ZEITmagazin-Kochwettbewerb 2011 Nachschlag, bitte
Zum ersten Mal durften 60 Gäste die Sieger unseres Wettkochens bestimmen. Einige konnten nicht genug bekommen.
© Sina Preikschat

Dani und Lena Pauker jubeln nach der Entscheidung der Berliner Gäste.
Es gibt Hobbyköche, die brutzeln manchmal was für ihre Freunde. Es gibt Hobbyköche, die treten im Fernsehen auf. Und es gibt Hobbyköche, die am ZEITmagazin-Kochwettbewerb teilnehmen. Das sind die mutigsten. Alle 150 Leserinnen und Leser nämlich, die unter dem Motto "Wir kochen ohne Fleisch" ihre Menüs eingeschickt hatten, wussten, dass sie im Ernstfall für 60 Gäste würden kochen müssen, die dann über Sieg oder Niederlage entscheiden würden – jeder Gast mit demselben Stimmrecht.
Zum ersten Mal in der Geschichte des Wettbewerbs gab es zwei Finalabende: einen in Berlin und einen in Düsseldorf. Nachdem eine fachkundige Jury also die vier vielversprechendsten Menüs ausgewählt hatte, versammelte sich zunächst im neu eröffneten Düsseldorfer Hotel Hyatt Regency eine Tischgesellschaft, deren Wortführer Barbara und Wolfram Siebeck waren sowie die Sterneköche Cornelia Poletto, Holger Berens, Volker Drkosch und Ali Güngörmüs. Am Herd standen die Leser Harald Masur aus Höhenkirchen und Udo Moser aus Wien, unterstützt von Karin Masur, Anna Langer und den ortskundigen Profis Ernst Petry und Johannes Schröder (einer muss ja wissen, wo in der Küche die Kühlräume sind).
© Anna Lechner

Udo Moser und Anna Langer beim Finale in Düsseldorf
Der Düsseldorfer Abend wurde zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zweier Routiniers, die ihren Ehrgeiz schon bei früheren ZEITmagazin-Kochwettbewerben bewiesen hatten. Nach der Vorspeise waren sich nicht einmal die beiden Siebecks einig: Barbara Siebeck favorisierte (wie die Mehrheit der anderen Gäste) Udo Mosers geräucherten Kräutersaitling, Wolfram Siebeck Harald Masurs Kunstwerk aus Aubergine, Zucchini, Melone, Tomate und Parmesan. Nachdem Masur mit einer Rotbarbe als Hauptgericht etwas aufgeholt hatte, ging Udo Moser mit einer Ziegenkäse-Tarte samt Powidl-Kreuzkümmel-Eis als Sieger durchs Ziel.
Und in Berlin, beim zweiten Finale, traten im Restaurant Mesa des Hotels Grand Hyatt Lena Pauker aus Friedberg in Bayern und Robert Nagy aus Erlangen gegeneinander an, assistiert von Dani Pauker, Noemi Hauser-Szabo sowie den Souschefs Song Lee und Andreas Pechatschek. Im Publikum diesmal außer dem Ehepaar Siebeck, Cornelia Poletto und Ali Güngörmüs auch Renate Künast, die Klaus Wowereit beerben möchte.
Robert Nagy begann mit einer grünen Vorspeise (Erbsen-Ravioli, Zucchini, Zuckerschoten, Schnittlauch) und zeigte mit dem Dessert, wie schnell eine rosarote Verlockung vom Teller verschwindet. Doch Lena Pauker siegte am Ende klar nach Punkten. Ihre Pastinakensuppe mit Arganöl war entschiedener gewürzt, ihre Ziegenkäseravioli mit Mohn und Birnen wurden häufig nachbestellt (»Doch noch mal vergleichen!«), und bei der Lavendel-Pannacotta überstimmte das Publikum die anwesenden Experten. Für Stimmung sorgten auch die deutschen Weine, die zu allen Gängen serviert wurden.
Demnächst also können Lena Pauker und Udo Moser ihren Gewinn einlösen: eine Reise nach Hamburg.
Auf den nächsten Seiten finden Sie die beiden siegreichen Menüs aus dem Hamburger und dem Berliner Finale.
- Datum 21.07.2011 - 13:24 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf einer Seite lesen
- Quelle ZEITmagazin, 21.7.2011 Nr. 30
- Kommentare 1
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:








... um Siebecks Wolfram machen? Er wird erwähnt, tritt aber nicht in Erscheinung. Was, wenn er nach dem frugalen Imbiss beim Helvetojapaner einfach verhungert ist, bevor er sich im nächsten Migros eine Packung Kägi Fretli kaufen konnte?
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren