Fußball Beim FC Hoffnung

In der Sportschule Wedau bei Duisburg leben und trainieren arbeitslose Fußballprofis – und warten auf ihre Chance

Fußballer im Camp des VdV im Jahr 2008

Fußballer im Camp des VdV im Jahr 2008

Schön ist es hier oben im Turm. Der Balkon im zwölften Stock liegt auf der Südseite und ragt ins Grüne, in Richtung Düsseldorf kommt hier am Rand von Duisburg erst mal Wald. Nico Frommer lehnt im Türrahmen und verschränkt die Arme vor dem Oberkörper. »Ganz schön hoch, oder?«, fragt er. »Aber keine Angst, bisher wollte ich mich noch nicht runterstürzen.«

Das ist wohl Galgenhumor. Keine ganz unübliche Erscheinung bei Menschen in seiner Situation. Denn Nico Frommer ist arbeitslos. Und das in einer Branche, in der dieser Zustand immer noch kein wirkliches Gesprächsthema ist: Der 33-Jährige ist Fußballspieler. Ein Profi. Seit 14 Jahren lebt er von und für seinen Sport. Er wurde in Reutlingen als Held gefeiert, in Frankfurt als Hoffnungsträger verpflichtet, galt landesweit als kommender Nationalspieler, als ein Versprechen für die Zukunft. Diese Zukunft ist längst vorbei, das Versprechen wurde nie wirklich eingelöst. Neulich lief sein Vertrag beim Regionalligaverein RB Leipzig aus. Einen neuen Club hat er noch nicht gefunden. Deshalb ist er jetzt hier, im Wohnturm der Sportschule Wedau. Hier in Duisburg veranstaltet die Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV) wie jedes Jahr ein Camp für Kicker in Frommers Situation – ein Trainingslager für vertragslose Vertragsfußballer.

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26 Fußballspieler sind hier, darunter vier Torhüter. 26 Männer, die sich in Duisburg unter professionellen Bedingungen fit halten können. »Die Nachfrage ist deutlich größer«, sagt Ulf Baranowsky, der Geschäftsführer der Spielergewerkschaft, »wir könnten auch zwei Camps bestücken.« Etwa 100 arbeitslose Fußballprofis gibt es zurzeit in Deutschland, sagt er. Aber nicht alle sind Mitglied bei der VDV, das ist die Grundvoraussetzung, um hier mitmachen zu können. Und nicht alle arbeitslosen Mitglieder melden sich an – wer hier seine Treter schnürt, bekennt sich nun mal ganz offen und öffentlich dazu, dass er keinen Job hat, das ist für einige ein zu mächtiger Schritt, zu groß die Angst vor einem Versager-Stigma. Gerald Asamoah etwa, aktives VDV-Mitglied und zuletzt in der Bundesliga für den FC St. Pauli aktiv, hält sich lieber unter viel schlechteren Bedingungen bei einem Verbandsligisten im Ruhrgebiet fit, als hier aufzuschlagen. »Na ja, der kommt schon klar, der findet auch ohne uns was«, sagt Baranowsky, »aber jetzt mal ehrlich: Temporäre Arbeitslosigkeit ist doch keine Schande. Eine Schande ist es, nicht wieder aufzustehen und Hilfsangebote zu nutzen.«

Der Platz ist eine Bühne, regelmäßig kommen Manager und Scouts vorbei

Der 37-Jährige schlendert am Rand des Trainingsplatzes entlang, sechs wunderbare Rasenplätze gibt es in der Sportschule, dazu einen Kunstrasenplatz und mehrere Kleinfelder. Die Spieler stecken in einheitlichen Klamotten, mit den teuren Trainingsbällen wird auch in der Bundesliga gespielt – die Ausstattung des Camps würde so manchem Erstligisten gut zu Gesicht stehen. Auf dem Platz wird elf gegen elf gespielt, ohne Tore. Der Ball läuft mit nur einer Berührung von Mann zu Mann, das Tempo ist atemberaubend hoch, der Einsatz enorm, und selbst Laien sehen auf den ersten Blick: Die hier können alle etwas. Gestandene Erstligaspieler laufen da auf dem Platz, Nico Frommer etwa hat 31 Spiele für Eintracht Frankfurt auf dem Buckel. Oder Moses Sichone, der für Köln und Aachen ganz oben gespielt hat. Roland Benschneider, auch mal in Köln aktiv. Dazu haufenweise Kicker, die lange eine Klasse darunter gekickt haben – auf diesem Rasen in Duisburg spielt ein Team, das sich in der zweiten Liga durchaus behaupten könnte.

Christian Wück ist der Trainer dieses »FC Arbeitslos«, er selbst war vor ein paar Jahren als Übungsleiter mit Ahlen in der zweiten Liga. Und hat gerade auch keinen Job. »Er kann gar nichts dafür, genauso wie viele der Spieler«, sagt Baranowsky, »da muss nur ein neuer Manager oder Präsident kommen, dem deine Nase nicht passt – und schon bist du draußen.«

Die Spieler hier wollen bald wieder drin sein. Es geht ihnen nicht nur darum, sich fit zu halten. Dieses Camp ist auch eine Bühne. Am Rand steht der Manager des Wuppertaler SV, vierte Liga. Und am Abend spielt das Team gegen einen Verbandsligisten aus der Nachbarschaft, dann werden noch mehr Späher und Scouts da sein. Die Saison läuft schon, die Planungen der Vereine sind eigentlich abgeschlossen. Aber was ist, wenn die ersten drei, vier Spiele verloren gehen? Was, wenn sich der Mittelstürmer das Kreuzband reißt? Dann werden die Arbeitslosen aus dem Camp auf einmal sehr interessant für Vereine der Ligen zwei bis vier. Besonders nach dem 31. August, wenn die Wechselfrist für vertraglich gebundene Spieler endet – arbeitslose Kicker dürfen auch danach noch verpflichtet werden. Deshalb geht das Camp auch zweieinhalb Monate lang, bis Ende September. »Im letzten Jahr hatten 85 Prozent aller Teilnehmer am Ende einen neuen Job«, sagt Baranowsky, »das ist enorm.« 100.000 Euro im Jahr lässt sich das der VDV kosten, das Training, die Unterkunft, das Essen in der Sportschule. Das Geld stammt aus Mitgliedsbeiträgen und von Sponsoren.

Leser-Kommentare
  1. Die "armen" Jungs, die nach dem "Prinzip Hoffnung" ihr Leben fristen müssen.

    Vorschlag:

    Wie wäre es mal mit Bewerbungen für einen richtigen Job schreiben oder, überhaupt, eine richtige Ausbildung anzufangen?

    Jeder Hartz IV - Empfänger wird aufgefordert, jegliche nur erdenkbare Tätigkeit aufzunehmen, um aus der "Bedürftigkeit" herauszukommen - tut er es nicht, dann wird er dafür mit Sanktionen belegt.

    Wie gut, dass wenigstens die Fußballprofis in Deutschland noch "Zucker in den Hintern" geblasen bekommen.

    Würde man diesen Artikel so über einen Hartz IV - Empfänger veröffentlichen, dann wäre das Geschrei des deutschen "Mob" groß - Fußballer sind halt etwas anderes und der "Mob" wird um diese "armen Jungs" vielleicht noch weinen, oder?

    Dieser Artikel wirkt für mich , der seit über 14 Jahren von Job zu Job "hangelt" und sich für jede Tätigkeit FREIWILLIG neu QUALIFIZIERT wie ein Schlag ins Gesicht.

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    ... ich kann auch die Profifußballer verstehen. So lange sie noch eine Chance sehen, halten sie am Training fest. Ein zu früher Ausstieg wäre eventuell fatal. Ich denke, früher oder später werden sie sowieso etwas anderes machen müssen.
    Zudem kommt das Geld von Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren.

    Vorsicht! Im Artikel steht nichts davon, dass irgendeiner der arbeitslosen Profis der Allgmeinheit auf der Tasche liegt...

    ..., das kann man auch ohne Hartz IV, denn woher kommen letztendlich die "Sponsorengelder und "Sporthilfen"?

    Wir bezahlen das, indem wir die Produkte kaufen und im Verkaufspreis sind diese Gelder schon einkalkuliert - nur deren Höhe können wir, da wir die genauen Kalkulationen nicht kennen, auch nicht nachvollziehen.

    Aber auch die steuerliche Geltendmachung von "Spenden" an dieses Klientel drückt die Einnahmen des Staates, solange der Staat immer noch "Spendengelder" von der Steuer abzugsfähig macht!

    Diese Art der "Förderung" ist freilich gegenüber einem Hartz IV - Empfänger eine bessere.

    Oder müssen diese "Profis" aucch monatlich 20 Bewerbungsbemühungen vorlegen?

    Die brauchen nicht einmal jeden Job annehmen, sondern konzentrieren sich nur auf einen:

    Den Fußball vielleicht irgendwann mal über den Rasen zu trippeln.

    Aber vielleicht kann der DfB auch mal eine Zeitarbeitsfirma für gescheiterte "Fußball-Existenzen" ins Leben rufen, die dann auch nur für fünf Euro fünfzig die Stunde übers Spielfeld laufen und an die Vereine entliehen werden.

    Dem Schuldenabbau der Vereine würde das sicherlich helfen und die Stadion-Tickets wären auch für einen Hartz IV - Empfänger wieder erschwinglich.

    ...und da es dann wirklich darum gehen wird, Leistung zu zeigen, hätten wir vielleicht bald wieder eine Bundesliga, in der nicht nur das Geld, sondern auch der Sport im Vordergrund steht!

    Da redet nur boshafter Neid. Sonst nix. Was soll ein Fußballprofi machen sonst, wenn er noch Rest-Chancen hat auf einen Vertrag und das bezahlte Fußballspiel? Was würden Sie machen an seiner Stelle? Im Gegensatz zu denen werden Sie immerhin bezahlt bei Ihrer Suche; dieser Anspruch fällt bei denen komplett flach.

    ... ich kann auch die Profifußballer verstehen. So lange sie noch eine Chance sehen, halten sie am Training fest. Ein zu früher Ausstieg wäre eventuell fatal. Ich denke, früher oder später werden sie sowieso etwas anderes machen müssen.
    Zudem kommt das Geld von Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren.

    Vorsicht! Im Artikel steht nichts davon, dass irgendeiner der arbeitslosen Profis der Allgmeinheit auf der Tasche liegt...

    ..., das kann man auch ohne Hartz IV, denn woher kommen letztendlich die "Sponsorengelder und "Sporthilfen"?

    Wir bezahlen das, indem wir die Produkte kaufen und im Verkaufspreis sind diese Gelder schon einkalkuliert - nur deren Höhe können wir, da wir die genauen Kalkulationen nicht kennen, auch nicht nachvollziehen.

    Aber auch die steuerliche Geltendmachung von "Spenden" an dieses Klientel drückt die Einnahmen des Staates, solange der Staat immer noch "Spendengelder" von der Steuer abzugsfähig macht!

    Diese Art der "Förderung" ist freilich gegenüber einem Hartz IV - Empfänger eine bessere.

    Oder müssen diese "Profis" aucch monatlich 20 Bewerbungsbemühungen vorlegen?

    Die brauchen nicht einmal jeden Job annehmen, sondern konzentrieren sich nur auf einen:

    Den Fußball vielleicht irgendwann mal über den Rasen zu trippeln.

    Aber vielleicht kann der DfB auch mal eine Zeitarbeitsfirma für gescheiterte "Fußball-Existenzen" ins Leben rufen, die dann auch nur für fünf Euro fünfzig die Stunde übers Spielfeld laufen und an die Vereine entliehen werden.

    Dem Schuldenabbau der Vereine würde das sicherlich helfen und die Stadion-Tickets wären auch für einen Hartz IV - Empfänger wieder erschwinglich.

    ...und da es dann wirklich darum gehen wird, Leistung zu zeigen, hätten wir vielleicht bald wieder eine Bundesliga, in der nicht nur das Geld, sondern auch der Sport im Vordergrund steht!

    Da redet nur boshafter Neid. Sonst nix. Was soll ein Fußballprofi machen sonst, wenn er noch Rest-Chancen hat auf einen Vertrag und das bezahlte Fußballspiel? Was würden Sie machen an seiner Stelle? Im Gegensatz zu denen werden Sie immerhin bezahlt bei Ihrer Suche; dieser Anspruch fällt bei denen komplett flach.

  2. ... ich kann auch die Profifußballer verstehen. So lange sie noch eine Chance sehen, halten sie am Training fest. Ein zu früher Ausstieg wäre eventuell fatal. Ich denke, früher oder später werden sie sowieso etwas anderes machen müssen.
    Zudem kommt das Geld von Mitgliedsbeiträgen und Sponsoren.

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  3. Sorry, aber Fußballspieler haben doch ab 30 Jahren eh kaum noch Hoffnung auf Verträge. Sollte ein solches Zentrum den leicht angealterten Fußballern nicht eher ein altersgerechtes Arbeitsfeld versuchen zu eröffnen, als sie in der hohlen Hoffnung auf neue Verträge gesponsort übers Grün zu scheuchen? Das einzige Argument, welches ich gelten lasse, ist, dass es bei unfallbedingten Ausfällen von Spielern Vereine gibt, die sich dort ein Ersatzteil kaufen.

  4. Zwei große Probleme von Arbeitslosigkeit (bzw. besser: Tätigkeitslosigkeit) sind das Depressionsrisiko wegen des Gefühls nutzlos zu sein und nicht gebraucht zu werden, sowie der Kompetenzverlust durch die fehlende Routine.

    Diesen Problemen kann das Fußballcamp anscheinend wirkungsvoll begegnen. Vielleicht kann man dieses Konzept ja auch auf andere Berufsgruppen ausweiten, sofern realisierbar und finanzierbar. Den beteiligten Menschen täte man damit sicherlich einen Gefallen.

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    ...leider ein klares Nein.

    Solche Projekte versuchte man bereits im Bereich des normalen Arbeitslosenmarktes anzusiedeln, diese nennen sich "Maßnahme". Mit viel Geld etwaige Konstrukte errichten, Arbeitslose Menschen für den Arbeitsmarkt qualifizieren (Fachkenntnisse), motiviert halten und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern pfelgen.

    Wie sieht die Realität aus? Halbseidene Yuppies mit guten Kontakten zur Kommune / der Stadt mieten die billigesten Büroräume an, die sie finden können, ersteigern bei Ebay einen Satz uralter Dell Rechner aus einer Büroauflösung, und geben jetzt Kurse in MS-Office 2007 (war am günstigsten zu bekommen) inklusive Bewerbungen schreiben, als "Maßnahme".

    Dafür zahlt die ARGE dann (auf Staatskosten wohl gemerkt) mehrere Tausend Euro pro Teilnehmer, dafür das diese mehrere Wochen und Monate vor sich in einem gammligen Büro herumdümpeln.

    Und da gibt es noch viele andere toller Projekte! 1 zu 1 nachgebaute Supermärkte, in denen man Arbeitslosen zunächst mal beibringt Morgens pünktlich zu sein, und dann Regal einräumen, Kasse bedienen etc. Es KÖNNTE ja potentielle Supermärkte geben, die an derart hochqualifiziertem Personal Interesse haben.

    Ob das wirklich so ist, hat leider nie jemand überprüft. Bedarf gibt es in der Tat aber keinen, viele Arbeitslose kennen zu gut ihre Rechte, und sind sehr bequem eingestellt. Dank Zeitarbeit kann ich mir als Arbeitgeber da viel einfacher 3,80€ Netto Teure Sklaven ins Boot holen und brauche keine "qualifizierten"

    ...leider ein klares Nein.

    Solche Projekte versuchte man bereits im Bereich des normalen Arbeitslosenmarktes anzusiedeln, diese nennen sich "Maßnahme". Mit viel Geld etwaige Konstrukte errichten, Arbeitslose Menschen für den Arbeitsmarkt qualifizieren (Fachkenntnisse), motiviert halten und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern pfelgen.

    Wie sieht die Realität aus? Halbseidene Yuppies mit guten Kontakten zur Kommune / der Stadt mieten die billigesten Büroräume an, die sie finden können, ersteigern bei Ebay einen Satz uralter Dell Rechner aus einer Büroauflösung, und geben jetzt Kurse in MS-Office 2007 (war am günstigsten zu bekommen) inklusive Bewerbungen schreiben, als "Maßnahme".

    Dafür zahlt die ARGE dann (auf Staatskosten wohl gemerkt) mehrere Tausend Euro pro Teilnehmer, dafür das diese mehrere Wochen und Monate vor sich in einem gammligen Büro herumdümpeln.

    Und da gibt es noch viele andere toller Projekte! 1 zu 1 nachgebaute Supermärkte, in denen man Arbeitslosen zunächst mal beibringt Morgens pünktlich zu sein, und dann Regal einräumen, Kasse bedienen etc. Es KÖNNTE ja potentielle Supermärkte geben, die an derart hochqualifiziertem Personal Interesse haben.

    Ob das wirklich so ist, hat leider nie jemand überprüft. Bedarf gibt es in der Tat aber keinen, viele Arbeitslose kennen zu gut ihre Rechte, und sind sehr bequem eingestellt. Dank Zeitarbeit kann ich mir als Arbeitgeber da viel einfacher 3,80€ Netto Teure Sklaven ins Boot holen und brauche keine "qualifizierten"

  5. ...leider ein klares Nein.

    Solche Projekte versuchte man bereits im Bereich des normalen Arbeitslosenmarktes anzusiedeln, diese nennen sich "Maßnahme". Mit viel Geld etwaige Konstrukte errichten, Arbeitslose Menschen für den Arbeitsmarkt qualifizieren (Fachkenntnisse), motiviert halten und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern pfelgen.

    Wie sieht die Realität aus? Halbseidene Yuppies mit guten Kontakten zur Kommune / der Stadt mieten die billigesten Büroräume an, die sie finden können, ersteigern bei Ebay einen Satz uralter Dell Rechner aus einer Büroauflösung, und geben jetzt Kurse in MS-Office 2007 (war am günstigsten zu bekommen) inklusive Bewerbungen schreiben, als "Maßnahme".

    Dafür zahlt die ARGE dann (auf Staatskosten wohl gemerkt) mehrere Tausend Euro pro Teilnehmer, dafür das diese mehrere Wochen und Monate vor sich in einem gammligen Büro herumdümpeln.

    Und da gibt es noch viele andere toller Projekte! 1 zu 1 nachgebaute Supermärkte, in denen man Arbeitslosen zunächst mal beibringt Morgens pünktlich zu sein, und dann Regal einräumen, Kasse bedienen etc. Es KÖNNTE ja potentielle Supermärkte geben, die an derart hochqualifiziertem Personal Interesse haben.

    Ob das wirklich so ist, hat leider nie jemand überprüft. Bedarf gibt es in der Tat aber keinen, viele Arbeitslose kennen zu gut ihre Rechte, und sind sehr bequem eingestellt. Dank Zeitarbeit kann ich mir als Arbeitgeber da viel einfacher 3,80€ Netto Teure Sklaven ins Boot holen und brauche keine "qualifizierten"

  6. Vorsicht! Im Artikel steht nichts davon, dass irgendeiner der arbeitslosen Profis der Allgmeinheit auf der Tasche liegt...

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  7. ..., das kann man auch ohne Hartz IV, denn woher kommen letztendlich die "Sponsorengelder und "Sporthilfen"?

    Wir bezahlen das, indem wir die Produkte kaufen und im Verkaufspreis sind diese Gelder schon einkalkuliert - nur deren Höhe können wir, da wir die genauen Kalkulationen nicht kennen, auch nicht nachvollziehen.

    Aber auch die steuerliche Geltendmachung von "Spenden" an dieses Klientel drückt die Einnahmen des Staates, solange der Staat immer noch "Spendengelder" von der Steuer abzugsfähig macht!

    Diese Art der "Förderung" ist freilich gegenüber einem Hartz IV - Empfänger eine bessere.

    Oder müssen diese "Profis" aucch monatlich 20 Bewerbungsbemühungen vorlegen?

    Die brauchen nicht einmal jeden Job annehmen, sondern konzentrieren sich nur auf einen:

    Den Fußball vielleicht irgendwann mal über den Rasen zu trippeln.

    Aber vielleicht kann der DfB auch mal eine Zeitarbeitsfirma für gescheiterte "Fußball-Existenzen" ins Leben rufen, die dann auch nur für fünf Euro fünfzig die Stunde übers Spielfeld laufen und an die Vereine entliehen werden.

    Dem Schuldenabbau der Vereine würde das sicherlich helfen und die Stadion-Tickets wären auch für einen Hartz IV - Empfänger wieder erschwinglich.

    ...und da es dann wirklich darum gehen wird, Leistung zu zeigen, hätten wir vielleicht bald wieder eine Bundesliga, in der nicht nur das Geld, sondern auch der Sport im Vordergrund steht!

    Antwort auf "Mir kommen die Tränen"
  8. Da redet nur boshafter Neid. Sonst nix. Was soll ein Fußballprofi machen sonst, wenn er noch Rest-Chancen hat auf einen Vertrag und das bezahlte Fußballspiel? Was würden Sie machen an seiner Stelle? Im Gegensatz zu denen werden Sie immerhin bezahlt bei Ihrer Suche; dieser Anspruch fällt bei denen komplett flach.

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    Wer im Leben erfolgreich sein will UND unabhängig, der sollte sich neben seiner Profikarriere als Fußballer auch noch ein zweites Standbein aufbauen.

    Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt, oder?

    Flexibilität am Arbeitsmarkt ist heute das A und O im täglichen Kampf ums finanzielle Überleben.

    Hätte ich in meinem beruflichen Werdegang Monat für Monat gehofft, dann läge ich heute als studierter Hochschuling.-Ök. unter der Brücke, wie so mancher meiner ostdeutschen Landsleute, die nach der Wende dachten, die besseren Zeiten kommen schon, man kann ruhig abwarten, den irgendwo gibt es eventuell eine "Rest-Chance"!

    Wer genau davon träumt, der hat die Marktwirtschaft nicht begriffen, denn ein Anrecht auf seinen "Traumjob" hat niemand - ich habe über 30 Jahre dafür gebraucht, endlich meinen Trau,mjob zu bekommen - Geld ist dabei nicht alles!

    Wer im Leben erfolgreich sein will UND unabhängig, der sollte sich neben seiner Profikarriere als Fußballer auch noch ein zweites Standbein aufbauen.

    Das ist doch wohl nicht zu viel verlangt, oder?

    Flexibilität am Arbeitsmarkt ist heute das A und O im täglichen Kampf ums finanzielle Überleben.

    Hätte ich in meinem beruflichen Werdegang Monat für Monat gehofft, dann läge ich heute als studierter Hochschuling.-Ök. unter der Brücke, wie so mancher meiner ostdeutschen Landsleute, die nach der Wende dachten, die besseren Zeiten kommen schon, man kann ruhig abwarten, den irgendwo gibt es eventuell eine "Rest-Chance"!

    Wer genau davon träumt, der hat die Marktwirtschaft nicht begriffen, denn ein Anrecht auf seinen "Traumjob" hat niemand - ich habe über 30 Jahre dafür gebraucht, endlich meinen Trau,mjob zu bekommen - Geld ist dabei nicht alles!

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