Privathochschulen Wie gut sind sie wirklich?
Nicht erst seit dem Skandal an der EBS haben es private Hochschulen schwer in Deutschland.
Für einen Augenblick war es wie früher. Kanzlerin Merkel hole ihren neuen Chefberater von einer Privathochschule, bestätigte ihr Sprecher vergangene Woche, »international sehr erfahren« sei der, ein »exzellenter Kenner der EU« – und bislang Präsident einer Einrichtung, deren vielversprechender Name ganze Zeitungszeilen füllte: European School of Management and Technology. Da war er wieder, der Nimbus privater Elitehochschulen, und fast hätte man vergessen können, welchen Super-GAU die Branche hinter sich hat. Eine Imagekatastrophe, die sich mit drei Buchstaben verbindet: EBS, European Business School. Aber eben nur fast.
29 Jahre zuvor, in der westfälischen Provinz: Eine Truppe idealistischer Professoren macht sich daran, ihren Traum zu verwirklichen. Sie sind enttäuscht vom Stillstand an den Hochschulen, von der bürokratischen Verwaltung und hierarchischem Denken. Die Gründung von Deutschlands erster Privat-Uni Witten/Herdecke, hoffen sie, werde den Beginn eines neuen Bildungszeitalters markieren. Neue Formen universitärer Lehre und Forschung und des Miteinanders von Professoren und Studenten müssten auch hierzulande möglich sein. Sagen sie und finden solvente Unterstützer: den Verleger Gerd Bucerius etwa oder Bertelsmann-Chef Reinhard Mohn.
Der Mythos Witten/Herdecke ist geboren. Seit 1982 ist er der Anspruch, an dem sich all jene Betreiber privater Hochschulbildung messen lassen müssen, die universitäres Niveau anstreben. Laut einer Studie des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft sind das auch nach 29 Jahren nicht allzu viele: von den immerhin 90 privaten Hochschulen gerade einmal 13, wovon sich zehn jeweils auf ein einziges Fach spezialisiert haben – Wirtschaft zumeist. Nur drei Einrichtungen verfügen über eine Fächerbreite, die auch die Bezeichnung »Universität« rechtfertigt. Alle übrigen privaten Hochschulen, immerhin 77, betreiben Bildung vorrangig als Dienstleistungsgeschäft, bevorzugt über berufsbegleitende oder stark praxisorientierte Studienangebote, teilweise gewinnorientiert, meist erfolgreich. Und noch häufiger unbeobachtet von den Massenmedien. »Wenn Sie in der U-Bahn die Werbeposter anschauen, wird Ihnen erst mal klar, was es da für einen Markt gibt«, sagt Andrea Frank, die Autorin der Stifterverbandsstudie.
Forschung lässt sich nicht über Studiengebühren finanzieren
Mit dem Nimbus der privaten Elitehochschulen haben diese 77 so viel zu tun wie der Pizzabäcker von nebenan mit einem Sternekoch. Sie überleben aber auch so. Im Gegensatz zu den paar Mutigen, die sich auf das Abenteuer universitäre Exzellenz einlassen. »Universität heißt, Sie müssen auch ernst zu nehmende Forschung betreiben, und das kostet deutlich mehr, als Sie jemals über Studiengebühren oder Spendengelder einnehmen können«, sagt Markus Baumanns, der die Hamburger Bucerius Law School mitgegründet hat.
Die Krux: In einem Land, das zu den staatsgläubigsten in Sachen Hochschulstudium überhaupt zählt, können die Privatuniversitäten, anders als etwa in den USA, nicht auf einen oft jahrhundertealten, milliardenschweren Kapitalstock zurückgreifen, um Defizite auszugleichen. Die Folge: Wer sich als Betreiber einer nicht staatlichen Hochschule dem teuren universitären Ideal verschreibt, tanzt schnell am finanziellen Abgrund. Da helfen auch Merchandising-Einfallsreichtum und beste Fundraising-Tricks wenig. Selbst Musterschüler Witten konnte die Pleite vor drei Jahren wieder einmal nur dank einer konzertierten Aktion privater Retter abwenden. Nordrhein-Westfalen gibt nach zwischenzeitlichem Zahlungsstopp wieder 4,5 Millionen Euro pro Jahr dazu – allerdings nur bis 2013.
Die Überlebensstrategie der Privaten ist so einfach wie riskant. Sie lautet: Geld gegen Versprechen – das öffentliche, gern über Hochglanzbroschüren transportierte Versprechen, nicht nur ihren Studenten, sondern der Gesellschaft insgesamt einen unverzichtbaren Mehrwert zu bieten: in Form didaktischer Innovationen und ungewöhnlicher Forschungsansätze, vor allem aber durch Absolventen, die Führungspersönlichkeiten von morgen verkörpern. Elite eben. In Maßen gehört das Trommeln zum Handwerk aller Privaten; der medienaffine Präsident der Zeppelin University (ZU), Stephan A. Jansen, etwa hat es so weit perfektioniert, dass er in seinen Interviews oft viel Zeit darauf verwendet, zu erklären, warum die ZU eben nicht elitär sei.
Je größer die finanzielle Schieflage, desto größer, so scheint es, werden die Versprechungen, umso wichtiger wird die Imagepflege. Und hier kommt wieder die EBS ins Spiel. Die European Business School, noch eine Hochschule, bei der schon der Name Weltläufigkeit signalisieren soll – allerdings mit einem Standort, der dazu nicht zu passen schien: Oestrich-Winkel. »Edel – und gut« wolle die EBS sein, so stand es auch in der ZEIT, noch Anfang 2011. Ihr Präsident Christopher Jahns halte das Bild des »ehrbaren Kaufmanns« hoch. Das Image war so gut, dass es der finanziell angeschlagenen Hochschule Entlastung brachte: Hessens Landesregierung bewilligte 25 Millionen Euro für eine Jura-Fakultät. Und die Uni-freie Landeshauptstadt Wiesbaden ließ sich den Zuzug der damit offiziell zur vierten deutschen Privat-»Universität« aufgewerteten EBS weitere Millionen kosten. Geld gegen Versprechen.
- Datum 20.06.2011 - 08:13 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 16.6.2011 Nr. 25
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Tja, was die Anderen haben, brauchen wir hier in Deutschland wohl auch unbedingt. Na dann los.
Ach würklich?
Da habe ich mich ja geirrt - ganz furchtbarv geirrt!
Ich ging immer davon aus, dass es sich hier um eine Titel-Mühle für Höhere Töchter und Söhne handelt, deren Eltern ihr Sprösslinge vor den Zumutungen einer schmuddeligen Massen-Universität beweahren konnten.
nicht des Geistes. Dafür müssen sie zum KIT, zur LMU oder zur TUM gehen. Diese Privatunis sind bessere Fachhochschulen für die Erben einer "Bussi-Bussi"-Gesellschaft. Wer ernsthaft glaubt, dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen, habe mir mit einigen Studenten der EBS meine eigenen Vorurteile bilden können.
KIT? Soll ich mal laut lachen? Wer ernsthaft glaubt, dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen, habe mir mit einigen Studenten des KIT meine eigenen Vorurteile bilden können.
Es zeigt sich hier in der Diskussion leider die Tendenz, von Einzelfällen auf Gesamtheiten zu schließen. Aussagen à la: "dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen" sind in etwa so intelligent wie: "Alle öffentliche Hochschulen verkaufen gegen Gefallen Doktortitel." Nur weil dies in einem Fall an der Uni Bayreuth passiert, heißt das nicht, dass alle Professoren an staatlichen Unis oder auch nur in Bayreuth korrupt sind. Es heißt auch nicht, dass keine Doktorarbeit von der Uni Bayreuth etwas taugt..
KIT?
Dass ich nicht lache - wer "irgenwas mit PR" studiert, sollte bei denen ein Praktikum machen, das war es aber auch schon.
_Das_ halte ich aber für ein Gerücht. Das einzige was an der Hochschule elitär ist, ist der Haushalt.
KIT? Soll ich mal laut lachen? Wer ernsthaft glaubt, dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen, habe mir mit einigen Studenten des KIT meine eigenen Vorurteile bilden können.
Es zeigt sich hier in der Diskussion leider die Tendenz, von Einzelfällen auf Gesamtheiten zu schließen. Aussagen à la: "dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen" sind in etwa so intelligent wie: "Alle öffentliche Hochschulen verkaufen gegen Gefallen Doktortitel." Nur weil dies in einem Fall an der Uni Bayreuth passiert, heißt das nicht, dass alle Professoren an staatlichen Unis oder auch nur in Bayreuth korrupt sind. Es heißt auch nicht, dass keine Doktorarbeit von der Uni Bayreuth etwas taugt..
KIT?
Dass ich nicht lache - wer "irgenwas mit PR" studiert, sollte bei denen ein Praktikum machen, das war es aber auch schon.
_Das_ halte ich aber für ein Gerücht. Das einzige was an der Hochschule elitär ist, ist der Haushalt.
...Ranking nicht mehr. Laut dem Zeit-CHE-Ranking gehören (trotz veralteter Daten) sowohl die EBS als auch die WHU zu den 15 forschungsstärksten BWL-Unis in Deutschland. Und das, obwohl private Hochschulen (vielleicht mit Ausnahme der WHU) bei der Einwerbung von sog. öffentliche Drittmitteln (also DFG), die natürlich auch nur Steuerzahler-Gelder sind, systematisch benachteiligt werden. Dass die Forschung an den privaten nicht so schlecht sein kann, zeigt sich zumindest bei WHU und EBS auch an der Ruf-Aktivität der staatlichen. Auch hier sind die privaten offensichtlich gut genug, die aufwendige Nachwuchsarbeit zu leisten, um dann die Professoren zuhauf an die öffentlichen zu verlieren, die mit steuerfinanzierter Altersversorgung und einen beeindruckenden Mangel an Leistungsdruck werben können. Viele der "Stars" öffentlicher Hochschulen wurden an privaten Hochschulen promoviert, habilitiert oder erstmals berufen (Beispiele: Achleitner, Homburg). Andererseits tun die öffentlichen Hochschulen ihr Möglichstes, die privaten durch einen undurchdringlichen Filz von einem Großteil öffentlicher Drittmittel fernzuhalten. Dagegen sind die sind Förderungen der EBS und Uni WH kaum der Rede wert. Es wäre wohl im Sinne des Steuerzahlers, wenn hier ein fairer Wettbewerb hergestellt würde. Wenn schon die (im internationalen Vergleich üppige) Grundfinanzierung der öffentlichen Unis weitgehend leistungsunabhängig ausgezahlt wird, so sollten zumindest die Drittmittel fair verteilt werden.
und ich bin gegen öffentliche Mittel für diesen Laden.
Seine 6 Semster International Business & Marketing irgendwas hätte man im Drittel der Zeit vermitteln können. Und vom Aufbau der Vorlesungen hat diese "Uni" absolut nichts mit selbstständigem Denken zu tun. Man bekommt ein Script, lernt den Mist und schreibt in jedem Fach eine teilweise peinlich leichte Prüfung.
Ich hab zwei Klausuren aus dem 2. bzw 3. Semster auch mal gemacht. Mit meinem Industriekaufmann habe ich ohne jegliche Vorbereitung beide Klausuren im unteren 2er-Bereich bestanden. SOWAS VERDIENT HÄME UND KEINE FÖRDERMITTEL. Ich muss da Nr. 2 und 3 zustimmen...
Wer das Geld hat fuer die Gebühren bekommt hier neben Zucker noch einen Abschluss hineingeblasen.
Allerdings: Die neuen Bachelor/Master-Studiengänge an den staatlichen Universitäten laufen in exakt dieselbe Richtung. Script lernen, Klausur schreiben, nächster Kurs. Script lernen... Freies Denken und Forschen sind da nur noch auf dem Papier der Bildungsminister zu erkennen.
Was soll an einer BWL-Universität forschungsstark sein?
Die Ergebnisse können in der Regel nur Handlungsempfehlungen an einzelne Unternehmen oder Branchen sein, BWL ist Miroökonomie.
Forschungsgelder sollten im öffentlichen Interesse ausgegeben werden. Bei volkswirtschaftlichen Fragestellungen sehe ich das ein, da geht es z.B. darum, was man als Staat tut, wenn die Absolventen solcher Eliteschmieden in ihren Investmentbanken sich einmal wieder übernommen haben. Aber Handlungsempfehlungen an einzelne Unternehmen aus Steuergelder fördern - soetwas nenne ich eine versteckte Subvention. Abgesehen davon haben fast alle Ökonomen, staatlich bezahlt oder nicht, bei der Vorhersage der Lehman-Pleite und ihrer Folgen kläglich versagt. Wenn die Konjukturprognosen, die wir jedes Jahr bekommen, Forschungsergebnisse sind, möchte ich gerne Forschungsgelder für das Auslesen meines Kaffeesatzes haben.
Und worüber forschen die Betriebswirte dort eigentlich? Über die Optimierung der Steuervermeidung durch liechtensteinisches Stiftungsrecht im Vergleich zu Briefkästen auf den Cayman Islands? Dies wäre zumindest eine Gewähr für eine praxisnahe Ausbildung...
Der Erfolg der Absolventen von WHU und EBS dürfte jedenfalls mehr in Vitamin B als in akademischer Leistung liegen, vergleiche hierzu Julia Friedrichs: "Gestatten Elite!"
und ich bin gegen öffentliche Mittel für diesen Laden.
Seine 6 Semster International Business & Marketing irgendwas hätte man im Drittel der Zeit vermitteln können. Und vom Aufbau der Vorlesungen hat diese "Uni" absolut nichts mit selbstständigem Denken zu tun. Man bekommt ein Script, lernt den Mist und schreibt in jedem Fach eine teilweise peinlich leichte Prüfung.
Ich hab zwei Klausuren aus dem 2. bzw 3. Semster auch mal gemacht. Mit meinem Industriekaufmann habe ich ohne jegliche Vorbereitung beide Klausuren im unteren 2er-Bereich bestanden. SOWAS VERDIENT HÄME UND KEINE FÖRDERMITTEL. Ich muss da Nr. 2 und 3 zustimmen...
Wer das Geld hat fuer die Gebühren bekommt hier neben Zucker noch einen Abschluss hineingeblasen.
Allerdings: Die neuen Bachelor/Master-Studiengänge an den staatlichen Universitäten laufen in exakt dieselbe Richtung. Script lernen, Klausur schreiben, nächster Kurs. Script lernen... Freies Denken und Forschen sind da nur noch auf dem Papier der Bildungsminister zu erkennen.
Was soll an einer BWL-Universität forschungsstark sein?
Die Ergebnisse können in der Regel nur Handlungsempfehlungen an einzelne Unternehmen oder Branchen sein, BWL ist Miroökonomie.
Forschungsgelder sollten im öffentlichen Interesse ausgegeben werden. Bei volkswirtschaftlichen Fragestellungen sehe ich das ein, da geht es z.B. darum, was man als Staat tut, wenn die Absolventen solcher Eliteschmieden in ihren Investmentbanken sich einmal wieder übernommen haben. Aber Handlungsempfehlungen an einzelne Unternehmen aus Steuergelder fördern - soetwas nenne ich eine versteckte Subvention. Abgesehen davon haben fast alle Ökonomen, staatlich bezahlt oder nicht, bei der Vorhersage der Lehman-Pleite und ihrer Folgen kläglich versagt. Wenn die Konjukturprognosen, die wir jedes Jahr bekommen, Forschungsergebnisse sind, möchte ich gerne Forschungsgelder für das Auslesen meines Kaffeesatzes haben.
Und worüber forschen die Betriebswirte dort eigentlich? Über die Optimierung der Steuervermeidung durch liechtensteinisches Stiftungsrecht im Vergleich zu Briefkästen auf den Cayman Islands? Dies wäre zumindest eine Gewähr für eine praxisnahe Ausbildung...
Der Erfolg der Absolventen von WHU und EBS dürfte jedenfalls mehr in Vitamin B als in akademischer Leistung liegen, vergleiche hierzu Julia Friedrichs: "Gestatten Elite!"
KIT? Soll ich mal laut lachen? Wer ernsthaft glaubt, dass die Studenten dort selbstständig denken könnten, sollte sich behandeln lassen, habe mir mit einigen Studenten des KIT meine eigenen Vorurteile bilden können.
war schon als "Technische Hochschule" eine Verblödungsanstalt ersten Ranges, und das neue Etikett trägt diesem Umstand gebührend Rechnung. Viele Flüchtlinge können ein Lied davon singen, sofern sie sich erholt haben.
Selbst wenn diese, wie Sie behaupten, nicht eigenständig denken könnten, wäre das ja immer noch besser, als wenn Sie solche Aussagen wie die Ihre produzieren würden.
Erstens scheren Sie alle Studenten über einen Kamm.
Zweitens basiert Ihre Aussage auf der Erfahrung mit ein paar (wenigen?) KIT-Studenten.
Drittens unterscheiden Sie nicht mal zwischen den Studiengängen. Was mich natürlich interessiert hätte, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass an einer technisch-orientierten Hochschule die Qualität der Ingenieurs- und Naturwissenschaften höher ist als das der restlichen Fächer.
Es ist gut, dass Sie so einen Schrott nicht über meine Universität geschrieben haben.
So macht mich so viel Schwachsinn nur wenig wütend.
Ich finde, Ihnen müsste mal jemand erklären, wie man logisch argumentiert, ohne die Populismus- und/oder Generalisierungs-Keule zu schwingen. Vielleicht könnten Sie sowas am KIT lernen?!
war schon als "Technische Hochschule" eine Verblödungsanstalt ersten Ranges, und das neue Etikett trägt diesem Umstand gebührend Rechnung. Viele Flüchtlinge können ein Lied davon singen, sofern sie sich erholt haben.
Selbst wenn diese, wie Sie behaupten, nicht eigenständig denken könnten, wäre das ja immer noch besser, als wenn Sie solche Aussagen wie die Ihre produzieren würden.
Erstens scheren Sie alle Studenten über einen Kamm.
Zweitens basiert Ihre Aussage auf der Erfahrung mit ein paar (wenigen?) KIT-Studenten.
Drittens unterscheiden Sie nicht mal zwischen den Studiengängen. Was mich natürlich interessiert hätte, denn ich könnte mir gut vorstellen, dass an einer technisch-orientierten Hochschule die Qualität der Ingenieurs- und Naturwissenschaften höher ist als das der restlichen Fächer.
Es ist gut, dass Sie so einen Schrott nicht über meine Universität geschrieben haben.
So macht mich so viel Schwachsinn nur wenig wütend.
Ich finde, Ihnen müsste mal jemand erklären, wie man logisch argumentiert, ohne die Populismus- und/oder Generalisierungs-Keule zu schwingen. Vielleicht könnten Sie sowas am KIT lernen?!
und ich bin gegen öffentliche Mittel für diesen Laden.
Seine 6 Semster International Business & Marketing irgendwas hätte man im Drittel der Zeit vermitteln können. Und vom Aufbau der Vorlesungen hat diese "Uni" absolut nichts mit selbstständigem Denken zu tun. Man bekommt ein Script, lernt den Mist und schreibt in jedem Fach eine teilweise peinlich leichte Prüfung.
Ich hab zwei Klausuren aus dem 2. bzw 3. Semster auch mal gemacht. Mit meinem Industriekaufmann habe ich ohne jegliche Vorbereitung beide Klausuren im unteren 2er-Bereich bestanden. SOWAS VERDIENT HÄME UND KEINE FÖRDERMITTEL. Ich muss da Nr. 2 und 3 zustimmen...
Wer das Geld hat fuer die Gebühren bekommt hier neben Zucker noch einen Abschluss hineingeblasen.
Allerdings: Die neuen Bachelor/Master-Studiengänge an den staatlichen Universitäten laufen in exakt dieselbe Richtung. Script lernen, Klausur schreiben, nächster Kurs. Script lernen... Freies Denken und Forschen sind da nur noch auf dem Papier der Bildungsminister zu erkennen.
Mal abgesehen davon, dass Ihr "bester Freund" (sollte es ihn geben) mit dem Entfernen der Klausur aus dem Klausurraum wohl gegen die Prüfungsordnung verstoßen hat, würde mich interessieren, wie er noch die Dozenten dazu brachte, Ihre Arbeiten zu benoten.
Es wäre jetzt aber auch nicht überraschend (sondern eigentlich meine Erwartung), dass ein ausgebildeter Industriekaufmann die Grundlagenklausuren z.B. in der Buchführung auch ohne große Vorbereitung halbwegs ordentlich bestehen könnte. Die Frage wäre eher, wie Sie sich ein so breites Urteil über "die" Bachelor/Master-Studiengänge an den staatlichen Universitäten bilden können...
Die Frage, ob Klausuren an der EBS einfacher sind als an staatlichen Unis wurde zumindest hier schon einmal untersucht und verneint: http://www.karriere.de/st... (Bei den Unis handelt sich es um die EBS und die Uni Frankfurt. Dies war in einer früheren Version des Artikels so ausgewiesen, wurde nun aber leider entfernt.)
Mal abgesehen davon, dass Ihr "bester Freund" (sollte es ihn geben) mit dem Entfernen der Klausur aus dem Klausurraum wohl gegen die Prüfungsordnung verstoßen hat, würde mich interessieren, wie er noch die Dozenten dazu brachte, Ihre Arbeiten zu benoten.
Es wäre jetzt aber auch nicht überraschend (sondern eigentlich meine Erwartung), dass ein ausgebildeter Industriekaufmann die Grundlagenklausuren z.B. in der Buchführung auch ohne große Vorbereitung halbwegs ordentlich bestehen könnte. Die Frage wäre eher, wie Sie sich ein so breites Urteil über "die" Bachelor/Master-Studiengänge an den staatlichen Universitäten bilden können...
Die Frage, ob Klausuren an der EBS einfacher sind als an staatlichen Unis wurde zumindest hier schon einmal untersucht und verneint: http://www.karriere.de/st... (Bei den Unis handelt sich es um die EBS und die Uni Frankfurt. Dies war in einer früheren Version des Artikels so ausgewiesen, wurde nun aber leider entfernt.)
Nach allem, was ich höre, haben Sie da wohl Recht.
Gott sie's geklagt.
Da kann man schon verstehen, dass mit genügend Cash wenigstens ein Parkplatz für den Golf GTI bereitgestellt wird.
Der Artikel liest sich, also können die Privaten Hochschulen auch nicht wirklich mehr bieten als die bisherigen. Der größte Unterschied scheint zu sein, daß sie grundsätzlich gewinnorientiert sind, leitende Angestellte vermutlich besser bezahlen aber dafür meist Staatshilfen benötigen.
Ich denke unser Bildungssystem hat genügend Schwachstellen, die der staatlichen Fürsorge bedürfen, da ist es eher sträflich Geld aus dem Bildungstopf abzuzweigen um einigen wenigen eine vermeintlich elitäre Ausbildung zu spendieren.
Zumal das nicht nur die Unis trifft selbst viele Schulen leiden schon drastisch unter Finanzmangel, doch Geld für eine zwei-Klassen Lehre scheint übrig zu sein.
Entweder diese Unis können selbstständig (mit potenten Sponsoren) schwarze Zahlen schreiben oder sie gehen wie jede andere private Firma pleite. Sich Privatuni zu nennen aber beim Staat die Hand aufhalten passt nicht zusammen.
PS: An einige Vorredner:
Die Mär von freiem Denken und Forschung im Studium wird langsam alt. Zum Einen ist es bekannt, daß zielführendende, geleitete Lehre mehr bringt als freies Geschwafel und berge von Text in deutschen Vorlesungssälen und zum Anderen hat das mit Forschung nichts am Hut. Bei einer Dissertation kann man von Forschung sprechen, bei einem Studium nicht.
Entgegen der schlecht informierten Meinung vieler Forenteilnehner hier sind die zumindest die besseren privaten Hochschulen nur insofern privat als dass sie nicht dem Staat gehören sondern einer Stiftung. EBS, HHL, Uni WH, WHU sind alle NICHT gewinnorientiert sondern gemeinnützig. Formal unterscheidet sich die Mannheim Business School GmbH im Grunde nicht von der European Business School GmbH, abgesehen davon, dass die MBS überwiegend aus Steuern finanziert wird und die EBS überwiegend selbst die Mittel aufbringt.
Das soll nicht heißen, dass sich nicht einige Professoren mit Nebengeschäften bereichern, in denen sie sich mit dem Namen der Unis schmücken. Das ist aber leider kein spezielles Problem der privaten Hochschulen sondern an öffentlichen Uni mindestens so verbreitet. Mit dem großen Unterschied, dass die Gehälter der Professoren an staatlichen Unis voll vom Steuerzahler finanziert sind und nicht nur bezuschusst werden... und dass der Beamtenstatus das unternehmerische Risiko dieser "Nebentätigkeiten" schön abfedert.
Zitat Taranis: "Bei einer Dissertation kann man von Forschung sprechen, bei einem Studium nicht."
Und zwar egal ob staatlich oder nicht staatlich.
Entgegen der schlecht informierten Meinung vieler Forenteilnehner hier sind die zumindest die besseren privaten Hochschulen nur insofern privat als dass sie nicht dem Staat gehören sondern einer Stiftung. EBS, HHL, Uni WH, WHU sind alle NICHT gewinnorientiert sondern gemeinnützig. Formal unterscheidet sich die Mannheim Business School GmbH im Grunde nicht von der European Business School GmbH, abgesehen davon, dass die MBS überwiegend aus Steuern finanziert wird und die EBS überwiegend selbst die Mittel aufbringt.
Das soll nicht heißen, dass sich nicht einige Professoren mit Nebengeschäften bereichern, in denen sie sich mit dem Namen der Unis schmücken. Das ist aber leider kein spezielles Problem der privaten Hochschulen sondern an öffentlichen Uni mindestens so verbreitet. Mit dem großen Unterschied, dass die Gehälter der Professoren an staatlichen Unis voll vom Steuerzahler finanziert sind und nicht nur bezuschusst werden... und dass der Beamtenstatus das unternehmerische Risiko dieser "Nebentätigkeiten" schön abfedert.
Zitat Taranis: "Bei einer Dissertation kann man von Forschung sprechen, bei einem Studium nicht."
Und zwar egal ob staatlich oder nicht staatlich.
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