Neu entdecktes Tagebuch : Jeder konnte es wissen

Ein Jahrhundert-Dokument: Von 1939 bis 1945 führte Friedrich Kellner, ein kleiner Justizbeamter in der hessischen Provinz, sein politisches Tagebuch. Es zeigt, wie viel der Normalbürger von den Verbrechen des NS-Regimes mitbekam. Jetzt wird Kellners Journal erstmals veröffentlicht.
Einige Frauen machen den Hitlergruß an Deck eines Kreuzfahrtschiffs im April 1938. © Becker/Fox Photos/Hulton Archive/Getty Images

Laubach, Oberhessen, Anfang September 1939. In seiner Dienstwohnung im Amtsgericht der kleinen Stadt bei Gießen beginnt der Justizinspektor Friedrich Kellner damit, ein Tagebuch anzulegen. »Es ist heute so«, schreibt er, »daß das Leben überhaupt nicht mehr lebenswert ist. Ein drangsaliertes, gequältes, eingeschüchtertes, überaus unfreies Volk soll sich für einen Tyrannen totschießen lassen. Terror ohnegleichen! Die Bonzen als Spitzel. Der anständige Deutsche hat kaum mehr den Mut, überhaupt zu denken, geschweige denn etwas zu sprechen.« Wovor Sozialdemokraten wie Kellner in den letzten Jahren der Weimarer Republik immer gewarnt hatten, das war nun eingetreten – mit dem Überfall auf Polen brach das NS-Regime einen Krieg vom Zaun, der Millionen Menschen das Leben kosten sollte.

Friedrich Kellners an die 900 Seiten zählendes Tagebuch aus den Jahren 1939 bis 1945 gehört zu den großen historischen Dokumenten des 20.Jahrhunderts, von Stil und Anlage her allenfalls vergleichbar mit den Aufzeichnungen des Celler Ingenieurs Karl Dürkefälden. Erst jetzt wird es, nachdem es lange in Familienbesitz geblieben war, endlich veröffentlicht. Kein unmittelbar Verfolgter spricht hier, wie etwa Victor Klemperer in seinem berühmten Journal, sondern ein deutscher Normalbürger, ein stiller, aber kritischer Beobachter tief in der Provinz. Sein Tagebuch wirft erneut die Frage auf: Was konnte der Einzelne während der NS-Zeit wissen? Was las er in der Zeitung, hörte er im Radio (ohne heimlich den »Feindsendern« zu lauschen)? Was war von den großen Verbrechen in Erfahrung zu bringen, wenn ihm jeder Zugang zu den internen Kreisen des Regimes fehlte?

Im Unterschied zu Klemperer war Kellner auch kein Intellektueller aus großbürgerlichem Haus. Geboren wurde er 1885 in Vaihingen an der Enz, in der Nähe von Stuttgart. Sein Vater arbeitete als Bäcker, seine Mutter als Dienstmädchen. 1889 zogen die Kellners nach Mainz, wo Friedrich Volks- und Oberrealschule besuchte. 1903 begann er seine Ausbildung als Gerichtsschreiber in Mainz. Nach dem obligatorischen Vorbereitungsdienst von drei Jahren und der einjährigen Militärzeit fand er Anstellung am Mainzer Gericht. Hier arbeitete er bis 1932, zwischenzeitlich befördert zum Justizinspektor. Ob bereits sein Vater Sympathien für die Arbeiterbewegung gehegt hatte, ist nicht bekannt, Friedrich jedenfalls schloss sich bald nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, in dem er brav gedient hatte, der SPD an und engagierte sich aktiv für sie.

Markus Roth

Der Autor ist stellvertretender Leiter der Arbeitsstelle Holocaustliteratur an der Justus-Liebig-Universität Gießen und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Herder-Instituts Marburg.

Zusammen mit Sascha Feuchert, Robert Kellner, Erwin Leibfried und Jörg Riecke hat er die Tagebücher Friedrich Kellners ediert. Die beiden Bände erscheinen unter dem Titel "Vernebelt, verdunkelt sind alle Hirne" Mitte Juli im Wallstein Verlag, Göttingen (1.200 Seiten, 59,90 €).

Wenige Tage vor dem Machtantritt Hitlers versetzte ihn das Justizministerium nach Laubach im Kreis Schotten. Friedrich Kellner und seine Frau Pauline zogen in die Kleinstadt, wo die NSDAP schon in den Reichstagswahlen im Juli 1932 mehr als 70 Prozent der Stimmen bekommen hatte. Doch wusste man hier nichts von Kellners Einsatz für die SPD oder veranschlagte ihn gering, sodass er die nach 1933 rasch einsetzenden Säuberungen in Verwaltung und Justiz unbeschadet überstand.

Dass der neue Bürger der Stadt offenkundig kein glühender Anhänger der »Bewegung« war, merkten seine Vorgesetzten und die Parteigewaltigen in der Provinz freilich rasch, widersetzte sich Kellner doch beharrlich dem Drängen, in die Partei einzutreten. Lediglich dem wiederholten Druck, endlich der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt (NSV) beizutreten, da, wie man ihm im Juli 1935 schrieb, »es nach unseren Erfahrungen heute keinen Beamten, insbesondere keinen Mittleren Beamten mehr geben dürfte, der nicht der N.S.V. als Mitglied angehört«, gab er schließlich nach, ohne sich jedoch jemals in irgendeiner Form zu engagieren.

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Kommentare

302 Kommentare Seite 1 von 31 Kommentieren

Vielleicht liegt ein Sinn des Artikels

darin, die Schuld der damaligen Eliten zu relativieren indem man sie gleichmäßig auf alle Deutschen verteilt. Sicherlich rehabilitiert dieser Artikel den "Elitegedanken".

Ich denke ein NS Arzt, der in einem KZ oder einer "Heilanstalt" täig war oder ein Richter in NS Tribuanalen haben doch sicherlich einen deutlich unmittelbareren Zugang zum Geschehen gehabt wie der nichtelitäre Normalbürger.

Ansonsten, ein interssanter Artikel. Leider wird hier nicht deutlich, was ergab sich damals aus indirekten Schlüssen, was war lediglich als Fama einzustufen etc.

Re: Sinn des Artikels!?

Sinn des Artikels ist es, den Menschen die Augen zu öffnen, damit sich so eine Geschichte nicht wiederholt. Die Menschen sind heute wie vor 80 Jahren anfällig für Propaganda, Fühlerkultur, Anteilnahmslosigkeit bei offensichtlichem Unrecht, Verdrängung von sittenwidrigem Verhalten und Unbekümmertheit in Bezug auf die eigene Zukunft. Dafür gibt es etliche aktuelle Beispiele aus der Wirtschaftswelt, z. B. Apple.

So etwas sollte Mahnung sein.

Denn wer weiss denn schon, wie er selbst in dieser Zeit gedacht und gehandelt hätte?

Aber für uns sollte die Erinnerung eine Mahnung sein, anders zu handeln.

Die Augen nicht zu verschliessen vor israelischer Unrechtspolitik, vor russichem Terror in Tschetschenien, vor chinesicher Unterdrückung in Tibet.

[...]

Gekürzt. Bitte bleiben Sie beim Thema des Artikels. Danke. Die Redaktion/ag

kein schlechtes Gewissen..

Aber man muss sich seiner Geschichte bewusst sein. Und die Frage dieses Artikels danach, ob die Bevölkerung von dem Morden und den Verbrechen gewusst haben konnte ist meiner Meinung nach eine zentrale. Meine Großmutter hat den Krieg als Kind miterlebt und wusste vage, was mit den jüdischen Mitbürgern aus dem Ort passierte. Als Grundschulkind. Mein Großvater war an der Ostfront, ich möchte auch nach seinem Tod nicht wissen, was er dort getan und erlebt hat, weil das mein Bild von ihm nachträglich verändern würde.
Aus heutiger Sicht zu sagen, man hätte doch dies oder jenes anders machen können ist weder sinnvoll noch zielführend. Aber ein bewusster Umgang mit Geschichte und den entsprechenden Lehren daraus ist überaus wichtig. Egal wie zivilisiert oder gebildet ein Volk ist, kann es immer Gefahr laufen, Regimen wie dem NS-Regime zu verfallen... Der Sinn des Artikels? Geschichte bewusst machen, verstehen, was die Menschen damals von den Verbrechen wussten und was hier im Falle eines Einzelnen über das Regime gedacht wurde und sicherlich keine nachträgliche Kollektivschuldfrage für die jetzige Generation ("ein schlechtes Gewissen..")..

Was für eine [...] seltsame Frage

Sie kapieren den Unterschied zwischen Bezeichnungen und Worte/Taten nicht.

Verhält sich die Linke denn wie die SED? Oder wie die Politiker damals? Darauf kommt es an. Nicht um die Verbindung zur Vergangenheit, sondern die Worte und Taten der Gegenwart.

Das Problem sind nicht Leute, die sich z.B: Rechtsradikal nennen, sondern es sind Leute, die sich rechtsradikal verhalten - und sich meisten ebens sogar anders bezeichnen, z.b. Sozialdemokrat und trotzdem Eugenische Lehren vertreten. Nur als ein Beispiel.

Wer glaubt, ehemalige SED Kräfte würden sich die Machtlosigkeit und das schlechte Image der Linkspartei antun, verstehn die einfachsten Zusammenhänge von Machtmissbrauch und Korruption nicht.

Wer als SEDler seine Macht missbrauchte, der geht in der BRD zu entsprechende Stellen und in entsprechende Parteien und missbraucht sie dort weiter.

Das zu begreifen ist der Einzige Weg, um Zustände wie das 3. Reich zu verhindern. Ansonsten wird man beliebig manipuliert werden, das geschieht auch heute längst wieder.

Gekürzt. Bitte bemühen Sie sich um einen respektvollen Tonfall. Danke. Die Redaktion/ag

Das wohl nicht

es geht dabei um etwas sehr viel grundsätzlicheres: eben jener Friedrich Kellner hat sich seine ganz eigenen Gedanken zum Geschehen in jener Zeit gemacht und dies niedergeschrieben. Er hat offensichtlich so einiges durchschaut, was die Nazis hinter ihrer Propaganda zu vernebeln suchten. Der Punkt ist, er musste dieses sorgfältig verbergen, denn jedes Anzeichen dafür wie er wirklich dachte, hätte ihn ins KZ bringen können.
Insofern habe Sie etwas getan, was Friedrich Kellner nicht möglich war: Sie haben ihre Meinung dazu offen kund getan und jeder interessierte kann es lesen ohne dafür im Gefängnis (oder schlimmeres) zu landen.

Sinn des Artikels

Wenn meine Mutter ihrem Enkel mal wieder erzählen will, dass "der einfache Bürger" ja von nichts wusste, fragt mein Sohn nun nach und bringt die Oma ganz schnell in Verlegenheit. Schlimm genug, wenn ich diese Geschichten anfangs geglaubt habe. Wer wäscht seine Hände nicht gerne in Unschuld, da kann ich die Generation schon verstehen, aber das Problem ist, dass sie damit einer ganzen Generation ein falsches Geschichtsbild verpasst haben. Und wer angesichts eines letztlich so harmlosen Artikels gleich so reflexartig reagiert wie der erste Kommentator, scheint nicht unbedingt an einem realistischen Geschichtsbild interessiert zu sein. Wahrscheinlich ruft er nach jedem Artikel über die NS-Zeit gleich nach dem Schlussstrich, der doch endlich gezogen werde müsse...

business as usual

Wer weiß, wie unsere Gesellschaft funktioniert der weiß auch dass dieselben Mechanismen, die damals dazu geführt haben dass dieser Wahnsinn kollektiv akzeptiert war immer noch aktiv sind. Es sind dieselben Mechanismen, die dazu führen, dass auch heute noch ganze Bevölkerungsgruppen stigmatisiert werden und ausgegrenzt. Es sind dieselben Prinzipien, nach denen das überall auf der Welt das "Wir" sich gegen "Die Anderen" legitimiert. Egal ob das Griechen oder Chinesen, Christen, Moslems oder Arbeitslose sind. Es ist der Strom, in dem Otto Normalbürger mit schwimmt und ohne den unsere vermassten Gesellschaften auch gar nicht funktionieren würden. Im Kleinen sind es dieselben Prinzipien nach denen Einzelne in den Büros, Werkshallen oder Schulen gemobbt. werden. Oder an denen sie scheitern, wenn sie zu sensibel für dieses "Spiel" sind und depressiv werden wie Robert Enke. Das ist der Sinn so einer Arbeit und so eines Artikels. Und es geht denen am Meisten gegen den Strich, die ihr eigenes unmenschliches Verhalten heute wie damals mit dem Argument rechtfertigen dass sie keine Alternative hätten, weil so ein Tagebuch sie widerlegt. Weil es zeigt, dass man die Dinge zumindest so sehen kann wie sie sind, auch wenn man persönlich kaum eine Chance hat sich dem Terror zu widersetzen.

@perignon (und den "Empfehlern")

Zitat:

Was ist der Sinn dieses Artikels?

Zu untermauern, dass die Deutschen zu Recht noch immer ein schlechtes Gewissen haben müssen?

Und wenn ja, wozu eigentlich sollen sie noch immer ein "schlechtes Gewissen" haben?

Wer hat daran Interesse?

(Zitat Ende)

Wenn die Großenkel dieser Generation und die populistische Boulevardpresse sechzig Jahre nach Kriegsende ganze Völker als PIGS-Staaten, auf deutsch "Schweinestaaten" diffamiert, und selbst die Bundeskanzlerin Unwahrheiten in Meschede über die "faulen" Südländer verbreitet, dürfte der Sinn und leider die Aktualität dieses Artikels jedem halbwegs vernünftigem Menschen mehr als klar sein.
Die Deutschen sind zwar nicht zu Nazis mutiert, und Kritik ist die Atemluft der Demokratie, man muss allerdings aufpassen, was, wen und wie man kritisiert. Läßt man nämlich die Geister des Nationalismus und Chauvinismus aus der Flasche, soll man sich hinterher nicht wundern was sie angerichtet haben. Denn was sie anrichten KÖNNEN, wissen wir leider zur genüge. Und das gilt nicht nur für die Deutschen, sondern für alle Europäer, die sich in dieser Debatte engagieren.
Im nachhinein will es dann wieder niemand gewesen sein, der als erster den Stein geworfen hat.

Das...

"und die vielen Einzelnen das Regime mit trugen und auch die vielen Toten in Kauf nahmen. Nur so konnte es klappen und nur so wird eine Diktatur draus."

...stimmmt so nicht. Eine Diktatur ist gerade eben durch Gewalt von oben charakterisiert, sie wird nicht erst zu einer, wenn die Leute sie bereitwillig unterstützen, sondern sie erzwingt diese Unterstützung mit Zuckerbrot und Peitsche.

Gerade angesichts drohender Folter und Exekution und eines penetranten gewalttätigen Geheimdienstes, war es sinnvoll den Mund zu halten, eine wichtige Überlebensstrategie, die man auch heute noch bei vielen Deutschen findet. Dass dabei einige auf Zuckerbrot ansprechen und einige nur auf die Peitsche, ist eine Binse. Dass viele nicht wirklich nachdenken und reflektieren (auch heute nicht, es ist auch gar nicht gewollt), ebenfalls.

Ich finde es unerträglich, wie sich eine in einigermaßen demokratischen Verhältnissen aufgewachsene Bevölkerung dazu hinreißen lässt, ihre eigenen Vorfahren zu einem Volk von Mördern zu stilisieren. Das ist arrogant, da niemand aus unserer Generation jemals derart ernsthafte Existenzangst haben musste. Die Ex-DDR-Bürger dürften noch am ehesten das Gefühl kennen, wenn man niemandem vertrauen kann...

Wer hat ein Interesse daran....

Sie schreiben "Was ist der Sinn dieses Artikels?

Zu untermauern, dass die Deutschen zu Recht noch immer ein schlechtes Gewissen haben müssen?

Und wenn ja, wozu eigentlich sollen sie noch immer ein "schlechtes Gewissen" haben?

Wer hat daran Interesse?"

Kleine Rückfrage:

Was ist der Sinn Ihres Beitrag?

Zu untermauern, dass es bei der Aufarbeitung von deutscher Geschichte darum ginge, heute Lebenden ein schlechtes Gewissen einzureden? Wer sagt das? Woher haben Sie diese These?

Und wenn ja, wozu dient eigentlich die Behauptung, es ginge um ein "schlechtes Gewissen" - wenn doch jeder weiß, dass man ein schlechtes Gewissen nur für eigene Taten, nicht die anderer haben kann?

Wer hat Interesse daran, Erinnerung an Judenmord denunziatorisch als Beschuldigung heute lebender unbeteiligter Deutscher hinzustellen?

Gehören Sie einer bestimmten Organisation an?

Es geht nicht darum,

ein schlechtes Gewissen zu machen - es geht darum, aufzuzeigen, was auch ein einfacher Mensch damals erfahren konnte, wenn er die Augen aufmachte und sich nicht durch Propaganda vernebeln ließ. Es geht schlicht und einfach darum, die Welt zu sehen, wie sie wirklich ist - und nicht, wie sie schöngemalt wird.
Analog zur damaligen Zeit kann man z.B. heute in Erfahrung bringen, wie fatal sich die Liberalisierung der Arbeitsgesetze auswirkt - in Bezug auf Leiharbeit und befristete prekäre Arbeitsverträge, in Bezug auf die Tatsache, daß Menschen finanziell durch den Staat gefördert werden müssen, weil die Arbeitgeber Minimallöhne bezahlen, weil die Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht leben können. Da werden nämlich irgendwann auch viele sagen, davon habe man ja nichts gewußt oder die Situation nicht richtig eingeschätzt - spätestens dann, wenn die Volkswirtschaft diese Entwicklungen nicht mehr verkraftet.
Genau kann man die Energiepolitik offenen Auges betrachten - den Wunsch der großen Konzerne, ihre AKWs beizubehalten und längstmöglich laufen zu lassen, obwohl spätestens nach Tschernobyl klar hätte sein müssen, daß im Falle eines Supergaus unser aller Lebensumstände sich verändern.
Ich glaube, diese Lehre sollten wir daraus ziehen. Selbst in einer Zeit der Diktatur und gnadenlosen Verfolgung konnte man, wenn man wollte, die Wahrheit sehen - umso mehr sollte das für die heutige Zeit gelten.

Lernen erfordert Wissen

Da gebe ich Ihnen recht. Damit sich die Geschichte nicht wiederholt. Was waren die Ursachen?

- Bankenkrise und Massenarbeitslosigkeit
- Massenarmut durch den Versailler Vertrag
- gezielte Propaganda

Schon beim ersten Weltkrieg zeigte sich erstmals die Wirkung, die man durch Medien auf Massen einwirken kann. Wie man ein Volk die Zustimmung zu Angriffskriegen erhält, kann man heute sehr gut in den USA beobachten. Letztere waren auch in den 30er Jahren u. folgenden Jahrzehnten an ihrem wichtigsten Ziel interessiert: den Feind "Bolschewismus" zu besiegen mit allen Mitteln.

Daher hat schon damals die Wall Street Hitler mit finanziert:

"Wall Street und der Aufstieg Hitlers"

http://www.amazon.de/Sutt...

Zu fragen ist bis heute: WER profitierte und profitiert von Kriegen? Wer hetzt Völker oder Bevölkerungsgruppen gegeneinander auf?

Z. Zt. lässt sich wieder beobachten, dass "Stimmung'" gemacht wird gegen "faule Griechen" usw., unsere Erwerbslosen (von denen nur die Hälfte überhaupt zugegeben wird) sind seit Jahren Diskriminierung und Verfolgungsbetreuung ausgesetzt?

Hier gilt es anzusetzen, wenn man es ernst meint. Die Wirkung der Massenmedien darf nicht außen vor bleiben, wenn man den Anfängen wehren will. Menschen werden radikal, wenn sie in die Enge getrieben werden.

Wunderbar ausgedrueckt! Wie es sich gehoert in D-Land.

Man braucht nur an die Kristallnacht zu denken, nicht nur an die paar Burschen, die zerschlagen haben was ihnen nicht gefiel.

Aber die Verbrecher, denen man die Millionen Toten des WW2 anrechen MUSS, waren die Beistaender, die sich ueber die Sache gefreut haben, jubelden oder wenigsten keinen Finger ruehrten.

Anderswo hier wurde mal geschrieben: Viel ist wieder wie "frueher", in den meisten der hundert + Jahren seit Bismarck (ausser den paar Jahren der Ohnmacht).

Man glaubt wieder (die grosse Mehrheit): Die Verantwortlichen fuer alles boese leben ueber dem Wasser ausserhalb Europa's, sind Kapitalisten, einschliesslich Juden die so oft erfolgreiche Kaufleute waren/sind (mehr als andere) und sprechen meistens Englisch.

an jeder Ecke Nazi-Alarm

Hallo LaSilas,
.
Zitat: "Z. Zt. lässt sich wieder beobachten, dass "Stimmung'" gemacht wird gegen "faule Griechen" usw ...Hier gilt es anzusetzen, wenn man es ernst meint."
.
Letzten Samstag hat Dieter Nuhr gegen "faule Griechen" im Fernsehen "Stimmung gemacht". Müssen wir bei dem jetzt "ansetzen"?
.
Und wenn wir keinen Hitler mehr wollen, dann müssen wir (auch Sie!) endlich aufhören, an jeder Ecke Nazi-Alarm zu geben.

Ich habe Interesse daran

und Sie offensichtlich auch, wenn Sie dieses Thema kommentieren und so nach dem Sinn des Artikels fragen.

Meiner Meinung nach müssen sich auch heutige Generationen weiter mit dem Thema Nationalsozialismus auseinandersetzen und dazu gehört auch die Schuldfrage.

Ich bin in einem Dorf in Mecklenburg Vorpommern aufgewachsen, in dem für mich die Wahl bestand zwischen:
Zugehörigkeit zur Dorfjugend mit eindeutiger Bekenntnis zur rechten Szene oder:
Außenseiter werden und sich mit dem Thema Nationalsozialismus etwas besser auseinandersetzen als meine Altersgenossen.

Die Abneigung gegen diese Jugendlichen hatte bei mir damals zu einer allgemeinen Abneigung gegen alles Deutsche geführt und sicher auch zu einer undifferenzierten bzw. schizophrenen Betrachtung in Richtung: Alle Deutschen sind Nazis.
Heute sehe ich das anders und denke:
Mein Deutschsein bedeutet für mich zu einem großen Teil: Die Auseinandersetzung mit der Geschichte meines Landes.

Die Schuldfrage gehört zu dieser Auseinandersetzung dazu. Es ist eine Frage die sich in diesem Land in jeder Generationen Menschen wieder neu stellen werden, weil wir von innen wie außen immer wieder damit konfrontiert werden. Weil wir Deutsche sind. Es gehört wie ich finde auch zur deutschen Sozialisation dazu. Aber jeder kann und darf daraus andere Schlüsse ziehen.

Deshalb lese ich gern Artikel wie diesen und ich finde es wichtig, dass deutsche Zeitungen noch immer darüber schreiben.

Umgkehrt wird ein Schuh draus

Zitat: "Ich finde es unerträglich, wie sich eine in einigermaßen demokratischen Verhältnissen aufgewachsene Bevölkerung dazu hinreißen lässt, ihre eigenen Vorfahren zu einem Volk von Mördern zu stilisieren. Das ist arrogant, da niemand aus unserer Generation jemals derart ernsthafte Existenzangst haben musste. Die Ex-DDR-Bürger dürften noch am ehesten das Gefühl kennen, wenn man niemandem vertrauen kann"

Dieser Standpunkt dreht die Tatsachen der Verarbeitung und der öffentlichen Wahrnehmung von Verantwortung ganz einfach um. Es ist mehr als klar, dass nach dem Krieg haufenweise Nazis in allen möglichen Positionen in Politik, Wirtschaft und Verwaltung arbeiten oder ihre Geschäfte aufziehen konnten ohne dass das auch nur ansatzweise ein Punkt der Diskussion hätte werden können. Die Meinungsbildung wurde beherrscht durch Tabuisierung und Verdrängung. Und das was wir jetzt erleben ist lediglich eine Konsequenz genau dieser Tatsache. Der Wahnsinn, den die Elterngeneration still schweigend geduldet und mit gemacht hat wurde verdrängt und diejenigen die sich trotzdem getraut haben etwas zu sagen als Nestbeschmutzer diffamiert. Obwohl es Handlungs- zumindest Haltungsalternativen gab. Wie dieses Tagebuch ja beweist. Das ist die bekannte Position aus der heraus sich ein ganzes Volk der Mitläufer und Dulder zu Unschuldslämmern stilisiert und die Verantwortung für ihr Verhalten verdrängt hat.

Sinn des Artikels

Die Antwort nach dem Sinn kann man fast wörtlich aus obigem Artikel zitieren, da sie der Niederschrift des kleinen Beamten und SPD-Mitglieds Kellner entspricht:

»Der Sinn meiner Niederschrift ist der, augenblickliche Stimmungsbilder aus meiner Umgebung festzuhalten, damit eine spätere Zeit nicht in die Versuchung kommt, ein ›großes Geschehen‹ heraus zu konstruieren (eine ›heroische Zeit‹ od. dergl.).«

zu unterscheiden dabei ist - heute wie gestern

was jener "kleine Mann" in Erfahrung bringen konnte, sofern er wollte und bereit war Risiken in Kauf zu nehmen, was dieser "ausklammerte" (wollte) obgleich ihm bekannt und er verabsäumt hat festzustellen, was aufgrund einer Zugehörigkeit zu Partei etc. einvernehmlich zur Kenntnis genommen wurde usw.

Das gibt es auch heute, natürlich in anderem Kontext aber zur Stellung des kleinen Mannes zur politischen Aktualität und Sachzusammenhängen ist die Situation heute unverändert, ja im Grunde noch viel schlechter.
Die heutige Informationsvielfalt gestattet es dem kleinen Mann durchaus nationale Information und Informationspolitik durch Zugriff auf nicht nationale Medien zu analysieren und für seine Beurteilung zu verwenden - da waren früher bedeutsame Einschnitte in vielfacher Hinsicht wirkend und wirksam.
Dennoch hat in der Bevölkerung der Anteil "der Wissenden" nicht zugenommen - das Gegenteil ist vielmehr zu konstatieren.

@Sinn des Artikels!?

Sinn des Artikels??? Ich muss täglich feststellen, dass wir Deutschen unserer Verantwortung aus unserer beschämenden Geschichte heraus IN KEINSTER WEISE gerecht werden. Es werden wieder Menschen ganz selbstverständlich in wertvoll und weniger wertvoll, in schwarz und weiß, in Kopftuch und ohne Kopftuch einsortiert. Und nebenbei schauen wir zu, wie bis zum heutigen Tage schon ca. 200 Menschen auf deutschem Boden durch die Fäuste und Fußtritte einer neuen Nazigeneration getötet wurden. Was für eine Schande!! Was für ein kollektives Versagen!!!

Und hier muss man nun wieder dieses Wort lesen:

"NEST-BESCHMUTZER".

Es ist hoechste Zeit, dass D-Land, die ZEIT, deren Leser verstehen, dass dieser Ausdrueck sehr typisch aber voellig dumm in dieser Beziehung ist.

Er ist eine Zumutung erster Klasse.

Bis man den Mut aufbringt, sich mit Tatsachen auseinander zu setzen und nicht besonderen/nur Wert darauf legt, eine "pauschale" glaubwuerdige Beschreibung zu erfinden mit der man leben kann, bis dann ist man verurteilt seine Fehler zu wiederholen.

WW2 ware die Folge von WW1. Glaubt man wirklich WW3 oder etwas aehnliches (eine Auseinandersetzung mit dem boesen Englisch-sprechendem Teil der Welt) koennte irgendwie anders und viel schlimmer fuer dieses D-Land auslaufen?

Lang ist’s her, aber ... (1)

mein ehemaliger Klavierlehrer hatte mal gesagt: “Die schreiben ja heute immer, wir hätten damals über alles bescheid gewußt. Natürlich haben wir mitbekommen, daß antisemitische Propaganda betrieben wurde, aber das mit den Vernichtungslagern, das habe ich damals wirklich nicht gewußt!"

Ansonsten war er an der Ostfront wie in Frankreich eingesetzt, und wenn er vom Krieg erzählte, dann seine zahlreichen Frauengeschichten oder darüber, daß er seine Sprachbegabung dazu nutzte, schnell zum Dolmetscher aufzusteigen und sich somit dem Krieg so gut wie möglich zu entziehen.

Nun steht also Aussage gegen Aussage. Man kann dem Zeitzeugen die Kompetenz bzw. Glaubwürdigkeit wegen “Befangenheit” absprechen. Der Historiker oder Journalist mag sich zwar als neutral und unbefangen wahrnehmen, ist aber andererseits kein Zeitzeuge und kann sich nur Sekundärwissen aneignen.

Ich bin zwar weder Historiker noch Zeitzeuge, aber ich meine mal gelesen zu haben, daß selbst die alliierten Regierungen über das Ausmaß der Verbrechen schockiert waren, nachdem die KZ’s befreit wurden. Wenn also selbst ausländische Regierungen nicht informiert waren, wie dann das einfache Volk?

Lang ist’s her, aber ... (2)

Der Klavierlehrer ist vor über 10 Jahren gestorben. Es ist perfide, daß diese ZEIT-Artikel zum NS (mit der immer gleichen Aussage, daß alle, alle Deutschen ganz genau bescheid wußten, wenn nicht gar willig mitgemacht haben) just zu einer Zeit erscheinen, an dem die Zeitzeugen sich nicht mehr wehren können. Und das fast im Wochentakt mit einer Regelmäßigkeit, die man nur noch als obsessives Einhämmern bezeichnen kann.

Kein Wunder, daß die Kommentarbereiche so hitzig sind: Es ist immer unmöglich, eine Unschuld zu beweisen. Und daß einem eine bloße Behauptung wieder und wieder als Wahrheit eingehämmert wird, kann eben zur Verzweiflung treiben. Es ist wie bei einem zu Unrecht inhaftierten: Alle glauben den Anschuldigungen, und der Beschuldigte wird zum dreisten Lügner gestempelt. Und wehren kann er sich nicht mehr, da verstorben oder dement.

Differenziert war der Beitrag...

jedoch nicht Ihnen genehm.

Aber ich warte gespannt auf Ihre Definition ein "differenzierten Beiträgen".

Es wäre mir übrigens neu, dass die Regeln für Kommentare differenzierte Beiträge fordern. Dann müssten Sie 90% aller Beiträge löschen.

Lesen Sie in der Redaktion einfach mal Ihre Regeln für Beiträge ;-)

Das trägt zu einer differenzierten Auseinandersetzung bei. Anscheinend reichen Ihre intellektuellen Fähigkeiten aber nicht Ihre eigenen Regeln zu nachzulesen. Macht nichts ;-)))

Den Augen glauben

Damals musste man allerdings auch noch ab und zu aus dem Haus. Wenn überall Familien verschwinden, es Asche regnet und Viertel "gesäubert" werden, bekommt man es mit. Man redet ja auch untereinander, gerade in ländlichen Ecken weiß auch heute jeder welche Leichen der Nachbar im Keller hat, man zerreist sich das Maul. Denken sie zwischen 1933 und 1945 haben die Leute mit diesem Brauch aufgehört?

60 Jahre Peinlichkeiten und kein Ende in Sicht

Peinlich ist, die Dummheit der Masse! Dabei spielt der Grund keine Rolle. Egal ob die Mehrheit der Deutschen in den 30er- und 40er-Jahren blind, taub oder gefühlos war oder sich so gestellt hat. Peinlich ist auch, dass das Thema noch Thema ist und offensichtlich sein muss. Peinlich ist auch die suggestive Überschrift des Artikels: Es ist lange geklärt, dass die Verhältnisse in Deutschland zwischen 1933 und 1945 allen die in Deutschland lebten auch bekannt waren. Noch nach über 60 Jahren etwas anderes zu behaupten oder dies anzuzweifeln ist noch peinlicher.

Peinlich ist allein...

...dein Kommentar.

Die Deutschen haben den Krieg und die Verbrechen nicht aufgearbeitet, sie beginnen gerade erst damit. Im Gegensatz zu den offiziellen Verlautbarungen wurden im Nachkriegsdeutschland bestenfalls Teilbereiche beleuchtet, geprägt von Tabuisierung (von Kriegs-Siegerseite, wie auch von Verliererseite), negativ beeinflußt durch bestehende Alt-Nazi-Strukturen im Westen und offene Propaganda im Osten.

Heute ist Politik und Psychologie auch auf einem anderen Stand als in den 50iger oder 60iger Jahren. Die Bombardierung ganzer Städte mit Frauen, Kindern und Alten zum Beispiel, würde heute niemand mehr als gerechtfertigte Sühne für irgendwas ansehen. Selbst das Militär schämt und entschuldigt sich (zu Recht), wenn es (mal wieder) *versehentlich* einen Schulbus in die Luft sprengt. Den zweiten WK und die Nazizeit aus dieser aufgeklärten Perspektive zu betrachten, ist aber vollkommen neu und nicht selbstverständlich. Da die meisten Täter und Opfer mittlerweile gestorben sind, können wir endlich von dieser fruchtlosen und furchtbar pauschalisierenden Täter-Opfervolk-Sichtweise wegkommen und versuchen die tatsächlichen Verhältnisse der damaligen Zeit zu verstehen.

Und das wird dringend Zeit, unser gestörtes und angstbesetztes Verhältnis zu unserem eigenem Nationalstaat beeinflußt durchaus die heutige Politik negativ.

Bildungsmangel?

"In den 30 Jahren war der Bildungsstand noch schlechter als heute und die, im Gegensatz zu heute, lächerlich wenigen Medien (Tageszeitung und einige wenige Radioprogramme) waren sowieso alle gleichgeschaltet."

Allein aus Berlin wurden rund 170.000 Juden vertrieben oder deportiert bzw. 55.000 ermordert.

Wie hoch muss der Bildungsstand eines Menschen sein, damit er begreift, dass, wenn die Regierung reihenweise jüdische Nachbarn abtransportiert, irgendetwas faul ist im Staate Deutschland?

Es will keiner gewesen sein

Wer gewusst hat oder nicht, spielt doch nur eine Rolle, wenn er Handlungsoptionen hatte.

Albert Speer, der nach der "Entnazifizierung" unbehelligt in seiner Villa residieren konnte, hat bis (fast) zum Schluss abgestritten, was vom Massenmord gewusst zu haben, obwohl er sich in entsprechenden Städten während Massentötungen aufgehalten hat.

Die Kinder + Jugendlichen, die damals von Anfang an indoktriniert wurden, tun mir eher leid.

Albert Speer war

Rüstungsminister und als solcher auch mit der Beobachtung der Rüstungsbetriebe betraut; es ist nachgewiesen, daß er z.B. in den unterirdischen Hallen, in den damals die V1 und V2 gebaut wurde, zur Inspektion war. In diesen Hallen haben tausende von KZ-Häftlingen gearbeitet, aus dem Lager Dora. Von dieser Inspektion gibt es Fotos.
Zu dem Lager selbst: http://de.wikipedia.org/w....
Herr Speer hat, natürlicherweise, gelogen; wie hätte es auch anders sein können?
Ich habe seine Autobiografie gelesen - zwischen den Zeilen konnte man eindeutig erkennen, daß er für seine Karriere buchstäblich bereit war, über Leichen zu gehen. Der Kontakt zu Hitler kam anfangs rein zufällig zustande - als er jedoch bestand, hat Herr Speer ihn tüchtig ausgenützt, wo es nur ging. Es ging ihm, schlicht und einfach gesagt, darum, möglichst viele und möglichst lukrative Aufträge zu erhalten, was ja noch kein Verbrechen ist. Allerdings hat er später, als er dann Rüstungsminister war, seine Augen fest verschlossen, als es um die KZ-Häftlinge ging. Der kleine Funke 'Gewissen' hat sich bei ihm offensichtlich nicht gemeldet.

Seltsam, nicht?

Die wirklichen Täter wurden und werden zum Teil noch geehrt, aber das ganze Volk soll für immer leiden und zahlen anstelle dieser, die im Geld schwimmen.

Letztens wurde doch tatsächlich wieder der "Karl-Winnacker-Preis" verliehen zum Gedenken eines Managers der I.G. Farben.

Die deutsche Wirtschaft hat kein Problem mit Ex-Nazis, hatte sie nie! Im Gegenteil, man ehrt sie:

"Um die Produktion in Schwung zu halten, griff das Unternehmen massenhaft auf Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge zurück. Von ihnen wurden allein Zehntausende durch Arbeit in Auschwitz vernichtet....

In Deutschland findet man trotzdem nicht viel dabei, einem einstigen Direktor der I.G. Farben ein ehrendes Andenken zu bewahren. Nach Karl Winnacker, während des Nationalsozialismus einer der beiden mächtigsten Männer bei Hoechst, einer Hauptsäule der I.G. Farben, sind bis heute drei Preise in der Wissenschaft sowie ein Institut benannt."

http://www.tagesspiegel.d...

Ja es ist

wirklich seltsam; obwohl man sich eigentlich nicht wundern sollte, wenn sogar ein SPD-Kanzler (Schröder) einen hochdotierten Manager zum Erfinder von neuen Gesetzen macht (Hartz), der sich hinterher als derjenige entpuppte, der sich Lustreisen auf Kosten seiner Firma gegönnt hat, und der durch Zahlung einer Strafe verhindern konnte, daß die volle Wahrheit ans Licht kam, da ja kein Prozeß stattfand.
Manchmal denke ich, daß tatsächlich nur die Entwicklung der Deutschen zu mehr Selbstbewußtsein und mehr Kritikfähigkeit, die ja hoffentlich stattfindet, in Zukunft dafür sorgen kann, daß das Mitläufertum allmählich ausstirbt, ebenso wie der Glauben an die Obrigkeit, die schon alles richten wird. Betrachte ich die Anzahl der Wutbürger, ist m.M. nach Deutschland auf dem richtigen Weg.