Offenbar wollen viele Eltern wissen, wie groß ihr Kind als Erwachsener einmal sein wird. Eine exakte Berechnung ist aber unmöglich, weil einige Einflussfaktoren in der Zukunft liegen: die Ernährung etwa, aber auch das Rauchen.

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Faustregeln gibt es dennoch. Erstens: Man nimmt den Durchschnitt der Körpergröße von Mutter und Vater und addiert sechs Zentimeter für einen Jungen, für ein Mädchen zieht man sechs Zentimeter ab. Das Unzuverlässige daran: Hier wird unterstellt, dass sich die Erbanlagen beider Eltern im gleichen Maße auswirken, was ja nicht der Fall sein muss. Zweite Methode: die Körpergröße zu einem bestimmten Zeitpunkt verdoppeln. Der muss sich für Jungen und Mädchen unterscheiden, sind sie doch nur bis zur Pubertät etwa gleich groß. Schaut man auf die Wachstumstabellen, die jedes Baby bei der Geburt bekommt, dann stimmt die Zwei-Jahres-Regel für Jungen tatsächlich – im Mittel sind sie in diesem Alter knapp 90 Zentimeter groß, am Ende misst der Durchschnittsmann 1,80 Meter. Bei Mädchen nimmt man die Größe nach etwa 20 Monaten.

Für eine genauere Prognose muss man per Röntgen das sogenannte Knochenalter bestimmen, das vom tatsächlichen Alter abweichen kann. Dann lässt sich in einer Tabelle nachschlagen, wie viel Prozent der endgültigen Größe der Mensch schon erreicht hat. Dieser Aufwand ist aber nur gerechtfertigt, wenn der Verdacht besteht, dass ein Kind außerordentlich klein- oder großwüchsig werden könnte.

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