Gas im Atlantik: Vorstoß zum Meeresgrund
Tief unter dem Atlantik schlummern gigantische Gasvorkommen. Sie mit Bohrtürmen zu erschließen ist unmöglich. Eine Fahrt auf dem Bohrschiff "West Navigator" zeigt, wie man dennoch an sie herankommt.
Notlandung im Wasser. Der Hubschrauber beginnt zu sinken. Jetzt gilt es, kühlen Kopf zu bewahren. Den Reißverschluss des Rettungsanzuges bis zur Kapuze hochziehen, das Fenster aufschlagen, fest auf das Mundstück für die Notbeatmung beißen. Das Wasser steigt rasch bis zu den Knien, dann bis über den Bauch. Tief Atem holen, den Luftsack vollblasen und die Außenluftzufuhr abzwicken. Der Hubschrauber kentert durch. Ich hänge mit dem Kopf nach unten im Wasser. Mit der rechten Hand löse ich den Sitzgurt, mit der linken ziehe ich mich durch das Fenster. Tauche neben dem abgesoffenen Fluggerät auf.
Der Helikopter ist eine Attrappe. Doch ohne Überlebenstraining darf niemand, auch kein Reporter, auf die West Navigator : das größte Bohrschiff der Welt. Draußen vor der Küste Norwegens treibt es bis zu 2.000 Meter tiefe Löcher in eines der größten Erdgasfelder Europas vor – 1.000 Meter unter der Wasseroberfläche.

In 1.000 Metern Tiefe wird das Gasfeld Ormen Lange angebohrt und mit Pipelines erschlossen. Klicken Sie auf das Bild, um die Grafik zu vergrößern.
Der Wind zerrt die Gischt von hohen Wellenkämmen, als der echte Hubschrauber zur Landung ansetzt. Im Westen und Südwesten dehnt sich das offene Meer bis an die Küsten Amerikas. Der Atlantische Ozean in seiner ganzen Wucht. Das Helideck hebt und senkt sich um viereinhalb Meter mit dem Wellengang. Kein Problem für den Piloten. Die Tür geht auf, ein gebückter Lauf unter wirbelnden Rotorblättern. Auf der Kommandobrücke nimmt man die Bewegung des Meeres schon kaum mehr wahr. »Normale Arbeitsbedingungen«, bemerkt der wachhabende Steuermann.
Manchmal türmen sich die Wellen hier 30 Meter hoch. In der Tiefe benimmt die See sich nicht gutartiger. Erratische Strömungen fluten durch eine wirre unterirdische Landschaft, die Reste eines gigantischen Landrutsches. Am Ende der letzten Eiszeit brachen 3500 Kubikkilometer Gestein vom norwegischen Festlandsockel ab.
Darunter entdeckten Seismologen in den neunziger Jahren das Gasfeld Ormen Lange , benannt nach dem sagenhaften Langboot des Norwegerkönigs Olav Trygvason. Eine frontier area , wie die Ölkonzerne sagen: ein Gebiet, dessen Erschließung an die Grenzen der technischen Machbarkeit stößt. Mit konventionellen Mitteln, Bohrinseln, geht das nicht. Deshalb ist, als einzige Option, seit 2005 das Bohrschiff im Einsatz.
Die Crew, vor allem Norweger und Briten, wirkt wie ein Haufen neuzeitlicher Wikinger, furchtlos und fest verbunden mit ihrem Schiff. Christian Stefánsson, ein wortkarger Isländer, lümmelt auf seinem Stuhl vor Monitoren und Schalthebeln, die Füße auf eine Konsole gelegt. Auf einem Bildschirm beobachtet er einen krickeligen Kreis: die nautische Position. In der Realität driftet das Schiff mal 20, mal 30 Zentimeter vom Bohrloch ab. Auch schon mal einen Meter.
Auf einem anderen Bildschirm zeigen grüne und rote Punkte die Anker des Schiffs an. Sie bestehen nicht aus Stahl, sondern aus Positionsdaten: 14 GPS-Peilungen, sechs akustische Signale, zurückgeworfen von auf dem Meeresboden fixierten Sendern – es sind elektronische Fäden, an denen das Schiff hängt. Die Computer berechnen sofort jede Abweichung von der optimalen Position und steuern vier senkrecht aus dem Schiffsrumpf ragende, in alle Richtungen drehbare Schrauben. Diese gleichen umgehend die Wind- und Wasserkräfte aus, die an der West Navigator zerren.
Um in Zukunft Öl und Gas aus dem Meer zu fördern, wird die Bohrschiffflotte verdoppelt
Bei neun Metern Abdrift beginnt der gelbe Bereich, 32 Meter sind die äußerste Grenze. Lange bevor diese erreicht ist, koppelt die Crew das Schiff sicherheitshalber vom Bohrloch ab. Vergangenen Winter kam das dreimal vor. Jede Abkoppelung verschlingt Millionen. Doch wenn die Meeresgewalten sich entfalten, tanzt auch ein 250 Meter langes Stahlungetüm wie eine Boje auf dem Ozean.
Schon ohne Wind und Wellen ist die Aufgabe der Crew eine beinah herkulische: Ein Rohr, zusammengesetzt aus ineinandergreifenden Teilstücken, muss bis zum Meeresgrund herabgelassen und dort fest verankert werden. In seinem Inneren wird dann das Bohrgestänge in die Tiefe geführt. Es ist, als wollte man, auf einem Hochhaus stehend, ein Loch in den Bürgersteig bohren – mit aneinandergefügten Spaghetti.

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Wenn Ormen Lange Ende nächsten Jahres voll erschlossen ist, wird das Unterfangen weit über acht Milliarden Euro verschlungen haben. Dafür werden fünf Ölfirmen 40 Jahre lang von dem Gasfeld profitieren, die norwegische Staatsfirma Petoro und die halbstaatliche Statoil, aber auch Shell, Exxon und der dänische Energiekonzern Dong. England soll 20 Prozent seines Gasbedarfs aus Ormen Lange beziehen, direkt durch ein Rohr am Meeresboden, die längste Gaspipeline der Welt.
Ende 2012 wird das Bohrschiff weiterziehen, vielleicht nach Malaysia oder Brasilien, an einen der Orte, wo sich die Chartergebühr von 550.000 Dollar pro Tag bezahlt machen könnte. An der Meeresoberfläche über Ormen Lange wird man dann nichts mehr sehen. Die gesamte Infrastruktur ist auf dem Grund verlegt. Bei diesen Tiefen geht das nicht anders. So sieht die Zukunft maritimer Öl- und Gasgewinnung aus. Bis 2013 wollen Reeder die globale Bohrschiffflotte verdoppeln, auf 80 Leviathane vom Format der West Navigator .
Dieses derzeit größte Bohrungetüm gehört einer im südnorwegischen Stavanger beheimateten Reederei. Diese stellt auch die nautische Crew. Shell betreibt das Gasfeld. Ständig werden zusätzlich Experten eingeflogen, Angestellte der französischen Firmen Schlumberger und Geoservices, von Haliburton aus den USA und anderen Spezialbetrieben. Die 60 Mann starke Kernmannschaft hat meist keine Ahnung, wer diese Kollegen sind. Die wichtigen Entscheidungen werden ohnehin 500 Kilometer entfernt in Stavanger getroffen. Von einem vergnügten Engländer namens Jonathan Crane.
Der Maschinenbauingenieur ist für Shells Erschließungen vor Nordeuropas Küsten verantwortlich. Seiner Mutter erklärt er seine Tätigkeit so: »Ich bohre Löcher.« Crane ist heute mitgekommen. In der Regel geht er nur zweimal im Jahr an Bord des Bohrschiffs. Ansonsten hält er per E-Mail und Videoverbindung Kontakt.
Vor allem mit Leuten wie Jason Tarr, einem der leitenden Lochbohrer vor Ort. Der 43 Jahre alte Bergbauernsohn aus dem schottischen Hochland steht beispielhaft für den Wohlstand, den Öl und Gas ehemals armen Regionen im Norden Europas beschert haben. Er fand mit 16 Jahren einen Job bei Shell in Aberdeen. Die Firma bezahlte ihm sein Studium. Jetzt verdient er fast so viel wie der britische Premierminister – für gerade mal vier Monate Dienst pro Jahr: Jeweils zwei Wochen zur See wechseln ab mit einem vierwöchigen Landurlaub.
Tarr führt durch das Schiff, eine Tour fast wie durch die Kreise des Infernos in einer modernen Version von Dantes Göttlicher Komödie . In einem ersten Kreis sind Leute zugange, deren Lebenselixier aus schwarzgrauem Schlamm besteht. Den pumpen sie während des Bohrens dauernd in die Tiefe, um der im Erdinneren brodelnden Naturgewalt, des Drucks des Gases, Herr zu werden.
In einem zweiten Kreis steuern Männer mit ferngelenkten Eisenklauen riesige Stangen und Rohre. In einem dritten Kreis bücken sich Geologen über Mikroskope und inspizieren Tag und Nacht aus den Tiefen heraufbeförderte Gesteinsproben. In einem vierten Kreis dirigieren Navigatoren in einer verdunkelten Druckkabine Kleinst-UBoote über den Meeresgrund, die ausgerüstet sind mit Roboterarmen und Tiefseekameras.
Wir steigen in den fünften Kreis hinunter, in dem der Kopf trotz Ohrenschützern vom dumpfen Wummern zweier gigantischer Dieselaggregate dröhnt. Sie erzeugen unvorstellbare 50.000 PS – die zum Betrieb der Schiffsschrauben, Bohrer, Kräne und Lademasten benötigte Kraft. Tiefer und tiefer dringen wir vor, bis in das unterste der acht Decks, wo uns nur noch ein dünner Stahlboden vom Abgrund trennt.
Weiter oben von Deck drei aus blickt man in den Schlund des Infernos. In einem Schacht, so groß wie ein Swimmingpool, brodelt das Meer. Ein dickes Rohr, Kabel und Schläuche verschwinden darin, ein unübersichtliches Gewirr. Alles hievt in widersetzlichen Bewegungen. Tatsächlich jedoch steht das Rohr still. Das Schiff gleitet an ihm auf und ab wie der Zylinder eines Stoßdämpfers. 16 über Rollen und gigantische Spannarme laufende Trossen halten seine Bewegung mit 1.200 Tonnen Federspannung unter Kontrolle.
Das Rohr, in dem das Bohrgestänge steckt, ist am Meeresboden auf einer Stahlschablone verschraubt. Durch deren acht Löcher stechen die Bohrmeister das Gasfeld an, bohren erst senkrecht, dann fast waagerecht, jedes Mal in eine andere Richtung, damit das Feld maximal ausgebeutet werden kann. Die Bohrköpfe lassen sich so genau steuern, dass sie in kilometerweiter Entfernung ein von Seismologen bestimmtes Ziel von der Größe eines Reisekoffers treffen.
Und es geht immer tiefer hinab. Die Reederei der West Navigator lässt derzeit zwei Schiffe bauen, die in Zukunft auch in über 3.000 Metern Meerestiefe werden arbeiten können. Welche Herausforderung nehmen die Ingenieure als Nächstes ins Visier: 5.000 Meter? 8.000 Meter, wie im Graben von Puerto Rico, der tiefsten Stelle des Atlantiks?
Die Geologen winken ab. 3.000 Meter, sagen sie, sei das Maximum. Tiefseeöl und -gas findet sich nur in durch Sedimentablagerungen entstandenen ehemaligen Flussdeltas und Aufschüttungen nahe den Kontinentalsockeln. In tieferem Wasser stößt man auf die ozeanische Kruste, dort gibt es kein Gas, kein Öl.

Bitte klicken Sie auf das Bild, um zum interaktiven Rückblick der Katastrophe im Golf von Mexiko zu gelangen
Wenn eine Bohrung in Ormen Lange abgeschlossen ist, schießt das fast 100 Grad heiße Gas – es steht hundertmal so stark unter Druck wie die Luft in einem Autoreifen – in eine eiskalte Umgebung. Das Salzwasser am Meeresboden ist unter null Grad kalt, bei dieser Temperatur klumpt das Gas. Ihm muss ein Frostschutzmittel zugesetzt werden, sonst würde die Pipeline verstopfen. Die Wochen vor der Einleitung des Gases in das Transportrohr – wenn das Schiff noch am offenen Bohrloch hängt – sind am gefährlichsten. Hält der von den Schlammmännern im ersten Kreis des Infernos angerührte Brei aus Mergel, Wasser und Chemikalien dem Druck nicht stand, droht ein Desaster wie 2010 auf der BP-Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexiko.
Die Crew der West Navigator will davon nichts wissen. Im Golf hatten die Bohrleute ein Gasleck einfach ignoriert. »Das ist mir unverständlich«, sagt der Shell-Ingenieur Crane. Schlimmer noch, der auf das Bohrloch aufgesetzte Blowout-Preventer, der den Öl- oder Gasfluss im Notfall unterbrechen soll, funktionierte nicht.
Hat niemand Angst, dass auf der West Navigator dennoch etwas passieren könnte? Etwas Unvorhersehbares – der Wegbereiter der meisten Unglücke? Der bedächtige Bergbauernsohn Tarr lächelt. Er ist überzeugt, dass es ein Präventivmittel gibt. Umsicht. Keine Risiken eingehen. Nichts durchgehen lassen. Shell bläut den Angestellten immer wieder ein, ständig ein »was wäre, wenn« zu erwägen. Auf diesem Weg glaubt die Firma absolute Sicherheit erreichen zu können. »Goal Zero« heißt das in ihrem PR-Jargon.
Der Blowout-Preventer ist gewissermaßen die Maginot-Linie der Tiefseebohrer, ihr letzter Verteidigungswall. Fünf übereinandermontierte Rammvorrichtungen umschließen das Rohr mit dem Bohrgestänge, alles in allem ein 20 Meter hoher Koloss aus Stahl. »Blind shear ram« heißt die radikalste Vorrichtung: Sie durchtrennt das Rohr vollständig und verplombt das Bohrloch. Im Steuerhaus, auf dem Bohrdeck und im Heck der West Navigator sind schwarze Kästen mit der Aufschrift »Notauslösung« angebracht. Die letzte Brechzange lässt sich elektrisch und hydraulisch aktivieren. Und wenn die Mannschaft bei einem Brand oder nach einer Explosion von Bord gehen muss, mit einem akustischen Signal noch aus dem Rettungsboot.
Die blind shear ram wurde auf der West Navigator noch nie betätigt. Steuermann Stefánsson erinnert sich allerdings an einen Einsatz vor Neufundland, wo riesige Wellen das 100.000-Tonnen-Schiff wie ein Stück Treibholz 15 Meter zur Seite warfen. Dreimal passierte das. Jedes Mal gelang eine reibungslose Notabkoppelung, ohne dass die Männer zum letzten Mittel greifen mussten.
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...und zumindest ist sie im Kapitel nicht eingetroffen.
Dennoch ist es immer wieder faszinierend, wie überzeugt die Industrie von sich selbst ist. Hoffen wir mal, dass diese fünf Energiekonzerne nicht auch einen Sparkurs a la BP führen - Corporationen neigen dazu, Verantwortung für kostspielige Einsätze wegzuschieben. BP in den USA; die Britische Eisenbahn... Nachlässigkeiten Enden in Katastrophen.
Was passiert eigentlich, wenn man der Erde so viel Gas und Öl abnimmt - haben diese Stoffe nicht auch eine Funktion?
die Kohlenwasserstoffe füllen einen Teil des Gefüges der Beckensedimente aus. Eine "Funktion" i.e.S. haben diese KW nicht.
Es kommt auf die Gewinnungstechnik und die Art der hydraulischen Anbindung der Lagerstätte an, wenn es um Veränderungen durch den Lastwechsel bei der Gewinnung und ev. eintretendem Wasser geht.
Einen Überblick über die Lagerstätte finden Sie hier:
http://www.trubagaz.ru/gk...
Wobei natürlich das Wechselspiel aus Viking-Graben und der rasanten Hebung der skandinavischen Landmasse nicht vergessn werden darf.
MfG Karl Müller
Dann können diese Mengen nicht unkontrolliert an die Oberfläche gelangen.
Wobei noch darauf hinzuweisen ist, dass man sich nicht einig darüber ist, ob Erdgas und Erdöl tatsächlich fossilen oder nicht auch geologischen Ursprungs ist. Die weite Verbreitung von Erdgaslagerstätten lässt die geologische Ursprungsvermutung nicht absurd erscheinen.
die Kohlenwasserstoffe füllen einen Teil des Gefüges der Beckensedimente aus. Eine "Funktion" i.e.S. haben diese KW nicht.
Es kommt auf die Gewinnungstechnik und die Art der hydraulischen Anbindung der Lagerstätte an, wenn es um Veränderungen durch den Lastwechsel bei der Gewinnung und ev. eintretendem Wasser geht.
Einen Überblick über die Lagerstätte finden Sie hier:
http://www.trubagaz.ru/gk...
Wobei natürlich das Wechselspiel aus Viking-Graben und der rasanten Hebung der skandinavischen Landmasse nicht vergessn werden darf.
MfG Karl Müller
Dann können diese Mengen nicht unkontrolliert an die Oberfläche gelangen.
Wobei noch darauf hinzuweisen ist, dass man sich nicht einig darüber ist, ob Erdgas und Erdöl tatsächlich fossilen oder nicht auch geologischen Ursprungs ist. Die weite Verbreitung von Erdgaslagerstätten lässt die geologische Ursprungsvermutung nicht absurd erscheinen.
Zugegeben, "Der Schwarm" ist zwar "nur" ein Roman, aber weshalb fiel mir dieser Titel ein, nachdem ich schon die Headline gelesen hatte?
Ich bin nicht sicher, aber Mensch, sein Intellekt und seine Technik scheinen zu glauben, sie könnten ALLES beherrschen. Können sie nicht! Das haben inzwischen zahlreiche "Zwischenfälle" unter Beweis gestellt. Die Aufzählung wäre länger als die mir noch zur Verfügung stehenden 1000 Zeichen.
Die Katastrophe von BP ist doch noch nicht vergessen? Oder weiß man schon, wo der gesamte strahlende Abfall der AKWs (aller, nicht nur in D) sicher endgelagert werden soll? Und, wie sicher ist dieses sicher dann? Ist ja schön, wenn auf dem Schiff das Prinzip gilt: Was wäre wenn? Wichtiger wäre, man würde an Land, in den Konzernzentralen, einmal darüber nachdenken, ob es da nicht Konsequenzen geben kann, die aus dem derzeitigen Kenntnisstand überhaupt nicht absehbar sind?
Müsste ich Entscheidungen treffen, die vielleicht erst in 100 Jahren zur Katastrophe führen könnten, so müsste ich doch auch überlegen: "Was wäre, wenn ich mich jetzt irre und erst später, wenn es mich nicht mehr gibt, spätere Generationen desaströse Konsequenzen meines Irrtums ausbaden müssten?"
Ich denke, Mensch sollte seine Grenzen erahnen, wenn er sie schon nicht kennt.
Ihre Idee nichts zu machen, dass vielleicht in 100 Jahren ungünstige Konsequenzen hat ist führt zu absolutem Stillstand. Oder um es mit Douglas Adams zu sagen: "Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht
zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige
sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte
man niemals verlassen dürfen."
An alle die immer nur die Risiken sehen: Wann ging es der Menschheit als gesamtes besser? Selbst in den meisten 3-Welt-Ländern sterben weniger Kleinkinder und leben die Menschen länger als je zuvor, was meistens auch eine bessere Gesundheit voraussetzt.
Ja wir sollten vorsichtig bleiben. Aber die ständige Verteufelung eines Prinzips, technischer Forstschritt, das uns trotz aller Probleme, Unfälle und Risiken insgesamt unsere Leben unglaublich verbessert hat ist abstrus.
Wichtig wären offene und ehrliche Diskussionen über die Probleme, z.B. ein rückholbare Lagerung des Nuklearabfalls, das würde m.E. 95% der Probleme damit erledigen.
Auch das einzige Wagnis seit langem der Ausstieg aus der Kernenergie wir, seit er wieder beschlossen ist, fast nur von Seiten der Kosten und Risiken gesehen.
Seht einfach mal die Chancen (aber bleibt wachsam).
Ihre Idee nichts zu machen, dass vielleicht in 100 Jahren ungünstige Konsequenzen hat ist führt zu absolutem Stillstand. Oder um es mit Douglas Adams zu sagen: "Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht
zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige
sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte
man niemals verlassen dürfen."
An alle die immer nur die Risiken sehen: Wann ging es der Menschheit als gesamtes besser? Selbst in den meisten 3-Welt-Ländern sterben weniger Kleinkinder und leben die Menschen länger als je zuvor, was meistens auch eine bessere Gesundheit voraussetzt.
Ja wir sollten vorsichtig bleiben. Aber die ständige Verteufelung eines Prinzips, technischer Forstschritt, das uns trotz aller Probleme, Unfälle und Risiken insgesamt unsere Leben unglaublich verbessert hat ist abstrus.
Wichtig wären offene und ehrliche Diskussionen über die Probleme, z.B. ein rückholbare Lagerung des Nuklearabfalls, das würde m.E. 95% der Probleme damit erledigen.
Auch das einzige Wagnis seit langem der Ausstieg aus der Kernenergie wir, seit er wieder beschlossen ist, fast nur von Seiten der Kosten und Risiken gesehen.
Seht einfach mal die Chancen (aber bleibt wachsam).
die Kohlenwasserstoffe füllen einen Teil des Gefüges der Beckensedimente aus. Eine "Funktion" i.e.S. haben diese KW nicht.
Es kommt auf die Gewinnungstechnik und die Art der hydraulischen Anbindung der Lagerstätte an, wenn es um Veränderungen durch den Lastwechsel bei der Gewinnung und ev. eintretendem Wasser geht.
Einen Überblick über die Lagerstätte finden Sie hier:
http://www.trubagaz.ru/gk...
Wobei natürlich das Wechselspiel aus Viking-Graben und der rasanten Hebung der skandinavischen Landmasse nicht vergessn werden darf.
MfG Karl Müller
...werden Entscheidungen getroffen, die wir alle, die sogenannten Verbraucher durch unsere Konsumentscheidungen den Konzernlenkern als gewünscht suggerieren. Das Wort "Verbraucher" (das ich noch nie gemocht habe) zeigt doch sehr deutlich auf, was wir alle so den lieben langen Tag tun: wir verkonsumieren Ressourcen. Und zwar, ohne dass wir uns Gedanken machen, wozu das führt. Ich fange jetzt nicht damit an, allen Konsum verbieten zu wollen, aber es muss dem denkenden Menschen doch klar sein, dass er/sie durch eigene Entscheidungen im Konsumverhalten und der persönlichen Lebensführung für Entscheidungen der Konzernlenker selber sorgt. Es ist völlig bescheuert, so zu tun, als würden "die da oben in den Zentralen" irgend etwas oktroyieren. Das tun sie nämlich nicht. Sie tun, wozu wir alle sie motivieren. Ein jeder fange also vor seiner eigenen Tür an zu kehren, erkenne die eigenen Bedürfnisse, die bitte sehr aber auch scharf von Begierden zu unterscheiden sind. Sodann sollte auch der Einzelne Konsequenzen ziehen. Und nicht auf abstrakte Gruppen "da oben" schimpfen. Denn Verantwortung trägt jeder. und damit meine ich wirklich JEDEN.
Hallo! Natürlich haben Sie damit Recht, dass JEDER EINZELNE vor seiner Haustür kehren soll. Aber das mit den Konzernzentralen ist doch so, dass es oft erst das (nicht unbedingt erforderliche) Produkt gibt und danach erst per PR und Werbung und "en vogue" und Trendsetter die Nachfrage geschaffen wird.
Ich wollte zum Ausdruck bringen, dass dort, wo über Produkte und Verfahren entschieden wird, dies auch unter möglichst breit angelegter Risikoabschätzung geschehen sollte. Risiko für Natur, deren Teil der Mensch ist.
Ja, unbenommen. War auch nicht persönlich gemeint. Ich denke aber doch, daß jeder Einzelne sich selbst viel stärker in die Pflicht nehmen sollte. Wenn es ums Energiesparen geht, stelle ich immer wieder (mit Misvergnügen) fest, dass auch in den Medien v.a. dikutiert wird, wie man die Kosten verringern kann. Klassischer Fall von am Thema vorbei, denn es geht doch um den Planeten und nicht ums Portemonnaie! Da gilt es, als Bürger kluge Entscheidungen zu treffen. Dann bleibt den Managern nichts mehr über, als ebenfalls klug zu handeln. Solange allerdings bin ich der Ansicht, dass jede Industriegesellschaft die Manager bekommt, die sie verdient.
Ja, unbenommen. War auch nicht persönlich gemeint. Ich denke aber doch, daß jeder Einzelne sich selbst viel stärker in die Pflicht nehmen sollte. Wenn es ums Energiesparen geht, stelle ich immer wieder (mit Misvergnügen) fest, dass auch in den Medien v.a. dikutiert wird, wie man die Kosten verringern kann. Klassischer Fall von am Thema vorbei, denn es geht doch um den Planeten und nicht ums Portemonnaie! Da gilt es, als Bürger kluge Entscheidungen zu treffen. Dann bleibt den Managern nichts mehr über, als ebenfalls klug zu handeln. Solange allerdings bin ich der Ansicht, dass jede Industriegesellschaft die Manager bekommt, die sie verdient.
Ja, unbenommen. War auch nicht persönlich gemeint. Ich denke aber doch, daß jeder Einzelne sich selbst viel stärker in die Pflicht nehmen sollte. Wenn es ums Energiesparen geht, stelle ich immer wieder (mit Misvergnügen) fest, dass auch in den Medien v.a. dikutiert wird, wie man die Kosten verringern kann. Klassischer Fall von am Thema vorbei, denn es geht doch um den Planeten und nicht ums Portemonnaie! Da gilt es, als Bürger kluge Entscheidungen zu treffen. Dann bleibt den Managern nichts mehr über, als ebenfalls klug zu handeln. Solange allerdings bin ich der Ansicht, dass jede Industriegesellschaft die Manager bekommt, die sie verdient.
Ihre Idee nichts zu machen, dass vielleicht in 100 Jahren ungünstige Konsequenzen hat ist führt zu absolutem Stillstand. Oder um es mit Douglas Adams zu sagen: "Viele kamen allmählich zu der Überzeugung, einen großen Fehler gemacht
zu haben, als sie von den Bäumen heruntergekommen waren. Und einige
sagten, schon die Bäume seien ein Holzweg gewesen, die Ozeane hätte
man niemals verlassen dürfen."
An alle die immer nur die Risiken sehen: Wann ging es der Menschheit als gesamtes besser? Selbst in den meisten 3-Welt-Ländern sterben weniger Kleinkinder und leben die Menschen länger als je zuvor, was meistens auch eine bessere Gesundheit voraussetzt.
Ja wir sollten vorsichtig bleiben. Aber die ständige Verteufelung eines Prinzips, technischer Forstschritt, das uns trotz aller Probleme, Unfälle und Risiken insgesamt unsere Leben unglaublich verbessert hat ist abstrus.
Wichtig wären offene und ehrliche Diskussionen über die Probleme, z.B. ein rückholbare Lagerung des Nuklearabfalls, das würde m.E. 95% der Probleme damit erledigen.
Auch das einzige Wagnis seit langem der Ausstieg aus der Kernenergie wir, seit er wieder beschlossen ist, fast nur von Seiten der Kosten und Risiken gesehen.
Seht einfach mal die Chancen (aber bleibt wachsam).
Sie schreiben:"Wann ging es der Menschheit als gesamtes besser?" Abhängig von den Parametern, die gelten um "besser" und "schlechter" definieren, lautet die Antwort entweder: "immer" oder "nie". Interessant ist hierbei eine UNO-Studie, die zu dem Schluß kommt, dass arme Menschen in Entwicklungsländern glücklicher sind als reiche in Industrienationen. Nehmen wir die Anzahl produzierter Kalorien/Kopf und Tag, dann ging es der Menschheit wahrscheinlich nie besser. Nehmen wir die für angenehme Dinge zur Verfügung stehende Zeit als Maßstab, dann ging es uns, die wir in den Industrieländern leben in der Steinzeit - glaube ich - besser als heute. Dann wäre es auch vorzuziehen, in einem südamerikanischen Urwald zu leben, wo man vielleicht nur 40 oder 50 Jahre alt wird, aber dafür am Tag lediglich etwa eine Stunde oder weniger aufwenden muss, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Die glücklich erlebten Stunden summieren sich im Endeffekt wahrscheinlich aber in 40 solchen Jahren höher auf, als in 85 Jahren hier. PS:Wenn ich demnächst arbeitslos werde, dann faulenze ich erst mal ausgiebig! Das wird toll!
Sie schreiben:"Wann ging es der Menschheit als gesamtes besser?" Abhängig von den Parametern, die gelten um "besser" und "schlechter" definieren, lautet die Antwort entweder: "immer" oder "nie". Interessant ist hierbei eine UNO-Studie, die zu dem Schluß kommt, dass arme Menschen in Entwicklungsländern glücklicher sind als reiche in Industrienationen. Nehmen wir die Anzahl produzierter Kalorien/Kopf und Tag, dann ging es der Menschheit wahrscheinlich nie besser. Nehmen wir die für angenehme Dinge zur Verfügung stehende Zeit als Maßstab, dann ging es uns, die wir in den Industrieländern leben in der Steinzeit - glaube ich - besser als heute. Dann wäre es auch vorzuziehen, in einem südamerikanischen Urwald zu leben, wo man vielleicht nur 40 oder 50 Jahre alt wird, aber dafür am Tag lediglich etwa eine Stunde oder weniger aufwenden muss, um seinen Lebensunterhalt zu sichern. Die glücklich erlebten Stunden summieren sich im Endeffekt wahrscheinlich aber in 40 solchen Jahren höher auf, als in 85 Jahren hier. PS:Wenn ich demnächst arbeitslos werde, dann faulenze ich erst mal ausgiebig! Das wird toll!
Ich bin auch gerade auf der suche nach dem Schatz, der Schätze.
Kann mir mal jemand ein Tipp geben, also mein Privates kleines Voting, ob ich mir heute die Haare schneiden lassen soll mit Strähnchen machen, oder soll ich so weiter aussehen wie auf mein Foto hier, nur noch 50 Tage länger, also ganz schön Zottelich, aber mit Locken so.
Also richtig kurz wieder, auf der suche nach dem Schatz oder Zottelfrisur?
Weil mein Sohn ist eh heute dran, also zum Friseur muß ich heute sowieso.
Also die Frisuren, das nur zum Thema, bei den Schatzsuchmanschaften hier bei diesen Artikel find ich soweit ok, aber es gibt ja glaube auch heutzutage keine Matrosen mehr die wie Piraten aussehen, glaube.
Inne Stunde muß ich loß, also macht mal wenigstenst 3 Anmerkungen.
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