Euro-Krise "Das war ein Sargnagel"
Trotz Griechenrettung: Der amerikanische Ökonom Nouriel Roubini gibt der Euro-Zone noch fünf Jahre.
DIE ZEIT: Ihr Spitzname lautet Dr. Doom, Doktor Untergang – weil Sie die Weltfinanzkrise vorhergesagt haben...
Nouriel Roubini: Ich ziehe Dr. Realist vor.
ZEIT: Und wie sehen Sie als Dr. Realist die Zukunft Europas – jetzt, wo Griechenland ein weiteres Mal gerettet worden ist?
Roubini: Diese Umschuldung war der einzig vernünftige Schritt für die Euro-Zone. Alle anderen Lösungen, etwa ein hauptsächlicher Verlass auf Rückkäufe der griechischen Staatsanleihen, waren einfach Quatsch.
ZEIT: Und? Ist damit jetzt ein Schlussstrich unter die Probleme gezogen?
Roubini: Natürlich nicht. Die Verantwortlichen beteuern zwar, dass diese Rettungsaktion die absolute Ausnahme bleiben wird, aber das ist Wunschdenken. Irland und Portugal sind doch ebenfalls zahlungsunfähig. In ein paar Jahren wird der bisherige Rettungsplan für Portugal zusammenbrechen. Für Irland gilt das Gleiche. In Irland werden entweder die Banken umschulden müssen oder der Staat.
ZEIT: Was heißt das für die Euro-Zone insgesamt?
Roubini: Die Politiker der Euro-Zone können sich vielleicht noch fünf Jahre lang durchlavieren, danach kann man sehr harten Entscheidungen nicht mehr ausweichen. Die Chancen, dass Griechenland oder Portugal aus der Euro-Zone aussteigen, sehe ich bei 30 Prozent. Griechenlands Verschuldung erreicht kommendes Jahr 166 Prozent des Sozialprodukts. Das Land hat keine Liquiditätsprobleme, es ist insolvent.
ZEIT: Deshalb der Umschuldungsplan.
Roubini: Der löst aber das Kernproblem nicht: die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit im Süden Europas. Schon vor über einem Jahrzehnt haben die EU-Länder an der Peripherie an Wettbewerbsfähigkeit gegenüber China, Asien, der Türkei und Osteuropa verloren. Ihre Produkte waren und sind oft noch überwiegend arbeitsintensiv, sie bieten nur einen geringen Mehrwert. Die scharfe Aufwertung des Euro seit 2002 hat die Wettbewerbsfähigkeit dieser Produkte erst recht ruiniert. Das war ein Sargnagel.
ZEIT: Können die Mittelmeerländer denn mehr wie Deutschland werden?
Roubini: Schwierig. Die Deutschen haben 15 Jahre damit verbracht, wieder wettbewerbsfähig zu werden – indem sie die Löhne weniger schnell steigen ließen als die Produktivität. Wenn Griechenland, Portugal und Spanien es jetzt so ähnlich anfingen, kämen die Resultate viel zu spät. Und eine Gegenbewegung gegen die Sparmaßnahmen und Reformen wäre unausweichlich. Was hilft, ist der Ausstieg aus dem Euro.
ZEIT: Ein schwächerer Euro könnte auch helfen, Produkte aus Südeuropa wieder in Amerika oder Asien wettbewerbsfähiger zu machen.
Roubini: Ja, aber die deutsche Wirtschaft ist so überwettbewerbsfähig und stark, dass ein Sturz des Euro-Kurses unwahrscheinlich ist. Außerdem zieht die Europäische Zentralbank (EZB) gerade die geldpolitischen Zügel an, während die US-Notenbank Fed weiter an der Niedrigzinspolitik festhält. Das schwächt den Dollar gegenüber dem Euro ebenso wie die Schulden- und Haushaltsprobleme in den USA.
- Datum 29.07.2011 - 12:07 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.7.2011 Nr. 31
- Kommentare 106
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"In fünf Jahren bricht die Euro-Zone auseinander, sagt der US-Ökonom Nouriel Roubini im Interview. Auch für die Weltwirtschaft sieht er düstere Jahre bevorstehen. "
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Nach den permanenten öffentlichen Aussagen vieler, wäre das sehr gut für Europa und die Welt, weil nach den permanenten öffentlichen Aussagen von Politik und Wirtschaft jede Krise auch eine Chance ist.
Dh je größer die Krise, desto größer die Chance.
Also hoffen wir darauf, dass diese große Krise auch wirklich bald kommen wird? damit wir unsere Chancen nutzen können, wie das immer von Politik und Wirtschaft und auch Wissenschaft öffentlich vorgebetet wird?
Lösung? Im Link, Kommentar 19:
http://www.zeit.de/wirtsc...
Exakt!
Die Lösung besteht doch nicht im Abbau der Schulden, sondern das Geldsystem in Frage zu stellen.
denn so wird es nicht kommen.
Erstens lieben Politiker billiges Geld und die derzeitige "Gelddruckmaschinerie" ist Lebenselixier unserer politischen Landschaft mit all ihren Verästelungen ('Ohne Kredite keine Wahlversprechen').
Zweitens sind verantwortungsbewußt eingesetzte Kredite durchaus ein Wachstumsmotor für Firmen mit entsprechendem Bedarf und
drittens ist Ihr Vorschlag Dummtüch.
Exakt!
Die Lösung besteht doch nicht im Abbau der Schulden, sondern das Geldsystem in Frage zu stellen.
denn so wird es nicht kommen.
Erstens lieben Politiker billiges Geld und die derzeitige "Gelddruckmaschinerie" ist Lebenselixier unserer politischen Landschaft mit all ihren Verästelungen ('Ohne Kredite keine Wahlversprechen').
Zweitens sind verantwortungsbewußt eingesetzte Kredite durchaus ein Wachstumsmotor für Firmen mit entsprechendem Bedarf und
drittens ist Ihr Vorschlag Dummtüch.
"Wenn sie verhindert werden soll, müsste die Euro-Zone eine volle Union eingehen – sprich: Alle Steuereinnahmen und alle Schulden müssten in einen gemeinsamen Pool. Aber das wollen weder die Politiker noch die Wähler. Die deutschen Steuerzahler bürgen jetzt schon für die Schulden Griechenlands, Portugals und Irlands, und ich bezweifle ja schon, dass sie auch noch bereit sind, für Spanien, Italien, Belgien und so weiter geradezustehen."
Dieses Zenario wurde vor kurzem noch als als spekulativ wegmoderiert. Roubini: "Ich sehe den Tatsachen gern ins Auge."
Andere tun das auch.
Sehr interessant finde ich auch diesen Abschnitt:
"In diesem schwierigen Umfeld müssen wir in den Industrieländern schmerzhafte, sehr schmerzhafte Anpassungen vornehmen."
Ist das nicht das, was die Tea-Party in den USA vorantreibt? Durch die "sehr schmerzhaften Anpassungen" wird der Staat in sämtlichen Belangen - auch im Bereich Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit etc. - de facto handlungsunfähig und der Weg zum Faustrecht - auch "Selbstregulierungskraft des Marktes" - frei gemacht...
Dies wäre der Weg in die völlige Anarchie...
Sehr interessant finde ich auch diesen Abschnitt:
"In diesem schwierigen Umfeld müssen wir in den Industrieländern schmerzhafte, sehr schmerzhafte Anpassungen vornehmen."
Ist das nicht das, was die Tea-Party in den USA vorantreibt? Durch die "sehr schmerzhaften Anpassungen" wird der Staat in sämtlichen Belangen - auch im Bereich Rechtsstaatlichkeit, Sicherheit etc. - de facto handlungsunfähig und der Weg zum Faustrecht - auch "Selbstregulierungskraft des Marktes" - frei gemacht...
Dies wäre der Weg in die völlige Anarchie...
Die von Roubini genannte Verschuldung China's überrascht mich ein wenig. Bekanntlich muss es für jeden Schuldner einen Gläubiger geben. Sind diese Gläubiger irgendwelche chinesischen Pensinsfonds oder Ähnliches oder kommt das Geld hauptsächlich aus dem Ausland? Gibt es dazu öffentliche Infos?
Wenn sich die Bauprojekte nicht rechnen, kann die Bank ein Problem bekommen. Allerdings sind die chinesischen Banken eh staatlich. Der Staat hat auch riesige Ersparnisse.
Das Blöde an den ganzen Experten ist, dass jeder seine Sicht der Dinge mit einer Auswahl an Fakten untermauert und andere Fakten einfach weg lässt.
In Amerika ist das auch so. Der Staat (alle Bürger, die Verwaltung, alle Bankkonten usw.) sind gar nicht verschuldet, nur der Staatshaushalt - das was die Amerikaner der Verwaltung an Geld zum managen des Staats geben - ist verschuldet. Unterm Strich ist Amerika als Staat immer noch reich (rund 60-14 Bio $). Der Reichtum ist nur krass ungleich verteilt, was teils den Eindruck von Armut erweckt. Und die Reps lieben es, der Verwaltung wegzugeizen, was wegzugeizen geht. Das ist alles Geld, das potentiell auf ihr eigenes Konto wandern kann.
Anm.: Bitte versehen Sie Tatsachenbehauptungen mit Verweisen auf entsprechende Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
Wenn sich die Bauprojekte nicht rechnen, kann die Bank ein Problem bekommen. Allerdings sind die chinesischen Banken eh staatlich. Der Staat hat auch riesige Ersparnisse.
Das Blöde an den ganzen Experten ist, dass jeder seine Sicht der Dinge mit einer Auswahl an Fakten untermauert und andere Fakten einfach weg lässt.
In Amerika ist das auch so. Der Staat (alle Bürger, die Verwaltung, alle Bankkonten usw.) sind gar nicht verschuldet, nur der Staatshaushalt - das was die Amerikaner der Verwaltung an Geld zum managen des Staats geben - ist verschuldet. Unterm Strich ist Amerika als Staat immer noch reich (rund 60-14 Bio $). Der Reichtum ist nur krass ungleich verteilt, was teils den Eindruck von Armut erweckt. Und die Reps lieben es, der Verwaltung wegzugeizen, was wegzugeizen geht. Das ist alles Geld, das potentiell auf ihr eigenes Konto wandern kann.
Anm.: Bitte versehen Sie Tatsachenbehauptungen mit Verweisen auf entsprechende Quellen. Danke. Die Redaktion/vn
der "Dollarraum" macht mit der Eurodiskussion ein Speerfeuer auf, um von den eigenen Problemen abzulenken......
".... und Portugal sind doch ebenfalls zahlungsunfähig."
Seltsam, dass Portugal zahlungsunfähig sein soll, obwohl das Land 383 t Goldreserven besitzt.
Geschätzter Wert: 20,7 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: die Europäische Zentralbank besitzt 500 t Gold.
http://www.spiegel.de/wir...
Das war der Stand Anfang Mai. Durch den anhaltenden Höhenflug des Goldkurses dürften die Goldreserven der Portugiesen weitere 2 Milliarden Euro mehr wert sein.
Und die USA? Nun, die Notenbank der USA (FED) hat seit 1934 KEIN Gold mehr.
Dieses sei damals an das US Finanzministerium abgegeben worden. Man hat im Gegenzug nur Zertifikate bekommen.
http://www.bullion-invest...
Wieviel Gold noch in Fort Knox lagert ist ungewiss.
1960 beliefen sich die Goldreserven der Amerikaner auf schlappe 18,3 Milliarden Dollar.
http://www.spiegel.de/spi...
1974 hat man wohl das letzte Mal nachgezählt. Da sollen noch 4500 t Goldbarren vorhanden gewesen sein.
Manche US-Politiker bezweifeln, dass überhaupt noch etwas da ist. Der Abgeordnete Ron Paul will sogar offiziell nachzählen lassen.
http://www.tagesanzeiger....
Wenn die Zahlen stimmen und man das Gold auf die Bürger verteilen würde, müssten sich in den USA 69 Bürger 1 kg Gold teilen. In Portugal wären es nur 28.
".... und Portugal sind doch ebenfalls zahlungsunfähig."
Seltsam, dass Portugal zahlungsunfähig sein soll, obwohl das Land 383 t Goldreserven besitzt.
Geschätzter Wert: 20,7 Milliarden Dollar.
Zum Vergleich: die Europäische Zentralbank besitzt 500 t Gold.
http://www.spiegel.de/wir...
Das war der Stand Anfang Mai. Durch den anhaltenden Höhenflug des Goldkurses dürften die Goldreserven der Portugiesen weitere 2 Milliarden Euro mehr wert sein.
Und die USA? Nun, die Notenbank der USA (FED) hat seit 1934 KEIN Gold mehr.
Dieses sei damals an das US Finanzministerium abgegeben worden. Man hat im Gegenzug nur Zertifikate bekommen.
http://www.bullion-invest...
Wieviel Gold noch in Fort Knox lagert ist ungewiss.
1960 beliefen sich die Goldreserven der Amerikaner auf schlappe 18,3 Milliarden Dollar.
http://www.spiegel.de/spi...
1974 hat man wohl das letzte Mal nachgezählt. Da sollen noch 4500 t Goldbarren vorhanden gewesen sein.
Manche US-Politiker bezweifeln, dass überhaupt noch etwas da ist. Der Abgeordnete Ron Paul will sogar offiziell nachzählen lassen.
http://www.tagesanzeiger....
Wenn die Zahlen stimmen und man das Gold auf die Bürger verteilen würde, müssten sich in den USA 69 Bürger 1 kg Gold teilen. In Portugal wären es nur 28.
Ich dachte immer, die Unkenntnis über die Zukunft sei maximal sei. Das scheint bei Nouriel Roubini anders zu sein.
Wer sein Leben lang Katastrophen vorausagt, muß zwangläufig nach dem Gesetz der großen Zahl irgendwann recht behalten. Genauso behalte ich immer recht, wenn ich sage, dass sich auf lange Sicht alles ausgleicht oder dass wir auf lange Sicht alle tot sind. Schließlich ist es ein Gesetz der Natur, dass alles was kaputt gehen kann, eines Tages kaputt geht.
Das er den genauen Zeitpunkt kennt zeichnet ihn allerdings als einen begnadeten Hellseher aus. Interessant wäre zu erfahren wie oft er sich geirrt hat, wo er sozusagen als "Dunkelseher" entlarvt wurde.
"Ihr Spitzname lautet Dr. Doom, Doktor Untergang – weil Sie die Weltfinanzkrise vorhergesagt haben..."
Also im vollen Ernst, absolut jeder, der wie ich auch nur gelegentlich eine der großen deutschen Wirtschaftszeitungen gelesen hat, hätte es kommen sehen können. Bereits 2005/06 gab es Artikel, die mahnten, dass das Wirtschaftswachstum der USA nach dem Platzen der New-Economy-Blase Anfang der 2000er Jahre fast ausschließlich vom Immobiliensektor getrieben wurde. Beginnend 2007 wurde die sich bereits abzeichnende Finanzkrise fast wöchentlich thematisiert.
Im Grunde genommen ist jeder, der unmittelbar über seine Geldanlagen von der Finanzkrise getroffen wurde, selbst daran schuld, nachdem es doch die Spatzen zuvor fast ein Jahr lang von den Dächern gepfiffen haben.
Man hätte eben nur mehr Zeitung lesen müssen ;-)
.. denn, nur der, der selber einen "Knall" hat, mag etwas darüber sagen können;-) - oder?
Ich mag diese "Experten" .. alle ;-()))
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
Buntes Wochenende;_)
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
Grüße
Fl:o
Kommentar 6 hat Recht, dass Roubini hier Voraussagen macht mit einer Selbstsicherheit, als könnte er in die Zukunft sehen. Und das kann er natürlich nicht.
a) Ist das die Schuld Roubinis? Nun, mit weniger krassen Voraussagen hätte die Zeit ihn wahrscheinlich nicht zu einem Interview gebeten. Stattdessen hätten sie jemand anderen mit krassen Voraussagen genommen. Die Welt will solche Typen hören, nicht aber die vorsichtigen und seriösen. Später beschweren die Leute sich dann, dass "die Ökonomen" so unseriös seien.
b) Wie interpretiert man so etwas? Nun, Roubinis Voraussage scheint mir ein "worst-case scenario" zu sein, was also passieren kann, wenn alles schiefgeht. Es ist ein "educated guess", also ein mit Expertise unterlegtes Raten, aber auch nicht mehr. Dieses würde ich mit Interesse, aber Vorsicht genießen. Zur Begründung dieser apokalyptischen Voraussage weist er aber auf wirkliche wirtschaftliche Verwerfungen auf - auf eine Reihe von Zeitbomben, die von der jetzigen Politik geleugnet oder schöngefärbt werden. Dieser Teil ist m.E. wirklich ernst zu nehmen. Aber welche dieser Zeitbomben sich von selbst entschärfen, welche die Politik entschärfen kann, welche irrelevant werden, und welche uns am Ende wirklich um die Ohren fliegen - da kann es sicherlich viele gleichgute Meinungen geben. Viel Spaß beim Diskutieren!
Es wird viel zu allgemein von "den Experten" gesprochen , oder es werden einige gezeigt .
Wichtig wäre mir in dem Zusammenhang immer eine Linkliste oder Kurztabelle als Rückblick auf frühere Aussage und den CV dieser sogenannten Experten. Er mag wohl mal richtig gelegen sein aber sicher auch oftmals falsch.
Ein solches "Qualifikationsprofil" von "Experten" wäre für mich als Leser sehr hilfreich.
Sie scheinen wirklich nicht informiert zu sein und stellen ausgerechnet Roubini in Frage. Roubini hat seit Jahren vor einer massiven Finanzkrise und dem Zusammenbruch der Immobilienbase gewarnt und die Szenarien genauestens ausgemalt, die dann auch genau so eingetreten sind. Natuerlich kann man sich irren - aber gemessen an dem was Roubini bisher verlautbaren hat lassen im Gegensatz zum Heer der sogenannten Experten und Schoenredner, und der Mainstream-Medien, die Leute wie Roubini in Fernseh-Interviews (noch vor der Krise) geradezu genuesslich ausgelacht haben und als unserioese Witzfigur beschimften, koennen wir uns getrost darauf verlassen, dass das was Roubini sagt Hand und Fuß hat. Ich empfehle allen, die diesen Mann nicht ernst nehmen, mal ihre Hausaufgaben zu machen!
Ich will Ihnen nicht Ihre Illusionen rauben, zu glauben Roubini könne die komplexen Kausalketten, die für eine solche Voraussage nötig ist, restlos übersehen ohne zu spekulieren. Die meisten Menschen müssen schon beim dritten Glied passen.
Der Letzte, der versuchte Ereignisse, die in der Zukunft liegen mit den Mitteln der Mathematik vorauszusagen war G.-W.-Leibniz ein mathematisches Universalgenie.Er schaffte es ebenfalls nicht.
Es mag sein, dass Roubini Einiges vorausgesehen hat ohne den Kaffeesatz zu bemühen. Aber was beweist das? Bekanntlich ist jede Aussage, die bezogen auf die Zukunft getroffen wird weder falsch noch wahr ist. Trifft sie gemäß der Voraussage ein, so ist das rein zufällig. Das was man allenfalls voraussagen kann ist die Eintrittswahrscheinlichkeit, mehr nicht. Dazu bedarf es allerdings einer Unmenge an Zahlenmaterial.
Roubini hat womöglich, ohne dass er es wissen konnte, ein Ereignis mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit getroffen, mehr nicht. Das ist so ähnlich wie beim Münzwurf, obwohl die Wahrscheinlichkeit Kopf oder Zahl zu erhalten, nach jedem Wurf immer gleich 0,5 ist, kann es durchaus passieren, dass dreimal hintereinander Zahl kommt. Stellen Sie sich jetzt vor Sie hätten das Ergebnis vorausgesagt. Dann wären sie auch eine Art Roubini und hätten eine Fangemeinde, obwohl das Ergebnis
rein zufällig aufgetreten ist. Nur so einfach ist die Ökonomie nicht. Hier haben wir es mit Menschen zu tun, deren Verhalten keine berechenbare Größe ist.
Es scheint nur so, dass man die Finanzkrise zeitnah hätte voraussehen können. Wer das von sich behauptet, glaubt aus heutiger Sicht er hätte damals die langen Kausalketten zwischen Ursache und Wirkung Glied für Glied verstehen können, wenn er nur bestimmten Autoritäten vertraut hätte. Nein, er hatte keine Chance! Weder der unvoreingenommene Beobachter noch die Autorität. Die Kausalketten waren zu lang.
Er hätte auch damals ungeprüft den Aussagen der Autoritäten vertrauen müssen. Aber welchen? Denjenigen, die sich damals geirrt haben oder denjenigen, die recht behalten haben. Heute wissen wir es. Aber wie hätte man damals den Spreu vom Weizen trennen sollen?
Alle, die das heute glauben, glauben es weil sie im Besitz von Informationen sind, die sie damals nicht hatten. Ihre Entscheidungen wären Vor-Urteile gewesen, mehr nicht.
es gab eine Reihe von Leuten, die alles recht präzise haben kommen sehen und auch beschrieben haben. Die meisten saßen allerdings nicht auf Lehrstühlen oder in den Büros der Regierungen. Viele haben ihre eigene Beratungsgesellschaft betrieben (zB der exzellente "Grant's Interest Rate Observer") oder eigenes Geld eingesetzt. Ein alter Hase wie Jim Rogers hat den Braten lange vorher gerochen, ebenso John Thomas, the Mad Hedge Fund Trader. Warren Buffet hat gewarnt. Viele, viele - aber die gelten nicht als seriös.
Als seriös gilt ein Präsident der Zentralbank, ein Finanzminister, ein Titelträger, ein Offizieller mit Testat und Befähigungsnachweis. Leider - für allzu viele Menschen leider - wird denen geglaubt, die die Probleme noch nicht einmal am Vorabend haben kommen sehen (Bernanke).
Ich habe auf Anraten in 2003 die Kurse der Subprime Lenders auf einem Beobachtungsradar gehabt und deren Kurse haben rechtzeitig das Signal gegeben.
Aber, so ist es auch jetzt: die nächste Blase wird grade aufgebaut, die Politiker merken mal wieder gar nichts und schüren selbst kräftig das Feuer. Auch diesmal wird die Blase platzen und angeblich hat es keiner gewußt. Doch, es wissen mitlerweile Viele Einiges und wer hören kann, der hört sie. Nur - es WILL keiner hinhören.
Mainstream ist Mist, Regierungen und Behörden unterliegen Wunschdenken und auch DIE ZEIT war auf diesem Gebiet auch noch nie sonderlich originell oder stringent.
Der Zeitpunkt des Platzens? Keine seriöse Prognose! Not yet.
Damit alle die sogenannten „Vorherseher“ sich des Eintreffens ihrer Vorhersage sicher sein können, müssen sie folgendes Kunststück fertigbringen: Sie müssen die Katastrophe kommen sehen, den genauen Zeitpunkt ihres Eintreffens kennen und genau wissen, dass die Gegenmaßnahmen der Akteure, die sie verhindern wollen nicht greifen.
Stellen Sie sich vor sie würden einen Luftballon weiter und weiter aufblasen und nicht aufhören: Jeder würde voraussagen, dass der Ballon mit der Wahrscheinlichkeit 1 platzen wird.
Zu welchem Zeitpunkt gerader dieser Ballon platzt schon nicht mehr ohne Weiteres, denn dazu müsste man den Druck und die transportierte Luftmenge genau kennen. Das mag bei diesem simplen physikalischen Beispiel mit relativ wenigen Variablen noch gehen. Schwieriger, um nicht zu sagen unmöglich wird es alle die Variablen zu berücksichtigen, die den genauen Zeitpunkt fixiert, in dem eine Finanzblase platzt. Diese Matrix enthält Milliarden von linearen und nichtlinearen Gleichungen, von der ceteris paribus Klausel einmal ganz zu Schweigen.
Gesetzt den Fall die „Vorherseher“ würden auch diese schon unmögliche Aufgabe lösen, so würden sie letztlich daran scheitert, dass sie nicht wissen können, welche Gegenmaßnahmen die Akteure unternehmen, die das Platzen der Blase verhindern wollen. Hier stellt sich den „Vorhersehern“ die unberechenbare Größe Mensch in den Weg und markiert das Ende einer exakten Voraussage und den Beginn der Eintrittswahrscheinlichkeit.
"Ihr Spitzname lautet Dr. Doom, Doktor Untergang – weil Sie die Weltfinanzkrise vorhergesagt haben..."
Also im vollen Ernst, absolut jeder, der wie ich auch nur gelegentlich eine der großen deutschen Wirtschaftszeitungen gelesen hat, hätte es kommen sehen können. Bereits 2005/06 gab es Artikel, die mahnten, dass das Wirtschaftswachstum der USA nach dem Platzen der New-Economy-Blase Anfang der 2000er Jahre fast ausschließlich vom Immobiliensektor getrieben wurde. Beginnend 2007 wurde die sich bereits abzeichnende Finanzkrise fast wöchentlich thematisiert.
Im Grunde genommen ist jeder, der unmittelbar über seine Geldanlagen von der Finanzkrise getroffen wurde, selbst daran schuld, nachdem es doch die Spatzen zuvor fast ein Jahr lang von den Dächern gepfiffen haben.
Man hätte eben nur mehr Zeitung lesen müssen ;-)
.. denn, nur der, der selber einen "Knall" hat, mag etwas darüber sagen können;-) - oder?
Ich mag diese "Experten" .. alle ;-()))
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
Buntes Wochenende;_)
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
Grüße
Fl:o
Kommentar 6 hat Recht, dass Roubini hier Voraussagen macht mit einer Selbstsicherheit, als könnte er in die Zukunft sehen. Und das kann er natürlich nicht.
a) Ist das die Schuld Roubinis? Nun, mit weniger krassen Voraussagen hätte die Zeit ihn wahrscheinlich nicht zu einem Interview gebeten. Stattdessen hätten sie jemand anderen mit krassen Voraussagen genommen. Die Welt will solche Typen hören, nicht aber die vorsichtigen und seriösen. Später beschweren die Leute sich dann, dass "die Ökonomen" so unseriös seien.
b) Wie interpretiert man so etwas? Nun, Roubinis Voraussage scheint mir ein "worst-case scenario" zu sein, was also passieren kann, wenn alles schiefgeht. Es ist ein "educated guess", also ein mit Expertise unterlegtes Raten, aber auch nicht mehr. Dieses würde ich mit Interesse, aber Vorsicht genießen. Zur Begründung dieser apokalyptischen Voraussage weist er aber auf wirkliche wirtschaftliche Verwerfungen auf - auf eine Reihe von Zeitbomben, die von der jetzigen Politik geleugnet oder schöngefärbt werden. Dieser Teil ist m.E. wirklich ernst zu nehmen. Aber welche dieser Zeitbomben sich von selbst entschärfen, welche die Politik entschärfen kann, welche irrelevant werden, und welche uns am Ende wirklich um die Ohren fliegen - da kann es sicherlich viele gleichgute Meinungen geben. Viel Spaß beim Diskutieren!
Es wird viel zu allgemein von "den Experten" gesprochen , oder es werden einige gezeigt .
Wichtig wäre mir in dem Zusammenhang immer eine Linkliste oder Kurztabelle als Rückblick auf frühere Aussage und den CV dieser sogenannten Experten. Er mag wohl mal richtig gelegen sein aber sicher auch oftmals falsch.
Ein solches "Qualifikationsprofil" von "Experten" wäre für mich als Leser sehr hilfreich.
Sie scheinen wirklich nicht informiert zu sein und stellen ausgerechnet Roubini in Frage. Roubini hat seit Jahren vor einer massiven Finanzkrise und dem Zusammenbruch der Immobilienbase gewarnt und die Szenarien genauestens ausgemalt, die dann auch genau so eingetreten sind. Natuerlich kann man sich irren - aber gemessen an dem was Roubini bisher verlautbaren hat lassen im Gegensatz zum Heer der sogenannten Experten und Schoenredner, und der Mainstream-Medien, die Leute wie Roubini in Fernseh-Interviews (noch vor der Krise) geradezu genuesslich ausgelacht haben und als unserioese Witzfigur beschimften, koennen wir uns getrost darauf verlassen, dass das was Roubini sagt Hand und Fuß hat. Ich empfehle allen, die diesen Mann nicht ernst nehmen, mal ihre Hausaufgaben zu machen!
Ich will Ihnen nicht Ihre Illusionen rauben, zu glauben Roubini könne die komplexen Kausalketten, die für eine solche Voraussage nötig ist, restlos übersehen ohne zu spekulieren. Die meisten Menschen müssen schon beim dritten Glied passen.
Der Letzte, der versuchte Ereignisse, die in der Zukunft liegen mit den Mitteln der Mathematik vorauszusagen war G.-W.-Leibniz ein mathematisches Universalgenie.Er schaffte es ebenfalls nicht.
Es mag sein, dass Roubini Einiges vorausgesehen hat ohne den Kaffeesatz zu bemühen. Aber was beweist das? Bekanntlich ist jede Aussage, die bezogen auf die Zukunft getroffen wird weder falsch noch wahr ist. Trifft sie gemäß der Voraussage ein, so ist das rein zufällig. Das was man allenfalls voraussagen kann ist die Eintrittswahrscheinlichkeit, mehr nicht. Dazu bedarf es allerdings einer Unmenge an Zahlenmaterial.
Roubini hat womöglich, ohne dass er es wissen konnte, ein Ereignis mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit getroffen, mehr nicht. Das ist so ähnlich wie beim Münzwurf, obwohl die Wahrscheinlichkeit Kopf oder Zahl zu erhalten, nach jedem Wurf immer gleich 0,5 ist, kann es durchaus passieren, dass dreimal hintereinander Zahl kommt. Stellen Sie sich jetzt vor Sie hätten das Ergebnis vorausgesagt. Dann wären sie auch eine Art Roubini und hätten eine Fangemeinde, obwohl das Ergebnis
rein zufällig aufgetreten ist. Nur so einfach ist die Ökonomie nicht. Hier haben wir es mit Menschen zu tun, deren Verhalten keine berechenbare Größe ist.
Es scheint nur so, dass man die Finanzkrise zeitnah hätte voraussehen können. Wer das von sich behauptet, glaubt aus heutiger Sicht er hätte damals die langen Kausalketten zwischen Ursache und Wirkung Glied für Glied verstehen können, wenn er nur bestimmten Autoritäten vertraut hätte. Nein, er hatte keine Chance! Weder der unvoreingenommene Beobachter noch die Autorität. Die Kausalketten waren zu lang.
Er hätte auch damals ungeprüft den Aussagen der Autoritäten vertrauen müssen. Aber welchen? Denjenigen, die sich damals geirrt haben oder denjenigen, die recht behalten haben. Heute wissen wir es. Aber wie hätte man damals den Spreu vom Weizen trennen sollen?
Alle, die das heute glauben, glauben es weil sie im Besitz von Informationen sind, die sie damals nicht hatten. Ihre Entscheidungen wären Vor-Urteile gewesen, mehr nicht.
es gab eine Reihe von Leuten, die alles recht präzise haben kommen sehen und auch beschrieben haben. Die meisten saßen allerdings nicht auf Lehrstühlen oder in den Büros der Regierungen. Viele haben ihre eigene Beratungsgesellschaft betrieben (zB der exzellente "Grant's Interest Rate Observer") oder eigenes Geld eingesetzt. Ein alter Hase wie Jim Rogers hat den Braten lange vorher gerochen, ebenso John Thomas, the Mad Hedge Fund Trader. Warren Buffet hat gewarnt. Viele, viele - aber die gelten nicht als seriös.
Als seriös gilt ein Präsident der Zentralbank, ein Finanzminister, ein Titelträger, ein Offizieller mit Testat und Befähigungsnachweis. Leider - für allzu viele Menschen leider - wird denen geglaubt, die die Probleme noch nicht einmal am Vorabend haben kommen sehen (Bernanke).
Ich habe auf Anraten in 2003 die Kurse der Subprime Lenders auf einem Beobachtungsradar gehabt und deren Kurse haben rechtzeitig das Signal gegeben.
Aber, so ist es auch jetzt: die nächste Blase wird grade aufgebaut, die Politiker merken mal wieder gar nichts und schüren selbst kräftig das Feuer. Auch diesmal wird die Blase platzen und angeblich hat es keiner gewußt. Doch, es wissen mitlerweile Viele Einiges und wer hören kann, der hört sie. Nur - es WILL keiner hinhören.
Mainstream ist Mist, Regierungen und Behörden unterliegen Wunschdenken und auch DIE ZEIT war auf diesem Gebiet auch noch nie sonderlich originell oder stringent.
Der Zeitpunkt des Platzens? Keine seriöse Prognose! Not yet.
Damit alle die sogenannten „Vorherseher“ sich des Eintreffens ihrer Vorhersage sicher sein können, müssen sie folgendes Kunststück fertigbringen: Sie müssen die Katastrophe kommen sehen, den genauen Zeitpunkt ihres Eintreffens kennen und genau wissen, dass die Gegenmaßnahmen der Akteure, die sie verhindern wollen nicht greifen.
Stellen Sie sich vor sie würden einen Luftballon weiter und weiter aufblasen und nicht aufhören: Jeder würde voraussagen, dass der Ballon mit der Wahrscheinlichkeit 1 platzen wird.
Zu welchem Zeitpunkt gerader dieser Ballon platzt schon nicht mehr ohne Weiteres, denn dazu müsste man den Druck und die transportierte Luftmenge genau kennen. Das mag bei diesem simplen physikalischen Beispiel mit relativ wenigen Variablen noch gehen. Schwieriger, um nicht zu sagen unmöglich wird es alle die Variablen zu berücksichtigen, die den genauen Zeitpunkt fixiert, in dem eine Finanzblase platzt. Diese Matrix enthält Milliarden von linearen und nichtlinearen Gleichungen, von der ceteris paribus Klausel einmal ganz zu Schweigen.
Gesetzt den Fall die „Vorherseher“ würden auch diese schon unmögliche Aufgabe lösen, so würden sie letztlich daran scheitert, dass sie nicht wissen können, welche Gegenmaßnahmen die Akteure unternehmen, die das Platzen der Blase verhindern wollen. Hier stellt sich den „Vorhersehern“ die unberechenbare Größe Mensch in den Weg und markiert das Ende einer exakten Voraussage und den Beginn der Eintrittswahrscheinlichkeit.
Es wird ja allenthalben davon ausgegangen, dass unsere schuldenfinanzierte Geldwirtschaft die alleinseligmachende ist. Da Zinsen jedes Geldsystem auf Dauer ruinieren, fällt es nicht schwer einzusehen, dass es irgendwann kracht. Die Chance, dass es 2013 passiert ist schon deshalb sehr hoch, weil das System eigentlich schon 2008 vor die Hunde gegangen ist, wo es ja auch hingehört. Unser Wirtschaftssystem ist verfault und untergräbt obendrein noch die demokratische Grundordnung der westlichen Staaten. Wie lange wir uns das noch anschauen wollen, dass an den Schaltzentralen der Wirtschaft (Banken) Halunken die Hebel umlegen um die Weichen zu stellen, kann man nur schätzen. Vermutlich solange bis jeder eingesehen hat, dass es keine Aussicht darauf gibt, irgendwann mal selbst zum Halunken "befördert" zu werden.
Exakt!
Die Lösung besteht doch nicht im Abbau der Schulden, sondern das Geldsystem in Frage zu stellen.
youtube:
'The Secret of OZ'
.....ist das richtig. bereits 1990 war die heutige Krise abzusehen. Lediglich kam sie etwa 5-10 Jahre früher, als ich damals erwartete. Ein Geldsystem, das systemisch Ungleichgewichte der Größe aufbaut ohne entsprechende Ausgleichsmechanismen zu integrieren, muss scheitern. Das ist trivial und war damals bekannt oder hätte verantwortlich handelnden Politikern bekannt gewesen sein müssen. Die damalsige Handlung wäre demnach grob fahrlässig und sollte so behandelt werden.
youtube:
'The Secret of OZ'
.....ist das richtig. bereits 1990 war die heutige Krise abzusehen. Lediglich kam sie etwa 5-10 Jahre früher, als ich damals erwartete. Ein Geldsystem, das systemisch Ungleichgewichte der Größe aufbaut ohne entsprechende Ausgleichsmechanismen zu integrieren, muss scheitern. Das ist trivial und war damals bekannt oder hätte verantwortlich handelnden Politikern bekannt gewesen sein müssen. Die damalsige Handlung wäre demnach grob fahrlässig und sollte so behandelt werden.
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