IWF-Kandidat "Europa braucht Härte"
Der mexikanische Notenbankchef Agustín Carstens will als Vertreter der Schwellenländer an die Spitze des Internationalen Währungsfonds (IWF).
© Yuri Cortez/AFP/Getty Images

Der mexikanische Notenbankchef Agustín Carstens
DIE ZEIT: Viele Europäer, darunter Angela Merkel, wollen wegen der Krise auf dem Kontinent wieder einen Europäer an der Spitze des IWF sehen. Warum also ein Kandidat Carstens?
Agustín Carstens: Ich verstehe nicht, warum nur ein Europäer in der Lage sein sollte, Europa zu helfen. Mit einem frischen Blick von außen kann man die Dinge doch sogar objektiver sehen.
ZEIT: Eine Sorge lautet, dass ein Mexikaner Griechenland, Portugal und Spanien besonders hart anpacken würde.
Carstens: Ich würde den IWF dahin bewegen wollen, diesen Ländern zu helfen, harte Entscheidungen selbst zu treffen. Meine Erfahrung ist, dass die das sonst nicht schaffen werden.
ZEIT: Was heißt das – »harte Entscheidungen«?
Carstens: Ich bin an den aktuellen Diskussionen dort nicht beteiligt.
ZEIT: Aber würden Sie Europa empfehlen, bei der Integrationsstrategie zu bleiben, oder sollte es künftig ein Europa der zwei Geschwindigkeiten geben?
Carstens: Nein, Europa hat durch seine Einigkeit sehr viel gewonnen und muss dies bewahren.
ZEIT: Die Europäer sind gerade sehr einig darin, dass sie die französische Finanzministerin Christine Lagarde als IWF-Chefin wollen. Was würden Sie denn anders machen als Lagarde?
Carstens: Ich denke, dass ich die technische Seite des Jobs gut verstehe. Ich bin ein Ökonom, habe Erfahrung als Gouverneur einer Zentralbank, war Finanzminister, war Exekutivdirektor beim IWF. Ich kenne mich rundum mit Staatsbankrotten aus.
ZEIT: Manche Beobachter sagen, dass Christine Lagarde solche Qualifikationen fehlten.
Carstens: Das würde ich so nicht ausdrücken, sondern nur sagen, dass wir unterschiedliche Qualifikationen haben.
ZEIT: Aber Ihr Hintergrund als Ökonom und Krisenbekämpfer ist von Vorteil?
Carstens: Ja.
ZEIT: Manche in Europa finden, dass die Schwellenländer mit ihrem Anspruch auf weltwirtschaftliche Führung gerade etwas frech werden. Wie sicher ist denn der Aufschwung in diesen Ländern, wie abgesichert die Finanzlage?
Carstens: Nehmen Sie Mexiko. Unsere Schulden betragen 35 Prozent vom Sozialprodukt, das ist besser als in den meisten Ländern Europas.
- Datum 02.06.2011 - 18:33 Uhr
- Seite 1 | 2 | Auf einer Seite lesen
- Quelle DIE ZEIT, 1.6.2011 Nr. 23
- Kommentare 10
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:




Carstens als auch Lagarde sind Kandidaten der US Corporate-Structur - es geht darum den Dollar als Leitwährung zu erhalten, weil sonst das licht in den USA nämlich ausgeht und nichts mehr läuft mit dem auf Kosten anderer leben. Strauß-Kahn musste weg, weil er den Dollar durch die Sonderzieheugsrechte (SDR) des IWF als Leitwährung ersetzen wollte. Da hat Washington in letzet Minute die Notbremse gezogen, um ein wenig Zeit zu gewinnen. DIe Umstellung war für den 29.05. geplant. Strauß-Kahn hätte so wohlmöglich den Euro retten können mit seiner Politik. Nun ist der Dollar gerettet worden für ein paar mehr Monate zumindest. So haben sich die USA bei den Chinesen, den Russen und den meisten Eu Staaten sehr, sehr unbeliebt gemacht, denn die hatten durch ihr Votum schon 2009 auf dem G20 Gipfel beschlossen was jetzt von den USA mit einer Hollywoodsharade verhindert wurde.
Da kann man mal sehen worum es wirklich geht. Jetzt gehet es darum einen US bzw Dollar Kandidaten an die spitze des IWF zu bekommen.
wen's interessiert ließt hier auch die Quellenlinks sind interessant. ( Geduld : ist oft überlastet)
und hier das link in deutscher übersetzung ( achtung server oft überlastet)
und hier das link in deutscher übersetzung ( achtung server oft überlastet)
und hier das link in deutscher übersetzung ( achtung server oft überlastet)
Scheint ein sehr kompetenter Mann zu sein. Europa sollte eindlich aufhören auf den IWF Chefposten zu bestehen und ihn einem Vertreter aus den Schwellenländern überlassen.
Die Frage ob ein Europäer die Schwellenländer über den Tisch zieht ist leider nebensächlich. Dies wäre gewiss eine Möglichkeit, aber bei Legarde weiß man SICHER, dass sie Deutschland über den Tisch ziehen wird. Das hat sie schon einmal mit dem Ankauf von Schrottanleihen durch die EZB zulasten deutscher Banken und damit dem Steuerzahler gemacht. Die ZEIT sollte endlich aufhören Europa als Einheit zu sehen. Deutschland mag seine Interessen zugunster der EU zu opfern, dies gilt aber nicht fü die übrigen Staaten. Insbesondere Frankreich und damit Legarde vertirr zuallererst französische Interessen die meistens zulasten Deutschlands gehen. Wieso die ZEIT von "Europäern" spricht, ist mir auch unverständlich. Es handelt sich hierbei um ein paar Politiker und Bankenvertreter. Ginge es nach den Steuerzahlern gebe es die Daueralimentierung von Pleitestaaten und Banken nicht mehr
...Du anfangen, Europa als Einheit zu sehen, so wie die meisten Menschen in Europa das inzwischen Gott sei Dank tun, statt zu glauben, mit nationalem Kleinscheiß bekäme man im 21. Jahrhundert noch irgendwas gewuppt? Und Deine der Mottenkiste entsprungenen Erzfeindfrankreichüberlegungen dahin packen, wo sie hingehören? In die Klospülung der Geschichte, nämlich.
... ist kein Mann aus einem Schwellenland ... Mexico ist der Vorgarten der USA und über die NAFTA sowieso komplett unter der Fuchtel der USA - die Regierung und alle wichtigen Posten in Mexico sind mit Leuten der US Interessenverbänden besetzt - das gilt zwar auch für die EU ist aber noch nicht ganz so komplett - Frankreich ist allerdings durch Sarkozy und Lagarde unter starkem US Einfluss ...
...Du anfangen, Europa als Einheit zu sehen, so wie die meisten Menschen in Europa das inzwischen Gott sei Dank tun, statt zu glauben, mit nationalem Kleinscheiß bekäme man im 21. Jahrhundert noch irgendwas gewuppt? Und Deine der Mottenkiste entsprungenen Erzfeindfrankreichüberlegungen dahin packen, wo sie hingehören? In die Klospülung der Geschichte, nämlich.
... ist kein Mann aus einem Schwellenland ... Mexico ist der Vorgarten der USA und über die NAFTA sowieso komplett unter der Fuchtel der USA - die Regierung und alle wichtigen Posten in Mexico sind mit Leuten der US Interessenverbänden besetzt - das gilt zwar auch für die EU ist aber noch nicht ganz so komplett - Frankreich ist allerdings durch Sarkozy und Lagarde unter starkem US Einfluss ...
...Du anfangen, Europa als Einheit zu sehen, so wie die meisten Menschen in Europa das inzwischen Gott sei Dank tun, statt zu glauben, mit nationalem Kleinscheiß bekäme man im 21. Jahrhundert noch irgendwas gewuppt? Und Deine der Mottenkiste entsprungenen Erzfeindfrankreichüberlegungen dahin packen, wo sie hingehören? In die Klospülung der Geschichte, nämlich.
... ist kein Mann aus einem Schwellenland ... Mexico ist der Vorgarten der USA und über die NAFTA sowieso komplett unter der Fuchtel der USA - die Regierung und alle wichtigen Posten in Mexico sind mit Leuten der US Interessenverbänden besetzt - das gilt zwar auch für die EU ist aber noch nicht ganz so komplett - Frankreich ist allerdings durch Sarkozy und Lagarde unter starkem US Einfluss ...
und habe so ein bisschen den Werdegang von Carstens verfolgen koennen. Genau weiss man eigentlich nicht, was er macht. Er ist sicherlich ein guter Oekonom und Bankfachmann. Und ein schlaues Kerlchen. Hat bisher nichts falsch gemacht.
Aber vor allem eins: er steht der hiesigen Politik sehr nahe. Und das muss man, wenn man hier weiterkommen will.
Liebe(r) iDog,
ich hatte fast gehofft, dass all die Verschwörungstheorien um den Fall DSK abgehakt waren, bis sie die "anti-amerikanische" Variante hier wieder aufwärmten. Vielen Dank allerdings für den Net-Link, den sie als den Ursprung ihres Wissens betrachten. Der Autor Thierry Meyssan schreibt, im Internet Forum "Voltaire Networks", den langen Artikel "Obama, financial war and the elimination of DSK". Er zitiert in seinem Artikel häufig, aber fast nur eigene Artikel, veröffentlicht im selben VOLTAIREnet.org.
Wer ist Thierry Meyssan ? Er ist Franzose, der Gründer des "Voltaire Networks", und lebt gegenwärtig in Syrien. Sein Network erscheint in allen wichtigen europäischen Sprachen, aber auch in arabisch und russisch. Wichtiger ist: T. Meyssan ist der seit einiger Zeit radikalste und aggressivste "anti-amerikanische" Verschwörungstheoretiker. Nichts "Schlechtes" passiert ohne die Steuerung durch die US Regierung, ausgeführt vom CIA (http://en.wikipedia.org/w...).
Manchmal beneide ich Verschwörungstheoretiker wie sie. Sie werden z.B. sicher sagen, die wiki Quelle sei natürlich vom CIA lanciert worden. Nur, warum verbringen sie ihre Zeit mit ZEIT lesen ? Anstatt sich mit aller Energie im Kreise der gläubigen Verschwörungstheoretiker zu engagieren.
auch gleich einen US Amerikaner wählen..
Lagarde hat zwar in den USA gearbeitet,
ist aber sicherlich als unabhängiger und
europaorientierter einzuschätzen.
Mit Carstens an der Spitze des IWF hätte
dann die "Operation DSK" für die USA ihren
krönenden Abschluß gefunden :))
Er war der beste, intelligenteste, brillianteste...
und kein "puppet on the string".....
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren