Viele der Adjektive fanden wir in Reiseführern, dort steht oft: »Die ... gelten als ...« Sollte sich jemand an die Arbeit machen, herauszufinden, ob die Erzgebirgler tatsächlich zänkischer sind als andere, er würde mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mit der Nachricht aus dem Erzgebirge zurückkommen, dass dies nicht der Fall ist. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)

Das Fiese an solchen negativen Vorurteilen ist, dass man sie verbreitet (um sich überlegen zu fühlen) und scheinbar intelligent anfügt: »Ein Fünkchen Wahrheit ist ja an solchen Vorurteilen immer.« Jeder einzelne tatsächlich geizige Schwabe ist dann ein Beweis für die Fünkchen-These. Zum Glück werden Vorurteile in Deutschland heute nicht mehr dazu benutzt, um Kriege zu führen, sondern um Bürowitzchen über »den Schnösel aus München« zu machen.

Über die Griechen und ihre angebliche Faulheit wurde auch gelacht – bis manche es auf einmal ernst meinten. Für alle Niedersachsen und Nichtniedersachsen, die diese Karte nicht lustig finden: Nächste Woche zeigen wir die positiven Vorurteile.