WirtschaftswissenschaftenAus zwei mach eins

BWL und VWL verschmelzen in den Wirtschaftswissenschaften zu einem Studium mit vielen Möglichkeiten.

Ein bisschen himmelhoch jauchzend und gleichzeitig ziemlich betrübt – wären die Wirtschaftswissenschaften ein Mensch, dann müsste man sich fast um dessen Gefühlshaushalt sorgen. Einerseits gibt es in Lehre und Forschung gute Gründe für Sektlaune: Die Wirtschaftswissenschaften zählen seit Jahren zu den beliebtesten Studienfächern . Außerdem stellt man sich selbstbewusster dem internationalen Vergleich: »Deutsche Wirtschaftswissenschaftler haben in der Forschung in den letzten Jahren enorm aufgeholt. Gerade die Nachwuchswissenschaftler stehen in internationalem Wettbewerb – und sind zunehmend erfolgreich«, sagt Dodo zu Knyphausen-Aufseß, stellvertretender Vorsitzender im Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft und Mitglied der internationalen Vereinigung akademischer Verbände der Betriebswirtschaftslehre.

Andererseits: Die Finanzkrise liegt noch nicht lange zurück. Und die Sinnkrise, in der viele Ökonomen ihr Fach seither sehen, ist noch lange nicht durchgestanden. »Die Finanzkrise war ein Desaster – für die ganze Disziplin«, sagt Bernhard Herz, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth und Mitglied im wirtschaftspolitischen Ausschuss des Vereins für Socialpolitik.

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Studierende scheint das kaum abzuschrecken – für sie sind Wirtschaftswissenschaften nach wie vor attraktiv. Im vergangenen Wintersemester waren es rund 69.000, die sich für das Fach eingeschrieben hatten. Damit gehört es, wie in vielen Jahren zuvor, zu den Top Ten der beliebtesten Studiengänge. Auf dem ersten Platz liegt, immerhin schon seit 1986, Betriebswirtschaftslehre. Volkswirtschaftslehre wird weitaus seltener belegt. Mit Studiengängen, die nicht BWL oder VWL im Titel tragen, sondern allgemeiner »Wirtschaftswissenschaften«, versuchen Hochschulen, beiden Disziplinen in der Lehre gerecht zu werden und die oft künstlichen Gräben zwischen den Fachrichtungen zu überwinden. Den alten Spruch »VWLer kommen arm in den Himmel, BWLer reich in die Hölle« können Wirtschaftswissenschaftsabsolventen einfach überhören. Denn sie kommen überallhin – in Unternehmen, Banken, Beratungen, aber auch in internationale Organisationen und die Politikberatung.

»Wir setzen auf eine breite Grundlagenausbildung für das ganze Feld der Wirtschaftswissenschaften, sowohl in BWL als auch in VWL«, sagt Eveline Wuttke, Studiendekanin an der Universität Frankfurt am Main. Eigentlich keine ganz neue Idee. Denn vor der Einführung von Bachelor und Master besuchten BWLer und VWLer viele Vorlesungen gemeinsam – etwa in Finanzierung, Mikro- und Makroökonomie oder Rechnungswesen. Doch während man sich damals auch nach drei Semestern Grundlagenstudium noch recht problemlos für eine von beiden Richtungen entscheiden konnte, ist das beim Bachelor nicht mehr ganz so einfach. Es sei denn, man bewirbt sich erneut um einen Studienplatz. In der fächerübergreifenden Basis sieht Georg Gebhardt, Leiter des Instituts für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Ulm, denn auch einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem spezialisierteren Angebot: »Durch das verkürzte Abitur sind die Studenten heute jünger und wissen es zu schätzen, wenn sie sich nicht sofort zwischen BWL und VWL entscheiden müssen.«

Bisher wurden Wirtschaftswissenschaften im CHE-Ranking entweder der BWL oder der VWL zugerechnet. Jetzt werden 27 Studienangebote separat aufgelistet. »In den letzten Jahren hat sich ein stärkeres Selbstverständnis des Faches herausgebildet, das mit einem Zuwachs an Studienangeboten einherging. Deshalb haben wir dieses Jahr ein eigenes Ranking eingeführt«, erklärt Petra Giebisch vom CHE. Besonders gut studieren lässt sich das Fach nicht nur in Frankfurt und Ulm, sondern auch in Bielefeld, Passau, Witten/Herdecke und Wuppertal. Bei der Bewertung der Forschungsleistung wurden BWL und VWL separat berücksichtigt und sowohl die Forschungsgelder als auch Publikationen bewertet. Trotzdem sollten sich Studieninteressierte nicht nur das Ranking genau ansehen, sondern sich auch im Internet über das Studienprogramm informieren und vielleicht auch einen Tag der offenen Tür nutzen, rät die Frankfurter Studiendekanin Wuttke. Dort können angehende Studenten am ehesten erfahren, was im Studium auf sie zukommt.

Leserkommentare
  1. Zwischen diesen beiden Dingen muss man sich entscheiden. Wer ersteres möchte, soll BWL studieren, weil letzteres möchte, VWL. Entsprechend haben die beiden Fächer auch weniger miteinander zu tun, als es erscheinen mag. In der BWL lernt man, wie man als Akteur in der Wirtschaft zu funktionieren hat, in der VWL lernt und erforscht man, wie die Wirtschaft insgesamt funktioniert.

    Ein Vergleich mir anderen Disziplinen lässt sich schwer anstellen, da es sich eben um den besonderen Fall der Erforschung der Gesellschaft handelt. Der Volkswirt als Forscher ist also selbst Teil des Untersuchungsgegenstandes. Der Betriebswirt hat dieses Problem überhaupt, höchstens in der Form, dass alle "Forscher", Lehrende und Lernende potentiell Konkurrenten sind. Eine gewisse Parallele findet man bei den Theologen und Religionswissenschaften. Erstere lernen, wie man eine Religion ausübt, letztere forschen ÜBER die Religionen an sich.

    Es muss wohl angemerkt werden, daß die Volkswirte in einer gemeinsamen Fakultät wohl dankbar um das Geld aus der Wirtschaft sind, dass die Betriebswirte natürlich wesentlich leichter und größeren Mengen heranschaffen als die Volkswirte selbst. Dennoch sollte man diese Praxis nicht legitimieren, in dem man die beiden Fächer eine fachliche Nähe unterstellt, die es nicht gibt.

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    • keox
    • 28.05.2011 um 22:33 Uhr

    "Eine gewisse Parallele findet man bei den Theologen und Religionswissenschaften. Erstere lernen, wie man eine Religion ausübt, letztere forschen ÜBER die Religionen an sich."

    • keox
    • 28.05.2011 um 22:33 Uhr

    "Eine gewisse Parallele findet man bei den Theologen und Religionswissenschaften. Erstere lernen, wie man eine Religion ausübt, letztere forschen ÜBER die Religionen an sich."

    • keox
    • 28.05.2011 um 22:33 Uhr

    "Eine gewisse Parallele findet man bei den Theologen und Religionswissenschaften. Erstere lernen, wie man eine Religion ausübt, letztere forschen ÜBER die Religionen an sich."

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    • keox
    • 28.05.2011 um 22:49 Uhr

    Eine passende Analogie.

    Dennoch:
    Was dem Einen sein Kapital ist dem Anderen sein Jehova (oder wer auch immer).

    Sich von den Götzen zu befreien schaffen in der Regel weder Religionswissenschaftler noch Volkswirtschaftler.

    Das bleibt ein Feld für Außenseiter.

    • WiKa
    • 29.05.2011 um 1:17 Uhr

    …insoweit eine kleine Ergänzung, als dass VWL und BWL nichts anderes als eine Religion ist … diese wurde erfunden um einen einzigen Umstand zu verschleiern und dem Normalsterblichen nie zur Kenntnis gelangen zu lassen. Die Tatsache, dass der Mensch zirka alle drei Generationen den „Zinseszinstod“ wird sterben müssen (wir sind gerade wieder dicht dran). Es wird ein Riesen-Wirbel um diesen Glauben gemacht, der sich aber am Ende … und man kann es täglich sehen … eben auch nicht besser ausnimmt als jedes andere Orakel auch.

    Und umso heftiger wir uns wieder dem großen schwarzen wirtschaftlichen Loch nähern, desto mehr werden diese Künste beschworen. Gemein haben beide Religionen eines, sie gehen jeweils monotheistisch an die Sache heran, die einen preisen den EINEN GOTT und die anderen halt den Mammon. Das Gröbste aus den BWL und VWL Lehren ließe sich mit ein wenig Begeisterung für Mathematik in weniger spektakuläre Nebenfächer verschieben oder gar ausreichend bei einer normalen Kaufmannsausbildung erlernen. Alles darüber hinaus ist fauler Budenzauber … und das schreibt hier ein ehemaliger Banker … (°!°)

    • keox
    • 28.05.2011 um 22:49 Uhr

    Eine passende Analogie.

    Dennoch:
    Was dem Einen sein Kapital ist dem Anderen sein Jehova (oder wer auch immer).

    Sich von den Götzen zu befreien schaffen in der Regel weder Religionswissenschaftler noch Volkswirtschaftler.

    Das bleibt ein Feld für Außenseiter.

    • WiKa
    • 29.05.2011 um 1:17 Uhr

    …insoweit eine kleine Ergänzung, als dass VWL und BWL nichts anderes als eine Religion ist … diese wurde erfunden um einen einzigen Umstand zu verschleiern und dem Normalsterblichen nie zur Kenntnis gelangen zu lassen. Die Tatsache, dass der Mensch zirka alle drei Generationen den „Zinseszinstod“ wird sterben müssen (wir sind gerade wieder dicht dran). Es wird ein Riesen-Wirbel um diesen Glauben gemacht, der sich aber am Ende … und man kann es täglich sehen … eben auch nicht besser ausnimmt als jedes andere Orakel auch.

    Und umso heftiger wir uns wieder dem großen schwarzen wirtschaftlichen Loch nähern, desto mehr werden diese Künste beschworen. Gemein haben beide Religionen eines, sie gehen jeweils monotheistisch an die Sache heran, die einen preisen den EINEN GOTT und die anderen halt den Mammon. Das Gröbste aus den BWL und VWL Lehren ließe sich mit ein wenig Begeisterung für Mathematik in weniger spektakuläre Nebenfächer verschieben oder gar ausreichend bei einer normalen Kaufmannsausbildung erlernen. Alles darüber hinaus ist fauler Budenzauber … und das schreibt hier ein ehemaliger Banker … (°!°)

    • keox
    • 28.05.2011 um 22:49 Uhr

    Eine passende Analogie.

    Dennoch:
    Was dem Einen sein Kapital ist dem Anderen sein Jehova (oder wer auch immer).

    Sich von den Götzen zu befreien schaffen in der Regel weder Religionswissenschaftler noch Volkswirtschaftler.

    Das bleibt ein Feld für Außenseiter.

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    Antwort auf "Schon richtig,"
  2. Ich gebe zu ein wenig voreingenommen zu sein aber was gibt es dort denn interessantes zu forschen? Die Realität zeigt zumindest, dass man daraus rein gar nichts lernt.
    Ich musste bisher über 20 Wochen in meinem Fach vorgesehene BWL Veranstaltungen besuchen und mir könnte jetzt noch der Mund aufklappen, wenn ich daran denke. Die einzigen Sachen, die man dort gelernt hat waren Humankapital freisetzen, Outsorcing, Rendite und dazu noch eine Menge sinnfreie Fachbegriffe für jeden Mist. Das kann jeder mit gesundem Menschenverstand schon vorher.
    Ich war vorher schon sehr kritisch veranlagt aber diese Erfahrung haben das Ganze nochmal weit übertroffen und mich sehr geschockt. Natürlich weiß ich nicht wie es in einem reinen Studium dieses Faches aussieht, vielleicht mögen mich Kenner eines Besseren belehren.

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    Seit mehr als 20 Jahren sehe ich mich in der gleichen Sichtweise wie sie bestätigt.
    Ein BWL Studium dient der bestmöglichen Kombination von Produktionsfaktoren um den Gewinn für den Kapitalhalter zu erhöhen. Wem dies gelingt, der bekommt vom Tisch der Reichen einige Euros ab. Wem es besnders gut gelingt, wird als Manager eine große Nummer und verdient sehr sehr gut.
    Ich bringe gerne das Beispiel vom Sklavenhändler.

    Wenn er 400 Sklaven auf sein Schiff verfrachtet und von Afrika nach Amerika fährt und unterwegs verliert er 20 Prozent der Sklaven oder er treibt 600 Sklaven auf sein Schiff und verliert 25 % der Sklaven durch Unterernährung, Krankheiten, Selbstmord ... wie soll er sich entscheiden?
    Wer diese Frage beantworten kann ohne schlechtes Gewissen, der ist geeignet für ein BWL Studium hat aber auch schon alles verstanden was er verstehen muß

    Seit mehr als 20 Jahren sehe ich mich in der gleichen Sichtweise wie sie bestätigt.
    Ein BWL Studium dient der bestmöglichen Kombination von Produktionsfaktoren um den Gewinn für den Kapitalhalter zu erhöhen. Wem dies gelingt, der bekommt vom Tisch der Reichen einige Euros ab. Wem es besnders gut gelingt, wird als Manager eine große Nummer und verdient sehr sehr gut.
    Ich bringe gerne das Beispiel vom Sklavenhändler.

    Wenn er 400 Sklaven auf sein Schiff verfrachtet und von Afrika nach Amerika fährt und unterwegs verliert er 20 Prozent der Sklaven oder er treibt 600 Sklaven auf sein Schiff und verliert 25 % der Sklaven durch Unterernährung, Krankheiten, Selbstmord ... wie soll er sich entscheiden?
    Wer diese Frage beantworten kann ohne schlechtes Gewissen, der ist geeignet für ein BWL Studium hat aber auch schon alles verstanden was er verstehen muß

    • WiKa
    • 29.05.2011 um 1:17 Uhr

    …insoweit eine kleine Ergänzung, als dass VWL und BWL nichts anderes als eine Religion ist … diese wurde erfunden um einen einzigen Umstand zu verschleiern und dem Normalsterblichen nie zur Kenntnis gelangen zu lassen. Die Tatsache, dass der Mensch zirka alle drei Generationen den „Zinseszinstod“ wird sterben müssen (wir sind gerade wieder dicht dran). Es wird ein Riesen-Wirbel um diesen Glauben gemacht, der sich aber am Ende … und man kann es täglich sehen … eben auch nicht besser ausnimmt als jedes andere Orakel auch.

    Und umso heftiger wir uns wieder dem großen schwarzen wirtschaftlichen Loch nähern, desto mehr werden diese Künste beschworen. Gemein haben beide Religionen eines, sie gehen jeweils monotheistisch an die Sache heran, die einen preisen den EINEN GOTT und die anderen halt den Mammon. Das Gröbste aus den BWL und VWL Lehren ließe sich mit ein wenig Begeisterung für Mathematik in weniger spektakuläre Nebenfächer verschieben oder gar ausreichend bei einer normalen Kaufmannsausbildung erlernen. Alles darüber hinaus ist fauler Budenzauber … und das schreibt hier ein ehemaliger Banker … (°!°)

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Schon richtig,"
    • jagu
    • 29.05.2011 um 1:25 Uhr

    Hätte Merkel ein paar Jahre VWL studiert und würde sie die volkswirtschaftliche Tragweite ihrer Politik nur erahnen, würde sid nicht versuchen sondern wissen - das Land wäre nicht auf dem absteigenden Ast.

    Gerade heute in der überaus komplizierten globalen Weltwirtschaft sind tiefe volkswirtschaftliche Kenntnisse für dieses Land so wichtig wie nie.

    Am meisten betrübt mich, dass für Wissenschaftler von heute das Wort "Verantwortung" zu einem Fremdwort geworden ist und stattdessen blind ums goldenes Kalb getanzt wird.

    Das disqualifiziert die Verantwortlichen - wie tief sind wir doch gefallen.

    Bis wir jäh aufschlagen.

    2 Leserempfehlungen
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    ...dabei ist besonders depremierend, dass ausgerechnet Merkel, eine Physikerin, so handelt wie sie es tut. Dass sie sich wendehalsige Hokuspokus VWLler wie Herrn Sinn als Berater holt, statt sich selbst mit der Materie zu beschäftigen.

    Denn ausgerechnet Physikern sagt man ja eine sehr praktische und weniger theoretische Herangehensweise nach, das könnte so manche windige neoklassische Glaubenswahrheit schnell in sich zusammenfallen lassen:
    http://www.forum-systemfr...

    ...dabei ist besonders depremierend, dass ausgerechnet Merkel, eine Physikerin, so handelt wie sie es tut. Dass sie sich wendehalsige Hokuspokus VWLler wie Herrn Sinn als Berater holt, statt sich selbst mit der Materie zu beschäftigen.

    Denn ausgerechnet Physikern sagt man ja eine sehr praktische und weniger theoretische Herangehensweise nach, das könnte so manche windige neoklassische Glaubenswahrheit schnell in sich zusammenfallen lassen:
    http://www.forum-systemfr...

  3. »Die Finanzkrise war ein Desaster – für die ganze Disziplin«

    Bin ich der einzige, der bei dieser Verarmlosung Lachen musste? Könnte auch ein Kabarettist gesagt haben...

    • marv_k
    • 29.05.2011 um 9:35 Uhr

    Ob man sein Unternehmen später nachhaltig führt, hängt meiner Meinung auch eher davon ob, ob man sowas will. Ein Studium in der Tasche zu haben, was sich "nachhaltige Unternehmensführung" nennt, ist dabei sicherlich hilfreich. Aber wenn man das nicht will hilft auch so ein Studium nichts.
    Ich denke die Unis wollen da eher ihr Image bzw das Image ihrer Studiengänge aufpolieren.

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    Der ehrbare Kaufmann ist eine Figur aus der Geschichte. Vielleicht gab es ihn gar nie.

    Was es gab, waren Unternehmer die auf ihr Unternehmen stolz waren. Auf ihre Produkte, ihre Erfindungen, vielleicht auch auf den Wohlstand für viele.

    "Made in Germany" bedeutete früher auch Langlebigkeit. Etwas, was dem System des konsumieren müssens, nur um das System zu erhalten, total entgegen läuft. Die Fixierung auf mehr Wachstum um des Wachstums willens, macht die Wirtschaftswisenschaft zu einer Lach-Wissenschaft und hat den Namen nicht verdient.

    Der Atomwissenschaftler wollte die Zusammenhänge erforschen und nicht eine Bombe bauen.
    Der Biologe versucht vielleicht einen Schädling zu erforschen und auszutricksen und nicht biologische Waffen zu erschaffen.

    Der Wirtschaftswisenschafler arbeite früher daran, Wohlstand für viele zu schaffen. Das ist nicht mehr.
    Gewinnmaximierung, egal wer dabei untergeht - andere Unternehmen, Menschen, Volkswirtscahften.. das ist Ziel der "Wissenschaftler". Marketing ist nicht mehr dafür da um Bedürfnisse von Menschen zu befriedigen - nein, um Konsum und Wachstum auch auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen zu generieren ist Marketing da. Psychologiekenntnisse um Menschen über Ohr hauen zu können. Das ist Studienziel vieler BWLer

    Der ehrbare Kaufmann ist eine Figur aus der Geschichte. Vielleicht gab es ihn gar nie.

    Was es gab, waren Unternehmer die auf ihr Unternehmen stolz waren. Auf ihre Produkte, ihre Erfindungen, vielleicht auch auf den Wohlstand für viele.

    "Made in Germany" bedeutete früher auch Langlebigkeit. Etwas, was dem System des konsumieren müssens, nur um das System zu erhalten, total entgegen läuft. Die Fixierung auf mehr Wachstum um des Wachstums willens, macht die Wirtschaftswisenschaft zu einer Lach-Wissenschaft und hat den Namen nicht verdient.

    Der Atomwissenschaftler wollte die Zusammenhänge erforschen und nicht eine Bombe bauen.
    Der Biologe versucht vielleicht einen Schädling zu erforschen und auszutricksen und nicht biologische Waffen zu erschaffen.

    Der Wirtschaftswisenschafler arbeite früher daran, Wohlstand für viele zu schaffen. Das ist nicht mehr.
    Gewinnmaximierung, egal wer dabei untergeht - andere Unternehmen, Menschen, Volkswirtscahften.. das ist Ziel der "Wissenschaftler". Marketing ist nicht mehr dafür da um Bedürfnisse von Menschen zu befriedigen - nein, um Konsum und Wachstum auch auf Kosten der Gesundheit vieler Menschen zu generieren ist Marketing da. Psychologiekenntnisse um Menschen über Ohr hauen zu können. Das ist Studienziel vieler BWLer

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