Finanzprodukte Nicht mal im Kleingedruckten
Gemeine Tricks von Fonds und Versicherungen schmälern die Rendite der Kunden.
Angenommen, Sie suchen ein Produkt, um langfristig Geld fürs Alter anzusparen. Ein Berater legt Ihnen drei Produktbeschreibungen hin: Das erste Angebot verspricht bei einer jährlichen Rendite von sechs Prozent eine Summe von 158.000 Euro, die Ihnen am Ende einer 30-jährigen Laufzeit ausbezahlt wird. Beim zweiten wären es 163.000 Euro, beim dritten 184.000 Euro. Für welches entscheiden Sie sich?
Wenn Sie spontan zum dritten greifen, tun Sie, was die meisten Sparer machen und worauf Vermittler und Produktanbieter spekulieren. Sie sind dann ein einfacher Kunde, aber nicht unbedingt ein cleverer.
Wenn Sie sich dagegen schon einmal mit der Konstruktion von Finanzprodukten auseinandergesetzt haben, fragen Sie erst einmal nach, welche Kosten sich in den jeweiligen Produkten verstecken. Sie sind dann schon recht gewitzt, aber am Ende oft auch nicht viel schlauer. Denn beim Kauf von Produkt eins werden zwar hohe Einmalkosten fällig, dafür entstehen später aber nur noch kleine Jahresbeträge für laufende Kosten. Produkt zwei ist am Anfang billig, die folgenden 30 Jahre aber umso teurer. Produkt drei liegt bei den Kosten irgendwo in der Mitte. Welches Angebot also wählen Sie jetzt?
- Effektivkosten
Die Bundesregierung erwägt, eine einheitliche Kennziffer einzuführen, die Aufschluss über sämtliche Kosten bei Finanzprodukten gibt. Diese soll Produkte auch untereinander vergleichbar machen. Eine solche Ziffer könnte der erwartete Renditeabschlag sein, auch »erwartete Reduction in Yield« genannt. Er gibt Auskunft über die Effektivkosten einer Geldanlage, zeigt also, um wie viel sich die erwartete Rendite einer Anlage nach Abzug sämtlicher anfallender Kosten verringert
Wenn Sie immer noch zum dritten Produkt greifen, haben Sie sich falsch entschieden. Unterm Strich ist es das Angebot, bei dem der Anbieter, über die gesamte Laufzeit des Vertrags betrachtet, den größten Teil Ihrer Sparbeiträge verpulvert und für sich selbst einstreicht. Was er Ihnen am Ende auszahlt, wird daher auch weit weniger sein als die versprochenen 184.000 Euro.
Die beste Wahl wäre Produkt zwei. Das verursacht zwar hohe laufende Kosten und wirkt unattraktiv, man legt aber damit das Ersparte zu sehr geringen Kosten an.
Das Problem ist nur, dass diese Kapitalanlagekosten in keinem Ranking und in keiner Produktbroschüre auftauchen. Sie gehören zu den versteckten Kosten, die Banken, Fondsgesellschaften und Versicherungen nicht ausweisen müssen – und die sie daher auch nicht ausweisen. Das macht es für Anleger schwer, das beste Produkt zu wählen.
Das gilt sowohl für den Vergleich innerhalb bestimmter Produktgruppen – wie hier zwischen Versicherungen – als auch für die Abwägung: Spare ich langfristig lieber mit aktiven Fonds, Indexfonds, Versicherungen, Zertifikaten oder Anleihen? »Wenn der Anleger aussuchen soll, mit was er am besten vorsorgt, muss er vergleichen können«, mahnen Verbraucherschützer. Genau das kann er aber nicht.
Kein Sparer kennt die internen Kosten der Finanzbranche oder die Summen, die diese einbehält. »Bei Zertifikaten werden die entstehenden Kosten für Vertrieb, Marketing, Risikoabsicherung und Provisionen nicht genannt, sondern im Ausgabepreis versteckt«, so Mark Ortmann, Geschäftsführer des Instituts für Transparenz in der Altersvorsorge, »der Anleger ist gar nicht mehr in der Lage, den fairen Wert des Papiers zu ermitteln.« Selbst Experten tun sich schwer. »Die versprochenen Leistungen stehen immer ganz groß in den Verkaufsbroschüren«, kritisiert Ortmann, »dagegen sind die Nachteile, insbesondere die Kosten, schwer oder nicht zu ermitteln.«
Nun könnte man sagen: macht nichts. Soll doch eine Bank, eine Fondsgesellschaft oder eine Versicherung eine ordentliche Summe für die Konstruktion eines Produktes kassieren, solange es am Ende gutes Geld bringt. Das Problem ist, dass man erstens bei einem Vertrag über 30 Jahre nicht weiß, welche Rendite am Ende wirklich steht. Und zweitens, dass der Wertzuwachs in Beispielrechnungen und Vergleichen oft nur so überdurchschnittlich erscheint, weil dort eben nicht alles mit eingerechnet ist, was den Ertrag schmälert. Auch nicht, wenn von »Rendite nach Kosten« die Rede ist.
Hinzu kommt, dass wissenschaftliche Langfristvergleiche einen negativen Zusammenhang zwischen Kosten und Erfolg belegen. Das gilt zumindest bei Fonds. Eine Studie der Rating-Agentur Morningstar etwa kommt zu dem Schluss: »Die Gesamtkostenquote erweist sich als das beste Entscheidungskriterium und ist ein starker Indikator für die künftige Performance eines Fonds. In jedem Zeitraum und in jeder Anlageklasse schnitten kostengünstige Fonds besser ab als teure.«
Das klingt nach einer Hilfe für Anleger, zumal die Gesamtkostenquote, ausgewiesen unter dem Kürzel TER, von vielen Fondsgesellschaften angegeben wird. Nun hat diese Kennziffer aber einen Haken, bei näherer Betrachtung sind es sogar drei.
Erstens ist die Ziffer nicht verpflichtend. Zwar hält der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in seinen Wohlverhaltensregeln die Fondsindustrie dazu an, die Gesamtkostenquote aufzuführen. Zwingend ist sie aber nicht.
Zweitens ist auch in dieser »Gesamtkosten«-Quote nicht alles enthalten. Das sagt selbst der BVI: »In die TER finden grundsätzlich sämtliche Kostenpositionen Eingang, die zulasten des Fondsvermögens entnommen wurden, mit Ausnahme von Transaktionskosten.« Gerade die Transaktionskosten aber – und die ebenfalls nicht eingerechneten Performancegebühren – schmälern die Rendite eines Fonds erheblich. Schon die Gesamtkostenquote liegt bei aktiv gemanagten Aktienfonds im Schnitt bei 1,8 Prozent. Gehört der Fondsmanager zu denjenigen, die ihre Aktienbestände häufig umschichten, gehen jährlich noch mal 1,4 bis 2 Prozent des gesamten Fondsvermögens nur für die Transaktionskosten drauf. Geld, das dann gar nicht mehr zur Verfügung steht, um Erträge für die Anleger zu erzielen. In Euro und Cent bedeutet das: Allein die Gesamtkosten schlagen bei einer Einmalanlage von 10.000 Euro in zehn Jahren mit 1.800 Euro zu Buche. Die Transaktionskosten noch einmal mit 500 bis 2.000 Euro. Würde der Sparer den gleichen Betrag für zehn Jahre in passive Indexfonds anlegen, müsste er nur 150 Euro abführen.
Dazu kommt ein Interessenskonflikt: Die Depotbank, die für den Fonds die Aktienkäufe tätigt und dafür die Transaktionskosten einstreicht, gehört oft zum selben Konzern wie die Fondsgesellschaft. Je fleißiger ein Fondsmanager die Aktienbestände umschichtet, desto mehr schmälert er zwar das Vermögen der Anleger – aber desto stärker vermehrt er das Vermögen seines Konzerns.
Drittens – und das ist die Hauptkritik der Anlegerverbände – benutzt jede Branche ihre eigene Kostenkennziffer. So rechnet jeder Anbieter seine Produkte gegenüber der Konkurrenz schön.
Was bei Fonds die Gesamtkosten sind, ist bei Versicherern der Renditeeffekt, den der Branchenverband GDV als Kennzahl empfiehlt. Das Trickreiche daran, sagt Mark Ortmann: »Der Renditeeffekt berücksichtigt weder die Abschlusskosten einer Versicherung noch deren Kapitalanlagekosten. Ein großer Kostenblock bleibt so für die Versicherungsnehmer unsichtbar.« Es werden nur die offenen laufenden Kosten genannt, die bei Versicherungen eher gering sind. Daher sprechen viele Analysten von einer »Black-Box-Versicherung«. »Sehr verbreitet werden auch teure Fonds für Fondspolicen eingesetzt«, so Ortmann, »in den Modellrechnungen sind diese Kosten nicht enthalten.«
Hinzu kommt, dass die Anbieter die Kosten ihrer Produkte immer weiter nach oben getrieben haben. Die Frage ist nun: Würde es helfen, wenn der Gesetzgeber die Unternehmen zwingt Kosten offenzulegen? Samt einheitlicher Kennziffer zu den Effektivkosten, wie es Berlin derzeit erwägt? Die Briten haben die Offenlegung verordnet. Die Gebühren stiegen danach aber erst recht, weil viele kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes die Preise nach oben schraubten. Nun will Großbritannien die Kosten für Altersvorsorgeprodukte deckeln. Auch die deutsche Regierung denkt bereits darüber nach.
Bis dahin könnten Sparer sich an von Mathematikern errechneten Richtwerten orientieren. Sie ermittelten die erwartete Rendite – nach Abzug wirklich aller Kosten: Wer 10.000 Euro für 30 Jahre anlegt, bekommt demnach am meisten heraus, wenn er direkt in Aktien anlegt – ein Endvermögen von 123.000 Euro. Bei Indexfonds wären es 110.000 Euro. Mit aktiv gemanagten Fonds blieben dem Sparer am Ende 49.000 Euro, bei Anleihen 40.000 Euro und bei Lebens- oder Rentenversicherungen 35.000 Euro. Ganz sicher weiß man das aber wohl erst in 30 Jahren.
- Datum 07.08.2011 - 18:07 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 4.8.2011 Nr. 32
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für 10k Aktien kauft, und am Ende 123k rausbekommt und einen Steuerabzug von 25% am Laufzeit Ende unterstellt also 153k absolut erwirtschaften müsste, dann müssten die Aktien jährlich 4791 Euro (47%) an Rendite (Aktienwert + Dividende) erzeugen um auf den Betrag zu kommen, selbst bei Dividendenwiederanlage (also wieder Aktien kaufen) kann ich das nicht ganz glauben.
Gleiches würde ja für den Indexfonds gelten, der jährlich Zuwachsraten von um 30 Prozent erzielen müsste.
Kann mich aber auch verrechnet haben oder es unterliegt ein Denkfehler.
Ihre Rechnung macht mir Probleme....
10.000*1,47^30= 1.045.971.960,.....
Schon mal was vom Wiederanlageeffekt gehört?
Wie wär denn damit:
(153/10)^(1/30)= 1,0951
=> Jahresrendite von ungefähr 9,5% durch Dividenden und Wertsteigerungen. Das kann durch antizyklische Geldanlage jeder, dazu muss man kein Genie sein.
Das Hauptproblem ist allerdings Folgendes:
There is no free lunch! Alle Renditen die über dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum liegen, sind spekulativ erwirtschaftet. Spekulation hat es allerdings an sich, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt.
Und das der Verlierer tendenziell eher ein dümmlicher Kleinsparer ist, liegt nahe. Anlageweisheit Nummer eins lautet deshalb: Kaufe immer nur Produkte, die du auch verstehst! Allerdings schaltet bei den meisten Menschen ab dem Versprechen von ca. 8-10% p.a. das Gehirn ab.
Das diese Überrendite irgendwo herkommen muss, will keiner wissen. Und das Rendite und Risiko zwangsweise positiv korreliert sind schon gar nicht.
Wenn man genug Ahnung hat, kann man an der Börse mit kleinen Beträgen viel Geld verdienen. Das kann aber eben NICHT jeder. Und vor allem würde ich meine Altersvorsorge nicht mit 200er-Hebelpapieren finanzieren sondern mit einer Immobilie...
Ihre Rechnung macht mir Probleme....
10.000*1,47^30= 1.045.971.960,.....
Schon mal was vom Wiederanlageeffekt gehört?
Wie wär denn damit:
(153/10)^(1/30)= 1,0951
=> Jahresrendite von ungefähr 9,5% durch Dividenden und Wertsteigerungen. Das kann durch antizyklische Geldanlage jeder, dazu muss man kein Genie sein.
Das Hauptproblem ist allerdings Folgendes:
There is no free lunch! Alle Renditen die über dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum liegen, sind spekulativ erwirtschaftet. Spekulation hat es allerdings an sich, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt.
Und das der Verlierer tendenziell eher ein dümmlicher Kleinsparer ist, liegt nahe. Anlageweisheit Nummer eins lautet deshalb: Kaufe immer nur Produkte, die du auch verstehst! Allerdings schaltet bei den meisten Menschen ab dem Versprechen von ca. 8-10% p.a. das Gehirn ab.
Das diese Überrendite irgendwo herkommen muss, will keiner wissen. Und das Rendite und Risiko zwangsweise positiv korreliert sind schon gar nicht.
Wenn man genug Ahnung hat, kann man an der Börse mit kleinen Beträgen viel Geld verdienen. Das kann aber eben NICHT jeder. Und vor allem würde ich meine Altersvorsorge nicht mit 200er-Hebelpapieren finanzieren sondern mit einer Immobilie...
Wenn der Gesetzgeber etwas nicht regelt und es dem "Markt" überlässt, kommt genau das heraus, was hier beschrieben wird. Wobei anzumerken ist, dass die Autorin sich nicht bemüht hat, die Dinge zu klären und zu erklären.
1. Es gibt keine "Produkte" in der Finanzbranche sondern nur verschiedene Formen, Geld anzulegen. Man kauft also kein Produkt, für das man etwas bezahlen müssten.
2. Der Geldanleger ist eigentlich Kreditgeber, die Finanzbranche Kreditvermittler, welche für ihre Vermittlungsdienste vom Kreditgeber Bezahlung verlangt, ebenso wie vom Kreditnehmer. Sie verdienen also doppelt.
3. Die Bezahlung kann sich der Kreditgeber ausrechnen, wenn er weiß, was er selbst anlegen will und was er bei der Rückzahlung seines Kredites an ihn selbst herausbekommt.
4. Die Autorin führt den Leser mit ihrem konstruierten Beispiel ebenso hinters Licht, weil sie nicht sagt, was wie angelegt wird.
5. Das einzige was der Anleger wissen muss, ist, ob es sich um vertraglich eindeutig und absolut zugesicherte Beträge handelt, die er am Ende bekommt.
6. Wer letzteres nicht zusichert, dem ist nicht zu trauen.
7. Der Rest ist einfach etwas Zinzeszinsrechnung, mit der man selbst ausrechnet, was man bekäme, wenn der Kreditvermittler keine Bezahlung erhielte.
Dann rechnet man sich aus, was man reinsteckt und was man herausbekommt. So einfach ist das wirklich.
Dann spart man sich auch den ganzen Wortschwall der Kreditvermittler und ihrer medialen Agenten.
damit etwas verdienen zu wollen. Eigentlich sollte sich jeder überlegen (durchdenken), ob ein Angebot insgesamt seinen Bedürfnissen und Erwartungen entspricht. Wenn ja, kauft er, wenn nicht, eben nicht.
Ihre Rechnung macht mir Probleme....
10.000*1,47^30= 1.045.971.960,.....
Schon mal was vom Wiederanlageeffekt gehört?
Wie wär denn damit:
(153/10)^(1/30)= 1,0951
=> Jahresrendite von ungefähr 9,5% durch Dividenden und Wertsteigerungen. Das kann durch antizyklische Geldanlage jeder, dazu muss man kein Genie sein.
Das Hauptproblem ist allerdings Folgendes:
There is no free lunch! Alle Renditen die über dem durchschnittlichen Wirtschaftswachstum liegen, sind spekulativ erwirtschaftet. Spekulation hat es allerdings an sich, dass es einen Gewinner und einen Verlierer gibt.
Und das der Verlierer tendenziell eher ein dümmlicher Kleinsparer ist, liegt nahe. Anlageweisheit Nummer eins lautet deshalb: Kaufe immer nur Produkte, die du auch verstehst! Allerdings schaltet bei den meisten Menschen ab dem Versprechen von ca. 8-10% p.a. das Gehirn ab.
Das diese Überrendite irgendwo herkommen muss, will keiner wissen. Und das Rendite und Risiko zwangsweise positiv korreliert sind schon gar nicht.
Wenn man genug Ahnung hat, kann man an der Börse mit kleinen Beträgen viel Geld verdienen. Das kann aber eben NICHT jeder. Und vor allem würde ich meine Altersvorsorge nicht mit 200er-Hebelpapieren finanzieren sondern mit einer Immobilie...
aber bei 10k fällt die Immobilie schon mal aus und auch beim Indexfonds dürfte, dass mit dem Antizyklischen imho nicht so richtig klappen, und auch 7-8 Prozent Rendite jedes Jahr sind selsbt bei Wiederanlage schwer zu erzielen.
Meine Rechung fusst übrigens auf einer angenommenen arithmetischen Rendite. Diese wird also jedes Jahr entmommen und gehortet.
Und die von Ihnen ins Spiel gebrachte geometrische Rendite dürfte auch nur schwer antizyklisch zu erzielen sein. Denn sie unterstellt, dass sie eigentlich immer richtig mit ihren antizyklischen Anlagen liegen, keine größeren Ausreißer haben und sie sich aktiv mit ihrer Anlage befassen, was imho nicht der Grundtenor des Artikels ist.
Ansonsten haben sie Recht, nur das kaufen, was man versteht und Gehirn einschalten.
aber bei 10k fällt die Immobilie schon mal aus und auch beim Indexfonds dürfte, dass mit dem Antizyklischen imho nicht so richtig klappen, und auch 7-8 Prozent Rendite jedes Jahr sind selsbt bei Wiederanlage schwer zu erzielen.
Meine Rechung fusst übrigens auf einer angenommenen arithmetischen Rendite. Diese wird also jedes Jahr entmommen und gehortet.
Und die von Ihnen ins Spiel gebrachte geometrische Rendite dürfte auch nur schwer antizyklisch zu erzielen sein. Denn sie unterstellt, dass sie eigentlich immer richtig mit ihren antizyklischen Anlagen liegen, keine größeren Ausreißer haben und sie sich aktiv mit ihrer Anlage befassen, was imho nicht der Grundtenor des Artikels ist.
Ansonsten haben sie Recht, nur das kaufen, was man versteht und Gehirn einschalten.
aber bei 10k fällt die Immobilie schon mal aus und auch beim Indexfonds dürfte, dass mit dem Antizyklischen imho nicht so richtig klappen, und auch 7-8 Prozent Rendite jedes Jahr sind selsbt bei Wiederanlage schwer zu erzielen.
Meine Rechung fusst übrigens auf einer angenommenen arithmetischen Rendite. Diese wird also jedes Jahr entmommen und gehortet.
Und die von Ihnen ins Spiel gebrachte geometrische Rendite dürfte auch nur schwer antizyklisch zu erzielen sein. Denn sie unterstellt, dass sie eigentlich immer richtig mit ihren antizyklischen Anlagen liegen, keine größeren Ausreißer haben und sie sich aktiv mit ihrer Anlage befassen, was imho nicht der Grundtenor des Artikels ist.
Ansonsten haben sie Recht, nur das kaufen, was man versteht und Gehirn einschalten.
nunmal geometrisch.
Allerdings haben sie recht:
Wenn man nicht aktiv bei der Sache ist, wird das sicher nix mit 9,5% p.a. Aber wer ernsthaft glaubt, dass er sein Geld ohne Arbeit und/oder Risiko vervielfachen kann, ist entweder Milliardär oder verdammt naiv...
Antizyklisch in Indexfonds geht relativ easy:
Man kaufe immer dann, wenn die Welt mal wieder offiziell am Untergehen ist (ich schätze in nächster Zeit kommt mal wieder so ein Zeitpunkt). Und wenn alle Analysten wieder auf Wolke 7 schweben und das Land in dem Milch und Honig fließt gefunden haben, dann verkaufe man seinen Indexfonds.
Wenn man sich mal die 10 Jahres-Charts für DAX oder DOW anschaut, funktioniert dieses System sehr gut. Kann man aber eben nur als Kleinanleger ohne Markteinfluss mitnehmen. Und vor allem wieder: Don't be greedy! Es geht nicht immer weiter nach oben, wenn ich bei 5000 eingestiegen bin und der DAX steht 2 Jahre später bei ca. 7400 dann sollte man seine Schäfchen ins Trockene bringen und nicht geifernd auf die 8000 stieren.
Aber auch hier schaltet das Hirn zu Gunsten der Gier ab...
Ach ja, und man braucht robuste Nerven für sowas, ist eben doch nicht der Bausparvertrag bei der Kreissparkasse ;)
Für Freunde des kurzfristigen Glückspiels kann man auch noch ein bischen mit Optionsscheinen zocken, aber dazu braucht man entweder viel Ahnung oder noch mehr Glück.
nunmal geometrisch.
Allerdings haben sie recht:
Wenn man nicht aktiv bei der Sache ist, wird das sicher nix mit 9,5% p.a. Aber wer ernsthaft glaubt, dass er sein Geld ohne Arbeit und/oder Risiko vervielfachen kann, ist entweder Milliardär oder verdammt naiv...
Antizyklisch in Indexfonds geht relativ easy:
Man kaufe immer dann, wenn die Welt mal wieder offiziell am Untergehen ist (ich schätze in nächster Zeit kommt mal wieder so ein Zeitpunkt). Und wenn alle Analysten wieder auf Wolke 7 schweben und das Land in dem Milch und Honig fließt gefunden haben, dann verkaufe man seinen Indexfonds.
Wenn man sich mal die 10 Jahres-Charts für DAX oder DOW anschaut, funktioniert dieses System sehr gut. Kann man aber eben nur als Kleinanleger ohne Markteinfluss mitnehmen. Und vor allem wieder: Don't be greedy! Es geht nicht immer weiter nach oben, wenn ich bei 5000 eingestiegen bin und der DAX steht 2 Jahre später bei ca. 7400 dann sollte man seine Schäfchen ins Trockene bringen und nicht geifernd auf die 8000 stieren.
Aber auch hier schaltet das Hirn zu Gunsten der Gier ab...
Ach ja, und man braucht robuste Nerven für sowas, ist eben doch nicht der Bausparvertrag bei der Kreissparkasse ;)
Für Freunde des kurzfristigen Glückspiels kann man auch noch ein bischen mit Optionsscheinen zocken, aber dazu braucht man entweder viel Ahnung oder noch mehr Glück.
Zum einen passt dieser Artikel überhaupt nicht in die aktuelle Zeit der Kreditkrise, die noch massive Verluste hervorrufen wird, zum anderen ist Ihr Artikel - mit Verlaub gesagt - ein Musterbeispiel der Volksverdummung (von der eingansseitigen Warnung zu den Kosten mal abgesehen, die aber auch schwach war).
Vielleicht besuchen Sie mal die Seite Zinseszinstabelle, tragen ihre 10.000 € ein und staunen, was bei den verschiedenen Zinssätzen bei rauskommt.
Bei einem Zinseszins von 5% (wo gibt es den über längere Zeiten?) kommen 43.219,42 in 30 Jahren bei raus (ohne Steuerabzug).
Welche halbwegs sichere Anlageform liefert diesen Ertrag über diesen Zeitraum? Gab es ja bis 2007 nicht einmal - da brachten die meisten Mischdepots über 10 Jahre zurückgerechnet rund 3% (vor Steuern und meist vor Kostenabzug). Die meisten (sicher geparkten) Tagesgelder brachten ohne Risiko mindestens ebenso viel.
Ihre Aktienidee basiert auf rund 9,5% Jahreszinsertrag - was praktisch unmöglich ist.
Spare ich langfristig lieber mit aktiven Fonds, Indexfonds, Versicherungen, Zertifikaten oder Anleihen?
Keine dieser risikobehafteten Scheinlösungen bringt Rendite nach Kostenabzug, sondern Provision für "Berater" und Bank (bis 2% p.a. + Ausgabeaufschlag. Das "Produkt" selbst ist Sch..ßegal.)
Tagesgeld und ggf. Festgeld bei Volksbank/Sparkasse wäre das Thema - gerade für den Kleinanleger. Sicher und kostenlos.
Entfernt. Bitte äußern Sie Kritik auf eine konstruktive und respektvolle Art und Weise und achten Sie auf einen höflichen Umgangston. Danke, die Redaktion/jz
Entfernt. Bitte äußern Sie Kritik auf eine konstruktive und respektvolle Art und Weise und achten Sie auf einen höflichen Umgangston. Danke, die Redaktion/jz
Entfernt. Bitte äußern Sie Kritik auf eine konstruktive und respektvolle Art und Weise und achten Sie auf einen höflichen Umgangston. Danke, die Redaktion/jz
Wie viele Mäuse kann sich ein schlauer Fuchs für wie lange auf die hohe Kante legen, um davon als Rentner zu leben?
Oder anders: Eine Kuh und ein Bulle machen zusammen ein Kälbchen. Machen zwei Hunderter-Euros einen Fünfer-Euro?
Womit kann man einen Zehner-Euro füttern, damit mal ein strammer Hunderter-Euro aus ihm wird?
Solange wir nicht begreifen, dass "Geld" nur ein unverselles Tauschmittel ist, solange wir nicht begriffen haben, dass daher "Geld" kein "Geld verdienen" kann, so lange ...
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