Religionen Harmonie kann man lernen

Ein Gespräch mit dem großen Hindu Sri Sri Ravi Shankar über Atemtechnik, Atheisten und religiös motivierte Konflikte.

Sri Sri Ravi Shankar

Sri Sri Ravi Shankar

DIE ZEIT: Eure Heiligkeit, Herr Shankar, Sie sind berühmt für Ihre Gelassenheit. Sie haben daraus sogar eine Lebensphilosophie gemacht, die sie unterrichten. Was tun Sie eigentlich, wenn Sie selber einmal gestresst sind?

Sri Sri Ravi Shankar: Um ehrlich zu sein, ich habe solche Gefühle schon vor langer Zeit abgelegt. In den letzten dreißig Jahren war ich nie gestresst.

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DIE ZEIT: Dreißig Jahre ohne Stress? Aber Sie haben vor Kurzem doch noch mit radikalen Islamisten debattiert.

Sri Sri: Ja, und ich habe auch schon auf dem Weltwirtschaftsforum gesprochen.

DIE ZEIT: Verraten Sie uns doch bitte, welche spirituellen Übungen Sie mit den Fundamentalisten und den Wirtschaftsbossen gemacht haben.

Sri Sri Ravi Shankar

ist Indiens populärster spiritueller Lehrer und einer der bekanntesten Hindus der Welt. Geboren 1965 als Sohn eines Brahmanen, steht er für die Botschaft der Toleranz. Mit dem Dalai-Lama gründete er den Internationalen Verein für menschliche Werte. Seine Stiftung Art of Living ist mit über 5000 Projekten an sozialen Brennpunkten der Welt präsent, bietet aber auch Workshops für Manager. Shankar war nominiert für den Friedensnobelpreis.

Sri Sri: Eine Tiefenentspannungsübung namens Pranayama, die die Nerven beruhigt und den Verstand klärt. Zu jeder menschlichen Emotion gibt es einen Atemrhythmus, der sich verändert, je nachdem, wie man sich fühlt. Aber wenn Sie die Sudarshan-Kriya-Technik anwenden, werden alle Muster des Sorge, der Wut und des Schmerzes ersetzt durch sanftere Gefühle. Auch der Pegel der Stresshormone sinkt. Für Geschäftsleute empfehle ich kurze Meditationen mit Atemübungen wie Nadi Shodan oder eben Sudarshan Kriya.

DIE ZEIT: Kriya ist Sanskrit und bedeutet so viel wie vollkommene Handlung. Im Westen kennen wir das Wort aus dem Yoga, aber Sie sind kein Yogalehrer. Man könnte Sie den Papst der Hindus nennen. Wie erklären Sie den Hinduismus jemandem, der noch nie davon gehört hat?

Sri Sri: Hinduismus ist die älteste Religion auf unserem Planeten. Sie kennt nur einen Gott, den Gott der Liebe, der allerdings viele Namen hat. Er kann auf unterschiedliche Arten gefeiert werden. Darin besteht die Freiheit unseres Gottesdienstes.

DIE ZEIT: Hindus kennen kein zentrales Glaubensbekenntnis. Und wir haben immer noch nicht verstanden, wer von den Göttern Vishnu, Brahma oder Saraswati nun der wichtigste ist.

Sri Sri: Der Hinduismus hat viele Bücher und Propheten. Alles, wofür die moderne Gesellschaft steht, ist darin angelegt: Freiheit, Unabhängigkeit, Gleichberechtigung und sogar Demokratie.

DIE ZEIT: Warum hat der Hinduismus keine Kirche?

Sri Sri: Weil er nur eine Lebensweise und keine organisierte Religion ist.

DIE ZEIT: Was ist der Unterschied zu allen anderen großen Religionen?

Sri Sri: Mich interessieren nicht die Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten. Wir sollten uns das Gute aus allen alten Traditionen heraussuchen, um die heutige Welt zu verbessern. Alles, was uns hilft, liebende und freundliche Menschen zu werden, sollte man nutzen. Ich als rationale Person würde nach der Wahrheit trachten.

DIE ZEIT: Sie haben Das Buch sämtlicher Religionen geschrieben. Wir dachten immer, jede Religion habe ihr eigenes Buch?

Sri Sri: Alle Religionen geben Zeugnis von der Existenz der einen absoluten Wirklichkeit. Nur unsere Ignoranz gegenüber den heiligen Schriften unserer Nachbarn verursacht Konflikte. Mit meinem Buch wollte ich ein grundlegendes Verständnis der verschiedenen Schriften vermitteln, um Köpfe und Herzen zu einen. Heute nennen wir das interreligiösen Dialog. Früher glaubte jede Religion, sie sei im Besitz der alleinigen Wahrheit.

DIE ZEIT: Viele Gläubige denken heute noch so.

Sri Sri: Weil sie noch nicht vom linearen zum sphärischen Denken übergegangen sind.

DIE ZEIT: Was ist denn sphärisches Denken?

Sri Sri: Nehmen wir als Beispiel meine Reise nach Berlin. Wie gelange ich dorthin? Ein Berater würde mich vielleicht nach Westen schicken, der andere nach Osten, aber beide würden behaupten, ihre Richtung sei die einzig richtige. Das ist lineares Denken. Sphärisches Denken heißt erkennen, dass widerstreitende Meinungen gleichermaßen zutreffen können. Von Hamburg aus gesehen liegt Berlin im Süden, von Dresden aus im Norden. Es kommt nur darauf an, wo man selber steht.

DIE ZEIT: Es gibt das abendländische Sprichwort: Alle Wege führen nach Rom. Wenn wir Sie richtig verstehen, dann glauben Sie, viele Wege führen zu Gott. Und was ist mit den Atheisten? Können sie auch etwas vom Hinduismus lernen?

Sri Sri: Definitiv! Von den sechs philosophischen Schulen des Hinduismus berühren drei das Thema Gott überhaupt nicht. Sie beschäftigen sich nur mit Körper, Geist und Schöpfung.

DIE ZEIT: Welcher Teil Ihrer Lehre Art of Living passt nun für Atheisten?

Sri Sri: Jeder atmende und denkende Mensch kann von unserer Atemtechnik profitieren. Atheisten sind auch bloß Menschen. Auch sie suchen letztlich Frieden, wollen geliebt werden und lieben, sorgen sich um den Planeten. Sie glauben an sich selbst und an die Welt. Der Glaube ist der Punkt, wo Atheisten und Gläubige sich treffen.

DIE ZEIT: Warum gibt es dann heute überhaupt Streit zwischen Atheisten wie Richard Dawkins und den Evangelikalen in Amerika?

Sri Sri: Die meisten Weltkonflikte entspringen der Religion, deshalb will ich einmal sagen, was der generelle Fehler intoleranter Glaubender ist. Es fehlt ihnen an Spiritualität. Ich benutze gern eine einfache Metapher: Religion ist die Bananenschale, Spiritualität ist die Banane. Aber oft werfen wir die Banane weg statt der Schale. Dann besteht Religion nur noch aus Äußerlichkeiten, es fehlen universelle Werte, und so gedeiht Fanatismus.

DIE ZEIT: Ist das jetzt ein Plädoyer für die Abschaffung der Religion?

Sri Sri: Nein, aber für religiöse Offenheit, auch gegenüber der Philosophie.

DIE ZEIT: Was meinen Sie eigentlich mit Spiritualität?

Sri Sri: Die Überzeugung, dass Gott keine abstrakte Idee, sondern eine Erfahrung des Herzens ist. Wenn Religion keine Suche ist, wenn sie sich der Vernunft verschließt und wissenschaftliches Denken ablehnt, dann verengt sie sich.

DIE ZEIT: Was sagen Sie den Christen, die mehr Reformfähigkeit von ihren Kirchen verlangen?

Sri Sri: Dass sie recht haben, weil Reformen überlebensnotwendig sind, auch wenn in der Heiligen Schrift diese oder jene Regeln stehen. Die Welt verändert sich nun mal und damit hoffentlich auch unser Glaube. Gerade die katholische Kirche hat ja Erfahrung damit. Zu Galileis Zeiten hielt man die Erde für eine Scheibe. Später reichte die Kirche der Wissenschaft die Hand.

DIE ZEIT: Viele Hindus in Indien hängen immer noch einem Kastensystem an, in dem religiöse Pflichten und soziale Trennlinien hart definiert sind.

Sri Sri: Hinduismus, wie ich ihn verstehe, hat nur die Aufgabe, uns liebevoll und rechtschaffen zu machen.

DIE ZEIT: Und wie verhält sich Religion zur Politik?

Sri Sri: Der Glaube betrifft uns persönlich. Er sollte aus der Politik herausgehalten werden. Sonst bekommen wir Zustände wie in Pakistan oder Afghanistan, wo man Menschen im Namen Gottes die Hand abhackt oder sie sogar köpft.

DIE ZEIT: Liegt es nicht in der Natur des Glaubens, dass er zu einer gewissen Diskussionsunfähigkeit neigt?

Sri Sri: Nein. Man darf religiöse Gesetze niemals absolut setzen, sondern muss Werte wie Mitleid und Liebe, Gerechtigkeit und Freiheit hochhalten.

DIE ZEIT: Wozu gibt es dannüberhaupt unterschiedliche Religionen? Neulich saßen Sie mit einer evangelischen Theologin auf dem Podium, und so, wie Sie beide das Wort Gott benutzten, hatte man den Eindruck, Sie meinten dasselbe.

Sri Sri: Aber natürlich ist Gott stets derselbe, egal, wie wir ihn nennen. Er ist omnipotent und omnipräsent. Er zeigt sich in der Schöpfung und in jedem Menschen, auch in Ihnen und in mir. Die äußeren Erscheinungen mögen unterschiedlich sein, aber die innere Essenz ist gleich.

DIE ZEIT: Konservative Christen sagen, wir müssten auch auf Äußerlichkeiten beharren, sonst wird Christentum verzichtbar.

Sri Sri: Ich glaube nicht, dass Offenheit eine Schwäche ist. Wir erleben ja heute, wie Vorurteile schwinden und wie das die Menschen stärkt. Anders als früher, machen viele nicht mehr automatisch dicht, wenn sie dem Anhänger einer anderen Religion begegnen.

DIE ZEIT: Sie als Hindu waren immer politisch aktiv. Sie sprechen auf Weltfriedenskonferenzen. Sie schlichten religiös motivierte Konflikte. Und neben Ihren Anti-Stress-Programmen für Industrie und Handel haben Sie Schulprojekte für Indien entwickelt, die von der Unicef anerkannt sind. Was lehren Sie da?

Sri Sri: Dialog. Ich komme ja aus der Tradition Mahatma Gandhis, und als ich Kind war, gab es schon interreligiöse Gebete. Ich lernte gleich ein wenig über die Bibel, den Islam, den Buddhismus. Ich musste mich nie anstrengen, den Glauben anderer zu akzeptieren, denn ich bin mit diesen Unterschieden aufgewachsen.

DIE ZEIT: Der Hinduismus setzt sich aus so vielen Einflüssen zusammen, dass er für Außenstehende manchmal kaum zu verstehen ist.

Sri Sri: Ist das nicht wunderbar? Sie können im Haus eines Hindus ohne weiteres ein Bild von Jesus finden. Hindus gehen auch in buddhistische Tempel. Ich erzähle Ihnen mal eine Geschichte. Als Präsident Nixon nach Japan kam, traf er mit einem buddhistischen Priester und einem Schinto-Mönch zusammen. Nixon fragte den Buddhisten, wie viel Prozent der Japaner seinem Glauben anhingen. Der antwortete: »Achtzig Prozent.« Dann stellte Nixon dem Schintoisten dieselbe Frage. Der antwortete: »Achtzig Prozent.« Da rief Nixon: »Wie ist es möglich, dass Sie beide auf achtzig Prozent kommen?« Die beiden Priester lächelten und sagten: »Es ist möglich.«

DIE ZEIT: Was kann die moderne Welt von den fernöstlichen Religionen lernen?

Sri Sri: Friedliche Koexistenz. Die Welt hat zehn große Religionen, vier aus dem Nahen und sechs aus dem Fernen Osten. Die vier – Judentum, Christentum, Islam, Bahaismus – haben abrahamitische Wurzeln. Aber die sechs – Hinduismus, Buddhismus, Sikhismus, Jainismus, Taoismus, Konfuzianismus – sind ganz unterschiedlich, trotzdem gab es zwischen ihnen nie große Konflikte. Daran kann die Welt sich orientieren. Wenn ich zum Beispiel sehe, was in Israel und Palästina geschieht, das schmerzt mich. Israelis sind täglich in Gefahr, Palästinenser leiden. Alles ist beherrscht von Angst und Aggression. Es fehlt eine Brücke.

DIE ZEIT: Sie selber haben sich mittlerweile auch schon in den Konflikt eingemischt.

Sri Sri: Ja, denn ich sehe mich als Brückenbauer. Für das kommende Wochenende, zum großen Weltkulturfestival im Olympiastadion in Berlin, habe ich den obersten israelischen Rabbiner eingeladen. Und unsere Stiftung gibt Kurse in Palästina. Später in diesem Jahr veranstalten wir in Indien eine Konferenz für Imame und Rabbiner. Es soll ein Friedensgespräch auf neutralem Boden sein. Weil wir Hindus den Muslimen ebenso nah sind wie den Juden, glaube ich, dass wir vermitteln können.

DIE ZEIT: Sie lehren die Überwindung von Hass und Angst. Was hat Sie selbst denn besonders viel Überwindung gekostet?

Sri Sri: Den Zynismus zu ignorieren, mit dem viele Menschen auf Friedensgespräche reagieren. Man findet naiv. Eine andere Schwierigkeit, mit der ich lange gekämpft habe, war die Gewaltbereitschaft der Maoisten in Indien. Es ist uns in den letzten Jahren gelungen, das ein wenig zu dämpfen. Ähnlich war es mit den radikalen Mudschahedin in Kaschmir und im Staat Bihar. An der Elfenbeinküste wiederum konnten wir muslimische und christliche Gruppen zusammenbringen, dafür hat uns die Regierung einen Preis verliehen.

DIE ZEIT: Sie waren auch schon auf Friedensmission im Irak. Sind Sie dorthin in Ihrem weißen Gewand gefahren? Ganz ohne schutzsichere Weste?

Sri Sri: Ja, aber die Regierung stellte zu unserer Sicherheit zwölf Militärfahrzeuge. Ich habe dann erklärt, dass wir nicht gekommen sind, um uns hinter Panzern und Sicherheitsmannschaften zu verstecken, sondern um mit denjenigen Irakern zu sprechen, die Probleme machen. Nein, hieß es, als Tony Blair da war, gab es einen Anschlag in der green zone. Und Sie wollen in die red zone! Das ist zu riskant! Wir haben dann gesagt, dass wir das Risiko auf uns nehmen wollten und dass Gott unsere Security sei. Am Ende waren wir wirklich in der roten Zone und sprachen mit Extremisten, aber auch mit normalen Stammesführern und armen Leuten. Das Resultat war, dass wir nachher Computerkurse für Frauen und medizinische Versorgung für traumatisierte Kriegsopfer initiieren konnten.

DIE ZEIT: Wie schafft man so etwas? Mal abgesehen von Gottes Hilfe vielleicht.

Sri Sri: Man braucht einen starken Willen. Wenn etwas angeblich unmöglich ist, dann bin ich immer ein bisschen in Versuchung, es auszuprobieren. Wenn einer behauptet, es können nicht 2000 Gitarristen auf einer Bühne in Berlin spielen, dann behaupte ich: doch.

DIE ZEIT: Welche Atemübung empfehlen Sie deutschen Politikern?

Sri Sri: Politiker sind keine besondere Spezies. Sie haben den gleichen Stress wie andere Bürger auch, alles, was einem Geschäftsmann oder einem Sozialarbeiter hilft, hilft auch einem Politiker.

DIE ZEIT: Manche Kritiker beschimpfen Sie als Guru, der die Menschen mit zweifelhaften Ratschlägen beglücken will. Was war die härteste Lektion, die Sie als Religionsführer lernen mussten?

Sri Sri: Den Vorurteilen der Menschen, die mich in eine Schublade stecken wollen, mit Geduld und ohne Zorn zu begegnen.

DIE ZEIT: Würden Sie zum Schluss einen Satz für uns vervollständigen? Religion kann revolutionär sein, wenn…

Sri Sri: … wenn sie wissenschaftlich ist. Oder: wenn sie nicht der Vernunft entbehrt. Suchen Sie sich die Zeile aus, die Ihnen am besten gefällt.

 
Leser-Kommentare
  1. Danke für das nachdenklich stimmende Interview.

  2. "Sie glauben an sich selbst und an die Welt. Der Glaube ist der Punkt, wo Atheisten und Gläubige sich treffen."

    Genau - !!!

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    naja, solange man diesen satz nicht als "ritterschlag" für den aberwitzigen gedanken, nicht-glauben wäre auch ein glauben versteht....

    ansonsten bin ich überrascht dass die zeit herrn shankar mit "eure heiligkeit" anspricht, ist das ironnisch gemeint?

    gebe gerne eine bildungslücke zu, aber es wäre darüberhinaus hilfreich gewesen in der einleitung wenigstens kurz anzudeuten was der mensch der gleich interviewt wird denn so macht? also außer ein "großer hindu" zu sein.....

    naja, solange man diesen satz nicht als "ritterschlag" für den aberwitzigen gedanken, nicht-glauben wäre auch ein glauben versteht....

    ansonsten bin ich überrascht dass die zeit herrn shankar mit "eure heiligkeit" anspricht, ist das ironnisch gemeint?

    gebe gerne eine bildungslücke zu, aber es wäre darüberhinaus hilfreich gewesen in der einleitung wenigstens kurz anzudeuten was der mensch der gleich interviewt wird denn so macht? also außer ein "großer hindu" zu sein.....

  3. 3. [...]

    [...]

    Ich spare mir gleich die persönlichen Beleidigungen der Interviewerin (dann braucht mich niemand auffordern, sachlich zu bleiben), möchte aber wenigstens auf die Seite

    http://www.agpf.de/Ravi-S...

    hinweisen, die bei Google auf der ersten Trefferseite erscheint.

    Ich zitiere mal von confessio.de

    "Mit scharfsinnigen Analysen oder besonders beachtenswerten Projekten ist er aber bislang nicht in Verbindung gebracht worden. Die Transparenz der Organisation lässt sehr zu wünschen übrig. Es lassen sich keine Statistik und kein Rechenschaftsbericht finden, die über die Verwendung von Spendengeldern Auskunft geben würden. Das DZI-Spendensiegel hat keine der in Deutschland aktiven Organisationen. Der von Sri Sri Ravi Shankar organisierte „Dialog der Kulturen“ nimmt die Kulturen nicht wirklich ernst, wenn der Meister die Religionen gern als Bananenschale und die Spiritualität als Banane bezeichnet. Sein Markenzeichen war bislang eher die heitere Banalität.[1] Wegweisende Impulse außer der Vermarktung seines Guru-Images und der Atemtechnik des Sundarshan-Kriya sind von ihm nicht ausgegangen. Insofern ist es bedauerlich, dass der neue Preis durch diesen ersten Preisträger einen faden Beigeschmack bekommt."

    "Shankar war nominiert für den Friedensnobelpreis."

    Diese Behauptung stimmt nicht, woher wissen Sie das?

    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf Beleidigungen. Die Redaktion/sc

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    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Die Redaktion/sc

    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Bitte kehren Sie zu einer sachlichen Diskussion zurück. Die Redaktion/sc

    Oftmals erscheinen einem Philosophen aus Fernost nur allzu leicht als Gurus im negativen Sinne. Oftmals - und möglicherweise auch hier, handelt es sich aber nur um Mißverständnisse aufgrund unterschiedlichen Vokabulars.
    So scheint es hier auch zu sein.

    • umzu
    • 03.07.2011 um 10:37 Uhr

    Der allen Verehrern dringend anzuempfehlen ist. Bitte bis zum Ende lesen, dann werden siefeststellen, dass sie einem Menschen aufgesessen sind, der es mit der Aufrichtigkeit nicht ganz so genau nimmt. Bis zum Studium der Seiten fand ich das Interview belanglos, seitdem stimme ich der Entrüstung zu. Demnächst wird hier noch jede 3-Personenendzeitsekte im Sinne interreligiöser Toleranz interviewt mit dem Ziel, das Weltwissen zu bereichern.

    • Krishi
    • 14.07.2011 um 12:16 Uhr

    Vielleicht kennt Ravi Shankar nichts von SEO...hahhaaa...

    @umzu:

    Der Dalai Lama ist auf gleicher Webseite zu finden.
    http://www.agpf.de/Dalai-...

    Manchmal ist es gut die Vorurteile bei Seite zu lassen und das ganze Bild zu sehen.

    Check doch mal diese Links aus:
    http://goo.gl/1t6aX
    http://goo.gl/sdNpL

    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Die Redaktion/sc

    Entfernt. Der Kommentar, auf den Sie sich beziehen, wurde inzwischen moderiert. Bitte kehren Sie zu einer sachlichen Diskussion zurück. Die Redaktion/sc

    Oftmals erscheinen einem Philosophen aus Fernost nur allzu leicht als Gurus im negativen Sinne. Oftmals - und möglicherweise auch hier, handelt es sich aber nur um Mißverständnisse aufgrund unterschiedlichen Vokabulars.
    So scheint es hier auch zu sein.

    • umzu
    • 03.07.2011 um 10:37 Uhr

    Der allen Verehrern dringend anzuempfehlen ist. Bitte bis zum Ende lesen, dann werden siefeststellen, dass sie einem Menschen aufgesessen sind, der es mit der Aufrichtigkeit nicht ganz so genau nimmt. Bis zum Studium der Seiten fand ich das Interview belanglos, seitdem stimme ich der Entrüstung zu. Demnächst wird hier noch jede 3-Personenendzeitsekte im Sinne interreligiöser Toleranz interviewt mit dem Ziel, das Weltwissen zu bereichern.

    • Krishi
    • 14.07.2011 um 12:16 Uhr

    Vielleicht kennt Ravi Shankar nichts von SEO...hahhaaa...

    @umzu:

    Der Dalai Lama ist auf gleicher Webseite zu finden.
    http://www.agpf.de/Dalai-...

    Manchmal ist es gut die Vorurteile bei Seite zu lassen und das ganze Bild zu sehen.

    Check doch mal diese Links aus:
    http://goo.gl/1t6aX
    http://goo.gl/sdNpL

  4. und auch wenn ich KEINE Anhängerin von "Sri Sri" bin, so möchte ich dennoch ZO für den nachdenklich stimmenden Artikel danken!

    Mir persönlich hat besonders der Satz:

    "und dass Gott unsere Security sei" gefallen.

    Ansonsten, da ich nicht mit "Sri Sri" aber auch durch einen Zugang (einen anderen) mit dem Hinduismus liiert bin, war vieles für mich nicht neu, sondern einfach nur nochmal durch eine etwas andere Brille formuliert!

    Nochmals Danke Evelyn Finger!

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    "Mir persönlich hat besonders der Satz: "und dass Gott unsere Security sei" gefallen."

    Nun, mir nicht. Warum ist dieser Gott nicht immer im Einsatz, warum Kinderkrebskliniken? Hatte die Security da Urlaub??

    Und welcher Gott ist gemeint: Zeus, Thor, Allah, Jahwe oder Lord Voldemort? Kommen Moslems in die Hölle?

    Die Lehren der großen Weltreligionen sind nicht kompatibel,

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl und bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge. Die Redaktion/sc

    "Mir persönlich hat besonders der Satz: "und dass Gott unsere Security sei" gefallen."

    Nun, mir nicht. Warum ist dieser Gott nicht immer im Einsatz, warum Kinderkrebskliniken? Hatte die Security da Urlaub??

    Und welcher Gott ist gemeint: Zeus, Thor, Allah, Jahwe oder Lord Voldemort? Kommen Moslems in die Hölle?

    Die Lehren der großen Weltreligionen sind nicht kompatibel,

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl und bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge. Die Redaktion/sc

  5. Insgesamt wirkte der Auftritt wie eine Guru-Persiflage. Ob Ravi Shankar in einigen Jahren seine Memoiren veröffentlicht und den verdutzten Fans offenbart, dass er lediglich testen wollte, wieviel Plattheit die Leute zu schlucken vermögen, wenn man sie nur "heilig" genug verpackt? Dass er selber die ganze Sache nicht ernst nehmen kann? Dass er sich wünscht, das Publikum möge irgendwann einmal "Stop" rufen und den Spuk beenden? Vielleicht macht er aus der Not eine Tugend, flüchtet er darum ins Lächerliche und erklärt dies flugs zur Methode und Therapie. So durfte denn auch der Teilnehmer, der angesichts der grotesken Situation sein Lachen nicht mehr zurückhalten und auch zur Meditation das Kichern nur schwerlich unterdrücken konnte, sich durchaus im Einklang mit den Lehren Ravi Shankars fühlen.

    Bitte bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge zum Thema. Die Redaktion/sc

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    Wir alle wissen doch schließlich, was ein Sad-Guru ist, oder?:

    "Keiner kommt zum Vater denn durch mich" ???

    mit anderen Worten ein karmafreier spiritueller Meister. Und von denen gibt's ja schließlich nicht übermäßig viele.

    Braucht es ja auch nicht, wenn alle paar hundert Jahre mal eine handvoll Seelen soweit sind, potentiell in die völlige Ego-Losigkeit geführt werden zu können und den Weg in die Befreiung zu gehen. (="Der Weg ist schmal und nur wenige werden ihn gehen ???")

    Und war nicht
    "Was kümmert ihr euch um den Splitter im Auge eures Bruders, anstatt euch um euren eigenen zu kümmern",

    nicht auch von DIESEM Guru?

    Aber vielleicht ist Ihnen der "green-guru" "Sri Sri" wenigstens da bereits etwas voraus ???

    Wir alle wissen doch schließlich, was ein Sad-Guru ist, oder?:

    "Keiner kommt zum Vater denn durch mich" ???

    mit anderen Worten ein karmafreier spiritueller Meister. Und von denen gibt's ja schließlich nicht übermäßig viele.

    Braucht es ja auch nicht, wenn alle paar hundert Jahre mal eine handvoll Seelen soweit sind, potentiell in die völlige Ego-Losigkeit geführt werden zu können und den Weg in die Befreiung zu gehen. (="Der Weg ist schmal und nur wenige werden ihn gehen ???")

    Und war nicht
    "Was kümmert ihr euch um den Splitter im Auge eures Bruders, anstatt euch um euren eigenen zu kümmern",

    nicht auch von DIESEM Guru?

    Aber vielleicht ist Ihnen der "green-guru" "Sri Sri" wenigstens da bereits etwas voraus ???

  6. "Mir persönlich hat besonders der Satz: "und dass Gott unsere Security sei" gefallen."

    Nun, mir nicht. Warum ist dieser Gott nicht immer im Einsatz, warum Kinderkrebskliniken? Hatte die Security da Urlaub??

    Und welcher Gott ist gemeint: Zeus, Thor, Allah, Jahwe oder Lord Voldemort? Kommen Moslems in die Hölle?

    Die Lehren der großen Weltreligionen sind nicht kompatibel,

    [...]

    Gekürzt. Bitte achten Sie auf eine angemessene Wortwahl und bemühen Sie sich um differenzierte Beiträge. Die Redaktion/sc

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    Nun noch zu ihrem Kommentar Nr. 6

    Wieso wollen Sie mir verbieten, dass ich mit diesem Satz etwas anfangen kann?

    Schreibe ich Ihnen etwa vor, dass Sie damit etwas anfangen können MÜSSEN?

    Ich habe hier nur mein rein persönliches subjektives Empfinden wieder gegeben, mit dem mir Shankar aus der Seele spricht!

    Offensichtlich haben Sie eine etwas andere Gotteserfahrung oder schlicht eine gewisse anthropomorphe Vorstellung von Gott!

    Wenn Sie natürlich den Kaugummi-Automaten-Gott wollen, der die Welt wie ein Marionetten-Spiel lenkt, ohne menschliche Freiheit, eigene Erfahrungen zu machen, dann kann ich Sie schon verstehen, dass Sie Ravi Shankar nicht verstehen können.

    Aber ich finde nicht, dass Ravi Shankar von SOLCH EINEM Gott ausgeht, noch spricht.

    Sonst hätte er ja wohl auch kaum die Verbindungsbrücke (theoretisch!) zwischen Atheisten und Gottgläubigen aufgezeigt!

    Nun noch zu ihrem Kommentar Nr. 6

    Wieso wollen Sie mir verbieten, dass ich mit diesem Satz etwas anfangen kann?

    Schreibe ich Ihnen etwa vor, dass Sie damit etwas anfangen können MÜSSEN?

    Ich habe hier nur mein rein persönliches subjektives Empfinden wieder gegeben, mit dem mir Shankar aus der Seele spricht!

    Offensichtlich haben Sie eine etwas andere Gotteserfahrung oder schlicht eine gewisse anthropomorphe Vorstellung von Gott!

    Wenn Sie natürlich den Kaugummi-Automaten-Gott wollen, der die Welt wie ein Marionetten-Spiel lenkt, ohne menschliche Freiheit, eigene Erfahrungen zu machen, dann kann ich Sie schon verstehen, dass Sie Ravi Shankar nicht verstehen können.

    Aber ich finde nicht, dass Ravi Shankar von SOLCH EINEM Gott ausgeht, noch spricht.

    Sonst hätte er ja wohl auch kaum die Verbindungsbrücke (theoretisch!) zwischen Atheisten und Gottgläubigen aufgezeigt!

  7. Wir alle wissen doch schließlich, was ein Sad-Guru ist, oder?:

    "Keiner kommt zum Vater denn durch mich" ???

    mit anderen Worten ein karmafreier spiritueller Meister. Und von denen gibt's ja schließlich nicht übermäßig viele.

    Braucht es ja auch nicht, wenn alle paar hundert Jahre mal eine handvoll Seelen soweit sind, potentiell in die völlige Ego-Losigkeit geführt werden zu können und den Weg in die Befreiung zu gehen. (="Der Weg ist schmal und nur wenige werden ihn gehen ???")

    Und war nicht
    "Was kümmert ihr euch um den Splitter im Auge eures Bruders, anstatt euch um euren eigenen zu kümmern",

    nicht auch von DIESEM Guru?

    Aber vielleicht ist Ihnen der "green-guru" "Sri Sri" wenigstens da bereits etwas voraus ???

    Eine Leser-Empfehlung
  8. Bereits in der Schule habe ich gelernt, der Hinduismus sei eine sehr offene Religion, die mit anderen Religionen tolerant umgeht. Und hier lese ich das auch wieder. Andererseits zünden in Indien immer wieder Hindus christliche (meines Wissens katholische) Kirchen an. Wie passt das zusammen?
    Und noch eine Frage: Ist Atemtechnik die Banane oder doch nur ein Teil der Schale?

    Bitte geben Sie wenn möglich Quellen für Ihre Behauptungen an. Danke. Die Redaktion/sc

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    Hinduismus ist etwas sehr Komplexes.

    Es gibt dort viele unterschiedliche Richtungen und Schulen.
    Ich gehe mal davon aus, dass sich "Sri Sri" mit offen auf die advaita-Richtung (nicht-dualistische Strömung des Hinduismus gemäß den älteren vedischen Texten - also nicht auf den Neo-Hinduismus) bezieht.

    Auch ich habe den Hinduismus als sehr tolerant und offen erlebt und tue es noch.

    Nichtsdestotrotz gibt es natürlich im Hinduismus wie in jeder anderen Konfession auch dogmatische Schulen, die das Göttliche, bzw. Gott für meinungsmäßigen Territorialismus instrumentalisieren. Aus Machtgründen.

    Aber erleben wir das nicht in Nordirland zwischen den "catholics" und "protestants" ebenso?

    Oder im Islam-ismus?

    Und genau das meint- denke ich - auch "Sri Sri", wenn ich ihn richtig verstehe:

    Er nennt es Unterscheidung zwischen Religion (meint wohl aber wie ich es verstehe damit im Grunde genommen Konfession, im Sinne von Glaubensbekenntnis) und Spiritualität (= gelebter Gotteserfahrung oder auch: das innere der Banane).

    Wenn ich Gott DIREKT erfahren kann, wie soll ich ihn dann in irgendeinem Teil seiner Schöpfung, in der er ja schließlich allgegenwärtig immanent präsent ist, verachten, bzw. abwerten können.

    Wenn ich mir mit Glauben behelfen muss, an den ich mich klammern muss, sieht es natürlich bereits anders aus!

    • Freio
    • 02.07.2011 um 23:43 Uhr

    Die Atemtechnik ist dann wohl eher die Hand, die die Banane von ihrer Schale befreit.

    zu 8

    Ich denke, dass die Atemtechnik das ist, wie wenn Sie die Bananenschale abschälen. Sie führt zur Banane.

    Dann kann ich gleich hinzufügen, dass ich das Interview toll fand, die Antworten auch und wünsche, dass viele davon was mit in ihr Leben nehmen: Liebe und Mitgefühl.

    • arjun
    • 03.07.2011 um 12:20 Uhr

    Ja, solche traurige Fälle gibt es. Nicht nur in Indien Hindus gegen Christen, sondern überall auf der Welt in allen möglichen Kombinationen.

    Aber, ist das die Schuld eines Autos oder der Technik wenn jemand betrunken ein Auto fährt und einen Unfall baut?

    Es gibt leider immer Menschen die im Prinzip die gute Lehre deren Religion für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.

    Aber trotzdem zu Ihrer Information: Hindus haben lange nicht so viele Menschen anderer Religionen getötet wie z.B. die Muslime oder Christen.

    Hallo Web-Krake,
    .
    Gute Frage: "Ist Atemtechnik die Banane oder doch nur ein Teil der Schale?"
    .
    Letztlich ist Sri Sris Hinduismus dann doch nur eine von vielen Religionen, kein Pol, der alles zusammenführt.
    .
    Wenn er etwa "Zustände wie in Pakistan oder Afghanistan, wo man Menschen im Namen Gottes die Hand abhackt oder sie sogar köpft."
    ... beklagt, dann liegt er ja schon automatisch im Streit mit denjenigen Moslems, die solche Praktiken als Teil ihres Glaubens ansehen.
    .
    Da hat er also den Islam schon interpretiert, ihn in einen richtigen und einen falschen eingeteilt. Dann sagt er: "Ich musste mich nie anstrengen, den Glauben anderer zu akzeptieren"
    ... sicher nicht: er malt sich ja den Glauben anderer ja nach seinen Wünschen.
    .
    Wo er Spiritualität Die Überzeugung, dass Gott keine abstrakte Idee, sondern eine Erfahrung des Herzens ist
    ... nennt, dann spricht er Atheisten jene Erfahrung des Herzens ab! Die sind also unerfahren?
    .

    Wo er sagt: "Die Welt verändert sich nun mal und damit hoffentlich auch unser Glaube."
    ... da liegt er mit dem Vatikan im Clinch. Unter den christlichen Konfessionen scheint er da eher dem Protestantismus zuzustimmen, weil der flexibler ist.
    .
    (wird fortgesetzt)

    (Fortsetzung)
    .
    Im Irak erklärte er: "... dass wir nicht gekommen sind, um uns hinter Panzern und Sicherheitsmannschaften zu verstecken" - und hat dann unbehelligt dort arbeiten können. Klar, er ist dort kein Hassobjekt für Terroristen, die ja doch gegen den Westen kämpfen. Dass Gott da mit ihm war, scheint mir nicht belegt.

    • Krishi
    • 14.07.2011 um 11:56 Uhr

    Liebe Web-Krake,

    gut ist es ab und zu erst zu verfolgen, wieso die Hindus angefangen haben Kirchen in Brand zu setzen.

    Es wurden von Missionaren 2 große Heilige umgebracht, danach wurde das von der Presse so hoch gepusht das der Schneeball ins laufen gekommen ist.
    http://goo.gl/uhB9H

    Mal gucken was in Europa los wäre, wenn Hindus, Juden, Moslems oder Buddhisten den Pabst ermorden....

    Mit besten Grüßen

    Krishi

    Hinduismus ist etwas sehr Komplexes.

    Es gibt dort viele unterschiedliche Richtungen und Schulen.
    Ich gehe mal davon aus, dass sich "Sri Sri" mit offen auf die advaita-Richtung (nicht-dualistische Strömung des Hinduismus gemäß den älteren vedischen Texten - also nicht auf den Neo-Hinduismus) bezieht.

    Auch ich habe den Hinduismus als sehr tolerant und offen erlebt und tue es noch.

    Nichtsdestotrotz gibt es natürlich im Hinduismus wie in jeder anderen Konfession auch dogmatische Schulen, die das Göttliche, bzw. Gott für meinungsmäßigen Territorialismus instrumentalisieren. Aus Machtgründen.

    Aber erleben wir das nicht in Nordirland zwischen den "catholics" und "protestants" ebenso?

    Oder im Islam-ismus?

    Und genau das meint- denke ich - auch "Sri Sri", wenn ich ihn richtig verstehe:

    Er nennt es Unterscheidung zwischen Religion (meint wohl aber wie ich es verstehe damit im Grunde genommen Konfession, im Sinne von Glaubensbekenntnis) und Spiritualität (= gelebter Gotteserfahrung oder auch: das innere der Banane).

    Wenn ich Gott DIREKT erfahren kann, wie soll ich ihn dann in irgendeinem Teil seiner Schöpfung, in der er ja schließlich allgegenwärtig immanent präsent ist, verachten, bzw. abwerten können.

    Wenn ich mir mit Glauben behelfen muss, an den ich mich klammern muss, sieht es natürlich bereits anders aus!

    • Freio
    • 02.07.2011 um 23:43 Uhr

    Die Atemtechnik ist dann wohl eher die Hand, die die Banane von ihrer Schale befreit.

    zu 8

    Ich denke, dass die Atemtechnik das ist, wie wenn Sie die Bananenschale abschälen. Sie führt zur Banane.

    Dann kann ich gleich hinzufügen, dass ich das Interview toll fand, die Antworten auch und wünsche, dass viele davon was mit in ihr Leben nehmen: Liebe und Mitgefühl.

    • arjun
    • 03.07.2011 um 12:20 Uhr

    Ja, solche traurige Fälle gibt es. Nicht nur in Indien Hindus gegen Christen, sondern überall auf der Welt in allen möglichen Kombinationen.

    Aber, ist das die Schuld eines Autos oder der Technik wenn jemand betrunken ein Auto fährt und einen Unfall baut?

    Es gibt leider immer Menschen die im Prinzip die gute Lehre deren Religion für ihre eigenen Zwecke missbrauchen.

    Aber trotzdem zu Ihrer Information: Hindus haben lange nicht so viele Menschen anderer Religionen getötet wie z.B. die Muslime oder Christen.

    Hallo Web-Krake,
    .
    Gute Frage: "Ist Atemtechnik die Banane oder doch nur ein Teil der Schale?"
    .
    Letztlich ist Sri Sris Hinduismus dann doch nur eine von vielen Religionen, kein Pol, der alles zusammenführt.
    .
    Wenn er etwa "Zustände wie in Pakistan oder Afghanistan, wo man Menschen im Namen Gottes die Hand abhackt oder sie sogar köpft."
    ... beklagt, dann liegt er ja schon automatisch im Streit mit denjenigen Moslems, die solche Praktiken als Teil ihres Glaubens ansehen.
    .
    Da hat er also den Islam schon interpretiert, ihn in einen richtigen und einen falschen eingeteilt. Dann sagt er: "Ich musste mich nie anstrengen, den Glauben anderer zu akzeptieren"
    ... sicher nicht: er malt sich ja den Glauben anderer ja nach seinen Wünschen.
    .
    Wo er Spiritualität Die Überzeugung, dass Gott keine abstrakte Idee, sondern eine Erfahrung des Herzens ist
    ... nennt, dann spricht er Atheisten jene Erfahrung des Herzens ab! Die sind also unerfahren?
    .

    Wo er sagt: "Die Welt verändert sich nun mal und damit hoffentlich auch unser Glaube."
    ... da liegt er mit dem Vatikan im Clinch. Unter den christlichen Konfessionen scheint er da eher dem Protestantismus zuzustimmen, weil der flexibler ist.
    .
    (wird fortgesetzt)

    (Fortsetzung)
    .
    Im Irak erklärte er: "... dass wir nicht gekommen sind, um uns hinter Panzern und Sicherheitsmannschaften zu verstecken" - und hat dann unbehelligt dort arbeiten können. Klar, er ist dort kein Hassobjekt für Terroristen, die ja doch gegen den Westen kämpfen. Dass Gott da mit ihm war, scheint mir nicht belegt.

    • Krishi
    • 14.07.2011 um 11:56 Uhr

    Liebe Web-Krake,

    gut ist es ab und zu erst zu verfolgen, wieso die Hindus angefangen haben Kirchen in Brand zu setzen.

    Es wurden von Missionaren 2 große Heilige umgebracht, danach wurde das von der Presse so hoch gepusht das der Schneeball ins laufen gekommen ist.
    http://goo.gl/uhB9H

    Mal gucken was in Europa los wäre, wenn Hindus, Juden, Moslems oder Buddhisten den Pabst ermorden....

    Mit besten Grüßen

    Krishi

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