Wer vor 1970 geboren ist, wird sich erinnern, was man früher, so in den Achtzigern, zu hören bekam, wenn man in manchen Studentenkneipen Coca-Cola bestellte (nämlich nicht viel Freundliches).

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Coca-Cola ist nicht nur ein Getränk, es ist ein Symbol für den weltumspannenden Kapitalismus. Und so entstanden zahlreiche Anti-Coca-Colas im Land, und alle haben sie den gleichen Traum: aus der Provinz heraus die Macht des Weltkonzerns zu brechen. Oder wenigstens, wenn das nicht klappt, ein lokal anerkanntes Ausgehgetränk zu werden.(Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

Besonders viele dieser Colas gibt es in Bayern, wegen der vielen Brauereien dort. Im Osten findet man Nostalgie-Colas und ein paar neue. Hamburg, Heimat dreier Colas und damit Cola-Hauptstadt, ist, seit hier die Bionade aus Bayern groß wurde, zum Experimentierfeld für Getränke geworden. Dass auch die guten Colas ungesund sind, soll hier nicht weiter thematisiert werden (denn dass ihrem Traum die Bionade am nächsten kam, war für die Colas und Kolas schon hart genug).