seine Arbeiter hervorragend, die Leute haben geregelte Arbeitszeiten, die Kinder werden betreut, es gibt sehr gutes Essen.
    Jeder kann heute dank Google fast kostenlos publizieren. Vor 10 Jahren war das Netz in dieser Hinsicht ziemlich verwahrlost.

    Vor Google hat ein Kleinunternehmer kaum Chancen gehabt, in Märkte einzusteigen, weder lokal noch überregional. Super-teuer bezahlte Kleinanzeigen war das einzige, was man tun konnte. Das ist heute komplett anders. Ein paar Euro täglich für Google-Adwords, und man ist mit seinem Angebot dort, wo die Kunden suchen.

    Sehr viele Menschen verdienen mit kleinsten online-shops etwas Geld hinzu, ohne mit einem Fahrzeug irgendwo hin fahren zu müssen. Das ist ohne derartige Suchmaschinen nicht denkbar.

    Viele Menschen stellen auf privaten Internetseiten wichtige allgemeinnützige Inhalte bereit, und das geht nur, weil sie es mit google-Adsense finanzieren. Die Inhalte wären sonst nicht verfügbar. Zu allen Themen findet man etwas im Netz, warum wohl? Wer bezahlt das? Die Autoren selbst können das meist nicht.
    Aber auch die Großen werden von Google nicht übermäßig geschröpft, nicht einmal der Staat, wie es sonst üblich ist.

  4. 4. Wieso?

    "Sollte es sich erweisen, dass ein Sozialunternehmen so erfolgreich ist, dass es hohe Profite über Jahre abwirft, lukrativ verkauft oder gar öffentlich gehandelt wird, dann sollten die Gewinne dazu verwendet werden, neue soziale Unternehmen zu gründen oder andere dem Gemeinwohl verpflichtete Projekte zu unterstützen."
    ---
    Vielleicht sollte man sich bewusst sein, dass es nicht schwarz und weiss gibt, sondern ganz viel grau dazwischen. Wieso sollte ein Mensch, oder eine Gruppe von Menschen die Gutes getan haben, nicht ab einen bestimmten Punkt entlohnt werden? Wieso ist es verwerflich, wenn man nach Zeiten des gewollten Verzichts, als Made in Speck leben darf?

    Es geht nicht darum das wir neben den Wirtschaftshaien, professionelle Karitas als extremes Gegengewicht etablieren. Viel wichtiger und effektiver ist es, wenn alle Unternehmen ein klein wenig sozialer in Ihrer Unternehmenskultur agieren.

    Das Denken und Handeln in Extreme brachte und bringt uns nicht weiter....

  5. in der wenige Super"konzerne" sehr gut von "sozialem" Engagement leben können.

    Das ist dann das pervertierte Gegenstück von den "für die schwarze Null" arbeitenden Unternehmen / staatlichen Einrichtungen.

    Dieser Herr von der Treberhilfe (die Zeit berichtete) hat es ja schonmal probiert es ein bisschen vorzuleben.

    • wauzi
    • 01.05.2011 um 20:21 Uhr

    sind für mich o.k.
    solange die idee hinter dem "business" nicht durch das "business" an sich pervertiert wird.
    in d sind ja viele kirchliche einrichtungen träger sozialer einrichtungen.
    das hat oft weder etwas mit christentum noch mit sozial zu tun. es wird geld gescheffelt, macht angehäuft, macht missbraucht, ganz so, wie man es bei der sozialwirtschaft degoutant findet.
    die überschüsse wandern mitnichten in sinnvolle soziale projekte, sondern werden als kleine gefälligkeiten oder incentives verblasen.
    schlecht.

  6. Sozialunternehmer sind wichtig, aber nur ohne staatliche Subventionen.

    Alles andere ist leben auf Kosten Anderer seitens der Unternehmers, der sich ja auch eigenes Geschäftsführergehalt auszahlt, von dem andere nur träumen können.

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    Würden sie das Gleiche auch für den Straßenbau fordern? lebt er nicht auch ausschließlich von staatlichen Geldern? Warum machen, das denn unsere Bürger nicht ehrenamtlich? Mautgebühren würden eine klaren Markt schaffen - muss man nur wollen...

    Im übrigen ist das Gerede vom "Sozialunternehmer" auch nur dann möglich, wenn er es schafft einen neuen "Markt" zu entwickeln. D.h. er sucht ein Angebot für eine Nachfrage, die von der Wirtschaft bisher als nicht markfähig erachtet wurde (z.B. Mikrokredite). Wenn sie aber vor der Situation stehen, dass es Bedarfe gibt, hinter denen eine Klientel ohne Finanzkraft steht, dann haben sie ein Problem. Dann sind sie auch auf Spenden und staatliche Unterstützung zur Leistungserbringung angewiesen - Drittfinanzierung.

    Würde einer der Leser für Siemens spenden? Warum denn eigentlich nicht? Weil es wohl ein Unternehmen ist, dass sich am Markt finanziert - so auch der "Sozial"Unternehmer. Er hat halt einen neuen Markt erschlossen. Dies mit Trägern von Wohlfahrtsleistungen zu vermischen halte ich für irreführend! Von daher hat der Artikel keinen Gehalt für mich.

    Eine Alternative ist ein System in dem der Staat alle Leistungen selbst erbringt, dann können sie auf den Begriff der "Subvention" verzichten - oder sie greifen auf private Anbieter zurück. Vereine gGmbhs "Wohlfahrtskonzerne" etc. Der Vorteil daran liegt in der Effizienz begründet - die Nähe zur Zielgruppe...

    Würden sie das Gleiche auch für den Straßenbau fordern? lebt er nicht auch ausschließlich von staatlichen Geldern? Warum machen, das denn unsere Bürger nicht ehrenamtlich? Mautgebühren würden eine klaren Markt schaffen - muss man nur wollen...

    Im übrigen ist das Gerede vom "Sozialunternehmer" auch nur dann möglich, wenn er es schafft einen neuen "Markt" zu entwickeln. D.h. er sucht ein Angebot für eine Nachfrage, die von der Wirtschaft bisher als nicht markfähig erachtet wurde (z.B. Mikrokredite). Wenn sie aber vor der Situation stehen, dass es Bedarfe gibt, hinter denen eine Klientel ohne Finanzkraft steht, dann haben sie ein Problem. Dann sind sie auch auf Spenden und staatliche Unterstützung zur Leistungserbringung angewiesen - Drittfinanzierung.

    Würde einer der Leser für Siemens spenden? Warum denn eigentlich nicht? Weil es wohl ein Unternehmen ist, dass sich am Markt finanziert - so auch der "Sozial"Unternehmer. Er hat halt einen neuen Markt erschlossen. Dies mit Trägern von Wohlfahrtsleistungen zu vermischen halte ich für irreführend! Von daher hat der Artikel keinen Gehalt für mich.

    Eine Alternative ist ein System in dem der Staat alle Leistungen selbst erbringt, dann können sie auf den Begriff der "Subvention" verzichten - oder sie greifen auf private Anbieter zurück. Vereine gGmbhs "Wohlfahrtskonzerne" etc. Der Vorteil daran liegt in der Effizienz begründet - die Nähe zur Zielgruppe...

  7. Das ist das Ziel. Ihr glaubt ja gar nicht, wieviele Millionäre was mit Wellfare machen. Das ist in Deutschland noch nicht so bekannt, in den USA oder Australien zB. ein alter Hut. Maserati lässt grüßen.

    450.000 €uro sollte ein Sozialunternehmer schon verdienen, wenn er freitags sein Powerpoint präsentiert. Yeah Demokratie!

    Und der Witz ist, dass solche Schuppen überwiegend von unseren Steuergeldern bezahlt werden. Dabei könnte man einfach Regeln aufstellen: Lohnmaximum 1,5fach des Durchschnittseinkommen und Verwaltungs- und Puffkosten unter einem Jahresgehalt.

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    Was ich noch ärgert: Jeder Verein muss eine Bilanz führen. Wie auch immer die Finanzierung aussieht. Langfristig muss diese zumindest ausgeglichen sein. Unvorstellbar wie es sonst machbar sein soll. Die Rede ist ja i.d.R. von NPO das heißt Not FOR Profit und nicht wie so oft NO Profit. Der Überschuss wird doch in der Regel reinvestiert, bzw. dient bei dieser Form des Wirtschaftens nicht für eine "private" Gewinnausschüttung. Übrigens ist der NPO-Bereich eine der Wachstumsbranchen, auch was die Schaffung von Arbeitsplätzen betrifft (auch für privatwirtschaftlich schwer integrierbare Arbeitnehmer ! - Frauen Alte Langzeitarbeitslose)

    Sogenannte "Wohlfahrtskonzerne" sind ja gerade durch Überschüsse in einem Bereich in der Lage Querfinanzierung durchzuführen. Also neue Projekte zu gründen. Das kann man auch als innovation betrachten. In historischer Perspektive sind es "Wohlfahrtskonzerne", die wohlfahrtsstaatliche Leistungen angeschoben haben. Im Zuge der Bildung von Nationalstaat und der Herstellung von Legitimation sind diese nach und nach in sozialstaatliche Leistungen überführt worden. Was übrigens begrüßenswert ist, da der Mensch dann nicht mehr als "Bedürftiger" vom Gutdünken abhängig ist - wie bei den Tafeln - sondern als "Bürger" einen Anspruch auf Fürsorge hat, wenn es nötig ist (!).

    Eine ehrliche Frage ist die nach angemessener Entlohung und nicht nur "Gottes Lohn" weil man "was mit Menschen macht"! Würden sich diese Frage auch bei Ärzten und Psychologen stellen???

    Was ich noch ärgert: Jeder Verein muss eine Bilanz führen. Wie auch immer die Finanzierung aussieht. Langfristig muss diese zumindest ausgeglichen sein. Unvorstellbar wie es sonst machbar sein soll. Die Rede ist ja i.d.R. von NPO das heißt Not FOR Profit und nicht wie so oft NO Profit. Der Überschuss wird doch in der Regel reinvestiert, bzw. dient bei dieser Form des Wirtschaftens nicht für eine "private" Gewinnausschüttung. Übrigens ist der NPO-Bereich eine der Wachstumsbranchen, auch was die Schaffung von Arbeitsplätzen betrifft (auch für privatwirtschaftlich schwer integrierbare Arbeitnehmer ! - Frauen Alte Langzeitarbeitslose)

    Sogenannte "Wohlfahrtskonzerne" sind ja gerade durch Überschüsse in einem Bereich in der Lage Querfinanzierung durchzuführen. Also neue Projekte zu gründen. Das kann man auch als innovation betrachten. In historischer Perspektive sind es "Wohlfahrtskonzerne", die wohlfahrtsstaatliche Leistungen angeschoben haben. Im Zuge der Bildung von Nationalstaat und der Herstellung von Legitimation sind diese nach und nach in sozialstaatliche Leistungen überführt worden. Was übrigens begrüßenswert ist, da der Mensch dann nicht mehr als "Bedürftiger" vom Gutdünken abhängig ist - wie bei den Tafeln - sondern als "Bürger" einen Anspruch auf Fürsorge hat, wenn es nötig ist (!).

    Eine ehrliche Frage ist die nach angemessener Entlohung und nicht nur "Gottes Lohn" weil man "was mit Menschen macht"! Würden sich diese Frage auch bei Ärzten und Psychologen stellen???

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