Kulturkritik: Über allem thront das Warenhaus
Endlich gibt es eine Gesamtausgabe der Feuilletons von Siegfried Kracauer. Der große Intellektuelle erkundete in kleinen Meisterwerken Provinz und Städte im Deutschland der zwanziger Jahre. Unser Autor Alexander Cammann hat die Orte von damals noch einmal aufgesucht.
© Hulton Archive/Getty Images

Die Friedrichstraße in Berlin im Jahr 1927
Trotz der Julihitze läßt es sich in der Weinklause durchaus leben. Eisgekühlte Erdbeerbowle, sehr zu empfehlen, sorgt als wohltätige Isolierschicht dafür, daß die innere Hitze durch das heiße Draußen nicht an ihrer Entfaltung gehindert werde; man trinkt und trinkt, spießt die Erdbeeren mit einem Zahnstocher auf und kommt sich wie eine Thermosflasche vor.« Ein Anfang zum Niederknien – und wohl niemand wird ernstlich bezweifeln: Wer so beginnen kann, der schreibt an seiner Unsterblichkeit. Der Stil ist unverkennbar: eine kunstvolle, niemals gekünstelte Verfremdung, keine egomanische Effekthascherei, die blenden soll – stattdessen eine subtile Verschiebung der gewohnten Perspektive auf die Sache, die urplötzlich präziser denn je erscheint.
Dabei ist es ein scheinbar belangloser Revueabend im Frankfurter Kabarett Die Weinklause, von dem » rac.« 1924 im Lokalblatt der Frankfurter Zeitung seinen Lesern berichtet. Hinter dem Kürzel verbirgt sich Siegfried Kracauer. Seinen Vornamen hasste er; seit Frankfurter Kindertagen ließ er, der aus einer nicht gerade begüterten jüdischen Familie stammte, sich von seinen Freunden »Friedel« nennen. Wir sind unterwegs durch Deutschland, auf den Spuren dieses Mannes, der das Wesen seiner Zeit an höchst verschiedenen Orten entdeckte. Im Gepäck vier Bände Kracauer: 780 Texte, insgesamt dreitausend Seiten Essays, Rezensionen, Glossen und Zeitungsartikel in chronologischer Ordnung; das meiste aus seiner Arbeit für die Frankfurter Zeitung zwischen 1920 und 1933.
Er war Filmtheoretiker und Soziologe, schrieb Romane und arbeitete als Journalist in der Weimarer Republik: Siegfried Kracauer (1889 bis 1966) gehört zu den außergewöhnlichsten intellektuellen Gestalten des 20. Jahrhunderts, befreundet mit Theodor W. Adorno und Walter Benjamin. 1933 emigriert, wurde er durch seine in Amerika verfassten filmwissenschaftlichen Studien »Von Caligari zu Hitler« (1947) und »Theorie des Films« (1960) bekannt. Im Rahmen der Kracauer-Werkausgabe erscheinen nun auf fast 3.000 Seiten seine Essays, Feuilletons und Rezensionen, vor allem aus seiner Zeit als Feuilletonredakteur der »Frankfurter Zeitung« 1920 bis 1933 – glanzvolle geistige Dokumente einer Epoche.
Natürlich wusste man seit den noch zu Lebzeiten veröffentlichten Auswahlbänden Das Ornament der Masse (1963) und Straßen in Berlin und anderswo (1964): Siegfried Kracauer, der Theoretiker und Intellektuelle, war auch, womöglich vor allem, der bedeutendste deutsche Feuilletonist des 20. Jahrhunderts. Aber der Beweis, dass ihm jene Krone gebührt, ist erst mit dieser Ausgabe möglich.
Bahnfahrten. »Überhaupt pflegen zahlreiche Leute sogar in Schnellzügen ineinemfort Mitgebrachtes zu essen.« Auf die Beobachtung folgt bei Kracauer sogleich die leise ironische Deutung: »Im wörtlichen Sinne vertreiben sie sich die Fahrt damit; denn indem sie ihre heimischen Produkte verzehren, heben sie die Geschwindigkeit auf und errichten sich ein künstliches Zuhause.« (1930) Als hätte ich die anschließende Mahnung geahnt – »Aber die gewohnten vier Wände müssen fallen, wenn das Bewusstsein der Fahrt entstehen soll« –, habe ich auf Proviant verzichtet. An der gläsernen Tür zum Gang üben sich Reisende in stummer Geisterbeschwörung und wollen den Schiebeautomatismus auslösen. Für Sekunden wehrt sich die Technik gegen den Menschen, der machtlos dreinschaut. Doch gleitet die Tür schließlich mürrisch zur Seite, sodass der Reisende nach bestandenem Kampf seinen Platz einnehmen kann.
Unterdessen sind wir in Kracauers Zeit eingetaucht, vor allem in die Jahre der Weimarer Republik. So viele Kürzel er trug, so viele Rollen übernahm er zeitlebens: als promovierter Architekt; als Journalist, Filmkritiker und Schriftsteller; als Soziologe und Filmtheoretiker im Pariser, später amerikanischen Exil; in seinen letzten Jahren gar als Geschichtstheoretiker. All diese Interessen spiegeln sich in seinen Feuilletons wider. Er berichtet von den Auftritten Martin Heideggers und Thomas Manns, den er bissig attackiert, er ist zu Gast auf Soziologen- und Philosophenkongressen, er schreibt die Nachrufe auf Edgar Wallace, Sir Arthur Conan Doyle und Max Scheler. Franz Kafka wird durch ihn posthum bekannt gemacht; er rezensiert bedeutende und weniger bedeutende Literatur. Er besucht die Wärmehallen der Armen, berichtet über die politische Gewalt auf den Straßen, beobachtet Revuegirls: »Aber die Sprache der Beine ist ein natürliches Esperanto.«
Vieles an dieser erstaunlichen Produktivität erscheint höchst gegenwärtig, so liest man ausführlich von Diskussionen über neue Medien, vor allem über den umkämpften Rundfunk. Und immer wieder geht er mit der grassierenden Generationsliteratur der Jungen ins Gericht: »Sie verschleißen sich; sie plündern ihre Erlebnisse, bevor sie noch von ihnen Besitz ergriffen haben; sie sammeln Erfahrungen zum einzigen Zweck der sofortigen Verwendung, sammeln also in Wirklichkeit keine.« Er warnt sie vor der »ständigen Prostituierung« und sieht: »Der junge Autor wird ausgequetscht, bevor er noch angefüllt war.« Kracauers Kunst ist nicht nur die eines Beobachters, sondern die des Deuters. Er sieht genauer hin als alle, doch erst die geistige Durchdringung macht ihn zum Diagnostiker.
Mittlerweile sind die Hochhäuser seiner Heimatstadt Frankfurt am Horizont aufgetaucht; den »Turmhäusern« galt 1921 einer seiner ersten Artikel für die FZ . Als wir in den Bahnhof einfahren, erinnern wir uns an sein Plädoyer: »Herrscht in den Kopfbahnhöfen ein zivilisierter Verkehr, so vollzieht sich in Durchgangsstationen der kopflose Ausbruch aus der Zivilisation. Sie sind einer der letzten Zufluchtsorte für Konquistadoren. Ich für meinen Teil ziehe die Kopfstation vor.«
Sport gucken. »Sie halten internationale Wettspiele ab.« Im Frankfurter Westend, über vier Meter hohe Zimmerdecken, wird die Fußballweltmeisterschaft der Frauen geschaut. »Warum toben die Massen, eine Farbe muß doch gewinnen. Keiner denkt an das Bällchen. Die Kampfergebnisse werden der harrenden Heimat drahtlos verkündet, sie hat ein Anrecht darauf.« (1927) Sekt aus dem Rheingau perlt zunächst hoffnungsfroh. Zwei Bilder mit Schachmotiven über dem Fernseher: Verheißen sie strategische Lösungen für die kommenden 90 Minuten oder doch das Matt durch den zähen Gegner? »Nur die Gebildeten sporten nicht.« Aber sie kommentieren leidenschaftlich und kenntnisreich. Die Dame des Hauses verzweifelt zusehends an der Trainerin, die nicht auswechselt. »Das umgebene Stadion ist immer dasselbe, während die Mannschaften ihre Nationen vertreten. Da sie sich nur durch die Farben unterscheiden, könnte man sie vertauschen, ohne dass es einer von ihnen merkte.« Ach, stimmte das doch an diesem Samstag! Die Verliererinnen sind gezwungen, unter politbürohaftem Winken ein lächerliches Transparent mit der Aufschrift »Ein Team – ein Traum – Millionen Fans« über den Rasen zu schleifen. Seit dem alten Rom wurden Geschlagene nicht mehr derart gedemütigt.
Odenwald. »Der Morgen brütete, matte Ahnung der Berge verschwamm im Frühdunst, und Schienenstränge liefen endlos weiter durch die Ebene nach Süden, nach Süden.« Eine Empfindsame Suite von der Bergstraße bot Kracauer im Mai 1923 nach einem Ausflug mit einem gewissen Gianino – in Wirklichkeit Theodor W. Adorno – den FZ -Lesern; wohlweislich unter Pseudonym. Dem 19-jährigen Adorno, mit dem ihn eine komplizierte Intellektuellenfreundschaft ein Leben lang verbinden sollte, war damals der vierzehn Jahre Ältere in einer unerwiderten homoerotischen Schwärmerei verfallen. Nie hat Kracauer einen schwüleren Text geschrieben: »Wie da der Odenwald sich sanft hineinschwingt in die befreundete Ebene, dachten wir, als ob er wisse, daß sie zu ihm gehört.« Nein, heute gehört sie nicht mehr zu ihm: Zersiedelt und zerstückelt, ist die einst erhabene Weite der Rheinebene in den vergangenen Jahrzehnten zugewuchert. »Und da lag Seeheim schon, lässig am Bergrand ausgebreitet, Häuser, Bäume, Gärten hingehaucht«: Seeheimer Döner gibt es hier mittlerweile; im schon damals existierenden Modehaus Herling wirbt ein tristes Bataillon Schaufensterpuppen unter der Aufschrift »Marken – Mode – Sympathie«. Hinter Glas rekeln sich Blondinen und Rothaarige in Strümpfen und Seide, bücken sich Brünette mit roten Lippen – große gemalte Rückenakte als Dorfstraßentraum. »Automobile fuhren ein, Schleier lüfteten sich, leichte Sommergestalten verfingen sich im grünen Schattenkreis.« Sonntags herrschen hier heute die Radfahrer aus der Großstadt; in grellbunter Kampfuniform jagen sie schwitzend den Asphalt hinunter.
Trostlos ist das alles in brütender Mittagssonne; kunststoffverkleidete Häuser vegetieren depressiv dahin, während weiter oben am Hang eben errichtete Rohbauten triumphieren. Vergeblich suchen wir jenen »Einklang zwischen der verhüllten Offenheit der Ebene und dem geöffneten Schweigen der Wälder«. Warum verschrecken uns hässliche Dörfer mehr als hässliche Städte? Vielleicht weil wir in ihnen jenes vormoderne Idyll suchen, das wir uns von den Metropolen niemals erwarten würden. Doch die Zeit steht nirgendwo mehr still; wo sie errichtet, vernichtet sie zugleich. Auch der Wald im Stettbacher Tal, wohin wir wie Friedel und Teddy von Jugenheim aus spazieren, vermag nicht mehr zu versöhnen.
Luxushotel. Als wir uns vor dem Hotel verabschieden, fängt es an zu tröpfeln. Sogleich eilt ein livrierter Page herbei und bietet uns den Regenschirm. Seinen Untergang prophezeite Kracauer 1926 ironisch: »Die Gattung droht auszusterben.« Seine Persiflage billiger Kulturkritik begeisterte damals Walter Benjamin: »Das Trägermaterial verschlechtert sich zusehends, Kleinbürger beherrschen das Feld.« Im edlen Frankfurter Rocco Forte Hotel Villa Kennedy ist das mitnichten der Fall. Hier ist die Welt noch in Ordnung. »Unser Luxushotel vereinigt die internationale Gesellschaft: Hochfinanz, Aristokratie, Großindustrielle, Arrivierte aus freien Berufen und Erben«, beobachtete Kracauer 1928 in einem Schweizer Hotel. »Sie wollen nicht gesehen werden, sie wollen sich gegenseitig zeigen, ohne sich zu gewahren.«
Still ist es im Frankfurter Hotel. Beherrscht werden die Hallen von Schwarz-Weiß-Fotografien: Marilyn, John F. Kennedy, Robert Mitchum, Sophia Loren. Im Zimmer hingegen hängt Abstraktes, als könnten jene Ikonen Liebesspiel und Nachtruhe stören. Ein »Kissenmenü« fördert womöglich beides: Dinkel-Kopfkisssen, Kirschkern-Kissen, Rosshaar-Flachkissen oder die Antiallergie-Nackenrolle »Imprima« können über das normale Leinenkissen »Lino Vivo« hinaus bestellt werden. Glatte Harmonie und gleitende Perfektion wird der nivellierten globalen Klasse geboten. »Kein Laut der Welt dringt in ihre Enklave: es sei denn ein Hochstapler«: Der sitzt morgens beim Frühstück, den Teller peinlich mit Köstlichkeiten zugestapelt, und beobachtet mampfend die Nachbartische mit Familien, »die nirgends so einträchtig auftreten wie in der Öffentlichkeit des Hotels. Sie sind sorgfältige komponierte Schaufensterauslagen, deren größere oder geringere Pracht den Reichtum des Besitzers verrät. Ihr Hauptschmuck ist die Dame.« Die Rechnung wird leise beglichen, und der Hochstapler verschwindet aus dem Luxushotel, wie es sich geziemt: »Seine Gäste kommen überhaupt nicht an oder reisen gar umständlich ab, sondern sie sind einfach da, ohne eingetroffen zu sein, und verflüchtigen sich ebenso unbemerkt.«
Hermannplatz. Der Hermannplatz in Berlin, gelegen an der Grenze zwischen Kreuzberg und Neukölln, ist ein Schlachtfeld. Die schwere Artillerie aus Autos, Lastwagen und Bussen verkeilt sich mit der Fahrrad-Kavallerie, zwischendrin stürzt sich die Fußgänger-Infanterie ins Getümmel. Von unten drängen neue Truppen aus der U-Bahn herauf. Flaneure werden überrollt. Über allem thront das Karstadt-Warenhaus als feste Burg oder tönerner Riese, »der gewaltige Warenhauszwinger«, eine »Monumentalarchitektur, die mit drohender Geste alle Welt zum Eintreten auffordert«. So sah es Kracauer 1930; der heutige Bau erinnert nur noch in Rudimenten an einstige Macht. »Proletarische U-Bahn« nannte Kracauer damals die neu eröffnete U8, die unter dem Hermannplatz hindurchfährt: »Das Publikum, das die Strecke benutzt, sieht freilich nicht eben illusionsfähig aus.« Sein illusionsloser Blick fiele heute sicher härter aus auf diese härteste U-Bahn Deutschlands: »Auf anderen Linien geht es heiterer zu als hier, in den Untergeschossen des Wirtschaftslebens. Viele müde Gesichter und nicht das mindeste Konfektionsgeschnatter. Zum Glück kräht mitunter ein ahnungsloses Kind.«
Berliner Westen. Kracauer selbst wohnte von 1930 bis zu seiner Emigration 1933 mit seiner Frau Lili in Berlin-Charlottenburg. Seit dem vergangenen Jahr erinnert eine Tafel in der Sybelstraße an ihn. Der Platz davor, ein unscheinbares begrüntes Dreieck, heißt heute Kracauerplatz; seine genialische Miniatur Aus dem Fenster gesehen galt dieser Landschaft – »ungestelltes Berlin«. Als Korrespondent der FZ berichtete er von der dramatischen Endzeit Weimars, selbst zusehends in prekäre Verhältnisse geraten: Seine kriselnde Redaktion kürzte Honorare. Gleichwohl schrieb er seine großartigsten, ahnungsvollsten Texte in diesen Jahren über jene heftig flackernde Moderne, über die bald das Dunkel hereinbrechen sollte. »Es waltet ein Verhängnis über diesem Land, und ich weiß genau, daß es nicht nur der Kapitalismus ist«, schrieb er 1930 an Adorno. Angesichts einer noch heute existierenden Unterführung in der Nähe packte ihn »das Grauen«; dieses Grauen rührte aus dem Gegensatz zwischen »stabiler Einheit« des Tunnels mit seinen Albdruck erzeugenden Deckenträgern, darunter das »Gemisch der Passanten und Bettler«, »auseinandergesprengte Teile und Teilchen«.
Von dort spazieren wir zum Kurfürstendamm, dem Kracauer mehrfach ein Denkmal gesetzt hat. Die Angestellten, denen Kracauer 1929/30 seine legendäre gleichnamige Studie widmete, frequentieren immer noch ihre » Asyle für Obdachlose« , jene großen Cafépaläste; heute heißen sie Starbucks. Am Ende sehen wir die Ruine der Gedächtniskirche, wegen Sanierung verhüllt und dadurch wie eines jener Kracauerschen Turmhäuser aussehend. »Keinen habe ich je gekannt, der so hartnäckig zu altern sich geweigert hätte wie Siegfried Kracauer«, rief ihm Theodor W. Adorno 1966 nach. Jung und frisch ist seine Publizistik geblieben. Wer die Fragilität unseres Daseins und unserer Gesellschaft, dieses merkwürdig abgründigen Gebildes, verstehen will, sollte Siegfried Kracauer als unseren Zeitgenossen lesen.






dass man sich Kracauer erst mal leisten können muss. Man wäre ja gerne Angestellter und würde bei Starbucks seine Analysen lesen...
am besten aufschreiben, damit man's nicht vergisst.
Irgendwann gibts Restexemplare, Paperback, Second Hand oder eine WBG-Ausgabe günstiger.
am besten aufschreiben, damit man's nicht vergisst.
Irgendwann gibts Restexemplare, Paperback, Second Hand oder eine WBG-Ausgabe günstiger.
Knapp 3000 Seiten für 112 Euro fallen ja nun preismäßig nicht aus der Welt.
Vielleicht wollen Sie lieber eine kürzere Fassung?
Dann wäre wohl "Siegfried Kracauer: Das journalistische Werk in der 'Frankfurter Zeitung' 1921 - 1933 [Taschenbuch]
Helmut Stadler" 300 Seiten zu ca. 40 €uro zu finden.
Das ist aber -relativ- teurer.
am besten aufschreiben, damit man's nicht vergisst.
Irgendwann gibts Restexemplare, Paperback, Second Hand oder eine WBG-Ausgabe günstiger.
dass der Autor, der Literaturkritikern allen Ernstes empfiehlt sich mit TV-Serien, Videospielen und dergleichen zu beschäftigen, statt etwa Goethe oder Kleist zu lesen, die er als zu unzeitgemäß empfindet, tatsächlich Siegfried Kracauer nicht nur kennt, sondern sogar gelesen hat und ihn auch noch gut findet. Ist das wirklich der Mann, der einmal einen Maxim-Biller-Roman für gut befand, weil ihm die Umgebung, in dem er spielt vertrauter sei als das London Ian Mcewans?
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