Studium und Promotionsphase werden auch in Zukunft nicht getrennt
Um den Rest der Studenten nach dem Examen nicht ohne Titel dastehen zu lassen, schlug der Rat vor, allen Absolventen mit der Approbation die Berufsbezeichnung "Medizinischer Doktor" zu verleihen. Statt dem "Dr." sollte ein "MD" das Türschild schmücken. Auch die Doktoren zweiter Klasse sollten jedoch ein wissenschaftliches Begleitstudium absolvieren. So sieht die Medizinerausbildung in den USA aus – und nach einer Reform auch in Österreich.
Der Vorschlag scheiterte an der vereinten Front aus organisierter Universitätsmedizin und ärztlichen Standesorganisationen. Ärzte absolvierten eine der anspruchsvollsten und längsten akademischen Ausbildungen, sagt Dieter Bitter-Suermann, Präsident des Medizinischen Fakultätentages. Eine gesonderte Promotionsphase würde die Lehrzeit nach den sechseinhalb Jahren Studium und der anschließenden Weiterbildung zum Facharzt um weitere zwei bis drei Jahre verlängern. Statt mehr hätte man am Ende weniger hochwertige Doktorarbeiten, weil kaum noch jemand promovieren würde. "Die Forschung würde austrocknen", prophezeit Bitter-Suermann. Die Medizin habe nun einmal ihre eigene Promotionskultur, die sich nicht an der Ausbildung zum Dr. phil oder Dr. jur. messen lassen wolle.
Immerhin bemühen sich einige Fakultäten jetzt darum, die wissenschaftliche Kompetenz der Studenten zu stärken. An der Universität Freiburg soll sich das Thema in Zukunft vom ersten Semester an wie ein "roter Faden durch das Curriculum ziehen", sagt der medizinische Psychologe Götz Fabry, einer der Professoren, die das Freiburger Lehrkonzept überarbeiten. Wer eine Dissertation anstrebt, muss in einem Seminar die Grundlagen des Forschens erlernen. Ein Modellstudiengang an der Berliner Charité geht einen ähnlichen Weg.
Die Hamburger Mediziner wiederum planen vom Wintersemester 2012 an einen verpflichtenden zweiten Strang (second track) für ihren Nachwuchs. Neben den üblichen Pflichtkursen, so lautet das Konzept, vertiefen die Studenten ihr Wissen in einem Fachgebiet, unter anderem mit Übungen und experimentellen Praktika. Dass sie das Handwerkszeug des Forschers erlernt haben, müssen sie am Ende in einer kleinen wissenschaftlichen Abschlussarbeit beweisen.
"Wir Mediziner wollen uns nicht weiter vorwerfen lassen, dass wir minderwertige Promotionen tolerieren", sagt Andreas Guse, Prodekan für die Lehre am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Jahrelang habe man angenommen, dass die Studenten wissenschaftliches Arbeiten "irgendwie nebenbei lernen". Das habe sich als falsch erwiesen.
Studium und Promotionsphase ganz zu trennen, dazu wird sich auch in Zukunft wohl keine Medizinfakultät durchringen. Denn die Angleichung an die anderen Disziplinen verstößt gegen viele Interessen. Für Hochschulprofessoren sind die Doktoranden willige wissenschaftliche Zuträger. Was sie selbst interessiert, lassen sie gern von ihren Studenten erforschen – und verarbeiten die Ergebnisse dann in eigenen Veröffentlichungen. Für die niedergelassenen Ärzte wiederum garantieren die beiden Buchstaben am Türschild ein höheres Einkommen: Mit einem Doktortitel verdient ein Arzt im Schnitt 20.000 Euro brutto mehr im Jahr.
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- Datum 29.08.2011 - 10:42 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.8.2011 Nr. 35
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Ich habe großen Respekt vor der Fähigkeit von Medizinstudenten, ganze Fachbücher in der Nacht vor der Prüfung auswendig zu lernen.
Aber mir bekannten Physikern war es immer ein Greul, das Physik-Praktikum von Medizinstudenten zu betreuen - die mathematische Kompetenz ging da oft gegen Null, und es gab sogar schon Fälle, wo ein solcher Student von einer Bruchrechnung (!) überfordert war.
Und wenn man von Mathematik keine Ahnung hat, dann kann man auch keine sinnvollen medizinischen Forschungen durchführen - dafür braucht man mindestens ein paar elementare Statistikkenntnisse...
Meinem Zahnarzt und meinem Orthopäden streite ich auch jede mathematischen Fähigkeiten ab, aber einen so guten Zahnarzt und Orthopäden findet man nur ganz selten.
Die meisten Mediziner wollen Patienten, die sie vor sich haben, helfen. Wer dann noch Einfühlungsvermögen und keinen Drang nach finanziellen Reichtum hat, ist mir lieber als einen mathematisch begabten Arzt.
Einmal davon abgesehen, dass ein Medizinstudent beinahe vollständig ohne Mathematikkenntnisse auskommt, finde ich, dass es nur rechtmäßig ist, dass Mediziner einen leichteren Zugang zum Doktortitel bekommen. Der Grund dafür kann allerdings auch als größter Kritikpunkt angesehen werden: Jeder bezeichnet einen Arzt als "Herrn/ Frau Doktor" - ein Mediziner honen einen Doktortitel wird oft als minderqualifiziert eingestuft. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele angehende Ärzte gerne einen solchen erwerben möchten.
Wenn in der Bevölkerung dahingehend kein Umdenken zustande kommt, wird sich auch so schnell nichts daran ändern, dass beinahe jeder Arzt einen Doktor haben will, einfach, weil es ihm erwartet wird.
Um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: ich finde es nicht erstrebenswert einen Dr. med. zu erlangen, der eigentlich prestigelos ist und auch nicht über meine fachliche Qualifikation aussagt. Ein Doktortitel ist nämlich KEIN Indikator für Fachwissen, sondern dafür, dass man sich wissenschaftlich ein Thema bearbeiten kann. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!
Meinem Zahnarzt und meinem Orthopäden streite ich auch jede mathematischen Fähigkeiten ab, aber einen so guten Zahnarzt und Orthopäden findet man nur ganz selten.
Die meisten Mediziner wollen Patienten, die sie vor sich haben, helfen. Wer dann noch Einfühlungsvermögen und keinen Drang nach finanziellen Reichtum hat, ist mir lieber als einen mathematisch begabten Arzt.
Einmal davon abgesehen, dass ein Medizinstudent beinahe vollständig ohne Mathematikkenntnisse auskommt, finde ich, dass es nur rechtmäßig ist, dass Mediziner einen leichteren Zugang zum Doktortitel bekommen. Der Grund dafür kann allerdings auch als größter Kritikpunkt angesehen werden: Jeder bezeichnet einen Arzt als "Herrn/ Frau Doktor" - ein Mediziner honen einen Doktortitel wird oft als minderqualifiziert eingestuft. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele angehende Ärzte gerne einen solchen erwerben möchten.
Wenn in der Bevölkerung dahingehend kein Umdenken zustande kommt, wird sich auch so schnell nichts daran ändern, dass beinahe jeder Arzt einen Doktor haben will, einfach, weil es ihm erwartet wird.
Um jetzt nicht falsch verstanden zu werden: ich finde es nicht erstrebenswert einen Dr. med. zu erlangen, der eigentlich prestigelos ist und auch nicht über meine fachliche Qualifikation aussagt. Ein Doktortitel ist nämlich KEIN Indikator für Fachwissen, sondern dafür, dass man sich wissenschaftlich ein Thema bearbeiten kann. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger!
Meinem Zahnarzt und meinem Orthopäden streite ich auch jede mathematischen Fähigkeiten ab, aber einen so guten Zahnarzt und Orthopäden findet man nur ganz selten.
Die meisten Mediziner wollen Patienten, die sie vor sich haben, helfen. Wer dann noch Einfühlungsvermögen und keinen Drang nach finanziellen Reichtum hat, ist mir lieber als einen mathematisch begabten Arzt.
Habe ich ja auch kein Problem damit, wenn ein Arzt keine mathematischen Befähigungen hat. Aber solche Leute brauchen dann eigentlich auch nicht promovieren - eine Promotion soll ja schliesslich eigene Forschungsarbeiten darstellen.
Mein Hausarzt ist nicht promoviert. Er wird nie eine akademische Karriere machen. Aber das werden die meisten Dünnbrettpromovierten auch nicht.
Natürlich gibt es auch ernstzunehmende Promotionen in Medizin. Die erkennt man in der Regel an der Note. Und die können dann auch mal so lange dauern wie eine richtige Promotion.
Eine gute Dissertation bzw. eine ausreichende und gute Qualifizierung durch die Anfertigung der Dissertation erkennt man in Deutschland sicher nicht mehr an der Note. Siehe hierzu auch:
http://www.zeit.de/2011/1...
Habe ich ja auch kein Problem damit, wenn ein Arzt keine mathematischen Befähigungen hat. Aber solche Leute brauchen dann eigentlich auch nicht promovieren - eine Promotion soll ja schliesslich eigene Forschungsarbeiten darstellen.
Mein Hausarzt ist nicht promoviert. Er wird nie eine akademische Karriere machen. Aber das werden die meisten Dünnbrettpromovierten auch nicht.
Natürlich gibt es auch ernstzunehmende Promotionen in Medizin. Die erkennt man in der Regel an der Note. Und die können dann auch mal so lange dauern wie eine richtige Promotion.
Eine gute Dissertation bzw. eine ausreichende und gute Qualifizierung durch die Anfertigung der Dissertation erkennt man in Deutschland sicher nicht mehr an der Note. Siehe hierzu auch:
http://www.zeit.de/2011/1...
Die Diskussion über die Qualität medizinischer Doktortitel ist seit langem überfällig. Ich habe in Naturwissenschaft promoviert und da muss man mindestens drei Jahre seines Lebens für den "Dr." opfern. Bei uns haben wir über die Mediziner nur gespottet - oder waren neidisch, denn einen Doktortitel, den man quasi "auf dem Weg zum Klo" nebenher mit erhält, hätten wir alle gern gehabt. Ein Dr. in Medizin ist in Fachkreisen eher eine Lachnummer als ein ernstgemeinter Titel.
Somit war die Plagiierei von Herrn Guttenberg am Ende doch zu was gut. Wenn sich tatsächlich bei den Medizinern die Praxis jetzt ändert und die endlich auch mal was für ihren Doktorhut tun müssen, sollte man ihm vielleicht für besondere Verdienste um die Wissenschaft einen Ehrendoktor verleihen. Er hätte ihn dann auch redlich verdient, denn er hätte mehr bewirkt, als Legionen von Gutachtern vor ihm.
Die Erwähnung von zu Guttenberg relativiert die Qualität der medizinischen Promotionen. Der Fall zeigt eher, dass die mangelnde Qualität nun wirklich nicht nur auf die Medizin beschränkt ist!
Die Erwähnung von zu Guttenberg relativiert die Qualität der medizinischen Promotionen. Der Fall zeigt eher, dass die mangelnde Qualität nun wirklich nicht nur auf die Medizin beschränkt ist!
Habe ich ja auch kein Problem damit, wenn ein Arzt keine mathematischen Befähigungen hat. Aber solche Leute brauchen dann eigentlich auch nicht promovieren - eine Promotion soll ja schliesslich eigene Forschungsarbeiten darstellen.
Interessant was hier alles als Promotionsvoraussetzung angeführt wird. Gilt dies auch für andere Promotionen, wie zum Beispiel im Fachbereich Jura, Politikwissenschaft, Religionswissenchaft, etc.?
Der "Dr." Titel wird in Deutschland hoffnungslos überbewertet.
Interessant was hier alles als Promotionsvoraussetzung angeführt wird. Gilt dies auch für andere Promotionen, wie zum Beispiel im Fachbereich Jura, Politikwissenschaft, Religionswissenchaft, etc.?
Der "Dr." Titel wird in Deutschland hoffnungslos überbewertet.
Menge von Doktorarbeiten in Medizin und Zahnmedizin vielleicht einmal angegangen.
Wer sich je mit diesen "Werken" befasste, weiß, dass ein großer Teil davon nicht das Papier wert ist, auf dem sie gedruckt sind.
Hoffentlich ändert sich da etwas.
haben ja, wie im Artikel zu lesen sowieso schon sechseinhalb Jahre Ausbildung mit zusätzlichen 4-5 Jahren Facharztweiterbildung. Nun auch noch die Promotion daran hängen zu müssen wäre der absolute Wahnsinn. Jedoch qualitätsmäßig was zu tun erachte ich als sinnvoll. Es würde schon helfen, wenn die Promotion mit einer Publikation verbunden sein müsste!
via ZEIT ONLINE plus App
Niemand hat einen Anspruch auf einen "Dr"
Ein "Dr." ist eine Auszeichnung für einen wissenschaftlichen Beitrag. Eine Leistung die über das übliche hinausgeht.
Er ist keine Belohnung für langes Durchhalten.
Wenn man dies in der Medizin genauso halten würde wie in den anderen Fächern, dann wäre der Dr.med. keine Lachnummer sondern der höchst geachtetste Dr. Denn er würde den höchsten Aufwand, die höchste Leistung darstellen.
Tut er aber nicht.
zu promovieren! Wenn Sie den Aufwand scheuen (was ich im Anbetracht Ihres Studiums gut verstehen kann), dann steht es Ihnen frei, auf die Promotion zu verzichten.
Darum sollte es in einer Reform gehen: die, die wissenschaftlich interessiert sind, werden auch weiterhin promovieren. Aber diejenigen, die "bloß" den Doktor wollen (fürs Praxisschild", werden es sich evtl. überlegen. Für die wissenschaftliche Substanz in der Medizin wäre das sicherlich besser.
Zu der Facharztausbildung von vier bis fünf Jahren:
Sie sind nicht dazu verpflichtet, sich zum Facharzt ausbilden zu lassen, sie können auch versuchen mit Privatversicherten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine abgeschlossene Facharztausbildung benötigen sie nur um auch gesetzlich Krankenversicherte behandeln zu dürfen. Außerdem sollten sie bedenken, sie verdienen während ihrer Facharztausbildung schon sehr viel, nach dem was ich gelesen habe 2000€ netto/Monat in einem öffentlichen Krankenhaus. Davon wage ich als bald angehender Diplom-Informatiker nicht einmal zu träumen, zumindestens hier im Osten Deutschlands nicht.
Und zum eigtl. Thema, die Promotion: Sie haben kein Recht darauf, Dr. med zu sein. Und nebenbei bemerkt, wir Deutschen sollten doch mal unsere Titelgeilheit überdenken.
"Nun auch noch die Promotion daran hängen zu müssen wäre der absolute Wahnsinn."
Ist ja nicht nötig. In anderen Fächern sind auch nicht alle "Herr Doktor". Wer Wert darauf legt, kann ja 3-5 Jahre investieren. Auch Lehrer haben samt Referendariat 6-7 Jahre Ausbildung. Fragt da einer nach dem "Dr."?
Niemand hat einen Anspruch auf einen "Dr"
Ein "Dr." ist eine Auszeichnung für einen wissenschaftlichen Beitrag. Eine Leistung die über das übliche hinausgeht.
Er ist keine Belohnung für langes Durchhalten.
Wenn man dies in der Medizin genauso halten würde wie in den anderen Fächern, dann wäre der Dr.med. keine Lachnummer sondern der höchst geachtetste Dr. Denn er würde den höchsten Aufwand, die höchste Leistung darstellen.
Tut er aber nicht.
zu promovieren! Wenn Sie den Aufwand scheuen (was ich im Anbetracht Ihres Studiums gut verstehen kann), dann steht es Ihnen frei, auf die Promotion zu verzichten.
Darum sollte es in einer Reform gehen: die, die wissenschaftlich interessiert sind, werden auch weiterhin promovieren. Aber diejenigen, die "bloß" den Doktor wollen (fürs Praxisschild", werden es sich evtl. überlegen. Für die wissenschaftliche Substanz in der Medizin wäre das sicherlich besser.
Zu der Facharztausbildung von vier bis fünf Jahren:
Sie sind nicht dazu verpflichtet, sich zum Facharzt ausbilden zu lassen, sie können auch versuchen mit Privatversicherten ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine abgeschlossene Facharztausbildung benötigen sie nur um auch gesetzlich Krankenversicherte behandeln zu dürfen. Außerdem sollten sie bedenken, sie verdienen während ihrer Facharztausbildung schon sehr viel, nach dem was ich gelesen habe 2000€ netto/Monat in einem öffentlichen Krankenhaus. Davon wage ich als bald angehender Diplom-Informatiker nicht einmal zu träumen, zumindestens hier im Osten Deutschlands nicht.
Und zum eigtl. Thema, die Promotion: Sie haben kein Recht darauf, Dr. med zu sein. Und nebenbei bemerkt, wir Deutschen sollten doch mal unsere Titelgeilheit überdenken.
"Nun auch noch die Promotion daran hängen zu müssen wäre der absolute Wahnsinn."
Ist ja nicht nötig. In anderen Fächern sind auch nicht alle "Herr Doktor". Wer Wert darauf legt, kann ja 3-5 Jahre investieren. Auch Lehrer haben samt Referendariat 6-7 Jahre Ausbildung. Fragt da einer nach dem "Dr."?
Mein Hausarzt ist nicht promoviert. Er wird nie eine akademische Karriere machen. Aber das werden die meisten Dünnbrettpromovierten auch nicht.
Natürlich gibt es auch ernstzunehmende Promotionen in Medizin. Die erkennt man in der Regel an der Note. Und die können dann auch mal so lange dauern wie eine richtige Promotion.
... der endlich einmal ein wirkliches Problem anspricht.
Die Medizinische Promotion ist oft gesagt ein Witz. Oft gibt es Titel für zweit oder drittauswertungen von Datensätzen, die in ganz anderem zusammenhang erhoben wurden, und die Interpretation der Daten wird dann noch vom Betreuer vorgenommen. Hierdurch werden die wenigen ernsthaften Promotionen von angehenden Medizinern jedoch abgewertet.
Die Publikation in einem Fachmagazin ist ein schwieriges Kriterium, da es zwar für eine gewisse Qualität steht, durch das System, das lediglich Positivergebnisse publizierbar sind nicht auszuschließen ist, dass ein Doktorand, der nicht publizieren konnte "gute" Forschungsarbeit betrieben hat. Der Titel sollte aber genau das Aussagen: Das Selbstständige und wissenschaftliche Auseinandersetzen mit einem Thema.
Ein weiteres Problem liegt in der Sicht der "normalen" Bevölkerung auf Ärzte. Es ist vielen, besonders älteren Patienten schwer zu vermittel, dass der behandelnde Arzt eben kein Doktor ist, sondern "lediglich" ein Arzt. Auch wird der Titel schnell mit Qualität der medizinischen versorgung in Verbindung gebracht, wobei diese Korrelation nicht immer vorhanden sein muss.
Die Lösung des Problems liegt wohl wirklich, wie im Artikel beschrieben, in einer Umstellung auf das angloamerikanische System, mit einem MD Titel zum Abschluss, und einem PH.D. für erbrachte Forschungsleistung. Diese Umstellung würde auch vielen Medizinern helfen, welche im Ausland forschen wollen.
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