Deutschlandkarte : Abschiedsgrüße

Tschüss, Servus und Adieu - es gibt viele Möglichkeiten, sich zu verabschieden. Die Deutschlandkarte zeigt, welche Grußformeln wo verbreitet sind.

Schibboleth ist hebräisch und heißt Getreideähre. Das wüsste heute wahrscheinlich kaum jemand in Deutschland, wenn nicht im Alten Testament stünde, dass einige Tausende Ephraimiter, die sich als Ortsansässige ausgaben, entlarvt und umgebracht wurden, weil sie das Wort Schibboleth nicht kannten. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

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Heute gehen zum Beispiel Bayern mit Norddeutschen, die in Nürnberg zum Abschied »Tschüss« sagen, weil sie »Pfüati« nicht kennen, nachsichtiger um. Aber gemocht wird’s immer noch nicht besonders. Wer in zu arge Bedrängnis gerät wegen des falschen Grußes, der möge sich damit herausreden, dass »tschüss« und »pfüati« so ziemlich das Gleiche bedeuten, nämlich »Gott beschütze dich«.

Deus heißt Gott auf Latein, was heute noch aus dem Wort »ade« herauszuhören ist. Die Frage, ob man einen einheimischen Gruß auch als Ortsfremder benutzen sollte, ist nicht geklärt. Es könnte anbiedernd wirken. Einfacher erscheint der formelle Gruß: Auf Wiedersehen. Oder heißt es Wiederschaun? Am besten, man verschwindet, ohne was zu sagen.

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Kommentare

7 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Tschö, Herr Redakteuer!

Im Rheinland heißt es "tschö" - übrigens auch in Düsseldorf (aber wie soll der Düsseldorfer "tschö" richtig hinkriegen, wenn er schon mit dem "alaaf" nicht zurecht kommt - und im Karneval immer so etwas wie "hellblau" sagt ...).

Es ist eine Schande, dass das "tschö" in der Übersichtskarte völlig unterschlagen wurde. Der Redakteur wäre deswegen im Rheinland zwar nicht umgebracht worden (der Rheinländer ist nämlich tolerant!) und er müsste auch nicht verschwinden, aber was schämen sollte er sich!

tschö wa (oder auch: adieda) wie der Öcher (Aachener) sagt.