Film "Fluch der Karibik" Alles Quatsch!

Im Grunde gibt es trotz vieler Änderungen am Personal nichts Neues zu berichten über den jüngsten "Fluch der Karibik". Wunderbar anzuschauen ist er dennoch.

Streng genommen sollte man über diesen Film keine guten Worte verlieren. Wieder dieser Pirat, der graziös tuntig über die Weltmeere schippert. Entwicklungsresistenter Charakter, auch in Folge vier frei von Überraschungen. Wieder diese martialisch-kitschige Eiskunstläufer-Musik. Und wieder diese schlichte Seemannsgarngeschichte, die durch ein Bündel Nebenstränge verstärkt werden muss.

Alles Quatsch!, werden die Fans nun rufen. Dieser vierte Fluch der Karibik ist doch ganz anders als all die anderen: Es gibt keine Keira Knightley mehr. Dafür kämmt sich Penélope Cruz als Angelica – Piratin, Antipodin, Exgeliebte und vielleicht frisch Verliebte – mit Johnny Depp durch den Dschungel. Auch Orlando Bloom ist ausgetauscht, in der Rolle des handsome boy ersetzt ihn Sam Claflin, der den Expeditionstross als Missionar begleitet. Gänzlich neu ist der furchterregende Kapitän Blackbeard, Angelicas Vater, der nach der sagenumwobenen Quelle der Jugend lechzt, um dessen Entdeckung er sich mit Expeditionen aus Spanien und England balgt.

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Und, ja, die Fans haben natürlich recht. Spannender macht die Frischzellenkur den Film aber nicht. Doch darum geht es auch nicht, wenn Johnny Depp, am Kronleuchter schwingend, der britischen Majestät entkommt und sich, an Kokospalmen gefesselt, mit seinem alten Erzfeind Captain Barbossa einen Drink aus dessen abgeschraubtem Holzbein genehmigt. Es geht um die diebisch-kindliche Freude an all dem Hokuspokus, den ein Kinosommerspektakel bieten kann.

Es sind die kleinen Geistesblitze, die auch beim vierten Anlauf Spaß machen. Da ist der herrlich ins Lächerliche gezogene König George II., dessen zerknautschtes Schweinsgesicht sich verdattert in Falten legt, wenn Jack Sparrow auf seine reich gedeckte Tafel springt. Da ist die ironische Volte, als Captain Sparrow kurz vor dem finalen Fight zwischen Blackbeards und Barbossas Truppen inmitten der testosterongeschwängerten Luft den Kämpfern zuruft, dass sich doch nur die beiden Anführer hassen. Alle nicken – und stürzen sich trotzdem in die Schlacht. Selbst das präpubertäre Gebalge zwischen Johnny Depp und Penélope Cruz hat in seiner Plattheit etwas Anziehendes.

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Ja ja, eigentlich sollte man nichts Gutes über diesen Film schreiben. Aber einfach anschauen kann man ihn sich wunderbar.

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Leser-Kommentare
  1. [...]

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er

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    [...]

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    [...]

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  2. 2. Filme!

    Ich glaube ohnehin, dass Filme aus Prinzip etwas schlechtes sind. Wenn Gott gewollt hätte das wir Film sehen hätte er uns dazu gezwungen!

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    • hmber
    • 19.05.2011 um 10:11 Uhr

    Ich wundere mich manchmal über die Gedankengänge anderer Menschen und bin froh, dass nicht jede Krankheit ansteckend ist. Gott wollte auch nicht, dass wir solche Kommentare schreiben, sonst hätte er uns gezwungen, um in Ihrem Jargon zu bleiben.

    Bitte kehren Sie alle zu einer sachlichen Diskussion zurück. Danke. Die Redaktion/er

    • MJB
    • 19.05.2011 um 22:14 Uhr

    ... ihren Kommentar gerade empfehlen, da ist mir aufgrund ihrer sonstigen Kommentare aufgefallen, dass es sich hierbei wohl nicht um einen ironisch gemeinten Witz handelt.
    So möchte ich ihnen hier lediglich mein aufrichtiges Mitleid aussprechen.

    • hmber
    • 19.05.2011 um 10:11 Uhr

    Ich wundere mich manchmal über die Gedankengänge anderer Menschen und bin froh, dass nicht jede Krankheit ansteckend ist. Gott wollte auch nicht, dass wir solche Kommentare schreiben, sonst hätte er uns gezwungen, um in Ihrem Jargon zu bleiben.

    Bitte kehren Sie alle zu einer sachlichen Diskussion zurück. Danke. Die Redaktion/er

    • MJB
    • 19.05.2011 um 22:14 Uhr

    ... ihren Kommentar gerade empfehlen, da ist mir aufgrund ihrer sonstigen Kommentare aufgefallen, dass es sich hierbei wohl nicht um einen ironisch gemeinten Witz handelt.
    So möchte ich ihnen hier lediglich mein aufrichtiges Mitleid aussprechen.

  3. 3. Hey...

    [...]

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    Antwort auf "Pardon, ..."
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    [...]

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    [...]

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  4. 4. Oh,...

    [...]

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    Antwort auf "Hey..."
  5. Dieser Film gehört sicherlich mehr in die Gruppe des Unterhaltungskinos statt zum Programmkino.
    Daher stellt sich mir die Frage, muss man alles bis ins letzte Detail analysieren, differenziert betrachten und auseinander nehmen?

    Warum nicht mal abschalten, die Eindrücke einer wunderbaren Landschaft (Hawaii) auf sich wirken lassen, der harten Realität entfliehen und einfach mal träumen?
    Auch geniessen können muss erlernt sein.

    Michael Bauer

    • hmber
    • 19.05.2011 um 10:11 Uhr

    Ich wundere mich manchmal über die Gedankengänge anderer Menschen und bin froh, dass nicht jede Krankheit ansteckend ist. Gott wollte auch nicht, dass wir solche Kommentare schreiben, sonst hätte er uns gezwungen, um in Ihrem Jargon zu bleiben.

    Bitte kehren Sie alle zu einer sachlichen Diskussion zurück. Danke. Die Redaktion/er

    Antwort auf "Filme!"
  6. Die etwas versnobten, verbohrten, verbildeten Onlinekommentare waren zu erwarten und gehören zum Geschäft, nicht? Ich selbst schätze solche Filme. Ja, und hierfür braucht es keine Relativierung. Ich verstehe, dass jemand, der den ganzen Tag arbeitet oder sich zur Schau stellt, lieber von Haneke, Godard oder oder oder spricht. Ich für meinen Teil schätze solche Filme und Shows vornehmlich am Ende eines vergeistigten Tages. Es spricht nichts gegen Haneke und Godard, aber neben Hegel, Quine oder Shannon wirken solche Autoren dann doch schrecklich bemüht und überflüssig – an anderen Tagen vielleicht weniger. Aber ob Flucht der Karibik 4, das ohnehin in aller Munde ist, in der Printausgabe eines Massenmediums besprochen werden muss, ist doch die interessantere Frage. Viele Grüße

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    Da werden Sie aber nun ein wenig unfair. Welcher Regisseur der Filmgeschichte ist denn jemals wieder an die Maßstäbe herangekommen, die Hegel (oder G.W.F., wie gute Freunde ihn nennen) mit seinen opulenten Meisterwerken wie "Grundlinien der Philosophie des Rechts" oder dem oscarprämierten Blockbuster "Phänomenologie der Karibik" gesetzt hat (letzteres übrigens eindeutig Inspirationsquelle für den im Artikel demonstrativ nicht besprochenen Film)? An den Filmen stimmt einfach alles, die Besetzung ist hervorragend, die Kameraführung brillant, und ein kongenialer Regieeinfall jagt den nächsten. Und Quines kühler und analytischer Bildersprache, seinem antidogmatischen Regiegestus sind nun auch wirklich die wenigsten gewachsen.

    Da werden Sie aber nun ein wenig unfair. Welcher Regisseur der Filmgeschichte ist denn jemals wieder an die Maßstäbe herangekommen, die Hegel (oder G.W.F., wie gute Freunde ihn nennen) mit seinen opulenten Meisterwerken wie "Grundlinien der Philosophie des Rechts" oder dem oscarprämierten Blockbuster "Phänomenologie der Karibik" gesetzt hat (letzteres übrigens eindeutig Inspirationsquelle für den im Artikel demonstrativ nicht besprochenen Film)? An den Filmen stimmt einfach alles, die Besetzung ist hervorragend, die Kameraführung brillant, und ein kongenialer Regieeinfall jagt den nächsten. Und Quines kühler und analytischer Bildersprache, seinem antidogmatischen Regiegestus sind nun auch wirklich die wenigsten gewachsen.

  7. Also mich würde ja interesseiren, ob der Film noch irgendwie lustig ist und originelle GAGS hat. Die Beschreibung im letzten Absatz gibt m.E. nicht viel her.

    Den 3. Teil habe ich nie zuende gesehen, weil ich ihn langweilig fand und einschlief. Allahseidank bin ich dafür nicht ins Kino gegangen ...

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