Vorsorgeuntersuchungen Nutzlose Rasterfahndung
Wer sein Kind nicht zur Vorsorgeuntersuchung bringt, bekommt Besuch vom Jugendamt. Die Kontrollen sind teuer und bringen wenig.
Meldet sich Karin Heuermann zum Hausbesuch an, sind viele Eltern freudig überrascht. Oft steht dann Kaffee auf dem Tisch oder ein Teller mit Keksen. Jedem Neugeborenen stattet das Gesundheitsamt in Neukölln eine Visite ab. Stolz präsentieren die Mütter ihre Babys und hören zu, wenn die Sozialarbeiterin von den vielen Unterstützungsangeboten des Berliner Problembezirks für junge Familien berichtet.
Neuerdings aber trifft Heuermann auf empörte Paare, die sie schon in der Tür beschimpfen. Was ihr einfalle, sie zu belästigen, poltern sie. Ob sie nichts Besseres zu tun habe, als unbescholtene Bürger zu verdächtigen. Neumann könnte auf die Frage eine Antwort geben. Sie würde Politikern nicht gefallen. Nur darf sie das nicht tun, zumindest nicht öffentlich.
Seit Ende 2010 besucht der Neuköllner Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Eltern nicht nur zur Begrüßung ihres Nachwuchses, sondern auch zur Kontrolle. Ein neues Gesetz verpflichtet die Mitarbeiter, bei allen Familien vorstellig zu werden, deren Kind eine Vorsorgeuntersuchung verpasst hat. Bei der Früherkennung (U1 bis U12) prüft der Arzt, ob sich das Kleinkind altersgemäß entwickelt. Wer den Gesundheits-Check nicht wahrnimmt – so lautet die amtliche Logik –, hat kein Interesse am Wohlergehen seines Nachwuchses. Schlimmer noch: der vernachlässige und misshandle womöglich sein Kind.
Der Grund für das institutionalisierte Misstrauen gegenüber Eltern – in Berlin wie fast überall in Deutschland – heißt Kevin. Oder Jacqueline. Oder Jessica. Es sind Kinder, die an Unterernährung, durch Schläge oder Dauerisolation zu Tode gekommen sind. Als die fünfjährige Lea-Sophie, ein Mädchen aus Schwerin, 2007 tot aufgefunden wurde, dehydriert und abgemagert, sah sich die Politik zum Handeln gezwungen.
Aufgeschreckt durch Berichte über das Versagen der Jugendämter, lud Kanzlerin Merkel zum »Kindergipfel«. Gegen den Rat von Forschern und Praktikern beschlossen Bund und Länder das »verbindliche Einladungswesen« für Vorsorgeuntersuchungen, eine Art gut gemeinte Rasterfahndung nach Kindern in Gefahr. Die meisten Bundesländer entschieden sich, den säumigen Eltern nicht nur Erinnerungsbriefe zu schicken. Eine Inspektion im Kinderzimmer sollte den Grund für die verpasste Vorsorge ergründen. Dreieinhalb Jahre später weiß man: Das Massenscreening hat den Kinderschutz nicht verbessert. Stattdessen ist eine neue Sozialbürokratie entstanden, die Eltern verschreckt und die Personalnot in vielen Jugend- und Gesundheitsämtern weiter verschärft.
In Berlin richtete der Senat an der Universitätsklinik Charité eine »Zentralstelle für das Einladungs- und Rückmeldewesen« ein. Sie erfasst alle erfolgten Vorsorgeuntersuchungen. Wessen Name nicht in den Listen auftaucht, der erhält eine Erinnerung – und kurz darauf ein Schreiben vom Gesundheitsamt samt Termin. Doch bevor Karin Heuermann und ihre Kollegen sich zum einem Treffen aufmachen, wissen sie, dass es vertane Zeit ist. Denn in 95 Prozent aller Fälle sind die Eltern längst beim Arzt gewesen oder haben sich zur Untersuchung angemeldet. Die Bestätigung hat die Charité nur nicht erreicht. Insgesamt 160-mal machte Heuermann einen Hausbesuch und fand in fast allen Fällen das gelbe Vorsorgeheft korrekt ausgefüllt. Wenn man sie überhaupt reinließ. Denn offiziell ist die Visite ein Angebot, das niemand annehmen muss – wie auch die Vorsorgeuntersuchung selbst in fast allen Bundesländern weiterhin freiwillig ist. »Ob Eltern ohne Nachweis nach meinem Besuch zur Früherkennung gehen, weiß niemand«, sagt die Sozialarbeiterin.
Nun könnte man argumentieren: Fehlerquote hin oder her, wenn Kinder in Gefahr sind, darf der Staat keinen Aufwand scheuen. Doch auch aus den restlichen fünf Prozent der Besuche ergab sich in Neukölln »nicht ein einziger Kinderschutzfall«, sagt Gesundheitsstadtrat Falko Liecke. »Die Kontrollbesuche halten meine Mitarbeiter von der wirklich wichtigen Arbeit ab.«
In anderen Bundesländern zieht man denselben Schluss. Zwar ist die ohnehin hohe Nutzungsquote der Untersuchungen weiter gestiegen; Erinnerungsbriefe zahlen sich also aus. Die zeitraubenden Inspektionen aber erwiesen sich als wirkungslos. Denn Hinweise auf Misshandlungen gewannen die Behörden nicht.
So befragte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die Hälfte aller Jugendämter in Nordrhein-Westfalen nach ihren Erfahrungen mit den Pflichtbesuchen. Laut dem bislang unveröffentlichten Bericht mussten die Sozialarbeiter 26.371 säumige Eltern anrufen oder besuchen. In 90 Prozent der Fälle war die Vorsorgeuntersuchung bereits erfolgt, als die Sozialarbeiter klingelten. Bei gerade mal 20 Visiten (0,08 Prozent) stießen sie auf eine Gefährdung des Kindeswohls. »Leib und Leben waren jedoch niemals akut bedroht«, sagt Thomas Fink vom Landschaftsverband. Ein bescheidener Ertrag der Mühen von rund 30 Vollzeitstellen von Sozialarbeitern, die laut Fink mit den Massenkontrollen beschäftigt waren.
In Hessen, rechneten Städte- und Landkreistag aus, hatten die Jugendämter 17.000 Arbeitsstunden aufgewendet und waren dabei auf sechs Familien in Not gestoßen, die noch nicht aktenkundig waren. Und in Schleswig-Holstein konnte man bereits im Landeskinderschutzbericht 2010 lesen, dass sich von den 169657 Fällen, welche die Behörden angeschrieben hatten, nur »extrem wenige Fälle« als problematisch herausgestellt hatten – und diese »dem Jugendamt in der Regel bereits bekannt« waren.
»Weniger effektiv kann Geld für den Kinderschutz kaum ausgegeben werden«, sagt Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht. Wie andere Wissenschaftler hatte Meysen 2007 vor dem »Elterntracking« gewarnt. Ein Bericht des Gemeinsamen Bundesausschusses fand keine internationale Studie, die belegt hätte, dass sich mit Vorsorgeuntersuchungen Kindesmisshandlungen aufdecken lassen.
Doch skeptischer Expertenrat zählt wenig, wenn Politiker, getrieben von den Medien, Signale setzen wollen. »Alle haben Angst vor dem Tag, an dem Bild oder RTL vor der Tür steht«, sagt Thomas Meysen. Angesichts grausamer Bilder von verhungerten oder geprügelten Kindern verblasst jede wissenschaftliche Studie.
- Datum 10.06.2011 - 14:12 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 9.6.2011 Nr. 24
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Es ist eine Zumutung wie in unserem Land,das immer kinderfeindlicher wird und Kita's wegen "Lärmbelästigung" von Schließung bedroht sind,bzw. die Kinder weggesperrt werden [...]
Und meistens von genau dieser "Mehrheit",die sich über jedes schreiende,plärrende und sogar spielende Kind aufregt,wird dann der Ruf nach Schutz für die Kinder hinaus in die Welt gebrüllt.Weil ja jedes lärmende Kind als potenziell gefährdet,wenn nicht gar schon als "Geisteskrank",angesehen wird.
Es ist erschreckend zu sehen,welche Macht die Medien haben und wie verantwortungslos sie diese missbrauchen.
Danke Helmut! [...]
Aber es ist noch viel schlimmer zu sehen,wie m.E. nach penetrant dumm ein Großteil meiner Mitbürger zu sein scheint.Denn obwohl man sich zu jedem Thema schließlich auch objektiv und kritisch informieren kann(wie dieser Artikel beweist),wird jede Information die das eigene Selbstwertgefühl stärkt sofort dankbar,gierig aufgesogen.
Gekürzt. Bitte bleiben Sie bei einer sachlichen Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ew
wurde hier vorgelegt.
Kritische die Hintergründe darlegen, die Oberfläche durchleuchten und Selbstkritik (Medien) üben.
Hier ging es einzig und allein darum, politische Handlungsfähigkeit zu beweisen. Ich kann mich noch sehr gut an die aufgehitzte und sehr emotional geführte Debatte erinnern - und an die politischen Schlammschlachten Schuldzuweisungen und Grabenkriege. Irgendwer "bürgerliches" greinte damals herum, in D-Land bekämen die Falschen die Kinder, ein anderer lamentierte was vom Löffel abgeben...
Es war unbestritten, dass es massive Probleme mit Verwahrlosung und Misshandlungen von Kleinkindern gab. Ebenso aber war es auch unbestritten, dass die betroffenen Familien den zuständigen Behörden bereits bekannt waren, diese aber aus vielfältigen Gründen - wozu auch die sehr schlechte personelle und finanzielle Ausstattung der Jugendämter als kommunale Sparesel gehört - nicht tätig werden konnten.
Wie in vielen Fällen üblich hat die bundesdeutsche Politik dann einen hektischen politischen Aktionismus an den Tag gelegt - und dabei wieder einmal, aus mehrheitlich juristischen Gründen - hochgradig bürokratische Konstrukte geschaffen. Um die Überwachung der Kinder verfassungsrechtlich wasserdicht zu machen, mussten alle Eltern de facto erst einmal unter Generalverdacht gestellt werden, damit die neuen Regelungen nicht wegen Verstoßes des Gleichheitsgrundsatzes vom BVerfG kassiert werden. Heraus kam dann ein hochgradig bürokratisches Konstrukt.
wurde hier vorgelegt.
Kritische die Hintergründe darlegen, die Oberfläche durchleuchten und Selbstkritik (Medien) üben.
Hier ging es einzig und allein darum, politische Handlungsfähigkeit zu beweisen. Ich kann mich noch sehr gut an die aufgehitzte und sehr emotional geführte Debatte erinnern - und an die politischen Schlammschlachten Schuldzuweisungen und Grabenkriege. Irgendwer "bürgerliches" greinte damals herum, in D-Land bekämen die Falschen die Kinder, ein anderer lamentierte was vom Löffel abgeben...
Es war unbestritten, dass es massive Probleme mit Verwahrlosung und Misshandlungen von Kleinkindern gab. Ebenso aber war es auch unbestritten, dass die betroffenen Familien den zuständigen Behörden bereits bekannt waren, diese aber aus vielfältigen Gründen - wozu auch die sehr schlechte personelle und finanzielle Ausstattung der Jugendämter als kommunale Sparesel gehört - nicht tätig werden konnten.
Wie in vielen Fällen üblich hat die bundesdeutsche Politik dann einen hektischen politischen Aktionismus an den Tag gelegt - und dabei wieder einmal, aus mehrheitlich juristischen Gründen - hochgradig bürokratische Konstrukte geschaffen. Um die Überwachung der Kinder verfassungsrechtlich wasserdicht zu machen, mussten alle Eltern de facto erst einmal unter Generalverdacht gestellt werden, damit die neuen Regelungen nicht wegen Verstoßes des Gleichheitsgrundsatzes vom BVerfG kassiert werden. Heraus kam dann ein hochgradig bürokratisches Konstrukt.
wurde hier vorgelegt.
Kritische die Hintergründe darlegen, die Oberfläche durchleuchten und Selbstkritik (Medien) üben.
Gegenteiliges behauptet.
Vielleicht ist das nicht richtig angekommen,aber ich meinte ja,dass der Artikel meiner Meinung nach objektiv und kritisch daherkommt.
"...Denn obwohl man sich zu jedem Thema schließlich auch objektiv und kritisch informieren kann(wie dieser Artikel beweist)..."
Gegenteiliges behauptet.
Vielleicht ist das nicht richtig angekommen,aber ich meinte ja,dass der Artikel meiner Meinung nach objektiv und kritisch daherkommt.
"...Denn obwohl man sich zu jedem Thema schließlich auch objektiv und kritisch informieren kann(wie dieser Artikel beweist)..."
Gegenteiliges behauptet.
Vielleicht ist das nicht richtig angekommen,aber ich meinte ja,dass der Artikel meiner Meinung nach objektiv und kritisch daherkommt.
"...Denn obwohl man sich zu jedem Thema schließlich auch objektiv und kritisch informieren kann(wie dieser Artikel beweist)..."
Business as Usual. Erst die gute Absicht, dann verpufft alles in Bürokratie. Denn eines wird ja nicht gelehrt: Flexibilität im öffentichen handeln. Wie bei der Arge. Fliessabandarbeit, Standardisierung, keine Sonderwünsche, wie die ersten japanischen Autos, die auch deswegen so preisgünstig waren.
Vielleicht sollte man viel mehr darauf hinweisen, dass Vorsorgeuntersuchungen in erster Linie nicht der Aufdeckung von Misshandlungen dienen sollen, sondern frühkindliche Schädigungen, Fehlhaltungen oder sonstige Beeinträchtigungen aufdecken. Ich misshandele mein Kind nicht, ist kein Grund, die Vorsorge nicht wahr zunehmen.
Diese Angebot ist in der Welt nicht selbstverständlich und wer als Eltern das nicht wahrnimmt, ist schon von erheblicher Selbstgewissheit, vielleicht zu Lasten des Kindes.
und jede Vorsorgeuntersuchung für sie wahrgenommen. Sie sind auch alle als Säuglinge bzw. Kleinkinder geimpft worden.
Allerdings würde ich mich gegen eine Einmischung, einen Besuch des Jugendamtes sehr wehren. Das ist ein unverschämter Generalverdacht an alle Eltern. Ich denke, dass Kinderschutz - der sehr wohl notwendig ist - auch anders erfolgen kann. Es wäre sehr viel sinnvoller, bereits in den Schulen anzusetzen, mit Haushaltsführung und Babypflege für alle Schüler in den letzten Schuljahren, damit sie - wenn sie Eltern werden - auch ein gewisses Rüstzeug haben. Und auch die Information, wo Hilfe vorhanden ist und wie man diese Hilfe auch bekommt (im Übrigen sind diese Kurse bereits vorhanden - für jeden Jugendlichen, der das Babysitterzertifikat erwerben möchte).
Ich habe immer mehr den Eindruck, als ob staatliche Stellen hektisch und ohne großes Nachdenken Maßnahmen anordnen, um einer Situation Herr zu werden, die akribische Planung erfordert.
"Allerdings würde ich mich gegen eine Einmischung, einen Besuch des Jugendamtes sehr wehren. Das ist ein unverschämter Generalverdacht an alle Eltern. "
Ich stimme Ihrem Kommentar insgesamt uneingeschränkt zu und habe die gleiche Auffassung. Daher habe ich Ihren Kommentar gewählt und nicht direkt auf den Artikel geantwortet.
Ich teile auch Ihre Auffassung, dass man das alles sehr viel besser lösen kann und in den kritischen Fällen sollte man auch mal fragen, ob vielleicht einem H4 Empfänger überhaupt genug Geld zur Verfügung steht, um sein Kind nicht vernachlässigen zu
m ü s s e n.
Der Staat mischt sich zu viel in das Leben der Menschen ein, fast könnte man meinen, für einen Teil der Bevölkerung, welche dazugestoßen ist, ist die staatl Überwachung normal, obwohl diese ja die staatl Überwachung nicht mehr haben wollten.
Es geht hier nicht um "sinnvolle Maßnahmen" für Kinder sondern es geht um einen immer weiter wirkenden Überwachungsstaat.
Und wenn man 1x einen Termin versäumt, so ist die Einschaltung des Staates zu harsch.
Bastetqueen
hat hier doch sehr viel konstruktivere Wege aufgezeigt. Der Besuch des Staates ist leider immer Angriff auf die Eltern und eben nicht Hilfestellung. Weil der Staat auch immer eine Drohung damit verbindet. So wird der Staat zum Feind.
Ggf. könnte man auch den einmal ausgewählten Kinderarzt - gegen Bezahlung - dazu anregen, die Eltern über ggf. versäumte Termine zu unterrichten und erst bei Weigerung Meldung zu machen.
"Allerdings würde ich mich gegen eine Einmischung, einen Besuch des Jugendamtes sehr wehren. Das ist ein unverschämter Generalverdacht an alle Eltern. "
Ich stimme Ihrem Kommentar insgesamt uneingeschränkt zu und habe die gleiche Auffassung. Daher habe ich Ihren Kommentar gewählt und nicht direkt auf den Artikel geantwortet.
Ich teile auch Ihre Auffassung, dass man das alles sehr viel besser lösen kann und in den kritischen Fällen sollte man auch mal fragen, ob vielleicht einem H4 Empfänger überhaupt genug Geld zur Verfügung steht, um sein Kind nicht vernachlässigen zu
m ü s s e n.
Der Staat mischt sich zu viel in das Leben der Menschen ein, fast könnte man meinen, für einen Teil der Bevölkerung, welche dazugestoßen ist, ist die staatl Überwachung normal, obwohl diese ja die staatl Überwachung nicht mehr haben wollten.
Es geht hier nicht um "sinnvolle Maßnahmen" für Kinder sondern es geht um einen immer weiter wirkenden Überwachungsstaat.
Und wenn man 1x einen Termin versäumt, so ist die Einschaltung des Staates zu harsch.
Bastetqueen
hat hier doch sehr viel konstruktivere Wege aufgezeigt. Der Besuch des Staates ist leider immer Angriff auf die Eltern und eben nicht Hilfestellung. Weil der Staat auch immer eine Drohung damit verbindet. So wird der Staat zum Feind.
Ggf. könnte man auch den einmal ausgewählten Kinderarzt - gegen Bezahlung - dazu anregen, die Eltern über ggf. versäumte Termine zu unterrichten und erst bei Weigerung Meldung zu machen.
Ich habe selber 2 Kinder und eine Verpflichtung zum Arztbesuch fände ich eine unmögliche Bevormundung durch den Staat.
Auf die gute Absicht kommt es dabei nicht an.
Wie man mit Gesundheit in der Familie umgeht ist Privatsache.
Weil jemand mit seinem Kind nicht zu den U-Untersuchen geht, diesen der Verantwortungslosigkeit oder gar der Kindesmißhandlung zu verdächtigen, das geht entschieden zu weit.
Vielleicht ist das Gegenteil der Fall?
Übrigens, eine gesunde Portion Mißtrauen den Ärzten gegenüber ist gar nicht unangebracht, ich hab welche im Bekanntenkreis.
Ich persönlich geh nicht mit einem gesunden Kind zum Arzt.
Mit freundlichen Grüßen...
Was sagt das nun? Reparieren Sie auch alles selbst? Und veranstalten Sie auch Masernparties. Deutschland ist übrigens mittlerweile einer der Hauptexporteure dieser Krankheit.
Zum Anderen stimme ich Ihnen natürlich zu. Vorschriften soll und darf es nicht geben. Aber da wir ja alle zuviel trinken, essen, konsumieren, verschwenden - Argument zu ständigen Versuchen von Bevormundung und zu Abgabenerhöhungen, muss man sich eben nicht wundern.
Als Hartz IV Empfänger steht man auch unter dem Generalverdacht von Faulheit und Betrügerei. Und damit ist jede mitverantwortiche Organisation dieses Verhältnisses ausgeschlossen. Friss oder stirb ist die sozialbürokratischen Devise in diesem Bereich geworden.
Für mich ein Anlass zum Nachdenken: Je mehr Sozialstaat und Vorsorgemöglichkeiten, um so bedrohlicher wächst der Würgegriff der Bürokratie.
"Wie man mit Gesundheit in der Familie umgeht ist Privatsache."
Ein Kind ist kein Besitz seiner Eltern, mit dem sie umgehen können wie sie wollen. Deshalb ist auch die Gesundheit eines Kindes nicht nur Sache der Eltern. Sonst könnte man auch die "Behandlung" schwerer Krankheiten nach Hamer bei Kindern auf Elternwunsch gutheißen. Zum Glück folgen die Gerichte nicht dieser Einschätzung.
"Ich persönlich geh nicht mit einem gesunden Kind zum Arzt."
Leider stellt man manchmal viel zu spät fest, dass ein Kind krank ist. In manchen Situationen hätte der Arzt es früher feststellen und im Extremfall das Leben des Kindes noch retten können.
Was sagt das nun? Reparieren Sie auch alles selbst? Und veranstalten Sie auch Masernparties. Deutschland ist übrigens mittlerweile einer der Hauptexporteure dieser Krankheit.
Zum Anderen stimme ich Ihnen natürlich zu. Vorschriften soll und darf es nicht geben. Aber da wir ja alle zuviel trinken, essen, konsumieren, verschwenden - Argument zu ständigen Versuchen von Bevormundung und zu Abgabenerhöhungen, muss man sich eben nicht wundern.
Als Hartz IV Empfänger steht man auch unter dem Generalverdacht von Faulheit und Betrügerei. Und damit ist jede mitverantwortiche Organisation dieses Verhältnisses ausgeschlossen. Friss oder stirb ist die sozialbürokratischen Devise in diesem Bereich geworden.
Für mich ein Anlass zum Nachdenken: Je mehr Sozialstaat und Vorsorgemöglichkeiten, um so bedrohlicher wächst der Würgegriff der Bürokratie.
"Wie man mit Gesundheit in der Familie umgeht ist Privatsache."
Ein Kind ist kein Besitz seiner Eltern, mit dem sie umgehen können wie sie wollen. Deshalb ist auch die Gesundheit eines Kindes nicht nur Sache der Eltern. Sonst könnte man auch die "Behandlung" schwerer Krankheiten nach Hamer bei Kindern auf Elternwunsch gutheißen. Zum Glück folgen die Gerichte nicht dieser Einschätzung.
"Ich persönlich geh nicht mit einem gesunden Kind zum Arzt."
Leider stellt man manchmal viel zu spät fest, dass ein Kind krank ist. In manchen Situationen hätte der Arzt es früher feststellen und im Extremfall das Leben des Kindes noch retten können.
Was sagt das nun? Reparieren Sie auch alles selbst? Und veranstalten Sie auch Masernparties. Deutschland ist übrigens mittlerweile einer der Hauptexporteure dieser Krankheit.
Zum Anderen stimme ich Ihnen natürlich zu. Vorschriften soll und darf es nicht geben. Aber da wir ja alle zuviel trinken, essen, konsumieren, verschwenden - Argument zu ständigen Versuchen von Bevormundung und zu Abgabenerhöhungen, muss man sich eben nicht wundern.
Als Hartz IV Empfänger steht man auch unter dem Generalverdacht von Faulheit und Betrügerei. Und damit ist jede mitverantwortiche Organisation dieses Verhältnisses ausgeschlossen. Friss oder stirb ist die sozialbürokratischen Devise in diesem Bereich geworden.
Für mich ein Anlass zum Nachdenken: Je mehr Sozialstaat und Vorsorgemöglichkeiten, um so bedrohlicher wächst der Würgegriff der Bürokratie.
...muß alle zwei Jahre zur "amtlichen" Hauptuntersuchung, heftige Sanktionen angedroht bei Nichteinhaltung. Jede Feuerstelle sogar jährlich, lückenlose Kontrolle durch den schwarzen Mann gewährleistet - eine riesige Kontrollindustrie wurde aufgebaut, die die amtlichen Kontrolleure bestens versorgt. Und da regen sich manche über die sinnvollen Kontrollen des wertvollsten auf, das wir haben: Unsere Kinder? Mir völlig unverständlich.
Die TÜV Praxis könnte ja auch ein Anlass ein, diese Praxis mal zu hinterfragen. Aber gut, Manches akzeptiert man ja gern, wenn es nur den oder das "Richtige" trifft.
Nun zum Wertvollsten. Das Wertvollste was wir haben, sind doch eigentlich wir selbst. Also was würde gegen Zwangsvorsorge unser Selbst alle 2 Jahre sprechen.
Mit dem Autotüv haben wir uns abgefunden. Aber mit uns selbst und unseren Kindern machen wir eben einen Unterscheid, was die Befugnis zu staatlichem Eingriff angeht.
Aber das scheint abzunehmen in Deutschland, und auch Sie würden es scheinbar begrüssen, wenn auch der Staat ein Regelungswörtchen mit zu sprechen hätte.
Aber ich finde es gut, dass ich die Freiheit habe, mich und mein Kind jedes Jahr untersuchen zu lassen, und wenn ich will, meiner Kasse oder irgendeiner interessierten Öffentlichkeit meinen Befund mitteilen zu können. Warum plädieren Sie für eine Zwang dazu? Odre glauben Sie, das blieb geheim wie das Autotüv Ergebnis?.
Die TÜV Praxis könnte ja auch ein Anlass ein, diese Praxis mal zu hinterfragen. Aber gut, Manches akzeptiert man ja gern, wenn es nur den oder das "Richtige" trifft.
Nun zum Wertvollsten. Das Wertvollste was wir haben, sind doch eigentlich wir selbst. Also was würde gegen Zwangsvorsorge unser Selbst alle 2 Jahre sprechen.
Mit dem Autotüv haben wir uns abgefunden. Aber mit uns selbst und unseren Kindern machen wir eben einen Unterscheid, was die Befugnis zu staatlichem Eingriff angeht.
Aber das scheint abzunehmen in Deutschland, und auch Sie würden es scheinbar begrüssen, wenn auch der Staat ein Regelungswörtchen mit zu sprechen hätte.
Aber ich finde es gut, dass ich die Freiheit habe, mich und mein Kind jedes Jahr untersuchen zu lassen, und wenn ich will, meiner Kasse oder irgendeiner interessierten Öffentlichkeit meinen Befund mitteilen zu können. Warum plädieren Sie für eine Zwang dazu? Odre glauben Sie, das blieb geheim wie das Autotüv Ergebnis?.
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