Arbeitsmarkt "Mir gab das zu denken"

Die Kolumne von Peer Steinbrück: Die Spaltung des Arbeitsmarktes gefährdet die soziale und demokratische Stabilität.

Für Konservative ist schwer zu verstehen, dass manches verändert werden muss, wenn vieles von dem erhalten werden soll, was sich bewährt hat und einer Gesellschaft im Wandel Halt gibt. Radikalliberale mit einem Hang zur Diskreditierung staatlicher Aktivitäten fremdeln mit der Logik, dass erst ein handlungsfähiger Staat über öffentliche Leistungen und Regelsetzungen die Grundlagen schafft, auf denen sich einzelwirtschaftliche Interessen ohne selbstzerstörerische Tendenz entfalten können. Ihnen leuchtet auch nur schwerlich ein, dass Freiheit ohne sozialen Ausgleich und intakte staatliche Institutionen gefährdet ist, weil die Zügellosigkeit einiger die Freiheit vieler einschränkt und eine krasse Wettbewerbsgesellschaft ihre Verlierer auf die Barrikaden treiben kann. Sozialdemokraten wiederum vergessen gelegentlich, dass erst erwirtschaftet werden muss, was anschließend verteilt werden kann. Und einigen wohlsituierten Anhängern der Ökologiebewegung leuchtet es nur schwerlich ein, dass erfolgreicher Umwelt- und Klimaschutz technologisches Know-how und industrielle Kapazitäten voraussetzt.

Politische Fähigkeit beweist sich einerseits darin, solche Einsichten zusammenzuführen. Sie bestätigt sich andererseits in der Erkenntnis, dass jede Übertreibung und erst recht jeder Exzess die Stabilität einer politischen und wirtschaftlichen Ordnung wie der parlamentarischen Demokratie und sozialen Marktwirtschaft ins Wanken bringen kann. So unterminiert Staatsversessenheit zwar die Eigenverantwortung und Eigeninitiative. Umgekehrt bedroht aber Staatsvergessenheit das öffentliche Wohl und versperrt der schwächeren Bürgerschaft den Zugang zu Teilhabe und Teilnahme. Asymmetrien in der Einkommens- und Vermögensverteilung werfen nicht nur Gerechtigkeitsfragen auf, sondern spalten unsere Gesellschaft mit der Folge, dass ein Teil sich deklassiert sieht und sich in seiner Unzufriedenheit politisch, kulturell und lebensweltlich abkapselt. Eine solche soziale Desintegration öffnet Türen für Fliehkräfte und Ressentiments, die genau die Basis bedrohen, auf der die Bewohner der oberen Etagen der Gesellschaft sitzen – und von wo aus sie ihren sozialen Status und materiellen Wohlstand oft sehr selbstbezogen als ebenso dauerhaft wie normal unterstellen.

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Peer Steinbrück - Zur Sache

SPD-Mann aus Norddeutschland, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen, Finanzminister der Großen Koalition, ihr Bankenretter und Krisenkämpfer, zuletzt Buchautor und Kommentator: Peer Steinbrück hat sich nicht nur als Parteipolitiker einen Namen gemacht, sondern auch als Experte für klare Worte.  Als Sprachrohr des gesunden Menschenverstandes, wo andere im Politsprech erstarren. Einmal im Monat kommentiert er nun in der ZEIT unter dem Titel  »Steinbrück – Zur Sache«  die ökonomischen Zeitläufte

Die Drift in der Einkommens- und Vermögensverteilung ist offensichtlich. Sie steht im Zusammenhang mit einer Zellteilung unserer Gesellschaft auf dem Arbeitsmarkt. Die Erosion des sogenannten Normalarbeitsverhältnisses – gemeinhin eine unbefristete Vollzeitbeschäftigung, die in die sozialen Sicherungssysteme integriert ist – und damit die Spaltung des Arbeitsmarktes hat besorgniserregend zugenommen. Die Zahl der »atypisch« Beschäftigten – etwa Leiharbeiter, Teilzeitbeschäftigte, geringfügig Beschäftigte – ist von 1999 bis 2009 um 1,8 Millionen auf 7,6 Millionen Personen gewachsen. Damit ist ihr Anteil an der gesamten Arbeitnehmerschaft von 19,7 auf 24,8 Prozent gestiegen. Jeder vierte Arbeitnehmer ist demnach »atypisch« beschäftigt und einer höchst unsicheren Perspektive für seinen Broterwerb oder die Versorgung seiner Familie ausgesetzt. Bei Arbeitnehmern mit geringen Qualifikationen beträgt der Anteil »atypisch« Beschäftigter sogar über 40 Prozent.

Der nach Kaufkraft gerechnete Lohn von Geringqualifizierten entspricht dem Niveau des Jahres 1985. Sie haben im Gegensatz zu den oberen und insbesondere obersten Einkommensschichten keinen Anteil an der Wohlstandsentwicklung gehabt. Das gilt für sage und schreibe fünf Millionen Bürger in Deutschland. 75 Prozent der Leiharbeitnehmer arbeiten für einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle. Selbst Arbeiternehmerinnen und Arbeitnehmer in einem Normalarbeitsverhältnis haben in den vergangenen zehn Jahren kaum oder gar keine Reallohnzuwächse verzeichnet, was sich logischerweise negativ auf ihre Kaufkraft und damit die Inlandsnachfrage in Deutschland ausgewirkt hat. Dementsprechend sank die Lohnquote – der Anteil von Löhnen und Gehältern an der jährlichen Wirtschaftsleistung – im ersten Jahrzehnt auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, während die Quote aus Gewinnen und Kapitaleinkünften auf ein Rekordniveau kletterte.

Gewinne sind hochwillkommen. Worum es hier geht, sind Verteilungseffekte und Risse in der Gesellschaft, weil vom Wohlstandskuchen auf den Tellern weiter Teile der Bevölkerung allenfalls Krümel landen. Der unterste Teil der Gesellschaft sieht sich als Prekariat gar von jedwedem Wohlstandszuwachs abgekoppelt. Der Einwand, dafür sei doch das Steuersystem verantwortlich, stimmt nicht, weil die unteren Zehntel in der Einkommenspyramide gar keine oder kaum Steuern zahlen – wohl aber Sozialversicherungsabgaben.

Leser-Kommentare
    • tisass
    • 30.05.2011 um 19:55 Uhr

    Schade, dass sich solche Erkenntnisse immer erst dann niederschlagen, sobald das Amt geräumt ist.

    Aber vielleicht erhält der Autor demnächst eine zweite Chance.

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    • joG
    • 30.05.2011 um 20:57 Uhr

    ....sollten wir alle hoffen, dass er nun gerafft hat, dass die deutesch Wirtschaft nicht abgekoppelt ist von der Weltwirtschaft. Im Zusammenhang zu diesem Artikel wäre schön, wenn er bis dahin auch weiß, dass ein pluralistisch ausgerichteter Arbeitsmarkt auch weit mehr Flexibilität aufweist und dadurch der Rigidität umgeht. So sind planerische Fehler weniger katastrophal als bspw im Generationenvertrag oder in der Finanzregulierung vor der Krise demonstriert wurden.

    • keox
    • 30.05.2011 um 21:50 Uhr

    "Aber vielleicht erhält der Autor demnächst eine zweite Chance." unterläßt er es ja auch strikt, seine (Mit)Verantwortung dieser Zustände zu thematisieren.

    Erinnert an eine frühere Fernsehsendung:

    "Nepper, Schlepper, Bauernfänger".

    • Timnik
    • 30.05.2011 um 22:12 Uhr

    Ach nein!!!
    Sollte der "liebe" Peer wirklich zur Einsicht gekommen sein?
    Nein!
    Er gehört zu der Truppe unter der Führung von Gasgerd, Clemens, Münte usw!, die ihre Partei missbraucht haben für die eigenen Interessen, die Wähler verrieten, indem sie die Wahlversprechen nie erfüllen wollten und die die stolze Dame SPD fast vernichtet haben!
    Und heute redet er wie ein Wolf, der Kreide gefressen hat!
    DEr will an die Macht! Dabei sind ihm die Interessen der Menschen gleichgültig!
    Oportunisten sind nicht vertrauenswürdig!
    Wie heisst doch ein deutsches Sprichwort?
    Richtig: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!
    Aber sie haben die Freiheit, dem Peer auf dem Leim zu gehen!

    • joG
    • 30.05.2011 um 20:57 Uhr

    ....sollten wir alle hoffen, dass er nun gerafft hat, dass die deutesch Wirtschaft nicht abgekoppelt ist von der Weltwirtschaft. Im Zusammenhang zu diesem Artikel wäre schön, wenn er bis dahin auch weiß, dass ein pluralistisch ausgerichteter Arbeitsmarkt auch weit mehr Flexibilität aufweist und dadurch der Rigidität umgeht. So sind planerische Fehler weniger katastrophal als bspw im Generationenvertrag oder in der Finanzregulierung vor der Krise demonstriert wurden.

    • keox
    • 30.05.2011 um 21:50 Uhr

    "Aber vielleicht erhält der Autor demnächst eine zweite Chance." unterläßt er es ja auch strikt, seine (Mit)Verantwortung dieser Zustände zu thematisieren.

    Erinnert an eine frühere Fernsehsendung:

    "Nepper, Schlepper, Bauernfänger".

    • Timnik
    • 30.05.2011 um 22:12 Uhr

    Ach nein!!!
    Sollte der "liebe" Peer wirklich zur Einsicht gekommen sein?
    Nein!
    Er gehört zu der Truppe unter der Führung von Gasgerd, Clemens, Münte usw!, die ihre Partei missbraucht haben für die eigenen Interessen, die Wähler verrieten, indem sie die Wahlversprechen nie erfüllen wollten und die die stolze Dame SPD fast vernichtet haben!
    Und heute redet er wie ein Wolf, der Kreide gefressen hat!
    DEr will an die Macht! Dabei sind ihm die Interessen der Menschen gleichgültig!
    Oportunisten sind nicht vertrauenswürdig!
    Wie heisst doch ein deutsches Sprichwort?
    Richtig: Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!
    Aber sie haben die Freiheit, dem Peer auf dem Leim zu gehen!

  1. Nichts halbes, nichts Ganzes. Viel pseudoempirisches Geschwafel.[...]
    Bitte äußern Sie Kritik anhand sachlicher Argumente. Danke. Die Redaktion/lv

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    Das war nur eine Feststellung, da braucht sich niemand angegriffen fühlen. Es sei denn das Ego hat gesiegt...

    Ich habe an der LSE in 2010 ein ähnliches Steinbrücksches Lehrstück erleben dürfen. Da hat der Mensch den deutschen Oberschichtssprösslingen lang und breit erklärt, dass die Party nun zu Ende sein müsse. Da fordert man sozusagen von den Kröten ihren Sumpf trocken zu legen.

    In ebendiesem Stil ist auch diese "Analyse" geschrieben. Steinbrück bleibt konkrete Vorschläge zur Resozialdemokratisierung Deutschlands schuldig, um es mal mit den Worten von Gysi auszudrücken: er will das Primat des Staates über die Wirtschaft zurück, aber er scheint nicht zu wissen, wie er das hinbekommen kann. Stattdessen kommt hier ein eindringliches Moralisieren zum Ausdruck, dass ehrenhaft aber eben doch unwissenschaftlich ist. Vielleicht kann Herr Steinbrück ja seinen Berater Asmussen befragen, was die richtigen Maßnahmen für die nächsten Jahre wären!
    Von den Rechenfehlern und Inkohärenz in der Argumentationsführung in seiner Kolumne gar nicht zu reden.

    Ist es der Redaktion so unangenehm, dass ein User die Kompetenz beurteilt ohne dieses längst Gesagte noch mal breit und lang erklären zu müssen? Man kann gesellschaftliche Probleme zerreden anstatt wirklich nach dem Kausalitätsprinzip zu "reformieren" oder handeln. Genau das ist die Strategie der SPD seit Ausbruch der Finanzkrise vor vier Jahren!

    Das war nur eine Feststellung, da braucht sich niemand angegriffen fühlen. Es sei denn das Ego hat gesiegt...

    Ich habe an der LSE in 2010 ein ähnliches Steinbrücksches Lehrstück erleben dürfen. Da hat der Mensch den deutschen Oberschichtssprösslingen lang und breit erklärt, dass die Party nun zu Ende sein müsse. Da fordert man sozusagen von den Kröten ihren Sumpf trocken zu legen.

    In ebendiesem Stil ist auch diese "Analyse" geschrieben. Steinbrück bleibt konkrete Vorschläge zur Resozialdemokratisierung Deutschlands schuldig, um es mal mit den Worten von Gysi auszudrücken: er will das Primat des Staates über die Wirtschaft zurück, aber er scheint nicht zu wissen, wie er das hinbekommen kann. Stattdessen kommt hier ein eindringliches Moralisieren zum Ausdruck, dass ehrenhaft aber eben doch unwissenschaftlich ist. Vielleicht kann Herr Steinbrück ja seinen Berater Asmussen befragen, was die richtigen Maßnahmen für die nächsten Jahre wären!
    Von den Rechenfehlern und Inkohärenz in der Argumentationsführung in seiner Kolumne gar nicht zu reden.

    Ist es der Redaktion so unangenehm, dass ein User die Kompetenz beurteilt ohne dieses längst Gesagte noch mal breit und lang erklären zu müssen? Man kann gesellschaftliche Probleme zerreden anstatt wirklich nach dem Kausalitätsprinzip zu "reformieren" oder handeln. Genau das ist die Strategie der SPD seit Ausbruch der Finanzkrise vor vier Jahren!

  2. Ich stimme seiner Analyse vollinhaltlich zu. Nur gehört der Autor zu denjenigen, die in der Schröder-Ära den Grundstein für genau diese Entwicklung gelegt haben. Und ich unterstelle, dass diese Auswirkungen allerwenigstens billigend in Kauf genommen wenn nicht sogar absichtlich herbeigeführt wurden, um Umverteilung in Richtung von Parteispendern und potentiellen, postpolitischen Arbeitgebern zu betreiben.

    Dass diese Analyse erst jetzt kommt, wo man so tun kann, als wäre die asoziale Entwicklung des Arbeitsmarktes die alleinige Schuld der bürgerlichen Regierung, spricht Bände.

    37 Leser-Empfehlungen
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    "Ich stimme seiner Analyse vollinhaltlich zu. Nur gehört der Autor zu denjenigen, die in der Schröder-Ära den Grundstein für genau diese Entwicklung gelegt haben. "

    Right! "Seit der Bundestagswahl 2009 hat er (Steinbrück) an 12 von 19 wichtigen Parlamentsabstimmungen nicht teilgenommen"
    Zur Deregulierung des Arbeitsmarkts hat er selbst genug beigetragen. Soll er mal lieber seinen eigenen Beitrag zur geschilderten Situation kritisch analysieren! Für ein "jawohl ich habe Fehler gemacht, aber jetzt machen wir es besser" hätte er meine Anerkennung. Aber Fehler geben die Herren à la Gutenberg anscheinend nur zu, wenn sie bereits des Betrugs überführt sind.

    "Ich stimme seiner Analyse vollinhaltlich zu. Nur gehört der Autor zu denjenigen, die in der Schröder-Ära den Grundstein für genau diese Entwicklung gelegt haben. "

    Right! "Seit der Bundestagswahl 2009 hat er (Steinbrück) an 12 von 19 wichtigen Parlamentsabstimmungen nicht teilgenommen"
    Zur Deregulierung des Arbeitsmarkts hat er selbst genug beigetragen. Soll er mal lieber seinen eigenen Beitrag zur geschilderten Situation kritisch analysieren! Für ein "jawohl ich habe Fehler gemacht, aber jetzt machen wir es besser" hätte er meine Anerkennung. Aber Fehler geben die Herren à la Gutenberg anscheinend nur zu, wenn sie bereits des Betrugs überführt sind.

  3. Das war nur eine Feststellung, da braucht sich niemand angegriffen fühlen. Es sei denn das Ego hat gesiegt...

    Ich habe an der LSE in 2010 ein ähnliches Steinbrücksches Lehrstück erleben dürfen. Da hat der Mensch den deutschen Oberschichtssprösslingen lang und breit erklärt, dass die Party nun zu Ende sein müsse. Da fordert man sozusagen von den Kröten ihren Sumpf trocken zu legen.

    In ebendiesem Stil ist auch diese "Analyse" geschrieben. Steinbrück bleibt konkrete Vorschläge zur Resozialdemokratisierung Deutschlands schuldig, um es mal mit den Worten von Gysi auszudrücken: er will das Primat des Staates über die Wirtschaft zurück, aber er scheint nicht zu wissen, wie er das hinbekommen kann. Stattdessen kommt hier ein eindringliches Moralisieren zum Ausdruck, dass ehrenhaft aber eben doch unwissenschaftlich ist. Vielleicht kann Herr Steinbrück ja seinen Berater Asmussen befragen, was die richtigen Maßnahmen für die nächsten Jahre wären!
    Von den Rechenfehlern und Inkohärenz in der Argumentationsführung in seiner Kolumne gar nicht zu reden.

    Ist es der Redaktion so unangenehm, dass ein User die Kompetenz beurteilt ohne dieses längst Gesagte noch mal breit und lang erklären zu müssen? Man kann gesellschaftliche Probleme zerreden anstatt wirklich nach dem Kausalitätsprinzip zu "reformieren" oder handeln. Genau das ist die Strategie der SPD seit Ausbruch der Finanzkrise vor vier Jahren!

    31 Leser-Empfehlungen
  4. ... Artikel, den ich jemals zu diesem Thema gelesen habe!
    Den dürfen sie gerne per Fax ungefragt an Frau Merkel, Herrn Rösler und Frau v.d. Leyen weiterleiten.
    Die Urheber dieses ganzen Desasters waren die Jobmotoren Gerhard & Münte ... ausbaden dürfen diese Arbeitsmarktpolitik jetzt die "Deppen" die mit eigenem Auto für sagenhafte, wenn überhaupt, 9 € Stundenlohn durch ganz Deutschland von Job zu Job düsen dürfen.
    Fein gemacht, Wirtschaftslobbyisten, hauptsache ihr habt euch die Taschen gefüllt ...

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    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/lv

    Das der zukünftige Kanzlerkandidat diesen Artikel schrieb, habe ich leider übersehen.
    Ergo geht es nur um Stimmenfang bei den Betroffenen !
    Das die Ziehväter Gerhard Schröder und Franz Müntefering die Mitbegründer dieser prekären Arbeitsverhältnisse waren lässt Herr Steinbrück außen vor.

    Diese kritische Recherche hätte ich von einem Journalisten der ZEIT erwartet. Ich wurde leider enttäuscht da der zukünftige Kanzlerkandidat nichts weiter als Wahlwerbung gemacht hat!

    vergessen. Auch den Steinbrück bitte nicht als Mentor dieser Versklavung vergessen. Ansonsten, es ist schlimm wenn man die brutale Ausbeutung breiter Bevölkerungsschichten in Deutschland miterlebt.

    Die Griechen und Portugiesen sollten mal näher auf Deutschland gucken, dann wissen sie wohin ihr Zug demnächst abfährt, wenn Deutschland den Fahrdienstleiter stellt. Das ist nur wenigen Menschen bisher gut bekommen, auch nur wenigen Deutschen. Dann haben sie zwar vielleicht Arbeit, aber trotzdem kein Geld. Sozial ist in Deutschland traditionell was Arbeit schafft, nicht das was Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand und Würde bringt.

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/lv

    Das der zukünftige Kanzlerkandidat diesen Artikel schrieb, habe ich leider übersehen.
    Ergo geht es nur um Stimmenfang bei den Betroffenen !
    Das die Ziehväter Gerhard Schröder und Franz Müntefering die Mitbegründer dieser prekären Arbeitsverhältnisse waren lässt Herr Steinbrück außen vor.

    Diese kritische Recherche hätte ich von einem Journalisten der ZEIT erwartet. Ich wurde leider enttäuscht da der zukünftige Kanzlerkandidat nichts weiter als Wahlwerbung gemacht hat!

    vergessen. Auch den Steinbrück bitte nicht als Mentor dieser Versklavung vergessen. Ansonsten, es ist schlimm wenn man die brutale Ausbeutung breiter Bevölkerungsschichten in Deutschland miterlebt.

    Die Griechen und Portugiesen sollten mal näher auf Deutschland gucken, dann wissen sie wohin ihr Zug demnächst abfährt, wenn Deutschland den Fahrdienstleiter stellt. Das ist nur wenigen Menschen bisher gut bekommen, auch nur wenigen Deutschen. Dann haben sie zwar vielleicht Arbeit, aber trotzdem kein Geld. Sozial ist in Deutschland traditionell was Arbeit schafft, nicht das was Teilhabe am gesellschaftlichen Wohlstand und Würde bringt.

  5. Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich mit sachlichen Argumenten. Danke. Die Redaktion/lv

    Eine Leser-Empfehlung
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    War das etwa unsachlich? "Wer hat uns verraten. Das war'n Sozialdemokraten!" ist doch nun wirklich ein alt bekannter Spruch, den man sich als SPD-Politiker schon gefallen lassen sollte.

    Ich meine, wenn Herr Steinbrück hier Sachlichkeit wünscht, sollte er bei seiner "Analyse" auch einmal, wenigstens ein einziges Mal, die Politik seiner Partei kritisch hinterfragen. Denn wer hier Leiharbeit und HartzIV und Prekariat beklagt ohne das mit der SPD in Verbindung zu bringen, der ist entweder sehr eitel oder realitätsfremd.

    War das etwa unsachlich? "Wer hat uns verraten. Das war'n Sozialdemokraten!" ist doch nun wirklich ein alt bekannter Spruch, den man sich als SPD-Politiker schon gefallen lassen sollte.

    Ich meine, wenn Herr Steinbrück hier Sachlichkeit wünscht, sollte er bei seiner "Analyse" auch einmal, wenigstens ein einziges Mal, die Politik seiner Partei kritisch hinterfragen. Denn wer hier Leiharbeit und HartzIV und Prekariat beklagt ohne das mit der SPD in Verbindung zu bringen, der ist entweder sehr eitel oder realitätsfremd.

  6. Graphikdesignern oder Architekten, denn auch diese erhalten in er Regel keine Fortbildung (1 Tag CAD Fortb.-Kurs kostet in Stuttgart 270 €)bei gleichzeitig schlechtem Gehalt.
    Warum?
    Der Arbeitsmarkt ist neoliberal ausgehebelt:
    keine Tarife
    keine Gewerkschaft
    keinen Betriebsrat
    billige Uni- Massenproduktion(viel preiswerter als Ärzte, Chemiker etc)
    offener EU Arbeitsmarkt, d.h. keiner mehr, weil ein kleiner MAngel An AN sofort über billigen Nachschub aus der Eu etc ausgeglichen werden kann. So kein Druck bei AG zu besseren Konditionen!
    Folge: Abwärtsspirale.
    Der Mittelstand außerhalb der Industrie zerfällt.
    Die Grundlage des Bürgertums schafft diese selbst ab!
    Wie? Durch den noch immer weiter grassierenden Neoliberalismus, der in den Köpfen fast aller Journalisten und Politiker grassiert!

    23 Leser-Empfehlungen
  7. 1. Mal ein Praktikum bei einer Tafel oder einem Sozialkaufhaus machen, mindestens 4 Wochen.
    2. Mal versuchen einen Monat mit HartzIV zu leben.
    3. Lesen bildet! Weniger Kolumnen schreiben, weniger reden, dafür mal in die Bibliotheken gehen und einschlägige Literatur ausleihen.
    4. Auch aktuelle Bestseller helfen vielleicht die eigene Politik im Nachhinein zu verstehen: Kritisches Jahrbuch der Nachdenkseiten für 2010, "Freiheit statt Kapitalismus" von Sahra Wagenknecht. Trotz plakativem Titel ein sehr lehrreiches Büchlein und DAS kann man dann Analyse nennen.
    5. Bitte tun Sie sich selbst und uns Bürgern einen Gefallen und kandidieren Sie nicht als Kanzlerkandidat. Ich meine es nur gut mit Ihnen: Ihre und die Politik Ihrer Partei hat dafür gesorgt, dass der Eurocrash bald kommen wird. Dann müssten Sie die Früchte Ihrer Politik ernten. Das wünsche ich Keinem.
    6. Verreisen Sie doch mal: Schauen Sie sich an wie Belgien funktioniert, wie Schweden oder Finnland funktionieren, wie Frankreich oder Österreich funktionieren. Und das trotz dem von Ihrer Partei geächteten real existierenden Sozialstaat.
    7. Besuchen Sie mal ein öffentliches Schwimmbad, ein Theater oder einen Zoo. Vielleicht lässt sich so am besten der Wert öffentlich subventionierter Kultur erkennen von der alle Menschen, nicht bloß die Oberschicht, die sich plötzlich um den Sozialen Frieden sorgt, profitieren!

    19 Leser-Empfehlungen
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    Ich teile Ihre Meinung nicht das in diesem Artikel eine schwache Analyse zugrunde liegt. Wissenschaftlich gesehen (so wie ich dies beurteile) hat dieser Artikel nämlich keine. Es ist in allem einfach eine Anderreihung von Fakten und Aussagen, aber beinhaltet leider keine "Analyse". Alles in allem ist es nun mal ein journalistischer Zeitungsartikel, relativ lose ohne viel (politische) Substanz (was ich finde, für den gesamten politischen Sektor stimmt) und als das auch zu bewerten (was ihn von jeglicher Kritik natürlich nicht ausnimmt noch die klare Nicht-position des Autors).

    wird wohl als nächstes unter den Rettungsschirm schlüpfen (http://www.bullion-invest...)

    Ich teile Ihre Meinung nicht das in diesem Artikel eine schwache Analyse zugrunde liegt. Wissenschaftlich gesehen (so wie ich dies beurteile) hat dieser Artikel nämlich keine. Es ist in allem einfach eine Anderreihung von Fakten und Aussagen, aber beinhaltet leider keine "Analyse". Alles in allem ist es nun mal ein journalistischer Zeitungsartikel, relativ lose ohne viel (politische) Substanz (was ich finde, für den gesamten politischen Sektor stimmt) und als das auch zu bewerten (was ihn von jeglicher Kritik natürlich nicht ausnimmt noch die klare Nicht-position des Autors).

    wird wohl als nächstes unter den Rettungsschirm schlüpfen (http://www.bullion-invest...)

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