Krawalle in London: Es brennt
Was unterscheidet Jugendproteste von Jugendkrawallen?
© Peter Macdiarmid/Getty Images

Ein vermummter Jugendlicher steht vor einem brennenden Auto.
Was ist los in London? Eine Nachricht auf Twitter beschreibt es so: »Die Jugend im Nahen Osten erhebt sich für ihre Grundrechte. Die Jugend in London erhebt sich für einen 42-Zoll-Plasma-Fernsehbildschirm.«
Man sieht in diesen Tagen viele schreckliche Bilder aus der Millionenstadt: Fotos von ausgebrannten Autos, Videos von Jugendlichen in Kapuzenpullis, die Steine werfen und Geschäfte plündern. Das schlimmste Video aber zeigt weder Gewalt noch Feuer.
Ein Junge liegt auf dem Boden und blutet. Mehrere junge Männer gehen auf ihn zu und helfen ihm auf die Beine. Der Junge ist erst misstrauisch, lässt sich dann aber humpelnd von den Fremden führen. Nachdem sie ein paar Schritte gegangen sind, greift einer in den Rucksack des Jungen. Er zieht einen Gegenstand heraus, man kann nicht erkennen, was. Der Junge ist zu schwach, um sich zu wehren, die Diebe schlendern davon.
Der Clip ist 75 Sekunden lang. Das reicht, um zu sehen, dass den Plünderern von London alles scheißegal ist. Es geht ihnen nicht um Mark Duggan, der vergangene Woche von einem Polizisten in Tottenham erschossen wurde: Sein Gedenken haben sie geschändet. Sie rebellieren auch nicht im Namen jener ärmeren, schwarzen Community, deren Stadtviertel sie abfackeln. Was sie zertrümmern, ist ihre eigene Community und ihr eigenes Leben.
Man will diese Leute am liebsten packen, ihnen die Kapuzen herunterziehen und rufen: Was fällt euch ein?! Wieso seid ihr so wütend? Wieso seid ihr so hoffnungslos? Man müsste dabei die eigene Wut gegen sie unterdrücken: Jugend ist auch ein Versprechen, aber dieses Versprechen haben die Plünderer von London weggeworfen.
Denn eigentlich ist es sehr schön, jung zu sein. Man hat wenig zu verlieren und viel zu gewinnen: ein ganzes Leben. Man sieht, was schlecht ist an der Gegenwart, und will, dass es besser wird in Zukunft. Die meisten jungen Leute wollen die Welt nicht in Brand setzen, sondern sie verändern. Einige haben sie sogar verbessert.
Seit Anfang des Jahres erheben sich überall die Jungen. In Tunesien und Ägypten haben sie zwei Diktatoren gestürzt. In Griechenland und Spanien haben sie vor den Regierungsgebäuden gezeltet. In Israel überraschen sie die Regierung mit ihren Massendemonstrationen für niedrigere Mieten. Sie wollen aufbrechen, was verkrustet ist. Sie fordern ihr Versprechen ein.





Räuber finden das Fallen von Gesetzen super, weil sie dann frei ausrauben dürfen, nur noch von obskuren natürlichen Kräften behindert (also wer halt der stärkere ist).
Und skrupellose Arbeitgeber finden das Fallen von Gesetzen ebenso super, weil sie dann frei ausbeuten dürfen, nur noch von obskuren Kräften des Marktes behindert (also wer das Geld hat, bestimmt wie es läuft).
Sowas wie z.B. ein den Menschenrechten entsprechender Mindeslohn ist da doch genauso widerlich, wie ein Gesetz gegen Überfälle für die Räuber.
Und wenn sie an jemanden oder etwas anderen liegt, dann ist das auch so.
Das hat mit "Memme" sein nichts zu tun, ohnehin ein Wort, dass meist für die Rechtfertigung oder Forderung von Übermut wenn nicht gar Dummheit verwendet wird. Schwachsinnige Mutproben und bescheuerte Stärkebeweise, die nur Gefahr bringen, aber keine Nutzen haben.
Wenn die Schuld bei einem selbst liegt und man sie abweise, ist das ein Fehler, richtig doch gerade das wird derzeit eben von der Seite getan, die in dieser Hinsicht wesentlich außer acht gelassen wird.
Nur machen Sie den typischen Denkfehler, der nur sein eigenes Schicksal einbezieht. Eine einzelne Person kann sicherlich in der Theorie immer einen Platz an der Sonnen finden.
Wir reden hier aber von Millionen. Und bei denen ist es völlig egal, selbst wenn sich alle maximal Anstrengen und alle gleich gut darin wären, würden dennoch Millionen keine Chance auf diesen Platz haben, weil dieser nunmal physikalisch begrenzt ist.
Dieser ganze BWL-ideologische Müll funktioniert innerhalb einer nicht angewandten Theorie, aber scheitert an der Welt, leider nicht völlig, sondern blutige Ränder hinterlassend, große, blutige Ränder.
Sie haben keine Flachbildschirme? Solle sie doch IPADs kaufen!
......zu vergleichen bedeutet entweder große Ahnungslosigkeit oder aber ein unverschämte Chuzpe. Beides ist schlimm und sollte überdacht werden. Wir leben in einer globalisierten Welt und können vergleichen. So wie es soziale Ungerechtigkeiten in den sogenannten westlichen Ländern gibt, so auch in anderen Erdteilen oder anderen Himmelsrichtungen, aber dort darüber hinaus keine elementaren Menschenrechte und in weiten Teilen Hunger und Wassernot. Wie muss es einem jungen Menschen in Britanien gehen, wenn er meint, sein miserables Leben, entstanden u.a. durch eine immer unsozialere Gesellschaft, Häuser anzustecken und dadurch Brände zu verursachen, die danach aussehen lassen, als sei ein Kreig ausgebrochen. Die sich en gros über Sachgüter hermachen und vorher Waren aus den Läden holen, sie wie Beutestücke einer Soldateska vor sich hertragen, über sie springen Menschen aus den Fenstern, um den Flammen zu entgehen, welche Misere lässt es zu, so primitiv zu reagieren?
Der Hohn aber, wenn in Foren Leute auftreten, die den Aufständischen in Nordafrika oder im Iran nicht zugestehen, gegen ihre Despoten sich zu erheben aber nun Verständnis zeigen wollen. Cafè kaputt.
Das sage ich mit dem Bewusstsein, dass sich für die Jugendlichen in den immer noch wohlhabenden Ländern unbedingt etwas ändern muss. Aber dieses Verhalten ruft nicht nach Veränderungen, das ruft nach Chaos. Diese chaotische Energien könnten umgelenkt werden, für jeden zu seinem Besten. Das weiß man, aber ......
"Wichtiger waere es, dass man die Brandschatzer zur Beseitigung der Schaeden verpflichtet, damit ein Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und den Konsequenzen hergestellt wird und so etwas wie Wiedergutmachung geschaffen werden kann..... Es geht darum, wieder Vertrauen herzustellen."
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Ebenso müssen dann die Bänker und Finanzhaie auf Hartz-IV gesetzt werden, damit wieder Vertrauen hergestellt wird.
ich zitiere kurz den autor:
"Denn eigentlich ist es sehr schön, jung zu sein. Man hat wenig zu verlieren und viel zu gewinnen: ein ganzes Leben. Man sieht, was schlecht ist an der Gegenwart, und will, dass es besser wird in Zukunft. Die meisten jungen Leute wollen die Welt nicht in Brand setzen, sondern sie verändern. Einige haben sie sogar verbessert."
ja, mit latte machiato zum frühstück und anschließender frage an papa (kann ich mir heute deinen benz ausborgen?) mag das funktionieren.
Auch Ihnen ein "guten morgen".
"ja, mit latte machiato zum frühstück und anschließender frage an papa (kann ich mir heute deinen benz ausborgen?) mag das funktionieren."
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Und zudem sorgt Papa schon jetzt für die gute Zukunft durch seine Kontakte und/oder Geld für einen sehr guten Arbeitsplatz.
Die umsorgte Jugend schaut natürlich mit Unverständnis auf ihre gewaltätigen Altersgenossen, und behauptet frech, jeder könnte es schaffen, wenn er denn wollte.
ja leider stimmt das so.
Auch Ihnen ein "guten morgen".
"ja, mit latte machiato zum frühstück und anschließender frage an papa (kann ich mir heute deinen benz ausborgen?) mag das funktionieren."
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Und zudem sorgt Papa schon jetzt für die gute Zukunft durch seine Kontakte und/oder Geld für einen sehr guten Arbeitsplatz.
Die umsorgte Jugend schaut natürlich mit Unverständnis auf ihre gewaltätigen Altersgenossen, und behauptet frech, jeder könnte es schaffen, wenn er denn wollte.
ja leider stimmt das so.
Auch Ihnen ein "guten morgen".
"ja, mit latte machiato zum frühstück und anschließender frage an papa (kann ich mir heute deinen benz ausborgen?) mag das funktionieren."
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Und zudem sorgt Papa schon jetzt für die gute Zukunft durch seine Kontakte und/oder Geld für einen sehr guten Arbeitsplatz.
Die umsorgte Jugend schaut natürlich mit Unverständnis auf ihre gewaltätigen Altersgenossen, und behauptet frech, jeder könnte es schaffen, wenn er denn wollte.
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