Es ist schwierig, die Moscheen in Deutschland zu zählen. Kein Amt führt über sie Buch. Dem Humangeografen Thomas Schmitt ist es nun gelungen, sie doch zu zählen, wenigstens diejenigen, die man von außen erkennen kann – mittels einer Bilderrecherche im Internet. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

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Eine Hilfe waren auch die Zeitungsarchive, denn es gibt keinen Moscheebau ohne Moscheebaudiskussion. Wobei inzwischen die Parteien, wenn sie nicht gerade rechtsextrem sind, den Bau befürworten. Streit gibt es eher um die Höhe der Minarette.

Die Verteilung der Moscheen entspricht etwa dem Bevölkerungsanteil der Türken und Araber (die ungefähr seit den Achtzigern bauen, seitdem sie wissen, dass sie bleiben).

Wobei die meisten Moscheen nicht in Großstädten stehen, sondern in den Vororten, etwa rings um Stuttgart. Dort sind die Grundstücke billiger, die Moscheen werden fast immer durch Spenden bezahlt.

Wie sehr gehört der Islam zu Deutschland? Moscheen stehen oft in Gewerbegebieten. In eine richtig gute Innenstadtlage hat es noch keine geschafft.