Stuttgart 21 Projekt Leuchtturm
Stuttgart 21 verschlingt Milliarden, die für den Ausbau des Schienengüterverkehrs fehlen.
© Sean Gallup/Getty Images

Bahngleise bei Neuseddin (nahe Potsdam)
In diesen Tagen steht wieder ein Volkshochschulkurs in Eisenbahnwesen an. Wenn Heiner Geißler (CDU) dem Fernsehpublikum die Ergebnisse des Stresstests von Stuttgart 21 offiziell vorstellt, wird er über Haltezeiten und Taktfahrpläne referieren. Der Chefschlichter wird sich um eine verständliche Sprache bemühen. Den Bahnhofsstreit beenden wird er nicht, ebenso wenig die Frage beantworten, ob das Geld für den Prestigebau nicht sinnvoller investiert werden könnte.
Der Tiefbahnhof und die daran geknüpfte Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm werden derzeit mit sieben Milliarden Euro veranschlagt. Dass es dabei bleibt, ist wenig wahrscheinlich. Schon vor drei Jahren bezifferte der Bundesrechnungshof in einem Bericht an den Bundestags-Haushaltsausschuss die Kosten für das Gesamtprojekt auf 8,5 Milliarden Euro – eine Summe, die die Finanzkontrolleure bis heute für realistisch halten. Andere rechnen mit noch höheren Summen. Anton Hofreiter etwa, Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag (Grüne), geht von »zehn Milliarden Euro oder mehr« aus.
Doch selbst wenn es nicht zu Kostensteigerungen käme, bliebe Stuttgart 21 das wohl umstrittenste Investitionsvorhaben der Republik. Zweifel gibt es vor allem am Nutzen für den Verkehr. »Ein Leuchtturmprojekt«, sagt Alexander Eisenkopf, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesverkehrsministers. »Eine Verschwendung von Steuermilliarden«, sagt Alexander Kirfel, Geschäftsführer des Netzwerks Privatbahnen, eines Zusammenschlusses von rund zwei Dutzend privater Bahnfirmen.
Vor allem dem Güterverkehr nutzt weder der Tiefbahnhof noch die neue Schnellstrecke hinauf auf die Schwäbische Alb. Schon die Alttrasse über die Geislinger Steige sei für voll beladene Güterzüge nur mit einer zusätzlichen Lok zu bewältigen, sagt Kirfel. Die Neubaustrecke sei noch steiler und deshalb erst recht untauglich. Für Kirfel »eine einzige Perversion«.
Die Beschwerde trifft einen Nerv der Verkehrspolitik. Wenn überhaupt, kommt Stuttgart 21 nur dem Personenverkehr zugute, so wie die meisten Schienenprojekte, in die seit der Bahnreform Mitte der neunziger Jahre mehr als 20 Milliarden Euro geflossen sind. Das viele Geld lockte zwar kaum mehr Menschen in die Fernzüge der DB AG, es fehlte aber beim Ausbau des Schienennetzes für die Güterzüge.
Das Prekäre daran: Während laut amtlicher Prognose der Personenverkehr in den kommenden zehn, zwanzig Jahren kaum noch zunehmen wird, ist beim Güterverkehr mit einem Zuwachs von rund 70 Prozent zu rechnen. Mangels Infrastruktur wird die Fracht überwiegend auf der Straße landen und dort für noch mehr Staus sorgen – ganz anders, als es Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nach seinem Amtsantritt versprach. Damals redete er davon, den Güterverkehrszuwachs »möglichst vollständig auf die Schiene zu bringen«.
Ein frommer Wunsch. Von Tag zu Tag wird deutlicher, was auf Deutschlands Schienenwegen herrscht: Platzmangel. »Wer mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen«, forderte deshalb Jürgen Fenske, der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, bereits vor knapp einem Jahr.
- Datum 22.07.2011 - 16:30 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.7.2011 Nr. 30
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Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich sachlich. Danke. Die Redaktion/er
Da der neue Bahnhof jetzt wohl gebaut wird. Hier für alle Nostalgiker unser virtuelles Modell des Alten vom letzten November.
http://www.syborgstudios....
S 21 hat zweifelsfrei tlw große Unruhe erzeugt.
Man hätte gedacht, "die Bürger" oder das Volk ist/sind lernfähig und begreifen endlich einmal die Strukturen. Aber offensichtlich ist "die Mehrheit" der Deutschen einfach nicht lernfähig, obwohl gerade dieses Verfahren das geradezu überdeutlich gemacht hat.
Die parlamentarische, repräsentative Demokratie, die aus unerfindlichen Gründen ebenfalls demokratischen Strukturen zugerechnet wird, hält den Bürger ohnmächtig und hilflos, ohne jeden Einfluss. Und so steht das nicht in unserer Verfassung.
Die einzige Möglichkeit, wenn die Bürger Einfluss auf einzelne Entscheidungen nehmen wollen, und dabei handelt es sich bei S 21, ist die direkte Demokratie mindestens in der Form der Schweiz. Man kann der Schweiz nur schwerlich unterstellen, dass die Schweiz im Kommunismus lebe.
In allen anderen Systemen ist der Bürgr hilflos und ohnmächtig der Staatsgewalt auf Gedeih und verderb ausgeliefert.
Es gibt nur diesen einen einzigen Weg. Entweder ist der Bürger mit Diktaturen oder diktaturähnlichen Systemen einverstanden, wie das in Deutschland der Fall ist, dann darf er auch nicht maulen -
oder er muss die Struktur auf eine direkte Demokratie abändern.
Es gibt nun mal keinen anderen Weg.
... ab einer gewissen Größe ( Anzahl ) wird das System unbeweglich.
Was wir brauchen, sind Menschen, die a) wählen gehen, b) nicht igendwelchen Parolen folgen, sondern ihrem eigenen Verstand vertrauen, c) die sich nicht gebauchpinselt fühlen, wenn der "Abgeordnete" sie angrinst, d) die den Abgeordneten zum Rapport in den Wahlkreis bestellen und nachfragen, nachfragen, nachfragen ... bis alles klar ist.
Nur so wird das was mit der Demokratie.
Super Totschlagargumente NicolaiP.
Sicher wird direkte Demokratie auf Bundesebene Schwierig, aber Waehler gewinnt man wenn Waehler das gefuehl haben das ihr Stimme was bewirkt. Nichtwaehlen ist uebriegens eine legitimes Mittel um zu zeigen das man mit der Politik im allgemeinen nicht eiverstanden ist und sollte nicht nur abwertend als desinteresse angesehen werden.
Wenn man jedoch die Politik mehr dezentralisieren wuerde, um direkte Demokratie anzuwenden, koennte man Peinlichkeiten wie Stuttgard 21 Zukuenftig vermeiden.
Wenn der Politiker ein projekt Bewerben muesste und die Finanzierung glas klar offenlegt.
Wuerden am Ende alle an einem Strag ziehen. Weil man sich eben mehrheitlich dafuer entschieden hat.
Sicher ist das bei zunehmenden Zentralisierung schwierig.
Ich glaube das ma sich darum aber keine Sorgen machen muss, Zukuenftig wird es als gegenreaktion zur EU, starke Bewegungen in Richtung direkter und dezentralisierte Demokratie geben. so das sich die werten Parlamentarier am Ende wohl selbst ins Aus schiessen.
und so wird der Politiker den Zorn des Volkes in Zukunft hoffendlich noch oft zu spueren bekommen !
wenn er mit dem System einverstanden ist, warum tun Sie s
dann? Im uebrigen werden Sie ja sehr wahrscheinlich Ihr
Referendum bekommen. Und was ist, wenn das Ergebnis Ihnen
nicht passt?
Eine Abänderung würde auch alles viel einfacher machen. Wenn für jede Nichtabgegebene und für jede Ungültige Stimme die Plätze im Parlament freiblieben, statt dass man die den anderen Parteistimmen zu tut, hätten wir ein Parlament, was zur Hälfte leer wäre(d.h. wo die Nichtwähler von niemanden repräsentiert werden) und das Parlament wäre nicht mehr mehrheitsfähig. DANN würde sich die Politik sehr schnell ändern, damit man wenigstens seinen Arbeitsplatz erhält....
... ab einer gewissen Größe ( Anzahl ) wird das System unbeweglich.
Was wir brauchen, sind Menschen, die a) wählen gehen, b) nicht igendwelchen Parolen folgen, sondern ihrem eigenen Verstand vertrauen, c) die sich nicht gebauchpinselt fühlen, wenn der "Abgeordnete" sie angrinst, d) die den Abgeordneten zum Rapport in den Wahlkreis bestellen und nachfragen, nachfragen, nachfragen ... bis alles klar ist.
Nur so wird das was mit der Demokratie.
Super Totschlagargumente NicolaiP.
Sicher wird direkte Demokratie auf Bundesebene Schwierig, aber Waehler gewinnt man wenn Waehler das gefuehl haben das ihr Stimme was bewirkt. Nichtwaehlen ist uebriegens eine legitimes Mittel um zu zeigen das man mit der Politik im allgemeinen nicht eiverstanden ist und sollte nicht nur abwertend als desinteresse angesehen werden.
Wenn man jedoch die Politik mehr dezentralisieren wuerde, um direkte Demokratie anzuwenden, koennte man Peinlichkeiten wie Stuttgard 21 Zukuenftig vermeiden.
Wenn der Politiker ein projekt Bewerben muesste und die Finanzierung glas klar offenlegt.
Wuerden am Ende alle an einem Strag ziehen. Weil man sich eben mehrheitlich dafuer entschieden hat.
Sicher ist das bei zunehmenden Zentralisierung schwierig.
Ich glaube das ma sich darum aber keine Sorgen machen muss, Zukuenftig wird es als gegenreaktion zur EU, starke Bewegungen in Richtung direkter und dezentralisierte Demokratie geben. so das sich die werten Parlamentarier am Ende wohl selbst ins Aus schiessen.
und so wird der Politiker den Zorn des Volkes in Zukunft hoffendlich noch oft zu spueren bekommen !
wenn er mit dem System einverstanden ist, warum tun Sie s
dann? Im uebrigen werden Sie ja sehr wahrscheinlich Ihr
Referendum bekommen. Und was ist, wenn das Ergebnis Ihnen
nicht passt?
Eine Abänderung würde auch alles viel einfacher machen. Wenn für jede Nichtabgegebene und für jede Ungültige Stimme die Plätze im Parlament freiblieben, statt dass man die den anderen Parteistimmen zu tut, hätten wir ein Parlament, was zur Hälfte leer wäre(d.h. wo die Nichtwähler von niemanden repräsentiert werden) und das Parlament wäre nicht mehr mehrheitsfähig. DANN würde sich die Politik sehr schnell ändern, damit man wenigstens seinen Arbeitsplatz erhält....
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf Werbepostings. Die Redaktion/ag
der zwar sanierungsbedürftige, jedoch leistungsfägige und repräsentative Stuttgarter Bahnhof soll aber samt vielen km Zulauf in Schräglage vergraben und versteckt werden.
Vielleicht sind ja auch jene Leuchttürme gemeint, die für die Autoindustrie in die Höhe wachsen: die lange Tunnelfahrerei mit unsympathischem Grubenbahnhof macht Autofahren wieder interessanter; horrende Mittel werden in ein weitestgehend nutzloses Projekt gesteckt, die bei der Ertüchtigung der Güterbahn bitter fehlen - ein Leuchtturm für die LKW-Lobby.
Die Behauptung die Strecke Stuttgart-Ulm-(München) wäre früher, als die Strecke noch besser in Schuss war, schneller befahren worden, ist schlicht und einfach die Unwahrheit. Die Strecke lässt keine schnellere Geschwindigkeit zu. Zum Beweis ein Ausschnitt des Fahrplans von 1977. Die IC-Züge benötigten damals genauso lang wie heute.
http://foto.arcor-online....
"Die Strecke lässt keine schnellere Geschwindigkeit zu." ist "schlicht und einfach die Unwahrheit". Z.B. im Winterfahrplan 1986/87 wurde die Strecke mit 2Std 05Min bewältigt. http://www.ice-treff.de/i.... Das ist schneller als auf Ihrer Kursbuchseite.
Die Aussage die Strecke lässt keine schnellere Geschwindigkeit zu ist richtig. Ich bezog mit auf Stuttgart-Ulm. Nur diese Teilstrecke ist relevant, da hier eine Neubaustrecke gebaut werden soll. Stuttgart-Ulm wird mit 54 Minuten heute genau so schnell gefahren, wie "damals".
Dass die Gesamtstrecke (also-Ulm-München) per ICE heute langsamer befahren wird hat mehrere Gründe.
1. Zusätzlicher Halte in München Pasing (kostet ca. 5 Minuten)
2. Bauarbeiten zwischen Ulm und Augsburg und dadurch eingebaute Fahrtzeitreserven.
Im Jahresfahrplan 2012 soll es schon wieder 6 Minuten schneller gehen.
Hier zum nachlesen:
http://www.direktzu.de/st...
"Die Strecke lässt keine schnellere Geschwindigkeit zu." ist "schlicht und einfach die Unwahrheit". Z.B. im Winterfahrplan 1986/87 wurde die Strecke mit 2Std 05Min bewältigt. http://www.ice-treff.de/i.... Das ist schneller als auf Ihrer Kursbuchseite.
Die Aussage die Strecke lässt keine schnellere Geschwindigkeit zu ist richtig. Ich bezog mit auf Stuttgart-Ulm. Nur diese Teilstrecke ist relevant, da hier eine Neubaustrecke gebaut werden soll. Stuttgart-Ulm wird mit 54 Minuten heute genau so schnell gefahren, wie "damals".
Dass die Gesamtstrecke (also-Ulm-München) per ICE heute langsamer befahren wird hat mehrere Gründe.
1. Zusätzlicher Halte in München Pasing (kostet ca. 5 Minuten)
2. Bauarbeiten zwischen Ulm und Augsburg und dadurch eingebaute Fahrtzeitreserven.
Im Jahresfahrplan 2012 soll es schon wieder 6 Minuten schneller gehen.
Hier zum nachlesen:
http://www.direktzu.de/st...
Auch mit der im Artikel erwähnten Mottgers-Spange, ist die Strecke Frankfurt-Stuttgart-München, auch in Zukunft schneller, als die über Würzburg-Nürnberg. Die Strecke über Stuttgart wird auch durch die Neubaustrecke Frankfurt-Mannheim beschleunigt werden. Zusätzlich gibt es schon ab Dezember diesen Jahres einen Fahrzeitgewinn von 5 Minuten auf der Strecke durch den Ausbau von Augsburg-München.
"Und wie schneidet Stuttgart 21 beim Personenverkehr ab? Die Planer versprechen: Der Verkehr wird schneller. Stuttgart wird angebunden an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz."
Und warum braucht man einen Tiefbahnhof, wenn die Strecke Stuttgart-Ulm schneller gemacht werden soll? Und warum muss das das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz durch den Stuttgarter Untergrund?
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