"Let's dance" auf RTL: Der Checker tanzt Salsa
Jede Woche tanzen auf RTL bekannte und weniger bekannte Promis mit Profis um den Titel des "Dancing Stars". Ursula März kann der Sendung viel Unterhaltsames abgewinnen.
Nein, hier wird mal nicht kulturkritisch gemäkelt und gesäuselt. Wir sagen geradeheraus: RTL macht eine Menge Mist. Aber Let’s Dance, die Sendung, in der Prominente und Semiprominente das Beinchen schwingen, von einer kurios kombinierten Jury beurteilt werden und je nach Menge der Zuschaueranrufe von Woche zu Woche weiterhüpfen oder ausscheiden, bis es am Ende einen Sieger gibt (letztes Jahr Sophia Thomalla) – diese Sendung ist voll in Ordnung. Harmloser, gutartiger Kleinbürgerspaß. Schwiegermuttergeeignet, in Maßen schrill, im Grunde brav und irgendwie gut fürs Gemüt.
Von einem Satz wie »Der Checker tanzt heute Salsa« zehrt man doch tagelang. Vom Namen der Jurorin Motsi Mabuse ebenso. Sie ist deutsche Meisterin in lateinamerikanischen Tänzen und versteht was von der Sache. Neben ihr in der Jury sitzt der Modedesigner Harald Glööckler, Schwabe, ausstaffiert wie Las Vegas auf zwei Beinen, null Ahnung vom Tanzen. Macht aber nichts. Denn Können und Nichtkönnen treten bei Let’s Dance nicht als Konkurrenten, sondern buchstäblich als Paar auf. Jeder Amateur tanzt mit einem Profi und macht es halt, so gut er kann. Und als Amateur etwas nicht profihaft zu können, kann niemals eine Blamage sein. Es ist lediglich witzig, sich dabei öffentlich zu zeigen, wie bei Karaoke. Das sei den Leuten gesagt, die sich über Heide Simonis empörten , als sie bei einer frühen Staffel von Let’s Dance mitmachte, wie Guildo Horn übrigens. Auch kein großer Tänzer unter der Sonne.
Vor einem Jahr war Hillu, die ehemalige Gattin des ehemaligen Bundeskanzlers Gerhard Schröder, dabei. Nie wirkte sie sympathischer. In der jetzigen Staffel hat es Liliana Matthäus weit gebracht; die Schauspielerin Andrea Sawatzki, die Boxweltmeisterin Regina Halmich und der Stabhochspringer Tim Lobinger sind bereits ausgeschieden. Als Favoriten auf den Sieg gelten Maite Kelly (Mitglied der Kelly Family) und Moritz A. Sachs (Klausi Beimer aus der Lindenstraße). Die beiden sind, was man bei Frauen kurvig, bei Männern beleibt nennt. Dass sie späterhin auf den Turnierbrettern dieser Welt auftreten werden, ist eher unwahrscheinlich.
Hier aber liegt der entscheidende Unterschied zu all den boomenden Castingsendungen im TV: Es geht bei Let’s Dance um nichts. Den Sieger erwartet keine ernst gemeinte Karriere. Die Konkurrenz ist Spiel ohne Verbissenheit, der Verlierer folglich kein echter Verlierer. Man sitzt also Mittwochabend, 20.15 Uhr, vor dem Fernseher, grinst gedankenarm vor sich hin und ahnt: Schlagartig hätte die Republik ein netteres Gesicht, wenn jemand wie Thilo Sarrazin sich für die Teilnahme bei Let’s Dance gewinnen ließe. Und aus dem Mund des Moderators der Satz »Der Checker tanzt heute Salsa« zu hören wäre.







Und meint sie dieses Geschreibsel wirklich ernst?
ist eine ernstzunehmende Literaturkritikerin, die hier ganz bestimmt unter ihrem eigentlichen Niveau schreibt. Trotzdem glaube ich, dass sie es ernst meint. Im Grunde will sie ja nur herausstellen, dass sich diese Tanzshow von gewissen anderen Formaten angenehm abhebt. Was freilich auch an der Fürchterlichkeit dieser Formate liegt
ist eine ernstzunehmende Literaturkritikerin, die hier ganz bestimmt unter ihrem eigentlichen Niveau schreibt. Trotzdem glaube ich, dass sie es ernst meint. Im Grunde will sie ja nur herausstellen, dass sich diese Tanzshow von gewissen anderen Formaten angenehm abhebt. Was freilich auch an der Fürchterlichkeit dieser Formate liegt
ist eine ernstzunehmende Literaturkritikerin, die hier ganz bestimmt unter ihrem eigentlichen Niveau schreibt. Trotzdem glaube ich, dass sie es ernst meint. Im Grunde will sie ja nur herausstellen, dass sich diese Tanzshow von gewissen anderen Formaten angenehm abhebt. Was freilich auch an der Fürchterlichkeit dieser Formate liegt
aber recht hat sie.
Jetzt schaffe ich mir doch einen Fernseher an.
Jetzt schaffe ich mir doch einen Fernseher an.
Jetzt schaffe ich mir doch einen Fernseher an.
ja nicht gleich übertreiben ;-)
ja nicht gleich übertreiben ;-)
da rümpfen wieder die Niveau-Scheinriesen die Nase...Guter Artikel!
ja nicht gleich übertreiben ;-)
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Beiträgen. Danke. Die Redaktion/er
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