Flüchtlinge Auf dem Wasser verdurstet
Das Mittelmeer wird für immer mehr Flüchtlinge aus Libyen zur Todesfalle. Kennt Europa keine Gnade?
Operation »Lifeline« hat begonnen. In Abstimmung mit dem UN-Sicherheitsrat, der EU und der Nato werden in den nächsten Tagen mehrere Schiffe der deutschen Marine ins Mittelmeer auslaufen, um Bootsflüchtlinge zu retten und in mehrere europäische Aufnahmelager, darunter auch zwei in Deutschland, zu verteilen. Wie Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) am Dienstag vor der Presse verkündeten, sehe es die Bundesregierung als ihre Pflicht an, die humanitäre Katastrophe vor der libyschen Küste zu beenden. Seit Ende März sind im Mittelmeer über 800 Menschen bei dem Versuch ertrunken, in kleinen Booten aus dem umkämpften Libyen nach Italien zu gelangen. An Operation »Lifeline« beteiligen sich auch die Küstenwachen Italiens, Spaniens, Maltas und Griechenlands. Deutschland, so betonte Westerwelle, habe sich zwar bei der Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über eine Militärintervention in Libyen enthalten, doch müsse es nun humanitären Prinzipien und dem Flüchtlingsschutz gerecht werden. Das UN-Flüchtlingshilfswerk und mehrere Menschenrechtsorganisationen begrüßten die deutsche Initiative, Papst Benedikt XVI. sprach sogar von einer...
STOPP!
Alles erfunden. Bis auf eines: Seit Ende März sind nach Schätzungen des UNHCR tatsächlich mindestens 800 Menschen bei dem Versuch ertrunken, von Libyen über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen.
Sollten sich Berichte bestätigen, wonach Ende vergangener Woche ein Boot mit bis zu 600 Menschen vor der libyschen Küste auseinandergebrochen ist, könnte die Zahl der Toten um mehrere Hundert steigen. Blieben noch jene rund 72 Flüchtlinge zu erwähnen, die nach Recherchen der englischen Zeitung The Guardian am 25. März von Libyen aus Richtung Italien aufgebrochen und sechzehn Tage manövrierunfähig auf dem Mittelmeer umhergetrieben sein sollen. 61 Menschen, darunter mindestes zwei Kleinkinder, sind nach Aussagen von Überlebenden verdurstet und verhungert, obwohl es den Bootsinsassen nach wenigen Tagen auf See gelungen war, über einen katholischen Priester in Rom die italienische Küstenwache zu alarmieren. Überlebende behaupten, mindestens ein Militärhubschrauber und ein Flugzeugträger hätten ihr Boot gesichtet, ohne einen Rettungsversuch zu unternehmen. Die UN und der Europarat wollen den Vorfall nun untersuchen lassen.
Egal, was dabei herauskommt: Knapp zwei Monate nach der UN-Resolution 1973 und nach den ersten Angriffen westlicher Kampfbomber auf Stellungen der Armee Muammar al-Gadhafis steht man vor der Erkenntnis, dass ein erheblicher Teil der zivilen Opfer nicht durch Bomben und Kugeln gestorben ist, sondern durch unterlassene Hilfeleistung. Denn es gibt in dieser Militäroperation keinen koordinierten Schutz von Flüchtlingen. Es gibt bislang lediglich einen verzweifelten Hilferuf des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) an die europäischen Staaten, endlich eine effektive Aktion zur Rettung von Bootsflüchtlingen zu starten. Die Reaktion in London, Paris und Berlin? Schweigen.
Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verschleiern oft mehr, als sie klarstellen. Aber Resolution 1973 – besser bekannt unter dem Schlagwort »Stoppt Gadhafi!« – enthält einige sehr weitreichende Sätze. Am 17. März ermächtigte der Sicherheitsrat die UN-Mitgliedsstaaten, in Libyen »alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um von Angriffen bedrohte Zivilpersonen zu schützen« – mit Ausnahme der Entsendung von Besatzungstruppen. Seitdem beobachten AWACS-Flugzeuge jede Bewegung von Gadhafis Militäreinheiten, Flugzeugträger und kleinere Kriegsschiffe patrouillieren nahe der libyschen Küste, westliche Kampfjets bombardieren Kommandozentralen des Diktators. Und seitdem wähnt sich Europa, das in den vergangenen Jahren eher dazu neigte, arabischen Diktatoren Waffen zu verkaufen, als sie damit zu bekämpfen, wieder auf der richtigen Seite der Geschichte: Auf der Seite eines prodemokratischen Aufbruchs, der für jeden Einzelnen Freiheit und Würde einfordert. Dem steht nun eine düstere Zwischenbilanz von mindestens 800, wahrscheinlich über 1000 Toten gegenüber. Auch Flüchtlinge sind bedrohte Zivilpersonen, aber offenbar fallen sie nicht unter Resolution 1973.
- Datum 12.05.2011 - 16:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 12.5.2011 Nr. 20
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Unser Mitleid nutzt den Betroffenen leider nichts.
Dieses PermaSchlechtesgewissen , dass mir in diesem Artikel wieder einmal eingeredet wird, was soll ich damit anfangen. Ja , die Welt ist ungerecht und ich würde gern eine kostenlose Fluglinie nach allen Staaten einrichten, deren Bevölkerung in ihrem eigenen Staat keine Perspektive hat.
Leider sind dies aber alles keine Diplomingenieure , die wir so dringend brauchen und Strassenfeger haben wir genug.
Die Zustände in den Ursprungsländern zu ändern, das hört sich wieder auch sehr gut an, da wir aber nicht in diese Länder hineinregieren können , das wäre eine Art Kolonialismus, könen wir auch keine wirklichen Erfolge erzielen.
Sourcen wir unsere Arbeitsplätze also in diese Länder aus.
Da kommt bei unseren Arbeitnehmern aber auch keine Freude auf. ( denken wir schnell an Nokia und den Aufruhr )
Wer also eine konkrete Lösung zur Hand hat, der möge sich melden und unseren Respekt verdienen.
...aber wie rechtfertigt das jetzt bitteschön, dass man Flüchtlinge auf dem Mittelmeer einfach absaufen lässt? Die "unsichtbare" Grenze, die im Artikel erwähnt wird besteht ja nicht einfach so. Da schaun Menschen anderen beim Sterben zu, während hier bauernschlaue Weisheiten im Sinne: "Was ist Neokolonismus, oder nicht?" von sich gegeben werden.
Es gilt sich hier darüber klar zu werden, wie man konkret diese Mitmenschen vor Schaden schützt. Ethisch-moralisch sehe ich zumindest zur Hilfe keinerlei Alternative. Das Geld, um einen Mindeststandard an Menschlichkeit aufrecht zu erhalten, ist vorhanden. Wie es nach einer Rettung weitergeht, ist natürlich eine andere Frage...
zu 1
Sie fragen:
"Wer also eine konkrete Lösung zur Hand hat, der möge sich melden und unseren Respekt verdienen."
Die einfachste Lösung ist die, überhaupt keine Kriege zu führen.
Sehe ich die Situation in den anderen demonstrierenden arab.Staaten, wo sich das Ausland nicht eingemischt hat, fehlt es in diesen an sog. Flüchtlingen.
Einzig der Nato-Einsatz für die Rebellen in Libyen produzierte diese Flüchtlingswellen. Wobei nicht sicher ist, ob es Wirtschaftsflüchtlinge oder echt bedrohte Menschen sind.
Dann wurde vielfach berichtet, dass die libyischen "Flüchtlinge" also überwiegend Afrikaner aus anderen afr.Ländern und afrik. Gastarbeiter in Libyen von Schlepperbanden nach Europa gebracht werden, wäre es doch das Naheliegendste, diese Schlepperbanden auszuschalten.
Wenn die Nato meint, sie müsse zur Terrorbekämpfung oder Nationenbildung Kriege führen, die zwangsläufig auch Flüchtlinge produzieren, sollen die teilnehmenden Länder gezwungen werden, diese auch aufzunehmen.
In diesem Fall: F, GB, I und die USA.
"Leider sind dies aber alles keine Diplomingenieure , die wir so dringend brauchen und Strassenfeger haben wir genug."
Ja, es rechnet sich eben nicht - das alles sind NUR
M E N S C H E N.
Falls es also Ingenieure wären, würden Sie sie hereinlassen? Merken Sie eigentlich nicht, welcher Denkweise Sie aufsitzen? Im Übrigen nicht nur Sie, unsere Politiker auch. Interessanterweise ist Herr Rösler Vietnamese - er war zwar kein Boatpeople, sondern wurde adoptiert; man könnte also sagen, die Flüchtlinge (und deren Kinder) sind die Arbeiter von morgen. Wenn man die haben will, und das wollen Deutschlands Unternehmen ja, dann sollte man auch bereit sein, sie jetzt aufzunehmen und zu versorgen und langfristig auszubilden. Herr Rösler selbst wäre heute nicht Minister, hätten seine Adoptiveltern ihn nicht mitgenommen.
Wenn man nur davon ausgeht, was 'sich rechnet', kommt man nicht weit - von der menschenverachtenden Einstellung, die dahinter steht, garnicht zu reden.
Es ist eine Sache, Flüchtlinge aufzunehmen und "durchzufüttern".
Es ist aber eine ganz andere Sache, diese vor dem Ertrinken zu bewahren.
Mag es über ersteres meinetwegen noch Diskussionen geben, sollte doch zweiteres eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Natürlich stellt sich die Frage, wie es nach dem Herausfischen weitergeht, ob man die Menschen in Flüchtlingslagern "aufbewahrt", ob man sie umgehend zurückschickt oder was auch immer. Aber zumindest herausfischen sollte man sie, meinen Sie nicht?
Kommentar ist nur noch die Tatsache, dass er 37 Leser-Empfehlungen bekommen hat. Da braucht man sich wirklich nicht zu wundern, dass die Welt so aussieht, wie sie eben aussieht.
@ darthmax.
Diese Antwort ist sehr befremdlich, denn wir haben es mit verursacht und wollen nun nichts von den Menschen Wissen die auf dem Mittelmeer verdursten oder sonst auf schreckliche weiße ums leben kommen. Es ist schon mehr als Häme und Ablehnung.Denn unsere Westeuropäische Politik, die "Wir" gewählt haben uns zu vertreten, haben diese Leute Unterstützt, die Not ,Tod und Verfolgung und Versklavung, über Afrika gebracht haben. Es ist beschämend sich so aus der Affäre ziehen, in dem man sie als nicht brauchbar, dem Tode preis gibt.Mit welche Ironie hier über das Leben entschieden wird, wie man Politiker Unterstützen kann, die es verursachen, die es Sichtbar, deutlich Öffentlich, machen, die die EU-Mitgliedstaaten die betroffen sind ,stehen lassen wie die Trottel,ihnen ein paar Millionen zu werfen, wie einem Hund den Knochen.Und glauben damit alles getan
zu haben. Es ist Menschen verachtend, und widerspricht der deutschen Verpflichtung, Humanität gegen über jedem zu Üben der in Not geraten ist,in Artikel 16a des Grundgesetzes ist dies geregelt.Der hinweis das es sich in einen anderes EU Land spielt eine untergeordnet rolle da das Eu- als Gemeinschaft zu handeln hat,und somit die Verantwortung auf alle Mitgliedsstaaten verteilt.
...aber wie rechtfertigt das jetzt bitteschön, dass man Flüchtlinge auf dem Mittelmeer einfach absaufen lässt? Die "unsichtbare" Grenze, die im Artikel erwähnt wird besteht ja nicht einfach so. Da schaun Menschen anderen beim Sterben zu, während hier bauernschlaue Weisheiten im Sinne: "Was ist Neokolonismus, oder nicht?" von sich gegeben werden.
Es gilt sich hier darüber klar zu werden, wie man konkret diese Mitmenschen vor Schaden schützt. Ethisch-moralisch sehe ich zumindest zur Hilfe keinerlei Alternative. Das Geld, um einen Mindeststandard an Menschlichkeit aufrecht zu erhalten, ist vorhanden. Wie es nach einer Rettung weitergeht, ist natürlich eine andere Frage...
zu 1
Sie fragen:
"Wer also eine konkrete Lösung zur Hand hat, der möge sich melden und unseren Respekt verdienen."
Die einfachste Lösung ist die, überhaupt keine Kriege zu führen.
Sehe ich die Situation in den anderen demonstrierenden arab.Staaten, wo sich das Ausland nicht eingemischt hat, fehlt es in diesen an sog. Flüchtlingen.
Einzig der Nato-Einsatz für die Rebellen in Libyen produzierte diese Flüchtlingswellen. Wobei nicht sicher ist, ob es Wirtschaftsflüchtlinge oder echt bedrohte Menschen sind.
Dann wurde vielfach berichtet, dass die libyischen "Flüchtlinge" also überwiegend Afrikaner aus anderen afr.Ländern und afrik. Gastarbeiter in Libyen von Schlepperbanden nach Europa gebracht werden, wäre es doch das Naheliegendste, diese Schlepperbanden auszuschalten.
Wenn die Nato meint, sie müsse zur Terrorbekämpfung oder Nationenbildung Kriege führen, die zwangsläufig auch Flüchtlinge produzieren, sollen die teilnehmenden Länder gezwungen werden, diese auch aufzunehmen.
In diesem Fall: F, GB, I und die USA.
"Leider sind dies aber alles keine Diplomingenieure , die wir so dringend brauchen und Strassenfeger haben wir genug."
Ja, es rechnet sich eben nicht - das alles sind NUR
M E N S C H E N.
Falls es also Ingenieure wären, würden Sie sie hereinlassen? Merken Sie eigentlich nicht, welcher Denkweise Sie aufsitzen? Im Übrigen nicht nur Sie, unsere Politiker auch. Interessanterweise ist Herr Rösler Vietnamese - er war zwar kein Boatpeople, sondern wurde adoptiert; man könnte also sagen, die Flüchtlinge (und deren Kinder) sind die Arbeiter von morgen. Wenn man die haben will, und das wollen Deutschlands Unternehmen ja, dann sollte man auch bereit sein, sie jetzt aufzunehmen und zu versorgen und langfristig auszubilden. Herr Rösler selbst wäre heute nicht Minister, hätten seine Adoptiveltern ihn nicht mitgenommen.
Wenn man nur davon ausgeht, was 'sich rechnet', kommt man nicht weit - von der menschenverachtenden Einstellung, die dahinter steht, garnicht zu reden.
Es ist eine Sache, Flüchtlinge aufzunehmen und "durchzufüttern".
Es ist aber eine ganz andere Sache, diese vor dem Ertrinken zu bewahren.
Mag es über ersteres meinetwegen noch Diskussionen geben, sollte doch zweiteres eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.
Natürlich stellt sich die Frage, wie es nach dem Herausfischen weitergeht, ob man die Menschen in Flüchtlingslagern "aufbewahrt", ob man sie umgehend zurückschickt oder was auch immer. Aber zumindest herausfischen sollte man sie, meinen Sie nicht?
Kommentar ist nur noch die Tatsache, dass er 37 Leser-Empfehlungen bekommen hat. Da braucht man sich wirklich nicht zu wundern, dass die Welt so aussieht, wie sie eben aussieht.
@ darthmax.
Diese Antwort ist sehr befremdlich, denn wir haben es mit verursacht und wollen nun nichts von den Menschen Wissen die auf dem Mittelmeer verdursten oder sonst auf schreckliche weiße ums leben kommen. Es ist schon mehr als Häme und Ablehnung.Denn unsere Westeuropäische Politik, die "Wir" gewählt haben uns zu vertreten, haben diese Leute Unterstützt, die Not ,Tod und Verfolgung und Versklavung, über Afrika gebracht haben. Es ist beschämend sich so aus der Affäre ziehen, in dem man sie als nicht brauchbar, dem Tode preis gibt.Mit welche Ironie hier über das Leben entschieden wird, wie man Politiker Unterstützen kann, die es verursachen, die es Sichtbar, deutlich Öffentlich, machen, die die EU-Mitgliedstaaten die betroffen sind ,stehen lassen wie die Trottel,ihnen ein paar Millionen zu werfen, wie einem Hund den Knochen.Und glauben damit alles getan
zu haben. Es ist Menschen verachtend, und widerspricht der deutschen Verpflichtung, Humanität gegen über jedem zu Üben der in Not geraten ist,in Artikel 16a des Grundgesetzes ist dies geregelt.Der hinweis das es sich in einen anderes EU Land spielt eine untergeordnet rolle da das Eu- als Gemeinschaft zu handeln hat,und somit die Verantwortung auf alle Mitgliedsstaaten verteilt.
...Und seitdem wähnt sich Europa, das in den vergangenen Jahren eher dazu neigte, arabischen Diktatoren Waffen zu verkaufen, als sie damit zu bekämpfen, wieder auf der richtigen Seite der Geschichte:...
...
Auf der richtigen Seite der Geschichte zu gelangen, heißt den Krieg als Mittel der Zwangsdemokratisierung sich zu verbitten.
"Auf der Seite eines prodemokratischen Aufbruchs, der für jeden Einzelnen Freiheit und Würde einfordert."
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Geben wir doch den Kräften des ´prodemokratischen Aufbruch` in Libyen, oder dem ´befreiten´ Tunesien, oder dem demokratischen Ägypten die materiellen Möglichkeiten, den 20.000 Flüchtlingen eine annehmbare Unterkunft und Versorgung bis zur Klärung zu gewähren.
Wenn die meisten Flüchtlinge Richtung Europa schwarzafrikanische Gastarbeiter in Lybien waren/sind, dann muss ich hier mal festhalten: Die flüchten in die falsche Richtung!
Ich habe absolutes Verständnis dafür, wenn man politischen Flüchtlingen hilft. Aber sorry, für mich sind das keine politischen, sondern Wirtschaftsflüchtlinge. Die gingen aus wirtschaftlichen Gründen nach Lybien und da es dort mittlerweile wirtschaftlich nicht mehr läuft, wollen sie weiter: nach Europa.
Ich denke man sollte es nicht unterstützen, dass schwarzafrikanische Staaten dermaßen ausbluten, was ihre (qulifizierten?) Arbeitskräfte angeht - sonst wird die Flüchtlingsproblematik nie enden, weil a) der Grund der Flucht (wirtschaftliche Armut) nicht behoben wird und b) auch noch der Anreiz zum Abhauen größer wird, je offener sich die EU gibt.
Also wenn es den Schwarzafrikanern in Lybien nicht mehr gefällt, können sie - grob gesagt - ja auch nach Hause gehen und da etwas bewirken.
Wären Sie einer der afrikanischen Flüchtlinge, würden Sie vermutlich auch erst klären, ob Sie zur Kategorie der politischen Flüchtlinge oder der Wirtschaftsflüchtlinge zählen, um sich dann aus Gründen der Logik und reiner Selbstlosigkeit für ihr Herkunftsland zu entscheiden (das Sie ursprünglich aus rätselhaften Gründen verlassen haben).
Wer will schon in ein Land leben, in dem die Lebenserwartung fast doppelt so hoch ist wie im eigenen und man sich keine Sorgen um die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse machen muss, wenn man die Möglichkeit hat sein Heimatland aus den Zwängen der Diktatur zu befreien und/oder das Wirtschaftswachstum anzukurbeln...
Arm, aber heldenhaft!
Flüchtlingen aus Libyen zu empfehlen in Ihre kriegszerütteten Heimatländer zurückzukehren halte ich für moralisch sehr fragwürdig.
Ihrer Logik nach,sollte man bei der Rettung auf See unterscheiden ,ob es sich um wirtschafts oder um politische Flüchtlinge handelt ,die Einen rettet man ,die Anderen lässt man absaufen ?
gerade, ob Sie das auch empfehlen würden, wenn es sich nicht um Schwarzafrikaner, sondern um Weißafrikaner handeln würde.
Wären Sie einer der afrikanischen Flüchtlinge, würden Sie vermutlich auch erst klären, ob Sie zur Kategorie der politischen Flüchtlinge oder der Wirtschaftsflüchtlinge zählen, um sich dann aus Gründen der Logik und reiner Selbstlosigkeit für ihr Herkunftsland zu entscheiden (das Sie ursprünglich aus rätselhaften Gründen verlassen haben).
Wer will schon in ein Land leben, in dem die Lebenserwartung fast doppelt so hoch ist wie im eigenen und man sich keine Sorgen um die grundlegenden menschlichen Bedürfnisse machen muss, wenn man die Möglichkeit hat sein Heimatland aus den Zwängen der Diktatur zu befreien und/oder das Wirtschaftswachstum anzukurbeln...
Arm, aber heldenhaft!
Flüchtlingen aus Libyen zu empfehlen in Ihre kriegszerütteten Heimatländer zurückzukehren halte ich für moralisch sehr fragwürdig.
Ihrer Logik nach,sollte man bei der Rettung auf See unterscheiden ,ob es sich um wirtschafts oder um politische Flüchtlinge handelt ,die Einen rettet man ,die Anderen lässt man absaufen ?
gerade, ob Sie das auch empfehlen würden, wenn es sich nicht um Schwarzafrikaner, sondern um Weißafrikaner handeln würde.
Geld ist mehr Wert als Menschenleben.
So läuft die Gesellschaft im Kapitalismus!
Warum sollten wir die Flüchtlinge sonst nicht aufnehmen?
SIE können nach Belieben Flüchtlinge bei sich Zuhause aufnehmen und IHR Geld dafür verwenden, diese zu erhalten!
Weiter ist nichts dazu zu sagen.
SIE können nach Belieben Flüchtlinge bei sich Zuhause aufnehmen und IHR Geld dafür verwenden, diese zu erhalten!
Weiter ist nichts dazu zu sagen.
Vielleicht ist das Gesicht Europas in dieser Situation auch nur jenes, dass identisch ist mit dem was aus Volkes Mund zum Teil geäußert wird. Schön hier in den Kommentaren nach zu lesen. Aber wie feige, wie unmodern und wenig in die Zukunft gerichtet ist dieses Gesicht. Was für eine schlechte Offenbarung. Welcher Hohn das Deutschland so 100 Flüchtlinge aufnehmen wird. Mit einer Regierungspartei, die das C in ihrem Namen mißbraucht. Eigentlich eklig. Ehrlicher wäre keiner gewesen. Soll das niemandem auffallen? Lieber mal für ein paar Millionen unsere Straßen, Brücken, Gasometer, SChlösser renovieren.
Ist das modern? Was ist denn das für ein Europa? Ist es das wo Seele und Geist in Vereinigungsverträgen u.ä. gefehlt haben? Tja da haben schon ganz Andere zum Teil vereinzelter, jünger, einsamer mehr Würde und Anstand gezeigt, als das ganze Europa.
Sie schreiben: "Aber wie feige, wie unmodern und wenig in die Zukunft gerichtet ist dieses Gesicht. .... ist das Gesicht Europas" .
Es bleibt jedem offen, auch Ihnen, einen oder 100 Flüchtlinge in seinem/Ihrem Haus/Wohnung auf eigene Kosten aufzunehmen. Teilen Sie uns bitte mit, wieviele Sie bisher aufgenommen haben. Vielleicht finden sich dann Nachahmer.
Sie schreiben: "Aber wie feige, wie unmodern und wenig in die Zukunft gerichtet ist dieses Gesicht. .... ist das Gesicht Europas" .
Es bleibt jedem offen, auch Ihnen, einen oder 100 Flüchtlinge in seinem/Ihrem Haus/Wohnung auf eigene Kosten aufzunehmen. Teilen Sie uns bitte mit, wieviele Sie bisher aufgenommen haben. Vielleicht finden sich dann Nachahmer.
»alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um von Angriffen bedrohte Zivilpersonen zu schützen« in Resolution 1973 bedeutet nicht, über Wirtschaftsflüchtlinge (was ist das: Menschen, die in der Kneipe die Zeche geprellt haben?) zu räsonnieren sondern Fluchtkorridore zu schaffen! Das dürfen auch die Mitgliedsstaaten der UN, welche nicht für die Resolution gestimmt haben.
Die europäische Flüchtlingspolitik ist eine Schande! Und die deutsche ist eine Schande im Quadrat! Es stünde unserem Innenminister, welcher sich gern in historischen Tatsachen vertut, gut an, über UNHCR sowohl Tunesien wie Ägypten ein Kontingent von 50.000 Libyen-Flüchtlingen abzunehmen. Und unserem neuen Minister der Verteidigung hätte es gut zu Gesicht gestanden, die deutschen Pötte aus dem Mittelmeer nicht abzuziehen, sondern ihnen Order zum Aufnehmen von übers Meer flüchtenden Menschen zu geben.
Wer davon nun Flüchtling vor politisch motivierter staatlicher Verfolgung, wer 'Wanderarbeiter' und wer einfach 'nur' Kriegsflüchtling ist, das läßt sich später an Land in aller Ruhe feststellen.
für Ihren Kommentar und Danke auch an Andrea Böhm für diesen Artikel, den manche offensichtlich nur so lesen, wie sie ihn lesen wollen und so lamentieren, wie eben in der Politik und sonstwo lamentiert wird (leider können die nichts, sollen sie doch ins Innere Afrikas zurückkehren, leider haben die nicht die Qualifikationen, die wir brauchen). Ich kann nur sagen: es erfüllt mich mit Scham, Scham angesichts der vielen ertrinkenden Menschen und Scham auch über die Gleichgültigkeit, die Mitleidslosigkeit, die Hartherzigkeit, über das Berechnende ... Gut, dass es auch noch andere Stimmen gibt, auch wenn man, auch anderswo hier im Forum sieht, dass der Beifall (die "Empfehlungen") sehr oft an die gehen, die die nationalen deutschen Interessen vertreten, und damit ganz eindeutig nicht die der Menschlichkeit.
sind an Scheinheiligkeit kaum noch zu übertreffen,eine Schande
wie mit dem Elend der Flüchtlinge umgegangen wird.Aus -humanitären Gründen- wird in Libyen ein Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen,Aufständische werden grosszügig unterstützt,man besitzt die Fähigkeit in Gadhafis Palästen die Kloschüssel zu treffen,erkennt aber in dem gut überwachten Seeraum vor Libyen keine Fahrzeuge in Seenot.Diese vorsetzliche unterlassene Hilfeleistung empfinde ich nicht nur als Schande ,sondern als Verbrechen,das auf jeden Fall geahndet werden muss.
Und wer soll die Flüchtlinge aufnehmen?
Ihre Ideen in allen Ehren und ich stimme denen auch größtenteils zu, aber wissen sie um die Kosten?
Sollten alle 50.000 Flüchtlinge arbeitslos bleiben und ALG 2 beziehen, dann sind das nur durch die 365 Euro monatl. schon 18,2 Millionen Euro an Mehrkosten monatlich, nicht eingerechnet Wohnung usw usf.
Sollten Kinder dazukommen dann kostet das wieder Schulkosten, Integrationskurse usw usf.
Von einer arbeitlichen Weiterqualifizierung und Ausbildung gar nicht zu sprechen!
Und das ist doch erst der Anfang oder denken sie, dass es bei den wenigen Flüchtlingen bleiben wird?
In anderen europäischen Ländern werden wir genau die selben Probleme haben bzw. haben wir schon. Stichwort: Spanien
Ihre altruistische Weltansicht in allen Ehren, aber wie wollen sie die finanzieren?
für Ihren Kommentar und Danke auch an Andrea Böhm für diesen Artikel, den manche offensichtlich nur so lesen, wie sie ihn lesen wollen und so lamentieren, wie eben in der Politik und sonstwo lamentiert wird (leider können die nichts, sollen sie doch ins Innere Afrikas zurückkehren, leider haben die nicht die Qualifikationen, die wir brauchen). Ich kann nur sagen: es erfüllt mich mit Scham, Scham angesichts der vielen ertrinkenden Menschen und Scham auch über die Gleichgültigkeit, die Mitleidslosigkeit, die Hartherzigkeit, über das Berechnende ... Gut, dass es auch noch andere Stimmen gibt, auch wenn man, auch anderswo hier im Forum sieht, dass der Beifall (die "Empfehlungen") sehr oft an die gehen, die die nationalen deutschen Interessen vertreten, und damit ganz eindeutig nicht die der Menschlichkeit.
sind an Scheinheiligkeit kaum noch zu übertreffen,eine Schande
wie mit dem Elend der Flüchtlinge umgegangen wird.Aus -humanitären Gründen- wird in Libyen ein Bürgerkrieg vom Zaun gebrochen,Aufständische werden grosszügig unterstützt,man besitzt die Fähigkeit in Gadhafis Palästen die Kloschüssel zu treffen,erkennt aber in dem gut überwachten Seeraum vor Libyen keine Fahrzeuge in Seenot.Diese vorsetzliche unterlassene Hilfeleistung empfinde ich nicht nur als Schande ,sondern als Verbrechen,das auf jeden Fall geahndet werden muss.
Und wer soll die Flüchtlinge aufnehmen?
Ihre Ideen in allen Ehren und ich stimme denen auch größtenteils zu, aber wissen sie um die Kosten?
Sollten alle 50.000 Flüchtlinge arbeitslos bleiben und ALG 2 beziehen, dann sind das nur durch die 365 Euro monatl. schon 18,2 Millionen Euro an Mehrkosten monatlich, nicht eingerechnet Wohnung usw usf.
Sollten Kinder dazukommen dann kostet das wieder Schulkosten, Integrationskurse usw usf.
Von einer arbeitlichen Weiterqualifizierung und Ausbildung gar nicht zu sprechen!
Und das ist doch erst der Anfang oder denken sie, dass es bei den wenigen Flüchtlingen bleiben wird?
In anderen europäischen Ländern werden wir genau die selben Probleme haben bzw. haben wir schon. Stichwort: Spanien
Ihre altruistische Weltansicht in allen Ehren, aber wie wollen sie die finanzieren?
Die Nato operiert in Libyen unter dem Deckmantel des humanitären Einsatzes. Gleichzeitig kommen unter ihrer Aufsicht (Dutzende Natokriegsschiffe kreuzen im Mittelmeer) Hunderte Flüchtlinge im Mittelmeer um.
Ab sofort darf sich die Nato nicht mehr mit dem Mäntelchen der humanitären Hilfe schmücken.
Die Nato hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt.
Und was mich an der ganzen Geschichte mit Gaddafi wundert.
Auf jeder Chinareise werden die Chinesen auf die Menschenrechte hingewiesen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ein europäischer Politiker versucht hätte, Gaddafi zu mehr Demokratie zu bewegen.
Ein Versuch wäre es wert gewesen, denn der Mann ist hochintelligent.
zu 8
Meines Wissens, aus zig Links hier bei Zeit online und auch aus Berichten auf Zeit online, hatte Gaddafi freie Wahlen angeboten, damit die Bomberei aufhören solle.
Aber die beteiligten Staaten haben das Angebot abgelehnt und weiter gebombt. Sie WOLLEN den Krieg gegen Gaddafi und nehmen dabei ALLES in Kauf.
zu 8
Meines Wissens, aus zig Links hier bei Zeit online und auch aus Berichten auf Zeit online, hatte Gaddafi freie Wahlen angeboten, damit die Bomberei aufhören solle.
Aber die beteiligten Staaten haben das Angebot abgelehnt und weiter gebombt. Sie WOLLEN den Krieg gegen Gaddafi und nehmen dabei ALLES in Kauf.
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