Arabische Unruhen Die Kolonialisten kehren zurück
Die Intervention in Libyen zeigt, dass der Westen Afrika noch immer keine Mitsprache zubilligt.
© Imed Lamloum/AFP/Getty Images

Zerstörte Gebäude im libyschen Tripolis
Der Volksaufstand in Nordafrika kam für den gesamten Kontinent überraschend. Gebannt verfolgten wir den Verlauf der Ereignisse im Fernsehen, und weil wir zunächst nicht wussten, wie wir als Afrikaner darauf reagieren sollen, blieb uns keine andere Wahl, als abzuwarten. Die schwierige Entscheidung war: Sollen wir die Demonstanten unterstützen oder die Regierungen, deren Rücktritt sie forderten?
Diese Entscheidung wurde nicht einfacher durch die politischen Interventionen mehrerer westlicher Staaten, die unverlangt Einschätzungen lieferten und durch ihre einseitige Einmischung den Ausgang der Aufstände beeinflussten. Wir Afrikaner fragten vor dem Hintergrund unserer Geschichte, ob unsere Interessen mit denen des Westens deckungsgleich sind. Wir fragten uns auch, ob es dem Westen je ein wirkliches Anliegen war, jenseits des Eigennutzes eine echte demokratische Entwicklung in Afrika voranzubringen.
Südafrikas Ex-Präsident, ist der Vordenker der »African Renaissance«, einer Vision zur Selbsterneuerung des Kontinents. Er leitete mehrere Friedensmissionen in Afrika. Zurzeit ist der 69-Jährige Vermittler der Afrikanischen Union im Sudan.
Es war in unseren Augen verdächtig, dass sich der Westen zum Verbündeten von Volksaufständen machte, die für wirkliche demokratische Revolutionen standen. Gerade diese Überlegungen haben uns in der Ansicht bestärkt, dass wir zunächst bedachtsam reagieren sollten statt schnell zu intervenieren. Diese Haltung hat sich mit Blick auf Tunesien und Ägypten als richtig erwiesen. Am Ende mussten wir nur akzeptieren, was die Völker in diesen Ländern entschieden hatten.
Was aber in Libyen geschah und noch geschieht, zeigt all die Verwerfungen in dem Bemühen Afrikas, sein Schickal selbst zu bestimmen. Dort nahm der Volksaufstand im Gegensatz zu Tunesien und Ägypten von Anfang an die Form einer bewaffneten Erhebung an, und Gadhafis Regime gebrauchte unter dem Vorwand, sie sei von al-Qaida ausgelöst und angeführt worden, rohe Gewalt.
Am 23. Februar, acht Tage nach Beginn des Aufstands, sprach der Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) für ganz Afrika, als er »die wahllose und exzessive Gewaltanwendung und den Einsatz tödlicher Waffen gegen friedliche Demonstranten« als Verletzung der Menschenrechte und der internationalen humanitären Grundsätze verurteilte. Das Streben des libyschen Volkes nach Demokratie, politischen Reformen, Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung sei legitim und müsse respektiert werden. In der gleichen Sitzung beschloss der AU-Sicherheitsrat, eine hochrangige Delegation nach Libyen zu senden, um die Lage zu eruieren.
Unglücklicherweise scheiterte selbst diese begrenzte Intervention der AU. Das lag an der schwachen Kommunikation zwischen den afrikanischen Staaten, viele wussten noch Tage nach der Libyen-Erklärung des AU-Sicherheitsrates nicht, was dieser beschlossen hatte. Tatsache ist aber auch, dass sie von den internationalen Medien ebenso ignoriert wurde. Stattdessen lieferten sie der Weltöffenlichkeit dramatische Bilder aus Libyen und die Aussagen von Oberst Muammar al-Gadhafi und seinem Sohn Saif al-Islam. Mit anderen Worten: Die Botschaft der Afrikanischen Union geriet vollkommen in Vergessenheit und hatte nicht den geringsten Einfluss auf die Überlegungen in Afrika und aller Welt, was zur Lösung des Konflikts in Libyen getan werden könnte.
Am 10. März beschloss der AU-Sicherheitsrat, ein Ad-hoc-Komitee von fünf afrikanischen Staatschefs nach Libyen zu entsenden. Ihr Auftrag war, einen Dialog zwischen allen Konfliktparteien herbeizuführen, um zu einer friedlichen Einigung zu kommen. Zugleich verwarf der AU-Sicherheitsrat »ausländische Militärinterventionen in jeglicher Form«. Doch eine Woche später ermöglichte die Resolution 1973 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen genau jenes militärische Eingreifen, das die Afrikaner abgelehnt hatten.
- Datum 13.06.2011 - 15:32 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 9.6.2011 Nr. 24
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der glaubt die Afrikaner, aus Europa und Amerika mit unseren Konzepten beglücken zu müssen und sich wundert, warum der Erfolg ausbleibt.
"...sprach der Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) für ganz Afrika, ......In der gleichen Sitzung beschloss der AU-Sicherheitsrat, eine hochrangige Delegation nach Libyen zu senden, um die Lage zu eruieren.
Unglücklicherweise scheiterte selbst diese begrenzte Intervention der AU. Das lag an der schwachen Kommunikation zwischen den afrikanischen Staaten, viele wussten noch Tage nach der Libyen-Erklärung des AU-Sicherheitsrates nicht, was dieser beschlossen hatte."
Das demonstriert einen Grund, weshalb Afrika marginalisiert ist. Man beschließt "für ganz Afrika" etwas, wovon "viele afrikanische Staaten" Tage später nicht informiert waren, während die Menschen, die es betraf starben.
"Tatsache ist aber auch, dass sie von den internationalen Medien ebenso ignoriert wurde. ...."
Und hier zeigt sich eine irreale Wahrnehmung, die zum "Fakt" erhoben als Anklage dienen soll. Die Unternehmungen der AU wurden in den internationalen Medien berichtet.
"...sprach der Friedens- und Sicherheitsrat der Afrikanischen Union (AU) für ganz Afrika, ......In der gleichen Sitzung beschloss der AU-Sicherheitsrat, eine hochrangige Delegation nach Libyen zu senden, um die Lage zu eruieren.
Unglücklicherweise scheiterte selbst diese begrenzte Intervention der AU. Das lag an der schwachen Kommunikation zwischen den afrikanischen Staaten, viele wussten noch Tage nach der Libyen-Erklärung des AU-Sicherheitsrates nicht, was dieser beschlossen hatte."
Das demonstriert einen Grund, weshalb Afrika marginalisiert ist. Man beschließt "für ganz Afrika" etwas, wovon "viele afrikanische Staaten" Tage später nicht informiert waren, während die Menschen, die es betraf starben.
"Tatsache ist aber auch, dass sie von den internationalen Medien ebenso ignoriert wurde. ...."
Und hier zeigt sich eine irreale Wahrnehmung, die zum "Fakt" erhoben als Anklage dienen soll. Die Unternehmungen der AU wurden in den internationalen Medien berichtet.
was offensichtlich ist und doch verschwiegen wird:
Der Vorherrschaftsanspruch des Weißen Mannes ist ungebrochen und der Westen ist offenbar unfähig, aus der Vergangenheit zu lernen.
Herr Mbeki verschweigt, dass die beiden afrikanischen Vertreter im Sicherheitsrat, nämlich Nigeria sowie sein Heimatland Südafrika, jeweils der Resolution zugestimmt haben. Hätten sie sich enthalten oder dagegen gestimmt, wäre die erforderiche Mehrheit von neun Stimmen nicht zustande gekommen.
Das entlarvt die Klage Mbekis als selbstmitleidige Klage aus Perspektive einer Organisation, die es oft nicht schafft, sich schnell und entschieden gegen Diktatoren, Gewalt und Unterdrückung zu positionieren und deshalb oft den Kürzeren zieht.
Das liegt auch an hausgemachtem Mismanagement, wie der Beitrag von Mbeki belegt: Afrikanische Führer wissen nicht, was die Union beschlossen hat? Auch in Afrika gibt es Handys, Internet... Die Union schafft es nicht, innerhalb einer Woche eine Delegation nach Libyen zu entsenden? Dieser Union soll man die Lösung schwierigster, drängendster Konflikte zutrauen? Mir scheinen da doch mal wieder Wunsch und Wirklichkeit auseinander zu klaffen.
Wie zuletzt in Cote d'Ivoire. Dort kam es immerhin zu ernstzunehmenden Verhandlungen zwischen AU-Vertretern und Gbagbo. Doch am Ende musste es wieder die französische Armee richten. Afrikanische Lösungen müssen endlich mehr Substanz aufweisen als das gemeinsame Schimpfen auf die bösen Kolonialisten.
[...]
Der UN Sicherheitsrat ist nicht die AU und was sollen afrikanische Länder bei der UN bewirken? Man sieht ja an Libyen, was passiert, wenn Afrikaner nicht so spuren, wie es der NATO gefällt.
Teil entfernt. Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
....Artikel wie oben von Vielen geglaubt, wie man in den Forenbeiträgen sieht.
"Herr Mbeki verschweigt, dass die beiden afrikanischen Vertreter im Sicherheitsrat, nämlich Nigeria sowie sein Heimatland Südafrika, jeweils der Resolution zugestimmt haben."
Bravo!
[...]
Der UN Sicherheitsrat ist nicht die AU und was sollen afrikanische Länder bei der UN bewirken? Man sieht ja an Libyen, was passiert, wenn Afrikaner nicht so spuren, wie es der NATO gefällt.
Teil entfernt. Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
....Artikel wie oben von Vielen geglaubt, wie man in den Forenbeiträgen sieht.
"Herr Mbeki verschweigt, dass die beiden afrikanischen Vertreter im Sicherheitsrat, nämlich Nigeria sowie sein Heimatland Südafrika, jeweils der Resolution zugestimmt haben."
Bravo!
Zitat:
"Immerhin ist es dem südafrikanischen Präsidenten Jacob Zuma vorige Woche gelungen, im Auftrag der AU mit Gadhafi in Tripolis zu verhandeln. Die Gespräche endeten ohne Ergebnis."
Thabo Mbeki erzählt hier das Märchen der Linken:
Imperialismus der Europäer und der UN - und betet das gescheiterte Gaddafi Regime gesund und diffamiert die Demokratiebewegung in Libyen. Seiner Meinung nach hat der 17. Februar in Libyen nie stattgefunden - als die Libyer in Massendemonstrationen öffentlich der Welt gezeigt haben, was Sie von dem Despoten Gaddafi halten.
Thabo Mbeki verkennt in seinem Statement und in seiner politischen Haltung, das die kleptokratischen Despoten und die Schmiergeldregierungen in Afrika ein großer Teil des Problems sind - und der hausgemacht König der Könige - wie sich Gaddfi selbst bezechnet - ist einer von denen - und Mbeki gibt auf dieses Problem leider keine Antwort.
Warum eigentlich?
Glaubwürdiger als die NATO/UN-Resolution ist die AU mit den Friedensbemühungen allemal, und darauf kommt es an.
Die Rebellen lehnten ohne jeden Grund das Entgegenkommen ab, weil sie a priori davon ausgingen, dass es eine Falle war. Schlimmer ist, daß wie im Artikel richtig beschrieben, diese Bemühungen (!) der unmittelbaren und kulturellen Nachbarn von der angeblich um Lösungen bemühten NATO und Westen komplett ignoriert geschweige denn unterstützt wurden. Aber nein, man will gleich bomben. Gaddafi soll weg. Naive floskeln. Und in den Medien streut man Ideale wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte für die Steuerzahler.
Ein sehr interessanter Artikel von einem Afrikaner geschrieben, der seine Sicht der Situation aufzeigt.
Auch ich beklage die dumpfe, halsstarrige Haltung der USA und der Kriegswilligen gegen Gaddafi sehr.
Allein an dem, was die rechtfertigende Haltung der kriegführenden Parteien angeht, macht deutlich, dass es hier nur um propagandistische Lügengeschichten geht,die dem westl. Puplikum deutlich machen sollen, dass kriegerische Einsätze wichtig und sinnvoll sind weil....
Genau das gleiche widerliche Lügentheater wie im Fall Jugoslawien und den anderen bisher erfolgten völkerrechtswidrigen Übergriffen auf andere Länder.
Hier ein Link, was einmal Libyen war:
www.tlaxcala-int.org/arti...
und hier ein Link, was Libyen jetzt ist:
www.tlaxcala-int.org/arti...
und hier ein Link zu Strauss-Kahn-Obama u.d.Finanzen
www.voltairenet.org/obama...
Ein Vordenker der neokonservativen Politik in den USA Leo Strauss sagt, dass das Volk von der Elite belogen werden müsse, da die individuelle Freiheit, die (einfachen)Menschen dazu verleite, alles in Frage zu stellen, was dann die Gesellschaft insgesamt zerstören würde.
Die Elite müsse die Lügen öffentlich vertreten und leben, privat müßten sie diese ja nicht glauben.
(Vorbild für diese Philosophie ist eine Fernsehserie Perry Mason, i.d. ein Unschuldiger beschuldigt wird. Mason holt ihn dann großmütig heraus)
Soviel zur Glaubwürdigkeit amerk. Politik.
Glaubwürdiger als die NATO/UN-Resolution ist die AU mit den Friedensbemühungen allemal, und darauf kommt es an.
Die Rebellen lehnten ohne jeden Grund das Entgegenkommen ab, weil sie a priori davon ausgingen, dass es eine Falle war. Schlimmer ist, daß wie im Artikel richtig beschrieben, diese Bemühungen (!) der unmittelbaren und kulturellen Nachbarn von der angeblich um Lösungen bemühten NATO und Westen komplett ignoriert geschweige denn unterstützt wurden. Aber nein, man will gleich bomben. Gaddafi soll weg. Naive floskeln. Und in den Medien streut man Ideale wie Demokratie, Freiheit und Menschenrechte für die Steuerzahler.
Ein sehr interessanter Artikel von einem Afrikaner geschrieben, der seine Sicht der Situation aufzeigt.
Auch ich beklage die dumpfe, halsstarrige Haltung der USA und der Kriegswilligen gegen Gaddafi sehr.
Allein an dem, was die rechtfertigende Haltung der kriegführenden Parteien angeht, macht deutlich, dass es hier nur um propagandistische Lügengeschichten geht,die dem westl. Puplikum deutlich machen sollen, dass kriegerische Einsätze wichtig und sinnvoll sind weil....
Genau das gleiche widerliche Lügentheater wie im Fall Jugoslawien und den anderen bisher erfolgten völkerrechtswidrigen Übergriffen auf andere Länder.
Hier ein Link, was einmal Libyen war:
www.tlaxcala-int.org/arti...
und hier ein Link, was Libyen jetzt ist:
www.tlaxcala-int.org/arti...
und hier ein Link zu Strauss-Kahn-Obama u.d.Finanzen
www.voltairenet.org/obama...
Ein Vordenker der neokonservativen Politik in den USA Leo Strauss sagt, dass das Volk von der Elite belogen werden müsse, da die individuelle Freiheit, die (einfachen)Menschen dazu verleite, alles in Frage zu stellen, was dann die Gesellschaft insgesamt zerstören würde.
Die Elite müsse die Lügen öffentlich vertreten und leben, privat müßten sie diese ja nicht glauben.
(Vorbild für diese Philosophie ist eine Fernsehserie Perry Mason, i.d. ein Unschuldiger beschuldigt wird. Mason holt ihn dann großmütig heraus)
Soviel zur Glaubwürdigkeit amerk. Politik.
Die "afrikanische Lösung" sah AFAIR so aus: Afrikanische Union schickt Delegation - Gaddafi verspricht Waffenstillstand - Gaddafi fährt mit dem Morden fort - UN greift ein - Afrikanische Union beklagt Scheitern der afrikanischen Lösung. Die afrikanische Lösung heisst schlicht Auslieferung der Aufständischen an Gaddafi, aber das anzusprechen war Herr Mbeki zu feige. Und ich habe nicht vergessen, dass es derselbe Mbeki war, der (afrikanische Lösung!) jahrelang das grösste Hindernis beim Vorgehen gegen den Diktator Mugabe darstellte. Was diesem (afrikanische Lösung!) ermöglichte, sein eigenes Land gründlich zu ruinieren und nach freiem Ermesseneinzusperren, zu foltern und zu töten. Herr Mbeki hat vollkommen Recht - diese Art afrikanischer Lösungen ist für den Westen inakzeptabel. Sie ist allerdings auch für die afrikanische Bevölkerung unter jenen afrikanischen Diktatoren inakzeptabel, mit denen Herr Mbeki gerne afrikanische Lösungen diskutiert. Wenn es Kolonialismus ist, Menschen nicht schutzlos ihren Peinigern auszuliefern - dann bin ich gerne Kolonialist!
Entfernt. Die Redaktion/lv
"Die "afrikanische Lösung" sah AFAIR so aus: Afrikanische Union schickt Delegation - Gaddafi verspricht Waffenstillstand - Gaddafi fährt mit dem Morden fort - UN greift ein - Afrikanische Union beklagt Scheitern der afrikanischen Lösung."
---
Das ist falsch, Sie selbsternannter Kolonialist.
Die afrikanische Lösung sah so aus: Afrikanische Union schickt Delegation - Gaddafi verspricht Waffenstillstand - AFRIKANISCHE UNION GEHT ZU REBELLEN - REBELLEN VERSPRECHEN WAFFENSTILLSTAND - REBELLEN UND GADDAFI TREFFEN SICH AN NEUTRALEM ORT UNTER DEM VORSITZ DER AU ZU FRIEDENSVERHANDLUNGEN - FRIEDENSVERHANDLUNGEN WERDEN ERFOLGREICH BEENDET - FRIEDEN IN LIBYEN IST HERGESTELLT.
Leider lehnten die Rebellen völlig grundlos das Entgegenkommen Gaddafi, übermittelt durch die AU-Delegation, ab - man kann mutmaßen, dass der Grund darin liegt, dass sie vom Westen dazu gebracht wurden, um es höflich zu formulieren, weil der Westen KEINEN VERHANDLUNGSFRIEDEN MIT GADDAFI WOLLTE, - und damit verlief die Sache im Sand.
Entfernt. Die Redaktion/lv
"Die "afrikanische Lösung" sah AFAIR so aus: Afrikanische Union schickt Delegation - Gaddafi verspricht Waffenstillstand - Gaddafi fährt mit dem Morden fort - UN greift ein - Afrikanische Union beklagt Scheitern der afrikanischen Lösung."
---
Das ist falsch, Sie selbsternannter Kolonialist.
Die afrikanische Lösung sah so aus: Afrikanische Union schickt Delegation - Gaddafi verspricht Waffenstillstand - AFRIKANISCHE UNION GEHT ZU REBELLEN - REBELLEN VERSPRECHEN WAFFENSTILLSTAND - REBELLEN UND GADDAFI TREFFEN SICH AN NEUTRALEM ORT UNTER DEM VORSITZ DER AU ZU FRIEDENSVERHANDLUNGEN - FRIEDENSVERHANDLUNGEN WERDEN ERFOLGREICH BEENDET - FRIEDEN IN LIBYEN IST HERGESTELLT.
Leider lehnten die Rebellen völlig grundlos das Entgegenkommen Gaddafi, übermittelt durch die AU-Delegation, ab - man kann mutmaßen, dass der Grund darin liegt, dass sie vom Westen dazu gebracht wurden, um es höflich zu formulieren, weil der Westen KEINEN VERHANDLUNGSFRIEDEN MIT GADDAFI WOLLTE, - und damit verlief die Sache im Sand.
Das mag sein, dass der Westen noch, mehr oder weniger seine Finger in Afrika hatt.
Dennoch ist seit einigen Jahren in ganz Afrika ein durchaus positiver Trend was Emanzipation, Selbstbewusstsein und Demokratie betrifft zu beobachten.
Diese Entwicklung lässt Hoffnung erwachen...
[...]
Der UN Sicherheitsrat ist nicht die AU und was sollen afrikanische Länder bei der UN bewirken? Man sieht ja an Libyen, was passiert, wenn Afrikaner nicht so spuren, wie es der NATO gefällt.
Teil entfernt. Bitte bleiben Sie trotz Kritik sachlich. Danke. Die Redaktion/lv
Natürlich ist Ihr Einwand, Herr Mbeki, berechtigt - so wie auch der afrikanische Anspruch auf Selbstbestimmung berechtigt ist.
Doch Sie machen einen entscheidenden Fehler. Sie verkennen sie Natur des Westens. Dieser ist kein von dessen Bevölkerung gewünschter Zusammenschluss zur Wahrung von Frieden, Gerechtigkeit und Wohlstand, der seinen Platz in der Welt sucht: 'der Westen' ist ein Zusammenschluss weltweit agierender Konzerne, vorangetrieben von Politikermarionetten an den Schnüren von Lobbyisten.
[...]
Gekürzt. Bitte diskutieren Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/er
...gilt an dieser Stelle unserer versklavten Unterschicht, die sich unter Peitschenhieben und grauenhaften Entrechtungen im Büro halb zu Tode langweilt, in der Betriebskantine den Nachschlag verweigert bekommt und nach Feierabend mit dem Programm von RTL2 gefoltert wird. Wahrlich: Die Frage ob man da nicht mit einem Afrikaner des 18. Jahrhunderts tauschen wollen würde, der mit einer Halskrause an das Deck eines Sklavenschiffs gefesselt war, stellt sich da gar nicht mehr.
Im Gegenteil, "wir" weißen Europäer sollten lieber beschämt auf unsere Geschichte gucken als in die Krisengebiete unserer Nachbarn und "die Afrikaner" einfach mal kabbeln lassen. Wenn sie sich in Stücke schiessen wollen, ist das ja deren Sache...
Grüße von der Baumwollplantage
Cellular Automaton
Bitte verzichten Sie auf polemische Beiträge. Danke, die Redaktion/jz
Dieser vorsätzlich von der Redaktion gekürzte Kommentar bringt die Sache im Prinzip auf dem Punkt. Anscheinend wird diese Sichtweise seitens der Redaktion vehement bekämpft, was verständlich ist. Denn trifft diese Sichtweise nicht auf den Schwachpunkt, ja auf die Wunde der westlichen (Schein-)Demokratie? Natürlich stecken hinter den Interventionen massive wirtschaftliche Interessen seitens der/des Konzerne/Militärkomplexes. Wer das noch nicht begriffen hat und glaubt er müsse Kolonialist sein, damit er Menschenleben retten, der ist entweder äußerst naiv oder völlig psychisch entgleist. Siehe Ruanda/Kongo/Sudan...wie viel Menschenleben wurde denn von den Friedensstiftern gerettet???
Anmerkungen zur Moderation senden Sie bitte an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk
...gilt an dieser Stelle unserer versklavten Unterschicht, die sich unter Peitschenhieben und grauenhaften Entrechtungen im Büro halb zu Tode langweilt, in der Betriebskantine den Nachschlag verweigert bekommt und nach Feierabend mit dem Programm von RTL2 gefoltert wird. Wahrlich: Die Frage ob man da nicht mit einem Afrikaner des 18. Jahrhunderts tauschen wollen würde, der mit einer Halskrause an das Deck eines Sklavenschiffs gefesselt war, stellt sich da gar nicht mehr.
Im Gegenteil, "wir" weißen Europäer sollten lieber beschämt auf unsere Geschichte gucken als in die Krisengebiete unserer Nachbarn und "die Afrikaner" einfach mal kabbeln lassen. Wenn sie sich in Stücke schiessen wollen, ist das ja deren Sache...
Grüße von der Baumwollplantage
Cellular Automaton
Bitte verzichten Sie auf polemische Beiträge. Danke, die Redaktion/jz
Dieser vorsätzlich von der Redaktion gekürzte Kommentar bringt die Sache im Prinzip auf dem Punkt. Anscheinend wird diese Sichtweise seitens der Redaktion vehement bekämpft, was verständlich ist. Denn trifft diese Sichtweise nicht auf den Schwachpunkt, ja auf die Wunde der westlichen (Schein-)Demokratie? Natürlich stecken hinter den Interventionen massive wirtschaftliche Interessen seitens der/des Konzerne/Militärkomplexes. Wer das noch nicht begriffen hat und glaubt er müsse Kolonialist sein, damit er Menschenleben retten, der ist entweder äußerst naiv oder völlig psychisch entgleist. Siehe Ruanda/Kongo/Sudan...wie viel Menschenleben wurde denn von den Friedensstiftern gerettet???
Anmerkungen zur Moderation senden Sie bitte an community@zeit.de Danke, die Redaktion/mk
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