Atomkatastrophe Fukushima – schon vergessen
War da was? Richtig, die Kernschmelze! Noch vor Kurzem galt sie als unmöglich.
Ein rangloser Unternehmenssprecher namens Aya Omura gab die Sache bekannt, die sich außerdem schon Wochen zuvor ereignet hatte. Was konnte das Wichtiges sein? Es sollte so harmlos klingen, als sei in China gerade ein Sack Reis umgefallen. Und wirklich: Die Strategie des Sprechers ging auf. Kaum jemand hörte mehr richtig hin. Außerhalb Deutschlands, das in der Atomfrage sensibel reagiert, war Herr Omura den meisten Medien nur noch eine Agenturmeldung wert.
Dass sich die andauernde Atomkatastrophe von Fukushima derzeit so erfolgreich verschleiern lässt, hat viel mit Japan selbst zu tun. Wie nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki beugen sich die Japaner heute einer kollektiven Selbsttäuschung, die lautet: Wir sind alle Opfer von Fukushima! Das bedeutet im Umkehrschluss: Niemand trägt Schuld an der Katastrophe. Bislang hat allein der Tepco-Vorsitzende seinen Rücktritt zum 26. Juni angekündigt, nachdem er sich nach dem Atomunfall erst einmal zwei Wochen hat krankschreiben lassen. Ansonsten sitzen die Amtsträger des riesigen atomindustriellen Komplexes in Japan weiter auf ihren Plätzen. Schuld und Verantwortung für Fukushima bleiben undefiniert und unaufgeklärt.
Die neuesten Meldungen ändern daran nichts. Dabei weiß die Welt nun mit Sicherheit, dass das zuvor Unvorstellbare in Japan wirklich stattgefunden hat. Und zwar nicht nur einmal, sondern gleich dreimal hintereinander. Der große japanische AKW-Betreiber Tepco hat es nun mit den Worten des kleinen Herrn Omura gestanden, dass sich in drei seiner Reaktoren in Fukushima im März Kernschmelzen ereignet haben. Jeder von seiner Arbeit halbwegs überzeugte Atomingenieur, egal, wo auf der Welt, hätte bis zum 11. März dieses Jahres noch rundweg bestritten, dass Kernschmelzen in modernen Atomreaktoren überhaupt möglich sind.
Ein Ausfall sämtlicher Kühl- und Notkühlsysteme? Undenkbar! Am Tag der Katastrophe in Fukushima war die Betriebslüge der Atombefürworter im Grunde entlarvt. Nur gaben das die Verantwortlichen nicht zu. Der Begriff der »teilweisen Kernschmelze« machte weltweit die Runde. Die Kernschmelze schlechthin aber wurde bis in die Reihen der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien hartnäckig geleugnet. Das geht nun nicht mehr. Das Unfassbare, der für unmöglich erklärte Fall ist dreimal eingetreten. Überall auf der Welt müssten Kernkraftbefürworter nun aufstehen und sagen: »Jetzt wissen wir es: Wir haben uns gründlich getäuscht.« Aber niemand steht auf. Nur die Deutschen wählen etwas grüner.
Die Japaner hingegen empören sich nicht über Tepco und die Atomkraft, sondern über die Regierung, die den Anwohnern der radioaktiv verseuchten Gebiete verbietet, ihre Häuser aufzusuchen. Die Gefahr wird kollektiv verdrängt. »Lasst uns gegen das Atomkraftwerk nicht verlieren! Lasst uns gewinnen!«, lautet der Slogan einer Kampagne in einem Dorf nahe den Unglücksreaktoren. Doch das Dorf ist auf Jahrzehnte nicht mehr bewohnbar, der Kampf längst verloren. Niemand aber darf das zugeben. Wer es doch tut, wie der Regierungschef, wird als Verräter beschimpft.
- Datum 27.05.2011 - 19:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 26.5.2011 Nr. 22
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Mit Glauben und Untertanengeist kommt man bis ins Atomzeitalter. Dann schlägt Darwin zu und erklärt diesen Weg zu einer evolutionären Sackgasse.
Es gibt Rektortypen, die nach der Abschaltung nicht weiter arbeiten. Mindestens der erste betroffene Reaktor ist aber von einem alten Typ. Was undenkbar war ist das Versagen aller Sicherheitsmaßnahmen, bei alten Typen.
Der Reaktor, der sofort ohne Nachwärme zum Stillstand kommen kann und davor noch über 1000 MW Leistung produzieren konnte, den gibt es nicht. Der ganz breite Mehrheit aller kommerziellen Atomkraftwerke - das heißt, fast alle - droht bei Versagen der Kühlsysteme, aus welchen Gründen auch immer, das gleiche Schicksal wie Fukushima.
Inhärente Sicherheit bei Atomreaktoren, die leistungsmäßig nur durch riesige Kohlekraftwerke ersetzt werden könnten, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Es gibt keine schnellen Brüter dieser Leistungsklasse, es gibt keine gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren dieser Leistungsklasse - solche Reaktoren sind schlicht und einfach ein Werbemythos der Atomindustrie, genauso wie die angeblich undurchdringbaren modernen Sicherheitsmaßnahmen wie Core Catcher u.ä. Letzterer beispielsweise ist weltweit in nur zwei Kernkraftwerken verbaut: Einen hat man in einer menschenfressenden Notaktion provisorisch unter Reaktor 4 in Tschernobyl gebaut, der andere befindet sich im AKW Tianwan (russischer WWER-1000/428). Eine Katastrophe wie sie jetzt in Fukushima vorliegt könnte diese angebliche Wunderwaffe gegen die Kernschmelze auch nicht verhindert, sie könnte nur den wesentlich übleren Fall verhindern, dass der Reaktorkern mit Grund-, Lösch-, oder unboriertem Wasser aus anderen Quellen in Kontakt kommt.
Aber kein Sicherheitssystem der Welt in keinem Kernreaktor der Welt könnte im Ernstfall eine großflächige Verstrahlung verhindern.
Der Reaktor, der sofort ohne Nachwärme zum Stillstand kommen kann und davor noch über 1000 MW Leistung produzieren konnte, den gibt es nicht. Der ganz breite Mehrheit aller kommerziellen Atomkraftwerke - das heißt, fast alle - droht bei Versagen der Kühlsysteme, aus welchen Gründen auch immer, das gleiche Schicksal wie Fukushima.
Inhärente Sicherheit bei Atomreaktoren, die leistungsmäßig nur durch riesige Kohlekraftwerke ersetzt werden könnten, gibt es zum jetzigen Zeitpunkt nicht. Es gibt keine schnellen Brüter dieser Leistungsklasse, es gibt keine gasgekühlten Hochtemperaturreaktoren dieser Leistungsklasse - solche Reaktoren sind schlicht und einfach ein Werbemythos der Atomindustrie, genauso wie die angeblich undurchdringbaren modernen Sicherheitsmaßnahmen wie Core Catcher u.ä. Letzterer beispielsweise ist weltweit in nur zwei Kernkraftwerken verbaut: Einen hat man in einer menschenfressenden Notaktion provisorisch unter Reaktor 4 in Tschernobyl gebaut, der andere befindet sich im AKW Tianwan (russischer WWER-1000/428). Eine Katastrophe wie sie jetzt in Fukushima vorliegt könnte diese angebliche Wunderwaffe gegen die Kernschmelze auch nicht verhindert, sie könnte nur den wesentlich übleren Fall verhindern, dass der Reaktorkern mit Grund-, Lösch-, oder unboriertem Wasser aus anderen Quellen in Kontakt kommt.
Aber kein Sicherheitssystem der Welt in keinem Kernreaktor der Welt könnte im Ernstfall eine großflächige Verstrahlung verhindern.
... Reaktoren sind auf unterbrechungsfreie Kühlung zwingend angewiesen.
Das ist nicht Stand der Technik und ghört auch bei uns verschrottet.
Weltweit denkt niemand daran, auf Kernkraft zu verzichten, man baut Reaktoren aktueller unkritischer Konstruktion.
Deutschland schiesst mal wieder übers Ziel hinaus.
Welche aktuelle unkritische Konstruktion meinen sie denn? Auch ein moderner EPR bekommt ein gewaltiges Problem, wenn die Kühlung ausfällt. Mit etwas Glück tritt dank besserem Containment und Core-Catcher sehr viel weniger Radioaktivität aus, aber eine Kernschmelze ist immer noch möglich und ein schwer zu beherrschendes Problem.
"Deutschland schiesst mal wieder übers Ziel hinaus."
Selbst wenn man neuste Reaktorkonstruktionen für sicher hält, werden die alten dadurch nicht sicherer. Deutschland muss daher seine alten Reaktoren still legen, selbst wenn man sich dafür entscheidet neue zu bauen. Die Position: Alte Reaktoren abschalten, neue Reaktoren bauen hat in Deutschland aber praktisch niemand vertreten.
Nur weil in anderen Staaten asoziale Strukture vorherrschen, die es einer kleinen Geld- und Machtelite ermöglicht, der Bevölkerungs-Gesamtheit unkalkulierbare Risiken aufzuzwingen und dabei fett abkassieren zu können, muss man das nicht zu Norm erheben.
Es ist schlicht asozial, unkalkulierbare Risiken zu sozialisieren und dann aufgrund fehlender Risiko-Vorsorge ungerechtfertigte Gewinne einzusteichen. Wenn den Franzosen ein AKWs an der Grenze zu Deutschland um die Ohren fliegen, dann müssen Deutsche die Konsequenzen französischer Geldschneider tragen.
Nicht wir schießen übers Ziel hinaus, sondern die Machteliten anderer Staaten riskieren mit ihrer Ignoranz auch unser Leben und unsere Lebensqualität! Sie verkehren die Realitäten ins Gegenteil!
Y.S.
Welche aktuelle unkritische Konstruktion meinen sie denn? Auch ein moderner EPR bekommt ein gewaltiges Problem, wenn die Kühlung ausfällt. Mit etwas Glück tritt dank besserem Containment und Core-Catcher sehr viel weniger Radioaktivität aus, aber eine Kernschmelze ist immer noch möglich und ein schwer zu beherrschendes Problem.
"Deutschland schiesst mal wieder übers Ziel hinaus."
Selbst wenn man neuste Reaktorkonstruktionen für sicher hält, werden die alten dadurch nicht sicherer. Deutschland muss daher seine alten Reaktoren still legen, selbst wenn man sich dafür entscheidet neue zu bauen. Die Position: Alte Reaktoren abschalten, neue Reaktoren bauen hat in Deutschland aber praktisch niemand vertreten.
Nur weil in anderen Staaten asoziale Strukture vorherrschen, die es einer kleinen Geld- und Machtelite ermöglicht, der Bevölkerungs-Gesamtheit unkalkulierbare Risiken aufzuzwingen und dabei fett abkassieren zu können, muss man das nicht zu Norm erheben.
Es ist schlicht asozial, unkalkulierbare Risiken zu sozialisieren und dann aufgrund fehlender Risiko-Vorsorge ungerechtfertigte Gewinne einzusteichen. Wenn den Franzosen ein AKWs an der Grenze zu Deutschland um die Ohren fliegen, dann müssen Deutsche die Konsequenzen französischer Geldschneider tragen.
Nicht wir schießen übers Ziel hinaus, sondern die Machteliten anderer Staaten riskieren mit ihrer Ignoranz auch unser Leben und unsere Lebensqualität! Sie verkehren die Realitäten ins Gegenteil!
Y.S.
... dass jemand von der "falschen" Partei recht haben kan(n). Eher scheitert Frau Merkels Atom-Ausstieg, als dass ein Grüner sie unterstützt.
Auch die Deutschen, nicht nur die Japaner haben ihre alten, geradezu pathologischen Traditionen. Wenn 33 alle nicht-braunen Parteien über ihren eingefahrenen Ideologie-Zank hinaus gemeinsam das Richtige getan hätten, sähe die Welt heute anders aus. Das nur mal beispielsweise.
dem Ermächtigungsgesetz nicht zugestimmt - im Gegensatz zu den Konservativen und den Liberalen. Die "Machtergreifung" der Nazis war in Wirklichkeit eine Machtgewährung durch die sog. bürgerlichen Parteien.
dem Ermächtigungsgesetz nicht zugestimmt - im Gegensatz zu den Konservativen und den Liberalen. Die "Machtergreifung" der Nazis war in Wirklichkeit eine Machtgewährung durch die sog. bürgerlichen Parteien.
als ich gecheckt hab war Japan noch eine Demokratie. Irgendwelche Fakten, die diese gewagte Behauptung unterstuetzen?
"Doch vielleicht ist es Kans letzter internationaler Auftritt. Längst arbeitet die Atomlobby an seinem Rücktritt."
Diese Verschwoerungstheorien von allmaechtigen Banken/Energiekonzernen/Pharmakonzernen sind peinlich.
Ich sehe da nichts peinliches.
Nur weil Ihnen die Vorstellungskraft dazu fehlt...
Sie bringen das Beispiel Pharma ja selbst an. Nur eine Aussage von Horst Seehofer zu diesem Thema:
http://www.youtube.com/wa...
Ich sehe da nichts peinliches.
Nur weil Ihnen die Vorstellungskraft dazu fehlt...
Sie bringen das Beispiel Pharma ja selbst an. Nur eine Aussage von Horst Seehofer zu diesem Thema:
http://www.youtube.com/wa...
Tschernobyl war gegenüber Fukushima nur ein höchst begrenzter "Laborversuch". In Fukushima können nun auch Soziologen live und in Farbe über Jahrzehnte mit ansehen, wie sich eine Gesellschaft verändert, die überdurchschnittliche radioaktive Belastungen zu ertragen hat.
Denn natürlich wird der Gradient der strahlenden Isotope im Laufe der Zeit bis nach Tokio hinein kriechen und auch - nach europäischen Maßstäben - über Grenzwerte hinweg steigen. Dort wird man dann die Grenzwerte so weit anpassen, dass das öffentliche Leben nicht zusammen bricht. Wird sicher spannend zu beobachten, was dann auf der sozialen Ebene geschieht.
Die zu erwartenden Krebsraten, Fehlgeburten und geschädigten Kinder, alles im realen Leben und nicht in düsteren, virtuellen Wissenschaftler-Szenarien. Zum Anfassen und traurig werden.
Aber vielleicht ist das ja auch nur deutsche Schwarzmalerei und der Mensch doch viel robuster als unsere Wissenschaftler und die Grenzwerte das nahe legen. Wie dem auch sei: Die Wissenschaftler können nun wirklich mal in aller Breite untersuchen, wie sich eine dauerhaft hohe radioaktive Bestrahlung großer Bevölkerungsschichten auswirkt.
Prosit, es möge nützen ..
Y.S.
Die Kernschmelze schlechthin aber wurde bis in die Reihen der Internationalen Atomenergiebehörde in Wien hartnäckig geleugnet. Das geht nun nicht mehr. Das Unfassbare, der für unmöglich erklärte Fall ist dreimal eingetreten. Überall auf der Welt müssten Kernkraftbefürworter nun aufstehen und sagen: »Jetzt wissen wir es: Wir haben uns gründlich getäuscht.«
Ich kenne jede Menge Kernkraftbefuerworter, eingeschlossen die Kraftwerksbetreiber, die eine Kernschmelzen nicht fuer unmoeglich gehalten haben noch hielten. Die Wahrscheinlichkeit war und ist jedoch sehr gering. Wieso faellt das keinem auf?
Ich kenne auch viele Kernkraftgegner, die Kernschmelzen fuer extrem unwahrscheinlich halten. Jedenfalls in Deutschland.
Die in Japan eingetretene Naturkatastrophe kann man dort etwa alle hundert Jahre erwarten. Also haetten die dortigen Betreiber fuer eine solche Katastrophe vorsorgen muessen, was sie offensichtlich nicht taten. Das war das Problem.
In Deutschland sind Naturkatastrophen diesen Ausmasses seit 100000 Jahren nicht mehr vorgekommen. Entsprechend waere es unsinnig, auf Beben der Staerke 9 vorbereitet zu sein oder Tsunamis.
Folglich muss also niemand aufstehen und sagen, er habe sich geirrt, denn die meisten Kernkraftbefuerworter (in Deutschland) haben sich nicht geirrt. Es waere nett, wenn das mal bei der Presse ankaeme.
Abgesehen davon bin ich uebrigens fuer ein Ende der Kernkraft in Deutschland. Aber nicht, weil ich Kernschmelzen befuerchte...
Wahrscheinlichkeit ist gering, soso. Nun, es wird ja immer behauptet, ein Gau würde nur alle 100.000 Jahre einmal eintreten - dann ist die Zeit seit Tschernobyl aber sehr schnell vergangen, muß ich sagen. Rechne ich Harrisburg dazu und Sellafield, haben wir bis jetzt im Durchschnitt alle 25 Jahre einen Gau gehabt oder sind nur sehr knapp dran vorbeigeschrammt, in Harrisburg z.B.
Aber selbst wenn dieses 'Restrisiko' geringgerechnet wird, so ist doch im Schadensfall die Auswirkung sehr viel größer als beispielsweise bei Unfällen mit anderen Kraftwerken - denn schon allein die Strahlung hält für Jahrzehnte oder Jahrhunderte an. Cäsium hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren - so lange ist auch die übliche Zeit für eine Generation. Da nach Nuklearexperten 10 Generationen vergehen sollten, bis landwirtschaftliche Produkte aus cäsiumverstrahlten Regionen wieder unbedenklich verzehrt werden können, haben wir also rund im Fukushima einen Zeitraum von 300 Jahren, in dem in diesem Gebiet nichts mehr angepflanzt werden kann. Das ist ein bißchen länger, als wäre ein Wasserkraftwerk kaputtgegangen. Andere radioaktive Isotope haben Halbwertszeiten von 10.000 Jahren oder sogar 100.000 bis zu Millionen oder Milliarden Jahre. http://de.wikipedia.org/w....
Man sollte also nicht nur vom geringgerechneten Restrisiko ausgehen, sondern die Überlegung einbeziehen, welche Auswirkungen bei einem Schadensfall eintreten.
auch in Deutschland und angrenzenden Ländern gibt es Erdbeben. Zusätzlich muß gesagt werden, daß es nicht einmal unbedingt Erdbeben braucht, um einen Atomunfall auszulösen - manchmal tuts auch ein simpler Stromausfall. http://de.wikipedia.org/w.... Und daß es keine Stromausfälle in Deutschland gibt, glauben Sie doch wohl selbst nicht?
Komisch - bei den zur Zeit arbeitenden 420 Atomreaktoren weltweit - liegt die rein statistisch vorkommende Häufigkeit für den nächsten größeren Atomunfall bei ca. 25 Jahren - unabhängig von Naturkatastrophen.
Wie jeder weiß, gibt es eine Reihe von Havariegründen - siehe Tschernobyl - Harrisburg - Schweden - etc. - auch ohne Naturkatatrophen.
Mal ehrlich - hätten Sie daran gedacht, das Algenbewuchs im Ansaugstutzen die Kühlung beeinträchtigen kann?
Ist in einem französischen Kernkraftwerk passiert.
Unabhängig von der Häufigkeit des Auftretens von Naturkatastrophen müßten diese möglichen Fehlerquellen - wie alle anderen Unfallmöglichkeiten auch - in den Bau von AKW`s eingeplant werden.
Und genau das ist nicht möglich - Technikentwicklung ist immer eine Mischung aus "try" und "error" gewesen - aus Unfällen hat man dazugelernt - um Jahre später am nächsten
Unfall wieder neue Erfahrungen zu machen.
Die vorgegauckelte Sicherheit von AKW `s ist ein Mythos -
auch nach dem bestandenen Stresstest. -
Wer aus den Atomunfällen nicht lernen will, oder kann ist wohl offentsichtlich!
"Die Wahrscheinlichkeit war und ist jedoch sehr gering".
Die auswirkungen aber sind katastrophal!
Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber die Auswirkungen sind gewaltig. Voellig einverstanden. Die Auswirkungen der Klimakatastrophe sind allerdings auch gewaltig.
Bei der Gesamtkalkulation der Technik, die man haben will, sollten alle Faktoren berechnet werden. Ich bin allerdings einverstanden, dass es nahezu unmoeglich wird, diese genau einzuschaetzen - weshalb die Kernkraftdiskussion zu einem Glaubenskrieg wird. Mich stoert, dass dieser Glaubenskrieg auf Pseudorationale Argumente zurueckgefuehrt wird, bei denen nur die Nachteile der Kernkraft auftauchen.
Wenn schon Glaubenskrieg, dann halt ganz ohne Argumente: Kernkraft ist boese oder gut.
Wenn aber der Argumentekrieg, dann mit allen Argumenten: Moegliche/eingetretene Gaus, Co2 Einsparungen, Tote durch Grubenungluecke, Grubenabsicherungen, Ueberschwemmungen durch Klimakatastrophe, Verseuchungen durch eingetretene GAUs - alles muss auf den Tisch, um rational zu argumentieren. Und die Wahrscheinlichkeit fuer das Eintreten von Unfaellen, die durchaus in D geringer sein kann als in Japan - wegen der groesseren Erdbebenwahrscheinlichkeit dort - muss auch beruecksichtigt werdne.
Gut moeglich, dass es sich am Ende als teurer (im Sinne aller einberechneten Kosten, eingeschlossen Menschenleben) erweist, Kernkraft in Japan zu betreiben, als Kohlekraft in Japan zu betreiben. Und moeglicherweise ist es in Deutschland teuere, Kohlekraft zu betreiben als Kernkraft. Ich weiss es nicht.
Wahrscheinlichkeit ist gering, soso. Nun, es wird ja immer behauptet, ein Gau würde nur alle 100.000 Jahre einmal eintreten - dann ist die Zeit seit Tschernobyl aber sehr schnell vergangen, muß ich sagen. Rechne ich Harrisburg dazu und Sellafield, haben wir bis jetzt im Durchschnitt alle 25 Jahre einen Gau gehabt oder sind nur sehr knapp dran vorbeigeschrammt, in Harrisburg z.B.
Aber selbst wenn dieses 'Restrisiko' geringgerechnet wird, so ist doch im Schadensfall die Auswirkung sehr viel größer als beispielsweise bei Unfällen mit anderen Kraftwerken - denn schon allein die Strahlung hält für Jahrzehnte oder Jahrhunderte an. Cäsium hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren - so lange ist auch die übliche Zeit für eine Generation. Da nach Nuklearexperten 10 Generationen vergehen sollten, bis landwirtschaftliche Produkte aus cäsiumverstrahlten Regionen wieder unbedenklich verzehrt werden können, haben wir also rund im Fukushima einen Zeitraum von 300 Jahren, in dem in diesem Gebiet nichts mehr angepflanzt werden kann. Das ist ein bißchen länger, als wäre ein Wasserkraftwerk kaputtgegangen. Andere radioaktive Isotope haben Halbwertszeiten von 10.000 Jahren oder sogar 100.000 bis zu Millionen oder Milliarden Jahre. http://de.wikipedia.org/w....
Man sollte also nicht nur vom geringgerechneten Restrisiko ausgehen, sondern die Überlegung einbeziehen, welche Auswirkungen bei einem Schadensfall eintreten.
auch in Deutschland und angrenzenden Ländern gibt es Erdbeben. Zusätzlich muß gesagt werden, daß es nicht einmal unbedingt Erdbeben braucht, um einen Atomunfall auszulösen - manchmal tuts auch ein simpler Stromausfall. http://de.wikipedia.org/w.... Und daß es keine Stromausfälle in Deutschland gibt, glauben Sie doch wohl selbst nicht?
Komisch - bei den zur Zeit arbeitenden 420 Atomreaktoren weltweit - liegt die rein statistisch vorkommende Häufigkeit für den nächsten größeren Atomunfall bei ca. 25 Jahren - unabhängig von Naturkatastrophen.
Wie jeder weiß, gibt es eine Reihe von Havariegründen - siehe Tschernobyl - Harrisburg - Schweden - etc. - auch ohne Naturkatatrophen.
Mal ehrlich - hätten Sie daran gedacht, das Algenbewuchs im Ansaugstutzen die Kühlung beeinträchtigen kann?
Ist in einem französischen Kernkraftwerk passiert.
Unabhängig von der Häufigkeit des Auftretens von Naturkatastrophen müßten diese möglichen Fehlerquellen - wie alle anderen Unfallmöglichkeiten auch - in den Bau von AKW`s eingeplant werden.
Und genau das ist nicht möglich - Technikentwicklung ist immer eine Mischung aus "try" und "error" gewesen - aus Unfällen hat man dazugelernt - um Jahre später am nächsten
Unfall wieder neue Erfahrungen zu machen.
Die vorgegauckelte Sicherheit von AKW `s ist ein Mythos -
auch nach dem bestandenen Stresstest. -
Wer aus den Atomunfällen nicht lernen will, oder kann ist wohl offentsichtlich!
"Die Wahrscheinlichkeit war und ist jedoch sehr gering".
Die auswirkungen aber sind katastrophal!
Die Wahrscheinlichkeit ist gering, aber die Auswirkungen sind gewaltig. Voellig einverstanden. Die Auswirkungen der Klimakatastrophe sind allerdings auch gewaltig.
Bei der Gesamtkalkulation der Technik, die man haben will, sollten alle Faktoren berechnet werden. Ich bin allerdings einverstanden, dass es nahezu unmoeglich wird, diese genau einzuschaetzen - weshalb die Kernkraftdiskussion zu einem Glaubenskrieg wird. Mich stoert, dass dieser Glaubenskrieg auf Pseudorationale Argumente zurueckgefuehrt wird, bei denen nur die Nachteile der Kernkraft auftauchen.
Wenn schon Glaubenskrieg, dann halt ganz ohne Argumente: Kernkraft ist boese oder gut.
Wenn aber der Argumentekrieg, dann mit allen Argumenten: Moegliche/eingetretene Gaus, Co2 Einsparungen, Tote durch Grubenungluecke, Grubenabsicherungen, Ueberschwemmungen durch Klimakatastrophe, Verseuchungen durch eingetretene GAUs - alles muss auf den Tisch, um rational zu argumentieren. Und die Wahrscheinlichkeit fuer das Eintreten von Unfaellen, die durchaus in D geringer sein kann als in Japan - wegen der groesseren Erdbebenwahrscheinlichkeit dort - muss auch beruecksichtigt werdne.
Gut moeglich, dass es sich am Ende als teurer (im Sinne aller einberechneten Kosten, eingeschlossen Menschenleben) erweist, Kernkraft in Japan zu betreiben, als Kohlekraft in Japan zu betreiben. Und moeglicherweise ist es in Deutschland teuere, Kohlekraft zu betreiben als Kernkraft. Ich weiss es nicht.
für den schönen und informativen Artikel; abseits der Schlagzeilen.
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