Krawalle in London: Es brennt
Was unterscheidet Jugendproteste von Jugendkrawallen?
© Peter Macdiarmid/Getty Images

Ein vermummter Jugendlicher steht vor einem brennenden Auto.
Was ist los in London? Eine Nachricht auf Twitter beschreibt es so: »Die Jugend im Nahen Osten erhebt sich für ihre Grundrechte. Die Jugend in London erhebt sich für einen 42-Zoll-Plasma-Fernsehbildschirm.«
Man sieht in diesen Tagen viele schreckliche Bilder aus der Millionenstadt: Fotos von ausgebrannten Autos, Videos von Jugendlichen in Kapuzenpullis, die Steine werfen und Geschäfte plündern. Das schlimmste Video aber zeigt weder Gewalt noch Feuer.
Ein Junge liegt auf dem Boden und blutet. Mehrere junge Männer gehen auf ihn zu und helfen ihm auf die Beine. Der Junge ist erst misstrauisch, lässt sich dann aber humpelnd von den Fremden führen. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen sind, greift einer in den Rucksack des Jungen. Er zieht einen Gegenstand heraus, man kann nicht erkennen, was. Der Junge ist zu schwach, um sich zu wehren, die Diebe schlendern davon.
Der Clip ist 75 Sekunden lang. Das reicht, um zu sehen, dass den Plünderern von London alles scheißegal ist. Es geht ihnen nicht um Mark Duggan, der vergangene Woche von einem Polizisten in Tottenham erschossen wurde: Sein Gedenken haben sie geschändet. Sie rebellieren auch nicht im Namen jener ärmeren, schwarzen Community, deren Stadtviertel sie abfackeln. Was sie zertrümmern, ist ihre eigene Community und ihr eigenes Leben.
Man will diese Leute am liebsten packen, ihnen die Kapuzen herunterziehen und rufen: Was fällt euch ein?! Wieso seid ihr so wütend? Wieso seid ihr so hoffnungslos? Man müsste dabei die eigene Wut gegen sie unterdrücken: Jugend ist auch ein Versprechen, aber dieses Versprechen haben die Plünderer von London weggeworfen.
Denn eigentlich ist es sehr schön, jung zu sein. Man hat wenig zu verlieren und viel zu gewinnen: ein ganzes Leben. Man sieht, was schlecht ist an der Gegenwart, und will, dass es besser wird in Zukunft. Die meisten jungen Leute wollen die Welt nicht in Brand setzen, sondern sie verändern. Einige haben sie sogar verbessert.
Seit Anfang des Jahres erheben sich überall die Jungen. In Tunesien und Ägypten haben sie zwei Diktatoren gestürzt. In Griechenland und Spanien haben sie vor den Regierungsgebäuden gezeltet. In Israel überraschen sie die Regierung mit ihren Massendemonstrationen für niedrigere Mieten. Sie wollen aufbrechen, was verkrustet ist. Sie fordern ihr Versprechen ein.





http://www.freitag.de/pol...
Gier wird nachgemacht. Die Jugendlichen nehmen sich jetzt, was Ihnen seit Jahren ständig per Marketing an allen Ecken unter die Nase gerieben wird, wofür aber die legalen Möglichkeiten fehlen (gute Ausbildung, guter Job, genug Geld-->Iphone+Flatscreen). Die Randale ist schlicht und ergreifend die (oder eine) logische Konsequenz des Systems, was seit 20 Jahren besteht.
hat sich gedreht hier die Berichterstattung von ausgewogen zu einseitig...
http://www.freitag.de/pol...
Gier wird nachgemacht. Die Jugendlichen nehmen sich jetzt, was Ihnen seit Jahren ständig per Marketing an allen Ecken unter die Nase gerieben wird, wofür aber die legalen Möglichkeiten fehlen (gute Ausbildung, guter Job, genug Geld-->Iphone+Flatscreen). Die Randale ist schlicht und ergreifend die (oder eine) logische Konsequenz des Systems, was seit 20 Jahren besteht.
hat sich gedreht hier die Berichterstattung von ausgewogen zu einseitig...
http://www.freitag.de/pol...
aber sie sind nicht so doof nicht zu merken, dass ihre Lebensbedingungen und Chancen im Vergleich zu anderen Menschen in ihrem Land schlecht sind und und zu verlieren haben sie auch nichts, denn sie haben ja ansonsten keine sinnstiftende Perspektive.
Wen es überrascht, wenn junge Männer unter diesen Bedingungen Krawall machen, der sollte ganz dringend sein Weltbild überprüfen. Soziale Sicherung, sinnstiftende Beschäftigung und ein gewisses Maß an Gerechtigkeit sind kein Luxus, sondern Voraussetzung einer Gesellschaftform, die wirklich effizient darin ist menschliche Bedürfnisse zu befriedigen.
Die braucht man auch nicht um zu brandschatzen und zu rauben. Mit naiver Sozialromantik werden Sie nichts ändern! Hier sind außer dem Rechtsstaat die Solidarität und Entschlossenheit der örtlichen Community gefragt - wegen der Opfer und deren Schutz!!
Sie haben vollkommen Recht.
Auch wenn die Jugendlichen offensichtlich nicht in der Lage sind politische Forderungen zu formulieren, so verspüren sie dennoch eine - diffuse - Unzufriedenheit mit ihrer Situation und eine Ohnmacht daran innerhalb des gesellschaftlichen Systems etwas zu ändern. Dies alles is es, was sich nun gewaltsam entlädt. Dies ist natürlich nicht hinnehmbar.
Dennoch, alles nur auf eine kriminelle Ader zu reduzieren,[...] ist einfach zu billig. [...]
Teile entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg
[...]
Jedoch ist auch mir, wie vielen anderen Kommentatoren, aufgefallen, dass der Beitrag die Erwartung auf erstmaliges Verständnis von Seiten der Presse aufbaut, um sie dann wieder zu zerstören mit den Worten: "Die einen wollen Freiheit und Gerechtigkeit, die anderen Krieg und Flachbildschirme."
Aus meiner Sicht geht es auch bei den Flachbildschirmen um Gerechtigkeit; die Freiheit hingegen besitzen diese Jugendlichen ganz offensichtlich schon, nur daß es deren soziales Umfeld verpasst hat, ihnen bessere Mittel an die Hand zu geben als den Krieg, um diese Freiheit in angemessener Weise zum Zwecke ihrer Meinungsäußerung auszuleben.
Daran etwas ändern zu wollen, halte ich keineswegs für sozialromantisch.
Teil entfernt. Bitte beachten Sie, dass der Originalkommentar inzwischen moderiert wurde. Danke. Die Redaktion/wg
...Bedingungen Krawall machen, der sollte ganz dringend sein Weltbild überprüfen. Soziale Sicherung, sinnstiftende Beschäftigung und ein gewisses Maß an Gerechtigkeit sind kein Luxus, sondern Voraussetzung einer Gesellschaftform, die wirklich effizient darin ist menschliche Bedürfnisse zu befriedigen."
Das ist zwar sehr richtig. Leider weiß jedoch keiner so recht, wie man das macht. Den Sozialstaat haben wir in Europa ausprobiert und das Ergebnis ist gemessen an den Kosten kaum beeindruckend.
Wenn wir Deutschen in einer Sache gut sind, denn ist es in der Erfindung des Opfers. Wir sind ja alle auf irgendeine Weise Opfer. Die Randalierer in London sind es ganz besonders. Und wenn man im Vollsuff Menschen totfährt, liegt es daran, dass wir irgenwann mal ungerecht behandelt wurden.
Die braucht man auch nicht um zu brandschatzen und zu rauben. Mit naiver Sozialromantik werden Sie nichts ändern! Hier sind außer dem Rechtsstaat die Solidarität und Entschlossenheit der örtlichen Community gefragt - wegen der Opfer und deren Schutz!!
Sie haben vollkommen Recht.
Auch wenn die Jugendlichen offensichtlich nicht in der Lage sind politische Forderungen zu formulieren, so verspüren sie dennoch eine - diffuse - Unzufriedenheit mit ihrer Situation und eine Ohnmacht daran innerhalb des gesellschaftlichen Systems etwas zu ändern. Dies alles is es, was sich nun gewaltsam entlädt. Dies ist natürlich nicht hinnehmbar.
Dennoch, alles nur auf eine kriminelle Ader zu reduzieren,[...] ist einfach zu billig. [...]
Teile entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Unterstellungen. Danke. Die Redaktion/wg
[...]
Jedoch ist auch mir, wie vielen anderen Kommentatoren, aufgefallen, dass der Beitrag die Erwartung auf erstmaliges Verständnis von Seiten der Presse aufbaut, um sie dann wieder zu zerstören mit den Worten: "Die einen wollen Freiheit und Gerechtigkeit, die anderen Krieg und Flachbildschirme."
Aus meiner Sicht geht es auch bei den Flachbildschirmen um Gerechtigkeit; die Freiheit hingegen besitzen diese Jugendlichen ganz offensichtlich schon, nur daß es deren soziales Umfeld verpasst hat, ihnen bessere Mittel an die Hand zu geben als den Krieg, um diese Freiheit in angemessener Weise zum Zwecke ihrer Meinungsäußerung auszuleben.
Daran etwas ändern zu wollen, halte ich keineswegs für sozialromantisch.
Teil entfernt. Bitte beachten Sie, dass der Originalkommentar inzwischen moderiert wurde. Danke. Die Redaktion/wg
...Bedingungen Krawall machen, der sollte ganz dringend sein Weltbild überprüfen. Soziale Sicherung, sinnstiftende Beschäftigung und ein gewisses Maß an Gerechtigkeit sind kein Luxus, sondern Voraussetzung einer Gesellschaftform, die wirklich effizient darin ist menschliche Bedürfnisse zu befriedigen."
Das ist zwar sehr richtig. Leider weiß jedoch keiner so recht, wie man das macht. Den Sozialstaat haben wir in Europa ausprobiert und das Ergebnis ist gemessen an den Kosten kaum beeindruckend.
Wenn wir Deutschen in einer Sache gut sind, denn ist es in der Erfindung des Opfers. Wir sind ja alle auf irgendeine Weise Opfer. Die Randalierer in London sind es ganz besonders. Und wenn man im Vollsuff Menschen totfährt, liegt es daran, dass wir irgenwann mal ungerecht behandelt wurden.
Anhand des bekannt gewordenen Videos eine ganze Gruppe zu verurteilen scheint mir sehr tendenziös. Solche Szenen gibt es bei jedem gewalttätigen Aufstand - nur sehen nun Millionen youtube-user zu, wie sich ein verletzter Junge ausrauben lässt.
Die Gründe der Gewalt bleiben trotz der Duggan-Polemik im Dunkeln. Die Menschen in London haben gleich viel Grund ihren Unmut kundzutun, wie die Leute in Ägypten - es geht nicht um Flachbildfernseher oder ähnliche Luxusprobleme, das System ist in den europäischen Staaten genauso korrumpiert, nur werden die Schattenseiten besser versteckt.
Die politische Ebene sollte nicht so einfach unter den Tisch fallen gelassen werden.
Ich gebe Ihnen völlig Recht, dass dieses Video sehr problematisch ist.
Ich kann mir kein Urteil über die Lage in England erlauben, aber ich finde es allgemein immer wieder sehr krass und verstörend, wie heftig Bilder und Videos wirken und auch, wie wenig sich viele Menschen darüber im Klaren zu sein scheinen.
Es sieht an dieser Stelle auf den ersten Blick vielleicht etwas unpassend aus das Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" von Neil Postman zu empfehlen, aber das sieht meiner Meinung nach wirklich nur so aus und ist tatsächlich angebracht. Denn in dem Buch wird in meinen Augen unter anderem gut dargestellt, wie Nachrichtenverbreitung übers Fernsehen bzw. allgemein eben über Bilder und nicht vor allem über Worte wirkt und wie gefährlich diese Art der Verbreitung sein kann.
Ich will jetzt noch kurz sagen, dass ich zwar, letztlich unbegründet, an die Authentizität dieses Videos glaube. Wenn es in England aber tatsächlich um etwas ganz anderes geht als um "Plasma-Fernsehbildschirme", dann ist es mit Videos wie dem oben einfach möglich einer nicht gerade kritischen Öffentlichkeit das Gegenteil doch glaubhaft zu machen, ganz egal, was wirklich abläuft, auch wenn das dort Gezeigte im Vergleich zum gesamten Geschehen nur einen lächerlich kleinen Teil ausmachen sollte.
Werd mir das Buch von Postman gleich besorgen. Was mir zu der Kategorisierung von Gruppen noch einfiel ist die theoretische Grundlage von Brubaker, der mit seinem Essay "Ethnicity without groups" genau die Mechanismen beschreibt, die von dem Autor hier angesprochen werden. Gruppen funktionieren nicht als geschlossene Einheiten, es sind vielmehr einzelne Akteure, die für eine Gruppe sprechen, bzw. handeln. Aus diesen Einzelaktionen werden dann von den Medien Gruppen konstruiert, was dazu führt, dass eine ganze Protestbewegung als "niederträchtig" oder dergleichen eingestuft wird.
Diese Mechanismen können zu fatalen Konsequenzen führen, bzw. wird ein Ereignis völlig unpassend interpretiert...
Ich gebe Ihnen völlig Recht, dass dieses Video sehr problematisch ist.
Ich kann mir kein Urteil über die Lage in England erlauben, aber ich finde es allgemein immer wieder sehr krass und verstörend, wie heftig Bilder und Videos wirken und auch, wie wenig sich viele Menschen darüber im Klaren zu sein scheinen.
Es sieht an dieser Stelle auf den ersten Blick vielleicht etwas unpassend aus das Buch "Wir amüsieren uns zu Tode" von Neil Postman zu empfehlen, aber das sieht meiner Meinung nach wirklich nur so aus und ist tatsächlich angebracht. Denn in dem Buch wird in meinen Augen unter anderem gut dargestellt, wie Nachrichtenverbreitung übers Fernsehen bzw. allgemein eben über Bilder und nicht vor allem über Worte wirkt und wie gefährlich diese Art der Verbreitung sein kann.
Ich will jetzt noch kurz sagen, dass ich zwar, letztlich unbegründet, an die Authentizität dieses Videos glaube. Wenn es in England aber tatsächlich um etwas ganz anderes geht als um "Plasma-Fernsehbildschirme", dann ist es mit Videos wie dem oben einfach möglich einer nicht gerade kritischen Öffentlichkeit das Gegenteil doch glaubhaft zu machen, ganz egal, was wirklich abläuft, auch wenn das dort Gezeigte im Vergleich zum gesamten Geschehen nur einen lächerlich kleinen Teil ausmachen sollte.
Werd mir das Buch von Postman gleich besorgen. Was mir zu der Kategorisierung von Gruppen noch einfiel ist die theoretische Grundlage von Brubaker, der mit seinem Essay "Ethnicity without groups" genau die Mechanismen beschreibt, die von dem Autor hier angesprochen werden. Gruppen funktionieren nicht als geschlossene Einheiten, es sind vielmehr einzelne Akteure, die für eine Gruppe sprechen, bzw. handeln. Aus diesen Einzelaktionen werden dann von den Medien Gruppen konstruiert, was dazu führt, dass eine ganze Protestbewegung als "niederträchtig" oder dergleichen eingestuft wird.
Diese Mechanismen können zu fatalen Konsequenzen führen, bzw. wird ein Ereignis völlig unpassend interpretiert...
Entfernt. Bitte verzichten Sie auf pauschale Darstellungen. Danke. Die Redaktion/wg
@uwilein "...gelangweilte, verzogene kleine Halbstarke demonstrieren Macht, Neid und "Haben wollen".
Genau, sie orientieren sich an den großen Halbstarken, die es ja auch nicht besser machen. Bloß hat die Gesellschaft irgendwie eine Sehstörung. Wenn Jungmänner mit Krawatte an der Börse mit Lebensmittelpreisen spekulieren, was andernorts Menschen in Hungersnöte treibt, oder schwarze Konten anlegen, um sich die Extrayacht zu finanzieren oder Rohstoffe plündern und ganze Völker ausrotten, gelten sie eben nicht als verzogen, sondern sind geachtete Mitglieder der Gesellschaft. Mit "haben wollen" hat das nichts zu tun, gelle? Die Alten haben schon immer den Jungen das vorgeworfen, was sie selbst an sich nicht wahrhaben wollten. Ich finde, die Jugendlichen sind gute Schüler, ihnen fehlt halt noch die Schläue und Eleganz der alten Hasen... Und natürlich gehört es sich nicht, vor der eigenen Haustür zu plündern, schwerer Fehler.
der liberaler Koalitionspartner von Cameron, hat seine Stimmen ausschließlich dadurch gewonnen, dass er versprochen hat, er würde die Studiengebühren nicht erhöhen. Was ist passiert? Sie wurden VERDREIFACHT! Und wir regen uns in Deutschland auf, wenn die MwSt um 3 statt 2 Prozent erhöht werden.
Und nur kurz zuvor ging es im weltweit größten Medienskandal der Geschichte darum die Machenschaften eines Herrn Coulsen, Sprecher von Cameron, zu entlarven. Da wurden mal eben mehrere tausend Handys abgehört - kein Wunder, dass die Jungs Blackberrys nutzen - mit anderen Worten: Das wäre in etwa so, als wäre Steffen Seibert im Auftrag der BILD zur Merkel gegangen, um dort für reibungsloseren Informationsfluss in die Redaktion zu sorgen.
Und dann diese Menschen als nichtsnützige Idioten abzustempeln, nur weil sie endlich erkannt haben, dass es so etwas wie "Recht und Ordnung" nur noch für die unteren Schichten gibt, halte ich für eine zu kurze Sicht auf die Dinge.
ich bezeichnete die Randalierer als halbstarke Jugendliche mit krimineller Energie und nicht als Idioten - bitte nehmen Sie dies zur Kenntnis. Zeugen dieses Desasters beschreiben den "Aufstand der Unzufriedenen" als einen ganz gewöhnliche Raubzug plündernder Jugend-Banden ......
@uwilein "...gelangweilte, verzogene kleine Halbstarke demonstrieren Macht, Neid und "Haben wollen".
Genau, sie orientieren sich an den großen Halbstarken, die es ja auch nicht besser machen. Bloß hat die Gesellschaft irgendwie eine Sehstörung. Wenn Jungmänner mit Krawatte an der Börse mit Lebensmittelpreisen spekulieren, was andernorts Menschen in Hungersnöte treibt, oder schwarze Konten anlegen, um sich die Extrayacht zu finanzieren oder Rohstoffe plündern und ganze Völker ausrotten, gelten sie eben nicht als verzogen, sondern sind geachtete Mitglieder der Gesellschaft. Mit "haben wollen" hat das nichts zu tun, gelle? Die Alten haben schon immer den Jungen das vorgeworfen, was sie selbst an sich nicht wahrhaben wollten. Ich finde, die Jugendlichen sind gute Schüler, ihnen fehlt halt noch die Schläue und Eleganz der alten Hasen... Und natürlich gehört es sich nicht, vor der eigenen Haustür zu plündern, schwerer Fehler.
der liberaler Koalitionspartner von Cameron, hat seine Stimmen ausschließlich dadurch gewonnen, dass er versprochen hat, er würde die Studiengebühren nicht erhöhen. Was ist passiert? Sie wurden VERDREIFACHT! Und wir regen uns in Deutschland auf, wenn die MwSt um 3 statt 2 Prozent erhöht werden.
Und nur kurz zuvor ging es im weltweit größten Medienskandal der Geschichte darum die Machenschaften eines Herrn Coulsen, Sprecher von Cameron, zu entlarven. Da wurden mal eben mehrere tausend Handys abgehört - kein Wunder, dass die Jungs Blackberrys nutzen - mit anderen Worten: Das wäre in etwa so, als wäre Steffen Seibert im Auftrag der BILD zur Merkel gegangen, um dort für reibungsloseren Informationsfluss in die Redaktion zu sorgen.
Und dann diese Menschen als nichtsnützige Idioten abzustempeln, nur weil sie endlich erkannt haben, dass es so etwas wie "Recht und Ordnung" nur noch für die unteren Schichten gibt, halte ich für eine zu kurze Sicht auf die Dinge.
ich bezeichnete die Randalierer als halbstarke Jugendliche mit krimineller Energie und nicht als Idioten - bitte nehmen Sie dies zur Kenntnis. Zeugen dieses Desasters beschreiben den "Aufstand der Unzufriedenen" als einen ganz gewöhnliche Raubzug plündernder Jugend-Banden ......
... nicht weiter, und auch nicht damit, einen einzelnen Rucksackdiebstahl als symptomatisch für das ganze Geschehnis darzustellen.
wie bitte! Da werden seit Nächten Geschäfte geplündert!
wie bitte! Da werden seit Nächten Geschäfte geplündert!
"Krawalle in London Sie wollen Flachbildschirme, nicht Freiheit"
Nur weil sie keinen Politischen Vertreter oder Sprecher haben kann man sie nicht als Kriminelle beurteilen das ist ein Vorurteil.
Genauso gut kann man behaupten das die Englischen Politiker Handlanger der Industrie sind und diese Leute über Jahre ausgeraubt Belogen und Betrogen haben.
in England dagegen beklagt man sich mit Taten - alles ist ein Jammern auf hohem Niveau - Bescheidenheit ist eine Zier....und täglich zu danken, dass es uns gut geht - verdammt gut ----------
Nein, es ist kein Vorurteil. Es dürfte wohl irklich so sein. Auch England ist zu einer Konsumgesellschaft geworden. Nur Äußerlichkeiten und Besitz zählt. Konsum steht an erster Stelle, dann kommt lange nichts, und dann wieder... Konsum.
Banker protzen mit ihren Autos, ihren Häusern. Die Werbung hämmert den Leuten 24/7 die Sehnsücht nach der bunten Warenwelt in die Köpfe. Das Priatfernsehen tut sein übriges. Konsum ist die Religion auf allen Ebenen der Gesellschaft.
Und es ist nur logisch, dass gerade diejenigen davon besessen sind, die in weiten Teilen davon ausgeschlossen sind.
[...] - also da stimmt nix mehr zusammen - das ewig gleiche Verständnisieren erscheint mir wie eine Litanei - so einschläfernd - nur ein wirklich hartes Auseinandersetzen mit der Realität hilft etwas zu verändern etwas zu bewegen .
Bitte konzentrieren Sie sich auf eine sachliche Diskussion des konkreten Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/wg
aber Diebstahl, Raub, Vandalismus, Brandstiftung und Körperverletzung sind nunmal Straftaten, wer diese begeht ist ein Krimineller. Das ist eine Tatsache und kein Vorurteil. Oder wie würden Sie Leute bezeichnen, die Ihren Laden plündern und/oder Sie zusammenschlagen?
Über die Ursachen für diese kriminelle Energie kann man ja diskutieren, aber doch nicht darüber, das diese Taten kriminell sind.
ist doch logisch. Wir leben doch in der besten aller neoliberalen Welten. UK auch schon dort wo die Schröders, Fischers und Merkels dieser Welt noch hinwollen.
Uk ist ein neoliberales Labor in dem europäischer Neoliberalismus getestet wird. Ergebnis, wenn schon im weitgehend schmerzfreien UK protestiert wird, so kann das allenfalls im noch schmerzfreieren Deutschland gut gehen. Nur hier ist der Neid auf die Armen stark genug entwickelt um sozial verursachte Proteste nachhaltig zu kriminalisieren.
Protest ist nur gut, wenn er den Neoliberalen nutzt oder von Nutzen sein kann, wie z.B. zurzeit in Syrien. Hat Syrien erst eine prowestliche Regierung ist auch dort der Protest kriminell, egal ob es sich dann um eine prowestliche Diktatur handelt oder nicht.
So einfach funktioniert neoliberale Welt.
in England dagegen beklagt man sich mit Taten - alles ist ein Jammern auf hohem Niveau - Bescheidenheit ist eine Zier....und täglich zu danken, dass es uns gut geht - verdammt gut ----------
Nein, es ist kein Vorurteil. Es dürfte wohl irklich so sein. Auch England ist zu einer Konsumgesellschaft geworden. Nur Äußerlichkeiten und Besitz zählt. Konsum steht an erster Stelle, dann kommt lange nichts, und dann wieder... Konsum.
Banker protzen mit ihren Autos, ihren Häusern. Die Werbung hämmert den Leuten 24/7 die Sehnsücht nach der bunten Warenwelt in die Köpfe. Das Priatfernsehen tut sein übriges. Konsum ist die Religion auf allen Ebenen der Gesellschaft.
Und es ist nur logisch, dass gerade diejenigen davon besessen sind, die in weiten Teilen davon ausgeschlossen sind.
[...] - also da stimmt nix mehr zusammen - das ewig gleiche Verständnisieren erscheint mir wie eine Litanei - so einschläfernd - nur ein wirklich hartes Auseinandersetzen mit der Realität hilft etwas zu verändern etwas zu bewegen .
Bitte konzentrieren Sie sich auf eine sachliche Diskussion des konkreten Artikelthemas. Danke. Die Redaktion/wg
aber Diebstahl, Raub, Vandalismus, Brandstiftung und Körperverletzung sind nunmal Straftaten, wer diese begeht ist ein Krimineller. Das ist eine Tatsache und kein Vorurteil. Oder wie würden Sie Leute bezeichnen, die Ihren Laden plündern und/oder Sie zusammenschlagen?
Über die Ursachen für diese kriminelle Energie kann man ja diskutieren, aber doch nicht darüber, das diese Taten kriminell sind.
ist doch logisch. Wir leben doch in der besten aller neoliberalen Welten. UK auch schon dort wo die Schröders, Fischers und Merkels dieser Welt noch hinwollen.
Uk ist ein neoliberales Labor in dem europäischer Neoliberalismus getestet wird. Ergebnis, wenn schon im weitgehend schmerzfreien UK protestiert wird, so kann das allenfalls im noch schmerzfreieren Deutschland gut gehen. Nur hier ist der Neid auf die Armen stark genug entwickelt um sozial verursachte Proteste nachhaltig zu kriminalisieren.
Protest ist nur gut, wenn er den Neoliberalen nutzt oder von Nutzen sein kann, wie z.B. zurzeit in Syrien. Hat Syrien erst eine prowestliche Regierung ist auch dort der Protest kriminell, egal ob es sich dann um eine prowestliche Diktatur handelt oder nicht.
So einfach funktioniert neoliberale Welt.
Entfernt. Bitte richten Sie Kritik an der Moderation direkt an community@zeit.de. Danke. die Redaktion/wg
Entfernt. Bitte richten Sie sachliche Kritik an der Moderation direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg
Entfernt. Bitte richten Sie sachliche Kritik an der Moderation direkt an community@zeit.de. Danke. Die Redaktion/wg
>>Ein Junge liegt auf dem Boden und blutet. Mehrere junge Männer gehen auf ihn zu und helfen ihm auf die Beine. Der Junge ist erst misstrauisch, lässt sich dann aber humpelnd von den Fremden führen. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen sind, greift einer in den Rucksack des Jungen,...<<
Zweifelsfrei eine Sauerei und Beweis für die moralisch-ethische Verkommenheit der Täter.
Ich frage mich aber ob die hier gezeigten nicht auch instrumentalisiert werden um Proteste gegen das Sparpaket in Strassenterror umzumünzen.
Ich weiss das es im Angesicht der Vorgänge jetzt etwas arg konstruiert erscheint,aber irgendwie hatten wir letztes Jahr einen Vorfall in Berlin,der dazu genutzt wurde eine ganze Protestbewegung zu kriminalisieren und ihnen jegliche Legitimation abzusprechen.
Mir erscheint das alles nur so merkwürdig,weil ich bis zu den nächtlichen Ausschreitungen nichts von Protesten und Massendemonstrationen in England gehört oder gelesen habe.
TAZ:
http://www.taz.de/!54159/
BILD:
http://www.bild.de/news/2...
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