Wolfgang TillmansEs lebe London!

Die Gewalttaten sind ein Weckruf: Brief aus der wunderbarsten Stadt der Welt. von Wolfgang Tillmans

Ein verrammelter Laden in Tottenham

Ein verrammelter Laden in Tottenham  |  © Jim Dyson/Getty Images

Trotz der extremen Situation und der erlebten Gewalt darf man nie vergessen, dass London in Wirklichkeit die »integrierteste« Region ganz Europas, wenn nicht der Welt ist. Selbst New York ist segregierter. Selbstverständlich halten die Verkehrsbetriebe London Transport spezielle Uniformmützen für ihre karibischen Mitarbeiter bereit, Mützen, unter die beispielsweise Rastalocken passen; London Transport hat aber auch eine Variante für Sikh-Mitarbeiter. Selbstverständlich gibt es schon seit über 20 Jahren Nachrichtensprecher verschiedener Hautfarben.

Vor meiner Haustür in einem teils privaten, teils sozialen Wohnungsbaukomplex spielen Kinder zusammen, die vier verschiedenen Ethnien angehören. Die Kinder meiner Nachbarn aus Bangladesch besuchen selbstverständlich die Grundschule der Church of England. Es gab nie auch nur in Ansätzen eine Kopftuchdebatte – auf dieses Niveau würden sich die gebildete englische Führungsschicht und selbst die Boulevardzeitung The Sun niemals herablassen.

Anzeige
Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans

Der Fotograf Wolfgang Tillmans, Jahrgang 1968, lebt seit bald 20 Jahren in London. Im Jahr 2000 bekam er den Turner Prize.

Die Herausforderungen sind allerdings auch größer als in jeder anderen Stadt Europas. Nirgendwo sonst leben so viele unterschiedliche Volksgruppen zusammen. Weil die Rahmenbedingungen »globaler« sind als irgendwo sonst, gibt es auch mehr Probleme. Aber insgesamt ist London für mich eine Erfolgsstory. Gestört und belastet wird diese Story nicht von dem reflexartig gescholtenen Sozialstaat, sondern von der seit Thatcher gängigen Ideologie, dass der Staat schlecht und der Markt gut sei. Diese Ideologie mag jenen nützen, die ohnehin Zugang zu Bildung, Medien, Jobs und Zukunft haben. Aber sie schadet jenen, die keine Eltern haben, die sich kümmern, jenen, die niemanden haben, der ihnen Werte beibringen kann jenseits von Konsumkultur und Verdummungsmedien.

Großbritannien hat sich in eine rein materialistische Kultur verwandelt. Die beabsichtigte Teilhabe der Unterschicht ist ausgeblieben, stattdessen ist der Abstand immer größer geworden zwischen denen, die haben, und denen, die nicht haben. Labour hat in 13 Jahren viel erreicht, aber zugleich hat der Reichtum der Reichen in dieser Zeit erheblich mehr zugenommen als der Wohlstand der Armen. Die Diskrepanz zwischen dem, was in den Medien als durchschnittlicher Lebensstandard vorgelebt wird, und der Realität der Ärmsten ist enorm; und sie wird immer größer. Das alles ist kein Grund, ein Haus in Brand zu setzen, aber es muss mit bedacht werden, jetzt, da die Asche nach Spuren durchsucht wird.

Ausschreitungen in Tottenham
Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild

Um die Fotostrecke zu sehen, klicken Sie bitte auf das Bild  |  © Dan Kitwood/Getty Images

Das wohlsituierte Britannien und auch Europa erlauben sich diese Unterschicht, obwohl die Kosten dafür unermesslich hoch sind. Es scheint eine der dunklen Seiten der Menschen zu sein, sich lieber in Little Britain-Komödien über Arme lustig zu machen, als sich mit ihnen zu solidarisieren. Die allerwenigsten Menschen werden oder bleiben freiwillig dumm und arm. Die wenigsten werden fett und ernähren sich falsch, weil sie es wollen. Pausenlos werden wir bombardiert mit Werbebotschaften und Kaufanregungen, die schlecht sind für uns. Gebildete schützen sich gegen solche Propaganda mit einer Vielzahl von Filtern, in den anderen weckt sie das Gefühl der Minderwertigkeit und der Unzufriedenheit.

Ich verstehe nicht, warum die sinnlosen Gewalttaten nicht als Weckruf gesehen werden, sondern als rein kriminelle Akte. Warum betrachten wir die Plünderer nicht auch mit Mitleid? Natürlich handeln sie kriminell, und ihre Taten sind unentschuldbar, aber wer wird schon auf diese Weise kriminell, wenn er Bildung, einen Job und Teilhabe an der Gesellschaft hat? Die Häme, die in Kommentaren und Blogs auf die Akteure einprasselt, ist erschütternd, niemand versucht zu verstehen, warum diese Menschen sich in solchen »Abschaum« verwandeln konnten; wer macht das schon aus freien Stücken?

Leserkommentare
    • Azenion
    • 18. August 2011 20:53 Uhr

    Eben weil man in England seit Ewigkeiten gewöhnt ist, nebeneinanderher zu leben, genießen Einwanderer eine relative Toleranz. Aus Sicht eines Middle-Class-Menschen: Man hatte nie was mit der Oberschicht zu tun, nichts mit der Unterschicht, nun eben auch nicht mit den Jamaikanern oder Pakistanis.

    Einerseits schön für die Einwanderer, nicht dauernd zu einer "Leitkultur" genötigt zu werden -- andererseits bleiben sie dafür auch fremd.

    Die Aufgabe wäre, die Klassengesellschaft zugunsten einer solidarischen Gesellschaft aufzulösen und *trotzdem* so tolerant zu bleiben, wie im Artikel gepriesen.

    Antwort auf "Klasse Artikel"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Rex10
    • 19. August 2011 12:50 Uhr

    Richtig, unser Konzept der Solidargemeinschaft macht Integration zu einer völlig anderen Aufgabe. Und erzeugt auch den Unmut über Mißbrauch der Solidargemeinschaft.

  1. „Schwarze Jugendliche werden 26-mal öfter von der Polizei auf der Straße angehalten und durchsucht als weiße (das hat kürzlich der Guardian recherchiert). Schwarze Kids mögen drei- oder fünf- oder zehnmal mehr Straftaten begehen, aber gewiss nicht 26-mal mehr als weiße.“

    Ist aber nach mathematischen Gesichtspunkten richtig. Vor mir liegen tausende von roten und blauen Kugeln. In einigen Kugeln ist ein Gewinn versteckt. Ich erhalte die Information, dass dieses Phänomen bei den roten Kugeln 5 mal so häufig ist, wie bei den blauen. Jetzt darf ich eine Kugel ziehen. Welche Farbe nehme ich? Und welche Farbe nehme ich beim 26. Versuch? Es wäre mathematisch vollkommener Unsinn, bei jedem 6. Versuch eine blaue Kugel zu wählen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Werde mir aufgrund der von ihnen geschilderten Tatsache ersparen, noch einmal einen Kommentar von Ihnen zu lesen: blaue Kugel.

    Nun, bei der Übertragung Ihrer Kugeln muss man natürlich sehen, dass Ihre roten Kugeln übertragen in die menschliche Wirklichkeit in England dann eher die Nieten und nicht die Gewinne sind.

    Im Ernst: Sie sehen das Problem also rein mathematisch und deshalb sind individuelle Bürger, individuelle Menschen aufgrund Ihrer Hautfarbe verdächtig? Bzw. weil die Trefferquote größer ist, gehören die häufiger kontrolliert? Wer zieht denn z.B. das ganze Kokain im Rekord-Consumer-Land England? Haben weiße Jugendliche weniger Gras an Bord?

    Wir reden hier von Menschen mit Menschenwürde die in unseren westlichen angeblichen Rechtsstaaten (besser: "Rechtsmittelstaaten") ohne weitere konkrete Verdachtsmomente nicht aufgrund der Hautfarbe kontrolliert gehören!

  2. 19. Nett...

    Wenn ich mich aufregen sollte, weil welche einen Laden plündern, oder ein Auto anzünden
    das wär mir persönlich eigentlich zu anstrengend, offen gesprochen.

    Man muß dabei beachten, daß Menschen an anderer Stelle oft weniger wert sind als Hunde oder Telefone oder Klapprechner oder Turnschuhe oder was weiß ich...

    Nett, daß er das anspricht.

  3. Der Autor schreibt, das die gebildeteten Menschen sich durch Filter gegen die Beeinflussung der ( Werbe-) Medien schützen.
    Nun, dies gelingt nicht nur durch Bildung, sondern durch die Fähigkeit, die dahinter stehenden Absichten zu erkennen, analysieren und natürlich nicht als absoluten Druck oder Zwang zu empfinden. Manche werden daran mitarbeiten, diese Werbeprodukte zu entwickeln.
    Die Menschen, die diese Fähigkeiten einfach nicht haben, sind immer diesen Druck ausgesetzt, können dem nie entkommen. Und jetzt? Die waren immer einer Propaganda hilflos ausgesetzt, früher, heute den Werbebotschaften.
    Wenn der Druck zu gross wird, gehen von denen ganz Schlaue los um sich ihren Vorteil, ihre Gewinnmitnahme zu sichern. Geht natürlich schief, alles in allem.
    Die "Gebildeten" haben die Aufgabe, ihre Gesellschaft intakt zu halten. Dann mal los.

    • er.ric
    • 18. August 2011 21:17 Uhr

    Wenn dieses Bedürfnis aber eh nur auf der von Ihnen sogenannten manipulativen Werbung beruht - ist es dann überhaupt ein Mangel den man beheben muss oder sollte man nicht viel mehr darüber hinauswachsen, schon den Kindern beibringen selbstbestimmte Individuen zu sein und sich nicht über Oberflächlichkeiten zu definieren?

    Zugegeben, das ist gerade bei Pubertierenden schwierig - definiert sich diese Phase doch geradezu durch mangelndes Selbstbewusstsein, der Suche nach sich selbst, des Ausprobierens ("Ich ziehe mich häßlich an um meine Unabhängig zu beweisen"). Aber genau hier setzt Markenwerbung beispielsweise doch an, suggeriert beispielsweise wenn du diese Turnschuhe hast dann biste cool, kaufbares Selbstbewusstsein sozusagen.

    Das beweist meiner Meinung nach dass sich die moderne Konsumgesellschaft ihre ganz eigenen, für Außenstehende obskuren, "Probleme" schafft. Das macht es für mich noch lange nicht zu einem Menschenrecht Flachbildschirm, SUV und Markensneaker haben zu müssen - die Fettleibigkeit die gerade in den westlichen Unterschichten grassiert ist ein Beweis für die bizzare Verzerrung der Wahrnehmung von Armut und Nöten in unserer Kultur.

  4. Was stört ist der Vitatext zu Tillmans in der Printausgabe, denn das ist an Haaren herbeigezogen, dass Tillmans einer der populärsten Künstler sein soll, warum werden solche unkorrekten und überzogenen Lobhudeleien in der ZEIT verbreitet, das ist kein guter journalistischer Stil, das ist das Niveau von Bunte und Gala. Und der Turnerprize ist bei aller realistisch geprägten Einschätzung im Prinzip immer mehr zu einer Lachnummer verkommen, auch wenn Tillmans sicherlich ein guter Fotograf sein mag, aber mehr auch nicht. Der Hype um die deutschen Fotokünstler ist im Kunstbetrieb zu einer sicheren Aktienanlage geworden und diese Art der Fotografie, die genauestens kalkuliert wird und eher einer klinischen Operationstechnik gleicht, hat mit den wunderbaren Fotos, die spontan aus einer Wahrnehmung heraus geschossen werden oder in Streifzügen durch Städte und Regionen, in Kneipen, Werkshallen, Büroräumen oder in Touristikzentren entstehen, nichts mehr zu tun. Gursky, Ruff, Höfer, Struth sind keine Fotokünstler, sondern kreativ gepolte Fotomechaniker, Lichtingenieure oder überkandidelte Technikfreaks. Nein Herr Tillmans, Sie mögen in London leben und diese Stadt zur wunderbarsten Stadt erklären, aber was wollen Sie als Autor in der ZEIT zu den soziologisch und gesellschaftspolitischen Riots sagen, sind sie doch selbst Teil der Klasse, die in der englischen Hauptstadt wie Maden im Speck leben. ZEIT-Leser brauchen Kommentare von Menschen, die mittendrin sind und keine Heckenvoyeure.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    von Fairness gehört??? Nicht. Dann wird es aber Zeit. Nach dem ich Ihren Artikel gelesen habe, konnte ich einfach nicht anders, als mich dazu zu äußern. ein Sympatikus scheinen Sie nicht zu sein. Der Größte werden wohl sie sein??? Nichts für ungut, daß mußte raus.

    Was hat Kritik, gerechtfertigte Kritik mit Fairness zu tun, Sie sollten sich wirklich mit dem Kunstmarkt und den eigentümlichen Wegen zwischen Künstler, Galeristen, Kritikern und Kuratoren oder Sammlern beschäftigen, aber das ist nicht einfach, das erfordert Mühe, lesen Sie mal Barthes über Fotografie oder Eigenblutdoping von Diedrichsen, außerdem kann ich Ihnen versichern, dass ich kein einziges Foto hochgeladen habe, dass ich als Fotograf erfolgreich bin und in keinster Weise auf diese von ganz bestimmten Interessenten hochgehypten Fotografen neidisch bin. Sie sind unfair, indem Sie mir Dinge unterstellen und sich als Beschützer eines bis dato noch nicht ausgewiesenen Kenners der politischen Infrastruktur Großbritaniens gerieren. Wegen meiner können die Becher- Schüler alle Millionen verdienen, die Kunstgeschichte wird zeigen, was letztendlich kulturgeschichtlich wichtig ist und bleibt. Sehen Sie sich mal das Feature über Gursky an, dann verstehen Sie, was gemeint ist, obwohl ich Gursky noch am meisten künstlerisches Potential attestiere. Aber zwischen Sander, Brassai, Cappa, Chargesheimer, Avedon, Sieff oder Salgado und den deutschen Fotomeistern bestehen himmelweite Unterschiede, aber gut, leben und leben lassen, aber Finger weg von gesellschaftspolitischen Analysen.
    Außerdem lässt sich über Wortschöpfungen streiten und Humor, Scherz, Satire und Ironie scheinen nicht verstanden zu werden. Knipst weiter.

    Gebe Ihnen recht dieser Artikel zeigt, wie die eigene kulturelle Linse die Wahrnehmung und Interpretation des Geschehenen bestimmt.

    Wie sind Sie denn drauf? Klingt Ihr Kommentar vielleicht etwas bitter? Sagt er irgendetwas zu dem Thema, welchem sich Tillmans hier widmet? Was hat Ihre Tirade gegen zeitgenössiche deutsche Fotografen hier verloren?

    Ob Tillmans einer der hervorragenden deutschen Fotografen der Gegenwart ist, darüber braucht man sich wirklich nicht zu streiten. Er hat nicht nur den Turner-Preis gewonnen, sondern auch diverse andere Auszeichnungen erhalten, diverse Bücher produziert, sondern er hat auch Ausstellungen in den prominentesten Gallerien und Museen der Welt gehabt und ist mit seinen Werken in den bedeutensten Sammlungen vertreten. Und wer das Glück hatte, seine Ausstellung "Lighter" zu sehen, weiss, dass Tillmans sich nicht erst seit gestern um seine (Um)welt und ihre Entwicklung Gedanken macht.

    Wenn Sie zu konzeptioneller Fotografie keinen Zugang finden und sie Ihnen nicht gefällt, ist das in Ordnung, aber Ihr persönlicher Geschmack ist gottseidank nicht der Massstab aller Dinge. Ein wenig Demut kann in der Begegnung mit Kunst einem tieferen Verständnis sehr förderlich sein.

    Sie haben es auch nicht begriffen: es ging grundsätzlich um die Aussage der ZEIT, die Tillmans als den "populären" Künstler darstellte und dann kann man diese Aussage, die dazu noch sehr prominent unter Tillmans Porträt steht, auch fachlich und kulturkritisch analysieren. Was soll dieses Glaubensbekenntnis an Preisträger, was soll die Verteidigungsrede für konzeptionelle Fotografie, darum geht es doch gar nicht, es geht um saubere und sachliche journalistische Qualität und demnach kann auch Boris Becker kommentieren, der sich auch immer als ausgewiesener Londonkenner darstellt, seine Wohnzimmerquasselei würde ihn dazu berechtigen. Muss man es sich gefallen lassen, dass jeder, der irgendwie oder vorgeblich im Kulturbetrieb einen gewissen Namen hat, sich zu diesem sehr komplizierten Themenbereich wie den Londoner Unruhen äußern darf, während wirkliche Kenner auch wegen Nichtpopularität gar nicht erst gefragt werden, muss man dann annehmen.
    Kontroverse Diskussionen und auch Kritik sind gerade im Kulturbereich offensichtlich abgeschirmte Hoheitsgebiete ganz bestimmter Kulturlobbyisten. Das muss man immer wieder anmahnen und "bitter", was soll dieses Etikett, mir geht es phantastisch.

    Ihre Kritik kann ich gar nicht nachvollziehen. Wolfgang Tillmanns kann man schlecht mit sezierenden Lichtingenieuren vergleichen oder in eine Reihe mit Gursky und co. stellen. Gerade Tillmanns ist für eine Fotografie bekannt geworden, die nicht so sehr auf technische Brillanz setzt. Da wäre es eher nahe liegend, eine Nähe zu Nan Goldin zu konstruieren. Davon abgesehen hat Tillmanns in die Modefotografie Bilder eingeführt, die Menschen abseits des Mainstreams zeigen.
    Und warum sollte der Blick von Wolfgang Tillmanns abhanden gekommen sein, nur weil er mit seiner Kunst berühmt geworden ist? Es ist doch beruhigend, dass er analysieren kann, ohne mit dem Fotoapparat der pittoreskesten Armutsszene auf der Spur zu sein.

  5. Im Vorspann im ZEIT-Feuilleton heißt es: „Kaum ein Künstler ist populärer als Wolfang Tillmans“ . Im Wikipedia-Artikel zu seiner Persönlichkeit lese ich: „2001 gewann Wolfgang Tillmans einen Wettbewerb der Stadt München zur Gestaltung eines AIDS-Memorials, das dann auch nach seinen Entwürfen am Sendlinger Tor errichtet wurde. 2002 drehte er für die Popband Pet Shop Boys einen Videoclip zu deren Single Home & Dry[1], der hauptsächlich aus dokumentarischen Aufnahmen von in der Londoner U-Bahn lebenden Mäusen bestand. Im April 2006 eröffnete er in London den Ausstellungsraum Between Bridges mit Arbeiten des New Yorker Künstlers und Aktivisten David Wojnarowicz, der 1992 an den Folgen von AIDS starb und bei Tillmans durch seine Schriften und seinen Auftritt in Rosa von Praunheims Film “Silence = Death“ einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. In dieser kleinen Galerie, im Hause seines Londoner Studios, zeigt er vor allem Ausstellungen mit politischer Kunst von, aus seiner Sicht, zu wenig beachteten Positionen anderer Künstler.“
    Und was qualifiziert W. Tillmans zu einer Analyse der Rassenunruhen in London ? Der Untertitel des Artikels vielleicht ? „Die Gewalttaten sind ein Weckruf“ ? Wer die Bilder im Fernsehen gesehen hat, fragt sich , ob die größten Feuerstürme seit dem „Blitz“ ein Weckruf sein können.

  6. von Fairness gehört??? Nicht. Dann wird es aber Zeit. Nach dem ich Ihren Artikel gelesen habe, konnte ich einfach nicht anders, als mich dazu zu äußern. ein Sympatikus scheinen Sie nicht zu sein. Der Größte werden wohl sie sein??? Nichts für ungut, daß mußte raus.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Artikel Auf einer Seite lesen
  • Schlagworte Blog | Brand | Hautfarbe | Ideologie | Jugendliche | Werbung
Service