Sicherheit am Flughafen: Zeigt her eure Finger
Das Ende der Schlange? Am Flughafen sollen künftig Biometrie und Technik Wartezeiten verkürzen
© VOLKER HARTMANN/AFP/Getty Images

Ein Fluggast schläft am Flughafen in Düsseldorf auf seinem Koffer
Umständliche Prozeduren führen beim Passagier zu erhöhtem Stress und schlimmstenfalls zu regelrechtem Unmut«, sagt Dirk Klann. Als Leiter Prozessentwicklung im Flug- und Terminalbetrieb beim Flughafenbetreiber Fraport ist er für die Verbesserung der Abläufe zuständig. Die Zahl der Passagiere im Luftverkehr steigt stetig: Insgesamt 71 Millionen Gäste starteten 2010 von deutschen Flughäfen ins Ausland, 3,8 Millionen oder 5,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Was ist erforderlich, um immer längere Wartezeiten zu vermeiden? Noch müssen die Passagiere Geduld mitbringen und allerhand über sich ergehen lassen, bis sie endlich im Flugzeug Platz nehmen können. »Fluggäste, die etwa aus Deutschland in die USA reisen wollen, durchlaufen bis zu sieben Stationen, an denen sie anhalten und warten müssen, um sich oder ihre Reisedokumente kontrollieren zu lassen«, sagt Dirk Klann. Und EU-Transportkommissar Siim Kallas betont: »Mein Hauptziel ist es, den Reisenden das Leben leichter zu machen.«
Als besonderes Ärgernis empfinden viele Passagiere das seit 2006 geltende Flüssigkeitsverbot . Das Verpacken von Dosen und Tuben in Klarsichttüten, die lästigen Überprüfungen des Handgepäcks auf unerlaubte Trinkflaschen – das alles verzögert die Abfertigung. Doch schon in absehbarer Zeit könnte sich daran etwas ändern. Für 2013 plant die EU-Kommission nämlich die völlige Abschaffung des Flüssigkeitsverbots . Und vorher soll es zumindest teilweise zurückgenommen werden: Wer dann aus Drittstaaten wie zum Beispiel Südafrika auf einem EU-Flughafen landet, dort umsteigt und innerhalb der EU weiterfliegt, kann seine Duty-free-Einkäufe aus Kapstadt oder Johannesburg bis ans Reiseziel mitnehmen.
Am Frankfurter Flughafen, Deutschlands größtem Drehkreuz, gelingt es zumindest in kleinen Schritten, einige Abläufe zu beschleunigen. Dort existiert bereits ein Verfahren namens ABG – die automatische, biometriegestützte Grenzkontrolle. Eine praktische Methode für alle Vielflieger, die das Schlangestehen am Schalter vermeiden wollen. Voraussetzung ist, dass sich der Passagier von der Bundespolizei registrieren lässt. Anschließend läuft er dann auf seinem Weg vom Flughafengebäude zum Flugzeug oder zurück an Lesegeräten für Biometrie- und Ausweiskennung vorüber, muss also nicht ständig seine Reisedokumente herauskramen oder darauf warten, dass er endlich an der Reihe ist.
Darüber hinaus haben die Betreiber des Frankfurter Flughafens einen ganz neuen »Passagierprozess« ausgearbeitet. Der wird allerdings ab Sommer 2012 erst teilweise umgesetzt, nach der Einweihung des neuen Flugsteigs A Plus im Terminal 1, und ermöglicht es dem Kunden, zügiger als bislang durch die Kontrollen zu kommen. »Die Anzahl der Stopps auf dem Weg ins Flugzeug soll sich mittelfristig von sieben auf vier reduzieren«, sagt Dirk Klann, der Planungschef. Dafür müssen biometrische Daten verwendet werden. Klann betont: »Der einzige Halt mit Dokumentenhandhabung wäre dann der Check-in.« Dort müsste man seinen elektronischen Pass vorlegen, damit der Automat die Daten von Pass und Person abgleicht. Anschließend käme man ungehindert durch alle Kontrollstationen, ohne nochmals die Papiere zu zeigen. Nur durch Fingerauflegen oder Gesichtserkennung an automatisierten Schleusen wird der Passagier identifiziert – Maßnahmen, die nicht jedem Reisenden behagen. Klann räumt ein, dass die biometrischen Informationen zu einem bestimmten Zeitpunkt nach dem Abflug gelöscht werden müssen, um den Datenschutz zu garantieren.
Die technischen Voraussetzungen für diese Neuerung sind bereits geschaffen. Eine übergreifende gesetzliche Regelung allerdings steht noch aus. Bisher dürfen nämlich nur Bundesbehörden auf die biometrischen Daten im Reisepass zugreifen. Und für die reibungslose Abfertigung müssten Behörden, Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften in den nationalen und internationalen Datenaustausch einwilligen. Außerdem besitzen viele EU-Bürger noch gar keinen biometrischen Reisepass, und die meisten Reisenden, die nicht aus der EU stammen, sind auch nicht damit ausgestattet.






bevor ich meine visage oder sonstige körperteile scannbar mache ;-)
Die längsten Wartezeiten hat man beim Einchecken bzw. beim Gepäckaufgeben. Der Rest ist meist ratz-fatz erledigt (ok, außer man fliegt über Houston und muss da durch die Einreisekontrolle. Da nimmt man sich am besten nen Schlafsack mit.) Und wenn die Amis mal drauf verzichten würden, ihren bescheuerten Fragenkatalog ("Haben sie das Gepäck selbst gepackt" - Nein, das war natürlich mein Butler!) schon *vor* dem Einchecken abzuchecken und die dafür zuständigen Leutchen jeweils hinter einen weiteren Eincheckschalter stecken würden, wäre man da schonmal in der Hälfte der Zeit durch.
Man könnte natürlich auch mehr Personal einstellen und mehr Bänder für die Sicherheitskontrollen anschaffen.
Allerdings sind viele sogenannte Sicherheitskontrollen einfach lächerlich. Zum Beispiel kann man in München bei Käfer ein Steak essen und bekommt dazu ein richtiges Messer mit scharfer, feststehender Klinge. Sicherheitskontrollen danach gibt es nicht mehr. Wenn ich zum Beispiel aus Moskau kommen, bin ich durch einen Nacktscanner gecheckt worden. Allerdings beim Umsteigen in Deutschland muss ich nochmals durch die Sicherheitskontrolle. Oder wenn ich eine leere Flasche mitnehmen möchte! Wenn meine Tochter dabei ist, dann ist es ok. Wenn ich alleine bin, muss ich sie abgeben kann mir aber 3 meter weiter wieder eine volle Flasche kaufen und diese dann entleeren um wieder das gleiche Ergebnis zu haben. Rätselhaft. Von den vielen Glasflaschen die ich mir kaufen kann ganz zu schweigen. Wenn man auch mal in Chemie aufgepasst hat, kann man sich prima mit den gekauften Sachen aus dem Duty Free Shop einen Brandsatz basteln, der wirklich sehr schwer zu löschen sein dürfte.
Wenn man ein mal im Jahr in den Urlaub fliegt ist mir das alles ziemlich egal. Ich muss allerdings jede zweiter Woche irgendwo hin. Da kommt einem manchmal das Zweifeln.
Übrigens in Sachen Sicherheitskontrolle ist Wien Vorreiter. Die nehmen einem Sachen weg, von denen man sich nicht mal im Traum einfallen lassen könnte, dass die gefährlich sind.
:)
Sie blieben zu Hause?
Nach Houston, niemand MUSS dorthin! Wirklich nicht!
Nicht mal ein Einwanderer (mit gutem der gefaelschtem Pass)aus Mexico oder Umgebung - direkt oder schlau mit einem Umweg ueber "FRA", was billiger ist (einschliesslich der falschen Dokumenten als durch die Sandwuesten in Arizona gefuehrt zu werden/aehnlich wie einst ueber durch die deutsche Mauer, den deutschen Zaun, die "Grenze"!
Man könnte natürlich auch mehr Personal einstellen und mehr Bänder für die Sicherheitskontrollen anschaffen.
Allerdings sind viele sogenannte Sicherheitskontrollen einfach lächerlich. Zum Beispiel kann man in München bei Käfer ein Steak essen und bekommt dazu ein richtiges Messer mit scharfer, feststehender Klinge. Sicherheitskontrollen danach gibt es nicht mehr. Wenn ich zum Beispiel aus Moskau kommen, bin ich durch einen Nacktscanner gecheckt worden. Allerdings beim Umsteigen in Deutschland muss ich nochmals durch die Sicherheitskontrolle. Oder wenn ich eine leere Flasche mitnehmen möchte! Wenn meine Tochter dabei ist, dann ist es ok. Wenn ich alleine bin, muss ich sie abgeben kann mir aber 3 meter weiter wieder eine volle Flasche kaufen und diese dann entleeren um wieder das gleiche Ergebnis zu haben. Rätselhaft. Von den vielen Glasflaschen die ich mir kaufen kann ganz zu schweigen. Wenn man auch mal in Chemie aufgepasst hat, kann man sich prima mit den gekauften Sachen aus dem Duty Free Shop einen Brandsatz basteln, der wirklich sehr schwer zu löschen sein dürfte.
Wenn man ein mal im Jahr in den Urlaub fliegt ist mir das alles ziemlich egal. Ich muss allerdings jede zweiter Woche irgendwo hin. Da kommt einem manchmal das Zweifeln.
Übrigens in Sachen Sicherheitskontrolle ist Wien Vorreiter. Die nehmen einem Sachen weg, von denen man sich nicht mal im Traum einfallen lassen könnte, dass die gefährlich sind.
:)
Sie blieben zu Hause?
Nach Houston, niemand MUSS dorthin! Wirklich nicht!
Nicht mal ein Einwanderer (mit gutem der gefaelschtem Pass)aus Mexico oder Umgebung - direkt oder schlau mit einem Umweg ueber "FRA", was billiger ist (einschliesslich der falschen Dokumenten als durch die Sandwuesten in Arizona gefuehrt zu werden/aehnlich wie einst ueber durch die deutsche Mauer, den deutschen Zaun, die "Grenze"!
Man könnte natürlich auch mehr Personal einstellen und mehr Bänder für die Sicherheitskontrollen anschaffen.
Allerdings sind viele sogenannte Sicherheitskontrollen einfach lächerlich. Zum Beispiel kann man in München bei Käfer ein Steak essen und bekommt dazu ein richtiges Messer mit scharfer, feststehender Klinge. Sicherheitskontrollen danach gibt es nicht mehr. Wenn ich zum Beispiel aus Moskau kommen, bin ich durch einen Nacktscanner gecheckt worden. Allerdings beim Umsteigen in Deutschland muss ich nochmals durch die Sicherheitskontrolle. Oder wenn ich eine leere Flasche mitnehmen möchte! Wenn meine Tochter dabei ist, dann ist es ok. Wenn ich alleine bin, muss ich sie abgeben kann mir aber 3 meter weiter wieder eine volle Flasche kaufen und diese dann entleeren um wieder das gleiche Ergebnis zu haben. Rätselhaft. Von den vielen Glasflaschen die ich mir kaufen kann ganz zu schweigen. Wenn man auch mal in Chemie aufgepasst hat, kann man sich prima mit den gekauften Sachen aus dem Duty Free Shop einen Brandsatz basteln, der wirklich sehr schwer zu löschen sein dürfte.
Wenn man ein mal im Jahr in den Urlaub fliegt ist mir das alles ziemlich egal. Ich muss allerdings jede zweiter Woche irgendwo hin. Da kommt einem manchmal das Zweifeln.
Übrigens in Sachen Sicherheitskontrolle ist Wien Vorreiter. Die nehmen einem Sachen weg, von denen man sich nicht mal im Traum einfallen lassen könnte, dass die gefährlich sind.
:)
Was für ein Lobgesang auf die neue Überwachungstechnik! Reiner EU-PR-Text! Der Text will die Technik nur schmackhaft machen. Wir haben ja alle so wenig Zeit und sind so bequem. Die Zeit sollte sich schämen, so unreflektiert ein so wichtiges Thema anzupacken. Wenn die politische Entwicklung so weiter geht, leben wir nicht mehr lange in der "Endphase" der Demokratie sondern sehr schnell in einem totalitären Staatengebäude. Erst der Flughafen und dann der ganze öffentliche Raum.
Wo ist die Kritik? Bsp: Die Software für die automatische Biometrikauswertung der Überwachungsaufnahmen ist in absehbarer Zeit funktionsfähig. Da lassen sich dann automatisch Bewegungsprofile erstellen - inklusive Einkaufsverhalten. Was eventuell gleich ne Zollkontrolle auf dem Airport bewirkt. Oder man kauft in der Nähe eines Bahnhofs/Flughafens ein, fällt durch diesen Zufall in ein von einem Beamten erstelltes Raster und wird so zu einem Verdächtigen. Die Einstufung wird natürlich auch nicht gelöscht - könnte ja was dran sein und der Betroffene hat davon keine Kenntnis, da alles automatisch erfolgt. Zugriffsrecht auf die Daten haben alle Beamten (außer Richter) – inklusive Finanzamt. Der Betroffene wundert sich in Zukunft nur über die vielen Kontrollen. Tolle Vorstellungen. Ach ja, und das Rastermerkmal „Einkauf“ kann auch schnell durch Frisur, Kleidungsstück oder Sonstiges ersetzt werden. Politiker/Beamte sind da sehr kreativ, wenn sie schon mal die Möglichkeit haben ...
... immer mehr drucken Ihren Flugschein selber aus ...
Es bleibt einem ja auch nichts anders übrig, es sei denn man fliegt weit weg, z.B. nach China, dann geht es natürlich nicht, sondern nur am Schalter. Oder aus den USA, da der Inlandsflug nur 25 Stunden vor Abflug freigeschaltet wird, kann man u.U. nicht vorher drauf zugreifen.
Wenn aber immer alle auf alles Zugreifen können entsteht nur Chaos und das erleben wir auch schon, wenn nämlich der/die Computer plötzlich ausfallen geht GAR NICHTS MEHR.
Das größte Ärgernis sind aber die Sicherheitskontrollen. Aus meiner Sicht sind sie völlig sinnlos, da es immer für irgenwas ein Schlupfloch gibt. Man muss nur wollen. Aber tagtäglich werden Millionen von Flugpassagieren mit diesen sinnlosen Kontrollen drangsaliert.
Sie blieben zu Hause?
Nach Houston, niemand MUSS dorthin! Wirklich nicht!
Nicht mal ein Einwanderer (mit gutem der gefaelschtem Pass)aus Mexico oder Umgebung - direkt oder schlau mit einem Umweg ueber "FRA", was billiger ist (einschliesslich der falschen Dokumenten als durch die Sandwuesten in Arizona gefuehrt zu werden/aehnlich wie einst ueber durch die deutsche Mauer, den deutschen Zaun, die "Grenze"!
Noch nie daran gedacht, dass manche Leute auf Geschäftsreisen tatsächlich nach Houston fliegen müssen und sich das nicht freiwillig aussuchen? Oder aber gar nur zum transit in Houston landen, weil die Verbindung zur Zeit der Buchung die günstigste/schnellste/etc... war?
Man kann nicht immer einen verhassten Flughafen meiden. Ich würde liebend gerne nie wieder von Frankfurt aus fliegen, aber Direktflüge nach Costa Rica gibts eben nur von dort aus.
Mal drüber nachdenken: zu Hause bleiben ist nicht immer eine Option.
Noch nie daran gedacht, dass manche Leute auf Geschäftsreisen tatsächlich nach Houston fliegen müssen und sich das nicht freiwillig aussuchen? Oder aber gar nur zum transit in Houston landen, weil die Verbindung zur Zeit der Buchung die günstigste/schnellste/etc... war?
Man kann nicht immer einen verhassten Flughafen meiden. Ich würde liebend gerne nie wieder von Frankfurt aus fliegen, aber Direktflüge nach Costa Rica gibts eben nur von dort aus.
Mal drüber nachdenken: zu Hause bleiben ist nicht immer eine Option.
Ich bin vor Kurzem mal wieder einen Langstreckenflug geflogen und hatte mir nach den Sicherheitskontrollen eine Halbliterflasche Wasser im Duty Free Shop keine 10 Meter neben meinem Gate gekauft. Die Flasche war zur Hälfte leer, als das Boarding begann und auch ich mich einreihte. Und prompt wurde mir die Flasche abgenommen, ich könne sie entweder noch austrinken oder auch nicht, ins Flugzeug könne ich damit aber nicht.
Das fasse ich als große Ironie auf: Nach der Kontrolle gekaufte Duty Free Waren werden oftmals konfisziert, obwohl diese doch gerade ein Angebot an den Kunden sind, vor Abflug noch das ein oder andere Mitbringsel zu kaufen.
Der Kunde zieht letztendlich den schwarzen Peter, weil er das Geld völlig umsonst ausgegeben hat.
Nun könnte man natürlich meinen, dass die Duty Free Waren ebenfalls kontrolliert, bevor sie zum Verkauf angeboten werden. Ob das so ist, weiß ich zugegeben nicht. Aber WENN es so ist, warum werden die Flüssigkeiten dann konfisziert?
Ich überlege mir jedenfalls mittlerweile mehrfach wie ich mein Handgepäck packe, um an den Kontrollen möglichst schnell durchzukommen.
Noch nie daran gedacht, dass manche Leute auf Geschäftsreisen tatsächlich nach Houston fliegen müssen und sich das nicht freiwillig aussuchen? Oder aber gar nur zum transit in Houston landen, weil die Verbindung zur Zeit der Buchung die günstigste/schnellste/etc... war?
Man kann nicht immer einen verhassten Flughafen meiden. Ich würde liebend gerne nie wieder von Frankfurt aus fliegen, aber Direktflüge nach Costa Rica gibts eben nur von dort aus.
Mal drüber nachdenken: zu Hause bleiben ist nicht immer eine Option.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren