Biografie Erich Ludendorff "Ich pfeife auf Amerika"

General ohne Rücksicht: Eine neue Biografie Erich Ludendorffs, der den Ersten Weltkrieg brutalisierte.

Erich Ludendorff (1865-1937), Erfinder des unbeschränkten U-Boot-Krieges im Ersten Weltkrieg.

Erich Ludendorff (1865-1937), Erfinder des unbeschränkten U-Boot-Krieges im Ersten Weltkrieg.

Es sei »in ihm etwas Napoleonisches« gewesen, und er werde »zweifellos für alle Zeiten zur Reihe der ganz großen Deutschen gehören«. So kommentierte der liberale Politiker und Publizist Friedrich Naumann die Entlassung General Erich Ludendorffs am 26. Oktober 1918 – ein schlagendes Beispiel dafür, wie sehr selbst kritische Köpfe am Ende des Ersten Weltkriegs noch im Banne des einst mächtigen Mannes standen.

Zu den »ganz großen Deutschen« wird Ludendorff heute gewiss nicht mehr gezählt. Im Gegenteil, er gilt neben Kaiser Wilhelm II. und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg als eine der unheilvollen Brückenfiguren auf dem Weg von Bismarck zu Hitler. Während über Wilhelm II. und Hindenburg jüngst zwei bedeutende Werke, verfasst von John Röhl und Wolfram Pyta, erschienen sind, fehlte bislang eine wissenschaftlich fundierte und zugleich ein größeres Publikum ansprechende Biografie Ludendorffs.

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Das Buch des an der Technischen Universität Dresden lehrenden Historikers Manfred Nebelin schließt diese Lücke nur teilweise. Es handelt sich, anders als bei den Arbeiten von Röhl und Pyta, nicht um eine das gesamte Leben umfassende Darstellung. Im Mittelpunkt steht Ludendorffs Wirken im Ersten Weltkrieg. Sein Kampf gegen die Weimarer Republik, der ihn im Münchner Novemberputsch von 1923 an die Seite Hitlers führte, wird am Ende nur noch gestreift. Diese Selbstbeschränkung ist zu bedauern. Denn während es für die Phase von Ludendorffs Sturz im Oktober 1918 bis zu seinem Tod im Dezember 1937 noch manches zu erforschen gibt, sind wir über die Jahre des Weltkriegs von 1914 bis 1918 bereits recht gut im Bilde.

So bietet diese Teilbiografie auch wenig Neues, dafür aber eine solide, Quellen und Literatur gleichermaßen sorgfältig interpretierende Synthese. Einen besonderen Akzent legt der Autor auf das spannungsreiche Verhältnis von Politik und Kriegführung. »Das Militär kommt nach der Politik, nur im Kriege ist es ihr Schrittmacher«: Dieses Wort Ludendorffs, das den Anspruch auf einen Primat des Militärischen im Krieg begründete, macht Nebelin zum Leitfaden seiner Darstellung.

Zunächst freilich schildert er die Karriere Ludendorffs vor 1914, die ihn bereits mit jungen Jahren – für einen Mann bürgerlicher Herkunft im Kaiserreich ungewöhnlich – in den Großen Generalstab nach Berlin führte, wo er zum Sektionschef der Aufmarschabteilung avancierte. Die Wehrvorlage von 1913, das größte Programm zur Heeresverstärkung seit der Reichsgründung, war im Wesentlichen sein Werk.

Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde der ehrgeizige Offizier erst mit der handstreichartigen Eroberung der belgischen Festung Lüttich zu Beginn des Kriegs, vor allem aber mit dem gemeinsam mit Hindenburg errungenen Sieg bei Tannenberg über eine zahlenmäßig weit überlegene russische Armee Ende August 1914. Seitdem wurde dem Feldherrnduo Hindenburg/Ludendorff der Nimbus der Unbesiegbarkeit zugeschrieben. Nebelin lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass Ludendorff der strategische Kopf in diesem Tandem war, während dem populäreren Hindenburg die Rolle der Galionsfigur nach außen zukam. Er zitiert, was Generalmajor Max Hoffmann, ein enger Mitarbeiter Ludendorffs, im Herbst 1915 einem Brief anvertraute: »Hier schreiben wir jetzt meist ›v. Hindenburg‹ unter die Befehle, ohne daß sie ihm überhaupt gezeigt werden... Es gibt doch manches Komische in der Welt. Wenn das deutsche Volk wüsste, daß sein Held Hindenburg eigentlich Ludendorff heißt.«

Leser-Kommentare
  1. de Mause gibt eine beachtenswerte Antworten: http://freedomainradio.co...

  2. 1.Trägt die Mitschuld an 8 Millionen deutschen Kriegstoten im ersten Weltkrieg.
    2. Ludendorf war Wegbereiter, der Machtergreifung Hitlers, der daraus resultierenden 2.Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen. Was soll aus Ludendorf , dem Kaiser , und selbst Hindenburg jemals positiv gewesen sein ? Sie waren samt und sonders Kriegsverbrecher.Und sie in die gleiche reihe wie Eichmann,Göbbels,Himmler und viele andere Massenmörder zu bringen!

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    ..aber es geht in dem Artikel ja gar nicht darum, Ludendorf Positiv darzustellen. Bitte lesen sie den Artikel noch einmal :-)

    "1.(Ludendorff) Trägt die Mitschuld an 8 Millionen deutschen Kriegstoten im ersten Weltkrieg."

    Er trägt, ebenso wie Kaiser Wilhelm, nicht mehr und nicht weniger Schuld an den Kriegstoten wie die anderen alliierten Generäle, Befehlshaber und Politiker auch.

    "2. Ludendorf war Wegbereiter, der Machtergreifung Hitlers, der daraus resultierenden 2.Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen."

    Ihre Aussagen sind weder historisch, noch sind sie objektiv. Ludendorff war eine Zeitlang zusammen mit der NSDAP am Bund gegen die Weimarer Republik beteiligt, wandte sich dann aber später gegen die Nazis. Einfluß hatte er während der NS-Zeit keinen mehr, weder direkt noch indirekt.

    "Was soll aus Ludendorff , dem Kaiser , und selbst Hindenburg jemals positiv gewesen sein ? Sie waren samt und sonders Kriegsverbrecher.Und sie in die gleiche reihe wie Eichmann,Göbbels,Himmler und viele andere Massenmörder zu bringen!"

    Sie hauen hier alles in einen Sack namens pöhses Deutschland=sowiesoalles Nazis. Kennt man von irgendwoher.

    Geschichte kann ja so wundervoll einfach sein. Man braucht nur eine (Schein)-Verbindung zu den Nazis herstellen, und Schwups, schon ist man auf der sicheren Seite.

    ..aber es geht in dem Artikel ja gar nicht darum, Ludendorf Positiv darzustellen. Bitte lesen sie den Artikel noch einmal :-)

    "1.(Ludendorff) Trägt die Mitschuld an 8 Millionen deutschen Kriegstoten im ersten Weltkrieg."

    Er trägt, ebenso wie Kaiser Wilhelm, nicht mehr und nicht weniger Schuld an den Kriegstoten wie die anderen alliierten Generäle, Befehlshaber und Politiker auch.

    "2. Ludendorf war Wegbereiter, der Machtergreifung Hitlers, der daraus resultierenden 2.Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen."

    Ihre Aussagen sind weder historisch, noch sind sie objektiv. Ludendorff war eine Zeitlang zusammen mit der NSDAP am Bund gegen die Weimarer Republik beteiligt, wandte sich dann aber später gegen die Nazis. Einfluß hatte er während der NS-Zeit keinen mehr, weder direkt noch indirekt.

    "Was soll aus Ludendorff , dem Kaiser , und selbst Hindenburg jemals positiv gewesen sein ? Sie waren samt und sonders Kriegsverbrecher.Und sie in die gleiche reihe wie Eichmann,Göbbels,Himmler und viele andere Massenmörder zu bringen!"

    Sie hauen hier alles in einen Sack namens pöhses Deutschland=sowiesoalles Nazis. Kennt man von irgendwoher.

    Geschichte kann ja so wundervoll einfach sein. Man braucht nur eine (Schein)-Verbindung zu den Nazis herstellen, und Schwups, schon ist man auf der sicheren Seite.

  3. ..aber es geht in dem Artikel ja gar nicht darum, Ludendorf Positiv darzustellen. Bitte lesen sie den Artikel noch einmal :-)

    Antwort auf "Ludendorf........"
  4. Habe sofort im Register des Buches nach wichtigen Namen gesucht. Ein Helphand war nicht zu finden. Na vielleicht als Parvus, dachte ich: Fehlanzeige.

    Kein Wort über die Zusammenarbeit von Oberost mit den Bolschewiken bei ihrer Machtübernahme in Petrograd. Aus einem abgefangenen Funkspruch habe Ludendorff davon erfahren. So ein unglaublicher Schmarren. Kein Wort über die Finanzierung der Bolschewiken mit einigen Millionen Goldmark aus der deutschen Reichskriegskasse. Nichts, nur Nonsense.

    Und das Eingreifen der USA in den Krieg war durch die nach dem Frieden von Brest-Litowsk drohende Niederlage der Briten und Franzosen bedingt, die in den USA sehr hohe Kriegskredite durch das Bankhaus Morgan an die Reichen und Rentiers abgesetzt hatten, deren Ersparnisse damit bedroht waren. Die von Morgan kontrollierte Politik der US-Regierung hätte irgendeinen Vorwand zum Kriegseintritt immer gefunden. Zur Not inszenieren die USA das ja selber: "Remember the Maine"! Ludendorff wegen des U-Boot-Kriegs dafür verantwortlich machen zu wollen, zeigt das gesamte Niveau dieser "Geschichtsschreibung".

    Schade um das Papier!

  5. ßen Deutschen gehören"

    Ist es anmaßend - oder unsachlich- zu behaupten, dass solche Aussagen mehr über den Sprecher als über den Charakterisierten sagen. Und es ist kein Zufall, dass der Sprecher Friedrich Naumann war - nach wie vor Galionsfigur der sog. Liberalen in Deutschland.

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  6. Ich finds doch interessant wie man meint Ludendorff und andere für Hitlers aufstieg verantwortlich machen zu müssen, die meisten seiner mächtigen Unterstützer unterschätzten ihn schlicht, sie dachten man könne ihn kontrollieren und schafften es schliesslich nicht, aber die wenigsten waren wirklich überzeugt von dem was er predigte und ich denke das trifft auch auf Ludenddorff, generell zweifle ich diese "kausallinie" zwischen Kaiserreich und NS-Deutschland stark an, ich zweifle nämlich daran das es ohne diese härte im Versailler Vertrag JEMALS einen zweiten WK gegeben hätte oder einen Hitler.

    Für mich beginnt die Kausalkette Hitler beim Versailler Vertrag denn er legte in meinen Augen den Grundstein für Hitlers aufstieg, ob er je überhaupt bedeutend gewesen wäre und gefolgschaft gefunden hätte, wenn nicht Reparationszahlungen und Ruhrkampf gewesen wären bezweifle ich stark.

    Ich sehe hierin mehr eine gewisse Tendenz dazu die Idee der Entente der alleinigen kriegsschuld Deutschlands und vor allem des "preussischen Militarismus" (der defacto nicht mehr war als der militarismus in Frankreich oder england) das man den deutschen mehr oder wenige oktroyierte.

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    "Zu den »ganz großen Deutschen« wird Ludendorff heute gewiss nicht mehr gezählt. Im Gegenteil, er gilt neben Kaiser Wilhelm II. und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg als eine der unheilvollen Brückenfiguren auf dem Weg von Bismarck zu Hitler."

    Anders als der Autor suggerieren will, gibt es keinen direkten Weg von Bismarck bzw. Hindenburg und Ludendorff zu Hitler. Diese a posteriori Geschichtsklitterung, gemäß der die gesamte deutsche Geschichte eine Weg zu Auschwitz gewesen sei, verdanken wir den 68er Geschichtsprofessoren, die nach ihrem Marsch durch die Institutionen inzwischen ihre Ideologie als Geschichtsdogmatik verbreiten konnten.

    Deutschland ist eine große europäische Nation mit einer vielhundertjährigen Geschichte inklusive aller Höhen und Tiefen, wie andere Nationen auch. Auf keinen Fall darf die deutsche Historie auf die Jahre von 1933-45 reduziert werden.

    "Für mich beginnt die Kausalkette Hitler beim Versailler Vertrag"

    Die eigentliche Urkatastrophe war der Ausbruch des 1. Weltkrieges, legte er doch, in Verbindung mit Versailles, den Grundstock für den 2.

    "Ich sehe hierin mehr eine gewisse Tendenz dazu die Idee der Entente der alleinigen kriegsschuld Deutschlands und vor allem des "preussischen Militarismus" (der defacto nicht mehr war als der militarismus in Frankreich oder england) das man den deutschen mehr oder wenige oktroyierte."

    Somit hätte man den Deutschen nicht die eigene, sondern eine fremde Geschichtsschreibung eingepflanzt.

    "Zu den »ganz großen Deutschen« wird Ludendorff heute gewiss nicht mehr gezählt. Im Gegenteil, er gilt neben Kaiser Wilhelm II. und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg als eine der unheilvollen Brückenfiguren auf dem Weg von Bismarck zu Hitler."

    Anders als der Autor suggerieren will, gibt es keinen direkten Weg von Bismarck bzw. Hindenburg und Ludendorff zu Hitler. Diese a posteriori Geschichtsklitterung, gemäß der die gesamte deutsche Geschichte eine Weg zu Auschwitz gewesen sei, verdanken wir den 68er Geschichtsprofessoren, die nach ihrem Marsch durch die Institutionen inzwischen ihre Ideologie als Geschichtsdogmatik verbreiten konnten.

    Deutschland ist eine große europäische Nation mit einer vielhundertjährigen Geschichte inklusive aller Höhen und Tiefen, wie andere Nationen auch. Auf keinen Fall darf die deutsche Historie auf die Jahre von 1933-45 reduziert werden.

    "Für mich beginnt die Kausalkette Hitler beim Versailler Vertrag"

    Die eigentliche Urkatastrophe war der Ausbruch des 1. Weltkrieges, legte er doch, in Verbindung mit Versailles, den Grundstock für den 2.

    "Ich sehe hierin mehr eine gewisse Tendenz dazu die Idee der Entente der alleinigen kriegsschuld Deutschlands und vor allem des "preussischen Militarismus" (der defacto nicht mehr war als der militarismus in Frankreich oder england) das man den deutschen mehr oder wenige oktroyierte."

    Somit hätte man den Deutschen nicht die eigene, sondern eine fremde Geschichtsschreibung eingepflanzt.

  7. "Zu den »ganz großen Deutschen« wird Ludendorff heute gewiss nicht mehr gezählt. Im Gegenteil, er gilt neben Kaiser Wilhelm II. und Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg als eine der unheilvollen Brückenfiguren auf dem Weg von Bismarck zu Hitler."

    Anders als der Autor suggerieren will, gibt es keinen direkten Weg von Bismarck bzw. Hindenburg und Ludendorff zu Hitler. Diese a posteriori Geschichtsklitterung, gemäß der die gesamte deutsche Geschichte eine Weg zu Auschwitz gewesen sei, verdanken wir den 68er Geschichtsprofessoren, die nach ihrem Marsch durch die Institutionen inzwischen ihre Ideologie als Geschichtsdogmatik verbreiten konnten.

    Deutschland ist eine große europäische Nation mit einer vielhundertjährigen Geschichte inklusive aller Höhen und Tiefen, wie andere Nationen auch. Auf keinen Fall darf die deutsche Historie auf die Jahre von 1933-45 reduziert werden.

    "Für mich beginnt die Kausalkette Hitler beim Versailler Vertrag"

    Die eigentliche Urkatastrophe war der Ausbruch des 1. Weltkrieges, legte er doch, in Verbindung mit Versailles, den Grundstock für den 2.

    "Ich sehe hierin mehr eine gewisse Tendenz dazu die Idee der Entente der alleinigen kriegsschuld Deutschlands und vor allem des "preussischen Militarismus" (der defacto nicht mehr war als der militarismus in Frankreich oder england) das man den deutschen mehr oder wenige oktroyierte."

    Somit hätte man den Deutschen nicht die eigene, sondern eine fremde Geschichtsschreibung eingepflanzt.

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    Antwort auf "......."
  8. "1.(Ludendorff) Trägt die Mitschuld an 8 Millionen deutschen Kriegstoten im ersten Weltkrieg."

    Er trägt, ebenso wie Kaiser Wilhelm, nicht mehr und nicht weniger Schuld an den Kriegstoten wie die anderen alliierten Generäle, Befehlshaber und Politiker auch.

    "2. Ludendorf war Wegbereiter, der Machtergreifung Hitlers, der daraus resultierenden 2.Weltkrieg mit mehr als 60 Millionen."

    Ihre Aussagen sind weder historisch, noch sind sie objektiv. Ludendorff war eine Zeitlang zusammen mit der NSDAP am Bund gegen die Weimarer Republik beteiligt, wandte sich dann aber später gegen die Nazis. Einfluß hatte er während der NS-Zeit keinen mehr, weder direkt noch indirekt.

    "Was soll aus Ludendorff , dem Kaiser , und selbst Hindenburg jemals positiv gewesen sein ? Sie waren samt und sonders Kriegsverbrecher.Und sie in die gleiche reihe wie Eichmann,Göbbels,Himmler und viele andere Massenmörder zu bringen!"

    Sie hauen hier alles in einen Sack namens pöhses Deutschland=sowiesoalles Nazis. Kennt man von irgendwoher.

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