Nachhaltigkeit Unsere Märkte sind zukunftsblind

Politik und Unternehmen ignorieren die Folgen unseres Wirtschaftens für künftige Generationen.

Teilnehmer einer Demonstration für mehr Biodiversität schieben Einkaufswagen voller unterschiedlicher Pflanzen und Kräuter durch Berlin (Archivbild).

Teilnehmer einer Demonstration für mehr Biodiversität schieben Einkaufswagen voller unterschiedlicher Pflanzen und Kräuter durch Berlin (Archivbild).

Klimawandel und Ressourcenknappheit – es gibt genügend Alarmsignale. Dass »Business as usual« in die Sackgasse führt, weiß jeder. Wir stecken aber in einer Situation fest, die wirkliches Umsteuern fast unmöglich macht. Langfristiges Denken und Handeln wird strukturell benachteiligt.

Wir können auf weitere Naturkatastrophen, Finanzdesaster und Fukushimas warten – oder aber den Pfad »Reform nach Design statt durch Desaster« einschlagen. Dafür müssen wir eine Debatte darüber führen, welche Zukunft wir leben wollen und welche neuen Institutionen wir brauchen.

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Maja Göpel

ist Direktorin für Zukunftsgerechtigkeit beim World Future Council, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Hamburg

Unsere Märkte sind zukunftsblind. Die Wachstumsideale, Pfadabhängigkeiten und Subventionen bergen das Risiko, dass die Grundlagen von Lebensqualität für unsere Kinder und Enkel zugunsten kurzfristiger Gewinne vernichtet werden. In der Arktis gibt es ein heftiges Gerangel um Bohrungsrechte für die fossilen Schätze, die wegen der CO2-getriebenen Gletscherschmelze zugänglich sind.

Unsere Märkte signalisieren, dass jedes Produkt »gut« ist, solange es auf Nachfrage trifft, egal, ob dafür Natur-, Sozial- oder Humankapital aufgebraucht wird. Aus privatwirtschaftlicher Perspektive ist es rational, die mit steigender Knappheit steigenden Preise eines Rohstoffs abzugreifen, statt in Alternativangebote zu investieren.

Unsere Politik ist zukunftsscheu. Die Sicherung des Allgemeinwohls im 21. Jahrhundert muss die Definition von sicheren Grenzwerten für CO 2, Ressourcen- und Wassernutzung beinhalten, innerhalb derer unsere Gesellschaften langfristig florieren können. Verbindliche Reduktionsziele und verlässliche politische Leitplanken dafür sind der nächste wichtige Schritt, damit Märkte zum Treiber statt Blockierer von Wirtschaftswandel im großen Stil werden. Der Zickzackkurs der letzten Jahre lässt aber erkennen, dass sich unsere Dauerwahlkampf-Politik mit Langfristigkeit extrem schwertut. Man denkt an die Wähler, die sich über steigende Preise ärgern, während kommende Generationen, die noch höhere Anpassungskosten oder sogar irreversible Schäden tragen müssen, keine Stimme haben.

Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung hat 1987 in dem Bericht Unsere Gemeinsame Zukunft festgestellt, dass wir das Umwelt-Kapital unserer Nachfahren verbrauchten, »weil wir damit davonkommen: zukünftige Generationen wählen nicht; sie haben keine politische oder finanzielle Macht, sie können unsere Entscheidungen nicht in Frage stellen«. Die Effekte dieser Zukunftsignoranz sind inzwischen aber so sichtbar, dass 71 Prozent der Europäer zustimmen, »dass Reformen zukünftige Generationen schützen sollten, selbst wenn das einige Opfer für heutige Generationen bedeutet« (Eurobarometer August 2010).

Um unsere Wirtschaftsweise zu transformieren, brauchen wir institutionelle Innovationen. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) fordert, dass »Langfristorientierung in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft tief verankert« werden müsse. Privat machen wir das oft schon: Wir investieren in Rentenvorsorge, Bildungsmaßnahmen, Bausparverträge, zusätzliche Krankenversicherungen, Erziehung unserer Kinder – wir entscheiden uns, unseren Konsum dafür einzuschränken.

Politisch sind wir noch nicht so weit: Zwar haben wir in Deutschland mit Artikel 20a den Umweltschutz als Staatsziel definiert, aber an konkreten Definitionen, Meilensteinen, Indikatoren und Monitoring fehlt es. Genau wie an der rechtlichen Durchsetzung. Der Parlamentarische Beirat für Nachhaltigkeit gibt nur Empfehlungen. Er prüft Gesetzesentwürfe – aber ein Veto wird keines der Mitglieder einlegen, wenn der Fraktionszwang Kurzfristigkeitskalkül verordnet.

Der WBGU fordert die Bestellung von »Ombudsleuten« für die Zukunft. Der Begriff »Ombudsmann« bedeutet »Repräsentant des öffentlichen Interesses«. Er oder sie wird normalerweise auf Beschwerden von Bürgern hin tätig, kann aber auch stellvertretend auftreten. Wenn diese Ombudsleute einschritten, wenn die »Möglichkeiten zukünftiger Generationen, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen«, beeinträchtigt würden, hätten wir Anwälte unserer Zukunft.

 
Leser-Kommentare
    • JuWeL
    • 25.06.2011 um 14:16 Uhr

    Immer wieder werden wir Deutschen mit dem demografischen Wandel in unserem Land konfrontiert und es ist klar: Wenn wir unsere Rente sichern wollen, müssen wir mehr Kinder bekommen. Aber wollen wir wirklich Kinder in diese Welt setzen? Mein Verlobter und ich stehen in ein paar Jahren mit Sicherheit vor dieser Entscheidung. Deswegen konzentriere ich mich auf und kämpfe für mehr Nachhaltigkeit! Bei dem Wissen, das wir haben, dürfen wir uns nicht sagen, dass wir ins spätestens 50 Jahren eh sterben. Was ist mit unseren Kindern?? Wir sind es ihnen schuldig, jetzt an sie zu denken, sonst ist es bald zu spät.

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    • otto_B
    • 25.06.2011 um 15:50 Uhr

    Sie in Ihrer Angst tun mir leid. Setzen Sie Kinder in die Welt, oder lassen Sie es. Wenn Sie die zweite Option wählen, werden Sie im Alter arm und einsam sein.
    Leben wir eigentlich noch im Zeitalter der Moderne? Bis nicht allzulanger Zeit waren apokalyptische Visionen einzig die Angelegenheit von Sekten, aber heute scheint das der Mainstream zu sein.
    Wenn Sie so auf den Nachhaltigkeitsbegriff abfahren, hier eine Literaturempfehlung:
    http://www.amazon.de/Das-...
    Der Autor benennt unter anderem die Sparsamkeit als ein "wichtiges kulturelles Prinzip" - aber eine naturwissenschaftlich exakte Ableitung des "rechten Maßes" ist in jedem Falle unmöglich. Denn wir und unsere Umwelt sind Teil der natürlchen Evolution, und dieser Prozeß steht (auch ohne unser Zutun) nicht still.

    Gesteine verwittern, Böden werden ausgelaugt und abgetragen. Völlig natürlich. Es wird dann in der Erdgeschichte nur ab und zu mal der Reset-Knopf gedrückt, mit Eiszeiten, Vuklanausbrüchen etc. Warum sonst sollten Vuklanhänge so beliebtes Siedlungsland sein? Oder unsere Lößböden.....
    Aber eben alles ohne Ewigkeitsgarantie.

    Dem Autor des Kommentares Nr. 8 ist zuzustimmen, daß unsere Zeit sich ziemlich viel anmaßt, für "künftige Generationen" zu sprechen. Das werden auch intelligente Menschen sein, die die von Ihnen vorgefundenen Ressourcen nutzen werden.

    • otto_B
    • 25.06.2011 um 15:50 Uhr

    Sie in Ihrer Angst tun mir leid. Setzen Sie Kinder in die Welt, oder lassen Sie es. Wenn Sie die zweite Option wählen, werden Sie im Alter arm und einsam sein.
    Leben wir eigentlich noch im Zeitalter der Moderne? Bis nicht allzulanger Zeit waren apokalyptische Visionen einzig die Angelegenheit von Sekten, aber heute scheint das der Mainstream zu sein.
    Wenn Sie so auf den Nachhaltigkeitsbegriff abfahren, hier eine Literaturempfehlung:
    http://www.amazon.de/Das-...
    Der Autor benennt unter anderem die Sparsamkeit als ein "wichtiges kulturelles Prinzip" - aber eine naturwissenschaftlich exakte Ableitung des "rechten Maßes" ist in jedem Falle unmöglich. Denn wir und unsere Umwelt sind Teil der natürlchen Evolution, und dieser Prozeß steht (auch ohne unser Zutun) nicht still.

    Gesteine verwittern, Böden werden ausgelaugt und abgetragen. Völlig natürlich. Es wird dann in der Erdgeschichte nur ab und zu mal der Reset-Knopf gedrückt, mit Eiszeiten, Vuklanausbrüchen etc. Warum sonst sollten Vuklanhänge so beliebtes Siedlungsland sein? Oder unsere Lößböden.....
    Aber eben alles ohne Ewigkeitsgarantie.

    Dem Autor des Kommentares Nr. 8 ist zuzustimmen, daß unsere Zeit sich ziemlich viel anmaßt, für "künftige Generationen" zu sprechen. Das werden auch intelligente Menschen sein, die die von Ihnen vorgefundenen Ressourcen nutzen werden.

  1. Da schweben dann also irgendwelche Ombundsleute unkontrolliert über unsere Gesellschaft und vertreten die Interessen von jenen die nicht in der Lage sind diese Interessenvertreter zu kontrollieren? Eine absolut gigantische Idee, und ich hätte auch schon ein paar ultimative Kandidaten für diesen Job :

    1. Bender: ("Ich betrachte das menschliche Leben als Verbrauchsgut.")

    2. W.C. Fields: ("Wer Blumen, Kätzchen und Kinder hasst, kann nicht von Grund auf schlecht sein.")

    3. George W. Bush ("Die Zukunft wird morgen besser sein.")

    Wer berät eigentlich die WGBU?

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    Da sprechen Sie ein heikles Thema an, wie man gerade wieder einmal im Falle des WWF sieht.

    "Die" Naturschutzmarke des Pandas Millionen Euro sammelnd und, wie die ARD gerade in einer Dokumentation aufdeckte: Unkontrolliert hat sich eine Organisation am Tropf der Top10 der Erdzerstörenden Unternehmen gebildet, welche heute Zertifikate vergibt, die uns dann kalt grinsend von Shell, Monsanto und Co vor die Nase gehalten werden, um Steuersubventionen für Ihre Umweltverbrechen zu kassieren.

    Wir als Gesellschaft müssen uns aus der Kuschelecke unseres Exportschlagers - der Konsumgesellschaft - erheben und staatliche und nichtstaatliche Organisationen kontrollieren, mit Leben füllen und in die Zukunft steuern; daran führen nur dreckige Wege vorbei.

    Der gerade stattfindende Atomausstieg ist das Exempel dafür, daß sich jahrzehntelange gesellschaftliche Arbeit lohnt! Es ist die Erfolgsgeschichte einer sozialen Bewegung, der sich am Ende nicht einmal der erklärte Gegner widersetzen konnte. Wenn das kein Beleg unserer Möglichkeiten ist, was dann?

    Da sprechen Sie ein heikles Thema an, wie man gerade wieder einmal im Falle des WWF sieht.

    "Die" Naturschutzmarke des Pandas Millionen Euro sammelnd und, wie die ARD gerade in einer Dokumentation aufdeckte: Unkontrolliert hat sich eine Organisation am Tropf der Top10 der Erdzerstörenden Unternehmen gebildet, welche heute Zertifikate vergibt, die uns dann kalt grinsend von Shell, Monsanto und Co vor die Nase gehalten werden, um Steuersubventionen für Ihre Umweltverbrechen zu kassieren.

    Wir als Gesellschaft müssen uns aus der Kuschelecke unseres Exportschlagers - der Konsumgesellschaft - erheben und staatliche und nichtstaatliche Organisationen kontrollieren, mit Leben füllen und in die Zukunft steuern; daran führen nur dreckige Wege vorbei.

    Der gerade stattfindende Atomausstieg ist das Exempel dafür, daß sich jahrzehntelange gesellschaftliche Arbeit lohnt! Es ist die Erfolgsgeschichte einer sozialen Bewegung, der sich am Ende nicht einmal der erklärte Gegner widersetzen konnte. Wenn das kein Beleg unserer Möglichkeiten ist, was dann?

  2. ist m.E. ein durchaus überdenkenswertes Prinzip, welches jedoch auch nicht zum absoluten Maßstab des menschlichen Handelns erhoben werden darf.

    Natürlich und dem ist nichts hinzu oder entgegenzusetzen, bedarf es bei heutigen demokratischen Entscheidungen auch demokratischer Mechanismen zu nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung.
    Und zwar - wie vom WFC richtig eingeworfen: Der Weltgesellschaft - und nicht der Regionalgemeinschaft.

    Gleichwohl hapert es m.E. noch bei der Idee der Ombudsleute. Weil es eben politisch auch nicht wirklich nachhaltig wäre, eine neue Einrichtung zu etablieren, dessen demokratische Defizite noch unübersehbar sind. Aber es ist eine richtige Richtung eingeschlagen, auf der es sich lohnt weiterzudenken.

    Und eins darf bei all der vernünftigen und richtigen Idee des "weit-in-die-Zukunft-denkens" nicht vergessen werden:
    Es gibt drängende Probleme gerade werdender Generationen!
    Welchen Anspruch haben die unnötig an Malaria und Cholera sterbenden Kinder, die HIV-kranken Jugendlichen? - Diese Probleme müssen wir heute lösen!

    So nachhaltig, wie es uns möglich ist, aber auch so schnell, wie es uns möglich ist!

  3. Nachhaltigkeit ist sicher eine erstrebenswerte Sache, aber viel was uns heutzutage als Nachhaltigkeit verkauft wird ist reine Spekulation aus der sprichwörtlichen Glaskugel die im Rückenwind jüngster Katastrophen unhinterfragt mitgetragen werden. Gerne entpuppt sich die Nachhaltigkeit später auch als einseitige Betrachtung. Auch dank solcher Artikel die mit vielen Worten betonen, daß wir Nachhaltigkeit benötigen ohne wirklich darauf einzugehen was nachhaltig sein könnte. So wird lediglich Akzeptanz und Gewohnheit für einen Begriff geschaffen den man später nach belieben mit Inhalten füllen kann, da ein bereits akzeptierter Begriff nichtmehr hinterfragt wird.

    Ich möchte es nicht wirklich Manipulation nennen, aber die Tendenz ist ähnlich.

  4. Da sprechen Sie ein heikles Thema an, wie man gerade wieder einmal im Falle des WWF sieht.

    "Die" Naturschutzmarke des Pandas Millionen Euro sammelnd und, wie die ARD gerade in einer Dokumentation aufdeckte: Unkontrolliert hat sich eine Organisation am Tropf der Top10 der Erdzerstörenden Unternehmen gebildet, welche heute Zertifikate vergibt, die uns dann kalt grinsend von Shell, Monsanto und Co vor die Nase gehalten werden, um Steuersubventionen für Ihre Umweltverbrechen zu kassieren.

    Wir als Gesellschaft müssen uns aus der Kuschelecke unseres Exportschlagers - der Konsumgesellschaft - erheben und staatliche und nichtstaatliche Organisationen kontrollieren, mit Leben füllen und in die Zukunft steuern; daran führen nur dreckige Wege vorbei.

    Der gerade stattfindende Atomausstieg ist das Exempel dafür, daß sich jahrzehntelange gesellschaftliche Arbeit lohnt! Es ist die Erfolgsgeschichte einer sozialen Bewegung, der sich am Ende nicht einmal der erklärte Gegner widersetzen konnte. Wenn das kein Beleg unserer Möglichkeiten ist, was dann?

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    Antwort auf "Ombudskratie? "
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    Die Organisation behauptet, überhaupt keine Zertifikate, Siegel oder ähnliches zu vergeben. Da stellt sich mir die Frage, was Herr Huismann da zu Tage recherchiert hat. Möglicherweise nur, dass es da in einer Ländervertretung eine Menge Korruption gibt, aber nicht, dass WWF per se korrupt ist.

    Die Organisation behauptet, überhaupt keine Zertifikate, Siegel oder ähnliches zu vergeben. Da stellt sich mir die Frage, was Herr Huismann da zu Tage recherchiert hat. Möglicherweise nur, dass es da in einer Ländervertretung eine Menge Korruption gibt, aber nicht, dass WWF per se korrupt ist.

  5. [...]

    Entfernt. Bitte konzentrieren Sie sich auf das eigentlichen Thema. Danke. Die Redaktion/er

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    [...]

    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich sachlich mit den konkreten Artikelinhalten auseinandersetzen. Danke. Die Redaktion/er

    [...]

    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich sachlich mit den konkreten Artikelinhalten auseinandersetzen. Danke. Die Redaktion/er

    • Crest
    • 25.06.2011 um 15:06 Uhr

    Dafür müssen wir eine Debatte darüber führen, welche Zukunft wir leben wollen

    Es ist in der Diskussion um HiTech/Kernenergie etc. immer die Rede von "Hybris". Nun, die eigentliche Hybris, meine Damen und Herren, scheint doch darin zu bestehen, dass wir glauben es besser zu wissen, als unsere Nachkommen, dass wir also glauben, für sie entscheiden zu müssen. (Was sich z.B. operationell darin ausdrückt, das Verbot der Kernenergie im Grundgesetz zu verankern. Schon den Umweltschutz als "Staatsziel" zu formulieren, hat etwas Frivoles.)

    Was tun?

    Wir sollten Nischen bereitstellen/Optionen offenhalten, so dass unsere Nachkommen jeweils selbst entscheiden können, und in diesem Sinne auch keine Entwicklungspfade verteufeln.

    Und noch eines sollten wir uns klarmachen: Ziel ist nicht die friedliche Welt. Die Welt "wird nie genug sein". Ziel ist, dass wir die Welt als Nest sehen, als Ursprung, den es mit dem Erwachsenwerden irgendwann zu verlassen gilt.

    (Amen? Amen! :-))

    Herzlichst Crest

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    "...das Verbot der Kernenergie im Grundgesetz zu verankern. Schon den Umweltschutz als "Staatsziel" zu formulieren, hat etwas Frivoles.)"

    ...jeden Mist ins GG schreiben zu wollen, liegt in unserer Parteiendiktatur. Jede neue Regierung glaubt in ihrer albernen "Vom-Volk-Legitimiert"-Hybris, sie könnte alles wieder umkippen, was vorher beschlossen wurde (siehe Atomausstieg). Die tatsächliche Meinung des Volkes interessiert ja sowieso nicht, angesichts lukrativer Aufsichtsratsposten und größerer Spendenbeiträge.

    Von daher ist der Wunsch, in einer bestimmten Macht-Konstellation getroffene Entscheidungen fixieren zu wollen, durchaus verständlich. Sei es durch langfristige, möglichst geheime, Verträge mit hohen Ausstiegskosten (siehe Stuttgart21) oder durch eine GG-Ergänzung.

    Es ist letztlich nur der lächerliche Ausfluß eines ineffizienten und undemokratischen Systems.

    "...das Verbot der Kernenergie im Grundgesetz zu verankern. Schon den Umweltschutz als "Staatsziel" zu formulieren, hat etwas Frivoles.)"

    ...jeden Mist ins GG schreiben zu wollen, liegt in unserer Parteiendiktatur. Jede neue Regierung glaubt in ihrer albernen "Vom-Volk-Legitimiert"-Hybris, sie könnte alles wieder umkippen, was vorher beschlossen wurde (siehe Atomausstieg). Die tatsächliche Meinung des Volkes interessiert ja sowieso nicht, angesichts lukrativer Aufsichtsratsposten und größerer Spendenbeiträge.

    Von daher ist der Wunsch, in einer bestimmten Macht-Konstellation getroffene Entscheidungen fixieren zu wollen, durchaus verständlich. Sei es durch langfristige, möglichst geheime, Verträge mit hohen Ausstiegskosten (siehe Stuttgart21) oder durch eine GG-Ergänzung.

    Es ist letztlich nur der lächerliche Ausfluß eines ineffizienten und undemokratischen Systems.

  6. Die Organisation behauptet, überhaupt keine Zertifikate, Siegel oder ähnliches zu vergeben. Da stellt sich mir die Frage, was Herr Huismann da zu Tage recherchiert hat. Möglicherweise nur, dass es da in einer Ländervertretung eine Menge Korruption gibt, aber nicht, dass WWF per se korrupt ist.

    Antwort auf "Kontrolle von NGO's"
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    Natürlich ist nicht die gesamte WWF korrupt, genau so wenig wie die gesamte r.k. Kirche pädophil ist.( oder die gesamte FIFA nicht -??- Ok, es gibt Ausnahmen.) Es sind immer diese Zecken die sich irgendwo fest fressen und es immer dieser harmlos-gutmütige Wirt, der schon mental nicht in der Lage ist, sich dagegen zu Wehr zu setzen; weil er in dem Wahn steckt das jeder seiner Mitarbeiter in guter Mensch sei, weil er selbst ja für die gute Sache streite... Es ist immer das selbe Muster und es sind immer die selben Vorboten eines irgendwann anstehenden Skandals. Genau deswegen ist Demokratie und Rechtsstaat immer noch das beste Mittel der Wahl.

    Natürlich ist nicht die gesamte WWF korrupt, genau so wenig wie die gesamte r.k. Kirche pädophil ist.( oder die gesamte FIFA nicht -??- Ok, es gibt Ausnahmen.) Es sind immer diese Zecken die sich irgendwo fest fressen und es immer dieser harmlos-gutmütige Wirt, der schon mental nicht in der Lage ist, sich dagegen zu Wehr zu setzen; weil er in dem Wahn steckt das jeder seiner Mitarbeiter in guter Mensch sei, weil er selbst ja für die gute Sache streite... Es ist immer das selbe Muster und es sind immer die selben Vorboten eines irgendwann anstehenden Skandals. Genau deswegen ist Demokratie und Rechtsstaat immer noch das beste Mittel der Wahl.

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