Algorithmen Automatisch vorsortiert
Seite 3/3:

"Die Personalisierung steht erst ganz am Anfang"

»Die meisten Menschen glauben, dass Google ihnen ein objektives Abbild des Internets zeigt«, sagt Stalder. »Das ist aber längst nicht mehr so.« Dabei glaubt er, dass die Personalisierung »erst ganz am Anfang« steht.

Gegen diese Versuchsanordnung drängt sich ein Einwand auf: Die meisten Webnutzer googeln, ohne angemeldet zu sein. Stalder hält dagegen: »Google hat schon vor zwei Jahren angekündigt, alle Suchergebnisse zu personalisieren«. Dienste wie Gmail, YouTube, Picasa oder Google Docs motivierten zur Anmeldung, sie könne man nur mit eigenem Konto nutzen. Stalder glaubt: »Man kann sich dem nicht mehr ohne Weiteres entziehen.«

Anzeige

Mit Macht kehrt da eine Debatte aus der Frühzeit des Webs zurück. Nicholas Negroponte, in den neunziger Jahren einer der einflussreichsten Vordenker der Digitalisierung, hatte bereits 1995 in seinem Buch Total digital die totale Personalisierung prophezeit. Nur ging Negroponte davon aus, dass sie mit persönlich zugeschnittenen Nachrichten-Websites ihren Anfang nehmen würde. Damit provozierte er eine akademische Debatte über die Folgen einseitiger Information für die politische Öffentlichkeit, die 2001 in dem Buch Republic.com des Harvard-Juristen und heutigen Obama-Beraters Cass Sunstein ihren Höhepunkt hatte. Der schrieb: »Unerwartete Begegnungen mit fremden, ja irritierenden Themen und Meinungen sind zentral für die Demokratie und die Freiheit selbst.« Sein Szenario einer »Cyberbalkanisierung« war äußert einflussreich, bloß ließ sich der Trend damals empirisch nicht belegen.

Nun ist die Debatte um Informationskokons zurückgekehrt. Und diesmal mangelt es nicht an Belegen. Die Technik für die filter bubble existiert, und sie kann offenbar auch die gewünschte Wirkung erzielen. Im Detail mag man am Szenario eines allseits vorsortierenden Webs zweifeln. (Ist das nicht überzeichnet? Werden nicht die Nutzer rasch Gegenstrategien entwickeln?) Die Onlinewerbung – Stichwort Mausefallen! – zeigt allerdings, wie wesentlich eine möglichst passgenaue Zuordnung von Nutzern zu bestimmten Interessengruppen ist. Eine ganze Branche von Datensammlern lebt davon. Entsprechend ausgefuchst sind die technischen Möglichkeiten zur Personalisierung bereits heute – und sie befruchten die Fantasie der Informatiker auch außerhalb der Werbeflächen.

Pariser betont in seinem Buch, welchen Segen das Internet in die Welt gebracht habe – und wie wenig er darauf verzichten möchte. Aber als er in Long Beach vor dem exklusiven TED-Publikum aus Ingenieuren, Start-up-Unternehmern und Technikenthusiasten stand, beklagte er einen grundlegenden Mangel: »Die algorithmischen Vorsortierer verfügen über keine eingebaute Ethik.« Er appellierte an die anwesenden Programmierer und persönlich an die Google-Gründer Larry Page and Sergey Brin, fortan »bürgerliche Verantwortung« in die Codezeilen neuer Sortiersoftware einfließen zu lassen.

Das würde bedeuten: Wer filtert, muss es transparent machen. Wer Relevanz definiert, muss es erläutern. Wer weglässt, muss darauf hinweisen.

Mit lästigen Bannern hat es angefangen, die gesellschaftliche Dimension wird jetzt erst sichtbar, die Technologie schreitet rasch fort: Gerade hat Google angekündigt, seine Suche »sozialer« zu machen. Die Algorithmen sollen persönliche Vorlieben stärker gewichten. Kaum ein Internetgeschäftsmodell kommt heute ohne das Adjektiv social aus. Und Facebook? Kooperiert mit Microsofts Suchmaschine Bing. Das mächtige Soziale Netzwerk will als Vorsortierer fungieren, auch für den Rest der digitalen Welt. Oder sagen wir besser: der digitalen Welt en .

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Vielen Dank für diesen wirklich lesenswerten Artikel!

    Zivilgesellschaften werden sich dafür entscheiden müssen, öffentliche Räume zu definieren (und immer neu zu gestalten) und soziale (sic!) Mechanismen zu deren Schutz zu entwickeln.

    Es ist der weit verbreitete Trugschluß, daß sich mit zunehmender Digitalisierung der Sprache und Medien ein 'mehr' an Öffentlichkeit, mit all ihren vorhandenen Schutzfunktionen für das Individuum ergeben würde.

    Genau das Gegenteil ist der Fall: Vormals öffentliche Räume werden rapide weniger und durch 'individuelle Unmittelbarkeit' verdrängt.
    Was ist noch öffentlich an einem Platz, auf welchem 80% der anwesenden Personen ein Gespräch mit einer nicht-anwesenden Person führen?

    Und an diesem Punkt sehe ich auch die Parallele zu dem Griechenland Modell, welches im Artikel angesprochen wird.

    Eine Leser-Empfehlung
  2. Mein Buchhändler empfiehlt mir Lektüre, die sich einfügt in das Bild, das er von mir hat, und wenn ich zu meinem Lieblingsinder komme, fragt der, ob ich Palak Panir oder Malai Kofta essen möchte, und kommt nicht auf die Idee, mir ein Fleischgericht anzubieten. Trotzdem kann ich Bücher kaufen von Autoren, die mir nicht gefallen, und auch beim Inder wird mir Hühnchen mit Reis serviert, wenn ich das bestelle.

    In aller Regel schauen sich Vegetarier nicht akribisch die Auslagen von Fleischereien an, weshalb also soll sich etwa ein primär Kulturinteressierter in gleichem Maße mit Wirtschaft oder Parteipolitik beschäftigen? Reine Zeitverschwendung.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • jj3
    • 23.06.2011 um 13:59 Uhr

    Der Vergleich mit dem Buchhändler und Lieblingsinder scheint mir leider nicht sehr adäquat. Der Vergleich wäre nur dann haltbar, wenn der Restaurantbesitzer Ihnen nur eine abgespeckte Karte aushändigen würde, auf welcher nur Menüvorschläge vorhanden sind, welche zu Ihren letzten Essgewohnheiten passt. Dabei würden z.B. alle vegetarischen Gerichte aus Ihrer persönlichen Karte verschwinden. Google etc. können Sie nicht mitteilen, dass Sie dann eigentlich doch die ganze Karte haben möchten und nicht nur die ersten Empfehlungen.

    Wieso soll sich auch ein primär Kulturinteressierter sich nicht für Politik und Wirtschaft interessieren? Vielleicht ist dieser Kulturinteressierte auch durch sein Studium zu einem Kulturinteressierten für Google geworden. Auch wenn sich die Person auch gerne mit Politik auseinander setzt. Aber das wissen die Algorithmen nicht...

    • Basta
    • 24.06.2011 um 12:35 Uhr

    Der Unterschied zum Inder ist, er legt entweder freiwillig die Speisekarte dazu oder nach Aufforderung. Ein Abweichen vom business as usual ist also kein Problem. Anders bei Google und Konsorten, wenn man da mal Hunger auf was anderes hat, wird das schnell ziemlich nervig.

    • jj3
    • 23.06.2011 um 13:59 Uhr

    Der Vergleich mit dem Buchhändler und Lieblingsinder scheint mir leider nicht sehr adäquat. Der Vergleich wäre nur dann haltbar, wenn der Restaurantbesitzer Ihnen nur eine abgespeckte Karte aushändigen würde, auf welcher nur Menüvorschläge vorhanden sind, welche zu Ihren letzten Essgewohnheiten passt. Dabei würden z.B. alle vegetarischen Gerichte aus Ihrer persönlichen Karte verschwinden. Google etc. können Sie nicht mitteilen, dass Sie dann eigentlich doch die ganze Karte haben möchten und nicht nur die ersten Empfehlungen.

    Wieso soll sich auch ein primär Kulturinteressierter sich nicht für Politik und Wirtschaft interessieren? Vielleicht ist dieser Kulturinteressierte auch durch sein Studium zu einem Kulturinteressierten für Google geworden. Auch wenn sich die Person auch gerne mit Politik auseinander setzt. Aber das wissen die Algorithmen nicht...

    • Basta
    • 24.06.2011 um 12:35 Uhr

    Der Unterschied zum Inder ist, er legt entweder freiwillig die Speisekarte dazu oder nach Aufforderung. Ein Abweichen vom business as usual ist also kein Problem. Anders bei Google und Konsorten, wenn man da mal Hunger auf was anderes hat, wird das schnell ziemlich nervig.

  3. Danke für diesen Artikel. Die genannten Bevormundungsalgorithmen sind mir auch aufgefallen. Leider glaube ich nicht, dass es jemals zu einem objektiven Internet kommen wird.

    Zitat: "Immer mehr Menschen beziehen auch ihre Nachrichten aus dem Sozialen Netz. Da ist der Gedanke einer automatischen Vorabauswahl höchst beunruhigend."
    Schon bevor es das Internet gab, haben Nachrichtenagenturen wie Reuters und dpa vorsortiert was der Leser wissen sollte und was nicht. Auch in anderen Medien, z.B. Fernsehen werden die sogenannten "Signale" (=Einschaltquoten) benutzt.

    Die Forderung nach Transparenz und Ethik ist absolut richtig. Allerdings, jeder Mensch benutzt Schubladenalgorithmen beim Denkprozess und da das Internet vom Menschen geschaffen ist, wird es auch nur das können, was es vom Menschen beigebracht bekommt.

    Eine Leser-Empfehlung
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    wahrnimmt, aber darum ist es ja umso schlimmer, dass dieser Prozess weiter verstärkt wird. Denn das Moment der "Überraschung" und der Konfrontation mit Neuem wird so mehr und mehr eliminiert und die Welten der einzelnen Menschen entfernen sich immer mehr voneinander, ohne dass es den einzelnen Individuen bewusst ist.
    Ich glaube auch, dass sich so der Stil und die Interessen, die man zufällig in einem gewissen alter hat, so arretieren - denn man lernt ja fast nur noch Menschen kennen, die diese Interessen teilen, oder besucht Orte, die zu diesen Interessen passen. Am Ende findet man auch noch seinen Parnter mit dem entsprechenden "Interessen- und Persönlichkeitsprofil" auf einer Dating-Platform. Und obwohl das Internet ja eigentlich ein Fenster in andere Parallelwelten sein sollte, sorgt es so dafür, dass wir überall nur noch das sehen, was wir ohnehin schon zu sehen erwarten.

    • hareck
    • 23.06.2011 um 15:02 Uhr

    Schon in den Anfangstagen des Webs wurde meine Suche durch meine ganz spezifischen persönlichen Interessen gefiltert. Ich habe einfach nur das für relevant befunden und überhaupt bemerkt, woran ich auch Interesse hatte. Maximal 1% des Gesamtangebots.

    Dass das nun auch softwaremäßig verstärkt wird, ist natürlich diskussionswürdig, aber keine so große Neuigkeit. Wünschen würde ich mir z.B. bei Google eine Option, meine Personalisierung vorübergehend auszuschalten. Dann wären meine Suchergebnisse wieder "nur noch" durch die Präferenz der großen Masse anhand der Rangfolge vorsortiert.

    Nicht nur im Internet, auch sonst ist unsere persönliche Welt zu einem extrem hohen Prozentsatz (möglicherweise 100%) durch unsere größtenteils teils unbewussten Konditionierungen und Vorlieben bestimmt. Hat sich schon mal jemand sehr für eine bestimmte Automarke interessiert und war überrascht, wie viele Autos dieses Typs ihm während dieser Zeit auf der Straße begegnet sind? Experimente dieser Art zeigen letztlich, dass wir überhaupt nicht wissen, was Objektivität eigentlich ist. Das einzige, was wir tun können, ist, unsere Vorlieben, Konditionierungen und Vorurteile soweit bewusst zu machen, dass wir sehen können, wie umfangreich und tiefgehend unsere Welt von ihnen beeinflusst wird.

    Das nur nebenbei. Trotzdem ein guter Artikel, sehr lesenswert.

    wohl eher ein guter Vortrag, den auf dem basiert der ganze Artikel...
    http://www.youtube.com/wa...

    wahrnimmt, aber darum ist es ja umso schlimmer, dass dieser Prozess weiter verstärkt wird. Denn das Moment der "Überraschung" und der Konfrontation mit Neuem wird so mehr und mehr eliminiert und die Welten der einzelnen Menschen entfernen sich immer mehr voneinander, ohne dass es den einzelnen Individuen bewusst ist.
    Ich glaube auch, dass sich so der Stil und die Interessen, die man zufällig in einem gewissen alter hat, so arretieren - denn man lernt ja fast nur noch Menschen kennen, die diese Interessen teilen, oder besucht Orte, die zu diesen Interessen passen. Am Ende findet man auch noch seinen Parnter mit dem entsprechenden "Interessen- und Persönlichkeitsprofil" auf einer Dating-Platform. Und obwohl das Internet ja eigentlich ein Fenster in andere Parallelwelten sein sollte, sorgt es so dafür, dass wir überall nur noch das sehen, was wir ohnehin schon zu sehen erwarten.

    • hareck
    • 23.06.2011 um 15:02 Uhr

    Schon in den Anfangstagen des Webs wurde meine Suche durch meine ganz spezifischen persönlichen Interessen gefiltert. Ich habe einfach nur das für relevant befunden und überhaupt bemerkt, woran ich auch Interesse hatte. Maximal 1% des Gesamtangebots.

    Dass das nun auch softwaremäßig verstärkt wird, ist natürlich diskussionswürdig, aber keine so große Neuigkeit. Wünschen würde ich mir z.B. bei Google eine Option, meine Personalisierung vorübergehend auszuschalten. Dann wären meine Suchergebnisse wieder "nur noch" durch die Präferenz der großen Masse anhand der Rangfolge vorsortiert.

    Nicht nur im Internet, auch sonst ist unsere persönliche Welt zu einem extrem hohen Prozentsatz (möglicherweise 100%) durch unsere größtenteils teils unbewussten Konditionierungen und Vorlieben bestimmt. Hat sich schon mal jemand sehr für eine bestimmte Automarke interessiert und war überrascht, wie viele Autos dieses Typs ihm während dieser Zeit auf der Straße begegnet sind? Experimente dieser Art zeigen letztlich, dass wir überhaupt nicht wissen, was Objektivität eigentlich ist. Das einzige, was wir tun können, ist, unsere Vorlieben, Konditionierungen und Vorurteile soweit bewusst zu machen, dass wir sehen können, wie umfangreich und tiefgehend unsere Welt von ihnen beeinflusst wird.

    Das nur nebenbei. Trotzdem ein guter Artikel, sehr lesenswert.

    wohl eher ein guter Vortrag, den auf dem basiert der ganze Artikel...
    http://www.youtube.com/wa...

    • habe8
    • 23.06.2011 um 13:45 Uhr

    Vorsortierte Inhalte bevorzuge ich manchmal. Dann google ich.
    Häufig nehme ich aber die Meta-Suchmaschine "ixquick":
    http://www.ixquick.com/deu/

    • joG
    • 23.06.2011 um 13:47 Uhr

    .... zur weiten Welt, beginnt unsere Weltsicht zu verengen."

    Man kann das so beschreiben. Ob man es aber auch so sehen kann, dass wir selbst die Weltsicht verengen, indem wir Google oder Wikipedia falsch verwenden. Wir müssen uns nicht auf die ersten paar Seiten der Suchmaschinenergebnisse beschränken. Wir können eine andere Suchmaschine verwenden. Wir können mehr lesen als den Wikipedia Eintrag. Man kann sogar "Books" anklicken und die Originale lesen. Man kann auch die Reuthers Seiten oder DPA anklicken. Usw, usw, usw.

    Das ermöglicht eine unerhörte Ausweitung der Weltsicht, durch die Reduzierung der Suchkosten auf die eingesetzte Zeit, die man damit verbringt zu lesen. Früher musste man die Artikel und Bücher physisch suchen. Die Einkaufskosten waren viel höher als heute.

    Es gibt natürlich die Sache mit der Sortierung nach Häufigkeit der Anfrage oder Höhe der Werbeetats. Das gab es aber auch früher. Man wusste, was im Brockhaus stand oder in der Zeitung. Dieser Beschränkung war es schwieriger zu entkommen.

    • jj3
    • 23.06.2011 um 13:59 Uhr

    Der Vergleich mit dem Buchhändler und Lieblingsinder scheint mir leider nicht sehr adäquat. Der Vergleich wäre nur dann haltbar, wenn der Restaurantbesitzer Ihnen nur eine abgespeckte Karte aushändigen würde, auf welcher nur Menüvorschläge vorhanden sind, welche zu Ihren letzten Essgewohnheiten passt. Dabei würden z.B. alle vegetarischen Gerichte aus Ihrer persönlichen Karte verschwinden. Google etc. können Sie nicht mitteilen, dass Sie dann eigentlich doch die ganze Karte haben möchten und nicht nur die ersten Empfehlungen.

    Wieso soll sich auch ein primär Kulturinteressierter sich nicht für Politik und Wirtschaft interessieren? Vielleicht ist dieser Kulturinteressierte auch durch sein Studium zu einem Kulturinteressierten für Google geworden. Auch wenn sich die Person auch gerne mit Politik auseinander setzt. Aber das wissen die Algorithmen nicht...

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "So neu nicht ..."
  4. wahrnimmt, aber darum ist es ja umso schlimmer, dass dieser Prozess weiter verstärkt wird. Denn das Moment der "Überraschung" und der Konfrontation mit Neuem wird so mehr und mehr eliminiert und die Welten der einzelnen Menschen entfernen sich immer mehr voneinander, ohne dass es den einzelnen Individuen bewusst ist.
    Ich glaube auch, dass sich so der Stil und die Interessen, die man zufällig in einem gewissen alter hat, so arretieren - denn man lernt ja fast nur noch Menschen kennen, die diese Interessen teilen, oder besucht Orte, die zu diesen Interessen passen. Am Ende findet man auch noch seinen Parnter mit dem entsprechenden "Interessen- und Persönlichkeitsprofil" auf einer Dating-Platform. Und obwohl das Internet ja eigentlich ein Fenster in andere Parallelwelten sein sollte, sorgt es so dafür, dass wir überall nur noch das sehen, was wir ohnehin schon zu sehen erwarten.

    Eine Leser-Empfehlung
    Antwort auf "Sehr guter Artikel"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    und genauso haben ich diesen Artikel auch wahr genommen. Vielleicht war meine Ansicht ein bisschen zu pessimistisch. Künstliche Intelligenz wird ja zur Zeit erforscht, da kann durchaus algorithmische Ethik heraus kommen. Wenn der Datenschutz mehr Anerkennung bekommt und die Regierungen sich langsam ins Internet einmischen (wie Sarkozy beim e-G8 vorgeschlagen hat), dann werden private Internetmonopole vielleicht nicht mehr frei herum bevormunden, Signale sammeln, etc.

    Außerdem ist es immernoch die Wahl jedes Einzelnen das Internet und die verschiedenen Angebote zu benutzen. Wenngleich das eher eine Scheinauswahl ist. Der soziale Druck bzw. die eigene Faulheit spielen da eine große Rolle.

    und genauso haben ich diesen Artikel auch wahr genommen. Vielleicht war meine Ansicht ein bisschen zu pessimistisch. Künstliche Intelligenz wird ja zur Zeit erforscht, da kann durchaus algorithmische Ethik heraus kommen. Wenn der Datenschutz mehr Anerkennung bekommt und die Regierungen sich langsam ins Internet einmischen (wie Sarkozy beim e-G8 vorgeschlagen hat), dann werden private Internetmonopole vielleicht nicht mehr frei herum bevormunden, Signale sammeln, etc.

    Außerdem ist es immernoch die Wahl jedes Einzelnen das Internet und die verschiedenen Angebote zu benutzen. Wenngleich das eher eine Scheinauswahl ist. Der soziale Druck bzw. die eigene Faulheit spielen da eine große Rolle.

    • snm81
    • 23.06.2011 um 14:03 Uhr

    wenn man im netz unterwegs ist trifft man immer wieder auf leute deren politische und sonstige meinung sich aus keineswegs objektiven ( mir is klar das das ein heikler begriff ist ) speist und von oft fragwürdigen infos gespeist wird.
    ich halte diese meinungssolipsismus für kreuzgefährlich weil er über kurz oder lang debatten verunmöglicht. für jedes thema ( nehmen wir den klimawandel ) findet der geneigte verschwörungstheoretiker oder querulant zig gleichgesinnte und jede menge informationen die zwar oft sogar zutreffen aber aus kontexten gerissen sind die man nicht vernachlässigen darf...

    heikel heikel

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service