Brettspiel Schach

Genauso alt wie das Altern selbst dürfte die Klage über das Altern sein. Das älteste überlieferte Alterslamento stammt aus dem Jahr 2500 vor Christus: »Wie hart und schmerzhaft sind doch die letzten Tage eines alten Mannes! Schwächer wird er jeden Tag«, schrieb der ägyptische Wesir, Philosoph und Poet Ptahhotep. Und immer schon fragte sich der Mensch, wie er auch im Alter ein erfülltes Dasein führen könne. Da tritt mir mein inzwischen 88 Jahre alter Schachfreund Horst Ewald aus Eberswalde vor Augen, der immer noch Turnierschach spielt und trotz aller körperlichen Beschwerden daraus Freude, Genugtuung und geistige Frische schöpft.

Er hat mir schon mehrfach von seinem italienischen Brief- und Fernschachfreund Dr. Vittorio Colo berichtet, der am 9. November 100 Jahre alt wird und bis vor fünf Jahren regelmäßig an den Veteranenweltmeisterschaften in der Leichtathletik teilnahm sowie viele WM-Titel mit in sein Heim in Mailand brachte (unwillkürlich muss ich bei dieser gelungenen körperlich-geistigen Synthese auch an unseren ebenfalls Schach spielenden Bundespräsidenten a.D. Richard von Weizsäcker denken). In Ermangelung einer Kombination von Signore Colo soll der 2010 mit 99 Jahren gestorbene, bis zuletzt geistig rege ungarische Großmeister Andor Lilienthal »aushelfen«.

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Musste sich Lilienthal als Weißer 1937 in Tiflis gegen Grigori Löwenfisch in dieser kuriosen Stellung mit vier Damen mit dem Damentausch abfinden oder konnte er vielleicht trotzdem in wenigen Zügen mattsetzen?

Schachlösung

Lösung aus Nr. 18:
Ein seltener Fall von Hilflosigkeit des Läuferpaars gegenüber den beiden Springern. Nach welchem schwarzen Sprung krönt sich einer der beiden Damenflügelbauern zu einer neuen Dame? Nach 1...Sbd1! gab Weiß schon auf, denn nach 2.axb4 a3 läuft der Bauer durch, während z.B. 2.Lxc3 Sxc3 3.Ld3 bxa3 4.Lc4 a2 5.Lxa2 Sxa2 den Läufer kostet und der verbliebene a-Bauer das Rennen macht

 
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