Vertreibung Auf dem Pfad der Tränen
Ethnische Säuberung im 19. Jahrhundert: Zwischen 1831 und 1838 wurden in den USA Zigtausende Indianer aus ihrer Heimat vertrieben.

Einige vertriebene "Native Americans" ziehen gen Westen durch Louisiana. Gemälde von Alfred Boisseau, 1847
Auf seiner Reise durch die Neue Welt wurde der späterhin berühmte französische Staatsphilosoph Alexis de Tocqueville Ende Dezember 1831 Zeuge eines Exodus, der ein düsteres Kapitel in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika einleitete. Nahe Memphis, am Ufer des Mississippi, stieß er auf einen Treck von Native Americans, die gerade dabei waren, sich und ihre kümmerliche Habe auf einen Flussdampfer einzuschiffen. Auf Anordnung der Bundesbehörden hatten die Choctaws ihr Stammesgebiet im Bundesstaat Mississippi aufgeben müssen, um Platz für die herandrängenden Siedlermassen zu schaffen. Was zahlreichen indianischen Nationen erst noch bevorstand, erlitten die Choctaws als eine der ersten. Mehr als 15.000 Menschen mussten das Land ihrer Ahnen räumen, wo sie über Hunderte von Jahren gelebt hatten. Mitten im Winter brachen sie nun auf, um in ein Reservat weit jenseits des Mississippi zu ziehen.
Kein Klagelaut war zu vernehmen und kein Weinen, obwohl sich unter den Choctaws auch Kleinkinder, Greise und Schwerkranke befanden. Einzig die Hunde heulten markerschütternd, als sie bemerkten, dass ihre Besitzer sie zurücklassen würden. Rasch entschlossen stürzten sich die Tiere in die eisigen Fluten und schwammen dem Dampfer hinterher. »Über der ganzen Szene lag eine Stimmung des Ruins und der Zerstörung, etwas, das einen endgültigen und unwiderruflichen Abschied bezeugte; man konnte das Geschehen nicht beobachten, ohne dass sich einem das Herz zusammenschnürte«, berichtete Tocqueville nach Frankreich. Im ersten Band seines Buches Über die Demokratie in Amerika trug er vier Jahre später die ebenso entscheidende wie verstörende Tatsache nach, dass die Vertreibung der red men aus dem Gebiet östlich des Mississippi durch einen parlamentarischen Mehrheitsbeschluss zustande gekommen war.
Der Autor ist Historiker und lehrt Neuere Geschichte an der Universität Luzern.
Tatsächlich hatte der Kongress im Frühjahr 1830 den berüchtigten Indian Removal Act verabschiedet, ein Landabtretungs- und Umsiedlungsgesetz, welches, ohne dass es freilich so genannt worden wäre, auf eine ethnische Säuberung hinauslief. Die ganze Härte dieses Gesetzes bekamen nacheinander die sogenannten »fünf zivilisierten Stämme« – neben den Choctaws auch die Chicasaws, Creeks, Cherokees und Seminolen – zu spüren. Der Indian Removal Act markierte einen Wendepunkt in der Indianerpolitik der Vereinigten Staaten, deren Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776 davon sprach, »dass alle Menschen gleich geboren, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden sind, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit«.
Schon 1827 geben sich die Cherokees eine geschriebene Verfassung
Ganz in der Tradition der Aufklärung hatten der erste Präsident George Washington und sein Kriegsminister Henry Knox gegenüber den Ureinwohnern in den 1790er Jahren eine Politik betrieben, die von der Idee inspiriert war, dass diese dereinst einen gleichberechtigten Platz in der amerikanischen Gesellschaft finden könnten. Dafür mussten die unmündigen »Wilden« jedoch zunächst ein »Programm der Zivilisierung« durchlaufen und Sprosse um Sprosse der Fortschrittsleiter erklimmen. Aus Kriegern und Jägern sollten friedliche Bauern, aber auch Christen und schließlich des Lesens und Schreibens kundige Bürger werden. Erst einmal »zivilisiert«, würden diese von selbst einsehen, dass sie ihre Jagdgründe nicht mehr brauchten.
Dass die »Indianer« an die Zivilisation herangeführt werden konnten, glaubte auch Thomas Jefferson noch, der das Land von 1801 bis 1809 als dritter Präsident regierte. Allerdings spielte bereits Jefferson mit dem Gedanken, die diesseits des Mississippi siedelnden Indianerstämme in das 1803 von Frankreich erworbene Louisiana-Territorium umzusiedeln, das die Fläche der USA mit einem Schlag nach Westen hin verdoppelt hatte.
Besonders unter den Cherokees setzte sich um 1800 die Erkenntnis durch, dass sie nur überleben würden, wenn sie ihre Lebensweise von Grund auf änderten. Bislang waren sie Jäger und Pelzhändler gewesen. Ursprünglich hatte der Stamm ein ausgedehntes Gebiet in den Flusstälern der südlichen Appalachen beansprucht, das sich über mehrere spätere Bundesstaaten erstreckte. Schon im 18.Jahrhundert waren ansehnliche Teile davon verloren gegangen, obwohl die Cherokees in verlustreichen Kriegen dagegen angekämpft hatten.
Nach dem Unabhängigkeitskrieg indes hatte der Siedlungsdruck immer stärker zugenommen. Von 1790 bis 1840 vervielfachte sich die Zahl der weißen Amerikaner von 3,9 auf über 17 Millionen. Der Landhunger der Siedler drängte die Cherokees auf ein Territorium zusammen, das Teile der Bundesstaaten Georgia, Tennessee und Alabama umfasste. Es musste rasch etwas geschehen, wenn sie nicht vollends untergehen wollten. Ihre Mitglieder entschieden sich für den Weg der kulturellen Anpassung.
Keine der indianischen Nationen eignete sich im frühen 19. Jahrhundert europäische Kulturtechniken erfolgreicher an als die Cherokees. Immer mehr von ihnen begannen, als Farmer Einzelhöfe zu bewirtschaften, andere wurden Müller, Schmiede und Schreiner. Überdies errichteten sie Siedlungen im amerikanischen Stil, gründeten Schulen und konvertierten nach anfänglichem Zögern zum Christentum. Wie es im tiefen Süden üblich war, kauften sich die Wohlhabendsten von ihnen schwarze Sklaven, die ihnen bei der Feldarbeit zur Hand gehen mussten. Überdies kleideten sie sich nach westlichem Vorbild.
Seit 1809 tüftelte der Silberschmied Sequoyah an einem Silbenalphabet der Cherokee-Sprache. Schließlich entwickelte er als erster Native American überhaupt ein funktionierendes Zeichensystem für eine Stammessprache. Diese herausragende Kulturleistung intensivierte die bereits zuvor in Gang gekommene Alphabetisierung. Bald konnten zahlreiche Cherokees besser lesen und schreiben als manch einfacher Kolonist. In New Echota, ihrer Hauptstadt, erschien seit dem 21. Februar 1828 der Cherokee Phoenix, eine zweisprachige Zeitung, in der auch über die Bundespolitik berichtet wurde.
Nicht genug damit, gaben sich gebildete Repräsentanten der Cherokees 1827 eine geschriebene Verfassung – mehr als zwei Jahrzehnte früher als Friedrich Wilhelm IV. dem Königreich Preußen. In ihrer Konstitution erklärten sich die Cherokees zu einer unabhängigen Nation. Geschickt übernahmen sie zentrale Prinzipien der amerikanischen Verfassung, um, wie es in der Präambel hieß, sich und ihren Kindern für alle Zukunft die »Segnungen der Freiheit« zu sichern. In ihrer Sicht waren sie damit zu einem souveränen Staat geworden, und das innerhalb der Grenzen des Bundesstaates Georgia.
Weite Kreise im Süden empfanden den Schritt als Affront, der nicht hinzunehmen sei, zumal auf dem Stammesgebiet 1829 auch noch Gold gefunden wurde. Georgias Eliten ermunterten weiße Siedler, sich auf Indianerland niederzulassen. Je näher die Cherokees der Vision der Gründungsväter kamen, desto weniger war deren Wort wert. Just in den Jahren, als die Restauration bleiern über Europa lag, setzte Amerika auf mehr Demokratie. So weiteten die meisten Bundesstaaten das Wahlrecht aus. 1830 gab es in 20 von 26 Gliedstaaten, vor allem in den neuen Staaten des Westens, überhaupt keine Zensusbestimmungen mehr für weiße Männer.
In den Vereinigten Staaten begann die Ära der politischen Massenpartizipation. Immer mehr Amerikaner sahen in der Union ein white man’s country und wünschten sich, dass das lästige »Indianerproblem« endgültig gelöst würde. Vor versammeltem Kabinett giftete Außenminister Henry Clay 1826, dass »vollblütige Indianer« von Natur aus minderwertig seien. Das Schicksal habe sie zum Aussterben verurteilt, was nicht sonderlich tragisch sei, da ihr »Verschwinden aus der menschlichen Familie keinen großen Verlust für die Welt« bedeute.
Seit Mitte der 1820er Jahre nahm sich die junge Demokratische Partei der Sorgen der neuen Einwanderer und Siedler an. Nicht unerwartet wurde ihr Spitzenkandidat Andrew Jackson im Herbst 1828 mit massiver Unterstützung aus dem Süden zum neuen Präsidenten gewählt. Ihm eilte ein Ruf als Anwalt der kleinen Leute voraus, unbesehen davon, dass er inzwischen selbst ein ansehnliches Anwesen in Tennessee besaß, auf dem Dutzende Sklaven schufteten.
In gewisser Weise verkörperte der neue starke Mann den Wandel der politischen Kultur. Anders als seine Vorgänger stammte der siebte Präsident nicht mehr aus der aristokratischen Gründerelite der Neuengland-Staaten. Jackson war 1767 als Sohn armer irischer Einwanderer zur Welt gekommen, die sich an der damaligen Siedlungsgrenze in den Carolinas niedergelassen hatten. Seine Jugendjahre an der frontier waren von ständiger Furcht vor Indianerüberfällen geprägt. Schon dort eignete er sich einige der zeittypischen Vorurteile an. Wie die meisten Einwanderer und sozialen Aufsteiger sah er in den savages, den »Wilden«, Angehörige einer »unterlegenen Rasse«, die keine besonderen Rücksichten verdiene.
Beide Kammern im Kongress stimmen dem verbrecherischen Gesetz zu
Während des zweiten Unabhängigkeitskriegs gegen Großbritannien schlug Jacksons große Stunde. 1812 erhielt er den Oberbefehl über die Tennessee-Milizen. Zunächst besiegte er die mit den Briten verbündeten Creeks. In der Schlacht von New Orleans fügte er dann dem britischen Expeditionskorps am 8. Januar 1815 eine vernichtende Niederlage zu. Seither galt Jackson als Nationalheld. Der legendäre Triumph im Mississippi-Delta ebnete dem raubeinigen General den Weg ins Weiße Haus. Schon während des Wahlkampfs stellte er für den Fall seiner Wahl eine Indianerpolitik in Aussicht, die den Interessen der kleinen Leute mehr entgegenkäme als bisher.
Gleich als erste Vorlage leitete Jackson dem Kongress 1829 den Indian Removal Act zu. In seiner Botschaft an die beiden Häuser unterstrich er, dass die »fünf zivilisierten Stämme« nur die Wahl hätten, sich den Gesetzen der einzelnen Bundesstaaten zu unterwerfen oder aber geschlossen in das für sie ausersehene Territorium umzusiedeln. Seine eigentlichen Beweggründe verschleiernd, gab er die geplante Vertreibung als einen humanitären Akt aus. Wenn die von ihm geführte Administration die Stämme im Südosten nicht rasch schütze, würden diese unweigerlich untergehen.
Der Entwurf löste eine hitzige Debatte im ganzen Land aus. Es waren vor allem Kreise aus dem Norden, die den Widerstand organisierten. An seiner Spitze stand Senator Theodore Frelinghuysen aus New Jersey. »Wir haben die Stämme auf einigen wenigen, elenden Morgen an unserer südlichen Grenze zusammengedrängt«, führte er vor dem Senat aus. »Das ist alles, was ihnen von ihren einst grenzenlosen Wäldern geblieben ist. Und noch immer, wie ein Blutegel, ruft unsere unersättliche Habgier: Gebt! Gebt!«
Doch aller Protest nützte nichts. Im Frühjahr 1830 stimmten beide Kammern dem umstrittenen Gesetz zu, das Repräsentantenhaus mit hauchdünner Mehrheit. Der Indian Removal Act ermächtigte den Präsidenten dazu, mit den südlichen Stämmen in Verhandlungen einzutreten, damit sie ihre angestammten Gebiete aufgäben und gegen Ländereien im Indian territory eintauschten.
Die betroffenen Nationen reagierten unterschiedlich auf den steigenden Druck. Rasch verzichteten die Choctaws und die Chicasaws auf das Land ihrer Ahnen und machten sich auf den Weg in die neue Heimat. Die übrigen Nationen schlugen Landabtretungen grundsätzlich aus. Während die Seminolen in Florida die Vereinigten Staaten in einen langjährigen Kleinkrieg verstrickten und auch die Creeks zeitweise auf den bewaffneten Widerstand setzten, wehrten sich die Cherokees mit rechtsstaatlichen Mitteln gegen die drohende Zwangsumsiedlung.
Angeführt von Häuptling John Ross, ließen sie nichts unversucht. Sie organisierten eine Protestkampagne und präsentierten ihre Argumente in Washington. Zweimal reichten sie Klage beim Obersten Gerichthof, beim Supreme Court ein, der ihre Position über weite Strecken stützte. Doch der Präsident setzte sich eigenmächtig über das Urteil hinweg und erhöhte den Druck weiter.
Schließlich fanden sich prominente Stammesvertreter, die in Verhandlungen mit der Bundesregierung eintraten. Den Mehrheitswillen grob missachtend, unterschrieben diese am 29. Dezember 1835 einen Umsiedlungsvertrag. Gegen eine Entschädigung von fünf Millionen Dollar erklärten sie sich im Namen aller Cherokees bereit, die alte Heimat aufzugeben und nach Westen zu ziehen.
Jetzt hatte die Administration die Handhabe, die sie brauchte. Zwar reichte die übergangene Mehrheit eine Protestnote ein, die 15.600 Unterschriften zählte. Doch der Schandvertrag wurde vom Kongress rasch ratifiziert und danach von Präsident Jackson mit seiner Unterschrift in Kraft gesetzt. Der amerikanische Philosoph Ralph Waldo Emerson sprach von einem »Verbrechen, das in seinem Ausmaß die Grenzen unseres Vorstellungsvermögens sprengt«.
Der Vertrag von New Echota legte fest, dass die 16.000 Cherokees das Land ihrer Ahnen bis zum 23. Mai 1838 verlassen mussten. Doch nur eine Minderheit von 2.000 Stammesangehörigen fand sich dazu bereit. Die Frist war noch nicht verstrichen, da marschierte eine von General Winfield Scott befehligte Einheit von 7.000 Mann in das Land ein. Gleichzeitig veranlasste der General den Bau von Palisadenforts. Als die große Mehrheit keine Anstalten machte, der fatalen Vertragsbestimmung Folge zu leisten, trieben Soldaten die Cherokees schließlich mit Waffengewalt zusammen. Manche traf es bei der Feldarbeit, manche wurden vom Familientisch weggezerrt. Vielen wurde nicht einmal Zeit gelassen, um das Nötigste einzupacken. Wie hungrige Wölfe fielen Plünderer über deren Häuser her und führten – vor den Augen der Soldaten – Hausrat und Vieh weg. Danach steckte man die Farmen in Brand.
Die Gefangenen wurden in 31 Palisadenforts interniert. Die Lager waren völlig überbelegt, es grassierten tödliche Krankheiten. Zwar gab die Armee Essensrationen aus, aber die von ihr zubereiteten Mahlzeiten unterschieden sich so sehr von dem, was die Cherokees üblicherweise aßen, dass Hunderte erkrankten und viele starben. Verrohte Wachen verkauften den Insassen billigen Fusel, beraubten sie ihrer verbliebenen Habseligkeiten und vergewaltigten auch Frauen. Bis zu fünf Monate lang mussten die Cherokees dort ausharren, bevor sie auf jene Leidensmärsche gezwungen wurden, die sie in ihrer Sprache Nunna daul Tsuny nennen, »den Pfad, auf dem sie weinten«.
Der Trail of Tears führte über bis zu 1.000 Meilen in das Indian territory. Es gab nicht eine, sondern mehrere Routen, auf denen sie von Abteilungen der Armee eskortiert wurden. Die ersten von insgesamt 16 Trecks waren der brütenden Sommerhitze ausgesetzt, die letzten klirrender Kälte. Schon der Beginn der Deportationen stand unter einem schlechten Stern. Viele Cherokees waren durch den Aufenthalt in den Lagern körperlich geschwächt. Nur wenige Vertriebene konnten die Reise zu Pferd oder im Planwagen antreten. Den meisten blieb nichts anderes übrig, als zu Fuß zu gehen.
Im Schnitt waren die Vertriebenen drei Monate unterwegs, einige auch deutlich länger – und das bei schlechtem Essen und mangelnder medizinischer Versorgung. Hunger, Krankheit und Erschöpfung lichteten die Reihen. Endlich in den Prärien des Zentralen Tieflands angelangt – ihrer neuen Heimat im nordöstlichen Teil des heutigen Bundesstaates Oklahoma –, stand die einst so stolze Nation buchstäblich vor dem Nichts. Die ersten Jahre waren extrem hart, weil es an allem fehlte. Es sollte Jahrzehnte dauern, bis die Cherokees sich vom erlittenen Unrecht erholten.
Die von Präsident Jackson begonnene und unter seinem Nachfolger Martin Van Buren zu Ende geführte Indianerpolitik kostete mindestens 4.000 Cherokees das Leben, rund einem Viertel des Volkes. Nicht besser erging es den vier anderen »zivilisierten Stämmen«, die ebenfalls viele Tausende von Opfern zu beklagen hatten. Der Indian Removal Act wirkte in mannigfacher Weise nach. Innerhalb weniger Jahre wurden die Gebiete östlich des Mississippi durch eine bis dahin beispiellose Politik der Zwangsumsiedlung und Segregation fast »indianerfrei«.
In schattenhaften Umrissen zeichnete sich hier bereits eine Entwicklung ab, die ihre teuflischen Triumphe im 20. Jahrhundert feiern sollte. Umso bemerkenswerter ist es, dass sich Washington erst 2009 – in öffentlich kaum wahrnehmbarer Form – offiziell für das Leid entschuldigt hat, das die amerikanische Westexpansion im 19. Jahrhundert verursacht hat.
- Datum 24.07.2011 - 11:33 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 21.7.2011 Nr. 30
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Davon, und von den vielen Greultaten der Siedler gegen die edemische Bevölkerung, spricht keine Mensch!
.. man schreibt darüber, wie in diesem Artikel. Und wie in vielen Büchern in den USA. uswuswusw
Sie äußern ihre Meinung, dass nämlich niemand(!) über die Greueltaten an den Indianern spricht, in einem Artikel der ZEIT das über die Greueltaten an den Indianern spricht. Merken sie was?
.. man schreibt darüber, wie in diesem Artikel. Und wie in vielen Büchern in den USA. uswuswusw
Sie äußern ihre Meinung, dass nämlich niemand(!) über die Greueltaten an den Indianern spricht, in einem Artikel der ZEIT das über die Greueltaten an den Indianern spricht. Merken sie was?
wäre die klare rechtliche Lage, wenn dies nicht in "Gods own Country" erfolgt wäre.
Ich denke die USA werden dieses schmutzige Kapitel noch aufarbeiten müssen.
Wie wäre es mit "Rückgabe vor Entschädigung" wie es uns Ossies nach dem Mauerfall blühte.
und ihre Würde.
Die weißen Amerikaner waren mitnichten besser, als heute die Chinesen in Tibet. Und auch heute hält keiner das Unglück auf.
... der USA ist in diesem (Land)-Raub begründet. Wenn überhaupt, waren die USA, abgesehen von großen Worten, in der Praxis von Anfang an nur eine selektive Demokratie.
(USA = Demokratie + Landraub + ethnische Säuberung ??!)
Anders als England, Frankreich oder auch Deutschland, haben die USA ihre Kolonialverbrechen im "eigenen Land" begonnen, sie basieren praktisch darauf.
Es ist nicht so, daß das nicht bekannt wäre. Sogar in jeder Abenteuer-Indianererzählung, von Ferimore Cooper bis Fritz Steuben (Tecumseh), scheint dieses Verbrechen durch. Es ist inzwischen nur bei uns etwas in Vergessenheit geraten.
In den USA haben schon immer die Grenzer, Landräuber, Geschäftemacher und Gangster auch mitregiert.
Die Probleme der Indianer und Afro-Amerikaner bis heute nicht zu vergessen, auch wenn es jetzt immerhin eine farbigen Präsidenten gibt.
Bei einem "Freund" mit derartiger "Familiengeschichte" sollte man auch heute vorsichtig sein ... ... .
... die Bücher von Lieselotte Welskopf-Heinrich ( "Die Söhne der Großen Bärin", aber besonders die Pentalogie "Das Blut des Adlers"
http://www.google.de/url?...
, haben die USA ihre Kolonialverbrechen im "eigenen Land" begonnen, sie basieren praktisch darauf.""
Ich glaube nicht, dass diese These aufrecht zu erhalten ist, wenn man an die Entwicklung der Nationalstaaten in Europa denkt. Landraub und ethnische Säuberungen, gab es bereits vor Gründung der USA.
Der Umgang mit den "Wilden", war dort wo europäische Staaten sich ausgebreitet haben, nicht anders als in den USA.
Was war damals die USA? Es gab es noch gar nicht, nicht wie es das jetzt gibt. Wenn man die "Amerikaner" bezichtigt von Völkermord sollte man seine eigene Vorfahren mal anschauen: es sind die, die es in den USA getan haben: Deutsche, Skandinavier, Briten, Franzosen, Niederländer, Südeuropäer, in ein Land, das jetzt USA heisst.
.. um noch zu schweigen was die Urspruchsländer als Kolonialmacht gemacht haben. Die Betrachtung von nicht-westlichen Kulturen war in dieser Zeit eine andere als jetzt, und das nicht nur in die USA.
Mit der moralischen Keule von jetzt die Geschichte zu betrachten war immer schon ein intellektueller Griff in's Klo.
... die Bücher von Lieselotte Welskopf-Heinrich ( "Die Söhne der Großen Bärin", aber besonders die Pentalogie "Das Blut des Adlers"
http://www.google.de/url?...
, haben die USA ihre Kolonialverbrechen im "eigenen Land" begonnen, sie basieren praktisch darauf.""
Ich glaube nicht, dass diese These aufrecht zu erhalten ist, wenn man an die Entwicklung der Nationalstaaten in Europa denkt. Landraub und ethnische Säuberungen, gab es bereits vor Gründung der USA.
Der Umgang mit den "Wilden", war dort wo europäische Staaten sich ausgebreitet haben, nicht anders als in den USA.
Was war damals die USA? Es gab es noch gar nicht, nicht wie es das jetzt gibt. Wenn man die "Amerikaner" bezichtigt von Völkermord sollte man seine eigene Vorfahren mal anschauen: es sind die, die es in den USA getan haben: Deutsche, Skandinavier, Briten, Franzosen, Niederländer, Südeuropäer, in ein Land, das jetzt USA heisst.
.. um noch zu schweigen was die Urspruchsländer als Kolonialmacht gemacht haben. Die Betrachtung von nicht-westlichen Kulturen war in dieser Zeit eine andere als jetzt, und das nicht nur in die USA.
Mit der moralischen Keule von jetzt die Geschichte zu betrachten war immer schon ein intellektueller Griff in's Klo.
Die Gier des christlichen,europäischen Einwanderer[...] war (und ist) so groß, dass die systemnatische Vernichtung der Indianer und der Raub ihrer Länder und Schätze wohl kaum als "etnische Säuberung" bezeichnet werden darf, sondern ganz schlicht als Völkermord. Dieser wird von den Amerikanern mit europäischen Wurzeln bis heute geleugnet und verharmlost. Die politische Geschichte des modernen Amerika ist eine Verbrechensgeschichte - bis heute!
Gekürzt. Bitte bleiben Sie bei einer sachlichen Wortwahl. Danke. Die Redaktion/ag
"Die Gier des christlichen,europäischen Einwanderergesindels war (und ist) so groß"
mann-o-mann. Woher haben Sie das denn?
Bei aller Empörung über den Indian Removal Act und dessen Hintergründe; dieses Statement drückt entweder Haß oder Unkenntnis aus. Der historischen Betrachtung dient es jedenfalls nicht.
Davon abgesehen ließe sich dieser Satz dann auf alle Zeiten und auf viele Länder projezieren.
Wenn Sie Migration und ihre Motivation szsg. als Böswillingkeit interpretieren, könnten Sie auch gleich von der "Gier des muslimisch, orientalischen Einwanderergesindels" fabulieren.
"Die Gier des christlichen,europäischen Einwanderergesindels war (und ist) so groß"
mann-o-mann. Woher haben Sie das denn?
Bei aller Empörung über den Indian Removal Act und dessen Hintergründe; dieses Statement drückt entweder Haß oder Unkenntnis aus. Der historischen Betrachtung dient es jedenfalls nicht.
Davon abgesehen ließe sich dieser Satz dann auf alle Zeiten und auf viele Länder projezieren.
Wenn Sie Migration und ihre Motivation szsg. als Böswillingkeit interpretieren, könnten Sie auch gleich von der "Gier des muslimisch, orientalischen Einwanderergesindels" fabulieren.
der indianer als vergangenheitsbewältigung?
free leonard peltier!!!!!!!!
http://de.wikipedia.org/w...
Unter www.Gesellschaft für bedrohte Völker.de
findet eine Aktion für Leonard Peltier statt,da er,obwohl an Diabetes leidend,für längere Zeit in Einzelhaft genommen wurde.Weiterhin kann man sich dort auch für die Freilassung Leonard Peltiers einsetzen.
Wäre schön,wenn der Ein- oder Andere diesen Mann durch seinen Protest unterstützen würde.
Unter www.Gesellschaft für bedrohte Völker.de
findet eine Aktion für Leonard Peltier statt,da er,obwohl an Diabetes leidend,für längere Zeit in Einzelhaft genommen wurde.Weiterhin kann man sich dort auch für die Freilassung Leonard Peltiers einsetzen.
Wäre schön,wenn der Ein- oder Andere diesen Mann durch seinen Protest unterstützen würde.
... die Bücher von Lieselotte Welskopf-Heinrich ( "Die Söhne der Großen Bärin", aber besonders die Pentalogie "Das Blut des Adlers"
http://www.google.de/url?...
Ich werde nicht da sein.Ich werde mich erheben und untergehn.
Begrabt mein Herz am Wounded Knee(Stephen Vincent Benet)
Ein Buch,eine schonungslose,grausame Berichterstattung über das Abschlachten einer indigenen Volksgruppe,ungesühnt bis auf den heutigen Tag:
>Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses< von Dee Brown.
Doch die weisse Rasse ist immer noch nicht zufrieden,denn die Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner Australiens und Südamerikas geht weiter.
Ein Beispiel,dass auch im heutigen Amerika die indigene Bevölkerung ausgegrenzt und nicht wie Menschen behandelt werden ,ist das Verschwinden und die Ermordung von etwa 500 indianischen Frauen und Mädchen,deren Aufklärungsrate nur minimal ist und deren Tod für die Justiz augenscheinlich vernachlässigbar ist.
Auch die weisse Bevölkerung Europas betreibt immer noch die Vertreibung von Roma und Sinti als unerwünschte ethnische Minderheit.
Ich werde nicht da sein.Ich werde mich erheben und untergehn.
Begrabt mein Herz am Wounded Knee(Stephen Vincent Benet)
Ein Buch,eine schonungslose,grausame Berichterstattung über das Abschlachten einer indigenen Volksgruppe,ungesühnt bis auf den heutigen Tag:
>Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses< von Dee Brown.
Doch die weisse Rasse ist immer noch nicht zufrieden,denn die Vertreibung und Ermordung der Ureinwohner Australiens und Südamerikas geht weiter.
Ein Beispiel,dass auch im heutigen Amerika die indigene Bevölkerung ausgegrenzt und nicht wie Menschen behandelt werden ,ist das Verschwinden und die Ermordung von etwa 500 indianischen Frauen und Mädchen,deren Aufklärungsrate nur minimal ist und deren Tod für die Justiz augenscheinlich vernachlässigbar ist.
Auch die weisse Bevölkerung Europas betreibt immer noch die Vertreibung von Roma und Sinti als unerwünschte ethnische Minderheit.
Machten Es Möglich.
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