Ähnlich wie der Milchtrinker, der nicht mehr so genau weiß, welches Biolabel nun das sorgloseste Kuhleben garantiert, kann auch der Spaziergänger in der Natur die Übersicht verlieren – von so vielen verschiedenen Arten schützenswerter Gebiete ist er umgeben.

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Statt Umweltschützer- oder Bürokratenschelte hier etwas Licht ins Dickicht: Es gibt nur zwei Grundtypen solcher Zonen. Naturschutzgebiete (dort darf der Mensch nichts bauen oder ernten, eigentlich) und Landschaftsschutzgebiete (dort darf er noch ziemlich viel). (Um die Karte zur vergrößern, klicken Sie bitte hier)

Die anderen sind Kombinationen der beiden Grundtypen, wobei die Biosphärenreservate besser geschützt sind als die Naturparks. Biosphärenreservate werden von der Unesco ausgewählt, Naturparks dürfen die Landkreise selbst benennen. Man erhofft sich davon auch: Touristen. Für die Anwohner ist das Ganze eigenartig: gestern noch in einer ganz normalen Stadt, heute schon in einem Naturpark oder, noch käseglockenartiger, in einem Biosphärenreservat. Da fühlt man sich selbst schon als Eule.