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T-Shirt und Kopfkissen

T-SHIRT Auslauf für den Beagle

Es gibt Dinge, die man im Alltag nicht tut, wenn man erwachsen ist und auch so behandelt werden möchte. Deshalb darf Snoopy nur im Urlaub an die frische Luft. Er ist groß, schon sehr verwaschen, eins seiner schlackernden Schlappohren wurde vor zehn Jahren beim Bügeln etwas verwischt, aber er ist trotzdem immer sehr fröhlich. Und er tanzt eine Nachricht in die Welt: »I love life«. Sehr subtil, ich weiß.

Es ist nicht unbedingt so, dass mir Snoopy ausnehmend gut steht, er ist weit davon entfernt, figurbetont geschnitten zu sein, und in der Farbe nicht gerade schmeichelnd. Auf Fotos dominiert er auch die eindrucksvollsten Landschaften. Aber sobald ich ihn überziehe, ist es unmöglich, unentspannt zu sein. Snoopy verbreitet das ultimative Urlaubsgefühl: Ich kann anziehen, was ich will, und aussehen, wie ich will.

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Snoopy war mit im Familienurlaub in Tunesien, er hat schon eine Motorradtour in Vietnam hinter sich. Er hat mit mir im Yogaurlaub mit Blick auf den Wilden Kaiser Kopfstand gemacht. Und er hat mich natürlich auch begleitet, als ich im tibetischen Hochland gewandert bin. Nie hat ihn sein sonniges Gemüt verlassen. Nicht, als es in der Sahara dauerregnete, nicht, als zu hastig ausgewählte Mitreisende als Lieblingsthema ihre Verdauung entdeckten; selbst skeptische Blicke von Miturlaubern steckte er souverän weg. Er blieb stets gelassen und heiter. Das hat er mir voraus.

Nur wenn ich allein verreise, muss er ab und an im Koffer bleiben. Es hat sich herausgestellt, dass seine größten Fans überall auf der Welt meistens sprachlich noch nicht über freudiges Gequieke hinausgekommen sind, und manchmal will man sich ja auch im Urlaub mit Erwachsenen unterhalten. Anna Marohn

KOPFKISSEN Kuscheln mit Kautschuk

Wenn das Leben an einem runterzuhängen beginnt und die Verkäuferinnen an den Wursttheken immer seltener »junger Mann« sagen, dann wird es auch mit dem Schlafen schwieriger. Dann legt man sich nicht einfach mehr irgendwo hin, schließt die Augen und wacht am nächsten Morgen wieder auf. Es liegt nicht nur an der Matratze, die gebogen wie eine Hängematte sein konnte und heute fest und in der Oberfläche weich sein muss, sondern auch und vor allem am Kopfkissen. Bis vor gut einem Jahr maß mein Kissen 80 mal 80 Zentimeter, ein Format aus Tagen der Großmütter. Und jedes Mal, wenn der Körper nach einer neuen Schlafposition verlangte, musste ich das Kissen mit seiner Federfüllung zurechtruckeln und -stopfen und -zupfen. Mit anderen Worten: Ich schlug mir jede Nacht um die Ohren.

Jetzt misst mein Kissen 50 mal 70 Zentimeter, ist gefüllt mit natürlichen Kautschukflocken und in insgesamt vier Kammern aufgeteilt. Eine perfekte Minimatratze für Kopf und Nacken, auf meine Schlafgewohnheiten eingestellt. Deshalb ist es auf jeder Reise dabei. Egal, ob es in die Pension, in die Ferienwohnung oder ins Hotel geht. Selbst in komfortableren Häusern, die einen sogenannten pillow service anbieten, dem Gast also die Wahl zwischen einem Antiallergie-Kopfkissen oder einem Federkissen oder einem Kirschkernkopfkissen ermöglichen, ziehe ich mein eigenes heraus. Sie mögen nämlich noch so gut sein, die Fremdkissen, ich brauche mindestens zwei Nächte, um mich umzugewöhnen. Und nach zwei Nächten reise ich meist schon wieder ab. Mit dem eigenen Kopfkissen aber habe ich das home away from home-Gefühl. Und nach acht Stunden gutem Schlaf sagt manch eine Verkäuferin wieder »junger Mann« zu mir. Tomas Niederberghaus

Leserkommentare
  1. 1. So ...

    ... what?

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