Cholera Die Wiege der Seuche
Wo immer die Cholera auftritt, verschwindet sie auch wieder. Nur in Indien und Bangladesch ist sie nicht auszurotten. Deutsche Forscher wollen das Rätsel ihrer Verbreitung lösen.
© Spencer Platt/Getty Images

Wo Überschwemmungen sind, ist auch die Cholera nicht weit: Auf Haiti brach die Seuche im Herbst 2010 nach einem schweren Erdbeben und Unwettern aus.
In den Sundarbans, den riesigen Mangrovenwäldern an der Grenze von Indien und Bangladesch, tummeln sich Krokodile, Tiger und Piraten. Hier zu arbeiten »ist kein Spaß«, sagt Ruben Lara. Der Biogeochemiker vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie in Bremen kommt trotzdem immer wieder hierher. Denn die Sundarbans sind die Wiege der Cholera.
Derzeit hat das erdbebengeschüttelte Haiti mit der Plage zu kämpfen. Die Schreckensbilanz von Januar 2010 bis Ende Mai 2011: mehr als 5.300 Tote, mehr als 300.000 Kranke. Zurzeit steigt die Zahl der Infektionen sprunghaft an. Jeden Tag infizieren sich 550 Menschen.
Doch nach ein paar Jahren wird die Cholera wieder aus Haiti verschwinden, genau wie aus den Ländern Afrikas oder Südamerikas. In Peru, wo sie Anfang der neunziger Jahre wütete, half es schon, das Ballastwasser der Schiffe auf Cholera-Erreger zu kontrollieren. Nur in Indien und Bangladesch ist sie zu Hause, hier drangsaliert sie seit Jahrhunderten die Bevölkerung. Warum das so ist, gehört zu den Rätseln, die Lara und seine Kollegen lösen wollen.
Der Erreger der Cholera, das Bakterium Vibrio cholerae, hat den Menschen eigentlich gar nicht im Visier. Sein angestammter Lebensraum sind das tropische Meer und das Brackwasser von Flussmündungen, wo es sich an die Chitinpanzer von Plankton-Organismen heftet und davon zehrt. Für die Fortbewegung braucht es außerdem Natrium, das es aus dem Meersalz gewinnt.
Ein körpereigenes Mikrokraftwerk, die NADH-Dehydrogenase, liefert seinem Paddelschwanz, der »Geißel«, die nötige Energie. Aber auch in Süßwasser und ohne genügend Nährstoffe stirbt das Bakterium nicht ab, sondern fährt seinen Stoffwechsel nach Belieben herunter. So kann es jahrelang »schlafend« überleben.
- Datum 24.06.2011 - 07:46 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 22.6.2011 Nr. 26
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... wenn man sieht, wieviel Geld weltweit für die Rüstung gegen die Bedrohung "Terror" ausgegeben wird. Vergleicht man mal die Zahlen der Opfer bzw. potentiellen Opfer von Terrorismus und relativ einfach zu bekämpfenden Seuchen, dann muss man sich schon wundern.
Niemand wird doch behaupten wollen, die Unsummen von Geld, die z.B. in den "War on terror" geflossen sind, hätten mehr Menschenleben gerettet, als dieses Geld gerettet hätte, wenn es in Forschung und Bekämpfung von Seuchen geflossen wäre.
vielleicht hat das auch damit zu tun, dass es in unserem Land nicht als anstößig gilt, sich von einem subjektivem "Bedrohungsgefühl" leiten zu lassen.
Man darf damit kokettieren, sich nicht für Mathematik zu interessieren und keine Statistiken zu mögen.
Vielen Menschen ist es nichtmal peinlich, sich jahrelang falsche Vorstellungen über Gefahren gemacht zu haben. Wenn man sie dann mit (z.B.) offiziellen Kriminalstatistiken der letzten Jahre oder der Todesursachenstatistik für Deutschland [1] (von Verantwortung für andere Länder rede ich hier noch garnicht) konfrontiert, heisst es dann "aber davor hab' ich halt mehr Angst" und danach wird dann auch ganz ohne schlechtes Gewissen die Wahlentscheidung getroffen.
Dann bekommt man natürlich auch die Politiker, die man verdient.
[1] Todesursachenstatistik bis 2009 (statistisches Bundesamt):
http://www.destatis.de/je...
vielleicht hat das auch damit zu tun, dass es in unserem Land nicht als anstößig gilt, sich von einem subjektivem "Bedrohungsgefühl" leiten zu lassen.
Man darf damit kokettieren, sich nicht für Mathematik zu interessieren und keine Statistiken zu mögen.
Vielen Menschen ist es nichtmal peinlich, sich jahrelang falsche Vorstellungen über Gefahren gemacht zu haben. Wenn man sie dann mit (z.B.) offiziellen Kriminalstatistiken der letzten Jahre oder der Todesursachenstatistik für Deutschland [1] (von Verantwortung für andere Länder rede ich hier noch garnicht) konfrontiert, heisst es dann "aber davor hab' ich halt mehr Angst" und danach wird dann auch ganz ohne schlechtes Gewissen die Wahlentscheidung getroffen.
Dann bekommt man natürlich auch die Politiker, die man verdient.
[1] Todesursachenstatistik bis 2009 (statistisches Bundesamt):
http://www.destatis.de/je...
vielleicht hat das auch damit zu tun, dass es in unserem Land nicht als anstößig gilt, sich von einem subjektivem "Bedrohungsgefühl" leiten zu lassen.
Man darf damit kokettieren, sich nicht für Mathematik zu interessieren und keine Statistiken zu mögen.
Vielen Menschen ist es nichtmal peinlich, sich jahrelang falsche Vorstellungen über Gefahren gemacht zu haben. Wenn man sie dann mit (z.B.) offiziellen Kriminalstatistiken der letzten Jahre oder der Todesursachenstatistik für Deutschland [1] (von Verantwortung für andere Länder rede ich hier noch garnicht) konfrontiert, heisst es dann "aber davor hab' ich halt mehr Angst" und danach wird dann auch ganz ohne schlechtes Gewissen die Wahlentscheidung getroffen.
Dann bekommt man natürlich auch die Politiker, die man verdient.
[1] Todesursachenstatistik bis 2009 (statistisches Bundesamt):
http://www.destatis.de/je...
genügend sauberes Trinkwasser, selbst mit einfachsten Mitteln - ich erinnere an den Artikel, in dem davon geschrieben wurde, wie relativ einfach es ist, Plastikflaschen mit Wasser zu füllen und für längere Zeit in die Sonne zu legen, die Folge ist eine weitgehende Desinfektion des Wassers - so könnte man die Cholera durchaus eindämmen. Abschaffen wird man sie nicht können, dazu gibt es zu viele Wirte. Gelänge aber die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Wasser und die Verhinderung der Aufnahme verseuchter Nahrungsmittel, wäre die Eindämmung der Krankheit relativ einfach, gemessen an anderen Krankheiten.
Da aber nicht einmal gewährleistet ist, daß jeder Mensch auf der Erde an sauberes Wasser gelangt, bzw. da sauberes Wasser oft durch Umweltgifte oder Umweltkatastrophen belastet wird, sollte man zumindest dafür sorgen, daß die Umweltbelastungen zurückgehen. Zudem würden einfachste Hygienemaßnahmen helfen.
"ich erinnere an den Artikel, in dem davon geschrieben wurde, wie relativ einfach es ist, Plastikflaschen mit Wasser zu füllen und für längere Zeit in die Sonne zu legen, die Folge ist eine weitgehende Desinfektion des Wassers"
den artikel hätt ich gern.
also wenn wir das hier machen, wird das wasser in der flasche immer grün.
;-)
"ich erinnere an den Artikel, in dem davon geschrieben wurde, wie relativ einfach es ist, Plastikflaschen mit Wasser zu füllen und für längere Zeit in die Sonne zu legen, die Folge ist eine weitgehende Desinfektion des Wassers"
den artikel hätt ich gern.
also wenn wir das hier machen, wird das wasser in der flasche immer grün.
;-)
"ich erinnere an den Artikel, in dem davon geschrieben wurde, wie relativ einfach es ist, Plastikflaschen mit Wasser zu füllen und für längere Zeit in die Sonne zu legen, die Folge ist eine weitgehende Desinfektion des Wassers"
den artikel hätt ich gern.
also wenn wir das hier machen, wird das wasser in der flasche immer grün.
;-)
ein paar links dazu:
http://www.sodis.ch/index
http://www.3sat.de/page/?...
http://en.wikipedia.org/w...
MfG
ein paar links dazu:
http://www.sodis.ch/index
http://www.3sat.de/page/?...
http://en.wikipedia.org/w...
MfG
ein paar links dazu:
http://www.sodis.ch/index
http://www.3sat.de/page/?...
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MfG
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