SpanienSanfte Wut

In Spanien hat sich eine neue politische Kraft formiert: Die Jugend. Wie stark ist ihr Protest?

Junge Menschen auf dem Puerto del Sol in Madrid

Junge Menschen auf dem Puerto del Sol in Madrid

Allmählich erwacht jetzt in Europa das Interesse an der spanischen Politik. Das hat nicht so sehr mit dem Ergebnis der Regional- und Kommunalwahlen vom vergangenen Sonntag zu tun, die mit einem historischen Debakel der Sozialisten endeten und die Zukunft der Madrider Minderheitsregierung von José Luis Rodríguez Zapatero trist aussehen lässt. In den vergangenen zwei Wochen erlebte das Land, zum Erstaunen seiner Eliten, plötzlich genau die »Empörung«, die der französische Erfolgsautor Stéphane Hessel von der europäischen Jugend fordert. In Spanien ist sie gleichsam über Nacht zu einer politischen Bewegung geworden.

In der üblichen Macht- und Alltagspolitik dominiert jetzt die Frage: Was wird aus Zapatero , wann gibt es allgemeine Wahlen? Aber das ist außerhalb dieses geschlossenen Milieus der politischen Klasse nur Nebensache. Dort geht es um etwas anderes, nämlich: Was wird aus dieser »Empörung«? Wird sie die politische Kultur insgesamt beeinflussen? Sind die Forderungen der »Empörten«, wie die Mitglieder der Bewegung sich selbst nennen, nach einer radikalen Reform des politischen und wirtschaftlichen Systems realisierbar?

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Das Zentrum der Bewegung, die in der Wahlwoche zwischen dem 15. und 22. Mai das Bild der spanischen Demokratie bestimmte, war der zentrale Platz des Königsreichs, die traditionelle Puerta del Sol im Herzen von Madrid, ein demokratischer Markt der Utopien, Ideale und Forderungen. Um die tausend Leute versammelten sich hier am ersten Abend , intelligente, junge, politisch interessierte, aber zugleich enttäuschte Bürger, herbeigerufen über die üblichen Instrumente der jüngeren Generation: Facebook, Twitter, E-Mails und SMS. Mehrere Tausend waren es am zweiten Abend. Von da an erhöhten die Zahlen sich sprunghaft, auf 40.000 oder noch mehr am Abend vor der Wahl. Zuvor hatte ein Gericht die Versammlung verboten, ein konservativ inspiriertes Mehrheitsvotum, welches das Innenministerium klugerweise ignorierte, unter der Voraussetzung, dass der »Sol« friedlich bliebe und am Sonntag niemand von den Versammelten beim Gang ins Wahllokal behindert würde.

Kein Problem. So friedlich, freundlich, geduldig, auf Sauberkeit und Ordnung bedacht wie diese Protestversammlung war noch keine Massenkundgebung, die zusammengetrommelt worden war zum Kampf gegen »das System«, gegen das reale und erst recht das gefühlte Unrecht der Gesellschaftsordnung und das Desinteresse der Parteien und der Politiker. Und so empörten sie sich, sehr viele Junge, zunehmend auch weniger Junge und schließlich auch die Älteren und Alte. Aber sie empörten sich auf unerhörte Weise: friedlich, wie gesagt, mit viel Humor, kreativen Slogans und enormer Demonstrationsdisziplin. Damit hatten nicht einmal die vielen unbekannten Erfinder dieses Ereignisses gerechnet. Leute wie der 26 Jahre alte Architekturstudent Jon Aguirre Such oder der gleichaltrige Rechtsanwalt Fabio Gándara. Dieses Echo hat sie überrumpelt, innerhalb von 48 Stunden wurden sie zu Meistern der Improvisation.

Wochen vor dem spanischen Wahltag hatten sie darüber nachgedacht, wie man ein Zeichen gegen die 45 Prozent Jugendarbeitslosigkeit, Zweiparteienherrschaft auf allen institutionellen Ebenen und immer stärker um sich greifende Korruption setzen könnte. Sie dachten sich einen Slogan aus, der beides zusammen auf den Punkt bringen sollte: »Wir sind kein Material in den Händen von Politikern und Bankern«. Sie nannten ihr Projekt Democracia Real Ya (DRY), Echte Demokratie Jetzt, bauten, wie sich das gehört, eine Website auf und machten sich schließlich mit Hilfe moderner Kommunikationstechniken bemerkbar. Die Flüsterparole via Facebook und Twitter: Lasst uns was unternehmen. Es ist Zeit zur Empörung. Wussten sie, was sie damit anstießen?

Klar, Unruhe wollten Aguirre und Gándara schon schaffen. Aber dass es solche Dimensionen annehmen würde, wie es dann geschah, das hatte sie dann doch verblüfft. Mit Democracia Real Ya setzten sie ein unübersehbares Zeichen für eine neue Streitkultur im Land. An ihrer ersten Pressekonferenz vor dem 15. Mai hatten drei Journalisten teilgenommen. Diese Leute waren 48 Stunden vor dem Start des Abenteuers Puerta del Sol noch keine Nachricht. Auch die Reporter, die da waren, kriegten erst mal nichts davon ins Blatt. Ein paar Leute wollen die Demokratie verändern: Ist das eine Nachricht?

Währenddessen tobte draußen, in der wirklichen Wirklichkeit voller Scheinfragen und Scheinkontroversen, die heiße Phase des Wahlkampfs. Es sollte nur um Landesparlamente, um Stadt- und Gemeinderäte gehen, in Wahrheit ging es um Zapatero oder die konservative PP und deren Spitzenmann, den zweimaligen Wahlverlierer Mariano Rajoy. Wie es nachher, eine Woche später, ausging, ist bekannt: Die PP gewann quer durchs Terrain und feierte dies wie den größten Sieg aller Zeiten. Die üblichen Rituale: Die einen verzweifelt, Rücktrittsvermutungen, Nachfolgespekulationen. Die anderen auf Wolke sieben, die Sieger, die Triumphatoren.

Leserkommentare
  1. der Protest egtl. durch sämtliche demographische Gruppen geht. Sicherlich dürfte der Großteil der Protestierenden zwischen 16 und 30 Jahren alt sein, aber in den Videos und auf den Photos ist auch ein großer Teil Menschen zu sehen, die längst jenseits der 40 oder gar 50 sind.

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  2. 2. Danke!

    Ich will hier mal ein Danke an die Redaktion aussprechen, dass sie über dieses so wichtige Ereignis weiterhin berichten.
    Bei den "öffentlich Rechtlichen" dagegen hat man manchmal den Eindruck sie wollen das ganze ignorieren, nicht das jemand in Deutschland noch auf ähnliche Ideen kommt.

    12 Leserempfehlungen
  3. ist nicht ganz richtig - der Protest hatte einen Vorlauf von über einem Jahr. Eine Rolle spielt das 'ley Sinde', das spanische Äquivalent zu den deutschen KiPo-Seiten, das im Januar 2010 heimlich, still und leise verabschiedet werden sollte - mit dem Gesetz hätten binnen 4 Tagen Websites ohne jede Überprüfung abgeschaltet werden können, daraufhin formierte sich das http://red-sostenible.net/index.php/Página_Principal, hier die englische Übersetzung des Manifests http://red-sostenible.net... Der meines Wissens letzte Stand http://www.tumbit.com/new...

    Eine Rolle spielte auch die Suspendierung von Baltasar Garzón, Untersuchungsrichter an der Audiencia Nacional in Madrid http://www.zeit.de/politi... , der sich mit Untersuchungen zu Geldwäsche, Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit unter Franco und in Lateinamerika viele Feinde in Spanien machte. Unterstützt durch http://www.franconohamuer...

    Dann http://malestar.org/ der Zustand des Unbehagens, mit Flashmobs etc. jede Menge Videos auf der Website. Jugend ohne Zukunft http://www.juventudsinfut... , hier ein deutscher Blog dazu https://krisenzeiten.word... http://www.nolesvotes.com/ mit einer wunderschönen Karte zur Korruption bis in die kleinsten Dörfer http://wiki.nolesvotes.org/wiki/Corruptódromo

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    http://www.democraciareal... eine deutsche Übersetzung des Manifests gibt's bei Spreeblick http://www.spreeblick.com/2011/05/17/regierungsproteste-in-spanien-–-nobody-expects-the-spanishrevolution/#more-45736

    Hier noch ein guter Artikel aus dem Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.d... und einer von eSpanien http://www.espanien.de/bl... Ein etwas älteres, aber sehr empfehlenswertes Interview mit Rafael Eduardo Wefers Verástegui http://rafaelwv.posterous... und hier kann man sehen, wer da so alles protestiert http://www.flickr.com/pho...

    Eine Rolle spielt die Jugendarbeitslosigkeit von über 40%, die Beschneidung der Sozialsysteme, die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten.

    'Gleichsam über Nacht' ist Unsinn - das ist langsam gewachsener Zorn. Wir täten gut daran, uns ein Beispiel zu nehmen.

    http://red-sostenible.net/index.php/Página_Principal
    die Korruptionskarte: http://preview.tinyurl.co...
    und in #5 Spreeblick http://preview.tinyurl.co...

    http://www.democraciareal... eine deutsche Übersetzung des Manifests gibt's bei Spreeblick http://www.spreeblick.com/2011/05/17/regierungsproteste-in-spanien-–-nobody-expects-the-spanishrevolution/#more-45736

    Hier noch ein guter Artikel aus dem Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.d... und einer von eSpanien http://www.espanien.de/bl... Ein etwas älteres, aber sehr empfehlenswertes Interview mit Rafael Eduardo Wefers Verástegui http://rafaelwv.posterous... und hier kann man sehen, wer da so alles protestiert http://www.flickr.com/pho...

    Eine Rolle spielt die Jugendarbeitslosigkeit von über 40%, die Beschneidung der Sozialsysteme, die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten.

    'Gleichsam über Nacht' ist Unsinn - das ist langsam gewachsener Zorn. Wir täten gut daran, uns ein Beispiel zu nehmen.

    http://red-sostenible.net/index.php/Página_Principal
    die Korruptionskarte: http://preview.tinyurl.co...
    und in #5 Spreeblick http://preview.tinyurl.co...

  4. war es nicht nur die Jugend. Innerhalb kürzester Zeit hatten sich einige Tausend Leute solidarisiert. Es gab zwar über 100 Verletzte aber der Polizei Einsatz wurde abgebrochen.

    Das für Zapatero und Klientel unbegreifliche ist der friedliche Protest. Der Versuch in der letzten Nacht mit Schlägertruppen 200 friedliche Demonstranten zu vertreiben ist kläglich gescheitert. Die Bürger werden wach und solidarisieren sich.

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    passieren damit die demonstranten glücklich sind? soll der deutsche steuerzahler noch ein paar milliarden dafür nach spanien schieben?

    in Spanien zeigt sich natürlich sehr offen das wahre Gesicht linker Regierungen. Schlimmere Prügelszenen habe ich in Kairo auch nicht gesehen und mehr Verletzte an einem Tag auch nicht. Hier wird eine Demokratiebewegung von einer linksgerichteten und mit deutschen Rot-Grünen befreundeten Regierung brutal unterdrückt und an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte gehindert. die Krönung ist die Begründung man brauche den Platz für feiernde Fußballfans!
    Ich bin der Meinung hier muß, genau wir in Nordafrika und anderswo, die NATO eingreifen und die Dmokratie schützen. Trotzig hat ja auch in Nordafrika militärisches Eingreifen gefordert und ist mit Sicherheit auch hier meiner Meinunng.
    Also, Bomben auf Barcelona?
    oder ist es doch vielleicht etwas anderes wenn Sozialisten die Demokratie mit Füßen treten?

    passieren damit die demonstranten glücklich sind? soll der deutsche steuerzahler noch ein paar milliarden dafür nach spanien schieben?

    in Spanien zeigt sich natürlich sehr offen das wahre Gesicht linker Regierungen. Schlimmere Prügelszenen habe ich in Kairo auch nicht gesehen und mehr Verletzte an einem Tag auch nicht. Hier wird eine Demokratiebewegung von einer linksgerichteten und mit deutschen Rot-Grünen befreundeten Regierung brutal unterdrückt und an der Ausübung ihrer demokratischen Rechte gehindert. die Krönung ist die Begründung man brauche den Platz für feiernde Fußballfans!
    Ich bin der Meinung hier muß, genau wir in Nordafrika und anderswo, die NATO eingreifen und die Dmokratie schützen. Trotzig hat ja auch in Nordafrika militärisches Eingreifen gefordert und ist mit Sicherheit auch hier meiner Meinunng.
    Also, Bomben auf Barcelona?
    oder ist es doch vielleicht etwas anderes wenn Sozialisten die Demokratie mit Füßen treten?

  5. http://www.democraciareal... eine deutsche Übersetzung des Manifests gibt's bei Spreeblick http://www.spreeblick.com/2011/05/17/regierungsproteste-in-spanien-–-nobody-expects-the-spanishrevolution/#more-45736

    Hier noch ein guter Artikel aus dem Tagesspiegel http://www.tagesspiegel.d... und einer von eSpanien http://www.espanien.de/bl... Ein etwas älteres, aber sehr empfehlenswertes Interview mit Rafael Eduardo Wefers Verástegui http://rafaelwv.posterous... und hier kann man sehen, wer da so alles protestiert http://www.flickr.com/pho...

    Eine Rolle spielt die Jugendarbeitslosigkeit von über 40%, die Beschneidung der Sozialsysteme, die Privatisierung von Gewinnen und die Sozialisierung von Verlusten.

    'Gleichsam über Nacht' ist Unsinn - das ist langsam gewachsener Zorn. Wir täten gut daran, uns ein Beispiel zu nehmen.

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    ... das Internet liefert 'neue Nahrung' für alle Unzufriedenen. Ob sich daraus was entwickelt, bleibt erstmal abzuwarten. Aber der Protest allein genügt nicht, es müssen Diskussionen angestossen werden (http://freies-in-wort-und...), wie es weiter gehen soll und mögen sie zuerst noch so abstrus erscheinen, denn Spanien ist nicht allein von der ganzen Scheiße betroffen, aber sie trauen sich wenigstens, endlich was zu unternehmen.

    ... das Internet liefert 'neue Nahrung' für alle Unzufriedenen. Ob sich daraus was entwickelt, bleibt erstmal abzuwarten. Aber der Protest allein genügt nicht, es müssen Diskussionen angestossen werden (http://freies-in-wort-und...), wie es weiter gehen soll und mögen sie zuerst noch so abstrus erscheinen, denn Spanien ist nicht allein von der ganzen Scheiße betroffen, aber sie trauen sich wenigstens, endlich was zu unternehmen.

  6. passieren damit die demonstranten glücklich sind? soll der deutsche steuerzahler noch ein paar milliarden dafür nach spanien schieben?

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    'Deutsche Banken hatten der BIZ zufolge per Ende Juni 181,6 Milliarden Euro nach Spanien verliehen. Davon gingen 81,1 Milliarden Euro an die Geldhäuser des Landes und 74,4 Milliarden an Privatunternehmen.' http://www.handelsblatt.c...

    Unter anderem gegen unseriöse Bankgeschäfte, für die letztendlich die Bürger haften müssen, richtet sich der spanische Protest.

    klar, doch was konkret muß jetzt passieren, sollen wir unsere spareinlagen dafür spenden? und würde das dann etwas verändern das in der vergangenheit insbesondere in den jetzt geldknappen eu-ländern eine mißwirtschaft für diesen zeitraum das volk beschenkte?

    ohne in den "Rettungsschirm- sumpf" zu zahlen. Die Bankenrettung ist ganz alleine auf dem Regierungsm...haufen
    gewachsen. Der RS wird durch Kürzungen im Sozialen Bereich finanziert, auf Kosten der Bürger, ohne das wir Steuerzahler gefragt werden. Man sollte davon ausgehen das die Krise nicht beendet ist - Deutschland wird es noch merken.

    • Maxey
    • 28.05.2011 um 18:13 Uhr

    befor sie solch arrogante und unangebrachete kommentare schreiben es geht den demostranten um den wechsel des politischen systems in spanien. dieses ist korrupt und geht am bürger vorbei.

    Bitte reagieren Sie sachlich auf andere Kommentare. Danke, die Redaktion/se.

    Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, dass den Profieuren dieser Krise genau daran gelegen ist, dass die deutschen Bürger auf die "faulen Spanier und die dicken Griechen" schimpfen?
    Das ist eine sehr alte Strategie. Sie heißt "divide et impera".
    Wenn man es schafft, die Völker Europas zu entsolidarisieren und gegeneinander aufzuhetzten, lässt sich diese Politik der Ausbeutung mit Leichtigkeit weiterführen.

    nicht sondern habe nur bemerkt das wir bereits seit schröders agendastart etwas sparsamer mit unseren mitteln umgegegangen sind und darüber ja auch heute noch streiten und das das zum beispiel dort nicht der fall war

    Sorry, aber ich habe wirklich den Eindruck, sie verstehen immer noch nicht warum die Menschen in Spanien auf die Straße gehen. Den Menschen in Spanien geht es genauso wie Ihnen. Sie wollen nicht für etwas zahlen, was sie nicht verbockt haben.

    Deswegen sind aber nicht die Menschen in Spanien diejenigen denen wir unsere Steuergelder in den Hals werfen, sondern denjenigen, die diese Gelder die Jahre zuvor veruntreut haben und sich daran bereicherten. Wieso aber richtet sich dann ihre Wut gegen die spanische Bevölkerung?

    Wir haben schließlich kein Geldproblem sondern ein Verteilungsproblem.

    Und deshalb kann dieser Protest mittelfristig kein spanisches Problem bleiben. Wir wollen es nur noch nicht wahr haben.

    'Deutsche Banken hatten der BIZ zufolge per Ende Juni 181,6 Milliarden Euro nach Spanien verliehen. Davon gingen 81,1 Milliarden Euro an die Geldhäuser des Landes und 74,4 Milliarden an Privatunternehmen.' http://www.handelsblatt.c...

    Unter anderem gegen unseriöse Bankgeschäfte, für die letztendlich die Bürger haften müssen, richtet sich der spanische Protest.

    klar, doch was konkret muß jetzt passieren, sollen wir unsere spareinlagen dafür spenden? und würde das dann etwas verändern das in der vergangenheit insbesondere in den jetzt geldknappen eu-ländern eine mißwirtschaft für diesen zeitraum das volk beschenkte?

    ohne in den "Rettungsschirm- sumpf" zu zahlen. Die Bankenrettung ist ganz alleine auf dem Regierungsm...haufen
    gewachsen. Der RS wird durch Kürzungen im Sozialen Bereich finanziert, auf Kosten der Bürger, ohne das wir Steuerzahler gefragt werden. Man sollte davon ausgehen das die Krise nicht beendet ist - Deutschland wird es noch merken.

    • Maxey
    • 28.05.2011 um 18:13 Uhr

    befor sie solch arrogante und unangebrachete kommentare schreiben es geht den demostranten um den wechsel des politischen systems in spanien. dieses ist korrupt und geht am bürger vorbei.

    Bitte reagieren Sie sachlich auf andere Kommentare. Danke, die Redaktion/se.

    Sind Sie schon einmal auf die Idee gekommen, dass den Profieuren dieser Krise genau daran gelegen ist, dass die deutschen Bürger auf die "faulen Spanier und die dicken Griechen" schimpfen?
    Das ist eine sehr alte Strategie. Sie heißt "divide et impera".
    Wenn man es schafft, die Völker Europas zu entsolidarisieren und gegeneinander aufzuhetzten, lässt sich diese Politik der Ausbeutung mit Leichtigkeit weiterführen.

    nicht sondern habe nur bemerkt das wir bereits seit schröders agendastart etwas sparsamer mit unseren mitteln umgegegangen sind und darüber ja auch heute noch streiten und das das zum beispiel dort nicht der fall war

    Sorry, aber ich habe wirklich den Eindruck, sie verstehen immer noch nicht warum die Menschen in Spanien auf die Straße gehen. Den Menschen in Spanien geht es genauso wie Ihnen. Sie wollen nicht für etwas zahlen, was sie nicht verbockt haben.

    Deswegen sind aber nicht die Menschen in Spanien diejenigen denen wir unsere Steuergelder in den Hals werfen, sondern denjenigen, die diese Gelder die Jahre zuvor veruntreut haben und sich daran bereicherten. Wieso aber richtet sich dann ihre Wut gegen die spanische Bevölkerung?

    Wir haben schließlich kein Geldproblem sondern ein Verteilungsproblem.

    Und deshalb kann dieser Protest mittelfristig kein spanisches Problem bleiben. Wir wollen es nur noch nicht wahr haben.

  7. http://red-sostenible.net/index.php/Página_Principal
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    http://preview.tinyurl.co... die Hauptseite des nachhaltigen Netzes

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