Staatsanleihen: Einer für alle
Gemeinsame Anleihen aller Euro-Länder werden heißer diskutiert denn je – mit neuen Argumenten.
Erfahrene Politiker erkennt man daran, dass ihre Abfuhr hart und kategorisch klingt – dass sie aber immer eine Hintertür offen lässt. Wolfgang Schäuble beherrscht diese Kunst wie kaum einer. Zum Wochenbeginn sagte er wieder einmal entschieden »Nein«, das aber in einer Weise, die ein späteres »Ja« kein bisschen verhindert.
»Ich schließe Euro-Bonds aus , solange die Mitgliedsstaaten eine eigene Finanzpolitik betreiben und wir unterschiedliche Zinssätze benötigen, um finanzpolitische Solidität zu erzwingen«, so der Finanzminister – der damit gleich zweierlei klarmachte: Noch will die Bundesregierung über das Thema nicht reden, zumindest nicht offiziell. In Zukunft aber ist alles möglich.
Euro-Bonds : Das wäre der letzte Tabubruch in einer Zeit, in der schon viele Tabus gefallen sind, und zugleich die bislang radikalste Reform der Währungsunion. Sie könnte die Schuldenkrise auf einen Schlag beenden, würde aber den Europäern mehr abfordern als alle bisherigen Rettungsaktionen. Es gibt wenige Entscheidungen, die das Prädikat historisch verdienen. Die Einführung von Euro-Bonds wäre eine historische Entscheidung.
Günstiges Geld für schwache Länder
Bislang geben alle Regierungen in der Währungsunion ihre eigenen Staatsanleihen aus. Würden sie sich über gemeinsame Schuldverschreibungen finanzieren, fiele ein zentraler Pfeiler der Währungsunion: der Grundsatz, dass jedes Land für seine Haushaltspolitik selbst verantwortlich ist. Die disziplinierende Wirkung der Finanzmärkte würde so außer Kraft gesetzt. Die könnten innerhalb der Union nicht länger solides Wirtschaften mit niedrigen Zinsen belohnen und Schlendrian mit hohen Zinsen bestrafen.
Schwache Länder würden zu günstigen Zinsen Geld bekommen. Portugal , Griechenland und Irland hätten wieder Zugang zu den Kapitalmärkten und wären nicht mehr auf Rettungsmittel angewiesen. Entsprechend viele Anhänger haben die Euro-Bonds in den Krisenstaaten. Spaniens Finanzministerin Elena Salgado wünscht sie sich genauso wie ihr italienischer Kollege Giulio Tremonti. Griechenlands Regierungschef Giorgos Papandreou rief zu Wochenbeginn extra noch einmal im Élysée-Palast an und bat den französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy , er möge doch bitte bei Angela Merkel für die Anleihen werben.
Doch die beiden schwiegen dazu, zumindest öffentlich. Merkel und Sarkozy verkündeten nach ihrem Gespräch am Dienstag zwar, dass sie künftig regelmäßig mit den anderen Staats- und Regierungschefs der Euro-Zone unter der Leitung von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy zusammenkommen wollen. Was genau diese »Wirtschaftsregierung« für den Währungsraum tun soll, sagten sie nicht. Die Einführung von Euro-Bonds, das immerhin machten sie klar, sei nicht geplant. Damit die Kanzlerin nicht doch auf andere Ideen kommt, war Vizekanzler und Wirtschaftsminister Philipp Rösler noch kurz vor dem Treffen ins Kanzleramt gefahren, um die Linie festzuzurren.
So steht das deutsche Nein. Vorerst. Denn es wäre nicht die erste Ablehnung, aus der unter dem Druck der Finanzmärkte eine Zustimmung würde. Das weiß auch die FDP-Spitze. Daher schreckt sie davor zurück, für den Fall der Fälle mit dem Bruch der Koalition zu drohen. Zumal die ersten Christdemokraten schon nachdenklich werden, die SPD ohnehin für Gemeinschaftsanleihen ist und die Grünen es auch sind. Regierungsexperten beschäftigten sich sogar bereits mit Fragen der Umsetzung, auch das für den Fall der Fälle. Im Januar stellte der Ökonom Jakob von Weizsäcker, der einst am renommierten Brüsseler Forschungsinstitut Bruegel arbeitete und heute Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig berät, sein Modell im Bundesfinanzministerium vor.




braucht die gemeinsame Währung Euro, gemeinsame Euroanleihen, eine konzertierte Fiskal-, Finanz- und Wirtschaftspolitik der Euroländer und eine ausgeprägte Sozialpolitik. Das muß keineswegs heißen, dass die Staaten ihre nationale Identität aufgeben. Sie hatten dies ja auch nicht mit der Tranfertunion für landwirtschaftliche Produkte getan.
Ich hoffe darauf, dass in den großen Ländern der Eurozone die an der neoliberalen Ideologie orientierten Regierungen bei den kommenden Wahlen von Regierungen abgelöst werden, die nicht vorrangig die Interessen der Kapitalbesitzer vertreten. Die Zeichen dafür stehen in Deutschland, Frankreich und Italien nicht schlecht.
Es GIBT aktuell dedizierte Vorgaben in Bezug auf das Griechische Rettungspaket. So zum Beispiel eine Zwangs-Privatisierung und Anhebung des Rentenalters. Das Gleiche zum Beispiel bei Grenz- und Arbeitsmarktöffnungen.
Also wir erleben derzeit in live, wie ein "Wirtschafs"regime sich in die sozialpolitischen Belange der unterdrückten Kulturen einmischt.
Und auf ein friedliches vereintes Europa kann ich verzichten, wenn dafür gemeinsam auf den restlichen Globus für Wirtschafts-Rohstoffe gebrandschatzt wird.
Zumal der Frieden innerhalb Europa gar nicht gesichert ist, siehe Jugoslawien.
Nur weil Sie es nicht begreifen: Wir haben Krieg.
Und in jedem Fall wird es "Nein" sagen zu Euro-Bonds und auch zum Euro!
braucht Staaten bzw. Völker, die in Frieden zusammenleben möchten.
Wo leiten Sie da eine Notwendigkeit nach gemeinsamer Währung etc. ab...???
Haben Sie ein paar Tipps für mich?
Da kämen wohl nur die Linken oder die NPD in Frage in Deutschland, denn die FDP wird wie immer umfallen und ist sowieso unwählbar.
Es GIBT aktuell dedizierte Vorgaben in Bezug auf das Griechische Rettungspaket. So zum Beispiel eine Zwangs-Privatisierung und Anhebung des Rentenalters. Das Gleiche zum Beispiel bei Grenz- und Arbeitsmarktöffnungen.
Also wir erleben derzeit in live, wie ein "Wirtschafs"regime sich in die sozialpolitischen Belange der unterdrückten Kulturen einmischt.
Und auf ein friedliches vereintes Europa kann ich verzichten, wenn dafür gemeinsam auf den restlichen Globus für Wirtschafts-Rohstoffe gebrandschatzt wird.
Zumal der Frieden innerhalb Europa gar nicht gesichert ist, siehe Jugoslawien.
Nur weil Sie es nicht begreifen: Wir haben Krieg.
Und in jedem Fall wird es "Nein" sagen zu Euro-Bonds und auch zum Euro!
braucht Staaten bzw. Völker, die in Frieden zusammenleben möchten.
Wo leiten Sie da eine Notwendigkeit nach gemeinsamer Währung etc. ab...???
Haben Sie ein paar Tipps für mich?
Da kämen wohl nur die Linken oder die NPD in Frage in Deutschland, denn die FDP wird wie immer umfallen und ist sowieso unwählbar.
"Schwache Länder würden zu günstigen Zinsen Geld bekommen. Portugal, Griechenland und Irland hätten wieder Zugang zu den Kapitalmärkten und wären nicht mehr auf Rettungsmittel angewiesen."
Also genau so wie bei der Euro-Einführung?
Wenn man nicht genau wüssten, dass die Politiker und Presse die deutsche Bevölkerung auslöschen will, könnte man glauben die Politik und Presse möchte die deutsche Bevölkerung ausrotten...
Sie haben natürlich Recht, die Engländer.
Aber nicht jeder kann Englisch, und kluge Leuten hätten wir auch. (Nur, dass die niemand liest.)
Es GIBT aktuell dedizierte Vorgaben in Bezug auf das Griechische Rettungspaket. So zum Beispiel eine Zwangs-Privatisierung und Anhebung des Rentenalters. Das Gleiche zum Beispiel bei Grenz- und Arbeitsmarktöffnungen.
Also wir erleben derzeit in live, wie ein "Wirtschafs"regime sich in die sozialpolitischen Belange der unterdrückten Kulturen einmischt.
Und auf ein friedliches vereintes Europa kann ich verzichten, wenn dafür gemeinsam auf den restlichen Globus für Wirtschafts-Rohstoffe gebrandschatzt wird.
Zumal der Frieden innerhalb Europa gar nicht gesichert ist, siehe Jugoslawien.
Nur weil Sie es nicht begreifen: Wir haben Krieg.
Und in jedem Fall wird es "Nein" sagen zu Euro-Bonds und auch zum Euro!
Der Daily Mail?
Sie machen sich Gedanken über etwas das im Daily Mail steht?
Seriously?
:-)
Sehr richtig. Ich bin ebenfalls ein Verfechter eines tatsächlich vereinigten Europas. Aber nicht in Form einer Wirtschafts-Klüngel-Regierung, die "alternativlos" durch die nationalen Parlamente gepusht wird. Wir haben schließlich bereits ein - sogar demokratisch mehr oder minder (Wahlbeteiligung) legitimiertes Europäisches Parlament...
Für ein vereinigtes Europa muss das Europäische Parlament innerhalb der EU-Gremien massiv gestärkt werden, zusammen mit einer EU-Verfassung, die diesen Namen verdient.
Beides muss in einer breiten öffentlichen Diskussion mindestens in den nationalen Parlamenten beschlossen werden, vielleicht sogar per Volksentscheid. Das impliziert, dass es nicht so kommen kann, wenn Mehrheiten dagegen sind.
MfG, parkwaechter
Wie sieht es da im Europäischen Parlament da aus?
Demokratisch wohl nicht wirklich.
Beispiel Mandate.
Malta mit ca. 417.000 Einwohnern hat 5 Mandate
Deutschland, mit ca. 82 Mio Einwohnern 99 Mandate.
D.h. für ein maltesisches Mandat reichen ca. 83.000 Stimmen
für ein deutsches Mandat sind aber ca. 828.000 Stimmen nötig.
Man könnte nun etwas krass sagen, ein maltesischer Wähler hat 10 mal mehr Gewicht, wie ein deutscher Wähler.
Wie sieht es da im Europäischen Parlament da aus?
Demokratisch wohl nicht wirklich.
Beispiel Mandate.
Malta mit ca. 417.000 Einwohnern hat 5 Mandate
Deutschland, mit ca. 82 Mio Einwohnern 99 Mandate.
D.h. für ein maltesisches Mandat reichen ca. 83.000 Stimmen
für ein deutsches Mandat sind aber ca. 828.000 Stimmen nötig.
Man könnte nun etwas krass sagen, ein maltesischer Wähler hat 10 mal mehr Gewicht, wie ein deutscher Wähler.
Wie oft haben wir schon gehört, es gebe keine Alternative?
Mit welcher Persistenz will mans uns noch mit Propaganda überschütten?
Das Euro-Ende für Grichenland ist doch sowieso logische Konsequenz, wenn man rational denken würde. Aber nein, Ideologie beherrscht das Feld, z.B.:
"Der Euro könnte dem Dollar als Weltreservewährung Konkurrenz machen."
Ist ein Krieg gegen den Dollar die Aufgabe allen dessen, was in Deutschland erarbeitet wurde, inkl.staatlicher Souverinität wert? Das können nur die verblendetsten Ideologen behaupten.
Friedensfördernd ist das ganze sowieso nicht, da die geplanten Maßnahmen den gegenseitigen Respekt der Nationalstaaten massiv angreifen und dadurch über die vorhandenen Resentiments und zukünftige starke Auseinandersetzungen den Zerfall der EU als solches bewirken würden.
Euro-Bonds = Euro- und EU-Ende
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