Deutschlandkarte Öffentliche Leihfahrräder
Leihfahrräder sind inzwischen in jeder größeren deutschen Stadt zu finden. Nur in Münster, der Fahrradhauptstadt, sucht man sie vergebens. Wieso eigentlich?
Leihfahrräder sind die Buddy-Bären der zehner Jahre: Sie stehen im öffentlichen Raum herum, und sie sind bunt und hässlich (müssen halt stabil sein und wiedererkennbar, schon klar). Von Kunst-Leistungskursen bemalt werden sie aber nicht. Sie sind ja nicht zum Angucken, sondern zum Fahren da: Wer sie stundenweise mieten will, ruft eine Telefonnummer an – und schon darf er losradeln.
Diese Systeme sind schön für Städte, die Besuchern beweisen wollen, wie fahrradfreundlich sie doch sind. Radwege zu bauen ist zum Beispiel viel aufwendiger. Und so sind die Leihräder – die Idee stammt aus Frankreich, entstanden um die Jahrtausendwende – heute in fast jeder größeren Stadt zu finden. (Um die Karte zu vergrößern, klicken Sie bitte hier)
In Studentenstädten wie Bremen oder Freiburg, Städten mit vielen Radfahrern, gibt es indessen nur wenige Leihräder. Münster, laut ADFC die fahrradfreundlichste Stadt des Landes, verweigert sich der Idee sogar ganz. Das liegt vielleicht auch daran: Geübte Radfahrer haben Angst vor jenen, die nur, wenn sie Touristen sind, mal radeln.
- Datum 24.08.2011 - 13:20 Uhr
- Serie Deutschlandkarte
- Quelle ZEITmagazin, 25.8.2011 Nr. 35
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Seit 6 Jahren wird in Chemnitz ein in der BRD einmaliges Fahrradausleihsystem angeboten und stark genutzt. Kommunen des In- und Auslandes geben sich die Türklinken in Chemnitz in die Hand, das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung vergab einen Sonderpreis, die Stadt stellte das Projekt in Brüssel vor und und und !!!Die Besucher der Stadt strömen in Scharen zu den Ausleihstationen, aber die "Oberexperten" Eures Vereins vergessen ????? Chemnitz und sein Fahrradausleihsystem auf ihrer Karte!!! Oder ist das Programm- einfach zu billig, zu nutzerfreundlich, zu unbürokratisch, von keinem hochdotierten Planunmgsbüro gegen ordentlich straffen Preis erarbeitet, alles nur durch einen nicht der Rede werten kleinen ehrenamtlich tätigen Verein konzipiert, entwickelt und sehr erfolgreich betrieben. Das kann unter marktwirtschaftlichen und derzeit bundesdeutschen Bedingungen nichts Wert sein. Wo kämen wir in dieser stolzen Republik denn auch hin wenn alle oder viele etwas unkompliziert machen würden, furchtbar, wohin mit den vielen eingesparten Geld oder ausgegliederten "Fachleuten".
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