Türkische Migranten Immer nur Islam?

Cigdem Toprak ist Alevitin und hält es für einen Fehler, mehr Gebetsräume einzurichten und Islamunterricht einzuführen.

»Finden Sie nicht, Sie verlangen da ein wenig zu viel Toleranz für den Islam?« Mit solchen Vorwürfen werde ich regelmäßig in Gespräche verwickelt, und zwar von wildfremden Menschen, die dann von mir erwarten, dass ich mit ihnen über islamische Gebetsräume streite – obwohl ich die selbst gar nicht möchte. Meine Eltern stammen aus der Türkei. Wir sind Aleviten und haben ein anderes Verständnis von Religion als sunnitische und schiitische Muslime. Bis heute wird unsere Community in der Türkei unterdrückt. 1993 starben bei einem Brandanschlag viele alevitische Intellektuelle und Künstler. Das »Sivas-Massaker« hat sich tief in unser Gedächtnis eingegraben.

Cigdem Toprak

Cigdem Toprak, 24, ist eine deutsch-türkische Alevitin und erfolgreiche Internetaktivistin. Sie studiert Politikwissenschaften sowie Friedens- und Konfliktforschung. Ihre deutschsprachige Seite cigdemtoprak.de ist die streitbarste in der hiesigen alevitischen Blogosphäre

Mir gefällt es nicht, wenn die Islam-Verbände in Deutschland immer auf »demokratische Religionsfreiheit« pochen. Denn ich glaube, sie führen in Wirklichkeit undemokratische Ziele im Schilde: Sie wollen, wie in der Türkei, die säkularen und nicht praktizierenden Muslime »islamisieren«. Zum Beispiel sind sie gegen eine Gleichstellung von Mann und Frau. Ich kann nur staunen, dass die vielen säkularen Türken, die in Deutschland leben, das so hinnehmen. Viele sind wohl einfach abgestumpft, weil sie das schon aus der Türkei kennen.

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Daher ist es politisch vollkommen falsch, für mehr Gebetsräume zu sorgen und Islamunterricht einzuführen. Was uns weiterbringt, wären mehr Kulturwochen und Ethikunterricht. Das würde den säkularen Deutsch-Türken den Raum geben, der ihnen bislang fehlt. Dass es Aleviten oder auch atheistische Türken gibt, ist vielen Deutschen nämlich nicht bewusst. Ständig kreist alles um »den Islam«. Das hilft nur denen, die sagen: Weil der Koran »heilig« sei, dürfe man ihn nicht eigenständig und modern auslegen. Das ist sehr gefährlich. Wenn mir selber überhaupt etwas heilig ist, dann das Einfordern von Menschenrechten.

 
Leser-Kommentare
  1. Ein guter und wichtiger Beitrag von Herrn Toprak. Viele Deutsche wissen gar nicht, dass Aleviten nie in die quasi staatlichen türkischen Moscheen (Ditib)in Deutschland gehen sondern selber einfache Versammlungsräume haben - aber nie die Moschee mit Minarett , wie oft vermutet.
    Nicht jeder Bürger türkischer Herkunft freut sich über eine neue Ditib Moschee in einer deutschen Stadt . Kopftücher und unterdrückte Frauen findet man bei Aleviten sowieso fast nicht. Leider findet die Stimme der Aleviten in der deutschen Presse zu wenig Gehör.

    41 Leser-Empfehlungen
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    • -Ziet-
    • 08.07.2011 um 19:48 Uhr

    Wie Cigdem Toprak in seinem Artikel ganz richtig hervorhebt, sind unter den Einwanderern aus der Türkei neben den Muslimen nicht nur Atheisten und Aleviten zu finden, sondern sogar mehrheitlich auch Muslime ohne Interesse an Religionsausübung, die nur wegen der Familie (u.a.) nicht "austreten" (was es sooo im Islam auch gar nicht gibt, daß man austreten könnte).

    Mithin sind die religiös aktiven Schiiten und Sunniten unter den Einwanderern aus der Türkei sogar eine Minderheit.

    Die aufdringliche Forderung in Deutschland nach Gleichstellung des Islam mit dem Christentum irritiert auch unter anderem Aspekt ... wenn schon, daß müßten auch Buddhisten und Hinduisten und andere große Religionen auf eine Stufe gestellt und gleichfalls staatliche Förderung, Kirchenhäuser, Religionslehrer und Aufnahme als Schulfach erhalten.

    Aber vorher sollte es eine Volksabstimmung darüber geben, ob man nicht lieber die Kirche zur Privatangelegenheit erklärt und sich in der Schule auf ein Ethikfach für alle beschränkt. Das ist eigentlich auch gar keine Beschränkung, sondern wäre in meinen Augen sogar ein Fortschritt. Und es entspräche unserer Verfassung, die eine Trennung von Staat und Religion vorsieht.

    Offiziell sollte das in der Türkei seit ~90 Jahren ja eigentlich auch so sein. Es wäre also ein leichtes, dies gegenüber der offiziellen Türkei auch so zu vertreten.

    • J.E.B.
    • 08.07.2011 um 19:57 Uhr

    Nicht ganz.

    Die alevitische Gemeinde hat es nämlich geschafft, als "Körperschaft öffentlichen Rechts" anerkannt zu werden.
    Das freut mich sehr für die Aleviten.

    Die islamischen Verbände und die "Türkische Gemeinde" sind vielzusehr damit beschäftigt, dem deutschen Staat mit Hinweis auf die grundgesetzlich garantierte
    Religionsfreiheit mehr islamische Religiosität abzuschwatzen als das GG überhaupt zuläßt, aber sich dagegen stemmt, das GG vorbehaltlos anzuerkennen.

    Sie bekommen es durch ihre Energieverschwendung, Gebetsräume in Schulen, Geschlechtertrennung beim Sport, kurz minutiös jede islamische Besonderheit einzufordern,
    nicht hin, eine Gesamtvertretung für alle in D lebenden Moslems einzurichten, die dann gegenüber dem Staat als Verantwortlich gilt.

    Das Verhalten der an der Islamkonfrenz teil nehmenden Verbände kommt mir so vor, als seien sie auf einem Basar wo darüber gefeilscht wird: so viel wie möglich Islam,
    n u r so viel GG wie nötig.

    So klappt das natürlich nicht.

    Es handelt sich hierbei um eine Autorin. also Frau Toprak.
    grüß

    • -Ziet-
    • 08.07.2011 um 19:48 Uhr

    Wie Cigdem Toprak in seinem Artikel ganz richtig hervorhebt, sind unter den Einwanderern aus der Türkei neben den Muslimen nicht nur Atheisten und Aleviten zu finden, sondern sogar mehrheitlich auch Muslime ohne Interesse an Religionsausübung, die nur wegen der Familie (u.a.) nicht "austreten" (was es sooo im Islam auch gar nicht gibt, daß man austreten könnte).

    Mithin sind die religiös aktiven Schiiten und Sunniten unter den Einwanderern aus der Türkei sogar eine Minderheit.

    Die aufdringliche Forderung in Deutschland nach Gleichstellung des Islam mit dem Christentum irritiert auch unter anderem Aspekt ... wenn schon, daß müßten auch Buddhisten und Hinduisten und andere große Religionen auf eine Stufe gestellt und gleichfalls staatliche Förderung, Kirchenhäuser, Religionslehrer und Aufnahme als Schulfach erhalten.

    Aber vorher sollte es eine Volksabstimmung darüber geben, ob man nicht lieber die Kirche zur Privatangelegenheit erklärt und sich in der Schule auf ein Ethikfach für alle beschränkt. Das ist eigentlich auch gar keine Beschränkung, sondern wäre in meinen Augen sogar ein Fortschritt. Und es entspräche unserer Verfassung, die eine Trennung von Staat und Religion vorsieht.

    Offiziell sollte das in der Türkei seit ~90 Jahren ja eigentlich auch so sein. Es wäre also ein leichtes, dies gegenüber der offiziellen Türkei auch so zu vertreten.

    • J.E.B.
    • 08.07.2011 um 19:57 Uhr

    Nicht ganz.

    Die alevitische Gemeinde hat es nämlich geschafft, als "Körperschaft öffentlichen Rechts" anerkannt zu werden.
    Das freut mich sehr für die Aleviten.

    Die islamischen Verbände und die "Türkische Gemeinde" sind vielzusehr damit beschäftigt, dem deutschen Staat mit Hinweis auf die grundgesetzlich garantierte
    Religionsfreiheit mehr islamische Religiosität abzuschwatzen als das GG überhaupt zuläßt, aber sich dagegen stemmt, das GG vorbehaltlos anzuerkennen.

    Sie bekommen es durch ihre Energieverschwendung, Gebetsräume in Schulen, Geschlechtertrennung beim Sport, kurz minutiös jede islamische Besonderheit einzufordern,
    nicht hin, eine Gesamtvertretung für alle in D lebenden Moslems einzurichten, die dann gegenüber dem Staat als Verantwortlich gilt.

    Das Verhalten der an der Islamkonfrenz teil nehmenden Verbände kommt mir so vor, als seien sie auf einem Basar wo darüber gefeilscht wird: so viel wie möglich Islam,
    n u r so viel GG wie nötig.

    So klappt das natürlich nicht.

    Es handelt sich hierbei um eine Autorin. also Frau Toprak.
    grüß

  2. Danke für diesen wunderbaren Artikel!Leider werden ihn die Verantwortlichen des Dilemmas nicht lesen....da muß man schon andere Geschütze auffahren!Leider!

    26 Leser-Empfehlungen
    • -Ziet-
    • 08.07.2011 um 19:48 Uhr

    Wie Cigdem Toprak in seinem Artikel ganz richtig hervorhebt, sind unter den Einwanderern aus der Türkei neben den Muslimen nicht nur Atheisten und Aleviten zu finden, sondern sogar mehrheitlich auch Muslime ohne Interesse an Religionsausübung, die nur wegen der Familie (u.a.) nicht "austreten" (was es sooo im Islam auch gar nicht gibt, daß man austreten könnte).

    Mithin sind die religiös aktiven Schiiten und Sunniten unter den Einwanderern aus der Türkei sogar eine Minderheit.

    Die aufdringliche Forderung in Deutschland nach Gleichstellung des Islam mit dem Christentum irritiert auch unter anderem Aspekt ... wenn schon, daß müßten auch Buddhisten und Hinduisten und andere große Religionen auf eine Stufe gestellt und gleichfalls staatliche Förderung, Kirchenhäuser, Religionslehrer und Aufnahme als Schulfach erhalten.

    Aber vorher sollte es eine Volksabstimmung darüber geben, ob man nicht lieber die Kirche zur Privatangelegenheit erklärt und sich in der Schule auf ein Ethikfach für alle beschränkt. Das ist eigentlich auch gar keine Beschränkung, sondern wäre in meinen Augen sogar ein Fortschritt. Und es entspräche unserer Verfassung, die eine Trennung von Staat und Religion vorsieht.

    Offiziell sollte das in der Türkei seit ~90 Jahren ja eigentlich auch so sein. Es wäre also ein leichtes, dies gegenüber der offiziellen Türkei auch so zu vertreten.

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    • an-i
    • 08.07.2011 um 19:50 Uhr

    ..hört man auch was anderes, nicht nur immer dieses gejammer "ich bin eine Muslima". Geht mich ehrlich gesagt auch nichts an. Religion ist eine reine Privatsache, und so soll es auch bleiben.

    33 Leser-Empfehlungen
  3. Generell stimme ich mit dem Bericht in weiten Teilen überein, nur den Header "Nicht alle türkischen Migranten sind Muslime." finde ich etwas irreführend, da Aleviten zwar keine Sunniten oder Schiiten sind, aber dennoch Muslime sind. Eben nur eine andere Richtung vertreten.

    Wie Islamunterricht in der Schule umgesetzt wird ist nochmals eine ganz andere Frage. Natürlich macht es wenig Sinn, wenn ein sunnitischer Hoca alevitische oder schiitische Muslime unterrichtet. Eine in Islamwissenschaften ausgebildete Lehrkraft und ein entsprechender Lehrplan, der alle Religionsgruppen einschließt, dagegen könnte jedem gerecht werden.

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    Ich denke, es sollte den Aleviten überlassen bleiben, ob sie sich als Muslime verstehen oder nicht. Auch das fällt unter Religionsfreiheiten, die auch jeder deutsche Oberlehrer akzeptieren sollte.

    Danke für diesen Artikel, Frau Toprak.
    Moderate Aleviten sind definitiv einen Schritt voraus in der leidigen Integrations- und Religionsdebatte, darunter gibt es viele unbekannte und leider oft auch tragische Heldinnen und Helden.

    Es ist eine Schande, wie der Beitrag dieser Aleviten, der oft unter hohen persönlichen Opfern erbracht wird, in Deutschland aus Unwissenheit oder politischem Kalkül unter den Teppich gekehrt wird.

    Ich denke, es sollte den Aleviten überlassen bleiben, ob sie sich als Muslime verstehen oder nicht. Auch das fällt unter Religionsfreiheiten, die auch jeder deutsche Oberlehrer akzeptieren sollte.

    Danke für diesen Artikel, Frau Toprak.
    Moderate Aleviten sind definitiv einen Schritt voraus in der leidigen Integrations- und Religionsdebatte, darunter gibt es viele unbekannte und leider oft auch tragische Heldinnen und Helden.

    Es ist eine Schande, wie der Beitrag dieser Aleviten, der oft unter hohen persönlichen Opfern erbracht wird, in Deutschland aus Unwissenheit oder politischem Kalkül unter den Teppich gekehrt wird.

    • J.E.B.
    • 08.07.2011 um 19:57 Uhr

    Nicht ganz.

    Die alevitische Gemeinde hat es nämlich geschafft, als "Körperschaft öffentlichen Rechts" anerkannt zu werden.
    Das freut mich sehr für die Aleviten.

    Die islamischen Verbände und die "Türkische Gemeinde" sind vielzusehr damit beschäftigt, dem deutschen Staat mit Hinweis auf die grundgesetzlich garantierte
    Religionsfreiheit mehr islamische Religiosität abzuschwatzen als das GG überhaupt zuläßt, aber sich dagegen stemmt, das GG vorbehaltlos anzuerkennen.

    Sie bekommen es durch ihre Energieverschwendung, Gebetsräume in Schulen, Geschlechtertrennung beim Sport, kurz minutiös jede islamische Besonderheit einzufordern,
    nicht hin, eine Gesamtvertretung für alle in D lebenden Moslems einzurichten, die dann gegenüber dem Staat als Verantwortlich gilt.

    Das Verhalten der an der Islamkonfrenz teil nehmenden Verbände kommt mir so vor, als seien sie auf einem Basar wo darüber gefeilscht wird: so viel wie möglich Islam,
    n u r so viel GG wie nötig.

    So klappt das natürlich nicht.

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    "Die islamischen Verbände und die "Türkische Gemeinde" sind vielzusehr damit beschäftigt, dem deutschen Staat mit Hinweis auf die grundgesetzlich garantierte
    Religionsfreiheit mehr islamische Religiosität abzuschwatzen als das GG überhaupt zuläßt, aber sich dagegen stemmt, das GG vorbehaltlos anzuerkennen.

    ...

    Das Verhalten der an der Islamkonfrenz teil nehmenden Verbände kommt mir so vor, als seien sie auf einem Basar wo darüber gefeilscht wird: so viel wie möglich Islam,
    n u r so viel GG wie nötig.

    So klappt das natürlich nicht."

    Natürlich nicht. Vor allem dann nicht, wenn man auf der anderen Seite des Tisches einen deutschen Staat hat, der sich auf dieses Spiel einläßt und durch die Einberufung einer ominösen "Islamkonferenz" den Eindruck erweckt, als sei es Verhandlungssache, wieviel Grundgesetz und wieviel Islam hier in Deutschland stattfinden. Dabei gilt das Grundgesetz ohne Wenn und Aber und für jedermann, auch für die hier lebenden Muslime. Das betrifft unter anderem die Gleichstellung von Mann und Frau in juristischer Hinsicht wie überall im öffentlichen Leben sowie die Einhaltung westlicher, d.h., demokratisch-rechtsstaatlicher Prinzipien, wo weltliches und nicht religiöses Recht gilt.

    "Die islamischen Verbände und die "Türkische Gemeinde" sind vielzusehr damit beschäftigt, dem deutschen Staat mit Hinweis auf die grundgesetzlich garantierte
    Religionsfreiheit mehr islamische Religiosität abzuschwatzen als das GG überhaupt zuläßt, aber sich dagegen stemmt, das GG vorbehaltlos anzuerkennen.

    ...

    Das Verhalten der an der Islamkonfrenz teil nehmenden Verbände kommt mir so vor, als seien sie auf einem Basar wo darüber gefeilscht wird: so viel wie möglich Islam,
    n u r so viel GG wie nötig.

    So klappt das natürlich nicht."

    Natürlich nicht. Vor allem dann nicht, wenn man auf der anderen Seite des Tisches einen deutschen Staat hat, der sich auf dieses Spiel einläßt und durch die Einberufung einer ominösen "Islamkonferenz" den Eindruck erweckt, als sei es Verhandlungssache, wieviel Grundgesetz und wieviel Islam hier in Deutschland stattfinden. Dabei gilt das Grundgesetz ohne Wenn und Aber und für jedermann, auch für die hier lebenden Muslime. Das betrifft unter anderem die Gleichstellung von Mann und Frau in juristischer Hinsicht wie überall im öffentlichen Leben sowie die Einhaltung westlicher, d.h., demokratisch-rechtsstaatlicher Prinzipien, wo weltliches und nicht religiöses Recht gilt.

  4. Leider ist unsere Gesellschaft und vor allem die Politik mit einer differenzierten Beurteilung der geschehenen Immigration im Rückstand und teilweise auch völlig überfordert.
    Herr Toprak erklärt seine Interessen, dass er die der aufnehmenden Gesellschaft wahrnimmt, lese ich nicht heraus. Die Zeit präsentiert hier, wie so häufig, den Vertreter (Lobbyisten) einer Migrantengruppe, der möchte, dass die Probleme seiner Gruppe gelöst werden. Da stellt sich die Frage: Wievielen verschiedenen Gruppen kann unsere Gesellschaft eigentlich gerecht werden - und werden wir uns damit selbst gerecht ?

  5. Das hilft nur denen, die sagen: Weil der Koran »heilig« sei, dürfe man ihn nicht eigenständig und modern auslegen. Das ist sehr gefährlich.

    Das ist nicht gefährlich, dies ist die Wahrheit, jedenfalls laut Koran.

    Mit den Aleviten hat die deutsche Gesellschaft im Normalfall auch weniger Probleme, diese stellen aber auch eine Minderheit unter den Türken, ob dies nun ein Kriterium für eine Mehrheitsmeinung der restlichen Türken ist, bleibt der Logik des Lesers überlassen.

    Solange die Mehrheit der Deutschen und Europäer den Islam nicht nach Europa verordnet,die Mehrheit der muslimischen Migranten bei der eigenen Kultur bleibt und nicht die Leitkultur des jeweiligen christlich-europäischen Landes annimmt (neudeutsch Parallelgesellschaft), ist dies ein mutiges Experiment, welches erstaunlich lange friedlich geblieben ist.

    Zu hoffen bleibt, daß dieser Zustand anhält. Erfolgreich scheint so ein religiöser Schmelztiegel nur unter einem repressiven Staat zu funktionieren und selbst da platzt die Naht irgendwann. Siehe Kaukasus, oder der Balkan.

    Rein geschichtlich verordnet scheidet sich der Weg, das Christentum z.B. zog sich aus seinem Kernland (Mittlerer Osten) zurück, machte dem Islam Platz und verblieb in Europa.

    Vom Ende dieser Geschichte können unsere Enkel und deren Kinder berichten, diese wissen dann mehr.

    Eine Leser-Empfehlung
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    "Das ist nicht gefährlich, dies ist die Wahrheit, jedenfalls laut Koran."

    Laut Koran sind die Schriftsätze WORT- und somit nicht zwingend KONTEXTtreu, sonst entbehrten die diversen Glaubens- und Rechtschulen innerhalb der islamischen Glaubenssphäre jedweder Legitimation.

    Da sich Ihre Kenntnisse hierbei von besonderer Dürftigkeit auszeichnen, lege ich Ihnen diesen Link besonders nahe:

    http://www.rg-islam.de/Ko...

    "Mit den Aleviten hat die deutsche Gesellschaft im Normalfall auch weniger Probleme"

    Hiermit implzieren Sie eine immanente Problemlastigkeit, welche nach Ihrer Auffassung den verbliebenen Glaubensströmungen vorgehalten werden darf, obwohl der Großteil der nichtalevitischen Glaubenszugehörigen weder plündernd und pöbelnd noch brandschatzend und vergewaltigend durch deutsche Lande zieht. Merkwürdig, was? ^^

    "Solange die Mehrheit der Deutschen und Europäer den Islam nicht nach Europa verordnet,(...)ist dies ein mutiges Experiment, welches erstaunlich lange friedlich geblieben ist."

    Das liegt daran, dass die geopolitischen Konfliktanlässe der arabischen Völker als Erklärung für soziokulturelle Verwerfungen in Problembezirken zu offensichtlich keinen brauchbaren Ansatz ergeben. Sie gehören zu jener begriffsresistenten Klientel, die Islamkritik unter anspruchslosen Maßstäben zu verbreiten versucht.

    "Zu hoffen bleibt, daß dieser Zustand anhält. Erfolgreich scheint so ein religiöser Schmelztiegel nur unter einem repressiven Staat zu funktionieren und selbst da platzt die Naht irgendwann. Siehe Kaukasus, oder der Balkan."

    Der auf dem Balkan zu Beginn der 90-ger Jahre ausgebrochene Krieg gründete auf einer nationalchauvenistischen Terretorial- und Grenzneuordung zugunsten einer Großserbischen Idee, welche zulasten der kroatischen und bosniakischen Bevölkerung hätte durchgeführt werden sollen. Die religiösen Zugehörigkeiten spielten im Balkankonflikt erst in seiner Spätphase eine vordergründige Mit- und keine Hauptrolle.

    Ernsthaft, ihre vergleichenden Wertungen sind wert- und nutzlos. Sie generieren Alleinstellungsmerkmale, um Sie mit subtiler Niederrtacht auf eine Weltreligion mit 1,3 Milliaden Angehörigen projezieren. Eine hiermit schlüssige Bezugsherstellung zu den soziokulturellen, politsichen, historischen und ökonomischen Einflußfaktoren zu erwirken, ist aufgrund der Schlichtheit Ihrer Auffassungen nicht möglich.

    Die sehr aktiven christlichen Gemeinden wurden vom militaten Islam verdrängt, bzw. vernichtet.
    Wie lebendig das christliche Leben vor der Islamisierung war bezeugen die vielen, wertvollen alten christlichen Kirchenruinen in der Tükei.
    Verständlich, dass die Überlebenden sich westwärts abgesetzt haben.

    "Das ist nicht gefährlich, dies ist die Wahrheit, jedenfalls laut Koran."

    Laut Koran sind die Schriftsätze WORT- und somit nicht zwingend KONTEXTtreu, sonst entbehrten die diversen Glaubens- und Rechtschulen innerhalb der islamischen Glaubenssphäre jedweder Legitimation.

    Da sich Ihre Kenntnisse hierbei von besonderer Dürftigkeit auszeichnen, lege ich Ihnen diesen Link besonders nahe:

    http://www.rg-islam.de/Ko...

    "Mit den Aleviten hat die deutsche Gesellschaft im Normalfall auch weniger Probleme"

    Hiermit implzieren Sie eine immanente Problemlastigkeit, welche nach Ihrer Auffassung den verbliebenen Glaubensströmungen vorgehalten werden darf, obwohl der Großteil der nichtalevitischen Glaubenszugehörigen weder plündernd und pöbelnd noch brandschatzend und vergewaltigend durch deutsche Lande zieht. Merkwürdig, was? ^^

    "Solange die Mehrheit der Deutschen und Europäer den Islam nicht nach Europa verordnet,(...)ist dies ein mutiges Experiment, welches erstaunlich lange friedlich geblieben ist."

    Das liegt daran, dass die geopolitischen Konfliktanlässe der arabischen Völker als Erklärung für soziokulturelle Verwerfungen in Problembezirken zu offensichtlich keinen brauchbaren Ansatz ergeben. Sie gehören zu jener begriffsresistenten Klientel, die Islamkritik unter anspruchslosen Maßstäben zu verbreiten versucht.

    "Zu hoffen bleibt, daß dieser Zustand anhält. Erfolgreich scheint so ein religiöser Schmelztiegel nur unter einem repressiven Staat zu funktionieren und selbst da platzt die Naht irgendwann. Siehe Kaukasus, oder der Balkan."

    Der auf dem Balkan zu Beginn der 90-ger Jahre ausgebrochene Krieg gründete auf einer nationalchauvenistischen Terretorial- und Grenzneuordung zugunsten einer Großserbischen Idee, welche zulasten der kroatischen und bosniakischen Bevölkerung hätte durchgeführt werden sollen. Die religiösen Zugehörigkeiten spielten im Balkankonflikt erst in seiner Spätphase eine vordergründige Mit- und keine Hauptrolle.

    Ernsthaft, ihre vergleichenden Wertungen sind wert- und nutzlos. Sie generieren Alleinstellungsmerkmale, um Sie mit subtiler Niederrtacht auf eine Weltreligion mit 1,3 Milliaden Angehörigen projezieren. Eine hiermit schlüssige Bezugsherstellung zu den soziokulturellen, politsichen, historischen und ökonomischen Einflußfaktoren zu erwirken, ist aufgrund der Schlichtheit Ihrer Auffassungen nicht möglich.

    Die sehr aktiven christlichen Gemeinden wurden vom militaten Islam verdrängt, bzw. vernichtet.
    Wie lebendig das christliche Leben vor der Islamisierung war bezeugen die vielen, wertvollen alten christlichen Kirchenruinen in der Tükei.
    Verständlich, dass die Überlebenden sich westwärts abgesetzt haben.

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