Falsche Zeugen : Lügen, die man gerne glaubt

Auch in der deutschen Justiz werden falsche Beschuldigungen umso lieber für wahr gehalten, je präziser sie den Erwartungen der Belogenen entsprechen.

Am Freitag hat ein New Yorker Gericht den Hausarrest für Dominique Strauss-Kahn aufgehoben. Vor Kurzem wurde in Mannheim der Wettermoderator Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen . In beiden Fällen zweifelten die Richter am Wahrheitsgehalt der Aussage der Hauptbelastungszeugin . Wie oft es in Deutschland tatsächlich zu Fehlurteilen aufgrund falscher Beschuldigungen kommt, wird nicht erforscht. Im Gegenteil – für Gerichte, Staatsanwaltschaften und sogar für die Wissenschaft sind Fehlleistungen der Strafjustiz kein Thema. Insgesamt bloß etwa 90 Wiederaufnahmen bei über 800.000 rechtskräftig erledigten Strafsachen zählt das Bundesjustizministerium pro Jahr. Die Zahl derer, die in unserem Land unschuldig verurteilt werden, dürfte allerdings erheblich höher liegen. Wie hoch, lässt sich daran ablesen, dass Zivilgerichte nach einem Schuldspruch im sich anschließenden Schadensersatzprozess in 30 bis 40 Prozent der Fälle zu einem anderen Urteil kommen als das zuvor damit befasste Strafgericht.

Ralf Eschelbach, Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe, schätzt in seinem Strafprozessrechtskommentar vom Mai 2011 die Quote aller Fehlurteile auf ein ganzes Viertel. Den Löwenanteil vermutet er bei jenen Fällen, bei denen es wenige oder gar keine Beweise für die angezeigte Tat gibt und »Aussage gegen Aussage« steht. So ist es bei Vergewaltigungsvorwürfen besonders oft. Als eine der Hauptursachen für Justizirrtümer hat Eschelbach die Vorverurteilung des Angeklagten durch die – im Schulterschluss mit der Staatsanwaltschaft – agierenden Richter ausgemacht. Diese verließen sich allzu oft auf den Inhalt der Ermittlungsakte und eröffneten im Vertrauen auf die Arbeit der Staatsanwälte das Hauptverfahren. Die Fixierung auf die – den Angeklagten belastende – Akte führe dazu, dass in Deutschland die Freispruchsquote unter drei Prozent liegt. In den USA dagegen, wo das Urteil von einer mit den Akten nicht vertrauten Jury gefällt wird, endet ein volles Drittel der Strafprozesse mit einem Freispruch.

Am Anfang eines Strafprozesses, der in ein Fehlurteil mündet, steht oft eine nicht erkannte Falschbeschuldigung. Dabei entfaltet die Lüge ihre Wirkung umso durchschlagender, je präziser sie sich den Erwartungen der Belogenen anpasst. Ein bemerkenswertes Beispiel für eine effektive Falschaussage war die angebliche Ertränkung eines fünfjährigen arabisch aussehenden Jungen durch grölende Neonazis, die sich im Jahr 2000 in einem Freibad bei Dresden abgespielt haben sollte. Alle deutschen Medien berichteten bestürzt über diesen weiteren brutalen Ausbruch von Rassismus in Deutschlands Osten. Die Staatsanwaltschaft ließ mehrere junge Leute verhaften. Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder empfing die Mutter des Kindes, und der Regisseur Volker Schlöndorff besuchte die Familie, um sich die Filmrechte zu sichern. Immerhin stellte sich die vermeintliche Schreckenstat später als Hirngespinst eben jener Mutter heraus, deren Sohn bei einem Badeunfall gestorben war. Mit ihrer Behauptung jedoch hatte sie geschickt alle schwelenden Vorurteile gegen den deutschen Osten bedient, weshalb ihr zunächst uneingeschränkt geglaubt wurde.

Eindrucksvoll auch der sogenannte »Fall Wilkomirski«, bei dem ein Schweizer Buchautor sich von 1995 bis 1998 als KZ-Überlebender ausgegeben und nicht nur kritische Medien, sondern auch die deutsche Öffentlichkeit nebst dem Suhrkamp Verlag und einer Reihe jüdischer Vereine hinters Licht geführt hatte. Nach demselben Muster gehen auch jene falschen Vergewaltigungsopfer vor, denen es gelingt, Ermittler und Richter zu täuschen: Ein heikles Thema, dem sich jeder nur mit Scheu und schlechtem Gewissen nähert, wird ergriffen und für eigene Interessen instrumentalisiert. Die Political Correctness gebietet es, dem vermeintlichen Opfer – eines NS-Verbrechens oder einer Vergewaltigung – bedingungslos zu glauben. Unbequeme Nachfragen und Recherchen unterbleiben. Zweifler laufen Gefahr, selbst im Reich des Bösen verortet zu werden. Unkritisches Hofieren von Personen, die sich selbst als Opfer vorstellen, ist ein stabiles Fundament für den erfolgreichen Lügner. Kriminalbeamte, Staatsanwälte – ja sogar der Wahrheitsfindung verpflichtete Richter – fallen ihrer eigenen Denksperre zum Opfer. Nur durch Distanz und Professionalität gelingt es den Ermittlern, sich aus der jeden Widerspruchsgeist erstickenden Aura zu lösen und die Anzeigeerstatterin mit Zweifeln an ihrer Aussage zu konfrontieren.

Mit dem Mangel an Ergebnisoffenheit lassen sich auch die überstürzten Reaktionen der Staatsanwälte in den Fällen Kachelmann und Strauss-Kahn diesseits und jenseits des Atlantiks erklären. Beide Beschuldigte pflegten ein Sexualleben abseits der bürgerlichen Vorstellungen, weshalb man ihnen die Vergewaltigungen auch ohne Beweise grundsätzlich zutraute. Bei dem mächtigen IWF-Chef dürfte sich zusätzlich noch die Tatsache belastend ausgewirkt haben, dass die Frau, die ihn beschuldigte, vom entgegengesetzten Ende der sozialen Leiter stammt: eine dunkelhäutige Asylantin und alleinerziehende Mutter, der ohnehin die allgemeine Anteilnahme gilt.

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Kommentare

154 Kommentare Seite 1 von 19 Kommentieren

Juristenschelte

Sie machen es sich ganz schön einfach mit Ihren Pauschalisierung.

Weil ein Freiherr von und zu irgendwo bei seiner Dissertation betrogen hat, sind alle Rechtswissenschaftler böse, faul und inkompetent.

Ihr Kommentar ist respektlos und oberflächlich. Gratulation!

Zum Thema:
Frau Rückert spricht hier ein wichtiges Thema an, doch sei anzumerken: Auch der Staatsanwalt ist zur Wahrheitsfindung verpflichtet. Einseitiges Ermitteln ist also genauso unzulässig wie einseitige Urteile.

Was der Artikel jedoch verkennt: Gutachter sind keine Richter. Es stellt sich oft genug heraus, dass Gutachter falsche Ergebnisse liefern, der Richter dagegen dennoch das richtige Urteil spricht. es ist also doch nicht alles schwarz und weiß.

alle Rechtswissenschaftler sind böse, faul und inkompetent?

Das mit "alle" haben Sie gesagt, nicht ich (und ich habe mich auch nicht nur auf Rechtswissenschaftler bezogen, sondern auch auf verwandte Fachrichtungen, deren Werkzeug die Sprache ist). (Ich muss gestehen, dass mir als Naturwissenschaftler diese Art des wissenschaftlichen Arbeitens fremd ist.)

Im Übrigen ist es ja nicht nur ein Freiherr gewesen, der den Ruf der Promotion nachhaltig geschädigt hat; in letzter Zeit geisterten auch noch eine Ministerpräsidententochter durch die Medien, eine schöne Frau im Forschungsausschuss, ein Herr mit griechisch klingendem Namen, ein Vorsitzender der Kultusministerkonferenz...

Es ist nicht respektlos, auf Wiederkäuer hinzuweisen. Aber offenbar schreibt sich ein "oberflächlicher" Kommentar leichter, als dass man ein dickes Brett gebohrt hat (und eine Bestandsaufnahme und kritische Bewertung von Rechtsfehlern z.B. bei Sexualdelikten könnte ein solches dickes Brett sein).

@Christopher Blunt: Wenn Sie's gerne etwas Realitätsnäher haben

kann ich Ihnen sämtliche Artikel von Frau Alice Schwarzer in der BILD Zeitung ans Herz legen. Was für eine Frau! Völlig offenherzig, unerschrocken und wahrheitsgemäss aus Verhandlungen zu berichten, zu denen sie faktisch nie anwesend war - Chapeau!
Live-Reportage auf Basis von Hörensagen. Wer hat's erfunden? Nein, nicht die Schweizer.

@ #7 (Benutzerkontoauszug)

@ 7: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Gar nichts, genau.

Noch eine Anmerkung zu der Dimension von Falschanschuldigungen bei Sexualdelikten: Internationale Studien kommen zu dem Ergebnis, dass etwa 5-10 Prozent aller Anzeigen aufgrund falscher Aussagen zustande kommen.
Andererseits wird die Dunkelziffer von Vergewaltigungen mit dem 4- bis 10-fachen aller zur Anzeige gebrachten Taten veranschlagt. Wir Männer sollten uns hier also nicht von falscher Hysterie getrieben in ein Opferrolle katapultieren. Das ist lächerlich.

Ihre Aussage ist formal richtig, Ihre Schlussfolgerung nicht

"Internationale Studien kommen zu dem Ergebnis, dass etwa 5-10 Prozent aller Anzeigen aufgrund falscher Aussagen zustande kommen."

Sie wollten wenigstens so seriös sein und diese Studie hier veröffentlichen, damit jeder nachlesen kann, was tatsächlich ausgesagt wird.
Außerdem sagt das nichts über die spezifische Situation in Deutschland aus.

Da muss ich leider wieder sprechen - pardon,

widersprechen: man kann mit Fug und Recht nicht nur andeuten, sondern ruhig laut aussprechen dass beide Frauen ihre Anzeigen mit dreisten LÜGEN untermauerten. Lügen, die letztendlich den Klägerinnen mehr Schaden zufügten als den Beklagten.
Die Glaubwürdigkeit dieser angeblichen "Opfer" ist so ruiniert, was in den Augen der meisten Betrachter einer völligen Entlastung der angeblichen "Täter" gleichkommt.

Warum keine Lügner?

Einen sog. "Freispruch aus Mangel an Beweisen" gibt es meines Wissens nicht mehr. Liegen keine Beweise vor, gilt jemand - zu Recht - als unschuldig. Jemand, der dennoch von einer Schuld ausgeht und dies öffentlich kundtut, stellt implizit aus meiner Sicht das gesamte Rechtssystem in Frage. Wer will in einem Staat leben, in dem jeder jeden ohne belastbare Grundlage und Beweise anklagen oder gar verurteilen lassen kann? Es muss die Unschuldsvermutung gelten. Und es darf keine medialen Urteile vorab geben!

Im Fall DSK geht es zudem um weit mehr als die "Reputation" der klagenden Person, wenn man den Medienberichten hierzu glauben schenken darf. Es gibt ja scheinbar Anzeichen dafür, dass jemand evtl. Profit aus einer zweifelhaften Begegnung schlagen wollte. Der Artikel formuliert dies sehr treffend, wie ich finde.

Ich finde es ein starkes Stück, dass dem Artikel unterstellt wird, dass beide Frauen "Lügnerinnen" wären. Es geht nicht darum, wer lügt. Es geht darum, ob jemand zu Recht und ohne Zweifel etwas über den andern behaupten darf. Und das sollte eben nicht sein. Nimmt man an, es wäre von den vermuteten Opfern die Unwahrheit gesagt worden, hätten diese bewusst das gesellschaftliche Leben der beiden (bekannten und im Licht der Öffentlichkeit stehenden) Männer zerstört.

Genau darum geht der Artikel auch: Er wirft die Frage auf, ob dies legitim sein kann. Meine Meinung daher: ein guter Beitrag zur Diskussion einiger Probleme und offener Fragen, die beide Fälle aufwerfen.

Dämlicher Vergleich!

Die Dunkelziffer der Vergewaltigungen ist ein Problem derer, die keine Anzeige erstatten! Fehlurteile sind dagegen ein Problem des Rechtssystems und sollten mit aller Kraft verhindert werden! 10000 Leute schuldig und frei ist immer noch besser als ein Einziger unschuldig im Knast! Man muss sich das mal vorstellen, da kommt einfach Einer/Eine und denkt sich einen Scheiß aus und plötzlich ist das ganze Leben im Arsch!

By the way, die Legende vom ach so gewalttätigen Mann wird auch nicht glaubhafter je öfter sie von Schwarzer und Co erzählt wird. Tatsächlich üben Frauen meist mehr Gewalt in Beziehungen aus, vor allem psychische.

Vllt. interessiert sie dieser Link:
http://pn.psychiatryonlin...

Die Studie kommt zum Schluss das auch bei physischer Gewalt die Frauen das Monopol innehaben! Zwar seien bei Wechselseitiger Gewaltausübungen die Verletzungen bei Frauen häufiger, bei einseitiger Gewaltausübung würden jedoch öfter Männer verletzt.

Die Absoluten Zahlen sprechen eine klare Sprache:

"Regarding perpetration of violence, more women than men (25 percent versus 11 percent) were responsible. In fact, 71 percent of the instigators in nonreciprocal partner violence were women. This finding surprised Whitaker and his colleagues, they admitted in their study report."

Strauss-Kahn ist unschuldig

Ihrem Beitrag kann ich nur zustimmen. Dieser Artikel soll die zweifelhafte Berichterstattung im Fall Kachelmann im Nachhinein rechtfertigen. Ich schätze, jeder ist ein Glückspilz, der im Falle einer Vergewaltigungsbeschuldigung Frau Rückert und ggf. den bewussten Staranwalt auf seiner Seite hat. Ich bin sicher, dass auch Strauss-Kahn, weil er natürlich unschuldig ist, nichts weiter passieren wird. Er ist ja auch, Gott sei dank, finanziell in der Lage, sich den besten Anwalt der USA zu leisten. Was ein Beweis dafür ist, dass doch die Gerechtigkeit fast immer siegt. Oder?

@ Tankwart

Zwei internationale Vergleichsstudien:
1.) Für die USA
Zitat: "Of the 136 cases of sexual assault reported over the 10-year period, 8 (5.9%) are coded as false allegations. These results, taken in the context of an examination of previous research, indicate that the prevalence of false allegations is between 2% and 10%."
Quelle: http://vaw.sagepub.com/co...

2.) Für Europa
(zwischen 1 und 9 %)
http://www.cwasu.org/publ...

"in dubio pro reo"

>>Ich finde es ein starkes Stück, dass dem Artikel unterstellt wird, dass beide Frauen "Lügnerinnen" wären.<<

"Lügen, die man gerne glaubt
[...] Vor Kurzem wurde in Mannheim der Wettermoderator Jörg Kachelmann vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. In beiden Fällen zweifelten die Richter am Wahrheitsgehalt der Aussage der Hauptbelastungszeugin."

Was heißt das denn sonst?

Aber Sie haben Recht, das Verfahren wurde nicht aus Mangel an Beweisen, sondern nach dem Grundsatz "in dubio pro reo" entschieden, weil der Rechtsstaat hier nicht sagen konnte, wo die Wahrheit lag (wenn das überhaupt der Sinn von Gerichtsverfahren ist). Im Wortlaut:

http://www.focus.de/panor...

Nicht nur 5 bis 10 Prozent...

Die 5 bis 10 Prozent sind natürlich eine richtig schöne Halbwahrheit. Es gibt in der Tat auch Studien (nicht nur internationale, auch mindestens eine deutsche), die eine Falschbeschuldigungsrate von unter 10% "ermitteln". Diesen Studien lassen sich zum Teil aber triviale Fehler in der Methodik und der Ergebnisinterpretation nachweisen. Außerdem verschweigen Sie wohlweislich, daß es auch Studien gibt (aus New York bspw., also auch "international"), die Falschbeschuldigungsraten von über 60% als Ergebnis haben.

Eine sehr seriöse Schweizer Studie, durchgeführt durch Befragung von Studentinnen an einer Universität, hat herausgefunden, daß ein Drittel der Vergewaltigungsvorwürfe eben dieser Studentinnen frei erfunden waren (das haben die Studentinnen in Gesprächen mit Polizeibeamtinnen zugegeben!)

Ob es nun ein Drittel sind, oder die Hälfte, das wird wohl unklar bleiben. Wer angesichts der Ergebnisse der internationalen Forschung allerdings eine Falschbeschuldigungsrate von unter 10% herbeiphantasiert, ist schlicht nicht ernstzunehmen.

Zum Fall DSK: nicht das Geld spielt eine Rolle, sondern die Tatsache, daß das "Opfer" (besser: die Täterin) über den Ablauf gelogen hat, früher schon solche Vorwürfe erfunden hat, und sich am Telefon darüber ausgelassen hat, daß sie mit der Geschichte ordentlich Geld machen will.

Falschbeschuldigungen

Nur nebenbei: in diesen kleinen Prozentzahlen finden sich nur die Fälle wieder, die mit eben dieser Begündung geschlossen wurden. Das heißt aber natürlich nicht, daß es nicht mehr Falschbeschuldigungen gegeben hat, die veröffentlichten Ergebnisse sind durch die femi-ideologische Brille gefiltert.

In der zu Recht vielgescholtenen deutschen Studie, die 3% Falschb. ermittelt, werden bspw. die ca. 25% der Fälle, die mit der Begründung "Kein Hinweis auf sexuelle Gewalt zu finden" eingestellt werden, einfach ignoriert. Auch ignoriert werden ca. 10% der Fälle, in denen die Frau die Anzeige zurückzieht. Man muß wirklich nicht böswillig sein, um auch hinter diesen Fällen eine Falschbeschuldigung zu vermuten. Nicht mal die Freisprüche nach Anklage, auch noch mal 5%, werden als Falschb. gewertet!

Insgesamt werden nicht mal ein Viertel der Beschuldigten auch verurteilt - selbst wenn man davon ausgeht, daß ein Teil der restlichen 75% schuldig ist, kann man doch anhand der Zahlen von einer Falschbeschuldigungsrate in der Nähe von 50% ausgehen. Aber wenn die Hauptautorin der Studie freimütig sagt, daß sie parteiisch für Frauen forscht, dann kann man halt keine Wissenschaftlichkeit erwarten. Wissenschaft heißt nämlich unparteiisch und unvoreingenoommen zu sein.

5-10% sind schon im Artikel widerlegt

> 5-10% Falschanschuldigungen

Bereits im Artikel wird eine Zahl 27% vs 33% bzgl. Falschanschuldigung vs. berechtigter Anschuldigung erwähnt.
Also schon fast Parität!
40% seien nicht eindeutig klärbar.
Bei diesem Gutachter kommen aber schon nur noch Fälle an, die nicht von vornherein als Falschanschuldigung abgewiesen wurden.
[...]

Bitte verzichten Sie auf nicht belegte Tatsachenbehauptungen, die wir nicht überprüfen können. Danke, die Redaktion/fk.

Internationale Studien...

Wenn ich schon das Wort "internationale Studien" höre, stellen sich mir schon die Zehennägel auf. Was heute so alles mit internationalen Studien belegt werden soll...

Ich sage es noch einmal. Solchen Studien sind aus den folgenden Gründen zu hinterfragen:

- Wer sind die Macher / Autoren / Finanziers der Studie?
- Welche Methodik wurde angewandt? Ist diese wissenschaftlich fundiert und anerkannt?
- Wenn ein Gericht unter Auferbietung von Beweismitteln wie Zeugen, Undizien, Sachverständigenaussagen u.s.w. offenbar in vielen Fällen zu keinem eindeutigen Ergebnis kommt, wie sollen da Studien mehr wissen? Indem die Macher der Studien die Opfer befragen und diesen zu 100% glauben? Das ist mir zu einfach.

@46 Widderfrau

Washat eigentlich das Problem, wie man eine wahre Aussage von einer falschen Aussage unterscheiden kann, mit dem Volontariat von Frau Rückert zu tun?.

Aberscheinbar geht der Horizont nicht über Sexualdelikte hinaus bei einigen Foristen. Das Problem zeigt sich genauso in Urteilen gegen Angehörige von Minderheiten, egal welches Delikt in Frage steht. Wenn es der Schwarze war, hat es früher die Voreingenommenen gefreut, und man war geneigt seinen Äusserungen nicht zu glauben. Das kann man aber auch nach Zeitgeist umdrehen.

Im übrigen wird dieses Phänomen sowohl bei der Lynchjustiz, bei Schauprozessen gegen politische Gegner genutzt, um sich der Legimation durch eine "Stimem zuversichern". Beider Inquisition war es auch tragendes Moment, trotz aller "Gesetzgebung".

Sie unterschätzen einfach in Ihrer Voreingenommenheit das Problem und Sie beweisen es: Ist jeder, der eine Banklehre gemacht hat ein gieriger Mensch?

So ist Ihre Argumentationskette, und sie entspricht genau dem, was die Autorin beschreibt. Wenn`s passt, ist es bewiesen. Ob die Argumente stimmig sind, wird nicht geprüft.