Umweltschutz Grüne Jedis

Die Greenpeace-Kampagne gegen Volkswagen ist ziemlich clever.

Der Rebellion haben sich bereits 203.512 Jedi angeschlossen, Stand Sonntagmorgen, 9 Uhr. Ihr Gegner: die dunkle Seite der Macht. Ihre Mission: das Böse bekehren.

So weit, so bekannt. Die Saga vom epischen Kampf zwischen Gut und Böse in einer fernen Galaxis ist älter als dreißig Jahre. Doch seit Kurzem tobt der Krieg der Sterne auf der Erde, zwischen zwei ganz Großen. Auf der dunklen Seite steht der Automobilkonzern Volkswagen, auf der Seite des Guten steht Greenpeace. Die Organisation liefert auch die moralische Einordnung. Und ihr Vorwurf an den Autohersteller lautet, Volkswagen baue zu wenig umweltfreundliche Fahrzeuge und lobbyiere gegen strengere Klimaschutzgesetze. Um die Vorwürfe herum hat Greenpeace ein komplettes Star Wars-Universum gebastelt. VW Darkside heißt das Ganze. Der Todesstern trägt ein VW-Logo, in zwei Videos treten als Star Wars-Helden verkleidete Kinder mit Lichtschwertern gegen einen bösen Mini-Darth-Vader an.

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Nach Ansicht von Duane Raymond, der mit seiner Firma Fairsay zahlreiche Nichtregierungsorganisationen bei Onlinekampagnen berät, spielt Greenpeace die Möglichkeit des Mediums Internet beispielhaft aus.

Erstens verwendet Greenpeace einen bekannten Kontext – auch weil es sich um eine Parodie handelt. VW hatte zuvor ein sehr populäres Werbevideo veröffentlicht, in dem ein als Darth Vader verkleidetes Kind die Hauptrolle spielt. Beim Werbefilmfestival in Cannes wurde der Spot jetzt mehrfach prämiert. Durch die Star Wars-Anlehnung hatte sich VW jedoch in ein klassisches Gut-Böse-Szenario begeben, das Greenpeace instrumentalisieren konnte. Zentraler Fehler der Autobauer dürfte gewesen sein, Darth Vader überhaupt als Sympathiefigur zu inszenieren – selbst wenn sich heute schon Dreijährige im Karneval so verkleiden.

Zweitens ist die Kampagne auch über den Film hinaus stimmig. Die dazugehörende Internetseite ist komplett in StarWars-Atmosphäre gehalten. Sogar die Sprache lehnt sich an die niedlichen Syntaxfehler des Jedi-Großmeisters Yoda an, des weisen Denkers hinter der Rebellion (»Warum Volkswagen, du fragst, hmm?«). Die Anspielungen verstehen Star Wars-Fans problemlos, und es dürfte ein weiterer Fehler von Volkswagen gewesen sein, ein Sujet gewählt zu haben, das der eigenen Kernzielgruppe tief vertraut ist. Wer mit den Filmen aufgewachsen ist, dürfte heute um die vierzig Jahre alt sein und somit im besten Alter potenzieller Neuwagenkäufer. Politisiert wurde er in einer Zeit des Kalten Krieges und der Umweltbewegung. Science-Fiction, Krieg und Umweltschutz – diese drei Themen verknüpft auch Greenpeace zum Nachteil von Volkswagen.

Leser-Kommentare
    • 9and10
    • 10.07.2011 um 10:01 Uhr

    ich arbeite selbst im marketing und gehöre zu der generation, die nicht mehr an werbespots glaubt, für die guerillia so wie diese kampagne durchaus clever erscheint, doch glaub ich, dass es sich greenpeace hier mal wieder zu einfach macht.

    Wahr ist, dass allein durch die Umstellung aller kfz in den USA auf EU-Norm, Energie in einem Umfang eingespart werden kann, der ausreicht, um 1,6 mrd. menschen mit strom zu versorgen, wahr ist allerdings auch, dass VW hauptsächlich in Europa entwickelt und deren Fahrzeuge im Gegensatz zu Gen motors, Ford und co. eher fortschrittlich sind. Ein Polo verbraucht weniger Sprit als ein Toyota Prius....

    Greenpeace, das war nichts.

    18 Leser-Empfehlungen
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    ... wenn man auf die Greenpeace Seite zu dieser Kampagne geht, da heißt es:

    "Turn VW away from the Dark Side." Und weiter unten: "[...] VW opposes key environmental laws we need if we’re going to stop our planet going the way of Alderaan (bye bye). But all is not lost. We feel the good in Volkswagen."

    Im Grunde kann sich Volkswagen also in der Tat bei Greenpeace bedanken für die zusätzliche Werbung! Und wer Wert auf ökologische Mobilität legt, weiß jetzt, dass er bei VW (fast) richtig ist. Warum nur "fast" und was VW nach Meinung von Greenpeace tun sollte, umd das zu ändern, steht ebenfalls auf der Kampagnenseite.

    Mir persönlich macht der Spot beide Seiten sympathisch (mag auch daran liegen, dass ich Star Wars Fan der ersten Stunde bin).

    • fa
    • 10.07.2011 um 12:10 Uhr

    sie schreiben, bei einer umstellung können 1,6milliarden mit strom versorgt werden. aha. eine nichtssagende aussage... für wie lange? wieviel co2 wird trotzdem absolut gesehen in die atmosphäre gepustet?
    diese verzerrten argumente werden immer ins feld geführt, um aktionen von umweltschützern zu diskreditieren.

    ein polo braucht weniger energieäquivalent sprit als ein prius? hallo? da zeigt zum beispiel der adac umweltreport etwas anderes. aber im marketing wird ja eher "geglaubt...".
    ich glaube, die menschen/konsumenten verstehen mehr, als sie glauben.

    greenpeace macht einen hervorragenden job. ohne die öffentlichkeitsarbeit von umweltverbände würden wir sonst komplett dem "greenwashing"-programm von marketingabteilungen glauben.

    grüße von der "guten seite der macht",

    fa

    ... wenn man auf die Greenpeace Seite zu dieser Kampagne geht, da heißt es:

    "Turn VW away from the Dark Side." Und weiter unten: "[...] VW opposes key environmental laws we need if we’re going to stop our planet going the way of Alderaan (bye bye). But all is not lost. We feel the good in Volkswagen."

    Im Grunde kann sich Volkswagen also in der Tat bei Greenpeace bedanken für die zusätzliche Werbung! Und wer Wert auf ökologische Mobilität legt, weiß jetzt, dass er bei VW (fast) richtig ist. Warum nur "fast" und was VW nach Meinung von Greenpeace tun sollte, umd das zu ändern, steht ebenfalls auf der Kampagnenseite.

    Mir persönlich macht der Spot beide Seiten sympathisch (mag auch daran liegen, dass ich Star Wars Fan der ersten Stunde bin).

    • fa
    • 10.07.2011 um 12:10 Uhr

    sie schreiben, bei einer umstellung können 1,6milliarden mit strom versorgt werden. aha. eine nichtssagende aussage... für wie lange? wieviel co2 wird trotzdem absolut gesehen in die atmosphäre gepustet?
    diese verzerrten argumente werden immer ins feld geführt, um aktionen von umweltschützern zu diskreditieren.

    ein polo braucht weniger energieäquivalent sprit als ein prius? hallo? da zeigt zum beispiel der adac umweltreport etwas anderes. aber im marketing wird ja eher "geglaubt...".
    ich glaube, die menschen/konsumenten verstehen mehr, als sie glauben.

    greenpeace macht einen hervorragenden job. ohne die öffentlichkeitsarbeit von umweltverbände würden wir sonst komplett dem "greenwashing"-programm von marketingabteilungen glauben.

    grüße von der "guten seite der macht",

    fa

    • marv_k
    • 10.07.2011 um 10:05 Uhr

    "...weil die Einflussnahme von Interessengruppen auf den Gesetzgeber der öffentlichen Meinung zufolge per se schlecht ist."

    Tun Bürgerbegehren und Gewerkschaften nicht das gleiche? Mir ist natürlich klar, dass dahinter ein größerer Personenkreis steht und nicht nur ein paar hohe Führungspersönlichkeiten wie im Fall von VW. Es sollte daher heißen, dass Einflussnahme von Unternehmen auf den Gesetzgeber per se schlecht ist.

    Des Weiteren kann man die Einflussnahme an der Gesetzgebung und das unzureichende Herstellen umweltfreundlicher Fahrzeug allen Großen Automobilkonzernen vorwerfen, oder?!

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    @2: Die Einflussnahme auf den Gesetzgeber durch einen Bürgerentscheid oder Gewerkschaften ist meiner Ansicht nach legitim, da diese "große" (was immer das nun auch heißen mag) Teile der Bevölkerung repräsentieren. Ein Teil ihrer Macht begründet sich einfach auf die Anzahl ihrer Anhänger was doch den demokratischen Prinzipien entspricht. Abgesehen davon dürften deren Vorgehen etwas transparenter sein als die Einflussnahme von Politikern die während ihrer Amtszeit oder danach einen lukrativen Posten in einem Aufsichtsrat erhalten. Ihre Entscheidungen waren jedoch natürlich stets unabhängig von irgendwelchen anderen Motiven. Was auch sonst? SG.

    @2: Die Einflussnahme auf den Gesetzgeber durch einen Bürgerentscheid oder Gewerkschaften ist meiner Ansicht nach legitim, da diese "große" (was immer das nun auch heißen mag) Teile der Bevölkerung repräsentieren. Ein Teil ihrer Macht begründet sich einfach auf die Anzahl ihrer Anhänger was doch den demokratischen Prinzipien entspricht. Abgesehen davon dürften deren Vorgehen etwas transparenter sein als die Einflussnahme von Politikern die während ihrer Amtszeit oder danach einen lukrativen Posten in einem Aufsichtsrat erhalten. Ihre Entscheidungen waren jedoch natürlich stets unabhängig von irgendwelchen anderen Motiven. Was auch sonst? SG.

  1. Finde die Kampagne nicht gelungen. Und zwar aus dem einfachen Grund weil ich die Star Wars Filme niemals gesehen habe (jaja, Schande über mich ;-).
    Für mich wirkt das so: Am Ende kommt ein grosser Laserstrahl aus einem Raumschiff mit VW- Logo. Und deswegen soll Volkswagen schlecht sein???

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    Das große Raumschiff ist der Todesstern, die stärkeste waffe des bösen Darth Vader (Junge mit schwarzem Helm).
    Wenn diese Waffe die das VW Logo trägt, nun die Erde beschießt...

    Bevor jetzt irgendein Kommentar in Richtung Star Wars freak kommt, ich bim selbst kein großer Fan des Ganzen.

    Und ausserdem war der Laserstrahl grün...das muss man auch anerkennen !
    Orginalfilme anschauen (wird echt Zeit!!!), nachdenken und dann schreiben !

    Ich fands witzig, aber General Motors mit seinen Spritschluckern wäre eine passendere "dunkle Macht" !

    dass Sie niemals die Star Wars Filme gesehen haben tut mir leid,was machten Sie denn als Kind ? Zeit zum Nachholen !,allerdings sollten Sie warten, bis Sie die Filme mal im Kino erleben können. Empfehle Teil 4 also eigentlich den ersten Teil aber das geht jetzt schon ins Eingemachte,.., alle drei Spots haben Ihre Berechtigung und sind lustig,was will man mehr?

    Das große Raumschiff ist der Todesstern, die stärkeste waffe des bösen Darth Vader (Junge mit schwarzem Helm).
    Wenn diese Waffe die das VW Logo trägt, nun die Erde beschießt...

    Bevor jetzt irgendein Kommentar in Richtung Star Wars freak kommt, ich bim selbst kein großer Fan des Ganzen.

    Und ausserdem war der Laserstrahl grün...das muss man auch anerkennen !
    Orginalfilme anschauen (wird echt Zeit!!!), nachdenken und dann schreiben !

    Ich fands witzig, aber General Motors mit seinen Spritschluckern wäre eine passendere "dunkle Macht" !

    dass Sie niemals die Star Wars Filme gesehen haben tut mir leid,was machten Sie denn als Kind ? Zeit zum Nachholen !,allerdings sollten Sie warten, bis Sie die Filme mal im Kino erleben können. Empfehle Teil 4 also eigentlich den ersten Teil aber das geht jetzt schon ins Eingemachte,.., alle drei Spots haben Ihre Berechtigung und sind lustig,was will man mehr?

  2. 4. Smile

    ... anstatt Hollywood zu spielen, sollten die einfach ihren Twingo äh SmILE in Serie bringen, wenn die davon so überzeugt sind, die Welt zu retten. Die von Greenpeace sind doch die ersten, die sich ein iPhone aus Alu holen, wenn Steve Jobs so cool ist.

  3. da spielt ein knirps den dunklen lord, doch seine anstrengungen reichen nicht aus, das auto zu bewegen.
    zeitgleich läuft ein king mit kapuze und den gleichen kräften herum, sammelt seine freunde ein und tritt mit gezogener waffe und der gruppe im rücken vor den vader-verschnitt - früher hieß sowas mobbing/ hänseln und ist nicht gerade die rühmlichste rolle auf dem spielplatz/ in der gesellschaft.

    zum todesstern: der laser ist komplett sinnfrei, es hätte eien animation folgen sollen, in der die atmosphäre erwärmt und die ozonschicht zersetzt wird, das käme der eigentlichen botschaft weitaus näher.
    stattdessen schwebt da am himmel ein unfertiges weltenuntergangs-tool mit vw logo.

    achja, ich hoffe, greenpeace hat bei lucas nachgefragt und die originalen szenen nicht widerrechtlich verwendet, sonst könnte die kampagne teuer werden :)

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    Vader, der böse Nazi, baut sich mit viel Einsatz ein schickes Auto und dann kommt da so ein wilder Sand-Mob an und will das dicke Auto abziehen - sonst "kriescht Fresse".

    Nur der grüne "Abzieh'n is' nich', selber arbeiten" - Strahl am Ende ist noch Utopie. Aktuell gibt es nur einen RebelBlutroten, der auf Darth Vader schiesst, wenn er es wagt sich zu wehren...

    Vader, der böse Nazi, baut sich mit viel Einsatz ein schickes Auto und dann kommt da so ein wilder Sand-Mob an und will das dicke Auto abziehen - sonst "kriescht Fresse".

    Nur der grüne "Abzieh'n is' nich', selber arbeiten" - Strahl am Ende ist noch Utopie. Aktuell gibt es nur einen RebelBlutroten, der auf Darth Vader schiesst, wenn er es wagt sich zu wehren...

  4. Vader, der böse Nazi, baut sich mit viel Einsatz ein schickes Auto und dann kommt da so ein wilder Sand-Mob an und will das dicke Auto abziehen - sonst "kriescht Fresse".

    Nur der grüne "Abzieh'n is' nich', selber arbeiten" - Strahl am Ende ist noch Utopie. Aktuell gibt es nur einen RebelBlutroten, der auf Darth Vader schiesst, wenn er es wagt sich zu wehren...

    • greuel
    • 10.07.2011 um 11:00 Uhr

    Vielleicht liegt es daran, dass das Image von VW an sich recht gut ist, aber bei Klimasündern fallen mir andere eher ein. Außerdem ist es nicht glücklich, einen gelungenen und sympathischen VW-Spot als Basis zu nehmen und diesen umzudrehen.

    Bei VW und CO2 fällt mir als Erstes ein, dass sie vor vielen Jahren schon dieses kleine 3-Liter-Auto hatten, das sie wieder vom Markt nehmen mussten, weil die Konsumenten nicht gewillt waren, etwas mehr zu bezahlen für den Umweltschutz.

    Schlecht gemacht ist der Spot allerdings nicht und der Schwenk zum Todesstern mit VW-Logo ist ganz nett. Man denkt bei den Bösen (was den Verbrauch angeht) aber doch eher an die amerikanische Autoindustrie. Zumindest aber muss man festhalten, dass sich die europäischen Autohersteller alle vermutlich nicht von der Position VWs unterscheiden.

    Was bei mir hängenbleibt ist die großartige Musik von John Williams und der Wunsch, die originale Trilogie noch einmal zu sehen.

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    regt sie zum nachdenken und informieren an. Was ist dran, an den Vorwürfen und der Stimmungsmache gegen VW?

    1-3 Liter-Autos stellt VW seit Jahren vor, aber wenn so kleine und sparsame Autos überteuert angeboten werden ist doch klar, dass sie niemand kauft. Sicher kann man für Effizienztechnologie (BlueMotion, etc.) Aufpreise verlangen, sofern sie neu sind und erst etabliert werden müssen. Nur: solche Aufpreise müssen sich in Grenzen halten (um für Konsumenten attraktiv/bezahlbar zu sein) und nach ein paar Jahren (der Lupo wurde 1998 - vor 13 Jahren - vorgestellt) serientauglich sein & als Standard eingebaut werden. Wenn man sich dann aber das "Massenmodell" Golf von VW anschaut, sieht das ziemlich rückschrittig für das Jahr 2011 aus: es gibt ja fast 70 versch. Golf-Modelle, davon eine limitierte Anzahl "BlueMotion" mit knapp 100g CO2/km - ganz gut, denkt man. Aber der Großteil der Golf-Modelle stößt mehr als 130g CO2/km aus (Basis-Modell Benziner: 149g CO2/km). Die Konkurrenz ist da weiter - selbst die amerikanische (Bsp Ford Focus, 95g Co2/km in Serie ab 2012).

    Nur ein Beispiel für das Greenwashing von VW. Man mag von der Art der Kampagne halten was man will, aber schaut man hinter die kulissen, weg von Joda und Darth Vader, zeigt sich, dass die Kritik berechtigt ist - was immer man daraus für Konsequenzen und zukünftigr Forderungen an den Konzern ableiten mag.

    regt sie zum nachdenken und informieren an. Was ist dran, an den Vorwürfen und der Stimmungsmache gegen VW?

    1-3 Liter-Autos stellt VW seit Jahren vor, aber wenn so kleine und sparsame Autos überteuert angeboten werden ist doch klar, dass sie niemand kauft. Sicher kann man für Effizienztechnologie (BlueMotion, etc.) Aufpreise verlangen, sofern sie neu sind und erst etabliert werden müssen. Nur: solche Aufpreise müssen sich in Grenzen halten (um für Konsumenten attraktiv/bezahlbar zu sein) und nach ein paar Jahren (der Lupo wurde 1998 - vor 13 Jahren - vorgestellt) serientauglich sein & als Standard eingebaut werden. Wenn man sich dann aber das "Massenmodell" Golf von VW anschaut, sieht das ziemlich rückschrittig für das Jahr 2011 aus: es gibt ja fast 70 versch. Golf-Modelle, davon eine limitierte Anzahl "BlueMotion" mit knapp 100g CO2/km - ganz gut, denkt man. Aber der Großteil der Golf-Modelle stößt mehr als 130g CO2/km aus (Basis-Modell Benziner: 149g CO2/km). Die Konkurrenz ist da weiter - selbst die amerikanische (Bsp Ford Focus, 95g Co2/km in Serie ab 2012).

    Nur ein Beispiel für das Greenwashing von VW. Man mag von der Art der Kampagne halten was man will, aber schaut man hinter die kulissen, weg von Joda und Darth Vader, zeigt sich, dass die Kritik berechtigt ist - was immer man daraus für Konsequenzen und zukünftigr Forderungen an den Konzern ableiten mag.

  5. Volkswagen wird sich für die kostenlose Werbung bedanken. Es werden sich bestimmt, alleine aus Neugierde heraus, einige den Werbespot anschauen. Zumindest die, die ihn noch nicht kennen und erst dank Greenpeace darauf aufmerksam geworden sind. Die erhoffte Wirkung, zu Gunsten von Greenpeace, wird wohl ausbleiben. Zumal der Spot keinerlei Aussagekraft hat. Am Ende steht der kleine Darth Vader noch als Opfer dar, dann geht die Aktion sogar nach hinten los.

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